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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-30 · Heft 101 (30.4.1919) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 101 (30.4.1919)
Date
1919-04-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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'SrUc 4 WiU Mlckvöch'' TKHTshericht. Die Berufrmg TNreZyrrors uach VerLiÄ. Es Mit im (nuklang nni der niir^ri, nOcu öfter« reich ischen TcaLüion, wenn wieder ei« hervorragender Gelehrter dir Wiener UniderMt verläßt, vhn-r d^tz ein Versuch «nlernomme« luorbcn H'ürc, ihn der Stätte seiner Wirisamkrit z« erhalten. Jedem, der die biZhrrigen wissenschaftlichen Leistungen .des Dozenten Dr. Herrn Torezyner und seine <m Erfolgen reiche Lehrtätigleit an der Universität kennt, muß cü geradezu unfaßbar erscheinen, daß man einen Gelchrten von solcher Bedeutung in d ie-Frenrde ziehen läßt. Turezyners, -Mgang bedeutet vor allem deswegen einen schweren, in absehbarer Zeit nicht ersetzbaren Verlust für die Wiener Universität, weil Torczyner, wenn man von den theologischen Fakultäten ab ficht, der einzige Vertreter der alt tesiamen tliche n Wissenschaft inrierhalb der Grenzen des Lhenialigen österreichischer Staates ist. Und eine größere Anzahl von fcharfsmuigLn. und ergebnisreichert Untersuchungen, die wir ihm verdanken, bezeugen, daß er 'ein vollwertiger' Vertreter dieser Wissenschaft ist, die durch ein eben jetzt ii« Druck befindliches, an sehr öederrtfmrren Resultate« reiches. Wert über das Buch Hiob neue Förderung und Bereicherung erfahren wird. Da Torczyner -auch das Fach der A s s y r i o lo g i.e in hervorragender Weise der-. treten har, wird nunmehr auch dieser wichtige Zweig der Semitistik an der Wiener Universität nicht betrieben werden l'ömretk. Torezynerö Arbeitsgebiet, das äbrigens auch noch', 'die anderen semitischen Sprachen umfaßt, reicht aber inert über die tjenaunieu Disziplinen hinaus. Torczyner ist kein Kleinarbeiter der Wissenschaft. Er hat sich schon in seiner ErstlingSschrift an die Lösung der großen Probleme der semiii'chen Sprachwissenschaft herangewagt rmd insbesondere in dem bisher erschienenen ersten Seile seines großangelegten Werkes „Dis Entstehung 'M hebräischen Cpraa)N)^ns^ zmn Problem der Entstehiu'.g' der Sprache) dar se-nittschen und voraussichtlich auch brr allgemeinen Sprnchwissenschäft neue Wege gervioseu. Wird man also bei dein Gedanken, daß die Wiener Universität in Torezyncr eine erstklassige, im 'Ausland anerkannte Kraft verliert, von schmerzlichem Bedauern erfüllt, so wird man geradezu von einem Gefühl-der Empörung erfaßt bei der Erwägung, daß es der Wiener Hrrltusgememba und dem frurarrrium der Wiener theologischen Lehranstalt Lei einigem guten Willen möglich gewesen wäre, durch Schaffung und Dotierung eurer der Bedeutung Torczyners entsprechenden Stelle ihn für Wien zu erhalten. Wären die gegenwärtigen Machthaber bet iSiUntSaeimiube und bet größere Teil der Kuratsveri''der/ hiesigen theologischeu Lehranstalt nicht jedes''Sinnes und allen Verständnisses für wahrhaft jüdische Interessen bar, würde diese Anstalt nicht dem sicheren Verfall entgegmgehen, sondern ein der Merliner i Lehranstalt, für die Wissenschaft des Jrrderttnurs gleichwertiges Institut sein, irr dem ein Gelehrter vom Range Dorrzyners eine segensreiche Lärglrit. entfalte?, könnte. ß$ braucht hier nicht im einzelnen ausgeführt zu werden, welchen Verlust die Berufung Dorczyners für das jüdisch-wissenschaftliche Leben Wiens bedeutet. Die Kenner der Verhältnisse wisst«, wieviel Belehrung und Anregung seine Vorträge in Vereinen und Kursen geboten haben. Mit besonderem Dank muß seiner-aufopfernden und erfolgreichen Tätigkeit an dem jüdischen Pädagogium ged acht werden, bas nunmehr einen schwer ersetzbaren Lehrer und Leiter verlort. Wenn die Berufung Torczyners au§ den angeführten Gründen Gefühle schmerzlichen Bedauerns in ims auslöst?! muß, so dürfen wir ihn, wie die Dinge nun einmal liegen,!>och dazu beglückwünschen, daß er die ehrenvolle Berufung aus den Moses Mendelfohnschen Lehrstuhl der Berliner Lehranstalt für die Wissenschaft des Jichentums, Len auch Steinthal innegehabt hat, erhalten und angenommen hat, und daß er dort ungehemmt durch lähmende und verbitternde Schwierig-' Leiten eine wissenschaftliche Tätigkeit wird entfalten können, die. wie wir mit Sicherheit erwarte« dürfen, '-ncbe Früchte tragen wird. PrivatdvMt Dr. B. Geiger: „Wiener Kinder Zu Familien aufs Laub" Unter den Lügenattributen, mit denen eine fragwürdige Kultur des verflossenen Jahrhunderts ihre Mützen zu drapieren suchte, ist vielfach das. heuchlerische Wort vom „Jahrhundert deL 8nndes" das ausfälligste. Der WohltätigrÄtSfport bemächtigte sich des DchlagivorteS und' jeder noch so geringfügige Brocken, der von den Tischen der glücklichen Besitzenden für arme Kinder adfiel, wurde mit eitler Selbst-, gefölligkeit, die mehr an den Geber äks an den Empfänger dachte, zu einer sozialen Großtat. Daneben ging eine völlig mrsoziale Weltordnung ihrer Wege, die schließlich zum Krieg/ führte, der die Erwachsenen dezimierte und dessen Folgen unzähligen Kindern Tod oder körperlichen urid sittliche» Niededgarrg bedeuteten. Hätte die verflossene Epoche wirklich. nur einig« Berechtigung gehabt, sich das Jahrhundert des Kindes trennen zu dürfen, so wäre daS Schwert drr Mächtigen nie ans der Schelde gefahren, um der Menschheit ein vierjährige? rotes „Güchlbad" zu bereiten. Als Lichtpunkte ans dieser vierjährigen Welt des GrairenS ragen einzelne menschliche Taten hervor, die, abseits von aller Politik und allem durchhalterifcherr Gettre, zu retten und yi\ erholten suchten, was tm Nereich ihrer MöifltchLit laa. Aber die Aufgaben der Fürsorge sind überfliHflg grrvorl^en, und rmseren arn:en blutleeren, sn»cherflchwLchni und unterernährten Kindern, Vr.'sen unichuldi^-n rasten einer mttzötterren Zeit, Hilft' zu bringen, in .rine U'. flicht, deren Drmzlirb^fl «i begründm wohl \thrd«rt ün'er;lässig ist. 3Ö, ApM lsrs ',3tr. ‘ 101.. Leider sind wir noch weit davon entfernt, daß daS Empfind«« Allgemeingut' geworden wäre, daß wir in eine' neue sozialer gerichtete Epoche ein getreten sind, in welcher an Stelle der Wohltätigkeit die Verpflichtung tritt. DaS flache- Land verharrt in fernem EZot5mnö und fährt fort, den Wienern daS Leben sauer zu machen. Die Wiener Kinder aber habbn kemr Zeit, zu warten, bis bessere Zeiten kommen und die Landbewohner sozialrr denken gelernt haben. Wir haben vor enrigen Tagen einen Ansnif eines Komitee?' veröffentlicht, daS sich zum Ziele setzt, Wiener Kinder bei Famllicn auf. dem Lande unterzubringen. Cs ist zu hoistn. daß sich dieser Weg als der leichter gangbare erweist« wird, und daß sich eine '^nügrn'.Le Zahl vorr Landbewohnern bereit finden wird,' Wiener Kinder anszunehmen. Die Namen bar-Initiatoren der rühmlichen Unternehmung bürgen-dafür, das; auS der Aktion etwas Ernstes werde« kann. ES ist zu hoffen, daß > der dlppell de? vorbereitenden KonnteeS, daS zur Dr;rchführmig fimeS schönen PlaneS wohl bedentender Geldmittel dcurötigt, allenthalben ivitligeS Gehör und'offene Hände finden wird! ARwersiLirL A7»d. Aü-Ldsmre des WrflenschssteR ge-ge^ die Ws§fLHvrrAg der Krrnftfchstze. Gestrm mittags fand im großen Festsaale der Steuer ITni* önfitüt dir von der Universität und der Akadsnne der Wisscnschaftcn vemnstalteic g-oße Protestkundgebung gegen die staUemschcn Ansprüche auf unsere Kunstschatze stat!, die anS der: Krecstn der Gclehr:cnwclt, der Künstler und der Studmten-> schüft massenhaf! besucht war. 'Der Kcktor Hofntt Profcfior Dr. Becke lei'teir die Der« saurmlung nur einer srierkichen Ansprache ein. Der PrSstdrut der Akademie der Wrfscnschasteu Hofrat Professor Dr. Oswald Redlich erhob Protest gegen die rechtswidrigen Gewaltakte de? augenblicklich stärkeren gegen den wehrlosen detNschosterreichischen Staat. Da? Vorgehen der Italiener bedeute eine furchtbar drohende Gefahr für die ganze Exi-stcnz Erer großen Museen und Bibbotheker.- Hier nmß Regierung und Stadt, aber - auch die Volksvertretung entschlossen mrt der festen j-wersicht.auf die Kraft deS Rechtes auftrcwv. Die ganze Fvage ist ja nicht bloß unsere Sache, sondern eine Kulmrstage von allgemeiner Bedeuümg, an der alle geb-ldetM Nationen lebhaft interessiert stich. Solche Willkür und kew-'Iname Eingriffe m die höchsten Kultnrwerte dürfen nicht geduldet werden. ' Sodcmn sprach d«r,VorsttzE der arlistrschen Kommlsswn, Hofrat Profeffor Dr. S w o b o d a, welcher die Rechisfräge eingehend erörterte- . , Nachdem noch der Vorstand des StaatsdenkmalamtrS, Re-- glernngsrat Dr. S ch. u b e r t - S o l d e r n, Warte der Zust'.Nimung an dre Vrrw.uunlllng gerichtet hatte, wurde eine Resoültton einstimmig angenommen. __ ®er 1. Mas. : SLLntzetLttmMge mit- Musik. — ThesLev «jrd KsnzeeLe fLv üia ssgcmisiercken Arbeiter. ' Wie ttn§ nntgetnlt wird, wird heuer der 1.. Mai n i ch t durch emnl gemeinsamen Zugder Arbeiter in den Prater ge-- feiert, sondem in jedem der 21 Bezirke Wiens wird über Beschluß des Aröeirerrates eme eigene große Maifestl'.chkeit veranstaltet. , . Vormittags finden in allen Bezirken Masfennmzüge m i t M.u s i k statt, wobei Redner m Ansprachen die Bedeutung des Tages würdigen werden. Staff, der . Maifeier im Prater werden in s ü m t! i ch e n T h e ater n' u n b . i n alten inos Bo rstellnngen f ii r b i e E r beit e vs r e r t r n f ö z-'r a l d e m o z vati s ch e n' Ä r b'e i,t <i r ausciegeben, das Prograrrnn der Vorstellungen m den Thratörn enthält dnrchwegs wertvolle .Werke. .! Zn§sverLehr dme SLserLsbahve«. ' Zufolge Erklänmg des 1. Mai zum allgemeinen Ruher- und Festtag wird der Zagsverkchr an diesem Tage wie van allen Soun-, mit -Feiertagen dmchgeführt.' r. Am 1. Mni vorrrckttQgs bei» SLraßenbahnr-erstehe. . Am 1. Mai wird der Sttaßenbahnverkehr erst um 12 Uhr Mittags ausgenommen. Kein Poftdienst am 1. Mai. Bon der Ppstdirektion wird mitgeteilt: Int!. Mai gelten für den Post-, Telegraphen- und Fernsprechdieltst die hirr-- srchtlich der Sountagsnihe getroffenen Bestimmungen. MMtKrischs MeldurrZerr. Jene D f f i z i e r e, welche vom Landesbefchlshaberamte stir eine Verwendung aufgesordert würben, haben sich n och heute bei der Persdnalgruppe des Landesbefehlshaheramtes, Wien,!. Bez» Liebiggasie 8, I. Stock, zu melden. — Landesbeschlsyaber in Wien. EkrsteAmg vcnr GTldfaurMlungendes Srlbsrnen 'Kreuzes. Amtlich wird mitgeteilt: Am 27. Jänner^ 1919 H'at das Sdsatsamt für siozsale Verwaltung der Gesellschaft vom österreichifthen Silbernen Kreuz die Durchführung einer Sammlung bewMgt, deren Ertrag der Bekleidung der Heimkehrer und Krirgsinvaliden dienen' sollte. Da sich bei fer Durchführung die er 'Sanni'Iung ttnzukömmlichteiten ereigneten, heit da? Gbäatsamt fiir soziale Bevwalturkg mit Erlaß vom 24. 1919 die erwähnte Vetvilligung zurückgezogen. Da§ Publiktrnt wird daher gewoir nt, allfälllgen Abgesandten der erwähnten Gesellschaft, diö unter Berufung auf die Bewilligung d^s St-aatsamtetz fiir soziale Verwalirrng wegetr Gewährung von Spenden für den bczeichneten Zweck vorsprechen sollten, irgendwelche , Beträge auszufolgen. (Als wir vor einiger Zeit eine Meldung Wer die obenerwähnten „NnzusömmlickMiten" brachten, hat, uns das Silberne Kreuz unter Berufung auf drn Prrßparagvaphen - eine Berichtigung aufgedrängt und offenbar gvglaulff, dMAit. seien auch die - unglaublichen Mißftäube innerhalb dieses WohltärigkefitsrummelS aus dvr Welt geschafft. Nurrmchr scheint es den Behörden doch zuviel geworden zu sein und sie haben den „Betrieb^ eingestellt. Amu. d. Ms.) SchrrmggeL NrtFesteÄs^rrtes''BLrrKnsLsN. V . |Cie mitcuteilt wird, tiutrbui in bec letzten Zeit ans Augari'. nnd Pol«« grolrr- Mengen » n z e st e m p e l,t e r '.O a'nH^ wo t e n n-och D e n-t fch-v st er r re ch' gefchmng^ In Fittan?lceifcn wirb die 3un;tnc dieser Banbratcn 'auf ernst- •' 20 M tUtü n c n sy. v i rr c n venmWaar. ES ist gellmML zwei Millionen in emürfchmurigeltm Banknoten zu beichmtp' nahmen. Die SchmupMc werden sich bei d« MaüZLrhTrve^/'. -peraniwdtten habe«, svfckn sich-.nicht herattSstellt,. baß.d^- SchmnMl anderen Zwecken dirnw. . v '. Wie erzählt wird, geben ' die Schmuggln tov dD sie' W^ Mit den «ngesternvekle» Banwöken ein A g-i o Ge l cki ä f.t M' triebeu haben, dock» hatte in der letzten Zeit, die große Mmge btieintztschmuggettenÄwtur rinr n R ü ck g a u g d»e ö K « t fc-f- 8«c Folge. , •; . ./I: Eurem Bankier winde eine Million in folrherr Nsleir. zn^ . Kurse von 92 kür IM antzkbvtui, doch lchnte er düs Geschäst std-' Drr Anbotsteller konnte mcht ängehattm werden. ' ' * SrusteSu» Der »vr knrzem wic Staate mußte «enerlfth emyrstrllt wrrdar. Obwohl dir Poftveri waUmig in Belgrad auf du WiedertrLffnung selbst graftrer Wert gelegthatte nnd mit der möglichst schnellen Wirderherstrllrmp nnes geockuickm Postveriehrs cmverstarrdeu'wa^ ist «me VoriörK< dafür nntnbliebm, an der Grenze die Verbindung mit r-nsrer Post hriMstellrir und Misere Postsachen zu Lberrrehmetr. Die bringender» Vorstellnrrgrn, die von deutschosterrerchischer Seite. - dreLbegÜSlich erholun wurden, haben leider noch ,?.i keinem Etgebrris geführt' Die aiigesaiumrlten Sendungen müssen hoher den Mfendens mrllckgegebm werden. Ans Berlaugen werden die entnchte «i Postgebühren zurückerstattet. ' fl ' ' ' : * Dev Verkehr xfit Wa. bÄhmischr» Kursete«« Das Prager Eäenbaynmimfteck«m hat bereits bis Fabrplänr fih ern vom 20. Mai an verkehrendes Schnell^ugspaar Gmünd-- P i U e n—M arienb a d—E g e r (jftanzev§bad) mit Am ichlüffen von Md Nack Karlsbad und Ä o a ch : m § t h all auSgrarbutet rmd führt gegrnwärtia Bvrhandlmigen mit dÄ d e n t-s ch ö st e r r e ich.ist ch en E i se n b ci %n tt e taa.ft. t n n g wegender A n s ch l uß'z ü g-eM i t w-G m ft-* bj "" ' " kten ergebm sich jedoch vorläufig desbalb, .toctl Prager Regierung G mfi n d. als Z v l l- und P r ü f v « g I st e»! e bestimmt Haft . während - dir brteifiyten ^rr-esüutsn br Wunsch Ausdruck gegeben haben, daß duse, fförmliMeiterr einer zwischenstaatlichen Stelle in Wim vor Antritt der Fäh nlrdigt werden sollen. fl BereiÄSttSchrrchiterr. L t f *> und R.edehaNe lüdifch e r H s ch» sch L11 v. t n W r e n. Alle Kollegen und' Kolleginum, die as umemt h «br ä i f ch e n Kursenteilneynien wolle«, versammeln sich heute Mittwoch den SV. d. M. um 4 Uhr uachi mittags' im Bereinslokrle, IX., Türkenstraße tz. — Orgaaif a t i o n m i l i t an d i e nst l e ist ««der M i t t t fchüler. Samstag bejt 8, Mai, vrWe um 1V Uhr vormittags« findet km Militärkastno (Schwar^nbergplaO eine Bollversammlmtg statt. Ecktritt nur gegen Vorweisung der Mitgliedskarte. VsrtVLge rmd Bersammlunge«. Allgemeine p ä d Ä y o g i f ch e A b '-e n d r d e S Arbeitskreises für jüdische Erzieh uue. Prof. Dr. Ludwig -> B a t 1 i st a spricht heute Mittwoch dev On OV._It n '1L...VO t K. «rt - - - : r '’, Nem Fsrdermrgerr der SLratzerchührrer. Dem städtischen ÄuSgabenbubget droht eine namhafte Belastimgt Dis Bebieirsteteu der. tzLdttschm Straßenbahn yaberr neuerlich Forderungelr aufgestellt, welche beu Geweinbesäcker um nich t weniger als .7 2 Millionen 5^rone« belast en. . ' Das laufende Geschäftsjahr der städtischen StraßenLahnrir weist bereits einen BetriebSabgang vo» 18 MMtonen Krone» auf, der Fehlbetrag für de« Monat März allein bettägv au nähernd 1,750.000 Kronen, eine Summe, welche as^ eigenen Mitteln des Unternehmens nicht-gedeckt werden katrn« so daß der Stadtrat etn Betriebskapital von 10 Millron«r- Kronen. bewilligt hat. Es wird daher in den maßgebende^ Kreisen die Frage sehr ernsthaft ventiliert, die Tarife dev Straßenbahnen z« erhöhe«, «m so die Forderungew .der Stratzenbahner mit den durch die Verhältnisse bedingte^ unzulänglichen Mitteln in irgwbeiner Weife in Einttaug seitS und den Vertretsrn der Straßenbcchnbedcenfie seitS DeryandknngeN irr der Richtting gepflogen, wie sicheübe Einigung erzielen lasse. Die Verhandlungen lind' noch nicht zu Enve geführt und warLen am 1'. Mai.! fortsesetztwerben. - * ueber das Resultat der bMerigen VerhairdlMige« stattete gestern Vizebürgemreister lieinttait« in der Stadt-, ratssitzung einen ausführlichen Bericht, indem er zngleichfolgeuve Anträge vorlegde, über welche bei den BrrhandiUNtzeff eine Einigung erzielt wurde: Sämtliche Angestellten (nrit Nnönaüme der Br- «inten, Beamtinnen ufw.), welche schon v or dem 2. JLriner 1910 im Dienste standen, erhatteu, sofern sie mi«deLe«R ber rweitenFamilienklass« (Berheirateir)angehören) mit Rücksicht auf die durch den abzuschlteßend-m Kollektiv-' vertrag ' zu gowarttgende Mehrcmtlohnmrg' eine A l out:b*[ zahlung von 300 Kronen. Die -übrigen Män l t ch «« Angestellten (mit Ausnahme der Laufbursche»)^ welche schon vor dem S. Minner 1910 im Dienste sta>wen,fl erhallen eine solche von 20 0 Kronen. Die weiblichenj. Angestellten (mit ' der noch in Schulung noch im Dienste stehckn^ b o it l 0 0 Kronen. Die Auszahlung dieser Beträge Haft noch äm 30; Avril, zrr erfolgen. Der Staotrat genehmigte auch, daß'am mittoge des 1. Mai der Verkehr der S k r & ß e twj bahn ruh«. Um 12-Nhr -mittag tz wird der Berkeh r im,vollen Nmftaü ge wieder au f g«n omnten Feriier brächte Dizebiwgermeister Reumann zur Kenntnis, daß die Straßenbahner mit Rücksicht auf die durch brn; Kollcktivvertrag zu ctf^clcnbc - Besserstellung üom 1. MM angefangen die A nn a h m e - dt 6 % t i«? g 11 h « S a &r *Iehneu werben, imb daß die JOtganijalior, dsr! Gtratzenüahner auf dfte.Ein-haNnug dieses Deschlusse2 strenge achkert werde.' , So sehr eS zu begrüßen ist, wenn die njeifericfltej Mnn efl Ptt Unvvp- * BslkrEMsL! rfifer^c wv fvv*- »-» fju üCHiuycn i|i, jucun ure nirutcwH»'i Defferstellnng der Stratzmimchner verwirklichtwird, so mnfij doch gefordert wecken, daß iNisrrv städtischen 'Unaiiztürrstlercm«, ttitr-taM PlMlun. b«iti nicht d«ß ohn^-.u <!.: btt Grenze üKmni f!eu«xfi|) critt»rj viiiZWSS flxdm, dom Mnuen^ criigelmr^ke P»VLthmi Nkirmpf^ drkrch «vmtnÄkt ÄvW-«rg ^VvarftiiJ-a;- wir erfahre«, arvlunt »oird offen trägt W«!

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