Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-04-28 · Heft 99 (28.4.1919) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 99 (28.4.1919)
Date
1919-04-28
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979176--00875-2986215
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. W . Mm, Montag Lin' griechisch-jMysrKDLsches dMÄNis. Agram, 27.%mn. Dsgriechische G§- sarchte ift K^'nÄnäiotis, hat erklär^, hstz der.' - Mstzüch ek^ss V ü h ni s v «.tä tvs ß e S ZW if ch e.n dem s-ZLSsLsWische n N e $ ch , rr tu d G r iechenlayd rsuBLLtelbori hWsxstehe. Me heuLrge, VollsiHnnI der FrlebeuD- - LoWreriZ. Paris, 27. April. sKorr.°Bm.) Montag nach, mittags findet iw Ministerium des Aeußern eine öffentliche Vollversammlung der Konferenz statt. Der Versammlung wird d.as von der B ö l k e r b u n d. Kommiss i o n entworfene - Abkommen vorgelegt werden, ebenso der Wortlaut. der Artikel betreffend dir. int e rn a L i o tt a,l e Arb eits ges e tz. g e b ü n g, der in die Friedenspräliminarien auf. genommen werden soll. Auch die Frage der V e ra n t w o t t l t ch keil wird aus der Tagesorhmlng stehem Mch' Mpmr' droht. Amsterdam, 27. April. Dir „Telegraphkinmion* meldet aus Paris, daß der „Terrips" erfahren haben will, Japan werde sich, falls es keine Genugtuung bezüglich der K i a u t f ch a u f r a g e erhalte, von b 0 % FrLedenSkonserenz z N r ü ck zi e Heu und sich w e i g e r n, den Frredensv ertrag mit Deutschland Zu n n t e rz ei ch n en. Japan fordert ferner die Ungültigkeitserklärung des Oesrhi'S, wonach es den'Japanern verboten ist, sich in Amerika und Australien niederzulassen. Weiters verlangt Japan die An nahme eines GrundgejeHes in den Friedensvertrag, nach welchem das japnnische V 0 lk mit allen anderen Völkern, die im Völkerbund vertreten sind, auf b i e gleiche S t us e gestellt wird. Die japanischen Delegierten sind her Meinung, daß sie den VökvroundsverLrag nur dann unterzeichnen können, wenn dieses Prinzip formell.darin enthalten, ist. NbrBfs der ÄoNLfchsrr Delegs Lorr, Dse?in, 38. April. (Korr.-Bur.) Gestern nachmittags hat der erste S 0 n d c r 5 » g d e r d r u t l ch e n Friedensdel egg tivn Berlin verlassen,um einen Teil der vHiellerr Vertreter, der Preise und da§ technische Personal nach Beyarlles gu befördern.. ZnvaliÄenlmnhgebungVN, in DeuSschlarrd. Berlin, Z8. TlprlL. (Tel.-Kourp.') Gestern fanden im Reiche K n p d q e b u n g e n der Kriegsbeschädigten wegen. G' fMtMtz. chrer Forderungen statt, Während her in Verlm tagenden Bcrsanmrlnng '.rai die Ämwvrt der Regrerrmg em, die in i der HanvNacke du Forderungen der Kriegsbeschädigten auf E r h 0 h u n g h e r A e n t e n an d lln 1 erstüy u n gen d e willigte. En». Antrag, trotz des Belagerungszustandes auf dre Straße zu,gehen und zu demonürreren» wurde m,t großer Mehrest abgelehnt. Kr Lwischenfällen ist cs nicht gekommen. MÄKchSA Vor der AsbergKhe. Berlin, 28. Avril. lKorr.«Bur.r Das „Berliner Tage» Matt* meldet ans M Ln ch e n: Ob das Schicksal Münchens in semem blutigen Kampfe sich entscheiden wird, werden wohl die «8 ch ft t u Tag e zeigey. Wenn auch die Kommunisten, geführt von % c nj t n t* c u n b \i c ro i n, euren Kam p s um jeden Prers i 0 v d e r n, ist es doch aych möglich, daß die besonderen Organe der Räteremenmg steh zu emer Losung der unrrtrngl!chcu Lage aus dem Ä c rcha n d l u n a s w e g e entschließen, um>0mehr, als der M a n g e l an Lebensmrttcln immer ärger zutage tritt. Die Verpflegung der Trnppenmassrn der Nvttn Garde schastl für die Ernährung der Zivilbevörkeruttg besondere Echwierigke-ten. die durch die letzthin eriol^te Emstestrmg d"S PersonerrMsverkehrS nur noch verschärft wurden. Die Bevölkerung, steht in banger Borge der kommenden Entscheidung entgegen, die stündlich fallen kann. Der PryZrH gegen dis Mörder LieLknechts öegmnL.gm 6. Mar« BrrLkrt. 27. April. Das Gericht des Gardekavallerieschimenkorps teilt mit: Das Kriegsgericht hat die. Harrntverhandlung gegen die an der Tötung des Dr. L i e d k n e ch t und der Frau Rosa Luxemburg beteiligten Personen aus Donnerstag d e n 8. M a i festgesetzt. > ' D!s AmDfpKMer GsZrttLiftsnkvnferenz. Me erste Gitzung. AmftesÄKM, 87. April. tTcl.-Komp.) Gestern hat unter dem Vorsitz hes danstchen Abgeordneten F r a n N i n die erste Versammlung der internationalen ^ouaststenkonsercnz statv gefunden. ES waren anwesend: Bo« dm BollmSrat Franklrn. H e n d e r s v n »nd 61t y 8 mans, Mmsny M acd 0 nald und B u x t o n als Vertreter Englands, S h a N 0 n fitr Irland, R e n a n d c \ für Frankreich, An 8 c 0 lefür Belchen, M e r t n a kür Efthland, G a w r v w S k h für Rußland, j Iust 0 und Thvm a S für Argentinten, T r 0 e l st r a stir Holland. Die TageZvrdmmg enthielt Hebert Punkte, l. DiSku'stvn der. Beschlüsse der Pariser Konferenz. & Abfcndung j emer Sindtenkvrnlmsst-n n a ch R » ß! a n dst. T e r r i° tL x i a l eFcagen. 4. Antwort tV«f das rR 0 810 n e r Manifest, ö. Die neue Brrfastung der I n t e r n a t i o» n a i«. 6. Organisation rer A r b e i t e r p r e s s e. 7, Orgaursatlou eines n c u e n K 0 n g r e f s e S im August. ,■ ■ Eö wurde beschlossen, drr Tradition deö Internat»omlm BnreauL -aufrecht zu rrhallert, so daß die sozialistische Presse W Konferenz zngrtassen wird, bi« bürgerliche Presse rrM CvnmNkuiqM. A n s e c (t erllärw im Ramm der belgischen Arbeiiec« Vürtki deren Beteilianng an der Kdnlerrnz und tt' *t dro DeonilMM für ihre Teilnahme an dem allyememe« wzmliMch« Kongreß im Angnst ch>L. Diese Bed MNze« decken sich «it dm Beschlüssen der Berner Kanserenz. Ditz belgischr AibeiteNMLi. beucht daraus, r-aü der Sitz de? Inrrrnativnrilen soZ;alrst'nch<n BimanS w.edcr Brüste! sei. Wkerrsr MsrgerrzbNttng LS^VGlMMU ÄMikELL 8MU-MWLWllt S4S Schwaben Basses Flöhe» - Linsen Batte.» .. Mäase» Systomatisohe Bauer - 3>®8mfekt!oa emselner Wohnränm©, Hasser, Viliea, ÄrBeiterteoIonio» sowie vyu Stallungen uew. «MW Sie ftosteiilose KWM. PEROLiN .“&r Wien, XL. Feldmühlsasse 4. Telephon Kr. 82300 Telegramme „Pefolinhof« RumÄmsch-serbischer Konflikt. Agram, 88. April. lKorr.-Bur.) Rpmünische polit!sch< Kreise erklären, daß das sreundschaftlich nachbarliche Berhältnis zwischen Ru mänienundSerbien bedr oh 1 wäre, wen« Serbien auch nur rin Teil des Banats znerkannt würde. Der Minister für Trausshlvauien im Kabinett Bratianu erklärt, daß mau eS nicht -»lassen könne, daß sich ,m Banat serbrche Ansiedlungrn befindm, da das Banat zur Gänze runrämsch sei. Ungarischer Kriegsbe-icht. Budapest, 27. April. Das Ungarische Telegraphen- Korrespondenzbureau meldet: Die rumLniichen Vortruppen haben «m ^6. d. M. B e k e s - C s a b a erreicht und sind in die Nähe von Pttipöttadany gelangt. Unsere bei Nyiregyhaza tapfer kämpfenden Truppen wurden, nachdem sie die Rumänen zurückgeworfen hatten, mit Rücksicht aus die allgemeine Lage zurückgenommen. Der vom Süden her gegen die Theißbrücken von Csap gerichtete Angriff wurde zurückgeschlagen. An der oberungarischen Front Geplänkel kleinerer Kräfte nördlich von Banreve. Von den übrigen Fronten ist nichtzu melden. Die denlschen Kolonien. PariS, 27. April. Dem „TempS" zufolge haben die verbündeten und assoziierten Regierungen beschlosien, sich vorläufig darauf zu beschränken, in die Friedenspräliminarien Bestimmungen aufzunehmen, wonach Deutschland auf seine früheren Kolonien zu verachten erklärl. Die Fragen der Verteilung der Gebiete dieser Kolonien und der Begriffsbestimmung de- KotonialmandatS werden, wie eS scheint, vorläufig noch Vorbehalten. Unter diesen Umständen werde da» provisorische Regime der frühere» deutschen Kolonien jene» der faktischen Okkupation sein. Tagesbericht. Die Wrerrer Polizeidirektis« warnt vor Gewatttätigkeiten. Die deutschüsterreichische Pylizeidirek.ion in Men perlqn:bart folgendes: „In den letzten Tagen haben des öftevett Versammlungen unter freiem Himmel sowie Aufzüge stattgefuuden, dyrerr Abhaltung die Behörden nicht behindert haben, um nicht den Anschein zu erwecken, als sollte dir legale Betätigung politischer Parteien vdrrdie ErSpterung wirtschaftlicher Fragen unterbunden toerdeu. An den letzten Wersgmmlungen und Aufzügen Haien sich aber auch in größerer Anzahl Elemente betrittst, denen eS nicht' um dte Vertretung wirtschaftlicher, ober politischer Forderungen, sondern hauptsäch^. lich Harum zu tun war, im Anschluß an die KundgtzbUNLKN zu plündern oder anderweitige AuZs ch r e t Lungen zu begehen. Um dem Treiben diese« Tlemsnw Halt zu gerieten, sieht sich die Pol^eidtvertion auf Grund drr Ermächtigung der Staatsregierung zu folgeiiden Erklär kungen und Verfügungen veranlaßt; Ir vr wird «ulMrsiam gemacht, Nchch dem ASlMdo« Gesetze v»« 1». IH1, R.-P.-M. Kr. i»L. de» Wrs»m«luutz»HachL H dmr Heit w^htzrud KrichSMt (fotzt sie »der ein Landtag nrrf^n^lt ist, keine Nersammluvgen. unter freiem Himmel schattet M>. Außerhalb 26. April ISIS . . Seite ff t . der Zeit der Daaimg der tzenarmtrn öffentlichen Kör^ perfchaften, sinh' Beksamml'.rusen unter freiem Hirnmel an hie voerauZgeheM Geriehmiguna der BeWdKgchunLen. - - J; DesgleickM bedürfen ö s f« n t l j ch c M u fz ü g e'hev behördlichen Genehmig u n g. Dis PMzMtEiy« wirb -in Hinkunft für die stritte ^LnhsltUVg des geschlichen yd^r im spe« ziellen Falle erlassenen Verbotes sorgen, daher solchü Verscunmlungen, be?,ie$mߣmite Aufzüge verhindern, die VerauftaltLL aber dem Strafgerichte überantworten. 2. Jach demselben Gesetze sind Versammlungen, . Heren Zweck dem ^Strafgesetz zuwiderläuft oder deren Abhaltung die össeEiche Sicherheit oder das öfsentliche Wohl gsfährd-et, von der Behörde zu unterfaflen. DÜ PÄliZeiLirettspn wird daher Ln Hinkunft zu Versammlungen, die nicht von gesetzlich zrr Recht beftshsnden Vereinen ausgehen, nach diesen H^sichtöpunkten . Stellung nehmen und Leim VorhandensLin der erwähnten V-xausfetznngen die Versammlungen untersagen. 3. Es wird ferner aufmerksam ge;nacht, daß weder an allgemein zugänglichen Versammlungen noch an Bereinsversammlungen die Teflpehnrer bewaffnet erscheinen dürfen. Auwiderhandelnde werden entwaff-. net werden und haben sich -Var dem Strafgerichte zu verantworte«. Die abgenommene Waffe verfällt. Die Pslizsidirektipn richtet an alle Kreise der Bevölkerung, besonders an die ernsten politischen Parteien die dringliche Mahnung, sich im Jnter-l esse des Gemeinwohls Lei BetLiigung der staats grundgesetzlich gewährleisteten Versammlungsfreiheit strenge auf den Boden des Gesetzes zu stellen und es nichts zuzulassen, daß unter Vorschützung eines nrißverstan-- denen Begriffes von Berfammlnngsfreihrit Verbre-> ch.erische Elemente ihre lichtscheuen Zielei zu erreichen und die gedeihliche Entwicklurtg bei* Re-' publik Deutschösterreich zu stören versuchend" Die DerhandlrrKge« im GastgewerSe. Seit Donnerstag finden täglich von MH bis abends im Sitzungssaal der' Wiener Gastwirtegenossenschaft im Beisein des Sektiopschefs Dr. Kautzkh vom StaatsamL für soziale Fürsorge die Verhandlungen zwischen der Unternehmerschaft und den Angestellten des Wiener Gast- und Schankgewerbes statt. Die Verhandlungen nahmen bisher stellenweise einen sehr stürmisches Perlauf. Die Debatten wurden bei Erörterung der Lohn» sorderungen so erregt, daß die Gehilfen im Verlaufe der Verhandlungen bereits zum drittenmale mit dem Abbruch! der Verhandlungen drohten And den Unternehmern eiu Ultimatum stellten. In Gehilfenkreiseu wird tritt der Möglichkeit freS; Abbruches der Verhandlungen gerechnet. Das sünszig-' gliehrige Streikkomitee hat daher alle ' Vorbereitungen' für die Proklamierung des Ausstandcs im Wiener Gast-i und Schankgewerbe getroffen. Wenn sich die Unternehmer nicht noch zu weiteren Zugeständnissen an ihre! Angestellten Herbeikaffen, so sei, wie aus Kreisen der Gehilfenschaft versichert wird, der Ausbruch des Gehilfenstreik» am 1. Mai sehr wahrscheinlich. Die SpielhSSe bei der Schauspielerin Mimt Marlow. DaS Pylizeikommissaxiat Mariahilf wurde auf telephonischem Wege in Kenntnis gesetzt, daß im Hauses VI., Köftlergasse 8, in der Wohnung der Schauspielerin Mimi M a r l o w (B a ß) Hasard gespielt werde. Am 25. d. M. abends begab sich Polizeikommrssär Dr. Fischer in Begleitung zweier Polizeiagenten in da» dezeichnete Haus und traf m der Wohnung des Fräulein- Marlow eine aus einem Dutzend Personen bestehende Gesellschaft beim Bakkaratspiel an. Die Spieler gehörten zumeist dem Kansmannsstande an. In der Bank waren augenblicklich 80.000 K. Das Geld wurde gleich den Karten beschlagnahmt Gegen die Spieker wurde oaS Strafverfahren eingeleitet. Zur Zeit der Ucberrumpelung der Gesellschaft war Fräulein Marlow nicht in der Wohnnng. , Wiener Börse. Die heutige Börse eröffnete in ruhiger-Haltung bei wenig veränderten Kursen. Das Geschäft war äußerst, geringfügig, die Spekulation reserviert auf Grund der Unklarheit der politischen Lage. Meta Merrs gestorben. ' Die bekannte Wiener Mfense Mela Mars, Gattin des Kapellmeisters Bela Laszlys. ist gestern in Berlin verschieden. Die Künst^rrn, die im 43. fahr« stand, wurde in einem Sanatorium einer Magenoperation unterzogen. Die Beerdig:rng ivir^ i:c Berlin stattfinden. ' : Die Mildenburg als „Elektras In her Bdrstellnua „Elckira" «m Semstog den 3. Mü dn ÄyNmEa ^iau Vahr-Mildrudurg die Pattei |»WHUl : .-,r.V ... ücriuch fteQt auch Sie Mricdeu

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.