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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-09 · Heft 81 (9.4.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 81 (9.4.1919)
Date
1919-04-09
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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I M78t Bien, Mittwoch Wiener MorgenzMnng Renegatenpsychologie. ' Max Toldscheider, einer jener Iudenftiimmlinge, die ihre Aufgabe darin erblicken,- die Polen gegen den Verdacht des Antisemitismus zu schützen, ersucht uns um Aufnahme nachstehender „Berichtigung": Ich erhalle soeben Kenntnis von der in-der Nummer Ihres Blattes vom 25. Februar erschienenen Notitz unter dem Titel: „Polnische Agenten _ nt Wiener Redaktionen?" Ans Grund der vreßgesetzlichcn Bestimmungen ersuche ich um Aufnahme folgender Berichtigung:, 1. Es ist nicht wahr, daß ich Chefredakteur des Preßdepartcments rm, Mmisternim des Aeußern in Warschau bin. Wahr ist, , daß ich in der polnischen Telegraphenagentnr in Warschau tätig bin und m Ausübung meiner Dienstpflicht für die Verbindung zwischen dieser Agentur und dem Preßdepartrment des Ministeriums des Aeußern sorge. 2. Es ist nicht wahr, daß ich als Mitglied der Familie Goldscheider dazu beigetragen Habe, eine loyale Informierung der Oeffentlichkeit über die stidischnationalen. Bestrebungen zu verhindern. Wahr ist, daß ich als Herausgeber der ehemaligen Zeitschrift Polen in Wien und sonst in niemer mehr als dreißigjährigen Tätigkeit in Wien und in London als Pole meine Pflicht erfüllt habe, zu verhindern, daß maßlos übertriebene und tendenziöse Berichte über Vorgänge in Polen, die in den polnischen jüdischnationalen Blättern halbwegs richtig dargestellt wurden, zu systematischen anttpolnischen Aktionen tm Ausland benutzt wurden. ■- 3. Es ist nicht wahr, daß durch die Tatsache meiner Verwandtschaft mit dem Redakteur der „Wiener Allgemeinen Zeitung" irgend etwas „aufgeklärt erscheint", was dem „Deutschen Volksblatt" nicht ganz klar ist. — Wahr ist, daß ich.im Jahre 1894 durch wenige Monate Gerichtssaalberichterstütter der „Wiener Allgemeinen Zeitung" war — zu einer Zeit, da mein Bruder der Redaktton dieses Blattes noch nicht angehörte — und daß ich seither in keiner wie immer gearteten, redakttonellen oder ngendwie auf den Inhalt dieses Blattes Einfluß nehmenden Verbindung mit der „Wiener Allgemeinen Zeitung" gestanden habe oder stehe. Hochachtungsvoll Warschau, 6. März 1919. Max -Goldscheider. Herr Goldscheider ist stolz darauf, als Pole feine Pflicht erfüllt zu haben. Wir haben leider fpüpen müssen, daß das, was die Polen als ihre Pflichterfüllung betrachten, nichts ist, worauf ein Jude jemals stolz sein könnte. Diesen Stolz gönnen wir Herm Goldscheider und machen ihn nicht streitig. Denn wir setzen unseren Stolz darein, dem eigenen Volke Treue zu halten und allen Entstellungs- und Vertuschungsversuchen zum Trotz Wahrheit zu verbreiten jiber die Verfolgungen, denen dieses Volk ausgesetzt ist. Und dazu gehört, daß wir Renegaten besonders scharf aus die Finger sehen. Ein Sv Millionen-Anlehen der Gemeinde. In der gestrigen Stadtratssitzung stellte Bürgermeister Dr. W e i s k i r ch n e r den Antrag, zur D e ck u n g der laufenden Ausgaben ein Kontokorrent- A n l e h e n von 5 y M i l l i o n e n K r o n e n bei der Länderbauk auszunehmen, nachdem der Gemeinderat aus dein Standpunkt steht, daß ein« dauernde Belastung der Gemeinde Wien dem n e « g e w ä h l t e n G e m e i n d e rat Vorbehalten bleiben muffe. - -- Die Verhandlungen bei den Banken. " Wie wir erfahren, find gestern die Besprechungen zwischen dem Vereine der Bankbeamten und den Direktoren der Wiener Banken zu Ende geführt worden. Bei den Besprechungen handelte es sich hmiptsächlich um Lohnfragen...sowie um die Frage der Personalvertretung. -Die Bankdirektoren haben eingewtlligt, daß die Angelegenheiten des Personals ausschließlich von den Beamten geregelt werden. Von Soziälisierungsbestrebungen war weiter keine Rede. ____ Gin neuer Lehrstuhl für Orientalistik in Berlin. Der ordentliche Professor der orientalischen Philologie an der Universität Greifswald, Dr. Eugen Mittwoch, ist an die Berliner Universität versetzt worden; er wird zugleich eine Lehrexstelle am Seminar für orientalische Sprachen an Stelle von Professor Dr. M. Hartmann übernehmen. Dr. Mittwoch gehörte vor semer Berufung nach Greifswald mehrere Jahre dem Lehrkörper der Berliner philosophischen Fakultät sowie dem . des Orientalischen Seminars au. Er las hier, außer über arabische Grammatik und Epigraphik hauptsächlich über athiopische-Sprache und Literatur. * Sterbefall. Bor einigen Tagen ist in S u c z a w a der dortige Stadtarzt Dr. Jakob Krämer einem Schlag- . anfäll erlegen. In dem Verstorbenen verliert das Judentum der Bukowina einen seiner treuesten und besten Vertreter, die Bevölkerung einen warmherzigen Menschenfreunds dessen, Herz heiß für jeden Leidenden und Armen schlug. An seinem Lachenbegängnis nahm die gesamte Bevölkerung-innigsten Anteil. . "Bevorstehender Streik der Mittelschullehrer. Von führenden Kreisen der Mittelschullcbrer erfährt di« Parlamentspreise, daß die Erbitterung der Mittelschullchrerschaft infolge verschiedener Vorkommnisse, unter anderem des Hungertodes des Supplenten Hron, auf daß höchste gestiegen ist. Die Mittelschullchrerschast stellte daher dem Staatsamt, für Unterricht ein U l t r m a t n m, worin sie die Erfüllung ihrer Forderungen b i s 10. A P r i l fordert, widrigenfalls sie sich freie Hand Vorbehalte und Mittel und Wege finden werde, wobei ihr bereits von anderen Organisationen von Staatsbeamtengrnppen bindende Zusagen gemacht wurden, ihi^ nt jeder Beziehung m ihrem Kampfe beiznstehen. ' . - ■ " Freigabe vou Chemikalien. Eme Reche gesperrt gewesener Chemikalien,, die zmneist für die Landwirtschaft Bedeutung haben, ist freigegeben worden. Darunter befindet sich auch S a l m i a k g e i st. - * Dev gemeinfirme jüdische Hochschulausschutz versendet an die Wiener jüdischen Hochschüler folgendm-Ausruf: Viele von euch leben tu größter wirtschaftlicher Not. Nur wenige sozial denkende Inden sind sich ihrer Pflichten -gegenüber dem armen jüdischen Studenten bewußt; -die meisten icdvch laut euer Los kalt. Darum, iüdische Studenten,, o r g a n iu e i t e u ch. Au sämtlichen Wiener Hochschulen sind 4800 juibii , Hörer inskribiert. Jeder, t> h n c A u s n ä h m e-, trete demvorn jüdischen Hochschulausschuß zn gründenden Srlbsthilfevertni bei. Ihr seid es euch und dcir Acrmsten unter euch schuldig. Erkennt jeder jüdische Student seine Pflicht, so ergäbe der Mitgüedsbeitrag von nur K 1.— riwuatlich den Betrag von bl 4800.— monatlich. Eine bescheidene Summe, aber immerhineine, mit welcher in den krassesten Fallen äußerster Not Hille gelruter werden tönu'.e. Aus diesen studentischen Pseunigeu soll znuachst r,m" Tarlcheuulai'r errichtet werden mit der Bestmummg. den Aej-iusteu nullr euch ciumadge, nach einer getvisscn Zeit ri'ickzahl unvi!-che Datt.'llen zu bewähren.' Dies ist die^uomciUan dru'.rrud'r-' ui'*' r.if'.K nH'.: a u"' r!:-ieb d a re - -A ttiml-der« Srlluthü'eih'vi'ik, :-. Ein Kliid der rfioi. wird -der SeMMcverciu jedoch auch vidi Eintritt konsolidierter Verhältnisse wichtige soziale Ausgaben 11 crfiilie» habeiu jüdische Stick-niicn, tut enreP'lich^unu meioet -'"reu Beitritt au un gnnüi'.jaiuen indischen Hochschulemuchich, cu. Müllnergaffe 03, < Stock. . - '9. AM INS" * Der jüdische Volkssozialismus. Bor einiger Zeit wurde von der Wiener Ortsgruppe „Hapoel Hazair" die Ankunft der Broschüre von Arlosoroff: „Der indische VoMazialismus" angezeigt. Durch eine Verzögerung der Expedition des Berliner Verlages ist diese erst gestern hi«r eingelangt Md kann nunmehr bet Frl. Epstein, H., Taborsiraße 20a (Jüd. Nationalrat) abgeholt werden. (Preis K 4.60). * Mitteilungen des Jüdischen Berufsamtes, ie n, II., Praterftraße 4 3. a) A r b e i t S n a chwetS: Das Jüdische Berufsamt weist allen, die hebräischen Sprachnnterricht nehmen wollen, hebräischeLehrkrüfte nach, und zwar sowohl für Kurse als auch für Einzelunterricht. crner sind für Bäcker. Lohnarbeiter und Kmderpflegepersonal Stellen offen. Jüdische Unternehmungen, die Bedarf an technischem und kommerziellem Personal haben, werden dringendst aufgefordert, ihren Bedarf an uns zn melden! Es ist unbedingt notwendig, daß alle jüdischen Unternehmungen ihre Pflicht ttm bei der Bekämpfung der immer größere Form anuehmrnden jüdischen Arbeitslosigkeit auf allen Gebieten, d) Berufsn u d S t u d i e n b erat u n g: Die Beratmgsstelle muttert täglich mit Ausnahme von Samstag Mid Sonntag von 2 bis 5 Uhr nachmittags. Es werden Auskünfte über die Ausbildung zu verschiedensten Berufen erteilt, die Aussichten und Erwerbsmöglichkeit in dm einzelnen Berufszweigen erörtert, eventuell eine geeignete Ansbildungsstelle verschafft. Alle jüdischen Jugendlichen, die über den zu wählenden Beruf im unklaren sind sowie alle, die durch die gegenwärtigen Verhältnisse oder durch schlechte Erfahrungen zu einem Berufswechsel gezwungm sind, wollen diese Beratungsstelle aufsuchen. Es werdm auch schriftliche Auskünfte für entfernt Wohnende erteilt. * Die Tariferhöhungen dev städtische« Unternehmungen. Aus dem Rathause wird Ms mitgeteilt, daß die lOOprozentige Tariferhöhung der städtischen Unternehmungen im Bürgerklub noch'nichtznm Beschlüsse erhoben worden ist. Mid daßdie nächste Gemeinderatssitzung sich vorläufig auch nicht mit dieser Angelegenheit beschäftigen wird. - ' * Die Slratzenbahn-Stticksahvscheine. Mit Rücksicht ans die Aushebung der Sparmaßnahmen in Industrie Md Gewerbe sind ab 8. d. M. die im Frühverkehr ausgegebenen Rückfahrkarten wieder ab 5 Uhr nachmittags gültig. - ' •' p* Vorträge und Versammlungen. \ Allgemeiner Schutzbund für Kriegsteilnehmer, Sonntag, dm 13. April 1919, um '/»IO Uhr vormittags, im Militärkastno, Wien,- l., Schwarzenbergplatz, KriegsteilnehmerversammlMg. — Jüdische Jugendkurs e: Vortragszyklus des Herrn Rabvmer -Dr. Max G r« nw a ld, Thema am Mittwoch, den 9. Avril, Jüdische Künstler: Max Liebermann. Die Themen der weiteren Vorträge werden rechtzeitig veröffentlicht werden. — Vortrag Dr. N. M. G e l b e r, heute 3/<6 Uhr nachmittags, Cas6 Technik, Margaretenstraße 32 (Bezirksseklion Wicden-Margaretenk. — Donnerstag den lO.dlpril um '/,6 Uhr abends findet im Souterainlvkal des Caf6 Industriellen, I., Konkordiaplatz 4, der IV. Diskusfionsabend des Palästinas m t e s statt. Referieren wird Dr. R e i n e r über „Die Industrialisierung Palästinas". Gäste willkommen! — Donnerstag den 10. April findet um 6 Uhr nachmittags im großen Sitzungssaal der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer, 1., Stubenring 8, eine von der S ch u tz st e 11 c für österreichischeBermög»en im AuSlande einberufene Jntereffentenbesprechuug über die Organisation des Schutzes der deutschosterreichischen Vennögensinteressm iu Ungarn statt.' __ Letzte Nachrichten. Beschlagnahme der HeilmiLtelfabriken, Apotheken und Filmfabriken in Ungarn. Budapest» 8. April. (Korr.-Bur.) Eine Verordnung der Räteregierung verfügt, daß alle H e i l m i t t e l f a b r i k e n, welche sich mit der Herstellung von Heilmitteln besoffen, ferner alle Heilmittelgeschäste, Apotheken und Unternehmungen, welche? sich mit der Erzeugung von Verbandstoffen, ärztlichen Instrumenten^ und Krankenvslegearttkeln befaffen, in öffentliches Eigentum übernommen werden. Eine weitere Verordnung der Räteregierung bestimmt, daß sämtliche .Filmfabriken und, Laboratorien, Filmleihanstalten und verwandte Betriebe ^mit dem gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögen in öffeulliches Eigentum der Räterepublik überriommen werdm. Die Lage in München. München» 8. April. (Korr.-Bur.) Eine KundmachMg des revolutionären Zentralrates' gibt bekannt, daß die ernannten Volksbeauitragten - und der revolutionäre Zentralrat nur ein Provisorium darstelleir. Die endgültige Berufung des Zentralrates und der Volksbcäuftragten könne nur durch die aus dm Wahlen in den Betriebm und Berufen hervorgegangmen Arbeiterräte und der Bauern- Md Soldatenräte erfolgen. Die Führer sämtlicher Regimenter der Münchener Garnison hielten eine Beratung in der Stadtkommandantur ab, worauf sie eine Kiindgebung veröffentlichten, besagend, daß die gesamte Garnison einschließlich der Schutztrupven sich zum Schutz Münchens zw.Verfügung gestellt hat. Alle Plünderer iverdm sofort standrechtlich erschoffen. Di« g e s a m t e G a r n i s o n stehe hinter der sozialistischen und kvinmunistischen Räterepublik. Der Rätekongretz in Berlin. , Berlin» 8. April. (Spät nachts eingetroffen.) In fortgesetzter Sitzung wurde ein Antrag Dr. R o s e n f e l d s (Uuabhäuglger), die Mitglieder des Kongreffes für i m m u n zu erklären, einstimmig zum Beschluß erhoben und ein zweiter Antrag Rosenfilds auf soforttge Entlassung L e d e b o n r s ans der Untersuchungshaft mit 109 gegen 82 Stimmen a n g en o m m e n. In der, allgemeinen Erörterung erteilt der Unabhängige Richard Müller dem Zentralrat und dessen Tättgkeit ein Mißtrauensvotum in schärfster Form, weil der Zentralrat in der Frage der S o z i a l i s i e r ü n g v ö l l i g v e r s a g t h a b e. (Benevai v. Kleist enthaftet. Magdeburg» 8. April. (Tcl.-Komp.) Der kommandierende General v. K l e t ft und einige andere verhaftete Offiziere sind gestern uachnrittags auf ein geharnischtes Telegrannn, das Reichs- ' minister Noske an den Magdeburger Arbeiter- und Soldatenrat gerichtet hatte, wieder f r c i g-e l a s s e it worden. Generalstreik in Magdebnrg. -.Magdeburg» 8. Avril. Die Magdeburger Arbeiterschaft Imt sich zum Streik entschlossen. Das gilt nicht nur für die Unabhängigen. Auch die Nlchrheitsso.flalisten sind zu einem erheblichen Teil der Hand dci- V-'rteifunkttonäre entglitten. Namentlich soweine dem Meiallarbeil-'-^erband angehören. Kommunales. Die kommenden Wahlen. Gemeinderats- und Landtagswahlen. ' Termine für Wien: 8. und 9. April: Ueberprüfung der Wählerkstmr durch die Sprengelwahlbehörden. « 10. April: Auflegung der Wählerlisten. -- q 19. April: Schluß des Reklamationsverfahrensi 20., 21. und 22. April: Entscheidungen über! Reklamationen. \ 23. April: Letzter Tag der Zustellung. ° ' 24. und 25. April: Berufung an die Bezirks^ oder Stadtwahlbehörde. 27.- und 28. April: Erledigung der Prüfungen.', 29. April: Zustellung. '! 30. Llpril, 1. und 2. Mai: Frist zur Behebung eventueller Mängel. % 4. Mai: Wahltag.; Die Auflegung der Wählerlisten. Die Wählerlisten für die Wählen in den Landtag, den/ Gemcinderat und in die Bczirksvertretunzen werden tm Wiener Gemeindegebiet von Donnerstag den 1 0. d. M. aitl bis einschließlich Samstag den 19. i 3R., uni>i zwar an Werktagen von 1 Uhr nachiirittags bis 7 Uhr abends,; und an dem in diese Zeit fallenden Aonntag von 8 Uhv vormittags bis 2 Uhr nachmittags zur - allgemeinen Cinsicht-s nähme aufliegen. Die Amtsrännte, in denen die Wähler-' listen aufliegen, werden vom Magistrat kundgemacht. Wahrend'' der obgencnmten Frist können auch Einwendungen gegen, die' Wählerlisten von den , Wahlberechtigten des Bezirkest mündlich oder schriftlich eingebracht werdm. Die Einsendungen sind für jeden einzelnen Fall abgesondert zu':s überreichen. Die zum Nachweis der Wahlberechtigung not-- wendigen Urkmrdeir sind den Einwendungen beizuschließen. j, Jüdische Wähler und Wählerinnen! Reklamiert Euer Wahlrecht! Alle Juden und Jüdinnen, welche die deutsch-' * österreichische Staatsbürgerschaft erlangt haben und ihr. Wahlrecht zur Nationalversammlung noch nicht aus^ üben konnten, können jetzt das Wahlrecht für denf Landtag und für den Gemeinderat reklamieren. Bureau befindet sich im II. Bezirk, Zirkusgasse 33? Die W ahlleitung. 5 Im gegenwarttgrn Wahlkampf wird es uns auf jede Stimm«, ankommen; darunr ist es Pflicht jcdes Juden mld jeder Jüdin, in den Wählerlisten nachzuschauen, ob sie und ihre Verwandten Md Bekannten dann eingetragen. sind. . . - Besonders aber machen wir auch diejenigen^ Flüchtlingedie erst in letzter Zeit die deutschösterreichische Staatsbürgerschaft erworben haben, daraus .aufmerksam, daß auch sie, bei den kommenden Wahlen wahlberechtigt find. Aber das Wahlrecht mußr ech tz e i t i g r e k l a mi e r t'werden.; Für die Bewohner des IX. Bezirkes haben wir in imfetm Agitationslokal, IX., Wasagaffe 2, Mezzanin rechts, ein Rekla-' m'ationsbureau eingerichtet. Amtsstunden täglich von 10 bis 12 Ub» und von 3 bis 6 Uhr. Jüdischnationales Wahlbureau für den IX. Bezirk.' Wahlbewegung. Die Agitationsleüung für den IX. Bezirk befindet sich nicht mehr IX., Seroitengasse Nr. 10, sondernd IX., Wasagasse Nr. 2, Mezzanin rechts. | Das Hauptagitationslokal für den H. Bezirk be< findet sich in den Räumen des Zionistischen Zentral^ Vereines für Deutschösterreich, II., Zirkusgaffe 33,* I. Stock. i Auskünfte in sämtlichen Wahlangelegenheitenwerden täglich in der Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 6 Ahr nachmittags erteilt. c{; > V üt- D. E. A. Dic uommmcn StaudvnnN nui> Ausdruck xit ncvlcilicu ^Kästen. it teilt den von Jhnm äugerinnt jede Gelegenheit wahr, ihm Wählerversammlungen. Donnerstag den 10. April nm halb 7 Uhr abends findet im großen Saale des Hotels „zum goldenen Schiffs, XX., Treustraße 74, eine Massenversammlung statt. Tagesordnung; Stellungnahme zu den bevorstehenden Landtags-- und Gemeinderatswahle«. Referenten: Abgeordneter Zug. Strickes Dr. Leopold Plaschkes, Dr. Zsidor Schalit. Juden und Jüdinnen erscheint in, Massen! Wahlkomitee für den XX. Bezirk.' Hauptagitationslokal Brigittenau, XX., Karl Meißlstraße 8, Tür 1; ■X- Heute Mittwoch um 6 Uhr abends findet eine Versammlung im Cafs Währingerhof, XVIII. Bez. Währmgerstratze 162, mit. der Tagesordnung statt: „Die Stellungnahme der Juden und die bevorstehenden Wahlen".- Referenten: Frau Erna Patak und Dr. .Arnold' F r i e d m a n n. Juden und Jüdinnen erscheinet zahlreich. Donnerstag den 10. d. M. findet um 6 Ahe abends ün Hotel Arco, II., Notensterngasse 7a» eine Wählerversammlung statt. Redner: ' Dr. Isidor Schalit, Dr. Jakob Ehrlich und Dr. Leopold Plaschkes. Thetna: Stellung der Juden zu den' kommenden Wahlen. ' Eine Berwendungszulage für Mannschaft. N'ach emem Ankaae de° Renmann m der gestrigen Sitzuna des. \ gesamten nichtärztlimcn Samtälsbedievfic!nl eine tägliche V e r w e n d ii n g o X 9.— b e w i l l i g t. die Sanitäts- :!, .Aiürgerureisters , .;ate3 wird btö vom 1. d. M. «*- i ii t a g e . v v n

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