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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-09 · Heft 81 (9.4.1919) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 81 (9.4.1919)
Date
1919-04-09
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Serie 8' Men. Mittwoch Wiener Morgenzertung 9. April 1919 m. 8i Veredelungsverfahren in -er Tfchecho-Slowakei. den it ft fi it b i fl c lt ö o u b x 1 s-. u n b G,c w c r b c- :! aiiniicni zu überreichen sind und die dämmern diese mit einem Grttackllcn versehen an da-?.Finanzamt weiterleiten werben. Die Befördernngsbeschränkungenfür Getreidein Amerika aufgehoben. Au§ i)c e w - Ä o r £ wird tele- Oi'imfiicrt: D.:c EttuibiihnverivaltttNst hat die B e f'ö r deru n g s-. b e i d) v ii u t u u fl e n f ü r alle Getrcidearr c.n n n r a c h o b cn. Im Anschluß hieran haben alle Haupt-- nnivltc an:!' die r'lnsstellnnfl von Erlaubnisscheinen eingestellte Die Meltkriekskosten. Amerikanische Sachverständige beziisern Meie mit 200 Milliarden Dollar einschließlich der Verluste an Menftbeiileben und ElgcnNmi. Amerika gab 30'/« Milliarbci, Dollar aus, England 40.64, Frankreich 23.4, Italien 13, Kanada ' Der Wechselkurs auf Rew-Dotk ist eines der idmmriflslen englischen Probleme', Amerika kaufte im Kriege von England' 8<>ü Millionen Pfund Sterling seiner Wertpapiere zurück und streckic 2 Milliarden Pfund Sterling England vor, so daß erürres die Macht hätte, große Goldquantitäten von Vondon - an sich zu ziehen: aber Amerika w ii'it schtkcin G o l d, bas London übrigens in größeren Mengen nicht liefern könnte, denn bas Schatzamt in Washington hatte zum Jahresschluß 509 Millionen Pfund Sterling Gold, wozu noch 148 bei den Bundesrelervebanken kamen. Man glaubt an ein Fallen des Pärnbes aut 4 Dollar, was englische Exporte nach A m c v , k a stimulieren würde. Die deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen. Ein guter Kenner der deutsch-amerikanischen Bczichuugen schreibt biernder der ..Frankfurter Zeitung": Die amerikanischen Warenkiaentümer werden ans baldigsten freien Berkehr mit den deutschen Käufern drängen, um dem Risiko eines sväteren Rückganges in der Ke.ninmMr'aus dem Wege zu gehen. Sie rechnen damit, daß Dcnischland der beste Käufer wird. Das Aimb 0 unserer Anläufe wird aber immer wieder die K r e d i t s r a g e sein. Doch der Amerikaner, der die Geschäfte machen will, wird auch hierfür einen gangbaren -Weg zn finden wissen.. So wird schon vielfach von der Absicht der N e w - P o r k e r Großbanken gesprochen, N i e,d e r l a s s u n g e n in Deutschland zu errichten. . Dies sollte vom Standpunkt unserer Finanzen freudig begrüßt werden, denn sic würden uns sreindeS Kapital ins Land bringen, und mün sollte ja nicht diesen Bestrebungen den Weg versverren. Es verlautet, daß ein Bcrtreler der National Citp Bank sich bereits in Dcnischland bestndet, um sich über die Verhältnisse zu orientieren. Das Foreign Departement dieser Bank in New- Pork beschäftigt setzt angeblich cm größeres Personal, als das ganze Institut vor dem Jahre 1914 hatte. Sie hat im Dezember 7 ne u cF i l i al e n i n S ü d a me r i k a und Kuba errichtet und;verfügt im ganzen über 45 ausländische N i c.d e r l a s s n n g e n. Die Niederlassungen beschä tigen sich außer mit reinen Bankgeschäften auch mit Handclsauskünften v'yd mir der Möglichkeit, amerikanische Waren und amerikanische Kredite zu placieren. — Während der letzten Wochen sind zahlreiche amerikanische -Geschäftsleute in den. n e n 11 a l c n^ N achbarländer n eingetroffen, von denen man sich erzählt, daß sie auf den Zeitvunkt warten, mit Deutschland .Geschäfte machen zu dürfen. Die amerikanischen Firmen wollen Geschäfte nicht durch das neutrale Ausland tätigen, soiideru, wenn der Zcitpiürkt dazu gekommen ist, mit D e n t s ch 1,1 n d direkt in Verbindung treten. Unsere Behörden iollren den ausländischen Kanfleuten bei der Einreise nach Deutschland keine Schwierigkeiten entgegemtelleu und auch Miseren Kanflenten, die geschäftlich nach dem Auslande wollen, die Ausreise rncht mmötigcrweise erschweren." Eine gemeinsame.EnLenteanleihe wird von Lnzz att'i möglichst unter Beitritt Amerikas zwecks Sicherung der meistgeschädigten Elitcnlcstaaten 'empfohlen. - -Wiener Börse.. Die Ereignisse in Deutschland übten starke Verstimmung au der Berliner Börse, welche bei Erösfnnng der gestrigen Börse starken Widerhall fand und - zu K u r s a b s ch w ä ch u n g e ii von K 4.— bis K 12.— in dm marktgängigen Werten zur Folge hatten. ImiVerlaufe.des Verkehrs trat zwar eine leichte Erholung ein, doch verfiel der Markt alsbald wieder in G s ch ä f t s u n l u st, womit, ein neuerliches Abbröckeln der Kurse verbunden war. Größere Umsätze fanden lediglich in Skoda- A f 11 e n statt, tllnch int Schranke n war bei verminderter Tätigkeit eine gedrückte Stimmung vorwalteud, Navigazionc fielen mn . K 200.—, Dampfs ch i f fsahrt-Aktien erMßigten sich «imn 29.—, H o l zhandelsgesellschaft um 42.—., Dagegen erzielten, Lloyd -Aktien eine Besserung von K 50.—. Aiif dem Rentcnmarkte haben österreichische Notenrenten um 3/< bis 1 Prozent im Preise angezogen. Im übrigen verweisen wir aus nachstehende Schlußkürse: Industrie-Unternehmungen. Allgem. Baugesellschaft —.— (— —Nnioubau 340.— (— Wiener Baugesellschaft —.— (— —, Wienerberger Ziegel — (— —Liesmger 552.— (-.—), Sarajewo Akt.-Brauerei —(-.—), Aussig Chem. 1140.— (— 30.—), Brosche Spirittrs —(——.—), Karborundum 748— (—7.—), Holz- Handelsgesellschaft 695.— (—42.—), A. E. G. Union Elektr. 690.— (-.—), Siemens Schuckert 443.— (— 12.—), Alpine 753.— (— 10.—), Austria Email —.— (-.—), Berg n. Hütten 1650.— (-.—), Poldihütte 907.— (4- 2.—), Prager Ersen 2330.— (-.—), Rimamurany 770,50 (— 7.50), Skodawerke 687.— (— 2.—), Waffenfabrik 951.— (— —.—), Salgo Tarjaner 790.— (-.—), Trifailer Kohlen 639.— (— 1.50), Ung.Allgem.Kohlen —(-Urikany -778— (— 24.—), Westböhm. —, (— —.-—), . Brunner Maschinen —♦— (-.—), Heidt—.— (r——),LokomottvSigl —(-.—), Simmeringer 500.— (--.—V Elbemühl —(— —.-—), Leykani 587— (- 3.-), Karpathen 1898— (— 22.-), Galizia1280.—(—22.—), Fezfabriken—.— (-—),Schoeller Zucker 1168.— (— 20.—), Böhm. Zucker 1300.— (-.—), Oesterr. Eisenbahnverkehr —(-Türk. Tabakreflie 1190.— (— 9.—), Türkenlose 416.— (4- 5.—), Krupp A.-G. 534.—(—6.—), Nuston 513.—(—6.—), Fiatwerke 902.—. (—28.—), Veitscher Magnesit 2100.— (—30.-). Transport-Unternehmungen. Adria2090.— (4- 20.—), Ausstg-Teplitzer —.— (-.—), Buschtiehrader lit. A. — .— (-.—), Buschtiehrader lit. B. —(-.-?-), Orient3 bahnen 1794.— (— 18.—), Donau-Dampf. 1760.— (— 29.—), . Ferdinands-Nordbahn 5000.—(-.—), Lloyd 4050.— (-h 50.—), Navigazione 6300.— . (—. 200.—), Staatseisenbahn 889.75 ■ (— 4.25), Lombarden. 145.50 (— 3.—), 3% Südbahn- Prior. 328.— (—7.—), IStaatsbahn Genußsch. 455.—(— 1.—) Renten. Mawente 83.— (4-1.—), Februarrente 83.25 (4- 1.—), Oesterr. Kronenrente 82.75 (4-.75), Oesterr. Goldrente —.— (—' —♦—), Ungar. Goldrente (-.—), Ungar. Kronenrente —(-.—). Banken. Anglo 389.— (— 6.—), Bankverein 425.— '-.—), Bodenkredit 1060.— (—5.—), Kredit-Anstalt 597.— (— 7.—), Ungar. Kredit 695.— (— 43.—), Depositen — (-.—-), Länderbank 416.— (— 6.50), Unionbank 500.— (— 8.—), Bcrkehrsbank 332.— (— 6.—), Zivnostenska 548.— (4- 4.->. - f Berliner Börse. < - Berlin, 8. April. (Korr.-Bür.)-Die drohende-'Ausstandsbewegmifl im Berliner Bankgewerbe berührte die Börse zimächft wenig. Sie zeigte' eine bemerkenswerte Widerstandskraft und hat den gestßig'en Rückschlag" ziemlich überwunden. Ausländische Aktienwerte, mit Ausnahme derngut behaupteten;Türkischen Tabak-Aktien, besserteik sich um 3 bis i; ProMt, Montan-, Rüstungs-, Farb- und Elektro wen c mn 1 bis> 2.Prozeut, wenn, auchf hin upd wieder' Rückgänge in gleichem Ansmäße bei einigen' Papieren zu verzeichnen waren. Kanada- und 'Steana Romän'a-Aktien - gingen svrmighast in die Höhe. Auch Kolonialwerte holten die gestrigen Bcrlnste so ziemlich wieder ein. Dagegen büßten Schiffahrtwerte 1 bis 2 Prozent ein. Kriegsanleihe notierte 831/,. Alte heimische Anleihen lagen etwas fester, während sich ungarische Renten' mäßig abschwächten. Oesierreichische Renten sprachen sich-ziemlich * Dip Devisenkurse. Wien, 8. April. (Kurse der Devisenzentrale.) Amsterdam 102755 (1005:50). Berlin 217.55 (217.55), Bukarest 216.— (216.—), Zürich 509 — (502.50), Chnstiania 652.75 (641.75) , Kopenhagen 631.50 (620.75), Stockholm 674.50 (663.50), Mark-Noten 217.40 (217.40), LcftNoten 215.50 (215.50) Schweizer-' Noten 509.50 (503.—)/ Prag, 8. April. (Kurseder Devisenzentrale.) Amsterdam 742.75. .(Etz. Wien 71.-(71—), Berlin 161.25 (161.25), Zürich 371.75 (371.25), Christiattir 477.50 (477.50). Kopenhagen 462.75 (462.75), Stockholm 495.25 (495.26). Mailand 249.50 (249.50), Paris 309.75 (309.75),v London 85.75 (85.75) , . New-Aork —.— (—.—), Mark-Noten 160.25 (160,25), Dtutschöstetreichische gestentpelte Kronen-Nöten 70.— (70.—), Schweizer-Noten 368.75 (368.75). Italienische Noten 247.— (247.—), Französische Noten 305.75 (305.75), Englische Noten 83.25 (83.25), Schwedische Noten 491.25 (491.25), Norwegische Noten 469.— (469.—), Dänische Noten 458.75 (458.75). Anfang Theater für heute. 5 6 6 Vs5 2 V--6 6 6 7.7 7-3 6 Vi6 6 7,3 7/6 6 6 :6 7.7 6 Dnrgthe«rter ...... Operntheater. Volksoper ...... Dentfches Volkstheater Kammerspiele . . . . . Theater i. d. Iofefstadt Neue Wiener Bühne . . Volksbühne . Wiener Komödienhaus Earl-Theater. Theater a. d. Wien . . Raimund-Theater . . . Wiener Bürgertheater. Johann Straust-Theater Wiener Stadttheater. Lustfpiel-Tyeatet: . . > Dentfchösterr. Bühne . O!ss iras. Der Musikant. Mignon. Othello. WohltättgkeitsvorstcllMg. WohltätigkeitsvorstellMg. Die Frau des Debütanten. Der Feldherrnhügel. In geheimer Mission. Kabale und Liebe. Eriwan. Johann Nestroy. Wo die Lerche singt. Schneewittchen. % Die Verliebten. Der sidele Geiger. Eine Ballnacht. Sybill. Der selige Balduin. Kaplan Schindler. Schreibmaschinen unA Reparaturen aller Systeme, Zubehör aller Art, preiswert bet Ferdinand Schrey, Wien, VI.,. Dreihufeisengasse 1. 2y Telephon 2729. lagMaarii — 11 ni'iim t/Si fi TB. STB? Oase <ßan. LRIemergosse 11 Heute und täglich! Bepinn prii/. 7 Uhr. Ende 10 Uhr. 255 a:o k: C@eris*al- Aielier Porträts Wien, XX, « Nur! Nur! Wsliensteinslrasse Kunst- und Gemälde-Salon E. WENDLINGER Tägliche Besichtigung. I., Führichgasse 10. sss ulen Mid Ukraine vrerden in ihren Interesse ersucht, ihre Adressen unter „Exporteinklufer* an die Adm. d. Bl. zu senden. 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