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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-19 · Heft 91 (19.4.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 91 (19.4.1919)
Date
1919-04-19
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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nt. 9t M«. Gamtztag Mmev MorgevHMmrs ». April ISIS Sette 7 Am Wiener KoinSbienhnus gelangt Sonntag und Montag, nachm. 3 Uhr, 6ct ermäßigten Preisen „Eriwan", Sonntag abends dreivtertel 7 Uhr „Der Jurbarvn", Montag, tzeckvierttl^ Uhr „DieLänSstEer" zur Ausführung. Als nächste Opevsttönetnstüdierung ist .Wien bei Nacht" und „Der rote JÜtt" mit Fräulein Pony Kotz als Gast, einpudiert von Regisseur Artur Guttrnaim. in Vorbereitung. In den Aamrnerspielen wird Fxanz Czokors Tragödie „Die Sünde wider den als nächste Neuheit vorbereitet. Die Hauptrollen werden Frau Carksen, Herr Korest, . der junge Schildtnant und Herr Glnth spielen. Orska-Gastspiel an der Neuen Wiener Bühne. Maria OrSka wird an derNenen WienerBühne Nach dem am 15. Mai begirmenden Gastspiel Moifsis, bas pier Wochen währen soll, ein Gastspiel absolvieren. Frau Orska, die in Wien bereits im Vorjahre als WedekindS ,L«ln" vuftrat, ihr Gastspiel aber aus persönlichen Gründen tzortitig abbrechen mußte, wird als erste Rolle ihres diesjährigen astspieleS die Hauptrolle in TitrindbergS „Kameraden" spielen. Rudolf Förster, der seinen vertrag mit der Neuen Wiener Bühne vor einigen Monaten löste, ist wieder zu Direktor Geyer »urückgekehrt und wird als erste Botte den lLasti Plant ln oer für nächsten Freitag qnderaumten Erstaufführung von WedekindS „Lotenmnz" spielen. . Mufikattfche Notige». HanS PfitznerS „yckemma" wurde auch von der Beckmer Oper zur Aufführung erworben. — Frederik DeNnS M eme Over „Phrnimore Md Gerda" rm Verlag der U. E. erschc-nen. — Die englische Frauenrechtlerin Erhel Smith» deren Komvoatioven auch schon in Wien zur Aufführnna gelaugten, hat ein Bähneuwerk „Strandrecht*'« Druck gegeben. — Der Direktor des Budirvtster Konservawriums. Jenö Hubav. hat seine Oper nach Tolstois „Anna Karenina* vollendet. Die Uraufführung findet m Pudapester Opernhanse statt. ' Pariser Premiere. Die Uraufführung beS neuen Stückes von Henry Bataille „Die LioZesschwestew" in der Tomädte Francaise wird von der Pariser Presse als literarisches Ereignis bezeichnet. Bataille bietet, wie es seine Gewohnheit, ist, keine streng durchgeführte Entwicklung der Charaktere, sondern nur eine Reihe von Situationen, deren logische Folge nicht immer einwandfrei ist. Madame Frederiqpe, die Frqp des reichen Unternehmers Mric, hat eine tiefe Aeignng ZU dem im Unternehmen ihres Gatten avgestellten Architekten Julien, dem Sohne armer Elter», gefaßt, findet aber in ihrer religiösen Ueberzeugung und ihrem Pflichtbewußtsein eine genug starke Stütze, um sich nie zu vergessen. Irr Verzweiflung Über die stete Zurückweisung verläßt Julien die Stellung bei Ulrie und heiratet eine Kreolin. Madame Frederique glaubt di« Leidenschaft zu ihm bereits überwunden zu haben, als er wieder auftaucht. Es ist Julien schlecht gegangen, er hat sich strafbar« Handlungen.zuschulden kommen lassen, wird von der Polizei verfolgt und hat die Absicht, seine Frau zu verlassen, um mit seiner Maitresse inS Ausland zu flüchten. Madam« Frederigue unternimmt nun auf Bitte» der Eltern FrilienS, diesen au fben rechten Weg zurückzubringen. Bei einer Unterredung mit ihm erwachen jedoch wieder die alten Gefühle zu dem Geliebten, doch sie beherrscht sich wieder, fordert Julien auf, zu seiner Frau zurückzukehren Md leiht ihm zur Regelung seiner Angelegenheit 300.000 Franken. Julien gelingt es, mit diesem Gelds sich eine Existenz auszuhauen. Er bricht mit feiner Maikresse, die au- Zorn hierüber der Gattm Juliens dessen Verhältnis zu Madam« Frederigue enthüllt. Die Gattin glaubt den Beteuerungen Juliens und Frederiques nicht, ruft Herrn Mric zum Telephon und erzählt ihm alles. Julien und Frederiqne müssen fliehe». Die beiden Flüchtlinge treffen rin letzten Akt im Hause der Eltern Juliens ein, wo sie ein gemeinsames Zimmer erhalten. Frsveriaue ersucht Julien, ihr Schamgefühl noch zu verschonen und ms nächste Zimmer zu gehen. Diese Gelegenheit benützt Fredvriqur, um mit dem bereitstehsnden Auto zu fliehen und das graue Leben an der Seite ihres Mannes auszusuchen. Julien findet, als er zurückkommt, nur Blume» auf dem LiebeSbette, unzweideutige Symbole. des Endes seiner Illusionen. Maler MedntauskY gestorbe«. Wie mrS berichtet wird, ist vorgestern der Maker Baron Medniansky gestorben. Er zählte SU den feinsten Landschaftern im modernen Ungarn; seine Studienstätten warm München und Paris. Im Kriege kam er aus Frankreich wieder heim und schloß sich, vbztvnr Über das militardteirstpflichtige Alter hinaus, dem Knegspresfeqvartier an, wo er mit aller Hingabe und einem eisernen Fleiß tätig war. Mit den Malern des Kriegspressequartiers bat er wieder holt vielbemerkte Arbeiten im Künsskerhaafe und bot Wawra ausgestellt. Marchenuachmittag. Heute SmnStag, %8 vhr nach* wittaaS, finott im großen Komerrhmrssavle der Märche nuackmittag für jüdische Kinder statt. Wenige restliche Karten an der Konzerthauskaffe. David Pinoki-Aufführrrna. DaS Wiener Paläst'mamnt veranstaltet Donnerstag den 3. Mai um 6 Uhr abends im Wiener Komödlenhmts eine Aufführung von David Pinskis „Der Schatz". — Der Reinertrag dieser Veranstaltung streßt dem SchulungSfondS des PattftlnaamteS zn, — Karten find ab Dienstag den SS. April bei der Kasse des Wiener Komödien- Hauses (iX„ Rttödorserstraße 4\ ferner bei R. Löwtt, IL Roten- «e 22, und bei der Verkaufstelle des Jüdischen Rational- >, SchmelWffe 7, erhälckch. Literatur «^Wifsenschaft Nene Bücher. Indische Märchen, herausgegeben von Johannes Hertel, Leipzig ISIS, Eugen Diedrricks Verlag. Der bekannte Forscher hat in diesem reisenden Buche charakteristische Erzählungen der nichtbudddWchen indischen Literatur mtt rühmenswerter Sachkenntnis vereinigt. Dieses Buch ist keineswegs eineIugend- B, denn wenn auch der Titel von »Märchen* t, so ist dieses Wort nicht in dem technischen Sinne zu fasten, den ihm die europäische Millenschaft beilegt, sondern im allgemeinen Sinne der erdichteten Erzählung. Der Verlag hat dein Buche sieben Abbildungen aus der illustrierten Mahabharata-Hand- Ö ver Hof- und Staatsbibliochek in München Heien Mv für eine würdige Ausstattung gesmgt. Der Verfasser, welcher bisher Oberlehrer am Bealgymusstum zu. Döbeln, wurde unlängst als ordentlicher Professor der indischen Philologie an die Leipziger Universität Jbixufea. Georg Brandes ins Jiddische übersetzt. Im Mastel« Verlag. New-Dort, erschien eine Mische llebeckemma des neunbändigen Werkes von Georg Brandes „Die Hcmptströnnmgen m der Literatur deS XkX. Jahrhunderts". GlnchzeMg erschien Uch eine jüdische Ueberfttzung seiner S Bücher Über Nitzsche, Laffalle und Ylsten. Maxim Gorki spickt gegeuwart'g in Moskau eine de» dmtende Roste. Obwohl er selbst mAt Bolschewik ist. holt jeder, selbst Lenin und Trohki, Rat bei ihm. Gorki verwendet sch Zeit hauptsächlich damit, russische KnnKlckäw, Antiquitäten und Gaminhmgen »sc der ZerfiSnmg zu schütz«, und sie der Regierung zu sichern. Bo« dar Dochnischrn Hochschule fa Wien. Der orbe«tl,che Pryfiffor an der demchen Technischen Hochschule in Bräun, Oskar P v t m a v t s i, ist als ordeuikicher Profrsiar für Nkorie Md KanstrÄtio» elenretechnilcher Maschinen an die Technische Hachschme i« Wien beruim ivorde». Ein Heine-Denkmal ta Berlin. In Berlin hat sich ein Komitee gebildet, das der Errichtung eines würdigen Heine- DeqkmalS in Berlin dienen wirb. Das Komitee fordert Deutschlands Dichter. Journalisten. Bühnen- und andere Künstler sowie alle Verehrer und Anhchrger des Dichters ohne Unterschied des Alters und des Geschlechts zum kostenlosen Beitritt ans und bittet, ihr« persönliche Zustimmung zur Sache mitteilen zu wolle». Die aus den Zirschriften zu bildende Liste gelangt später zur. Ber-fieuMcAng, Die Zuschriften selbst gnb an Heinrich Pewl, Gchriststcller und Mitglied der Dallner-Tl-eaters, Berlin, Friedrrchstraße 8, zu richt«,. Prmnovioeuna ein«« ^arSftiusrrsischerr Abiturienten. I« der Berliner medizstuscheu FaknM promovierte der Abiturient des hchrüffcken GymuastumS m Jaffa, Alexander SatMarn, tTel-Avipi), mit der Jnangnraldisiettatien „Das Trachom in Polästina*. Die Arbert wird uächstemS in der deutschen fachwrffenfthastlrche« Zeüschrlft .Die Augenhelikimdr" erscheinen. DSe WerMtevatu» in hebräischer Sprache. Der voü F. Wilkansktz begrisirdtte Verlag „Baffar" in Jaffa bat es sich zur Aufgabe gemacht, Werke aus der klassischen Ltteratur Europas t«s Hebrä lche m übertragen. Bis jetzt erschienen »Hermann nnd Dorochea" m der Uchnsetzmtg von Pch. Ben-Zion, ErzählunMi von I e n s e n, i^erietzt von M. Temkin. «Die Landwirte der alten Wett" von G o a o l, übersetzt von M. Pos« ngnSsy md der „Landwirt und lern Kneckfi" von L. T o l st v,, übersetzt von I. Eh. Brenner. Der Pxp'peft des Berlages kündigt das Pschrivr« der Ucherschm>sen von Gsntschgrow^ Stifter, Bjärnson. Kattsried Keller, bog er. l 8 s und K » r »l e n k o an. HevrLMe Festschrltt in Wien. Seit einigen Monaten erscheint m Wien unter der Redaktion vpn K. S m o f f« a « und Z.Di«f endruck eine hebräische, literarische Monatsschrift »V w u l o t h". Das vorliegende 8. Heft enMt bis jetzt Mveröffwlltchie Gedichte von Mosche Jbn-Eirg, die Dr. Josef Patch m der Bodleana erschlossen hat» Studien von B. Rapps- Port über Berafon «nd Schopenhauer, A. Schwadron über die Technck. Mysterien von M. Srlburg, und Hugo Bergmann Bemetftmgen über die Juden »md die eeziehertsche Nevvlution nnh Notizen üb« T r o tz k i und Über Peter Attenberg. Die Zeitschrch wird im Berlage von M. Hickl verlegt. Hknselppfrne Bücher r Olga M i s a r: Renen LiebeSidealen enmegm: Bemdard Bo y n e bu va: Die Prspst»e der Mittel. Söwtlime im Anzengruberveekaae, Wen. r9lS. Hemrch Mann: Der Untertan. Kurt WM. Leipzig ISIS. Jüdische Liobha-epdibtttzthrk» AlS erster Band dick« von der gesamten Prelle und jüdischen Liebhaber» mit Begeisterung ausgenonmenen Sammlung ist Pereg „Pre Rqckt auf dem alten Markt^ in der meisterhaften Uebertragum von Hugo Zuckerman» eüebierie«. ES ist der Bettagshandlung R. Löwrt gelungen, dre letzten Exemplare in einem edelschönen Seidenband der Wim« Werkstätte herauSznhrmgen. DaS Exemplar kostet 8 66.—. — Als zweiter Band «rianen ^provordia xuSusoruw vroves ei turpi»", daS find „Die «arische» Sprichwörter der Inden", als Ergänzung z« Bernsteins großer jüdischer Svrichwörteesammkung. Auch von diesem Werke find nur M> Exemplare hrrgestellt werden, daS Exemplar mm Preist, von K 38,50. Lu vezrehm % Lüw!t«BMs. 4 Neffchmaykt 1. Sport. Di« hentige« FtttzhaSweLtspiele. DaS Ostemmdspick im Brater ckrmnt bereits heute seine« Anfang nnd finde« dre» Vetffpick statt, von bene» jedes zweimal 80 Mimrtm d«t«t mrd das «Ke «m Vhr svne» Anfang nimmt. . ^. Zuerst fttben W. A. C. und S r» «e r i» g einander gegenüber, die sich einen intereffanten Kampt ftefewt sollten. Das MeisteckchaftAspick snvann der W. T. E. »nt Sri, «ar jedoch damals vom Glück sehr hraSnftW. Dann folgt das Treffen F, A. &HUermo nia, m»S welchem dre Tloridsdorfer als knappe Sieger Hervorachen sollten, UnteckchÜtzeu dürfen sie die Schmcckarer aber nicht, sonst konuLru sie em« «nangenehme Ueberraschnng «kerben. Den Abichlnsi bildet das Revanchespiel der fteid« Bezirksckvake» Rnd-lkshSael und H e r t h a, die sich am Wen Sonntag «m scharfes Mersterschaltckspiel geliesctt habe». Auch heute wird eS wohl sehr berß zugehru. EK ist schr Acht möglich, daß diesmal Herchs den Sieg davontrügt. U._. JTT II1-TT -IC-.JTJ-mJI Dstersvnnt»- «nb Ostenmontag spstkt d« «eugearündet« Svorcklud Hakoah gegen die AlttHrrremnsunschaft der Wiener HÄch. Zn Ehre« der Wien« Grifte fiudet Samstag abends em bmrter Abend M,FeNm»le ^des Hotels „Erzherzog Johann" statt, bet dem auch Dr. Krjtz Ahn« (Beda) «rrtwirke» wrrd. I« der Graz« Sportwelt herrscht M die Wettspiele ein lebhaftes Jntereffe. De« «Kchste Länderrvettkompf gegen üngsrn sirrdet am 4. Mai „r Wim, nnd mm mck dem Pr-ateckporiplatz, statt. Die AufMung der deutschSsterreMchm Mannschaft «folgt nächsten Dienstag Md dürfte da» Team zucch eint# Mangs, spiele anSttyge«. Die Um«reme--Refer-ett spicke« am tS. mrd SS. April in Klageninck gegen de» dortige« Achletik^portklub. SpsvtLlnb Hakoah. Heute m 7 Uhr abends Br» svrechnng der Reservemannschaft wegen der Mener-Neustädt« Fahrt am Montag. Tyorttcknb Unitno« Heate «in 7 Uhr abends findet rm her«, Lass Drückck, l.. Stnhenrmg SS, eine Spickerverckrmg statt. Msracn Sonntag um l Uhr nachniittags findet SvoMichpkatz.. m t MAfiftschaMpick gegen Mhrmger Vfttzcke Tirch sftttt; die Kescll'KttSsckion untermmm ayicklre-ech daran Anm ABfing nach UmwaldegK. Msmag «rn S Uhr rmd 4 W»r nachmnmgS MckstersMylpM gmen Ahckmasbori (Op wackÄ <m dem AsraiemPlatz in Bett. Mt$ nähere, wr« ManickchaftScmsWlinq, Lummmeuknnft usw. heute almrbs der der SpielmiersaMnllrug._ am SptzAdeL für den W a h l f o u d s! Adresse: Zionistisches Sanft««* Komitee, S° Bez., ZirKnsgoffe 33 Postsparkassenkonto Skr. 47.115 (Per. r.:: merk „Wahlfooft»-). ss Der WslksNirt. Die Aushebung her Selhstblocknfte. Bo« maßgebender Seit« wird «ns mitgeteilt: .Dick letzten A-eußerungen des Startsselretärs Dr. Schum, Peter und des Staatssekretärs Dr. Ellenbogen geben die Gewißheit, daß nunmehr mit dem Kampfe, der Demokratie gegen die Bureaukratie Ernst gemacht wird. Ein- und Ausfuhr der meisten Artikel sollen: trotz des Widerstandes der BnreaukratiL, die um ihre. Existenz kffmpft, fteigegeb-en werden. Für jeden Kenner der Werke Schumpeters war es Kar, daß er nicht auf, das Schlagwort p-om Schutz der Valuta eingehen werde.. Es ist Tatsache, was der Staatssekretär erklärt hat; Wir können das Defizit unserer Zahlungsbilanz durch Kredite, die Ws Unsland einräumt, decken^ BorausssHung hierzu ist nur. daß unsere Volkswirt-; schnft wieder zu arbeiten beginnt. Die technische Be-l dingung für den Beginn der ProdirLtion: daß Ko h.ka' vorhanden ist, ist nunmehr bereits zum Teil gegeben und die Bedingungen, größere Mengen Kohle zu erhaldeu, Werden wie her Staahskarrzler Dr. RenntzL erAärt hat — eifrig ffortgrsetzt. Die Mei^e techmsche Bsdittgung wäre, daß Rohstoffe zur Verarbeitung p-srhanden find, setzt aber bereits den freien Verkehr ünd'° dis freie Beweglichkeit des emzelnen voraus. Der Staatskredit kann für diese Zwecke nicht irr Anspruch genommen tverdeu, er muß ganz der Beschaffung vou' Lebensmitteln gewidmet bleiben, von bene« wir. nicht genug bekonrmen Wmm Die Rohstoffe müsW aber mtt Hilfe des PrivatkrediLs ein geführt wechsch und es steht außer Zweifel, daß diese Kredite für unsere Industrie erMLlich sind, teils gegen Deponierung vonr Effekten. PMrdbriefen nsw. in Kronenwährung, beiU gegen Aufnahme vorr HypsthsArschulben. Das Erch«- gegenkommen des feindlichen Auslandes geht so . weit,- daß bereits Postsendung«« seitens alter Lieferanten auff den Weg gebracht wurden, die gar nicht tzeftE zu werhew brauchten. Der frühere Lieferant m England hat saforch. nach Aufhebung der Blockade in Kenntnis des .hiev! herrschenden großen Bedarfes die Waren auf den Weg gebracht, ohne sich um die Bezahlung weiter M kümmern. Das gleiche Entgegenkommen.wind zum Bei-; spiel van italienischen FahriVantien gezeigt. ' Um die PvsduMrm sufnehinen zu könne«, henötrgS der hiesige Fabrikant nicht nur Rohstoffe und Kohhe,, sondern auch eine gesicherte Kalk«laLionö^ grunblage. Es zeigt die Vertrautheit Schumpeters mit der Praxis, daß er auf diese Voraussetzung für &tej Wiederaufnahme der Praxis als Erster hingewiesen hat.: Soll die Produktion wieder begonnen mrd damit dep Arbeitslosigkeit entgegengetreten werden, so muß dev; Unternehmer mit der Wahrscheinlichkeit rechnen können^ das erzeugte Produkt auch tatsächlich zu den Gestehungsßoste« ab setzen zu können. Da aber unseve Produktion sich auf den Bedarf der stchs Millionen inländischer: Einwohner beschränken kan» — durch den Zerfall desfrüheren Wirtschaftsgebietes Oesterreich-Ungarn ist unsere Industrie zu neun Zehntel Exportindustritz geworden — muß sich unsere Industrie auf den Welt^ preis einstellen. Der Fabrikant, der erzeugen wilh. muß wissen, was sein Koukurrent im Ausland für daZ gleiche Produkt verlangt, und dies kann er tatfächliH wirksam mck bevart, daß er auf seine Kalkulation Ettr-' fluß nimmt, nur dann erfahren, wenn diese auslän-- bischen Produkte auch hier erhältlich sind und die Preisgestaltung im Inland boeinflusferr. Es. rmrß deshalb' auch für dir FerLigprodLkte die freie Einfuhr gestattet werden, da, der hiesige Mitsrnehmer nur auf diese Weis« eine sichere Owndlage für ßeiue Kalkul-rtrM gewinnen kann. - •m* B SSlMKiÄM MWWgS-WSW 2M IwU MämIteü i.U. WSsn,!.p 21. Te^phw HUM», 16.C53, >2.2,8. Brosch Ören «>«• TnetnMttg. qvohhältunq x«een rc s.— ftlneftnLlmls. u Der GetraitzsrLuftthrgesellschaft. Wie im StadwM berichtet wurde, ist die Gemeinde Wev der O e t r e i d e e i n f rr h r g e s e l l s ch a f t beigetreten Der GcgmsiMd tzsS Unumchme«S ist dieEinfichr vsn auMudlschM HMckandere vonübeckttckchnn G e t r«i b e, $ U i f c u f x ö & t ert K Mf# vttttermitteln, Oelsaaren und G 8 m er e i e t» sonne von «Ren Prodimerl und AbWeu, die aus dieser Artkkeln gewonnen werdm. DüS Ettamuckapiral der GeseWchaff betrügt neun Mrllloueu Kronen, die Geumude Wien ist mi> wiflfuüMU 61^11^ kiftjvftH

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