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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-22 · Heft 123 (22.5.1919) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 123 (22.5.1919)
Date
1919-05-22
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 123 Wien. Donnerstag Wiener Morgenzeitung 22. Mai 1919 Seite 3 Inland. Sperrung der Guthaben und Forderungen ungarischer Staatsbürger in DeuLschösterreich. Die Telegraphm-Kompagnie meldet aus Budapest vom 20. b. M.: Die in den letzten Tagen Ij-.ct siattgefundenen wirtschaftlichen Verhandlungen zwischen der hierher entsendeten deutschösterrcichischen Wirtschaftskommission und der ungarischen Räteregiermm haben heute zu einer V e re i » b a r u n g geführt. Zm Sinne dieser Vereinbarung wird, sobald ste von der deutsckiösterreichischen Regierung genehmigt ist, Deutschösterreich eine Vollzugsauweisuug erlassen, durch welche alleGuthabennnd Aordernngen ungarischer Staatsbürger in D e n t s ch o st e r r e i ch f »fort für gesperrt erklärt werden sollen. Gleichzeitig verpflichtet sich die deutschöstcrreichische Regierung, alle in Dernschösterreich bestndlichen Depots ungarischer Staatsangehöriger der imaanschm Räteregierimg anszusolgen. Diese Maßnahinen sollen sich bloß auf die bereits sozialisierten urigemschen Unternehmungen nicht beziehen. Verfügungen ungarischer Fii men über Guthaben in Deutschösterreich sollen nur insoweit berücksichtigt werden, als sie vordem 22. März getroffen wurden. Verfügungen, die nach diesem Zeitpunkte getroffen wurden, sollen ausgeführt werden, wenn sie von den bei den einzelnen Unternehmungen eingesetzten Betriebsräten getroffen wurden. Dagegen stellt die ungarische Räteregieruvg in Ansslcht, dem Warenverkehr zwischen Dcutschösterrcich und Ungarn keine Hindernisse in den Weg zu legen, Ausfuhrverbote ans ein Mindestmaß zu reduzieren und die durch die ungarischen Sozialisterungsmaßnahmen geschädigten deutschösterreichischen Staatsbürger f ch a d l o s zu halten. Das Schlössergesetz. Das am Dienstag .vom Ausschuß für soziale Verwaltung eingesetzte Subkomitee zur Behandlung der noch strittigen Bestimmungen über das „Schlössergesetz" hat gestern vormittags ein Kompromiß zustande gebracht, wonach dre Entschädigung bei Enteignung vonSchlössern und Palästen »ach § 365 des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches zu leisten wäre; für Schlösser, Paläste und Luxnsbaulen, die in der Zeit vom 1. August 1914 bis zum heutigen Tage erworben wurden, ferner für solche, dre E m t g r a n t e n g e h ö r e n und schließlich für jene, die teilweise oder gar nicht bewobnt sind, soll nur der Nutzwert vergütet werden. Dieser Kompromißvorschlag wird den Christlichsozialen und sozialdemokratischen Klubs vorgelegt werden. Es wird angenommen, daß die Parteien dem Kompromißvorschlage zustlmmcn. In diesem Falle sott dann das Gesetz sofort auf die Tagesordnung der Plenarsitzung der Nationalversammlung gestellt werden. Der in der Kompromißsormel zitierte § 365 lautet: „Wenn es das allgemeine Beste erheischt, muß e,n Mitglied des Staates gegen eine flngemesseneSchadloshaltung selbst das völlsianvige Eigentum einer Sache abtreten." Die Durchführung des Zirvalidenentsch üdigungsgesetzes. Das Staatsamt für soziale Verwaltung beabsichtigt, jenen Teil der Bestiilrmungen des Invalidenentschädiguilsssgesetzes vom 85. April 1919, der die Behörden und das Verfahren regelt, bereits mit 1. I u n i 1919 in Kraft tretendzu lassen. Mit diesem Zeitpunkte werden daher in allen Ländern die Invaliden eutschädigungs ko m Missionen errichtet werden, die sofort mit dm vorbereitenden Maßnahmen!ür die Durchführung deS Gesetzes zu beginnen haben. Sozialisternngskommission. Der Kabinettsrat hat gestern die Organisation des Bureaus der Sozialisierungskommlffion genehmigt. Das Bureau gliedert »ich in eine volkswirtschöstliche und eine leglstische Abteilung. M.t der Leitung der volkswirtschaftlichen Abteilung wurde Professor Or. Emil Lederer, mit der Leitung der legistischrn Abteilung Sektionschef Dr. K r a s n y betraut. Fürstlich Liechterrsteiusche Gesandtschaft in Wien. Das Telegraphen-Korrespondenzbureau meldet: Der regierende Fürst Johann II. von Liechtenstein hat seinen Neffen, den ehemaligen Mmistcrialrat nn Ministerium für soziale Fürsorge Dr. Prinz Eduard Liechtenstein, zu seinem außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister bei der deutschösterreichischen Regierung ernannt. Der Präsident der Nationalversammlung, S e i tz, hat ihm das Agröment erteilt. Die Gesandtschaft ist im fürstlichen Palais in der Bankgaffe rntergebracht. Der diesjährige Sommerreiseverkehr. DaS Staatsgcsetzblatt verlautbart folgende VollzugslMweisung: Artikel 1. Die Landesregierungen sind ermächtigt, jeden 5 ber drei Tage dauernden Sommerausenthalt von Personen, sofern diese nickt in der betreffenden Gemeinde heimatberechtigt sind oder dortsclbst ihren ständigen Aufenthalt haben, an eine besondere Bewilligung;u knüpfen. Durch diese Bestimmung werden.die hinsichtlich des Aufenthaltes in Heilbädern erlassenen Vorschriften t§ Ü der Vollzugsanweisung vom 29. April 1919) nicht berührt. Artikel 2. In Abänderung des 8 10 der Vollzugsanweisung vom 29. April 1919 wird der Wirksarnkeitsbeginn erst mit 10. I u n i 1919 festgesetzt, soweit cs sich nicht um den Besuch von Heilbädern (8 5) handelt. Artikel 3. Artikel 2 dieser Bollzugsanwrisung tritt sofort, Artikel 1 am 10. Juni 1919 in Kraft. Die Fremdenhetze der deutschen Hochschulen. Prag» 21. Mai. (Tschecho-slow. Preßbur.) In der heutigen Plenarversammlung der Nationalversammlung wurde die Antwort des Ministers für Schulwesen Dr. H a b e r m au n im Druck verteilt, die an Dr. Maresch und Genossen betreffend die Verhältnisse an der deutschen Universität in Prag gerichtct ist. Dem Minister für Schulwesen, heißt cs in der Antwort, ist bekannt, i n w i e d c r a n Hochschulen Üblichen Bräuche und G e w o h n h e i 1 r n unwürdiger Weise sich die d e u t s ch 8 st erreich r s ch c n H o c() i cf) it t c n b c u tschechischen und jugoslawischen -H o ch s ch ü l e r n gegenüber o e n o m m e n Hab en. Dank dem Eifer, mit welchem das Amt des Bevollmächtigten der tschechoslowakischen Republik in Wien den Schutz der tschechischen Hochschüler Übernahm nnd dank der Bereitfertigkeit der tschechischen Hochschulen in Prag gelang rS, jegliche Folgen der Maßnahmen seitens der WienerU niversität insoweit zu Verkündern, daß daS Ministerium für Sclmlwcferi, obgleich es die Zahl der Fremden Fit den Hochschulen sicherstellen ließ, sich uicht gezwungen sah, zu o wenig würdigen Handlungen zu ch reiten, wie die Wiener Behörden. Die Rektoren nnd Professoren der Hochschulen legten der tschechoslowakischen Republik den Eid ab und versprachen, alle Pflichten, welcheZie Republik ihreri Bürgern anferlegt, zu cvjjÜlea» Der Pogrom in Wilna. Der Mob von den Polen bewaffnet. — 2200 Juden abgeschlachtet. Berlin, 21. Mai. (Korr.-Dur.) Das „8 Uhr-Absn-blatt" meldet aus dem Haag: Wie „Daily Telegraph" meldet, hat das Zentralburean des Aioniftenbnndes in London ein Trlegramm aus Kopenhagen erhalten, in welchem über den Judenpogrom in Wilna mitgeteilt wird: Nach der Einnahme von Wilna durch polnische Legionäre fanden in der Zeit zwischen dem 18. und 21. April zwischen den Polen und den Bolschewiken wütende Straßenkäwpfe statt. Die Bolschewiken nahmen bei ihrem Rückzug eine Anzahl Geiseln mit, deren weiteres Schicksal unbekannt ist. Dagegen bewaffneten die Polen denMob, der sogleich raubend und mordend gegen die Juden vorging. Die Hins ch lacht ung von 2200 Juden ist bereits einwandfrei fest ge stellt. Alle jüdischen Wohnungen wurden geplündert und ungeheurer Schaden angerichtet. Nach dem Pogrom wurden alle Juden, die dazu imstande waren, ungefähr iv.Wi) Menschen, aus der Stadt geschleppt und nach Lida deportiert. Ihr jetziger Aufenthalt ist nnbelannt. Der vom „Daily Telegraph" wieder gegebene Bericht schließt mit der Aufforderung an die Mächte, zu intervenieren und künftigen Pogromen vor^ubeugen. Telegramme. Die Friedenskonferenz soll den ganzen Sommer tagen. H Budapest, 21. Mai. (Tel. der „Wr. Morgeuztg.") Ein Funkspruch aus Paris meldet: Oberst Honse ist, unablässig bestrebt, eme Versöhnung zwischen den Italienern und Südslawen herbeizuführcn. Seine Bemühungen sind bisher unfruchtbar gewesen. — Laut Mitteilungen amerikanischer Kreise hat die Friedenskonferenz noch so viele Arbeiten zu erledigen, daß sie w a h r s ch e i n l t ch n o ch d e n g a n zen Sommer über beisammen bleiben muß. In diesem Fall würde Wilson als seine Vertreter L r n s i n g und H o u s e in PanS zuriicklaffen. Rückkehr der zionistischen Delegierten nach Paris. Krakau, 21. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") „Moment" meldet: Die Vertreter der Zionistischen Organisation in Polen wurden neuerlich nach Paris berufen, wohin sie sich in den allernächsten Tagen begeben. Die Berliner Arbeiter- und Soldatenräte fordern die Unterzeichnung des Friedens. Berlin, 21. Mai. (Korr.-Bur.) Heute traten der Groß- Berlmer A r b e i t e r-r a r und die kommunalen Arbetterräte sowie die Soldatenräte zu einer Sitzung : zusammen, um zm F r i e d c n § f r a g e Stellung zu nehmen. Nach einer stellenweise s e h r \ r r egte n, durch minutenlangen Lärm unterbrochenen Debatte wurde schließlich ein Antrag der Unabhängigen angenommen, der die Unterzeichnung des Friedensvertrages fordert. Die Resolutionen der ührigen Fraktionen wurden a h g e l e Hut. Die verkleinerte Türkei. Brussa als neue Hauptstadt. Amsterdam, 21. Mai. Der Pariser Korrespondent des sozialistischen «Daily Herold" meldet, daß der Biererrat jetzt wegen der Türke: zu einer Lösung zu kommen trachte, die glechzeitig Frankreich und Italien befriedigen und verhüten soll, daß m den mohammedanischen Ländern wegen des Padischah religiöse Erbitterung entstehe. DasSultanat soll erhalten bleiben und seinen Sitz in der alten Hauptstadt B r u s s a haben und die fünf Wilajets Brusta, Angora, Kastamuni, Ädana und Koma unter türkrcher Herischaft bleiben. Die Franzosen werden das Mandat über die ersten drei, die Italiener jenes über die beiden anderen Wilajets erhallen. Eine Botschaft Wilsons an den Kongreß. , Haag, 21. Mai. (Tel. der „Wr. Morgeuztg.") Wilson hat eine Botschaft an den amerikanischen Kongrey gekabelt, rn der er von der Wichtigkeit der Arbcherfrage spricht. Kapital und Arbeit dürfen nicht länger im Gegensatz stehen, anstatt Partner zu sein. ES müffe ein neuer Weg gesunden werden, der zu wirklicher Zusammenarbeit und Gemeinschaft führt. Den' neuen Geist erwartet Wilson durch freiwillige Zusammenarbeit mischen Kapital und Proletariat mehr als durch Gesetzgebung. Amerika habe ber dem Wiederaufbau der Industriellen- und Handelsunternehmungen der Welt einen großen Drcnst zu leisten. Amerikanischer Philozionismus. Haag, 21. Mai. (Tel. der „Wr. Morgeuztg.") In Albany, der Hauptstadt bes Staates New-Pork, hat der Staatssenat eine Resolution einstimmig angenommen, die Friedenskonferenz durch Präsident Wilson um Ueberlassung Palststinas als Heimat für sämtliche Juden der Welt zu bitten. New-Pork ist' der fünfte Staat der Union, der diesen Beschluß gesoßt hat. Ernste Unruhen in Aegypten. Blutige Zusammenstötze in Kairo. London» 21. Mai. (Trt-Komp.) Nach Meldungen hiesiger Blätter nimmt die Beweaung m AegvP'.en immer mehr emen religiösen Charakter an.. In K a i r o kam es zu b l n t i g e n Zusammenstößen mit dem Militär. General A l e nb y trifft umsaffmde militärische Maßnahmen. Aeberstedlung Ex-Kaisers Karl. Berit, 21. Mai. (Schweizer Depeschen-Agentur.) Ex-Kaiser Karl ist heute nach P r a n g i u s (Kanton Waadt) überstedelt. inoltrn fommnm. Reparaturen unift fflgnntif. ftatbbflnbit fflr all, Lytteme. erstklassige» Material. &ot>. Kurzer, Wien, U1L, Wesibahustraße 23. Telephon 31537. ws Die Berproviantiernng Deutschlands. Amsterdam, 21. Mai. (Korr.-Bur.) Gestern ist hier von Oldenzaal ein Sonderzug aus Deutschland mit gemünztem Gold im Werte von 2 0 0 Millionen Mark für die niederländische Regienmg als Garantie für die Lebensmittel angekommen, die Amerika an Deutschland liefert. Versailles, 21. Mai. (Agence Havas.) Bier Mitglieder der deutschm Delegation haben vom Ministerium d.es Ärußern Pässe und die Ermächtigung verlangt, nach Holland zu gehen, um dort über V e r p r o v i a n t r e r u u g s f r a g e n zu verhandeln. Das Verlangen wurde bewilligt und ,die Delegierten werden wahrscheinlich heute abrersen. Lenin und Trotzki in Kiew. Die ganze Ukraine in dolschewikischer Hand. Mährisch-Ostrau» 21. Mai. (Tschecho-llow. Preßbur.) „Gazela PolSka^ meldet: Gegenwärtig ,ft fast die ganze 1! k r a i n e von bolschewikischeu Tnippeu besetzt. L e n l n und Trotzki sind in Kiew ein getroffen. Die. Bolschewiken wollen offenbar Kiew und die Ukraine zu einem Herd des Kommunismus machen, denn in Moskau brennt ihnen schon der Boden unter den Füßen. Man erzählt, daß in Moskau eine Nevolutron ausbrechen sollte, weshalb Lenin und Trotzki g e f l ü ch t e t seien. Schweres Grubenunglück in Lazy. Mähr.-Ostra», 21. Mai. (Tschecho-slow. Preßbur.) Infolge Entzündung von Kohlenstaub hat sich heute zwischen 1 und */»2 Uhr nachmittags in der neuen Grube in L a z y ein großes Unglück erelgnet. Bisher wurden 17Totegeborge n, während 38 durch die Gase vergütete Bergleute in das Krankenhaus transportiert wurden. 55 Personen werden noch vmmßt. i Mührisch-Ostrau» 21. Mai. (Tschecho-slow. Preßbur.) Zu dem gestrigen Explosionsunglück in der neuen Grube m Lazv wwd berichtet: Die Bergungsarbeiten wurden die ganze Nacht hindurch fortgesetzt. Den bisherigen Meldungen zufolge wurden 32 T o t e festgestellt. Im Krankenhause liegen 26 Personen d e i l s v e r l etz t, t e i l s d « r ch G a s vergiftet. Vermißt werden im ganzen n o ch. u n g e f ä h r 80 B e r g l e u t e. Zur Zeit der Explosion arbeiteten in der neuen Grube 650 Bergleute, von denen der größte Teil sich durch den Seitenschacht rettete. Emer anderen Meldung zufolge werden noch 80 Bergleute vermißt. Demonstrationen gegen Minister Stransky. Iglau, 21. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die deutschen und tschechischen Sozialdemokraten versammelten sich am Sonntag am Hauptplatze vor der Bezirkshauptmannschast und demonstrierten gegen den K a)) italismuS und die Teuerung, wobei von seiten aller Redner beider nationaler Lager überaus hcfttge Angriffe gegen den Minister Dr. S t r a n s k p erfolgten, dessen Abgang von der mehr als 1000 Personen zählenden Menge stürmisch verlangt wurde. Eine an die Adreffe dieses Ministers gerichtete Entschließung wurde unter lariganhaltender Zustimmung e i n- .heilig angenommen. , Die Prager Arbeiter warnen die Geschäftsleute. 8 Prag, 21. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Heute nachmittags fanden hier größere Demonstrationen gegen den Kettenhandel statt. Arbeitertrupps gingen von Geschäft zu Geschäft und richteten an die Inhaber eine letzte M a h n u n g, mit den Preisen herunterzugeh'en.sonstwürdendleArbeiterznrSelbst- Hilfe greifen Auch mehrere Kaffeehäuser erhielten solche Besuche. Die Demonstrationen richteten sich diesmal ausschliehltch gegen dm Wucher und Kettenhandel. Es kam nirgends zu Zusammenstößen oder ernsteren Konflikten. '; Aufhebung der Tabakkarte — in Tschechien. o Prag, 21. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") „Mrodni Listy* meldet: Es wird schon im Herbst möglich fern, die Tabakkarte in der Tschecho-Slowakei auszuhrben. Die Republik kauke im Auslande Zigarettentabak und Zigaretten und cs werde künftighin von der Verwendung von Hopsen und anderen Ersatzmttteln Abstand genommen werden. , Streik auf der Bahnstrecke Warschau—Wien. Mährisch-Ostrau,21.Mai.(Tschecho-slowäkisches Preßbmeau.) Krakauer Blätter teilen mit, daß auf der B a h n st r e ck e W a r s ch a u—W i e n von neuem ein Streik ausgebrochen ist Auf die Direktive der bolschewikischeu Führer hin besetzten die Arbeiter die Remisen und verhinderten jede weitere Arbeit. Mit Gewalt wurden die Arbeiter auf dem B r e st e r Bahnhof und dem der Vorstadt Prag« von der Arbeit vertrieben. Auf der Bahnstrecke Warschau—Wien wurden die Lokomotiven von den Zügen abgekoppelt nnd in die Remisen zurückgeführt. Um den Bahntranspott vollkommen unmöglich zu machen, versuchten die Arbeiter, die Geleise aufzureitzen. Die Bahnwache ließ es jedoch nicht dazu kommen. Es wurde auch viebfach versucht, den Zug, der französische Generäle nach Warschau führte, aufzuhalten. Der, Fug ro u :•c m i; 5 i c :;i •; :t beworfen. )

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