Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 84 (12.4.1919)
- Date
- 1919-04-12
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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M' . Sette 8 Wien, Samstag ^- ■ -' ■^-■•v|'i. ,■ -—...•^a.—--.-’-- - — - .- •'; j Lelgmaren für Mindefkdemittelte. Nutzer der allgemein mrsgegebenen Zerbuße an B o h n e n wrrd an die Belitz« der rosafarbigen Emkausscheme für Wohllahrtsirisch in der 98. Woche T e i g w a r e, hergestellt aus Mehl ans der englischen Lirbesgabensendung, in den bekannten Ständen rmd Geschäften der Grotzschlächtertt gegen Abtrennung des Abschnittes 15 an folgenden Tagen abgegeben: A bis k Montag den 14., 6 bis X Dienstag den 15^ bis kl Mittwoch den 16. imd 8 bis Z Donnerstag dm 17. April. Jede Person des HauZhalteS bekommt 10 Dekagramm MM Preise von K —.10. An die nnentgelküchen Speisesiellm. dir offenen Kriegsküchen und Wahlfahriinsiuute, die sonst Pferdefleisch beziehen, wird in der 106. Woche für jeden Kopf V* Kilogramm Bohnen zum Preise von kl 1.-— abgegeben werden. Erhöh««» der Höchstpreise für Kunsthonig und Zvckerfipnp. Amtlich wird nntgeteilt: Infolge brr Erhöhung des Preises des ans dem tschechoslowakischen Gebiete zur Lieferung gelangenden Jndusinezuckers . ist auch eine Erhöhung der Krens für Kunsthonig und Zuckerftrup erforderlich geworden. Die Kleinverfchleißprelfe für Kunsthonig stellen sich nunmehr auf X 8.20 beim Ausstich aus Fässern, Kübeln oder Eimern, auf K 8.90 denn Verkäufe in Glasgefäßen oder Papnrpakete». Zuckerstulp kostet K 7.90 Pro Kilogramm. Abgabe von Oel. In der Woche von 18. bis 20. April gelangen der dm städtischen Butterabgabestellen und bei de» Konsumentnwrgcmisat tonen 6 0 G r a m m O e l pro Kopf und Woche zur Lerttilnng. Der Preis für 60 Gramm beträgt ULY. - - Warenabsätze der „RohS". \ Heute Samstag: Zentralmagazin, VIA.' Bezirk, Piariftev« gaste 19: Wirsingkohl pro KilogrammK 2.40,primaOrangen^sorcmge her Vorrat reicht, vvn 9 bis 1 Uhr. — Um dieselbe Zeit im Magcqur, l. Bezirk, Nibelungengasse, diverse Kleinigkeiten. — II.,UI.17., V, IX, X., XU, XVII,, XVIII, und XIX. Dezirk: Rahonierte Waren rmd Kleinigkeiten. — XIII, Bezirk: , Wirsingkohl und räsoniert« Ware. — XXI. Bezirk : Rayonierte Ware von 2 bis Jüdische Gemeinde. Die Kultnsrvahlrn in Linz. . Aus Lütz wird uns berichtet: Bei ganz außerordentlicher Btittligmrg (37 Prozent) der Wahlberechtigten fand am 6, April die Wahl m die Lenzer Kultusgemeinde statt, die dank einem veralteten Wahlmadus, dem Majontärssystem, und dem geschickten Fang der Wahlvollmachten der Juden in den Landbeurken Oberösterreichs durch die Gegenpärtri zwar dem jüdlschnationalen Gedanke« keme Vertretung in dem Kul'.usvorstaud vn-schasttetr, jedoch einen glänzenden Beweis lieferten, daß es ihm m der fwcitft Zeit, die seit Krlegsende für ferne Propagierung zur Verfügung , stand, gelunaen ist, eine ausschlaggebende Anzahl von Juden m Lmz »md Oberösterreich für sich zu werben. Die Liste der sogenannten Iüdischdemokratcn, unter welchem Trte! sich alles vereinigte, was aus irgendeineul Grunde dem iüdischen Bvlksgedanken geaenüb erlrat, erhielt 59 Prozent der abgegebenen Stimme», wahrend die jungjüdlsche Wählerschaft, die Nationale» und chnen nahestehenden Kreise 41 Prozent gewannen. Für Lenz, selbst ergab sich em Kräfteverhältnis 1:1. Unter den Gewählten bestnden sich unter anderem' der bisherige Vorsteher Benedikt Schwager und Vorsteher-Stellvertreter Dr. Hermann.Schneeweiß. Trotz dem ungünstigen Endresultat kann behauptet werden, daß auch dieser Ausgang einen Erfolg darstellt; das bisher in kleinlichem Psahlburgrrrum sich bewegende jüdische1 Leben i» Oberösterreich hat sich zu höherer politischer Stufe erhoben, das Interesse am Judentum ist auch in den lauesten Gemüter» gestiegen; die Gegner werden ihres Wahlsiegesnicht recht froh.' Sie Wen die Ungerechtigkeit, daß ein blmdes Spiel der Zahl eme so starke Schicht entrechten konnte und wissen, wie ungeheuer die Stoßkraft der jüdlschnationalen Bewegung gerade durch diese Wahlfchlacht gewachsen ist. Kommunales. 1 Schaffung einer FranerrfürsorgeaMon.- Gestern vormittags fand im Gemeinderatssitzungssaale die feierliche Schlußsitzung der FräÄenhilfsaktiorr im Kriege statt. Der Leiter der Aktion, Obermagistratsrat Dr.. Dont erstattete einen kurzen Tätigkeitsbericht und sagte dann: Es war der Wunsch des Zentraldamenbeirates, diese Einrichtung jaus der AriegSzeit in den Friede« hinüber zu retten und dieser Wunsch hat zur Abfassung folgender drei Leitsätze geführt: 1. Die Frauenhilfsaktion soll im Frieden unter dem Namen F r a u e n f ür sorge bestehe« bleiben. L. Da sich die Frauenfürsorge t» der Gemeindeverwaltung als notwendig erwiesen hat, wird die Forderung gestellt, eine von den Krauen aus geüb te Fürsorge in daS Gemein destatut aufzunehmen. 3. Die Frauensürsorge hat in erster Linie ei»«n zentralen Dienst für d« Esezirk ials AuskunftSstelle, ^sowohl für die Parteien zu versehen, als auch für die,Geinein de und die Vereine die Verbindung zwischen Hilfesuchenden > imb H llfesgewähreude« herzustellen. Sache eines Komitees ander Frauenhilfsaktion sei es nun, sich mit der Ausarbeitung dieser Leitsätze zu befassen-. Da» Kontodorrentarrlchen der Gemeinde. Die dom Stadtrate dem Bürgermeister erteilte Ermächtigung, bei der Länderbank ein Kontokorrentanlehen von 50 Millionen Kronen *«tt jeweiligen W e ch s e l z i n S f« ß der vsterreichisch-nngarischen Bank — nicht '.vie attttft gemeldet wurde, mit 1 Prozent über bti» Bankzinsfuß — aufzunehmen, wird bereits am kommenden Dienstag den Gemeinderat beschäftigen, der an diesem Tage m» 4 Uhr nachmittags zu einer Sitzung Zusammentritt. Errichtung von Luft- und SonnenlkesestSttey. Acker AnMwg der, Frau Dozent Dr. Grün selb brachte Stadtrat Melcher in der gestrigen Sitzung des StadtrateS eine« Antrag a»f Errichtung von Luft- und S s n n r u l i e g estatten m öffentlichen Gärten für aus Spitälern vorzeitig rnllafseue Kinder ei«. Der Antrag denkt an die Schaffung einer 5>mmisatiorr, die es sich zur Aufgabe machen soll, in deu öfsentlichenGärten, wreSchönb runn, Prater, Belvedere usw. Plätze herzustellen, wo die ans derSpi t a l spflege entlassenen Kinder tacksisber.i« der Sonne liege« könnten^Die ärztliche Aufsicht würde de» Spitalsärzten obliege», denen Megeschwestern beigestellr werde» müßten. Auch für b« Verabreichung der Mahlzeiten an die Kinder solle,Sorge getragen werden, woftir eventuell eilt kleines Entgelt a» leisten wäre. Der Antrag wurde mit Mrksicht ans das herannahende Frühjahr und ans die ^iotwendigltit der raschen Durchführung der dringenden grschästsordnungsmäßigen Behandlung rvgewtefen. __ Wiener Worgenzeituttg . - i,.. ,,....im Bühne und Kunst. Richard Strmch-Rnmmel. Zwischen Herr Fragen, ob wir - sozialisiert' werbmi, ob -er Friede endlich geschlossen wird und die Hungers ratiönen sich in legaler Form erhöhen lassen, ob wir zu Deutschland gehören werden oder nicht, bewegt eine bange Sorge das Wiener Herz: Kommt der Strauß nach Wien oder wird er sich denken, was ihm mancher nachempsinden kann? Die Presse schürt die Aufregung, gießt Del in die Flammen. Urplötzlich ist eine „Affäre" aus dem Boden geschossen. Worum handelt es sich? Strauß wird von den Geistern des Ruhmes, heuen er sich nun einmal verkettet hat, nicht mehr freigolassen. Die öffentliche Neugier zerrt ihn immer wieder aus seiner Komponisteneinsamkeit und will ihr Schauspiel haben. Strauß soll unsere Oper leiten, soll gastieren, in Berlin Direktor sein, Strauß in allen Gassen. Man sucht kaum mehr den Menschen und Künstler, der faszinierende Name winkt, er soll zum Lockmittel für sensationelle Ausführungen, zur Grundlage für erhöhte Preisbildung werden, für die Hausse der Agioteure, dip Delirien des Snobs. Auch Men, das feine künstlerischen Kräfte irr Arbeit heißlaufen läßt, um sie dann recht kühl zu behandeln, hat diesen Star zu fesseln gesucht. Damals konnten wir zn der immerhin anständigen Bezahlung noch eine kleine Standeserhöhung zulegen. Heute wird der Fürst der Dongeschlechter darauf verzichten können, zumal es verboten ist. Was aber bieten wir jetzt außer österreichischen Kronen? Unsere Marke als Musikstadl könnte reizen, aber die Musikpflege der letzten Jahre hat nicht immer die Anlage gezeigt, die Führung in der Welt zn behalten. Das Wer! Mahlers ist langsam zerbröckelt, es stehen wohl noch glänzende'Säulen und der feste Grund des Opernorchesters, aber engherzige Bureattkratie und ungesunder Kastengeist haben viel in diesen Bereichen gesündigt. Die falsche Richtung zeigt sich eben in der Opposition gegen Strauß. Denn die wehren sich gegen dasWerk des Mannes,' während man höchstens der zu erwartenden Ausschlachtung des Namens entgegen trete» sollte. Daß ein einzeknör freie Hand haben mutz, wenn er wirke» soll, hat man im Falle Mahler erlebt. Schenkt man Strauß Vertrauen, dann muß man ihm auch Entlassungen gestatte» und die Opposition der Erbemgesesserren dürste Sein Hindernis bilden. Gewiß tut uns ein Künstler not, der die Herrschaft beS Geschäftsbetriebes und der kaltcn Routine bricht. Hat man Strauß berufen, so möge man ihn gewähren lassen. Unwiederbringlicher Schaden käun unmöglich gestiftet werden und wir hätten eine Persönlichkeit mehr. So aber sind wir auf dem besten Weg, zu verlieren, was wir kaum gewonnen hatten. Dr. K. M. Die Präsiderrtemvahl iw BähneNverein. Am 17. d. M. findet im Oesterreichischon Bühnenverein die Neuwahl des Präsidiums der Standes- und Interessent«»- Vertretung der Ssterreichischen Schcmspiel« statt. Die Neuwahl, die diesmal von ganz besonderer Bedeukrmg ist, da dem Bühnen verein und seiner Leitung bei der kommenden Sozialisierung des Theaters eine wesentliche Aufgabe zufallen wird, weckt diesmal die besondere Teilnahme aller beteLigtrn Kreise. Es wurden nümkich schon in den während der letzten Wochen häufig abschaltens« Dslegierten-Sttzun gen und Obmänner- Konferenzm der Lokalverbänd« der einzelnen Theater »mterschiedlühe größere. Projekte kr Beratung gezogen, auf Grund deren Kne großzügige Koorg«isierung des BühnenvereineS erfolgen soll, der in Hinkunft als Vertreter der straffer fassenden Schauspielerorgmttsationen z» einem politischen und wirtschaftlichen Machtsaktor ausgestaltet werden soll. Im Hinblick hierauf soll auch ein ne»eö ArSeitsprSstdium an Stelle der bisherigen Funktionäre treten, die ihre Stellungen hauptsächlich als Neben- und Ehrenämter versahen. Zum Präsidenten bürste aller Wahrscheinlichkeit nach Karl Forest vom Deutschen Volkstheater gewählt werden, der schon in der - letzten Zeit eine überaus rege politische «ck soziale Tätigkeit entfaltete und der GchanfPielerorganisaLio« durch sei«« Verhandlung«: mit dem Dtaatsrdt mrd den Direktorenverbänden wertvolle Dienste leistete. Für sein? Wahl' setze» sich die Vertrauensmänner des Burgtheaters, der BernchEührre«, der Karczag-Bühue», des Jofefstädter-Therrter-, des Lustspiel- Theaters «sw. besonders rege et«. Für die beide» Bizepräsidoätenstellen werden Paulje« vom Durgtheater, der bisherige Vizepräsident Lehrer «nb Ludwig Stärk von der Neue» Wiener Bühne in Betracht gezogen. Eröffnung einer FUnrbörse in Wie». Der nengegründete Verband der FUnckarstell« eröfstret am d. M. eine eigene Filmbörsr i» Wien, die das geschäftliche Zentrum für alle FUmdarsteller, Kegiffture und Bevollmächtigte der Filmfabrikanten werden soll. Es soll hierdurch die Möglichkeit geschaffen werden, die FilinengagcmentS «nbehinbert von fremde« Memeuteu, in einem eigenen Raum bei gleichzeMger liebersicht des Angebotes z» voltziehe«. DäS Präsidium des. Verbandes besteht ans den HierM Karl Forest, Bol-Hckgel und Barkay. Wup tzey Theater«. Im Wiener Komödie st ha»S beginnen die Dorsiekftmstm ab Samstag den 12. April «achnlittagS um S Uhr und abends %1 Uhr. - ,D-e, N e u e/W i e n e r Bühne bringt Dienstag de«' 15. d. M. bannt stcke» her ^Btichse der Pandora" austi der erste Teil her 8»lutragäd'»e t« »prckpla« «schein, WckekmdS ,E r o° a e i st^ mn mswmert rmd neu besetzt zur Aufführung. Spielltttturg: Gmil Geher. Im Deutschen Bolkstheater wird Montag den L4. d. Mv e Rbr abends, G r i l l PM r K e r s Trauerspiel 12. April 19ld ' 84 »D i e A b n f r a u" (zu volkstümlichen Preisen ohne Bormerkgebühr) airfgefübrt. . In der. nächsten B o l k S t h e a t e r n o v i t 8 t ^Pharisäer von Karl Sliboda, dem Autor des Lustspieles „Am Teetisch", daS den Lohnkampf ländl'cher Arbeiter behandelt, sind die Hauptrollen mit den Herren Klitsch, Kundert, Liebl und Frl. Wüldop) besetzt. , , , Vorlssnng G. Schor. Am 1. Avril fand im Saale des Ingenieur- und Archttektenvereinss eine Vorlesung .des jiddischen Dichters S. G cho r aus eigmen Werket: statt. Man steht itt ihm einem reifen und formgewandten satirischen Talent gegenüber, das noch .Steigerung ervoarken Mt. Seine Satire ist schM, aber sie baut sich ans ftnttn Gmnde lächelnden Ucker-den-Dmgen- Stckeqs und doch Mit-ibnen-Flihlens auf. der de» Humoristtt» n» Gegensatz zum Witzlmg keWeichnet. P:e Gedichte und Pryfgsiücke — zum Beispiel „Die Schachpartie", ein Kabinettstück vD Deobachttma und Schilderung. — übten auch, im Verein chit dem-vorzüglichen Vortrag des Dichters,-^- dir lebhafteste Wirkung Ms de» gut besetzten Saal.. --- Den Abend ftbloß ein>ebenfalls mit großem Bestall anfgeypmnlmer lyrischer Zyklus ak. ' Reue Gagenforderunqe« dev Wiener .Schauspieler. In der letzten Obmünnerkonseren; der Lokalverbäüde der Wiener Bühnen wurde einheitlich ein Beschluß gefaßt, düstch den die Direktoren sämtlicher Wiener Bühnen a«sgefordert werden, ihren Mitgliedern, je nach dem Leisiungsvennögm der einzelnen Bühnen, einen einmalige« größeren Equipienmgsbeitrclg zu leisten', da die verteuerte LebeirSsührmetz. es den Scbauspielem mnpöglich mache, von ihren Gagen auch die nötigen Gardetobe- Anschasinngen zn bestreiten. Dm Direktoren wurde eine fünftägige Frist zur Stellungnahme über diese Forderung eingerüumt, nach welcher im Eventualialle entscheidende Schritte von den Obmännerkonftten; m Aussicht genommm wurden. Matinee des Palästinaamtes. Das Palästina-' amt veranstaltet zugunsten seines Schulungsfonds Sonntag de» lü. Apr8, 11 Uhr vormittags, iw großm KonzerthauSsackl eine Matinee mit folgendem Programm: Schubert: Die Allmacht, Halsvy: Arie rniS der (Elise Elizza), Klavieistücke von Mozart, Chopin, Navett (Margarete Gelbard), Balladen' und Lieder von Löwe- MtznsO -Gtrariß (Fritz F.e i n b a l S), eine Novelle von Theydoy Herzl: ^Trubels Tränen (Harry Walde«), Klavierbegleitung: Leo Rosenek. Karten bei G u t m an n« N. L ö w i t, ll, Rotenttmnstraße 22, und der Der k a «f Lstelle des Jüdischen NationalfonhS, II., Schmelzgaste 7. ' ' Die kleine Herzl-Radkernng vo» Stvnck. Diese lehr beliebt gewordene 'wirklich künstlerische Zierde jedes jüdische« Hauses, die lange yicht zu haben war, ist jetzt wieder eingetroffe». Preis rmaerahrnt X 5.50, in lchönemschwarzen illahmen % 15.—. — Den Freunden jüdischer Musik fti die soeben erschienene Gesamtausgabr der .Jontesilieder" empfohlen,'zu der Budko. einnt künstlerischen Einband entworfen hat. In 11 Abtttlnngen en.chalt dieses Album Lieder zu allen jüdstchn: Feiertagen in der meistere hafte« Bearbeitung von Arno Nadel. Preis £ 24.-% Zu beziehen durch R. Lvwit, Wien, I., RoteMnrmfft'aße 22. . Sport. Der Vorsprung Amerikas im Sport. E8 ist eine feststehende Tatsache, daß Amerika allen Muderrk de§ Festlandes im Sport weit 'voraus ist. Der Ainmkqner hat sich aü8 den verschiedenen Systemen Englands. Schwedens mw. das B^ste entnomryen, auSgevcmt und ergänzt jn einer Weist, M wir als eine besondere amerikanische Art der körperlichen Erziehung anfprechen müsse». Will man jedoch/«ne Methode finde», so kommt man darauf, daß ihr System eigentlich eine gewisse L' Systemlostgkeit ist. Daß die Amerikaner trotzdem allen voraus sind in der körperliche Erziehung mrd daß ihre verblüffenden Leistrmgen bei den olympischen ,Spielen begriindet sind, rst aus eine besirre körperliche Ausbildung der gesamtett Jugend zurückzufGre». Jn der richtigm Erkenntnisdaß sich die hohen Kostm für Arankenvsteae, Siechen-, mrd Armenhäuser durch Schaffung. sportgerechter Spielplätze mindern werden, hat Amerika in allen Städten Svort-- mrd Spielplätze, die unser sachgemäßer Leitung jedem kostenlos zerr Veriügrmg stehen. Sie alle sind Modernst «»gerichtet; es fehlt nicht a» Turnhallen, Tennisplätzen, Schwimmbassins, Anlagen för Leichtathletik und Fußball. Der Amerikaner sindrt eben im Sport einen Lebensgenuß. Er schätzt in ihm diejenige Eigenschaft, die die Leibesübung nst 8itm Sport macht, daS Streben »ach höchster Vervollkommnung, und er erwartet von der Jugend die beste Entwicklung für dlÄ Aufwärlsstreben seiner Nation. Osterrnndspiele. Der Doppelleiertag bringt zwei große Nundspiele. In Hütteldorf treten am Sonntag und Montag die Vereine Raprd, W. A. F., Sportklub, Amateure und Wacker in die Schranken, während im Prater mit der Konkurrenz sogar schon am Samstag begonnen wird. Aus dem W. A. C.-Platz svielm Rudollshügel, F. A. C., Hertha, Simmering, Gnmania (Schwechat) und W. A. C. ' Futzballspiel« der Bolkrorvehr. Am 30. April. d«n Vortage der großen Maifeier, veranstaltet die Dollswehr aus allm Wiener SvottMiren F«ßballwetckpiele, deren Ertragnis einem Fonds UM Erbauung eigener Sportplätze, die im Prater, aus der Schmelz Md ans der Simmerin-er Httde projektiert sind, zu-- ftießrn soll. Leichtathletische Wettbewerbe de» W. A. S. Am Sonntag xsindet aus dem Prater-Sportplatz ein Vorgabemtttum statt, zn dem die Vereine W.Ä.F., Vienna^ Hakoah und W. A. C. Nenrrungen abgegeben haben. I . Ein StLdtespiel Wien—Berlin findet anfangs Fmir in Wien statt. Gin Sportlehrerftura beginnt in der nächste« Zeit «Wien. 120.000 Kronen Einnahme ergab bei niedrige» Eatreeprrisen das sonntägige Länderspiel in Budapest Der Iüd. Sp. V. Hechawer spielt morgen gegen de» Sp. El. Akademia. Sportklub Häkoah. Hmte, 7,8 Uhr abends, wichtige . Vollversammlung der Fußballsektion. Besprechrmg der Grazer' Keife. ... Der Sportklub Hakoah ln Draz, Die Hakoah spielt am 20. «nb 21. Apnl i« Graz ge«en den Sportklub ..Sturm". Für die neu gegründete Grazer Hakoah ist daS Gastspiel vo» größter Bckentkmg. Dir Jnngmannschaft der Hnkrvah nimmt am 12. md 13. Aprck an ttnetn Dittnier auf dem Hertha-Sportplatz i» Favvriien teil. Hakoah Fnngmannschast! — Sturm 1907 Inn-- mapnschaft l 4; St ,iS : 0), Die Hakoah blieb in d'esem Miete gegen ihre» körpcuich Überftgnien Gegner sicherer Siegö:. I» der Derteidigling stnch Echmorak durch gutes Könnest hervor. Die Hallreche btfmtrtjte; btc Srünnttrechc, besvnder.s aber das Ivveutno Snsckny, chroßnmnn, Eikhans, war der beste Mann« schaftsteil. Bei Sturm war dre Getteidigung gut. D:e Tore er-, zielten Großmann (3) und Eckhaus. Schiedsrichter Trünnur--. t