Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 117 (16.5.1919)
- Date
- 1919-05-16
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 117 Wien. Freitag spärliche W-echselrede legte den Mittelschülern kein gutes Zeugnis aus. So seicht die einzelnen Gedanlengünge auch waren, ein Geistesheld war doch anwesend. In dem trüben Grau -er dürftigsten. Reden flammte ein Blitz auf, der aber plastisch den Gesichtskreis unserer Mittelschüler beleuchtete. Ein junger „Recke" ergriff das Wort, um sein eingelerntes Sprüchlein zum besten zu geben, das unbedingt bei jeder Gelegenheit angebracht werden muß. Der Verband wird selbstverständlich deutschnational sein,-forderte er mit energischer Stimme. Das nun folgende „Gequatsche" ist weiter nicht von Interesse. Die deutschösterreichische Mittelschuljngend ist auf dem besten Wege, ihren lateren Kollegen von der Hochschule nachzugeraten. Wem das zum Nachteil gereichen wird, ist klar. Daß sich die schwungvolle Rede deZ oben angeführten Rufers int Streite hauptsächlich gegen die Juden richtete, ist nur allzu klar. Miters ist es bezeichnend, daß die Einberufer der Versammlung zwei jüdischnationale Mittelschüler sind, die den Vereinen Hakoah und Hechawer angehören. Diesen beiden geben wir den Rat, ihre unermüdliche Arbeitskraft einer besseren Sache zuznwenden, denn hier können und werben sie nur Undank ernten. B. Jüdischer Sport in Bielitz. Nach langer Pause wurde Ende Marz der Sportklub „Hakoah in Bieliy reaktiviert. Da eS an Geld fehlte, sah sich die Artung genötigt, einen Unterhaltmigs» abend zu veranstalten, der elncn großen Eriolg halte. Der rührigen Klirblertung gelang es, dm einzigen.Sportplatz, dem Bielitz-Bialacr Sportverein gehörig, iiir drei Naclmlittage zur Verfügung zn bekommen. Infolge des schleckten WctterS entfielen zwar ewige Traunngtage, an den schönen Nachmittagen aber war das Training immer sehr gut besucht. Der Verein zählt schon zirka 80 Mitglieder. In den Rechen sind einige talentierte Spieler zu sehen, bie bald ihre frühere Höchstform erreichen werden. An Nachwuchs fehlt es jedoch sehr. Noch immer gibt es hier Leute, diedein Fußballsport mit einer gewissen Abneigung gegeniiberstchen. Die Leitung Plaut, eine Leichtathletiksektion zu errichten. Der Besuch versprich! sehr stark zu sein. Am 27. Avril trug die erste Mannschaft, mit v er Ersatzleuten spielend, ein Kreündschastsspicl gegen den starken Biclitz-Bialaer Sportverein aus. Die Hakoahmann'chafi konnte dem SvortocrelN kernen nennenswerten Widerstand leisterl. In der Hakoalnnannsthast zeichnete sich der Zenleibalf aus. Die „Hakoah" mußte sicbcn Tore in Kauf nehmen. Trotz des Mißerfolges ist die Mannschaft nicht clttmmigt «nb fiofft bei dem nächsten Wettspiele die Schlappe auSmctzcn zu körnen. Dcr jüdische Ttirnocrein „Makkabi' Sö^litp^Söiala hat wieder das Turnen ausgenommen. Der Besuch ist sehr gut. Ein Mittelschulspovtfest findet morgen nachmittags, ans dem Sportplatz «Hohe Warte" statt, m dessen Rahmen Fußballwettkämpfe und leichtathletische Wettbewerbe zur Austragung gelangen. Die Wettspiele des Sonntags. Außer den bereits gemeldeten Spielen finden am Sonnlag noch folgende statt: Sportklub—Amateure, Wacker- Germania. Pstngstturnier auf der „Hohen Warte". Dir Vereine Vienna, Hakoah, Germania und Admira tränen am 8. und 9. Juni auf dcr „Hoben Warte" cm Nundspiel ans. An dcn beiden Vormittagen treffen die Referoemannschastm derselben Vereine anfeinauder. Ein Turnier für Iungmannschaften» das am 8. Mid 9. Juni ftattffndct, hat die Haloah ausgeschrieben. Das Städtewettfpiel Wien-Berlin wurde auf dm 15. Juni vmclwben: alle für diesen Termin ausgelosten Meisterschaftssviele finden am 1. Juni statt. Ein zweitklassiges Team wird in den Monaten Juli und August in der mederöstrrrelchischrn Provinz Wettspiele üuStragen. Der Sportklub Eraeovia bietet jener Wiener erstklassigen Mannschaft, dre zu Pfingsten nach Krakau kommt, eine Entschädigung von K 8000.-. , Die Weltmeisterschaft im Boxen soll am 4. Juli in New-Pork entschieden werden. Der Schauplatz des Kampfes zwischen de« beiden Matadoren wird eine Arena sein, die mehr als 50.009 Zuschauern Platz gewährt. Ei« Wasferballwettkampf DeutsckMerreich-Ungarn findet am 2. November im Nahmen eines Jnbiläumsmeetmgs des Schiv'MNikliibs „Austria" statt. Absturz eine» Fliegers. Dcr schwedische Flieger und Flugzeugbauer, Dr. Thulin, Inhaber einer Flugzengfabrik, ist gestern abends bei Landskrona «Schweden) tölttch abgestürzt. Der Volkswirt. Polen und Serben beschlagnahmen Gelder der OesterreichLsch-ungarischen Bank. In der gestern nachmittags stattgesunLenen Plenarsitzung des Gerteralrat.es d.er Oefterreichisch-ungarischen Bank Kamen die jürigsten Maßnahmen der polnischen und jugoslawischen Regierung zur Erörterung. Der Gouverneur Doktor Wimmer teilte mit, daß der Direktor der Hypothekarkredit-Abteilung Dr. Wallach, mit der Äufabe betraut wurde, in Warschau Erhebungen etreffend die Beschlagnahmen der galizischen Filialen der Oesterreichischungarischen Bank zu pflegen. Die Besprechungen, die er dort mit den maßgebenden Persönlichkeiten hatte, blieben jedoch erfolglos. Gegenüber den Vorstellungen des Noteninstituts wurde ihm bedeutet, daß man es in diesem Falle mit einem Beschlüsse des polnischen Ministerrares zu tun hatte, der nicht abgeändert werden könne. Die polnische Darlehenskasse hat effektiv die Filialen ab 30. April Übernomnun und gestattet nur, daß die Geschäfte, die bis m diesem Lage vendent waren, abgewickelt werden. Die Darlehenskasse tragt selbstverständlich die Verantwortung für alle ihre Maßnahmen. Eine schwere Schädigung der Oesterreichisch-ungarischen Mnk ist durch das Vorgehen Wiener Morgenzeitung der serbischen Regierung entstanden, welche die Filialen d e s N o t e n i n st i t u t s in Temesoar, Fünfkirchen, Pancsova und Essegg saisierte. Es wurden große Bestände aus diesen Filialen weggebracht und die Filialen s e l b st g e s ch l o s s e n. Die Filiale in Banjaluka wurde durch die Jugoslawen beschlagnahmt. Es werden dort die Angehörigen fremdländischer Nationen, in erster Linie Ungarn und Deutschö st erreiche r, sogar mit der Ausweisung bedroht. SehrungünstigeDerbältnisse herrschen auch in Fiume, wo neuesteys Die Italiener mit der Abstempelung der Bänknoten Vorgehen. All diesen Gewaltakten gegenüber hat die Oesterreichisch-ungarische Bank regelmäßig von Fall zu Fall Protest erhoben. Schließlich wurden im Generalrate auch noch die durch den bereits gemeldeten Schritt der Entente gegen Goldauszahlungen der Bank aufgeworfenen Fragen einer eingehenden Erörterung unterzogen. _ Zur Lage der galizischsn Erdölindustrie. Herr Dr. Heinrich Schreiber teilt uns folgendes mit: ,In Ihrem gestrigen interessanten Artikel ,Zur Lage der galizlschen Erdölindustrie' beschäftigt sich der Verfasser mit der Frage der Verlegung des Sitzes der Petroleumgefellschasten in das Ausland. Er gibt der allgemeinen Anschauung Ausdruck, daß ein solcher Beschluß der Genehmigung der Regierung bedarf, die Auflösung und sohin die Liquidationsbesteuerung nach sich zieht. Demgegenüber möchte ich darauf ausmerksam machen, daß ich, nachdem ich die Frage in der .Gerichtshalle' eingehend beleuchtet, die entscheidenden Argumente gegen diese Rechtsansicht in Knappen und bündigen Leitsätzen im .Allgemeinen Tarifanzeiger' vom 4. Mai l. I. zusammengefaßt habe. Sie tun dar, daß der Geltungsbereich der ursprünglichen großstaatlichen Gerechtigkeit unleugbar auch die Fähigkeit der Aktiengesellschaft als juristischen Person deckt, sich, gleichwie die physische Person, anläßlich der neuen Staatenbildungen im Wege der Option ihren Wohnsitz (Sitz) ohne Verzicht auf ihre Rechtspersönlichkeit, demnach ohne Liquidation, dort zu suchen, wo es die Verhältnisse gebieten." Die Krieg sanleihekursverluste und die Sieuerfaffionen. Bewertung mit 75 Prozent des Nominale». Das Staatsamt für Finanzen hat an sämtliche Finanzlandesbehörden die folgende Dienstanweisung betreffend die steuerliche .Behandlung der Kursverluste bei.österreichischer Kriegsanleihe gerichtet. 1.. Juden Rechnungsabschlüssen für das Geschäftsjahr 1618 (1918/19) erscheinende Bewertungen der österreichischen Kriegsanleihe mit 76 Prozent des Nominalbetrages, beziehungsweise die hierdurch notweudig werdenden Wertabstriche sind ohneweiters als angemessen anzusehen, Bei. Bewertungen unter 75 Prozent des Nominalbetrages und den bezüglichen Abschreibungen (Dotierung von peziatreserden) sind nötigenfalls bie Bestimmungen der §§ 96, Lit. f, Absatz 2, und 111 P. St. G. anzuwenden, wobei jedoch mindestens die Wertabsetzung auf 75 Prozent des Nominales als angemessen anzusehen ist. 2. Unternehmungen, welche die in ihrem Besitze befindliche Kriegsanleihe mit einem höheren Kurse als mit 76^ Prozent in die Bilanz eingestellt haben, ist über ihr Einschreiten die Steuer (besonders Erwerb steuer samt Kriegszuschlag, Kriegssteuer') nur in jenem Ausmaße vorzuschreiben, beziehungsweise, falls eine Vehrbürschreibuny erfolgt ist, auf jenes Ausmaß herabzusehen, das sich bet bücherlicher Bewertungder Kriegsanleihe mit 7 6 P r o z e n t d e s N o m i n a l e4 ergeben hätte. Mit dem bezüglichen, spätestens im Rekurse zu stellenden Begehren ist die rechtsverbindlich gezeichnete Erklärung zu verbindeil daß die Partei bei nachträglicher Durchführung der Äbschreibung auf die Passierung der AbschretbimgSpost, insoweit sie die Wertminderung auf 75 Prozent des Nominales auSdrückt, verzichtet. Zur stattgebenben BeamtShandlung von Rekursen, welche sich auf die Stellung des vorstehend erörterten Begehrens beschränken, werden die Brmessnngsbehörden erster Instanz ermächtigt. Vorstehende Bestimmungen haben auf dem Gebiete der Einkommensteuer (Kriegssteuer der Einzelpersonen) sinngemäß Anwendung zu finden. Erhoffte Besterung des Kronenkurfos. Berlin, 11. M.n. Wie der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" geschrieben wird, dürste die Schaffung der D e u t s chö st erreich is ch kn D evis enzen 1 ra l e und die Aufnahme ihrer Tätigkeit endlich einen Damm enichien gegen das Walten jmer nnterndischen Kräfte, die aus spekulativen und teilweise mich aus politischen Ursachen an dem Herab drücken des Kurses der deittschösterrcichischen 'Kronennote unermüdlich arbeiten. Neben dieser Ausschüttung einer unlauteren Spekulation wird aber dem Kurs der deutschösterrcichi'chen Ki'oncnnotc vor allem die Durchführung des fiaatsfinanziellen Programms der Reglernng zugute kommen. Du Vorarbeiten zur Verschreibung ^dcr Vermögensabgabe schreiten lhrcni Ende entgegen. Diese Fchnnzmaß» rcgel wirb ein Mittel zur tkilweiscn Einziehung dcr Kriegsschulden und damit verbunden, zu einer bedeutenden Verminderung dcö Notennmlaufes bieten, so daß endlich die Pre-sb:ldung sic!) wieder auf Grund eines gesunden Geldumlaufes wird vollziehen können. Ungarns Forderungen und Schulden an das Ausland. AuS Budapest wird telegraphiert; Eine Verordnung über die Anmeldung ausländischer G e l d- und Waren Verbindlichkeiten und Forderungen besagt: Die revolutionäre Näteregierrmg wünscht aus dem Wirtschaftsverkehr mit den ausländischen Staaten herrührende Anaelegcuhrtten zu regeln. Deshalb will sie über gegenüber dem Auslände bestehende Berbindlchkriten und Forderungen einen U c b e r b l l ck grw.nuen. Es wird daher verfügt: Jedermann, dcr gegenüber dem Auslände <wobei dre aus dcr ehemaligen Monarchie entstandenen Nationalstaaten inbegriffen sind, nicht aber bie von n-emben Truppen besetzten Gebiete Ungarns, aus welchem Rechlsn'el immer privatrecht! che Schnldsordmmgen hat. ist verpsttc! t t,. dicke mizmneldtn. Ferner sind amumctbcu alle Acrtp obrere und onsttgen Wcitdcpots. die erwiesenermaßen für ausländische 16. Mai 1919 Seite 7 .. - .. ' •-;---. .. ■ » •-■4 Staatsbürger oder von juristischen Personen m ihrem Auftrag in Benvahrung geballen werden. Alle ausländischen Effekte», dre Eigentum eines Ungarn sind, müssen gleichfalls angemrldet werden. Auch die »m Ausland» vlaeicrten inländischen Effekten und WertdepoiS unterliegen derAumcldmigspflicht. Die Versicherungsgesellschaften haben die zugunsten von Ausländern bestehenden Versicherungen anzumclden. Jru Eigentum von Ausländern befindliche Mobilien und Immobilien, die Industrie-, Handels- und Aerkchrsunternehmungcn gehören, find samt allen sie belastenden Schulden anzumeldrn. Institute und Firmen, die sich mit der Kommission und Plaeierung von Pfandbriefen, Kommunal-, Eiscuvahn- und sonstigen Darlehensobliaationen und Aktien befaffen, haben anzumelden, wann und welcher Betrag ans diese Titres in bedeutenderem Maße bei Ausländern placiert wurde und welche Beträge für den Coupondimst in der Periode 1918—1918 jährlich ausbezahlt wurden. Kapitalserhöhung der Zivnostenska Banka auf 250 Millionen. Prag, 15. Mai. (Tel. der ,,'<ör. Morgenztg.*) Der Berwaliungsrat der Zlvnostenska Banka beschloß, in einer außerordentlichen Generalversammlung die Erhöhung des Afkrenkapitalsd um. 130 auf 250 Millionen Kr'vnen zu beantragen. Der Import in die Tschecho-Slowaker. Prag, 15. Mai. Die Blätter enthalten folgende amtliche Mittelung: Die inländischen Zollämter sind verständigt worden, importierte Waren auch auf Grund von Einfuhrbewilligungen, dienichtmit einerBestätigungder Devisenzentrale versehen sind, abzufertigen, wenn die Bewilligung bis z u m 19. April erteilt worden Ist. Spätere Bewilligungeri sind nur mit der Bestätigung der tschecho-slowalischen Devisenzentrale in Prag gütig. Die Valutaregelung in Serbien. Laibach, 14. Mai. (Laibacher Korr.-Bur.) Wie der „Stovenskr Narod" aus B e l g r a d erfährt, sind die Vorbereitungen für die Balu'aregelung im vollen Gange. Diese Vorbereilungen gehen auf Grundlage der seinerzeiligen Erklärungen des Ministers Dr. Rmc-c vor sich. Demnach werden alle jene, die Staatsb o n d s zeichnen, besondere Privilegien genießen, weil für dir Umwechslung der Krone, die man in Bonds zahlen wird, ein höherer Kurs diktiert wird. Die Bilanzen der deutschen Banken. - Berlin, 14. Mai. (Tel. der ,.Wr. Morszcnztg.") Die Bilanz derDresdnerBank weist einen Reingewinn 34*2 Millionen Mark (— 2 Millionen gegen 1917) aus, die Dividende beträgt 7% (gegen 8l/«%). — Di» Kammer z- und Diskontobank ernelte einen Reingewinn von 10*15 Millionen Mark (— 0'82 Millionen gegen 1917^. sie schüttet wie im Vorjahre 7% Dividende aus. Der Relchsbankausweis. Berlin, 15. Mai. Nach der gewaltigen Anspannung in der letzten Arrilwoche erfuhren die Anlagekonten der Deutschen Neichsbank in der ersten Marwoche eine bemerkenswerte E n 1l a st u n g. Dre gesamte Kaprtalsanlage ging um 2411'7 von 81.691 ans 29.979*3 Millionen Marl zurück. Andererseits wurden den fremden Geldern entsprechend bclrchtliche Summen, nämluü 2281*4 Millionen Mark, entzogen, deren Bestände sich sonnt artt 12.255*9 Millionen Mark verminderten. An Banknoten 93*1 Millionen Mark neu in den Verkehr gegeben ... •, während vor emem Jahre 18*5 Millionen Mark an ine Bank zurückgeflossen waren. Der Umlauf an Darlehenskassenschemen ermäßigte sich Resmal um 58*7 Millionen Mark (in der enckvrechmden Zeit des Vorjahres war eine Ausdehnung um 19 Millionen Mark elugetretew, so daß sich der Neubedarf an Neichsbmttuoten und Darlehenskasscnicheincn zusammen für die Berichtswoche aus »4'4 Millionen Mark stellte^ (gegen 0*5 Millionen Mark im VorjcthrrX Am 7. d. M. war der gesamte Umlauf an Reichsbanknoten ans 26.732 Millionen, die Summe der im Vertehr befindlichen Darlehenskassenscheine ans 11.110*7 Millionen Mark gestiegen. Der Goldvorrat der RrichLbank aing neuerlich um 6*6 am 1750*3 Millionen Mark zurück. Der Darlebensbestand bei den Darlchmsküssen ermäßigte sich um 32*6 aus 18.535*6 Millionen Mark. Wettbewerb in PetroleMnkronzessionen. Einer Zeitttiigsnackirlcht zufolge gibt ein neues Perrolcumvorkommen in der kanadischen Provinz Alb e r t a Veranlassung zu einem lebhaften Kamvf der beiden Pe^olcnmtrusts Standard O i l C o m p a n y und S h e l l C o m P a n h^. Es heißt, daß beide gegenüber der kanadischen Regierung außerordentlich große Anerbieten gemacht haben, in» dre Konzession zur Ausnutzung deZ Vorkommens zu erhaltm; indcfien haben sich in letzter Zeit in Kanada Befirebungen dahin geltend gemacht, daß die RrgierlMg das Auikommm privater Rionopolr verhindern und die Ausnutzung der Vorkommen (Abst übernehmen solle. Die Finfenberechnung in fremden Währungen. In einer Voll-ugsanweckung des StaoisamtcS der Finanzen wird angeordnct: In Kontoabschlüffen für Rechnungsverioden, welche in der Zeit vom 2 8. F e b r u a r b>A einschließlich 29. I u n t 1919 enden, sind die in. fremde'' Währung amgebrachten Z i n s e n von Geldern, welche birdj gewerbsmäßig Bankiergeschäfte betreibende Nulernehmungt« gegen Verzinsungsvcrpstichtung entgegcugcnomiuen wurden, aus Grundlage der nachstchcndeii Kurse in die hierlündisrK Währung umzurechntu: IM holländische Gulden - K 701.75.. 100 Mark --- K 200.-, 100 Lei — K 217.—, 100 Schweizer Franken — L 354.50, 100 nordische Kronen — K 497.—. Die ersten östeveeichischeu Berschissrtugen nach Spanien und Südamerika. Die Firma Brasch & Rothstein in Berlin teilt mit, daß laüt Nachrrchl dcS holländischen Lloyd in Antsterdam die Verschiffung deutscher und österrelchisckcr Güter' nach spanischen und sildamerikanischen Häfen jetzt erfolgen kann. Dre nächste Gelegenheit rst Dampfer „Frisa" am 21. Mai ab Amsterdam mit folgenden Anlaushäfev La Corima. Las Palmas, Rio de Janeiro, Santos, Motepideo, Buenes Aires, Rosario (mit Umladung in Buerics Arres). Wiener Baugesellschaft. D-e 49. ordentliche Generalversanmünng der Wicner Baugescllschasi wurde gestern abgehalten.. Der vorgrlegte Bericht gibt eine Darsttllung der im abgelanfenen Jahre Übernommenen, durch geführten und in Durchführung begriffenen Bmrlrn. Von dem Gewim per K 760.656.— werden nach den milchen Dotierungen K 70.000.— an bie Beamten als Remuneration verteilt, K 12.— pro Aktie als D i v i d e n d < v e v t e t l t und ll. 59.626.— auf neue Rechnung vorgctrageu. In den Vcrwattungsrat wurden die auSichcidenden Herren, Direktor Bernhard Popper, 9t. R. Bode und Direktor Oskar P o l l a k, nengewahlt. Große Massenpevtestveri'ämmlrmg gegen die Fldangswirtschaft. Am DienStaA den 30. d. M. um 6 Ul,r abends findet nn großen ÄonzertbalSsaalc eine vom Band iiir Wnt'chaitsireihell veranstaltete M a s s e n p r o t e st v 'e r* s a m mlung gegen d t e L w ü n g S io i r t s ch a f t und für die W t r t s ch a f t . s r e i h e > t statt. Das L^orr werden die Abgeordneten F r i e^ in a n n. Dr. (M t m r» l. H c i n I und Stöcker iiuo li'v-or. : Cv r."v'i fet Judustr.e. der Landwntschast. des H.itzee!-.- und der Geweil't erarcNen.