Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 130 (29.5.1919)
- Date
- 1919-05-29
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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SeSe« Men, Donnerstag .. Wiener Morgsnzertung Bühne und Kunst. Aus den Theatern. ImBurgtheater gcTaitßt heute Donnerstag den 29. d. M. Franz Moknacs Spiel „Das Märchen v o m W o ls" zur Aufführung. Anfang 6 Uhr. — Die letzte Auf» sührackg fand am 80. Mar 1917 statt. Im O ve r n t h e a t e r kommen heute Donnerstag den 29. d. M. ..Die M e i st r.rf in a e t von Nürnberg mit den Damen Kiurina, Kittel sowie den Herren Dr. Emil Schipper vom Nationaltlicater in München als Gast» Slezak, 8ee, GalloS. Madin. Wicdemann» Fischer. Arnold. Breuer, Rittnmnu, Marian, Betctto, Wagner, Matkl und Stehmann zur ÄuMnmg. Anfang V-ö Uhr. In der B o l? S o p e t findet Montag den 2. Juni dir vierte Wagner'Zpkluövotfirlluna. „Das Rheingold", statt. Dir Partie drS Loge fingt Kammrriiiuger Erik SchmrdeS. Inr Wiener Komödie nhauS eröffnet Freitag den SV. d.Nt. Rudolf Schildkraut sein Gastspiel rndieser Bühne in „K ä u i g 8 da t\ Herr Sclnldkrmrt spielt den König üear zum erstenmal irr Wien. Die Mfflihrung wird von Herrn Ddrrregisfenr Egon Brecher in Szene gesetzt. -— P i« s k i S jüdisches Arbriterdrama „El s i k S ch e s t r l" gelangt im Wiener Kvinödienhaus Samstag den 8t. d. M. nachmütagS 3 Ubv, bei ^ldendpreisen zur Aufführung. — Sonn» rag den I. Irrrn, nachmittags uin 3 Uhr, findet abermals «ne Wiederhvlnug des PmSkiscken Arbeittrdramaö ,,Eifik Schestrl", diesmal bei ermäßigten Preisen, statt, um den beiten Mafien den Besuch dieses Stückes zugänglich zu machen. —- Mit 1. Juni ichridct die Opettcke auf die.Dauer der Sommrrfpielzelt aus denl Komodrenhnns imb werden in dieser Zeit Sttren von Muster« schansprelen mit ersten Gästen zur Aufführrmg gelangen. Sonntag den i. J»n>, 7*13 Uhr vormittags, findet an der ')i c ir e u Wiener B ii l> u c zligtinsten des FrrialfondS dieses Theaters eine Matinee statt unter Mitmirfimg Alexander M o i f f i S. iw die BerterdignngSrede des Danton auL BiichnerS ..DantomZ Tod" im Rah,neu einer Szene, an der das gesamte schauspielerische Personal, des Theaters ieilnimmt, vortragen wird. Ferner, wird Erich Wvlfaang K o r n g « l d eigene Kom« oofirivnrn iviclen, das übrige Programm enthält die Mitwirkung des Fräulein Rosa A d c r vom Operntheater, der Frätt Ellen Neustädte r und der jugendlichen Tämeri« Elfi A l tm a n n, dir bekanntlich kürzlich mit außrrordnmichem Erfolg vor dem Wiener Publikum dedüverte. In der Neuen Wie it e v B ü h n < spielt Alerander M o i s s i Dienstag den 3, Juni zunt ersten,nal den H a m 1 11. Sein Gastspiel wurde bis zum Ist. Juni verlängert. Der Vorverkauf bis 10, ftuui beginnt morgen. _ Für dir a»l Mittwoch beit 4. J„„!.!/ft# Uhr nachmittags, im Theater au der Wien stüttfitidende WvhlMiMtSvorltellung gibt sich allgemein lebhaftes Jntecefie kund. In Felix Saltens- ^Anstrstchm,g" wirken neben mau Medelskh. Direktor. Heine und Harry Walde« mit, wähm»d sie Oper ..Susannens Geheimnis" durch Frau Gmheil-Lchoder und die Herren Rittmaun und GoolevSki zur Darstellung gelangt. Die Regie sührt Obktregiffmr Wpmetal. die musikalisch^ Äüuug Hvfkaveümcister Rrielunberger. Nlick^ verdient dre Mckmirfftteg, des Opernorchesters bcsouderer Ermahnt,«g. Erhöhte Älvudprtlst'. Der altgemmir Kartenverkalif beginn, Freitag »n, 3 Uf,•: rornuttags. Die^Direktion der ,.G r i l l p a r z e r b ü h n e" bat lolgende Stücke -ur Aufführung erworben, die >m eigenen Verlag rrtchcine» werden i „W l o u b l e i b t W i r Posse von Karl Edklnian». i e '.W o llp - Ba r", Operette von Tintner. Nl'ustk von Stranölv. „H e l e n a". Tragödie von Richard Jungwirth. ,;o c i « W c t b", Dreutla von Dr. Louis Thnrner. Ans Anlaß des 100. Geburtstages Walt W h i t Nl a n s undtt an, 8i. d. M. um 7 Uhr abenvs ittt «Anale des Wissen« 'chastlicheu Klubs, I., Gerreldemarkt 7, eine Walt Whitmu»vFeier statt, bei der der Uebersetzer deö Dichters. Max Hayek, die Ge« duchtuiörede halten wird. Martin Wolsgang von der BolkSMNe wird nu§ Walt Whitirilms Werk vortragei,. Der Direktor der K a r l S r u h c r K u N st q e w e r b e» f ch u l t, ÄÄtt Hoffacker. einer der httvorragendsten Berrrrl« des deutschen KnnstgrwerbrS, ist im Älter von 86 Jahren gestorben. Wichtige Anskliivungsscheiftrn. Reben Bernsteins arundlegender Darstellung bcß JioiliSmus, btt soeben iu zweiter' .'iunagc erschienen rst ,md die nun ersteumalt ein wirklich autoritaltvcs Bild -kr zionistlschen Bewegung gibt (HM kl ü>—X vr:« dient Nachum GvldnmnnS Bevschütt ..Die d,el Fordmmgtn des jüdischen BolteS", die die Ansprüche des jüdischen Bvlkts NlS MS LUviclitS nsterttatiouaier Rechte für alle Zeiten sMegt» als Provagimdaschrift eingehende Beachtung (Pres K IM), l)n ttcjitycu durch R> VS,alt, Wien, l, Notentnrniftraßc 22. Sport. Die heutigen FutzballwettspieLe. Bon den Wettspieltn detz heutigen Tages zühlt ein einzigtö M Meisterschaft. Da die nielsten Vereine ihre Mannschaften fttr Sonntag schonen, ist das Programm ein recht bescheidenes. . R apid bat beu S. C. W a ck e v zu Gast.. Rach dem Spiele, das die Hüneldorser am letzten Soitmag geliesret hnbttt, iaiin „tan jnitt Sicherheit vorauSiagen, daß sie auch heute die P»«ltt. ins trockene brinstn werden. Der W. A. F. tt'Mßt in Favoriten ein FmmdschaftSspiel gegen, Rudolkshstgel auS. Die Hausherren dürsten nach ichurfkttt Kduivfe knappe Sieger bleiben. , Jin Rklhmen rmcS Sportskstes, das der Slwmerintzer Lvolittub zu Ehren des .^kmiiihngeu SpieletjubiläumS «Niger ttitk«- bttmutiksten Müglitdapmlnstallet, geht das Tkem» F. A. C —L i m m e r l >, g vor sich. Der Ausgang deö Spieles n'r ungewlß. Der S p v r l k l n b tritt auf der Hohen Warte gegen die B , e n >i a an. die um leyttit Sbittckan sehr entlänscht hat. Ei,t uin emem sicheren Siege der Dvrnbacher zu rechnen. Leichtathletische Wettbewerbe um den Dr. Gugeu Holzet-Gedcuschptzis. Ans &cm Pi.itcr Sliortplal' sind« ein MlttlschülMtreeti l. d.w' schon wenm ft'— t'i'.stenbeteiligung bcloNbÜ'e Uuiä verdleni. Die B'eltt. ne zählen zu entern Mitkani Null. . luhltmÄ ...... _. ..... oer v er Konknrrcnzen fite Urne** und sechs für Ob«ktaff »msafit. Es sind von Ist Anstalten nahezu 7l.0 RenmmgeN ei gelanken. Ersten!ich ist wieder die Btteiltgung der PMinz;! Mntrlschulen von Stockeran. Klvste.rnmbln'st Mid Traidstkch iih'ckrn Uwe tckstrn Berliner an den Start. Dic BeninstattmiK .sind« zmn. Ändenftri an den bek.mnt Schiilinan« Dr. Engen Holzer statt, der sich nur dm Schl 'laut l>fi>ciitfii3c Br'.t'U'k!Üc cnuoiben l>Dr. Hnher erlag i B.-ijihre e>ntr n» Feloe .mgezogenen Kranthen»" DieAorkämpse finden bereits vormittags, dir EntschechnngZ-- kiimpfe nachmittags stakt. Das genaue Programm lautet: Wettbewerbe fahr Unterklassen: 60 Meter-Lauf, Kricketballwerfen, Weitsprung, Stafette. Wettbewerbe für O b e r k l a s s t n : Speerwerfen, Schledderballwcrfen, 100 Meter-Lauf, Hochsprnng, 1000 Meter- Lauf, Stafette. . QSine interessante Wette ist dieser Tage in Berlin zu" ftandegekommrn. Der Weltmeister Rütt erklärte in einer Unter- Saltunü über die Schnelligkeit eines Traberpierdeö und die Ichneuigkeit rineS Rennfahrers, ein gutes Traberpferd aus der Trabrennbahn schlagen gn könne«. ÄlS dieser Ansicht widerkprochen wurde, erklckrte sich Riitt bereit, den Beweis auf einer der Berliner Trabrevnbahnen zu erbringe«. Als einzige Bebingnng stellte Rütt der Forderung, daß eS ihm möglich gemacht werden müsse, im Enbkampf \\t Innenkante der Bahn -u benütze», da die äußere Bahn durch btt Hnse deS Pferdes ausgeschlagen und inr den Radfahrer unbefahrbar wird. ES wäre nicht das erstemal, daß ein Radfahrer gesm.ein Traberpferd in lit Schranken tritt. Bor mehr als zwanzig Jahren mhr der Straßenfahrer Fischer ein Renne« gegen daS Traberpferd Lizzi M. und wurde gejchlaaen. Rütt hat eine Berechnung anfgesteltt, nach ber es ihm bei Entwicklung einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer über 1000 Meter aelinatn müßte, daS Traberdkerd zn Wagen und zu em«r solchen Geschwindigkeit -ölt sich Rütt am der Trabrrbabn für befähigt. Der Weltrekord für de» Kilometer vom steh enden Start sür den Rennfahrer steht i:iü'4. Rechnet mau hierzu den Zeitverlust bcS Rennfahrer infolge brr unebenen Bühn, so würde sich noch »nmer eine Zeit ergeben, die zum Siege Über ein Traberpferd genügt. Bei dem ^veikampi wird die Taktik den AnSschsag. geben. Kann sich Mn an daö Hinterrad des Sulkp legen und seine Endgeschwindigkeil ansspitlm, stehen feine AnGchten sehr aut. verfolgt der Fahrer aber auch dir Taktik des AbwartenS, lägt fein Pferd nicht -gehen, sünderit spürt dessen Kräfte für den Endkampf, dann wird der Weltmeister einen schweren Stand haben. Jedtnsalltz wird der Zwmantpf sowohl für die Hreimde deZ Rabrennsports nnd drö Trapersportk Interesse haben und der Totalisator wird m Berlm zm» ersten Male bei einem Rennen klappern, in dem ein Rennfahrer tätig ist. ... Spi u. V. B. Kadima-Tp. Cl. Transvanl S: 1 (1:0). K^chima mit mehrfachem Erfap antrctend liefert der TranSvaal ein iiberletzentS Spiel. Einige Ministen «ach Beginn der ersten Svielbalfte erzielt Grün mit scharfem Schuß den l. Treffer für Kadima. In brr Folge verhindert der tüchtige TranSvaallormann (eben zählbaren Erfolg. Irr der 20. Minute der zrvciten Halbzeit erzielt der Halblinke KadimaS düS 2. Tor. Knavp vor Schluß vermag Transvaal nach einem Fehler des K.adtmatoemarmeS das Erivreinltat herzusteller,. Der Kadima zeigte Verküdigung und Deckung vorzügliches Spiel. Schiedsrichter Herr Friedman« einwandfrei. fveanzdftschtzv Luftpoftdionft t» 9tdvbaf*ifc*u Die französischen Brbörden richten zwischen Tunis, Algier und Marokko eine Reihe von Luitpostlmien ein, die für den BeMr mit den vielen ifvlikrten Wustknstationen Bedeutung gewinnen dürften. Sv >.»ird .um Beispiel zwischen Bechar und Oragla ein Bnef nur drei Stiinben gegen jetzt zwei Wochen brauchen. Der Volkswirt. Das Enteignungsgesetz. 4 Wir bereits im tzestrigen politischen Teil mitaeteilt wurde, hat der Sostalislerungsausschutz Las Enteigmmgsgesetz nach zw eiter Lesung genehmigt. Das GM, das nmmrehr vor das Plenum der National« versatnmlimg gelaugt, stellt im wesentlichen ein Kom» vrvmitz dar, das durch die von der Entente geförderte Tendenz der Erhaltung -es kapitalisüschen Wirtschaftssystems stark beeinfluftt worden ist. Sm solgenben veröffentlichen wir die wichtigsten Bestimmungen : Dir zu erlassenden, besetze Über die Enieignung bou WirtschüftSbetriebeii haben fcett Gegenstand und Umfang der Entsttnung zu bestimmen sowie den Berhälimisse» der einzetiien WirtschastSiweilgs anarpoßte Grundsätze über hte Entschädigung sestMtzen. Bei Bemessung der Enischädlgnn» sind die im Rah,Nüst der orbünMchen Geschäftsführnng feit 11. März 1910 gemachten Aufwendungen mir Cchalirtng nnfe vtnÄgefwmng der Betriebe oder zilv Beschaffung von Beivtrbsmiltekn nach angeluessenen Abschreibungen voll zir vergüten. Die Enteign,»lg erfaßt tu der Nögpl die Unternehmung als Ganzes, das Ist tnsbefm^ere de» aefamten Grundnnd BerhLvubefitz, die batcutf befindliche« Hanlichketie«, die mafchiikrlttu uub foitstigen EinrichtunM, die Betriebsmittel, Bvrröie nnd Reserven sowie den Gesamtinhalt der rechtlichen, geschLftttch«» und sinanzielle,t Beziehungen vor Unternehmung. Hnttlne srlbständizo Teile föimeu bet der Enteignung anbgeschaliet werden. Das Bersaliren zur Entugnung von MrtschaftSbetrieben wird auf Mrund der besonderen EnteignungSgesetza durch den Beschluß der iLtaatLregiecuns aut Enteignung der Unternehmung oder VetriebeS eingeleitm. Mit der Durchführung ist der fachlick) zuständige Staatssekretär zu beträULN. Dev Beschkttg ist dem TnttignsM sofort zttAUsteNon und tu den mntttchon Blätter,l knudzumachen. Auch näch.der Zustelsnng haben der Unternehmer und die mit dev GeschästSleittkna bvirauw» Kerfoneit die Bermattnna nnd den Betrieb dev Nttternehmu«« mit der Umsicht und Sorgsalt etne> ordentlichen Geschäftsmannes lVeiierzusühren. Vvräntzernngen vder dingliche Belastungüki von Liegenschaften, Bergbauberechiigungm und bücherlich vinaetrageiren Rechten, die nach AniidinachNttg des TnteigMtNgBeschmsseS Vorgenvlnnren werde>l» sind nur gültig, ivsnn die linstimmung deö Uebsrnehmers erteitt. wird. Lrfvrderkichensaltt find nach Zitstettmig des Beschlusses der GeschäftSkeftung ein oder zwei Bor traue nSmänner beizugeben, die vom zttständige« LiaatSsskretär im Einbernchiuen mit dem ueberneymer zu l'esiellen find. Diese , babeu die Interessen dLs UebernehMerS ohne Hemmung des lÄeschäftMtriobeK zu wahren. - Do« Bsschkuß auf Ente-lgnung ist den zttstSndigen Gerichten beh,t»s Anmerkung ick den Ssst-ntlichtzn Büchern und, >venn dis Firma im HandekS» oder GenvssenschaftSregister eingetraaen ist, in diesen Registern, ersorderliihansalks auch dem Battntamte behnf» Anmerkung im Patentregister mitrnieiten. Äofori nach Zustellung des ÄnteignungSbeschluffsS sinmit dem Enteignettn SerhandlnnM behusb «Ütkicher Einigung» rM'ksonbere übev den umjang brr Enteignnng- sowie dis Kntsch.'Idignng elnznietten. Der Enietsnetv har den hierzu ontsanbeten Ärgauen ml Derlüngm SluSkünste zu ertrileu, Einsicht i,t de» vettiod, die Bücher und tjeschäjtittl/rn Milzeichnungen zn gewähmt. 29. Mar 1919 Nr. 13V Den Gläubigern nnd jenen Personen, für die aus bat Uic Unternehmung gehörigen Salien rind Röchle» omgliche Rechte und Lasten haften, ist durch ösfeiittiche Bekanntmachrrns in den anrt.'ichen Blättern zur Aimahme ihrer Ansprüche eure Frist von mindestens drei Moirateu an Nirm, lieber die E ursch ä di gnng und li: Uebcrnahn!: der Dchulveu sowie über RechtSbestand, Höhe und Raug der skr die üebenmhme nt Betra.-ht kommende,: Beröindlichkei c i entschei.et teim Abgang eines Urberetnkouttneus endgültig ein Schiedsgerrchr. DckS Schiedsgericht Wird aus drei Berufsrichtern, Vü» bene» einer den Borsitz führt, uud vier sachverständiaen, Laienrichtern gebildet, die nicht öffentliche Beamte sein dürfen. Die Parteien föuttert sich auch durch Nechtsanivökte verlrttk» lassen. . , . Wenn die B-rteiligten nicht etwa-Zanderes vereiubareu, sind iu Äurechmmg auf die Entschädigung zu übernehmen: 1. Die Lasten, di: auf den zur enteigueten Unternehmung gehörige u Sachen und Rechten hasten, soweit sie in deren vom Schi:ds^c icht scst'nstelleuden.Schätzwerte Deckung finden; 2. atte° jue Unternehmung gehörigen Schulden, soweit sie in der Entschädigung nach Abzug der in 1. bezeichnetett Verbindlichkeiten Deckungfinden. Der Nebernehmer haftet ohne Rücksicht ans die Höhe der Entschädigung für die Verbindlichkeiten, die nach Zustellnng des CnteiInuttgSbeschlusses bis zur UeSernahme der Unternehmung inr Rahmen'' der ordnungsmätztgen Geschüftssührimg oder mit Zustimnurng des Neberuehiners entstanden sind. . . Ist et» zweiseitiger Vertrag vom EnteigNeten und dem anderen Teile noch nicht oder nicht vollständig «rfMt, so tritt der Ucveruehmer iu den Vertrag ein; tt kann aber! de:: Eintritt ablehnen, wenn der Vertrag nicht itt der orden^ lichen. Geschäftsführung .begründet war oder zu dem Zweck eingegakigen ivnrdc, wn. jemand ans . Kosten der Unternehmung nicht. gerechtfertigte Vorteile znzuu'eudru. Die mit den Arbeitern oder Akigestellten inüudlich oder schriftlich abgeschlossenen Dienst, und Arbeitsvertrage gehen unteö Aufrechthaltttug aller hieraus entspringendeu Rechte und Pflichten ans den Uebernekimer über/ Den Dienstnehmern; und dem Nebernehmer, letzterem jedoch nur gegenüber solche» Airgestellten, deren jährliche feste Gefamtbezüge den Bettag von 30.000 Kronen übersteigen, steht das Recht zu, innerhalb eines MonatS nach Ueberuahine den Vertrag unter Einhaltung einer er,»jährigen Frist zu kündigen, ohne daß hieraus Ersatzansprüche gegen den Entelgncten oder den NebernchMcr entstehen. Dir A b st a t t n n g de: n t:r BerüSsichtigilug der übernpinmötwn Berbiudlichket'eii vc?bleibenden Entschädigung kamt nach B)M des UcbrrnehmerS ganz oder teilwsise in amortisablm Teilschttloperschrrlbungen geschehen. . Denjenigen, deren Ansprüche augemeldet wurden, steht es frei, sich anch am schi:dSgerichtlichen Versahren wegew Feftstelfnng der Entschädigung zu betestigen. Ist btS zu den» durch den EnteignungSbeschluß festgesetzten Tage der Uebernahme noch keine VereinLurnng über die Entschädigung und den Ilebergang der Verbindlichkeiten getroffen, so kann der Nebernehmer gleichwohl mit Zustimmung dcS zuständigen Staatssekretärs,den physischen Besitz und die Devsügirng über die Auteruehmung.in dem dnrm den Enteignungöüeschlnst festgesetzten Umfange gegen gerichtlichen Erlag der von ihm angobotenen Entfchädtgüng in barem oder in Schnldvsrschreibiingen ohne geriMiche Dazwischenkmtst übcrnelnncri. Die Bshürden habe» zur Besstzübernahitte die nötige Unterstlltznng zu gewähren.. Die vollzogene N t ß c i it n f) in e ist den zuständigen Gerichten und Behörden behllfs Amilerkung tu beit öffentlichen Büchern nnd Eitltragttirg iiit Handels-, gegebenettfallS Genossenschafts- und Patentregtiter mtstlzeigen nnd durch die birrzn besttnuntsn össentlichelt Blätter bekannlziunachen. Donr Zettpnrilte dev lievevnahme wird der Betrieb der Unternehmung auf Rechnung des Ueberurbiners geführt. Rach erfolgter Vereinbarung oder schisdsgeiicbtlicher Entscheidung Über die strittigen Fragen geschieht die AnSeinanderfetznng zwischen dem siebernchmer und der Unternehmung' unter Berücksichtigung der zwischenzeitig eittstnndenen gegenseitigen Fvrdernngen. utib Verbindlichkeiten ans Grundlage eimö ZinSsutzeS von 5 Prozent. Wenn in der im Enteiguungsbcschlnssc für die Uebernahme der Uitternehinung sestgesetzten Frist die Uebernahme nicht vollzogen wurde, so tritt der Etttölgnnngsbofchlusi' austtzi! Kraft. Für ver,ntjgensrechtttche Nachteile, die dem Änteigpeten daratrs erwach seit sind, ist er von demjenigen schadlos zn halten, zu oeffti, Gunsten der Enteignimgsbefchluß' erlassen Mlrde. Alte mit der Entttgiiwlg nab diesem. Gesetze zusammentzängenden vermSge»örschtl!che>t Vereitibarnngen und die auf Grund dieses' Gesetzes ers liegende» schiedsrichterlichen. Entscheidungen sind g e ft il 1) i* c tt f e c i. Dieses Gesetz tritt a,n Tage seiner Knndmachung i»tz Wirksamkeit. Die Divtdsnvett der Wiener Banken. Es verlaufet» das; die Bailkin nunrnehr über die Prftizlpien, nach denen sie bet der Aufstellung ihrer BilanZen und der Ausschüttung ihrer Gewinne Vorgehen wollen, Klarheit tzewonneu haben. Insbesondere sollen sich die Banken dahin geetulgt hab<n, eine bloß sünsprozentige Dividende zu verteilen. Die Frage, wie weit die Banken in der Ausschüttung ihrer Gewinne gehen llönnen,' ist gewiß zunächst vorn Standpunkte der Deschttsterrgebnisse gu beurteilen. Auf der anderen Seite mußte jedoch genau erwogen werden, daß die Banken, auch in jenen Jahren» wo au'tzttvrdentlich hohe Gewinne Vorlagen, diesen Gewilmen bei.der Gminnausschüttung nicht voll Rechnung getragen haben, es wurden vielmehr die BanKdivivenden aeaenüber den Friedensdividenden nur um Betrüge tthoht, die gegenüber der rinaetrstsnen Geldeutwertuna außerordentlich gering in vieWaa- Aale sollen. Es wäre daher ivunschenswert, daß die Banken bei der jetzigen Entscheidung an die z a h lr e i ch e n k l e i n e n B a n ft a k t: o n tt r c denken und einen allzu scharfen Rückgattg der Dividende nur im Falle der d rin ge nd peu. Notwendigkeit eintreten lasten. Indem die Banken ln einer offensichtlich inspirierten Publikation davon, sprachen, daß sie Heuer nur die „statutarische Mmimalquote von 8 Prozent^ ausschUiten wollen» machen sie offenbar eine Verbeugung vor den in der Publizistik häufig austtötendett Bankaegnern» die mit ihren Araumen» tationm ausschließlich die Droßaktionttre der Bankm im Auae haben nnd vollstttMg Überschen, daß sich die Aktien itufevec großen Danken tu kleinen Posten mm meist 2»> Stiick in bm