Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 122 (21.5.1919)
- Date
- 1919-05-21
- Page
- Seite 5 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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~m.ms Mittwoch n«W*TWfHIHIiaaafena WM^s MvrKMtzWjOg .'S. Mai 1919. 11 wi I ir 1 awpiriinilTJ.lih^rinff Neue Exzesse gegen die Juden in Polen. -OTn-rawar-a—ji'fl'.WtBaa Fortgesetzte Mißhandlungen und Plünderungen. — Die Heldentaten der Armee Haller an wehrlosen Inden. f" Marsch»», 19. Mak. (SKI. i>rr „Wiener Morgenzeitnn^.) Ans. dem Bahnhof überfielen Hallersche Soldaten,Juden, welche aus den Zügen stiegen oder aus ^hsn Abgang der Züge warteten. Mit w ildem G.'^s kh rer. warf sich die zügellose Doldüteskä auf , die wehrlosen Inden, schlug sie blutig und raubte sie ans. Dil'- Kähnhpfwachen. sowie das Msitär verhielten sich gan^- ,passiv...Die Beamten sowie, die. polnischen Passagiere zeigten den Soldaten die. Waggons, in welcher^ Juden saßen. Man schleppte sie aus den Waggons hetMs nnd schlng sie.Her Bahnhof wurde abgv'sperrt-und kein Jude sonnte der wilden Horde, entweichen. Mehrere Juden find v e r.w n u b et. T»er JDische Natrönalrat intervenierte sofhA, befiir. Ariegsmürister,; der energische Maßnahmen Ngrn die Ausschreitungen versprach'. Solche Ueberfölle ereignen sich jetzt Dag für Tag auf sämtlichen Bahnen in ganz Polen, und firn die Juden bedeutet istzt^s'Reisen ein tv-lchres Martyrium. Die Haller- . schA(W.oldüM erklärten, sie seien nach Holm igekonnnK», um!dl,e Inden LusL^umyrdeN. / ^Kvakan, 20. Mai. (Del: der „Wiener Morgmizeitung".) - In den letzten Tagen werden allerorten einzelne 'Judenauf den Bahnhöfen und in den Zügen überfallen, blutig geschiagett Anb Ke ran 1)L Irr Grybv w über fiele n hie Bauern j ü b'i f che Geschäfte, plünderten sie vollständig aus ruch j ch lugen die dortigen Juden, Kolbusz o w a ist vvrr -.starken . inilitärischen Abteilungen um z i ng e fi, nommen und dem Gerichte in Rzeszvw eingeliefert. Die antijüdischssn Exzesse in Mittelgalizien sind dem verbrecherischen Treiben der Abgeordneten Okvk und Denbal zuzuschreiben. Lemberg, 20. Mai. (Tel. der „Wiener Morgenzeitnng.") Hier haben m den letzten Tagen a n t-ijüdische Exzesse stattgesunden, die aber glücklicher-; weise keinen größere» Umfang annahme«. Scho» seit einiger Zeit herrschte in Lettldrrg Pogromstimurilng. Die polnischeu So ldateit, die vMt der Pvsener Front nach Lemberg dirigiert wurden, überfielen tagtäglich auf den Straßen vorübergehende Inden und plünderten Wische Geschäfte ans. Die Behörden wurden auf dieses schärÄliche Treiben der polnischen Soldateska wiederholt aber vergeblich mrsmerksum gemacht. Die in den Straßen Zvskiewska, Bojnieza, Kazimierzowska, Grodecka, Goluchowskr befindlichen jüdischen Geschäfte wurden total aus geplündert. Am 14. Mai wiederholten sich diese Ausschreitungen seitens der polnischen Soldaten in mehreren Straßen des jüdischen Viertels, aber atfcftim Zentrum der Stadt, insbesondere ans dem MorzeeLj,p>latz wurden bei helllichtem Tage ' l die jüdischen aÜÄgepümdert. Mehrere. Inden wurden überfalle» und schwer verwundet. Die polnische, Telegraphenagentur verbreitete schleunigst in der „GazetaLwowska" einen Artikel, in dem erklärt wird, daß die Ausschreitungen keinen speziell antijüdischen Charakter trugen, und daß unbekannte .'HvliganS in militärischen Uniformen die Exzesse veranstaltet hätten. Die polnische Gesellschaft und die. polnischen Militärbehörden, erklärt welche Schützengräben angeleA:habe» und znMdas Blatt, gebe« die beste (!) Garantie dafür, daß. einem regelrechten Kampfe rüsten. Mehrere Rädels- Histichts in der Lage ist, die Ruhe in der Stadt zu stören/ füh rer der lohten Schandtaten wurden fest gez'die von solchen herrlichen Heldentraditionett erfüllt ist.; Lelegramme. Die arrswKrLige Politik Polens. : -'Kräkärr, 20. Mai. (Tel?der ^Wr. Morgenztg.H „Goniec Krakswski" 'meldet, daß in der Sitzung des veremigtm auswärtigen und »Märischen Ausschusses des polnischen L an.d.t'n.ges Abgeordneter Daszhnski nach dem E x p o s s P a d e r e w s k i 8 folgende Resolution em° gebrächt bat: - - 1. Die polnische Republik erklärt sich'fürden f o f ö r t i g en n x' i^ y c n s -s ch t u ß mit allen ihren Nachbarn, Sie will zum Mtar d-es auf d e m R ech t e .je.der N at i onauf U n ä,üh äug i g k e,i t und s st a a t l i ch e S e l b stb estftM ck'n ü g tz ist ü tz t r n r n t erna t i ö n ä l e n F r i e d e n s -werde». Den n at i o h »1 e» M i n o r t* i a t e it siche r t die polnisch e R e p u b l ik G l eü chb e r ech t i a « n g ü n d t e r r r t o r i a l t, VC « t o n o m i e z u. In diesem Sinne erklärt sie sich für einm Wnsfenstittstand an der südösttichcu Front, unter Wahrung der tiationalen, bürgerlichen und wirtschaftlichen Rechte' der Polen jmseits der Demarkationslinie. - . . 2. Auf dem Standpunkte der Befreinng der vom Zarentum I'edrückten Nationen stehend; drücken wir den Bestrebungen z n.r S ch -a f f wn g eines n n a b-h 8 u giß e n n k r a i n h. s ch cn S ta a t e s mtscre tiefe Sympathie aus. -3. -Der Landtag nimmt die z w i s ch e n Polen» N.d D e»t sich l»n d v o r g e s ch l a g e n e G r e n z e z ur K e n..n t n i s, welche mit einigen Ausnahmen den polnischen Bestrebungen znr Vereinigung der polnischen G a b-i e-t e emipricht. -- 4. Indem wir die natlonalen Rechte der Mehrheit d t v Ein w o h n e r Danzigs und Umgebung in mck)ts verletzen wollen, verlangen wir in' Zukunft ein solches Verhältnis DanzigsPolen, daß dieallseitige Entwicklung Polens keinen Cmfchtändmgk« 'Unterliegen fotf* Bezüglich Tesch en s verlangen wir das ganze ethnographische polnische Gebiet, wie es in dem provisorischen Vertrag vom 5. Ngvember. 1918 abgesteckt .wurde. Wir verlangen jedoch die Du r ch f.ü h r tutj b e r n o t w e n d i g en K o r rekln r e « zugunsten der Polen i m K o h l e n g e b i e t. Die Ortschaften S \i ch a, Lazv, O r l o w. a und G r u s z o w sollen zu Pölert kommen. Zu diesem Zwecke verlangen wir die Durchführung eines Plebiszits in den strittigen Gemeinden. Der Bezirk C z a c a im Komitat T r e n c z i n, die Z i p s (bekanntlich deutsch) und- A r v a sollen Polen zurückgegeben werben. (Gegen diese Resalntion, die so sehr feierlich klingt, wäre auch vont jüdischett Standpunkt aus tvenig einzuwenden, wenn sie aufrichtig gemeint wäre und auch die Jude» als nationale Minorität anerkennen würde. Die -Red.) Die Tätigkeit des Armeeoberkommandos. Prag, 20. Mai. Wie das Tschccho-stowaktsche Preßbureau meldet, veröffentlicht der Verband der Internierten und Eingekcrkerten m Prag Daten über die Berfolgungen der Tschechen während des Krieges, wonach über 3600'Tschechen ins Gefängnis geworfen oder interniert und 1500 hingerichtet wmden. Bei Zugrundelegung einer Entschädigung in der Höhe von 50 Kronen täglich für jedm durch die Verfolgungm betroffenen Angehörigen der tschecho-slowakischett Republik betrage die Entschädigung, nisgcsamt 126 Millionen Kronen. Hierzu komme eine Entschädigung von 100 Millionelt Kronen für die Internierten und deten Familien, deren Existenz infolge Unterernährung nnterlnaben wurde. Für 26.800 Arbeiter berechne sich die Entschädigung dci Zugrundelegung von 3000 Kronen pro Person mit 80'4Mtllivuen Kronen, wozu noch rund 40 Millionen Kronen für Entschädigungen infolge von Vermögrnsverlusten, GesundheitZstorutttzen usw. kommen. Bei der Festsetzung der Entschädigung für die Hinterbliebenen der Hingerichteten wurde ein iährucher Betrag von 5 Millionen angenommen, was unter der Annahrne, daß die unmündigen Kinder der Hingerichteten durch 16 Jahre zu erhallen sind, eine Summe von 150 Millionen Kronen ansmacht. Mir die Gnrstekluns von Druckererrmternchrtrungen müsse ein Ersatz von 1(X> Mimanm Kronen veranschlagt werden. Endlich »ei ftfr die Entschädigung von Verfolgten in der Slowakei ein Bewag von m«dch««S 80 Millchne» Krauen einznstellem - Antisemitische Krawalle in Prag. Prag, 20. Mai. (Korr.°Bm.) In der Dorstadt Karolinenthal kam es gestem neuerlich zu antisemitis ch en D emvnstratio nen.Die jüdischen Kcmfleute wmden von den Demonsttanten aufgesordert, ihre Geschäfte Zu sperren, was sie auch taten. „Narodni Listy" bringt eine Mitteilung der Stadtbehörde von Karolinenthal, worin es heißt» daß die angeblicheBeschinrpsung d er tschechis ch e n Nation, die zu den Unruhen am Samstag Anlaß gegeben hat, bisher a mt l ich it.i cht j e stgestellt werden konnte. » Die Unruhen in Pilsen. Pilsen» 20. Mai. (Tel. der „SSr. Moraeriztg.") Wie das „Pilsner Tagblatt^ erfährt, wurde von der Familie K als e r bei der Staatsanwaltschaft die. Strafanzeige erstattet. Wahrend die Fawlienangehoriaen der mißhandelten und blnttgaeschlaaeueN Apothekersgattin Kalser bchauptm, daß ihre ganze Schnld darin bestand, ein F e n st e r r o u l e a n kurz vor der Vorbeifahrt des Präsidenten Masaryk herabgelassen zu haben, wird von tschechischer Seite angegeben, sie habe chrer Mißachtung über den fest-" lichen Empfang des PMdente» Masaryk in beleidigenden Worten Ausdruck verliehen. / Die Ehereform in Tschechien. Prag, 20. .Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) In der heutigm Sitzung der NaÜonalversamntlung wurde die K o m m i s s i o n s v o r l a g e über die Ehereform verhandelt. In der neuen Vorlage wird nun wohl die Bestimmung über die E h e t r e n n u n g an srech terh alten, dagegen wird die Zivilehe derart geregelt, daß es jedem ohne Unterschied des R el i g rw ns b ek en ntn iss es mö glich sein wird, e in e Zi v i l e h e e i n z v g t h.en un d daß es ihm fr ei gestellt ist, sich kirchlr.ch oder zivil traueu zu lass en. Die Debatte in der heutigen Versammlung über diesen Gegenstand. war übermrs lebhaft. Die Verhandlung dürste noch zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen. Eine permanente Vertretung der osteuropäischen Juden in Paris. Zürich» 19. Mai. (Tel. der ^Wr. Morgenztg/) Die Konferenz der jüdischen Nationalräte in Paris hat den wichtigsten Teil ihrer Arbeit beendet. Sie wählte aus ihrer Witte eine permanente a l l weltliche jüdische Vertretung, die berechtigt sein wird, im Namen der Juden aller Länder zu sprechen. Zum Vorsitzenden wurde Richter Julian Mack, der Präsident der zionisttschen Orgamsation in Amerika, zum Vizevorsitzenden Louis M a r s h a H und zum Kassier Oberst C u t l e r gewählt. Ausschreitungen in Lemberg. Krakau» 20. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg:") Die Lemberger offizielle „Gazeta Lwowska" schreibt: „In einem gewiffen (!) Teil der Stadt verübtm unbekannte Individuen, unter ihnen auch Personen in Militärnnisorrn, AusfchreiLunge n g e g e n d i e B e v 8 l k e.r u n g, indem sie sich gesetzwidrig die Waren aus den .Geschäften aneigneten. Wir beeilen uns, bckanntzugeben, daß diese Ausschreitungen absolut keinen sptzifisch antijüdischen Charakter trugen.". (Die Erfahrung hinsichtlich der amtlichen polnischen Dementis nach den Lemberger Novembcrpogromen läßt befürchten, daß diese Ausschreitungen denn doch nicht so harmlos waren, rrie sie das amtliche Organ hinftellen möchte. Anm. der Red.) Paderewskrs AücktritL <rbgelehnt. Warschau» 30. M,ü. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der Laildtag hat die D em»ssion des Präsidenten Paderewski einstimmig abgelebnl. Paderewski kebrt demnächst nach Pmis zurück. Scheidemann an Stelle Rantzaus? London» 20. Mai. Elel.-^KomP.) Der britische Dienst meldet: Wir erfahren ans Paris, daß Graf Bro do rff-Nantzau erheblichm Schwierigkeiten serteuS 1 W a ffenst illstaudSk v mm if fi« n in S p * wegen feiner „zu versöhnlichen Haltung" zu den Friedensk dmgirngen begegnet sei. Es wird weiter berichtet, daß er dar S ch e i d e m a n n a l s e r st e r B e v o l l m ä ch t i g t ersetzt werden soll. Eine Bestätigung dieser NaHrichtrlichi nicht vob. '* Ledebour auf der Anklagebank. D^s Doppelspiel Ebert-Scheidemann». Berlin» 20.Mai.(Korr.-Bur.-) JmLedebour-PrUeß nahm der Angeklagte, der im Vorverfahren jede Aeußmmg ' wÄgett hatte, das Wort zu mehrstündigen Darlegimgen führte ans, daß nach den Vorbesprechungen der rwolutio^, AWand am i, N ö v emberstat Ist »den so l Hfl Die Sache habe aber vertagt werden müssen, weil einige M ordnete" für eine Verschiebung eingetreten seien. Das sei m* schwerer Fehler gewesen. Die endgültige Entscheidrmg in Berlin sollte dann am Mittwoch de» 6. November fallen, da aber eine größere Anzahl von der Parole zum Losschlage« «nterrichttt gewesen sei und die Regierung ihre Spitzel gehabt hatt^ hätten die Be- Haftungen begonnen. Der Angeklagtes childertsodannEber Scherdemanu und Genossen, die ei« Doppelsp' getriebeuhätteu. Siehättr« eben irttfi, al lenN mH anden dabeisein wollen,« e es an die Verteilung d e r A e mt e r g e h e.SiH hätten deshalb das Angebot gemacht, mit den Unabhänaigm «ns neue Regierung zu brlden. Als er (Ledebo-nr) am 9. Novmröer beim Ausbruch der Revolutton vom Schloß aus eine rebolutwnär^ Ansprache gehalten habe, habe S ch e i d e m a n n s ch l eu.«j gH vor dem Reichstag die Republik-Pro«' kl am i er t. - Im Laufe seiner namentlich gegen Scheidemamr gerrchtettri Ausführungen wird der Angeklagte vom Vorsitzenden wiederholt ersucht, .sich in seinen Ausdrücken zu mäßigen. , " Wenn die Revolution mißglückt wäre, fährt Ledeöour sM s» würde er M n e b e n E b e r t u n b S ch e i d e m a a.rr f der Anklagebank s i tz r u. Der AiEagte behandelt sodann eingehend die weitere Entwicklung der Dingt mck lehnt jede Beteiligung <m der Wasfcnverteilvug mtb <at der Besetzung des „Vorwärts" entschieden ab. Die Entente gestattet den Seeverk^r Kr deutsche Staatsangehörige. * Amsterdam» 20. Mai. (Tel.-Komp.) Die HandelsschiffahM gefellschast erhielt aus England bte Nachricht, daß H« Entente künftig k e i n e r l e r S i n w e n d n n g e v g e u Mni den Trans-port der Deutschen zwische^q. 17 und 50^ Jahren anBord vvnhvlländ^ fchen Schiffen erheb«! werde. Sie wird aber nicht gestatten, daß Deutsche auf dem Seeweg nach Englmd gelangest Bela Kmi gegen den Anschluß Westnngarns^ an Deutschösterreich. i Ledenburg» 20. Mai (Ung. Tel.-Korr.-Bur^ In Nachmittagssitzung des westrmgarischen Gcmrates hielt VoklN kommisiär Bela K u n eine Rede, worin er unter anderem sagte: Im Sowietungarn gibt es kein Nationalitätenproblem. Hier irr Düitsch-Westungam sind die'deutschen Bourgeois ebenso Gemwr; des deutschen Proletariats und Bauernttmis, wie die magvarischew Bourgeois Gegner des magyarischen Proletariats nud Bauer»- tmns sind. Wtr sind nicht gegen Deutschosterreich^ wir sind nur a e g e n die Kapitalisten, die Gegrn-- revolütionäre Deutschösterreichs. - Volksbeaustragter Heinrich Kalmar wies darauf hm» daß die Verwirklichung der sozialen Revolution durch die Ver-> waüungsrevolution bedingt sei. > Hiernnf wurde ein aus 30 Mitgliedern bestehender Ausschuß für die Lciuing der laufenden Angelegenheiten gewühlt und ein Beschlußantrag angenommen, worin der Gaurat gegen jed e! i nr p e r a t i v.e A b t r e nn u n g der deutsches Bezirkevon Ungarn pro testiert und feierlichst! erklärt, daß er sich unter BerufMg auf die Prinzipim des freiar Selbstbestimmungsrechtes gegen reden fremdm Angriff ass das' Geschick des Landes verwahrt/ Szurmay und Szterenyi. Budapest» 20. Mai. (Tel. der „Wr,-Morgenztg.") Bor. einigen Tagen wmden di« im Sammelgefangnis internierten ehe-, mallaen Minister Szurmay und S z t e r e» h i inS Parksanatorium überführt. W e k e r l e befindet sich noch im ..doch geht es ihm verhältnismäßig gut. Angarrscher Kämpft ericht. Budapest» 20. Mai. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) An mehreren Punkten der Eipelfront nördlich von Szecsenh und Fülek schlugen wir-wiederholte tschechische Angriffe zurück. Unser« südöstlich von Fülek befindlichen, die Uebergange des BM-j gebwges sichernden Truppen sichen im Kampfe mit! tschechischen Kräften. Unsere nordwestlich undj nördlich von Erlau stehende» Truppen gewinnen unter große»! Terrainschwierigkeiten känwfend Raum. Im Abschnitt Mrs k o lcz: lebhafte Ausklärungstätigkeit unsererseits. An der übrigen Frön!' kleinere Geplänkel. Nördlich von B a j a zwangen unsere! Patwmllen bei Fogas em englisches Patrouillenboot zum, Rückzug. ,f Offensive der russischen Sowietarmee gegM das Baltikum. Liban, 20. Mai. Mit Eintritt der wärmeren^ Jahreszeit hat die erwartete Offensive der Sowiet-i truppen gegen das Baltikum eingesetzt. Seir Sonntag abends sind heftige K 8 m p fe an der^ Front von Schlotk bis Baust im Gange. . / Der internationale Frauenkongretz in Zürich. Bern, 20. Mai. (Korr.-Bur.) In der gestern abaehalteneu. Schlusssitzung des Frauenkongresses wmde die Vorsitzende Miß Adams (Amerika) zur Präsidentin der internationalen. Frauenliga für Frieden und Frerheit gewählt. Hierauf dankten Frau R a m o n d (Holland) und Miß A d a m s den Schweizer Behörden für die Bewilligung zur Abhaltung des Kongreßes! und fiir seine Organisation. Auf dem abends abgehaltenen Schlußbankett beglückwünschte ein Vertreter des Züricher Regierungsrates den KoAreß offiziell zu seinem Eintteten für die Fordei rnngen edler Menschlichkeit in diesen düsteren Tagen. Professor Broda sprach den Mitgliedern des Frauenkongresses die! Anerkennung der männlichen Pazifisten ariZ. , Zum.Schluffe hielten mehrere Frauen, Delegierte der ver-! schredensten Länder, Ansprachen, die von der Zuversicht auf bk EcMung der Wünsche und Forderungen des FranenkongressrZ erfüllt waren. Der Zenlralvorstand des Internationalen Bundes iss! folgendermaueu zufamnreugesotzt: Adams (Anwrila), Balch^ (Amerikas Heymann (Deutschland), DuchtSne (Frankreich)» Mao - nnllan undE>wanwick (England), H e r tt k a (O e ft e r r e ich). - «rrson (Norwegen). Ramond (Holland) und Gab«t (SckweW.^