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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-15 · Heft 116 (15.5.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 116 (15.5.1919)
Date
1919-05-15
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 116 Men, Donnersrag Wiener Morgenzettmrg 16. Mai 1919 Sport. Die heutigeyGußballwettspiele. Wohl hauptsächlich infolge der keinen Zahl von Sportplatzanlagm, dir zur Derffiguny stehen, beginnt eS sich emzubÜrgerL sri Wochentagen Wettspiele zur Austragung zu bringen. So stehen heute gleich drei auf dem Programm. Auf dem Raptdvlatz in Hütteldors spielt eine kombinierte Mannschaft der Hausherren gegen die Sportvereinigung der Straßenbahner (Bahnhof Wienzrile), auf dem Simmmnger Sportplatz tritt das VolkSwchrbatmllon 13 gegen den Srmmermgep Sportklub an und auf dem Sportplatz Hohe Warte messen di- Volkswehrbataillone 23 und 9 ihre Kräfte. Der Beginn der Wettspiele ist auf 5 Uhr festgesetzt. Lee W. A. E. in Präs siegreich. Trotz der anstrengenden Reise und -er beiden vorausgegangenen Spiele in Brrlm konnte der W. A. C. in Prag erfolgreich abschneiden. Er schlug den sich jetzt in gMer For« bestudlichrn Deutschen Fußballklub 2 :1, nachdem die Wiener bei Halbzeit mit 2 : v in der tührung gewesen warm. Die Torschützen der Sieger warm hrenka und Wana. Dem Wettspiel wohnte trotz des Wochentages eme sehr große Znschauermeuge bei. Folgende Meisterschaftsspiele finden mit Sonntag statt: W. A. F.—Rapid, W. A. C.—RudolfshHg< Hertha— Simmering. Insbesondere dm beide« ersten Spielen kommt ausschlaggebende Bedeutung zu. Wenn der W. A. C. die Rudolfshügler schlügt (was sehr wahrscheinlich ist) und Rapid wider alles Erwarten gegen den W. A. F. unterliegt, füllt die Entscheidung der Meisterschaft erst im Spiele W. A. C.—Rapid. Treffen aber die berden Voraussetzungen nicht em, so ist Raprd bereits jetzt Sieger. Die Hakoah spielt am Sonntag gegen denFloridsdorfer Athlet,Mnb. Wenn man die Leistungen vom letzten Sonntag züm Maßstabe nnnmt, muß man eine schwere Niederlage der Hakoah befürchten. v Das Entscheidungsspiel »nt den Niederösterreichischen Cup findet am 6. Juli zwischen Rapid und Sport- Kub statt. SportlehrerKnrs. Heute beginnt der vom Wohlfahrtamte der Gemeinde W,m ausgeschriebene Svortlehrerkurs, der von der Lehrer-Sportvereinigung geleitet wird. Der Kurs umfaßt zwei Semester, wobei folgende Disziplinen gelehrt werden: Hygiene der Köiperpflege und Leibesübungen. Somatologie, Anatomie und erste Hilfeleistung bet Unglückskällen, die Anlage und der rationelle Betrieb von Spiel- und Sportplätzen, Jugend- und Rasenspiele, Leichtathletik und Schulspott, Schwimmen und Lebensrettung, deutsches und schwedisches Turnen, Skiläufen, Eisläufen und Eisballspiele, Jugendwaudern und Schülerretsen. Aeber 250.000 Mitglieder zählen die in einem Verbände vereinigten Tum- und Sportvereine Norddeutschlands. Die Vereinigung, die den Namen „Arbeitsgemeinschaft sürTurnen, Spiel und Sport" führt, ist wohl e,ue der größten Korporationen aus dem Gebiete der Leibesübungen. Dr. Erich Friedmann» der einem eifrigen Training für die deutschösterreichischrn Meisterschaften obliegt, die im Juni stattsinden, erreichte in der Vorwoche ,m Stabhochsprung zu wiederholten Malen die Marke 8'20 Meter. Da er sicherlich noch verbesserungssähig ist. wird chm die Metsterschaft in dieser Disztplm aum zu nehmen sein. Ing. Hans Tronner, der bekannte Meister in den Wurfdiszivlmen. veröffentlicht demnächst einen stimmungdvollm Band lyrischer Gedichte unter dem Titel „Bunter R e t oe n“ (PrelS K 4.—). Vorbestellungen können schon setzt an die Buchhandlung R. L ö w i t, Wien, 1, Rotenturmstraße 22, gesandt werden. Unitas. Heute Donnerstag ab 4 Uhr allgemeines Training der Fußballsektion am Sportplätze der Brrgittcnauer Bewegung. Es haben sämtliche Spieler zu erscheinen. «I Werbet p,«. Wiener Morgenzeitung Verlanget sie in alle« Gastn. Kaffeehäuser« Gerichtssaal. Mord oder Selbstmord? Schirocky zu 10 Monaten Arrest verurteilt. Vor dem Schwurgerichte unter Vorsitz des Oberlandes» gerichtörateS Dr. M a g e r hatte sich gestern der der 24 jührigr GeschüftSdiener Wilhelm S ch , r o ck y wegen Verbrechens deS Mordes zu verantworten. Die Anklage, vertreten durch Staatsanwalt Dr. B u c e k, legt dem Beschuldigten zur Last, daß er am Morgen des 8. Dezember seine Frau Marie Schiroeky durch einen Schuß tit den Kopf ermordet habe. Der Angeklagte, ein kleiner bleicher Manu von trotzigem Aussehen, hatte em Jahre 1614 seine Geliebte, mit der et m Klosterneuburg eine Nacht verbrachte, erwürgt. Auch damals stellte er sich selbst der Polizei, gab zu, daß er ohne Tö'.ungSabsicht die Geliebte solange gewürgt habe, bis sie kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Die Geliebte habe ihn gereizt und ihn ins Elend gebracht. Er wurde damals wegen Totschlag zu drei Jahren schweren Kerkers verurteilt, begnadigt und rückte dann zum Militär ein. Zu Öfter« 1918 heiratete er und lebte mit seiner zweiten Frau anfangs in Frieden. Dann beging Mari« Schirocky einen Diebstahl an ihrem Dirnstgebrr und wurde zu emrr Woche Arrest verurteilt. Der Mann verlor ans dieser Ursache ebenfalls seinen Posten. Nun gerieten sie in tiefste Not. Am Vorabend vor der ihm zur Last gelegten Tat, erzählt der Angeklagte, habe er sich mit seiner Frau, wie gewöhnlich, schlafen gelegt und wurde um 4 Uhr früh durch einen Schuß geweckt. AlS er erschreckt anfwachte, sah er, daß sich seine Frau mit s e i n e m Revolver erschollen habe. Mit ersterbender Stimme bat sie ihn, nicht Hilfe zn ruien, woraus er sie abwusch und ihre Hände gefaltet habe. Hieraus lief er aus der Wobnung und meldete sich am selben Tage um 1 Uhr mittags bei der Polizei. Bei der Verhandlung bekennt sich der Angeklagte nicht schuldig. Im Emne ver an sie gestellten zwei Schuldsragen bejahten die Ge/chworNen < Obmann Herr Srtgmnnd Plauer) die Schuldfeage wegen Totschlages, worauf der Gerichtshof den Angeklagten Schrrocky zu zehn Monaten strengen A r r e st verurteilte. Der Volkswirt. Zur Lag« der galizischru Erdölindustrie. Aas fachmännischen Kreisen wird uns mitgeteilt: Die aus den ostgattzischen und westgalizifchen Revieren einlangenden Nachrichten geben in letzter Asit lein besonders klares Bild von der Lage in den galizischen Erdölrevieren. Trotz der wiederhott angelünLigten Perkehrserteichterungen ist die Verbindung mit den ostgalizischen Revieren über Ungarn doch sehr mangelhaft geblieben und kann ist der Hauptsache nur durch Boten aufrechterhalten werden. Die politische Lage in Ostgalizien ist nach wie vor ziemlich ungeklärt. Trotz der entschieden bolschewikischen Tendenzen, tvelche die Arbeiter des ostgattzischen Rohölgebietes zur Schau tragen, ist es der ukrainischen Verwaltung bisher gelungen, die Ruhe vollständig arifrechtzrierhalten und sich auch in der Verwaltung der Gebiete zu behaupten, wobei anzuerkennen ist, daß diese Verwaltung tatsächlich recht geordnete Zustände geschaffen hat. Nach vieler Mühe ist es gelungen, mit Ungarn ein Uehereinkommen wegen der Durchfuhr von Produkten zu treffen, als plötzlich der ungarische Umsturz auch die Vereinbarungen auf diesem Gebiete anscheinend als undurchführbar erscheinen ließ. Trotz der großen Abschlüsse, welche für Lieferung von Rohöl und Mineralölprodukten nach Ungarn, Deutschhsterreich und der Tschecho-Slotvakei von den Ukrainern zu günstigen Preisen gemacht wurden, stößt der Abtransport des Rohöls und der Produkte auf erhebliche, oft ganz unüberwindliche Schwierigkeiten. Trotzdem also die Erdölproduktion sowie die Mineralölprodukte, welche in Drohobycz lagen, eigentlich bereits verkauft sind, bleiben die Reservoirs der Raffinerien mit Produkten überfüllt, ohne daß für eine Weiterbeförderung entsprechende Vorsorge getroffen werden kann. Ein Zisternenzng mit 20 Waggons Mineralölpwdukten, welcher kürzlich zur Uebergabe an die ungarischen Behörden nach der Station Lawoczne an der ungarischen Grenze geführt worden war, wartete einige Tage aus die ungarischen Uebernehmer, welche mit den zur Bezahlung der Ware erforderlichen Geldern dort emtreffen sollten.. Als man sich anschickte, nach erheblicher Wartezeit den Zug wieder nach Drohobyez zurückzubringen, war dieser verschwunden und blieb unauffindbar. Auch die finanzielle Situation der einzelnen Gesellschaften kann mit Rücksicht auf die unklaren Verhältnisse als nicht gerade günstig angesehen werben und nach der glänzenden Kriegskonjunktur erscheinen jetzt für die Mineralölunternehmungen schwierigere Zeiten herangebrochen zu sein. Die Zerreißung der früheren österreichisch-ungarischen Länder hatte zur Folge, daß die einzelnen Gesellschaften, welche früher aus der Fusionierung von den in verschiedenen Kconländern gelegenen Unternehmungen entstanden sind, jetzt plötzlich vor der Tatsache stehen, daß sie in ein bis zwei oder mehreren gewissermaßen einander feindselig gegenüberstehenden Staaten Unternehmungen besitzen. Die rein galizischen Unternehmungen, welche sowohl die Raffinerien als auch die Erdölpwdukfionsunternehtmmgen in Drohobyez und BorySlaw selbst haben, sind noch am günstigsten daran, wissen aber heule noch nicht genau Bescheid über die zukünftige Staatszugehörigkeit dieserGebiete.Am ungünstigsten ist infolge der verschiedenen valutarischen Maßnahmen die Lage derjenigen Mineralölgesellschafben, welche Erdölunternehmungen in Borhslatv-Tustanowice, jedoch Raffinerien in Böhmen, Mähren, Schlesien, Niederösterreich, Ungarn usw. besitzen. Dabei machen sich nicht nur unter den Arbeitern, sondern auch unter den Beamten der einzelnen Gesellschaften geradezu exorbitant« Lohnansprüche geltend, welche gewiß vielfach in den noch immer steigenden Lebensmitte lprei'en teilweise begründet sind, andererseits aber ber Sozialisierungstendenz und ähnlichen Agitationen entspringen. Geradezu erdrückend sind für einzelne Unternehmungen die Ansprüche der Steuerbehörden geworden. Die meisten der Gesellschaften, welche «in verschiedenen Staaten Unternehmungen besitzen, beschäftigen sich naturgemäß mit ber Frage der Verlegung des Sitzein das Ausland. Diesbezüglich sind jedoch in formeller Beziehung sowie insbesondere in statu tenrechtlicher Hinsicht große Schwierigkeiten zu Überwinden. Für das Gebiet des österreichischen Rechtes ist die Frage, ob durch Verlegung des Sitzes der Gesellschaft ins Ausland ihre rechtliche Existenz aufhört, ob die Sitz- Verlegung die Wirkungen oder die Voraussetzungen des AufläsungSbeschlusseS habe, im Akttenvegulaüv gelöst. 8 SS ordnet an: DaS Statut muß als Sitz der Gesellschaft einen bestimmten, innerhalb der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder (an deren Stelle jetzt das Gebiet der beutschösterreichifchen Republik trat) gelegenen Sitz bezeichnen. Eine Aenderung deS Sitzes der Gesellschaft, heißt e8 im Regulativ weiter, kann nur auf Grund einer vorhergehenden Aenderung des Statuts erfolgen. Cs ist darnach sicher, daß jeder Beschluß einer inländischen Aktiengesellschaft auf Verlegung ihres Sitze- >— auch wenn es sich um die Verlegung deS Sitzes tnS Ausland handelt — der Genehmigung der Negierung bedarf. Aber auch wenn die Regierung die Sitzvevlegung ins Ausland genehmigt, hört damit die inländische Gesellschaft zu existieren auf und es treten alle Folgen ein, welche das Gesetz an die Beendigung der Aktiengesellschaft knüpft, und zwar auch dann, wenn die zur ausländischen gewordene Gesellschaft eim Be- Seite 7 triebsstätte im Inland« behält. Eine selbstverständlich^ Folge der Auflösung der Gesellschaft und ihres Liquid dation ist die Besteuerung des gesamten Liquidationsgewinnes, das heißt, aller zur Verteilung gelangenden» Ueberfchüsse Übe, daS eingrzahlte Aktienkapital «Sj die bereits versteuerten Reservefonds. An den verschiedenen ehemals österreichisch-nnga-? rischen Mineralölgesellschaften sind auch Kapitalisten kreise^er Entente mehr oder weniger beteiligt gewesen und nach verschiedenen Nachrichten haben diese Interessenten bereits über die gegenwärtige Situation Erhebungen eingeleitet. Kürzlich ist eine französische Kommission in Drohobyez eingetrofsen, welche von der Friedenskonferenz zsir Ueberprüfung der Naphthafrage entsendet wurde. Auch ein österreichischer Petroleumindustrieller weilte kürzlich in Paris; um sich mit seinen dortigen Gesellschaftern auseinanderzusetzen. Ferner sollen vor kurzer Zeit wiederholt Verhandlungen in der Schweiz stattgefilnden haben, welche die gemeinsame Wahrung der Interessen von den an der Mineralölindustrie interessierten österreichist-M, deutschen, rumänischen, englischen und 'französischen Industriellen zutir Gegenstände hatten. Verlängerung der Frist für die Vermögensanmeldung. Fortdauer der Sperre. Durch eine Vollzugsanweisung des Staatsaktes sür Finanzerr wird die Anmeldung des Vermögens um vierzehn T a'g e v e r l 8 u g a r t. Die Frist für die Uebertraguna der SchuldverschreibmigeS des früheren Oesterreich in die Verwahrung der inländische Niederlassung eines inländischen oder ausländischen KreditinfteMts wird bis zum 81. Mai verlängert. Die Anmeldungsftist deS Vermögens wird bis 15. I u n i erstreckt. Wenn es sich um Schuldverschreibungen des aüm österreichischen Staates, welche außerhalb inländischer bankmäßiger Verwahrung verbleiben, handelt, laust deren Anmeldung am 31. Mai ab. Durch die Hinansschiebung der Anmeldung dürfen anmeldungspflichtige Wertpapiere, deren Amueldung nicht durch. Koutrollbczeichnung nachgewiesen, m inländische bankmäßige Verwahrung bis 31. Mai 1919 übertragen werden. Offene DchotS bleiben mindestens bis 31. Mai 1919 für die Einlage von Wertpapieren gesperrt. Die Anmeldung von zwischen dem 1. und , 31. Mai errichteten DepotS hat nach dem Stande vom 31. Mar zu erlolgen. — Ferner werden in Abänderung der dritten Vollzugßanwelsung sämtliche am 13. März noch laufenden und die. nach diesem Zeitpunkte beginnenden Fristen zur verzugszinsenfreien Einzahlung von Staatsabgabm bis zum 31. M a i 1919 v erlän g ert. Die Wiener Börsekammer und die Organisation der Bank- und Sparkassenbeamten. Die Abgeordneten A l l i n a und Pick haben in der Sitzung der Nationalversammlung folgende Anfrage an den Staatssekretär für Finanzen eingebracht: An der Wiener Bö'-sfkammer bat vor einigen Wochen eine Bewegung für ein.;r nannte Demokratisierung der Börsenvertretung eingesetzt. L.e legale Interessenvertretung der Bankangestellten verwies in einer Eingabe darauf, daß es nicht angeht, eine Vertretung der Angestellten aus jenem kleinen Kreis von Angestellten hervorgrhen zu lassen, der gerade an der Börse seine Dienste versieht, da an der technischen Abwicklung deS Börsegrschäftes 10.099 ehrlich arbeitende > Menschen interessiert sind. Der gewiß entbehrliche Börsenverkehr an SamSlagen bringt einen sehr großen Kreis von Angestellten um dir von ihrer Organisation in schweren Kämpfen errungenen Samstagrfühsprrre. Die Berufsorganisation der Bankbeamten verlangte daher die Errichtung eines autonomen AngestclltenauSschnlleS in der Borsenkammer. Der Ausschuß der Börsmkammer verblieb bei seinen Statuten. Deshalb wird an den Staatssekretär die Anfrage gerichtet: Ist er bereit, der Börsenkammer kstmmnachen, daß nt einer Zeit, wo alle staatlichen Instanzen und Arbeitgebervereimaungcn den Kontakt mit den Gewerkschaft^» der Arbeiter und Angestellten, suchen, auch sie die Verpflichtung hat, sich mit der gewerkschaftlichen Organisation der Bankangestellten entsprechend auSeinanderzusetzcn? Ist er bereit, auf Grund eines Aussichtsrechtes in der Richtung Einfluß zu nehmen, daß die in jener Eingabe aufgestellten berechtigten Forderungen der Organisation der Bank- und Sparkassenbeamten von der Börsenkammer berücksichtigt werden? Eine internationale Petroleumorganisation? Haag» 14. Mai. (Tel. der „Wr. Morgenztg/) Finanz kreise gehm daran, eine neue internationale Organisation für dm Petroleumhandel zu schaffm, an der englische, belgische und h o ll ä n d i s ch e Jnteresienten beteiligt sind. - Diese Vereinigung soll den g e s a m t e n galizischen Handel der deutschenGrdölarfellschaft übernehmen Md wird wshrscheinlich mit den veutschösterreichrschen Großaktionären der galizischen Petroleumgruben in Verbindung treten. Berlin» 14. Mai. (Tel. der ^Wr. Morgenztg.*) Die Deutsche Petroleum-Aktiengesellschaft verhandelt über den Verkauf ihrer Pctrolenmgrubrn im Elsaß und in Rumänien init ausländischen Gesellschaften. Westböhmische Kaolinand Schamottefabriken. Prag, 13. Mai. „Rarodni Ltsty* schreibt: Gestern fand in Prag unter dem Vorsttz Karl DimmerS in der Ztvnostenska Banka die 29. Plenarversammlung der W e st b ö h m i s ch e n KaolinundSchamottefabrtken in Prag statt. Von dem Reinarwinn pro K 1,788.880.— wird eine ll%toe Dividende pro Aktie, das ist K 44.—, ausgezchlt werden. Bel den Ergänzungswahlcn wurden Karl Dimmer Md Viktor Benesch wiedcr-- gewählt. Geplante Konzentration tschechischer Banken. Prag» 14. Mai. ,Pravo Lidu" schreibt: Um eine Konzentrativn der Landes-Ennssionsanstalten z« erzielen, soll eine SitzMg der Landesbank des Königreiches Böhmen, der Mährischen Agrarbank und der Kommunal-Kreditanstalt sür Schlesien stattfindkN. Für die Slowakei werden bloß Filialen dieser Emisllonsanstalten, keineswegs aber ein« selbständige Bank ^rruhtet werden. Amerikas Interesse an China. Washington, 18. Mai. (Reuter.) Zeder Pariser Mckdm^, daß sich em n e u e 8 K o n s o r 1 i n m, bestehend auS englischen, französischen, japanischen und amerikanischen Banken, gebildet habe, um C h i n a zu finanzieren, wird vom StaalSdepartemmt amtlich erklärt, wenn dw Bedingungen der Anleihe gerecht und billig seien, und die Zustimmung der chiucsischen Regierung sändeu, werde die anicrikanische Regierung die Jntcreffen aller bckklligten amerikani-- schen Banken schützen.

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