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Wiener Morgenzeitung · 1919-05-14 · Heft 115 (14.5.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 115 (14.5.1919)
Date
1919-05-14
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wiener Morgenzeitung 14. Mai 1919 Nr. 115 Wien, Mittwoch Seite? i ■■■ i 4 Ans den Theatern. Im B «r g t b e d t c u ijcfanflt.fieiitc Mittwoch Jß n t er« tro.e g s", ein Don Jiiaii.Dratna in Svci Akten von Thaddaus R i t t n e r, nm° AMihning. EL wirken «nt die Herren A r n d t, Moncza. % r c f» l c v und Walde p, die Damen Albach-Nettp, K u t s ch e c a und W'o hlgemut h. Im Operuthealer kommt heute Mittwoch ,.M n v ß «v e t c" mir den Damen Ier i tz % .K i t t e l, Schöne sowie den Hcncn P i c c a v e r, Z e c, F i s ch e r, M a d i n mr Ausführung. Im W i e u? x K o m d d i e n h a « s koptmt Freitag »>m °/i7 Uhr die mucinstudierte. Apentte „Der Vogelb ki n d l c r" mtt den Dauicu B a ch v i ejj, KaUiM a u n, M o 11 i n (5 e v, Giftet und den Herren G u tt m a u n, M a t it n ci, Obrere n n e r, P f a n N Md Wehly m den Hauptrollen, inszeniert von Regisseur Karl P f a n u, zur ersten Aufführung. Johann Strauß-Theater. Mittwoch, den 14. Mai und die folgenden Tage: 7 Uhr „Das Veilcheumädel", — Samstag den 17. M-u, nachmittags V-3. Uhr; Orchester- Benefiz; Gastspiel Mizzi Günther; Festonvertnre unter Leitung des Komponisten Emmench Kalman; „Die Faschingssee". — Sonntag den 13. Mai. uachnlittags.*/,8 Uhr; „Dle Pardassürstin" (Edwm: Karl Bachmann). G r l l l v a r z e r - P ü h n e (im ehemaligen Weigl- Theater, Dreherpark. Xfl., Schönbrunnerstraße 307s. Mittwoch dm 14. d. M., 0 Ubr abends, findet dtr Urauffstbrnng von vier Einaltcrn dcS Wiener Autors Ewald Schild iWerner Varnbaern). betitelt : „D'e wirkliche Frau", „Zn spät", „19 Minuten BO Sekunden" und „Der mißglückte Selbstmord" statt. ' Dis FostspielMfsührrrngrn iw Ovgrytheuter, Die Berwalinna der hoflirerächen Theaterkassen ist bemüht, den;u Tr, ns enden eingelansemn Bestellungen zu den Festspielen soweit als möglich zu enlsprechen. Es tst undu'chsührbgr, alle Bewerber schrnstlich von dem Ergebnisse ihrer Ansuchen zu verständigen. Aus diesem Grunde sieht sich die Leüung der Theaterkassen ver? tinlaüt. genaue Richtlinien für die Besteller und das übrige Publikum bekamit;ngel>eii. um au? gerechte Weise die Verkeilung der verfügbaren Plätze vornehmen m können. Das Recht der Ausübung des Stturuiisitzbezuges beginnt wie bisher afn Tage der Veröffentlichung der offiziellen Plakate des Openllheacers. Hingegen muß als spatester Termin zur Ausübung dieses Rechtes der vierte Tag vor der betreffenden Vorstellung nachnlittags um 3 Uhr gelten. Der dritte Tag vor der jeweils in Frage kommenden Vorstelluria wird zur Aufteilung der Nicht behobenen Stammsitze an die Besteller benützt. Au diesem Tage findet kein Verkauf für die in Frage kommende Vorstellung statt. Die Abholung der bestellten Karten findet arn darauffolgenden, also am zweiten Tage vor der genannten Vorstellung, m der Beit von 9 Uhr vormittags bis zwei Stunden vor Beginn der Abendvorstellung statt. Die Airsfolguug der Karten an der Tageskasse geschieht nur an den Besteller selbst oder an emen Bevollmächtigten, der sich entsprechend ansznweisen hat. Es tst jedoch heute schon zu bemerken, dost eine ganze Reihe von Bestellungen, namentlich für dl« billigen Platzkategorien, miberttcksichtigt bleiben mußte. Die pm gemerkten, an diesem Tage nicht behobenen Plätze werden am nächsten Tage dem allgemeinen Verkauf zu'geiührtt Der Verkauf der restiereuden Karten (voraussichtlich nur Logen itnd Logensitze'! beginnt am Tage vor der betreffenden Vorstellung um 1 Uhr früh. Zur näheren Orientieruiig des Publikums sei als Beispiel der Vorgang zur Vorstellung „Fldelio" am Sonntag den 18. d. M. angegeben. Stainnuitzverkails bis Mittwoch 9 Uhr nachmittags. Am Donnerstag für „Fidelw" kein Kartenverkauf. Am Freitag von 9 Uhr friib bis zwei Stunden vor Beginn der Abendvorstellung Abholung der bestellten Karten. Samstag Verkauf der vcfttcrcubcn Plätze. Bei diesem Anlaffe wird m Ermuerung gebracht, daß die Tageskaffen täglich zwei Stunden vor Beginn der Abendvorstellung geschlossen werden. Rudolf und Josef Schilhkrraut veranstalten am 22. Mai im großen Mnstkvereinssaal' ihren einzigen Vortragsabend. Zn der II. Abteilung des intereffanten ProgrammeS ge-> iangcu Werke der ostjüdi'chen Dichter Asch. P er ez und die Gettolieder von Morris R o s e n s e l b zum Vortrag. Restliche Karten bei Munt, Buchhandlung, I, Rotenturmstrasre 29, Kehlcndorser, I., Knigerstraße 3, und an der Konzerlkaffe der Gesellschaft der Musikfreunde, I., Karlsplatz 6. Vorlesung Josef Grob. Schriftsteller Josef Gröb liest Donnerstag den 16. Mai im Festsaale des Hotels Post ans eigenen Schriften. Es wirken mit Herr'S. H a b e r, Herr Leo E i g c n f e l d (Vivlinel nnd Herr Oberkantor M a r g n l i e § lGe'ang). Karten bei Löwit und an der Abendkaffe. Beginn 8 Uhr. . " , Sozialisierung dev Theater, In das preußische Muüsterinm für Kunst, Wissenschnst und Volksbildung wurde Herr Dr. Seelig, der Anwalt der Bühnengenoffenschgst, berufen. Ec wird bei der Reform der Staalstheater und vielleicht auch bei oer Schaffung neuer Theatergesetze Mitwirken. Die Frage der Kommunalisierung des Theaters kam auch in der Generalversammlung der freien Volksbühne zur Sprache. Der Referent Dr. Restriepke erwähnte, daß die Mitgliederzahl der beiden Berliner Volksbühnen im nächsten Spieliahr von 70.000 ans 100.000 Mitglieder anwachsen dürfte. Die Organisation der Volksbühnen müsse für die Kommunale' sionmg der Theater vorbildlich sem. Dieser Kuustgemeinde hätte die Stadt Berlin zwei Schauspieltheater, eine Oper nnd einen Konzcrisaal zur Verfügung zu stellen. In der Diskussion sprach Redakteur Döicher vom „Vorwärts". Er empfahl du Kommunalisierung der elsemal gen Hoflheater, an deren kostspieligem und uuvolkstünilichem Betrieb die große Maffe kein Interesse habe. Auch Reinhardts „Theater der Fünftausend", noch nicht geboien, käme für die Koninnmalisierund in Betracht. Geschäftsführer Winkler erklärte, Reinhardt habe tLerhandlungen unt der Volksbühne abgelchnt, weil er den Minderbemtttelten nur die minderwertigen Plätze einräumen wolle. Die Berliner Arbeiter nlüssen jedes Abonnement ablehnen, wenn ihnen kein Mitbestinnnuugörecht aus den Spielplan eingeräumt werde. Die Weltbiihn?, der Schaubühne XV. Jahr, Wochenschrift für Politik. Kunst, Wirtschaft, herausgegeben von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Nuntmer 20: Der alte Wahn, von Heinrich Stcöbel; Wilhelm und Heinrich, von L. Persiüs; Preußische Stndeuttu. von Ignaz Wrabel; Die Flöhhatz, von Peter Panter: Sehnsucht nach der Sehnsucht, von Kaspar Hauser; Schanspicler-SozialtSmuS, von Berthold Viertel; Dce Wupper, von S. I.; Frühlmgsknr. von Alfons Goldschwidt; Rundschau; Antwort. — Die „Weltbühne" erscheint wöchentlich und kostet: 1 Mack die Numiner, 10 Ä^ark vierteliährlich, 85 Mark jährlich. Probenunniterrr kostenfrei durch alle Buchhandlungen und Poftanstalten sowie durll) den Verlag der Weltbühne, Charlottenburg, Dernburgstraße 35.!laben die Inerenlen oes »Kleinen Anzeiger" der „Wr.Morgenzeitung". was sie suchten: Lehrer. Wohnungen, Käufer, Personal. ::::: Ein Versuch stellt auch Sie zusriedm! Gesunden Sport. Dao Städtespiel Wien—BrrN i in Frage gesteTt. "Dem Städtespiel Wien—Berlin scheint dasselbe Schicksal bevorzustehen, wie dem leisten Liinderwett- Kamps Deutfchöfterreich—Ungarn: es dürste kaum zustandekommen. Die Berliner haben dem Fußballverbandy milgeteilt, das; sie mit MMicht auf die Cupentscheidung nicht in der Lage sind, nach Men zu' kommen. Sicherlich eine vollkommen unstichyDige Ausrede. Es wäre doch, anständiger gewesen, einen lokalen Wettkampf zu verschiebest, als eine internationale Verpflichtung nicht einzuhalten. Als neuer Dermin wird nunmehr der 15. Juni angegeben, doch betrf man auf das Kommen der Berliner nicht zu sehr rechnen. <?. K, Hggihov» Prag. Der Hagibor ist es geftmgen, von. der SwdtverwaltWg im prächticien Belvederegarten eine Anlage zwecks Erbauung des neuen Sportplatzes zu erhalten. Derselbe soll moderust äuSgestattet sein, Fußballiold vebst Lausaulagen, Temtisplätze usw. erhalten. Im Herbst will mau mtt den Arbeiten beginnen und im Frühjahr-mit einem großen Sportfeste die-Eröffnung feievy. DaS Verhältnis zu dem tschechoklowMchen Verbände Wt sich allmählich. Zuerst wollte mau Haaibor unter Hinweis auf ihr Deutschtum nicht ausyehmen. nach mehreren von Sette HaaihorS ziemlich katcgvrüch geführten Verhandlungen kam eine Einiguns zustande; Hagibor wurde in die dritte Klaffe der Meisterschaft ecngeteilt. Die Mannkchgst die gute Spielstärke answeist, steht in der Meisterschaft ziemlich günstig und eS bestebt die Hoffnung, daß sie siegreich hervorgeht. Intereffant gestaltet sich das Verhältnis zmn Deutschen Fußballklub. Das Deutschtum, ftüher meist durch Juden repräsentiert, ist in Brüche gegangen und fe entdeck so mancher früher »Kerndeutscher^ sein uationaljiidischeS Herz nud tritt zu Hagibor über. Die Anerkeiuuma der jüdischen Ration von seiten der tschechoslowakischen Regierung hat den Leuten die Augen geöffnet. Dev MiNslschüler-Sportverband hält heute mn 4 Uhr nachmittags im Festsaal der' Schüttel-Rcalschuke, II., Josef Gallgasse 8, eine Versammlung mit folaendeut Programm ab: 1. Beflrüßungsausprache, gehalten von Herrn Armin Flußmann, Sportleiter der N>men Wiener Handclsmadcmie. 9. Anregung zur Gründung eines Mittelschüler-Sportverbaudes und der einzelnen Unterverbciude (Fußball, Leichtathletik, Schwimmen ulw?. Referat Herr Karl Drummer (Schttttel-Realfchnle). 3. Diskussion und eventuelle Anträge. Dev lerchtathletlsche Mehvkanrpf für zweitllassige Fnsrballvereine, den der Sportklub „Hakoah" zu verteidigen hat, kommt am 20. Juli zur Austragung. Erpen Stafettenlauf „Quer durch Wien", der auf dem Prater-Svortvlatz beginnt und auf der Hohen Warte (Vienna Sportplatz) endet, bringt der Leichtathleükverband für den 28. September zur Ausschreibung. Gins Tennisfektio« der Hakoad. Der Sportllub Hakoah hat in den letzten Tagen als siebente Sektion eine solche für Tennis gcschafftn. Die - Spielplätze bestnden sich VIII., Josesstädterstraße. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit K 100 pro Satson festgesetzt. Anmeldungen sind schriftlich an das Sekretariat der Hakoah, Wim, \ Konkordiaplatz 4, Industriellen« Cafs zu richten. __ Der Volkswirt. Betriebsstoffkarte für Automobile. Die „Wiener Zeitung^ veröffentlicht eine Bollzugsanweifung, durch welche die Einfühmns einer Betriebsstofskarte für Benünautomobile und ortsfeste Explosionsmotoren voraeschrieben wird. Die Erdölstelle wird m Zukunft nur Benzin für folgende Zwecke zuweisen: für Bergwerksbrtrrebe. für die Post, die Mühlenindustrie, den Sanitätsdienst, die Feuerwehr sowie den Z u f u h r d i e n st des ErnährungSamteS der Gemeinde Wien. Es gelangen demnach zum Stillstände: alle Lastauto b 11 r i e b e, die Autotaxibetriebe und alle Privatantomobile. Diese Maßregel hat ihre« Gnmd in den gänzlich erschöpften Vorräten an Bettiebsstoff. * Die „Deutschösterreichische Erdölstelle" teilt uns mtt: In der Vollzugsanweisung, welche die Einführung von Betriebsstosfkarten für Explosionsmotoren Lnordnet, ist als Datum des Inkrafttretens der 12. Mai 1810 genannt. Die Durchführungsbestimmungen bezüglich der Kontrolle werden jedoch erst von der Polizeidirektion in Wien beraten und werden daher die Kontrollmaßregeln ketneSjallS vor dem 16. Mai in Wirksamkeit treten. BoNkommen grundlos ist die in dev Oeffentlichkeit teilweise verbreitete Ansicht, daß eine vollständige Einstellung deS Automobil- Verkehres erfolgen würde. Es wird nochmals darauf hingewiesen, baß die Aollzugsanweisung nicht die Einstell un g deS .Automobilver rehres zum Zweck hat, sondern lediglich , den Schleichhandel mit Betriebsstoff wirksam bekämpfen soll. Nach wie vor wird von der Deutschösterreichischen Erdölstelle, sobald die fast aufgebrauchten Vorräte DeutschösterreichS an Benzin und Benzol durch neue Zuschübe ergänzt werden, .der Autoverkehr, soweit er gewerblichen Zwecken bient, berücksichtigt werden;hiezu ist auch das autoinobilisierte Lohnsuhrwerk zu zählen, für das Bezug von Betriebsstoff Lebensbedingung ist. Es sei an dieser Stelle bemerkt, baß zur Ausstellung von Betriebsstoff karten für Autotaxi daS Verkehrsanrt der Polizeidirektion Wien kompetent ist. __ Die Schiffbauforderungen der Entente an Dputschlaud. .Die von der Entente aufgeftellte Fvrdernna, daß dir deutschen Werften in den nächsten fünf Jahren je 200.000 Tonnen SchfffSraum für die Entente bauen sollen, bat für den Wiederaufbau der deutschen Motte eine vernichtende Bedeutung, wenn man sich die Leistungsfähigkeit der dem'chen Werften überhaupt vergegenwänigt. Sie betrug für deutsche Rechnung: 658 Schiffe mit zusammen 310.512 Tonnen im Jahre 1910, 599 „ „ 829.562 „ „ „ 1911, 659 . „ „ 383.090 „ „ .. 1912, 656 .. „ 423,907 . „ „ 1913. Es würde unter Berücksichtigung der Abnahme der LeistunaSfLhigkeit infolge der Abnutzung dk§ Materials, der Schwierignit dev Beschaffung Desselben sowcc der zurückgehenden Arbeitskraft der Arbeiter damit zu rechnen sein, daß die Gesamtleistungs-. Mgkctt der deutschen Werften in den nächstcu Jahren unterhalb der vor dem Kriege erreichten Grenze sich halim wird, so daß die Eutente fast die gesamte deutsche Smiffsbauproduktion für sich in Auspruch nehiuen würde. Die Gesamterzeuguug an Handelsschiffen wird keiveswegö ausreicken, um den deutschen Bedürfnissen an Lebensmittel- und Nohstoffeinfuhr auch nur in geriugstem Maße zu genügen. Der amtliche Sa«tenstandsbericht. Rach langer Zeit erscheint wieder ein amtlicher Saatenstandshenchk. Er liuitet: Dank dcr bis Milte Jänner anhaltenden warmen Witterung konnten btc Feldarbeiten lange fortgesetzt werden, so daß die Herbstackerungwi und der Winteraubau,zumeist in znsriedenstellcndrm Ausniaß ausgeführt wurden. Eine hinlängliche. Schneedecke schützte die Saaten, Kleeschläge und Wiesen gegen die Winterfrösic. Der vorzeitige Frühlmgseintritt lich die Vegetation früh erwachen, die Wintersaat en und Kleeschlage begannen aw° mtreiben und versprachen ireudiges Gedeihen, so daß dis Mitte April der Stand unserer Kustnreu als recht gut bezeichnet werden konnte. Die wtederhvlten habm insbesondere d Wetzen. Desgleichen .. , schlage,. Wiesen und Weiden wesentlich znrückg e halt e n..teilweise sogar der Fische Antrieb leicht vom Frost versengt. Dieser Umstand tst um so bedauerlicher, als infolge des nunmehr m geringen Mengen vorhandenen Rauhsutters dev ginn der G r ü n f ü t t e r u n g allerorts lebon s e h n l i ft erwartet ivird. Die Frühjahrslelddestellung begann schon frühzeitig, winde jedoch durch die herrschende Witterung sehr behindert, der häufige Regen hielt die Austnat sehr auf. Frühsaaten tum Gerste und Hafer stehen in den wärmeren Gegenden ziemlich gut, spätere Satten keimen jedoch z « l a n gs a m. In günstigen Tagen gclangien Erbsen, Wicken. Lem lind selbst Mais mAussaatt Fr sthkarto ffeln sind srMm teils gelegt, während späiere Sorten nur in geringem Maße zpm Anbau gelangten. Der allgemein herrschende Saatgütmangel tritt bei den Kartoffeln am stärlften in Erscheinung. . Für den R ü b e n a n b a u sind vielfach die Axcker noch nicht einmal zur Sagt vorbereitet. O b ft k u l t n r e'u haben gilt überwintert: die Märzftöste schadeten den ziemlich früh entwickelten Aprikosennud Psirsichbäumen sowie teilweise mich den Kirschen. Auch bei Zmetschkcnbäumen treten Schildläuse, in großem Umiange auf. Ihre Bekämpfung durch das wasserlösliche! Karbolineum wurde eingeleitet. Die im Antneb außergewöhnlich Zurückgebliebenen Weinreben wurden Lurch den bisherigen Wittenmgsyerlanf noch nicht geschädigt; wohl aber wurde der Schnitt und die erste Haue gehindert. Ärotze Produktionssteiqerung im Ostrau- Karmiurr Revier, M-hr.-y^rau, 13. Mai. Die Kohlen-nnd Koksproduktion deS Ostrau-Karwmer Reviers im April weift die höchsten Ziffern seit Kriegsende auf. Der verstossepe Monat war als einziger seit dem Umstürze von Arbeitseinstellungen verschont geblieben; trotz der Feiertage wurden geförderte Kohle 5,186.000 Meterzentner (-ft 716.000 Meterzentner .gegen März), Koks 1,653.000 Meterzentner (->- 565.000 Meterzentner gegen März). ' Oberschlesische Eisenindustrie A.-G. Berlin, 13. Mai. Die Obecschlrsische Eiscuindustne-Aftrenaesellschaft für Bergbau- und Hiittenbetrieb in Gleiwitz'schlägt für daS ab gelaufene Geschäftsjahr eine Dividende von 14°/» wie. im Vorjahre vor. Neue Anleihe Amerikas an Frankreich. Lyon» 13. Mai. (Funkivr. des Korr.-Dur.), Aus Washington wird gemeldet: Nach einem Bericht deS amerikanischen Schatzamtes wurde Frankreich eine n e n e A n l e r h e von 50 Millionen Dollar gewährt. Hiermit ist fcir Verschuldung Frankreichs an die Vereinigten Staaten auf 2802 Millionen gestiegen. Der Gesamtbetrag der allen Mimten gewährten Anleihe« hat 9223 Millionen Dollar erreicht. Ueberzeichnung der amerikanischen Siegesanleihe. Lyon» 18. Mai. (Funffpr. des Tcl.-Korr.-Bm.) Ans Washington wird gemeldet: Das Schatzamt oer Vereinigten Staaten gibt amtlich bekannt, daß die amerikamsche S i e g e s a n l e i h e um mehr als 4500 Millionen Dollar überzeichnet wurde. Die Gesamtsumme wird auf sechs Milliarden Dollar und die Anzahl der Zeichner auf mindestens 13 Millionen, möglicherweise auf 20 Millionen geschätzt. Die Exportmöglichkeiten der Tschecho-Tlowakei. Der Londoner ^Economist" erb alt von einem Berichterstatter folgende Darstellung: Von gut informierter Seite habe ich erfahren, daß, wenn eS bald zu einer normalen industriellen Erzeugung kommt, die tschecho-slowakische Republik zum Herbste 1919 mindestens 125.000 Tonnen Zucker ans Böhmen und Mähren und möglicherweise 30.000 Tonnen Zucker aus der Slowakei wird ausführen können. Es ist sogar möglich, daß. wenn die Zuftchr von Ueberseegelreide derart genügend sein wird, daß eine bedeutende Menge von Kartoffeln zur Spcri tuSerzeugun g benützt werden konnte, diese Lander eine große Menge Spiritus werden ausführen können. In den neutralen Gebieten hcmscht starke Nachfrage nach G l-a s. Porzellan, Kohle und anderen Rohstoffen, die die Tschecho-Slowakei leicht hergeben könnte, wenn die Arbeiterklaffen arbeitswillig sein werden^ Schwedische Ausfuhpmöglichkeiten nach Deutfchösterreich. Stockholm. Das Preßbnreau der schwedischen Staatskommission teilt amtlich mit, daß die Ausfuhr der bisher verboten gewesenen Waren nach D e n i s ch ö ü e r r eich nunmehr gestattet ist, mit AnZnahme folgender: Flugmaschinen nnd Zubehör. Knegsmatenal aller Art, Sprengstoffe, Ferngläser, militärische Bckteidungs- und Ausrüstungsgegenstände, Unterseeboote, Torpedos, Kriegsschiffe, Reittiere, Autos, Fahrriider, . Lokomotiven. Telephon- und Telegraphengeräte. Jur Vermögensanmeldung. Außer den in der Kundmachung vom 19. April 1918 und seither bekanntgegebencu Anmeldestellen fungieren noch folgende Bank-und Sparkaffcimderlaffungen als Anmeldestellen für die in bankmäßiger Verwahmng befindlichen Vermögenschaften: Filiale der anglo-österreichischen, Bank in Laa a. Th., Sparkasse in Ki-ems, „Kompas" allg. 5sierr. Kreditversicherunasbank. Wim, I., Graben 29s-, die Bankhäuser S. Auspitz» M. L. Biedermann & Co., Ephrussi & Co., Gebrüder S. & M. Reitzes in Wien. Hingegen wird die Anmeldestelle bei der osterr. Central-Boden-Credit-Bauk in Wien ausgelassen. Angefähv 39*/», Milliarden Kronen Roten im Umlauf. Dcii! Ausweis der Tftevvcirfnsch m(\am'cficu Bank vom 7. d. W. -.Hinlfic liat sich dcr Banknotemniilani m bcr oor? angegangcuui Cvorl)c um Millionen aus Milliarde» erhöht.

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