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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-26 · Heft 97 (26.4.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 97 (26.4.1919)
Date
1919-04-26
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wen, Samstag Wiener MorgcnZerrrmA Jirdrn als Erfinder. Professor Dr. S. Kraus, Wien, weist in einem intereffonten Aussatz „Wer hat das Schießpulver nach Deutschland gebracht?" (Neue Indische Monatsheft« 9/12) darauf hin, daß die Erfindung des Schießpulvers nur irriiunlich Verthold Schwarz zugeschrieben worden ist. In Wirklichkeit war eS ein griechischer Inda, Typseles, welcher, nach Angaben der Augsburger Cyronik, als Erster im Jahre 1353 das Schießpulver eingefkhrt hat. Im Zusammen haug damit erwähnt Professor Kraus arrch, daß die künstliche Stickstoffgewinnung, welche den Salpeter entbehrlich machte, von zwei.jüdischen Chenlikern erfnrrden worden ist: I. Frank und N. Caro. Deutsche Qrkentgeftllschaft. In der Jahresversammlung berichtete der Vorsitzende, Justijrat Dr. Burghokd, iibec die Tätigkeit der Gesellschaft während des Krieges. Trotz anarmigfacher Schwierigkeiten setzte sie ihre Ausgrabungen in Babylon fort, bis nach dem Fall von Kut-el-Amara der englische Vormarsch die Ex^ditron zwang, ihr achtzehnjähriges Arbeitsgebiet zu verlassen. Sechs Taselwerle wurden von der Gesellschaft während des Krieges veröffentlicht; sie wird die Publikationen fortsetzen, in denen die Ergebnisse der Grabungen wissenschaftlich verarbeitet werden. Professor Robert Schmidt sprach sodann unter Vorführung von trefflichen Lichtbildern über Meisterwerke orientalischer Glasknnsi, insbesondere den ägyptischen Glasschnitt der Fatlmiderizeit und die Emailglaser Syriens uicd Mesopotamiens. Professor Emst Sachs wurde zum dirigierenden Arzt der gchnäkslsgisch-geburtshüflichen Abteilung des Krailke»- hauseS der Indischen Gemeinde in Berlin gewählt. GachS war früher Oberarzt der UniverfitätSfranenMnik in Königsberg in Preußen. Nene jüdische Monatshefte. Das verstärkte Heft 8/12 dieser Zeitschrift enthält eine Reihe von beachtenswerten Aufsätzen. Besonders verdienen die Untersuchungen von Dr. Elias H u r >o i c z über „Georg Simmel als jüdischer Denker" und vcm Leo N o s e n b e r g über ,Harl ,3Kari" hervorgehoben zu werden. Ferner die Aufsätze von Prosessor Dr. S t a e r k: „Das Werk Moses und seine Geschichte", Professor Dr. Heinrich Löwe: „Aus der Sprachgeschichte der Juden". Einlauf: Bulletin - der Studiengesellschaft für soziale Folgen des Krieges Nr. 4: ,Aie Bevölkerungsbewegung im Weltkrieg" von C. Döring, 1. Deutschland. tzKopenhagen, März 1919.) _ Jerrrbbaal. Eine Zeitschrift der ZKdifcherr Diese von Siegfnod Bcrnscld ganz auSgezeuhucr redigierte Zeitschrift bringt in btm soeben erschienenen Doppelheft 1Q/U einen sehr scharfen Aussatz von AdoliBodm gegen den „Betrieb". „Im Anfang war die Idee. Ihr Ende iss der Betrieb." Isackar Reiß erzählt dre Geschichte der Schomrinr-KwiHah Lili'ch. Die von Abraham Schwadron begonnene Polemik gegen die lmiikdrschrn Namen wird rn diesem Heft fortgesetzt, lieber „Volk und Äugend" schreibt Bernhard Weinert, dir besonderen Ausaaben der siidilchen Mädchen behandelt Marie Povper. Das indische Brruföproblem wird von Erwin Äohn, dem Leiter des B.cufsamtes, bcleu-chtet. Mit einer Probe ans Mar Brods neuem Roman „Das atofe WagnvZ" w'rd b,rS inhaltsreiche Heft beschlossen. — - Pr«s dieses Doppelheftes L 4AO, Preis vierteljährlich & 5.30. «aes«» 26. April 1919 SCt 97 Sport. KsdrAss!—BrLnus Reserve 3 : % <« : 1). Krckima zeigt vom Anbeginn des Wettkampfes hübsches Kombinat! onsspitt, ohne jedoch einen Trester zu erreichen, wsgegen brr DZblingrr bei einem harmlosen Angriff einen Trester erriklen. In der zweiten Halbzeit durchaus überlegenes Spiel der Kadima, welche in zwei schönen G»alS durch Bien snd Mehler dre Fiihrrms erreichen. In der 22. Mmnte erzielt die Vienna aus einer klaren AbseitsfteUung den Ausgleich. D:en, der Mittelstürmer Kadmas. sichert aber nach einem prachtvollen Lauf und Goalschuß seinem Verein Fühnmg und Sieg. Bei Vrrnna Schwarz, Ecll, Hut, Schrankovits mrd T eigner sehr gut, bei Kadima sind Mehler, Reinhard, Bien und Grün lobend zu erwähnen. — Kadima Ü— B i e n n a -- I u n g rn a n n s ch a f t l 0 :2 (0 :1). KaLirna—DsrrrLacher SporiLlub 2:1 <1 : v). Kadima gegen den Borlag Mi zwei Posten m veränderter Aufstellung. erringt einen schönen Siez. In der ersten Halftzcir, mtt dem Winde nn Nücken. zeigt sich Kadrma überlegen und r» der 10. Minute verrn.ra Natau nach einem Paß Grüns ein schönes Tor für dre Blau-Weißen zu erzielen. In der Folge vergehci» die Kadimaner einige gute Gelegenheiten. Dre Dornbacher unternehme» gefährliche Angnfle, doch webrt Aval im Kad'.ma-Tor sicher ab. In der zwertcn Halbreit vermag Dicht er nach em-'m gelungenen Vorstoß einen schönen Treffer zn erzielen. Tk Dornbachee erreichen aus einem Strafstoß, welcher an die Stange getreten wird, einen Trester, wsmtt daß Resultat gegeben ist. Beide Monrischaften zeigten gutes, ausgeglichenes Cp-el. Das Schiedsrichteramt versah in vorbildlicher Weste ein Mitglied wes Wiener Sportklubs. — Kadima!l—Pestaio.zp l 1:1 (1 : 0). Verbandstag des LeichtaLtzleLikwerbarrdes. Heute nachmittags hält der Leichtathlelikverband im Heipre des FnßballverbandeS eium außerordentlichen Verbandötag ab. Aus d« Tagesordnung sichen eine Statutenänderung sowie Anträ-e des Z^wrtauSschusies. Sportfeste am 1. Wal. Sowohl m Wie» als «mch irr Budapest werden am L Mai große SportvrrMßaldMtzen stattfinden. . i Der Wiener Amateurschwimtnsiltth hat vom Schwimmverband die Erlaubnis erhalten, dm „Kasterpr«S" nicht Mehr zur Ausirrgmq bringen zu müssen. 10.666 Zuscharrer wohnten iu d/r Vorwoche einem Fußballspiel in Agram bei. Der kro« ische Meister blieb m einem Wettspiel, gegen eme englische Soldatenmamrschaft mit 4:8 siegreich. Dev Deutsche Fntzbalkkluh Brünn wurde durch den Beschluß der Brüinier SradtverwalUmg, ihm de« Sportplatz zu entziehen, zur Auflösung gezwungen. Deutsche Fußballer Sit Schweden. Der Sportklub „Altona 99' siegte in Malmö nach schönem Spiel 3:1. Die olympischen Spiele 1626 werden, wie es nunmehr feststeht, bestimmt in Antwerpen stattfinden. Die KvaftwaZeninderstrie Amerikas. Die Zahl der ich Jahre 1018 tu Amerika herg «stellten Kraftwagen betrug 974.80$ Personen wagen gegen 1,718.000 im Vorjahr mrd 102,646 Lastwagen gtAsn 160.000 i«, Bsrjschr. Nnitas. Heute präzise 5 Nbr wichtt-e A u.S s ch u ßfü-un -. Erscheinen sämtlicher Fupttwnärr «olwcudig. 7 Ww Stz^^erversamAlmrg im Klichhrm, Tust Prückl, l., Gtickenrmo 14. Morgen MeNetschaftSsptclr gegen Blue Gts« rntt zw« Maunschaste« \na Vj5 mrd Uhr aw Sportplatz des Men« Nm«kein»Spsrtvvrnn in D b e r - S t. V e i t. Endstation d« r»8«r Wagen. NrstftrÄ^sg sonne akl«8 Mhr« h«m kdends. Ersch«i»«i iän,stich«.' Spieler ist Pflicht! Hasivah. Dir Spftloc der ersten Mannschaft hab-n sich moraru uni '/rt Uhr, ftr-e der Reserve um 1 kchr auf dorn Hrrchaplatz j^., GLkertpl^) dft»Ntsi«deu. Der BEsWirt. Die Ei«!S?U«I der MaifMigkeiierr. DK ,,Dcii!schi>sterrc»chirch« Staatsiarrcsponkrnz^ kommentiert die von uns au anderer Stelle gemeldeten Maßr-ahni-en der Mcgternnx^ bezüglich der Maftälligleiten wie Seit der. AuMung dos öfterrekchtfchsn Standes in mehi^ Mtiortasstaateu, d. i. seit 1. November 1918, hat die den l schüsterrcich ische Ftrranzverwaltung provisorisch d-e« Dienst der österreichischen S^a-atsschuld als Treuhänder für die auf dem Gebiete des ehemaligen Oesterreich entstandenen Na.iona staaten fortxreführt und, soweit ihr gemeinschaftliche Mittel zur Verfügung standen, die Einlösung der"Fälligkeiten besorgt. Diese gemeinschaftlichen Mittel sind nunmehr erschöpft und damit hat blcf« Geschäftsführung der deutschösterreichischeir Finanz- Verwaltung ihr natürliches Ende gefunden. . Dü deutfch österreichische Regierung hat von Anbeginn den Standpunkt eingenommen, daß die Schulde» des alten Ssterreichischen Staates eine gemeinschaftliche Verpflichtung sämtlicher auf dem Boden Oesterreichs entstmürenerr Nationalstaaten bilden, welche diese nach einem ihrer LeistunMähigLe-it entsprechenden Schlüssel quobenmäßig zu erfüllen haben. Ungeachtet ihrer beharrlich darauf gerichteten Bestrebungen, eine Emigung Wischen den Mtronalstaaten in dtesew Sirme herdeizAführrn, ist es bis heute nicht gelungen, eine — wenn auch nur vorbehaltlich definitiver Auseinandersetzung geltende — Vereinbarung über' die Anteilnahme der Nationalstaaten an den Dirnste der alize-meinen und der Werreichifchen Staatsschuld zustandezubringen. Die deutschösterrerchische Negierung ist in Betätigung diesss ihres SLandpMkbes nach wie vor bereit, den auf [k nach Necht und MLigkeit entfallenden Teil des StaatsschuldendienfteS zu übernehmen. ES kann aber dem deuischösterreichischeu Staate nicht zugemutet werden — wenn auch nur für eine Uebergangsperiode und vorschußweise — das gesamte jeweilige Erfordernis des Dienstes der alt österreichischen .Staatsschuld auö eigenen Mitteln zu bestreiten. Zu VerrBÄrlÄgerr Aber diePoZiMlisieruNg. Als wesentlichste Attcbemngsn an dem ersten Entwurf des.GefttzoS Wer^die EMriFrmng von WirtWaftSüctrübkN sind die fotgeude« Beftimmungs« hervorzuheüen: Die- Entschädigung hat dem Werte der Unternehmung zur Zeit deS Enteitznungslftschlusses zu. entsprechen; der Liquidstionswert ist gleich dem gemeinen Zhe*4e der einzelnen OermSgenr»bjekts per Unternehmung; der Ertragswert wird aus den Ncirterträgnissen der letzten sieben Friedensjahve vor der Enteignung in der Weise bestimmt^ daß von de« sied»« Keirrerträgnisfen d«rS höchste und das niedrigste auSgeschied««, auS den übrig-rn ftinf R-einerträgnrssen der Durchschnitt gezogen und mit 18^3 vervielfacht wird; bei A kt ie ngesellsch rften kann die Enteignung auch durch Uedernahmr von Attien stattfinden; der Uebernehmer hat in Anrechmmg auf die Gntichädtgungssumme zu übernehmen: a) die Lasten, die auf den zu enteignenden Unternehnnmgen gehörigen Sachen und Rechten hasten, soweit sie in deren Liguidationswevt Deckung finden, b) alle zur Unternehmung gehörigen Schulden, soweit sie in der Entschädigungssumme n«rch Abzug der Lasten Deckuftg finden; wird als GntschLdigung auch eine Rente geleistet, so ist sie zu kapitalisiere», worüber noch eine Vollzugsanweisung nähe« Borschrifien bringe« wird; den Dienstnehmer« steht bas Recht zu, ihren Vertrag innerhalb eines Monats nach Uebernahme zu kLndigen, dem Uebernehmer jedoch nur gegenüber solchen Angestellten, deren Gesawtbszüge jährlich den Betrag von 30.000 Krone» übersteigen, und zwar unter Einhaltung einer einjährigen Frist; ditz Abstattung deS Ent-- schädig« ugskapitals kan« imchWahl des Uebernehmers in b arem oder in vierprozentiKen Leil s ch u lb v er,s ch reibungen plm Neiruwcrt geschehen; über die Entschädigung und die Übernahme der Schnkben sowie über die in'Betracht kommenden Verbindlichkeiten entscheidet ein Schiedsgericht. ' Bon den geänderten Bestimmungen über die Nergesellschaftuug von AwteruehEngon durch die Gemeiudeit heLe« wir ßeevtze: Die Genreindeu mit mehr als.20.000 Einwohiresn si«d berechtigt,' zrr enteignen: 1. Verkehr Sunternehmen, die dem Beröehve innerhalb des GemeindegebieteS dienen; S. Ureternehmungen zur W a s fe r-, Licht-, und Kraft v e r s o r g u n g; 3. Unternehmungen zur Versorgung der Einwohner mit Lebensmitteln; 4. Änk ü n d ig u u g S ü n t e rü e h n, u n g e n; 5. Unternehmungen der gewerbsmäßigen Stellen- und Dienst-, WohnungS- und Realitätenvermit tlung; S. Leiche nbesta ttüngs - Unternehmungen; 1, Ltchtfvieltheater (KinoS). Die Enteignung von Nriteruehmungen, die der Versorgung mit staatlich bewirtschafteten Lebensmitteln dienen, ist nur mit Zustimmung deS zustündigen DtaatSamteS zuWig. ' i wniiim ffiKirüMii iiwiinrnnimi iniri ZÄdische MMche« mrd Frauen Meldet euch Me zur Wahlarheit! im. Gekretoriot vrs Mdisch- S. trotze M»tz»e«s. 10. AMsftvUve« »«« S—IS «. i»»»t 3—6 Atzr mM4rv**pxr»nwnrmrmi. m iBai«ni',mMp>anec t*vai*3Aic**nn**mm,-vt.x2 '*2mm9'ta*xvrrBmMBnt*n*MHxri ■ Äeber die .-tv '; Schaffung von Betriebsräte«^ ' H wiÄ» unter anderem folgendes verfügt: Betriebsräte kele Arbeiter ünd Angestrillen werden errichtet iu allen Betriebe«, in denen dauernd wenigstens 10 Arbeiter od« Angestellte Men Entgelt bof^äftigt sind, insbesondere itt allen gmverblichen Hrtrieben, m den Betrieben des Bergbaues und dessen NebMbetriebon, in allen dem Personen» und Güterverkehr dieiumden Betrieben, in allen Banke«» Sparkassen, KroditKsnofstWschafton, Pfandleihanftalten, in Bev- .NcherungSinstituten jodsr Nrt, in den Erwerbs- und Mrtfchaftsgenossenschaften, in den Kanzleien von Advokaten, Notaren, Zivilingenieuren, HandelSmaNern, Prftatgeschäfts- und Arb.'itSvermitttmlz-rnflituten, A«S unftsinstitule», in TanitütSv anfialten jeder Art, ist Hotel-, PensionS-, Bicift» und Schankbetrieben, in dm Nnberrichtsinsttwten, Theatern, Singspiels hallen, KinoS, in den Bstrieben für die Herstellung von Drucks erzeugnissen oder deren Verschleiß. Jrt deu Betrieben de« Land- und Forstwirtscha ft werden Betriebsräte dan« errichtet, wenn die Zahl der dauernd gcgtn Entgelt beft fchäftigten Arbeiter oder Angestellten mindestens 20 beträgt; bei den 6 f f e n t ki ch e n A e m t e r n, den Eisenbahnen, der Schiffahrt, der Post werden entsprechende Ein- Berwaltungen chnd dem beteiligte« richtungen zwischen den Personal geschaffen. . Die Betriebsräte sozialen und kulturellen sind berufen, die »vtrtschastlicheL Jerteressen der Arbeiter und N«gM stellten im Betriebe zu fördern «nd zu sichern. ArrS den Bestim mnugsu über - c ) gemeirttvirtfchastNche AnftaltM und G-Mschaftvt fei hervorgohoben: Gemeinwtrtschaftltche Anstalten können vout Staate, von einem Land«, von einer Gemeinde oder von Verbände n dieser GebietSArperschaften begründet werden. Dje StaatSeegjsrmtg kmm auch aitdere öffentliche, Körpersthasten zur-Gründung genteinwtrtschafilicher Anstalten berufen oder zulassen; wird das K ap it a l rder gemeütwirt-' schaftlichen Anstalt nicht von deu gründenden öffentlichen Körperschaften beigsstellt, so kann es mit Zustimmung deS Gtaatssek^tärS für Kinan-e«'durch Ausgabe auf den Inhaber lautender, amortisablrr Teilschuldverschreibunge« aufgebracht werden. Für die Ansprüche auS diesen Teilschuld Verschreibungen ist »in Pfandrecht a« allen Liegenschaften allenfalls auch an anderen BermögenSstücken dev genteinwirtschaftlichen Anstalt zu bestellen; der Staatssekretär für Finanzen kann verfügen, daß Geld- und Kreditinstitute sowie Versicherungsanstalten jeweils, einen Teil der bei iheren zur freien Verfügung erlegten fkernderr Gelder oder ihrer Reserven iu Mündelsicheren Teilschrildverschreilmngen bei deren Emission airlegen; soll eine genieinwirtschastliche Anstalt nicht vom Staat begründet werden, so unterliegen GründirngSbeschluß und Statut der staatlichen Genehmigung;die ober st e Leitung der gemeinwirtschastlichen Anstalt und die lleberwachung der gesamterr Geschäftsführung obliegt dem Verwaltuugsausschusse, in dem vertreten sind: a) die gründende öffentliche Körperschaft, b') die Hauptg-sschäftäleitttttg, c) die AAbeitsr und AugeSellie« der genteinwirtschafttichen Anstalt d) im Falle der Ausgabe von. Teilschukdvcrschreibungen das TmissionSinftitut; die Zahl der. Vertreter der Arbeiter mrd Auge stellten soll in ProimktionSunternehmungsn in der ’SftQti wenigstens ein Viertel dev Stellen des Berwaltun-SauSschusfeS betrage«, die Zahl der Vertreter der H a u p t g e s ch ä f t S l e i t n n g, der Betriebs« leitungerr und der Privatinteressenten darf zusanrmcu die Hälfte der Stellen nicht erreichen; zur unmittelbare« Führung der Geschäfte der geMeinjvtrtsch^tliche« Anstalt der Be/walt«ngsau»Ssch«ß eine H a u p t g e s ch S f t S l e i t u n g zu bestellen; die.Ber teipnng deS Reine rtrü gnisseS,c ■beta ■ nach Deckung der "BetriebSauLlagen einschließlich ibes. Erfordernisses für Verzinsung und Tilgung der Tetlschulbverschreibungen verbleibt, muß ein im Statut xu bestimmender- Teil d'eS Restes zum Vorteil, der Arb pitey und Angestellten verwendet werden. Ueber düi A rt der Verwendung dieses Teiles entscheiden die B e t r te bsräte. Der Übrige Rest des ReinerträguisseS fällt den gründenden öffentlichen Körperschaften zu.- Der Slaatsseftetäv für Finanzen errichtet eine Treu Hand stelle, die aus Sach verständigen zusam'nrenzusetzen ist. Diese ist berechtigt, jederzeit die S t b arun g jeder gemeinwirtschaftlichM. Anstalt zu überprü fen.! Dr. Schumpeter über die Vermöge«» sperre. 1 Die Abgesrdneten Dr. Gürtler mid Genüssen über«! rüchim foigerche d r i n g l i ch e A n f r a g e: Wer mit ssienen Auaen durchs Leben geht, sieht Zeichen eines erwachenden Wert»' schuflölcbcrrs. Diese Nenbekebnng erfordert eine Umwandlung iH nnfteiwülig cheiannerttzr Zahlmssmittel in Betriebsmittel. Dieser UmwandlrmH sieht aber d,e Sperre entgeam, die anlMich der Bsrberettung der Bermöaensabgabe verhängt wurde. Die Sperre ist geradezu eiueP t »mit auf die Slnrmpftechnik und. wird zur Folge haben, daß wette Kreise, die angefangen hatten, ihr Geld Geldinstituten anzuverttaurn imd durch deren Ber-- mttlluna Zahlungen zu leisten und ru Mpfangen, uutt wieder zum Strnmpf greism werde«. Weiters bedeutet duese Sperre eine g r s si e H S rt ege-«, Personen mit u n r e a elm a ß i aem Einkommen, dft^ w»e K-m Beespiel viele KrrKte, bei JahreS-- begiM den Großteil chreS KinkommeuS beziehen, dieses m ein Geldinstitut einlegen, «m es dann während des Jahres zu ver--, zchren. Diese stehen jetzt mittellos da. .; ES wird schlMich dir Anfrage gestellt, was der Staats« sekretär für Finanzen vocmkehreu gedenkt, um die durch die Sperre emgetretene Lähmutzg umeceS WirtschaftSlelmrö z« b e h e b e u. Das HauS erkennt der Anfrage dee D r r n g l i ch k e i t zu. ' Rach den einletteieden Wörter: des AntraasirüerS beueerkte. S ta a 1S s e k r e t ii r für Fin «n zen Dr. Sch ump et er: Er lege Wert darauf, die J«terpell«tion «nnnttekbar nach ihrer Netttrrrichung ju beanlworten. ZünäM müsse er betonen, daß bei dm Verfügungen Mr Sicherung der BennögenSabgade, welche die Bevölkerung so vielen Unaunehmlichkotten auSsetzt, dort rmbedingt Halt gemacht lvcrdm wüste, wo es die wicrfchüsttiche Rolweudiakeit gebietet. Man muß vs. erklärte dir StaatSsekreEr, dem Wertscknrftsleben crmötzlichm, sich zer e r h »l e n. Man muß der Industrie helfen und darf nichts Um, wsS miiftltcherweise «m; Erholung der Industrie hindern kann. Da- Hauplaugmmerk d«L Finanzamtes ist darauf gerichtet, die Schranken, die dem Unt«« nebmunfssnste und der ArbeMm-gltMlt entgegeustehey, ans dem Wege m räumen imfe gerade deshalb wurde m die dritte Sperrverordnung, die in anderer Beeeehmea schr sircke ist, jene Bestimmung aufgenomme«, aus welche.sich die Interpallatwn bezieht: In dieser Sperwerordnung ch «ämtntz die Bestnumnug enkbalten. daß dos Konto ins zeu AvmÄdung Gesperrt blecht. Diese VestimunM war rwtwendi«. mn die Gt4«erf""cht M vermeiden. Weiwt'S »st ab« vorgesch«, daß daS Konto frei wir», ^vbatt es aw-emeldet ch. Jede bmoankratAche Handbechnng der Borschrch«, s»Il verhw»d«ch ward««. D»e Bestimm«»- tihe \M Frechab« der Konten, d« « d« uvldoidchlvche« Gwvrdnnntz «ich! mehake« »vsr, wmde von. m* fdt m tzn vevordnmw woder -ngs<M gMnd g-smachLM pslWhen Br« ilUMttAlttMMllt vvwiimi w*Tfy»ffv ntmv tt« Rxht met die Krrsiwche dor Beft.'iel'Zmtttel wird aber not« wAchig sHM. eZ nnÄ> cmch tu KjÄkLMdxml DvzielMSM der,

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