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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-18 · Heft 90 (18.4.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 90 (18.4.1919)
Date
1919-04-18
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«pfte"r Pölert, FreAagl 18. Apck 1919 Nr. W , Weim es such' damals mit $egen 8000 Stimmen! waren, bic für unserer Kandidaten im Wahlkreis Nordost abgegeben wurden, jetzt werden es dreimal so viele .feilt. Und was bas Erfreuliche ist, nicht nur bartlose 'Studenten haben sich für die Mischnationale Idee i erwärmt, auch.langbärtige Juden, bis bsr Politik ab- -lwlden galizischen Jüdinnen, sieht manin den Derk iannnlurrgen. Das ist ein hoffnungsvolles Arrche» für 'die Zukunft. ' Nrm treten wir in einen neue» Wahlkampf. Er muß mit aller Energie und aller Härte ausgesuchten 'werden. Denn nicht minder wichtig als in der Nationalversammlung ist die jüdische Vertretung im Landtag imd im Gemeinderat. Wohl faßen auch bisher in diese» Körperschaften Juden, aber sie kannte» Seifte spezifisch jüdischen Interessen, man hörte sie selten oder nie :für unser gedehmütigbss Volk eintvetsn. Davon sprachen 'sie nur. wenn es galt, unsere Stimmen zu fangen. Ist es für uns so wichtig, gerade in den Gemeirtbe- -rat jüdische Vertreter zu entsenden? Welche Macht besitzt er denn? Er kann, tvas er ja oft getatt hat, unseren Lebensnerv rmterbinden, weist jüdische Flüchtlinge, die für diesen Start geblutet, Heim und Habe verloren haben, ans feiner Stadt, entzieht ihnen die Lsbcnemi.rfLllartrn, stellt keine jüdischen Lehrer, Beamte und Terzw an. Wir, die wir scheinbar ss große Macht in Handel und Gewerbe haben, einen große» Teil der .Steuerlasten tragen, haben keinen Einfluß auf die Schule und ihren Geist, unsere Kinder werde» unterdrückt und gedrmütigt. Wie sind gerade die von den Juden bevölkerten Bezirke Leopoästadt und Brigittenau arg verriachLäfsigtl Wie schlecht wird gerade hier die öffentliche Stroßenpftege grübt, wie vernachlässigt sind hi« die LerkehrZvrrbindnngen!! Jeder Jude weiß, wie hohnsprechend und gemein Äknser-e Volksgenossen von den städtische» Beamte» besudelt werden. \ Für unsere Würde und unftr Recht müssen jüdische 'Mmeinderäte und Landtagsabgeordnete ^eiNtrsten, für ttnser Recht, in dieser schönen Stadt zu leben, die Ans so viel zu danken hat. > Dieser armen, jrht so verelendeten Stadt Omten stzevade jüdische, wmtere Männer helfen, da wir eine -veltumspannende Organisation besitzen. Bten» diese den einflußreichen Volksgenossen in den Ententeländern sagen werden, daß es uns in dieser Stadt gut geht,, daß wir hier als gleichberechtigte Bürger leben, sie sollen anr Aufbau dieses verkommenen Staates nnrtun, denn sie nützen damit auch uns, die wir durch den Krieg Unsägliches, mehr als andere gelitten haben, so werden .sie uns ihre Unterstützung nicht versagen. ' So ist denn zu hoffen, daß die Judenschaft Wiens, such endlich ihrer Würde und ihres Wertes bewußt, das Fahrwasser der anderen politischen Parieren, die'uns nur ans nutzen und mißbrauchen, verlassen werde.! Ans uns selbst müssen wir uns besinnen, wir Zollen ireuL Bürger dieser dsutschöstsrreichischen Republik ist, es muß eiira wahre Gleichheit alter werde», aber wir wollen auch treue Söhne unseres Bottes sein. Das sind zlvei Begriffe, die nicht im Widerspruch stehe». Dazu brauchen wir jüdische Vertreter auch im .Gewnmderat und im Landtag. Kein Jude und keine Jüdin gebe einem tzogenannten Juden einer anderen Partei. pH den jüdischrrationalen Aarrdidate» t-eii-rr wertvolle Stimme. . . Schluß des AeLlamutrousVeefahreus am 19. April. < 9!ur noch heute und morgen ist Zeit, >in den Wählerlisten n ächz «sehe», ob man in dieselben ausgenommen ist. Dies gilt insbesondere für jene -Juden und Jüdinnen des zweiten, Zwanzigsten und nennte«, ferner des sechste«, siebenten und achten Be-zirLes, welche ifeit denWahlen in die Konstituante ß»«Atsch österreichische SLa atsbürger gewortzen sind, oder die erforderliche HltersgrenZe erreicht haben, r Jeder benütze die kurze Frist, um «achznforfchen, ob die Namen aller Keiner wahlberechtigten Bekannten Sn der Wählerliste enthalten sind. Es Lommt auf jede Stimme au! Titz der AgttaLiorrsleMngerr. Das HauptagitsLionslokal für den IL Bezirk bs- ,Findet sich in den Räumen des Zionistischen Zentralvereines pk Deutschösterreich, IL, Zirknsgasse 33, ».Stock. HaupLagitationslokal für den XX. Bezirk: XX.» Karl WeiWroße 5, Tür 1. -! Die Agitationsleitung sür den!X. Bezirk befindet -sich lX., Wasagafse Nr. 2, Mezzanin srechts. Die Agttatiorrsleitrmg für den VI., VII. und sVM- Bezirk befindet fich ab 10. Avril ISIS im Haufe Westbahmttaße 2S, Hochparterre links LIng^Burean Bmchmdt), Telephon Nr. 31.088. | Auskünfte in sämtlichen WahranaelraenhMn Miden täglich in der Zeit von 16 vis 12 Uhr vor» 'Mifiags «nd von 3. bis S Uhr «achmiNags erteist Dis EmmhruRg. ßö Wa$$am Lebensrnittel ans Rnstlsnd für Wien. London, 17. April. (Tel.-Korstp.) Die assoziierten Regierungen haben unter gewissen Bedingungen 50 Waggons Rahrungsmitteh die durck) die österreichische Handelszentralkommisston in Stufe» taub für die Dev ölkerung von Wien gekauft wurden, genehmigt. SchwierißkeiLen irr der Znekerverforgnng. Wie wir hSttn, fiö8r die Ratifikation des am lS. März 1919 in Prag abgeschlossenen Zuckerübereinkommens seitens der Lschecho-slowMchrn Regierung auf SchwrerigkeUen. Trotzdem vereinbarungsgemäß mrinitteluar nach Vertragsabschluß die Februaruitb MärMckerfendmigen aüs Tschecho-Slowakren hätten entsetzen sollen, ist dröhn' mrs Grund des neue« Vertrages aus Tschecho-Slowakrrn Zucker noch nicht gelteftet worden. Mt Hllfe der noch vvrlxmdem« germHe» Zuckerreserve« und Wrzstch erst durch Entnahme der «rrtrrri Zuckervorräte aus dm vier niederosterrcichjschen Zackerfa-rffe» ksMtm in der letzten Zeit noch kleine Zuwersunam vorgenommen werden, die jedoch zur Berforguna . -—-*-**- — Schwierigtei einige Zeit , sendnngm aus Lichecho-Slowafien zurikhickührm. In der abgrl'.msenen Woche hat das Staatsamt für VolkSernahnmk neuerlich eine Kommnsion »ach Prag entsendet, m» die endliche Adlleferuna der bereits Ms , rund 4000 Waggons angewachsrnru Zuckerrückstäude auS Tschecho-Slowaki« zu erreichen. Dicke Verhandlungen, bei denen auch Vertreter der ivteralliierte« LebensmittelkommWon üttervrniertr«, sind noch nicht MM AbschWr gelangt. . Der MavKtbericht. Dte Gehnstrcht von dem Speck rmd de« Fletsch', daS Mern m der Gro Markthalle zum Verkaufe kam, etwas zu erhalten,, war wieder für zehntausende Wiener Veranlassung, der Großmarkthalte -zuzuströmen. M« großer Teil dev staufluftigen scheute auch nicht dt« Mühe, die Nacht über wartend vor der Großmarsthalle Zu verbringe«. Der Andrang war gestern noch, wett Mßer als am ersten Berkaufstage, da gestern atzßer Speck such aksezogeneö PSkelfleifch verkauft wurde, ferner dcts rahonlerte' Speckfteifch und Rindfleisch zur Abgabe gelangte./A« SWk standen kür den gestrigen Verlauf über 11.000 Kilogramm, an Vörelflkisch über 30.000 Kilogramm zur Verfügung. Mit Nnckflcht auf die große Zahl bet Muter — es hatten sich bereits im Laufe der erstmt Berkaufsstmrden ungefähr 50.000 Perfoneir eingefundeu wurde die Abgabe bei Ptzkesfleifch auf ein halbes Kilogramm, hei Speck auf ein BierieMlogramm pro Käufer ohne Rücksicht auf die Anzahl der Personen, auf welch« der vorgewiesene Einkausschein lautete, beschrankt. Di-eser Umstand löste bei einem großen Teile der Käufer, dte «ach tzmrbeulangem Warten wenigstens 1 Kilogramm Fleisch oder ein haweS Kilogramm Speck .erhalten wollten, großen Unwille» «rs. So oft an einem Stande die Vorräte ausgingen, kam es zu Lärmszenen, die taJj die Ausgabe weiterer Mengen von Speck elngedömmt wurde.». Der Berrys hielt, anf knete Art weit über die' Mittagsstunde an und alle jene, die bereits in den ersten Vormittagsstunden Air Stelle waren, dürfte« auch etwas erb alte» baden. •. Die «gen Märkte hatt« hente wohl auch erhShten Besuch cmfzuweise«, doch.war hyS M-ehst im allgemein«« nicht günstiger aL an dmr Vortagen. Holländisches Kraut war heute nur mehr auf. einzelnen BezirköwSekten erhältlich, da der größt« Teil des für Men beftinrmte« Krautes bereits vertäust wurde. Im Übrige« gab eS nur.Rüban, etwas echten Vpinst und sDpinatersatz iu größeren Mengen. Oraugenzukuhren hab«l eine außerordentliche Vtetgeruug erfahre-«. .Der Raschmarkt verfügte heute über 1250 Kisten Orange«, die Kiste m 100 bis 300 Stück, die alle im Lackte des VmmlttteSS verkauft wurden. In der Viktuültenhalle kamen' 300 Kist-e« zum.Verkaufe. Der Stückpreis betrug heute bis K, 2.50, da manche Men sehr große Ormrgm enthielten. Eier waten he«to auf den Märkte» nicht erhMch. ( Weflü^l fehlte vollständig. D.ie Fischmärkte verfügter weder über FlEM noch Mer frische Seefische. Vorrätig waren «nt geringe Menge» von Klippfischen und gesalzEn Schellfische». Die Mschzufrehre» m Oftew». Fyr den Ostwmorkt sind au Fischen eingelangt: 66.956 Kilogramm Mppfifche Stockfische nsm., 2250 Kilogramm böhmische Karpfen. An K? fuhren werden noch erwartet MEKikogeamm. wovon 800 Kilo gramm böhmischer und dir übrigen jugoslawischer Herkunft find* Wnrenn-gnhe der „R-M. Heute Freitag den 18. d. M. ZrniralnteMin, Mk. .rMMffe IS: Rur Ac den XiV., LV. »mb m. Btzirk tyfielwalzgries von v biS IS Uhr und von 8 bis o Nhr. Maaazm,!. RibelnnMaaffe 7 r Kleimakeiten von 9 bit - IC W" ir„ IX., C, M., XHI., XVII,. XVIII, XlX. XXI. Bezirk : Abaeche ravomerter Artikel von 8 bis S Uhr. Kür d«S rahsmrrte O« find Gefäße mit werter Oeffmmg mit-ubviWm. f:; »ra'ait tlX. und Bühne und Kunst. Ans de« Theateen. An der R e n e « W i e n e r B S h «e wird di« Premiere von „Erdgeist* wegen andauernder IndiSvssition d§ yrüuteinS Bergner erst GamStoch den is. d. M. stattfinden. Die Ke die Premiere bereits gelSste» Bileite werden an de» Tages« kassm bis Mnstvr Samstag, 11 Uhr, mngetcmscht «der utfit Hötet filchet die vom vsterreichkfchm Bühmnverei» v«anMltete WohM'MMorsteSmtg am S7.d.M. ' statt. Zur Ausil'chrung gelangt O. F. DrrgS ^1848 , drei M-rr ans .der RevoWonSzeit. rmd Anton LangnS »Eine Vereinsschwerer*, Pom mir Gelang und Tanz in einem W. Mite wirkende: Lotte MedelSky, tzanfi Mete. Viktor Kutscher-, ßerdmand Mstzrchoser, Moritz Mmmann. Leopold Straßmnyw, JntmS Gllobl, Anten Teller Md Hermann Wännw. K»«rme«ttrustk-ALe»v. Fernab vom großen Kouzerte getriese, gab am IL. d.M. die Phuharmomkersamstte 111iuef ein Konzert, in welchem man das Geigenspiel de- Bater- und die werdende Kunst des jungen Crllrsv'n bewundern kointte. D-.iS' Harsenfpiel des Opernharfenisten ließ beamfru, eine wie bedeckt ,same Nolle die Harfe irr Märchen mrv Sage svicln'. Ein Haitß3 schönes Harfentrw von Roderrch B a \> ülrawiichmn^ gab de» Dreien, Gelegenheit zu vollendctnn Zusammeniviel. Erne.jmtga Pramstiü, Frau H »bl, lieb, dem Kon^rrstück für Cello ifrib' Klavier von Dohn an tz < BirNrosilät der Technik, solgie kongenial dem gemalm Zickzack der PopillonS vvn Schumann imb: brachte das 8-äur-FmPrvmptn von Schubert zu schönte Wnluug^ 8üuh da- 8-ckm>Trio von Brahms wurde kimstlerisch wieder-' gegeben. Dr. E. B. i Das MoM-Oaistsplel an dev Reue» Wteuevi Bühne. Für da? MoG-Gastspicl bereitet die Neue Wiener. noch nicht darstellte. Ferner ^Clavrgo" ntzt Mo isst in. der Titelrolle und Herrn Mcrr-des als Beaumarchais und Tolstois „Das: Licht schemet m der Finsternis*, glnchsalls' zwei Stücke, teic- Moifsi in Wien noch nicht spielte. Schllefillch < «Der ' lebende: Lechnam", in dm Moissi bereits m iLorjdhrt an -er Bolks-' bühne auftrat. „Der lebende Leichnam* wird bereits vor dem! GaUpiele Moiffis mit Herm Mendes <fls Fedja an der iftamt’ Wrener Bühne anr Er-ftanffühtlmg kommen. Ob die msprüngbich! projektierten AusfülirMgen von »Faust" und .ftft'rdin von Toledo^: mit Moissi staitfirchen werden, ist noch nicht endgültig, rnt-s schieden. t: /! D«s Mettopok-Thsatox» dessen Eröffnung am 1. Mai: itrtt der Operette -Schwarrwaldmädel" von Leon I e s -s e l? stattsindct, hat folgende Engagements abgefchloffe«: DWei Schneider-Plaut vor» Deutschen Ovenihlrns, Elffe Müller mchi HanS Jabek von der , Komischen Oprr, Karl GMnwald vstn! Theater des Westens in Berlm, lyid außerdem mit Lya Peftmal: vom ZohaM Strauß-Theater. Jenny Burg, Otto Glaser unb-' Josef Kaufmann vom Komödrenhaus in Wien, dann' Mete- Wrld, Paula Metzger, Max Kuttner und K. Kotgnh. Kgvtll". meister Artur Gunmann und Karl Tbonn. Ballettmeister Niki- Freund. Die Oberrrgie führt Direttor.ChnrlS.; Gins r»tevefi»«tt GhrennMre. Das Wiener Gericht i wirb sich in kurzem mit einer sehr intereffanten Klage zu beschSftigen haben, die d,e Mitglieder d' ep J o ses-, städter Theaters gegen den Kritiker emer Wimor TageSeeiterng wegen Ehreubele digung überreicht haben. In einer vorwoelngen Nummer deS ^Neuen Tag" war ein mit „$teß* Unterzeichneter Arlne! des Künkers dieser Zeitung,'Paul Frank,, erschienen, ip dem hre tags zuvor stattgefundene Schauspiele sammlrmg im Oesterreichischen Bülmenverein glossiert war und der den Passus enchiett: Bon dem Ensemble des Josefftabtrr Theaters bat mgn gelesen, tzesr eS voWHUq erschienen war und sich als Atzhünger des ytremen -Kommunismus erklirrt hatte, eine Eröspmng, Wr die man ihm, dankbar sein muß, da man endliche erfahren hat, was die Herren eigentlich sind, von denm mamjch schon vorhte yant wenige für Schauspieler acholim hat. Dw; t'chaickpmer des Jpftsstädter Theaters fühlen sich nun durch diese uslafflma in ihrer Ehre verletzt und erheben gegen Frank tic- Ehkenheltedigungsklage, deren Ausgang Ar das BcurteilttugSrecht' des Krttikers im allgeureium nicht unwesentlich ist. / . Lesavv M aeearr geftsoven. In Nom ist ■ im Altep porr 6S Jahren der rtalrenische Freskomaler Cesare M a e e a r r gestorben. Bön srirrrwWerken sind bre von ihm ausgesiihrten FreswgemAde in der Kirche von Loreto sowie jene m der Aula deh Senatsptllastes dis hervorragendsten. «chm vt» b» »MUrru Awktatt' w» A Mterr sammlmrg, S e i tz,, rmd deS GektionSchess F o r r st e r irr. Betretung des UntechaatssekreturZ Glö ckelÄnterrichtSarnt) statt. Memtnr mWUeNschcht Die „Tat" nnS her geistige AntrsemMsmzkS. - LZalter Ratherm», dessen großzügiges Aufbansystem ber R-ohstvWchenmg Drutf^land Jahrs hindurch vor/ dem Schlimmsten bewahrt hat, stsht inmitten des dsutscheu Salbes wch immer isoliert. Nicht, nur, daß fctete der seit dem Znsammriröruch der Reaktion «ns Ruder ge-ammenon Regierungen einen Platz für ihn hatten auch ftiste Bücher, in denen er, früher als andere, di» „Mechanismeung des Geistes" erkarmte, und dem Dplt-, dem er sich zugehörig fühlte, Wege zu ewern umfasseird'ün Neuaufbau der Gesellschaft wies, fmd trotz der h-»hen Auflagoziffsrn isoliert geblieben Rathenau rst ur,d bleDt der Fremdling. Er Hst so sehr mi^ dem dvpp^.rt3n Mißtrauen zu rstmpsen, welches in rhm den Jude» und de» GroHiudttstrietten sieht, daß er nrcht zur öetbwfen Einwirkung cuf das politische Leben gelangen kann Feiner empfindsnden Deutsche» wird das allmnhlrcy zn- Beschärmmg, ifnd so ruft endlich Paul Eber har dt in der dem vmttschen Geist dienenden Zeitschrift bre „Ta^ (Verlag Ditzderichö, Jena) lerne deutscher: Natrons genossen zur Einkohr auf. „Unsere Größe seit den Fünfzigerjahren", bereutet er hier, „bestand in nichts anderem, als daß wir alles anders klein sahen. Ans dett Ismen wurden die Antis, cmS Schwärmer« ien der Dünkel. Im materielle» Kampf mag das etwas. andeM sein, aber bevor wir im Geistigen nicht wieder imstande sind, eine Wer mit reinen Auge» zu erfassen, sondern immer gleich tot Blick die Gier zum Herab fetzen haben anS selbstischen, völkischen, blödsinnigen „Gründen^, .jo lebe wshi j-dem anständigen Mrchhen, du armes Zandj" ' - Os- Sembepas« Judenpogrom^ authentische Darf« Josef Bendov, Benag M. Hickl, Mm 1919, Der Rr Darstcüuns von Joles Benson, Vertag m Hmi, Mm ist», urer Verfall!'r ist ein vvrMicher Kenner der polnischen und wi'ttschaMchrn Brrhäktniff? in Ostgalizien. DaS Buch enthält neben einer tuformterende« Einführung eine. auSg^eichncie ZttfamnlensteÜtin.a antheMchm MaterwlS, Faksimrledrucke und Motoaraph:en, die eine dmteichere Sprache reden als alle schriftlichen DarsteÜlrngen. Eg tat sehr not, daß eine solche Materialsammlung veröffentlicht wurde. Wer eine» Blick in sie geworfen Kat, wivd wissen/ was er' von j«wu polnWm Beterrerunäeu zn halten hat, die alle barbamchea Heldentaten der polnische» Legionen m Lemberg, m: PivSk und überall als Kmnpf gegen den Bolschewismus *ii ent-1 schuldigen fachen. »8vktave Mtrbesus Manuskripte. Dieser Tage wurde» in Paris die Manusknpte Ottave Mirbeaus versteigert 'und er-, zielten recht bchmtende Summen. So wurden für „I,s ^sr , w® und fite den -Abb< JKtles4' 11SS Franks ge»aW; «J1® Änumst «NM» kMM»v ä» chs»dev* boachte 8000 Franks «te« ä«s Sn^xLoss" gar Lv-S Hr«M.. Mickcau ließ ict« cit mtk SmkH mrsSchGz ..« mMft

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