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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-06 · Heft 78 (6.4.1919) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 78 (6.4.1919)
Date
1919-04-06
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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IU Zov ev löft Sen 8in< m zu» ibe« veiz Nische« waS cfe« btt ein, rbe, via cSn. ne«, vor. de« rgvsint bei tic 1 Eltes uni ner. Teil ne, luS> ns« au mgt ribtz tafi niig sini lg«, isch, vev» r« wki. titg« bet« chcr UNi daZ bei.« ilumoiri den mS. srea itti eder nud den. jener* risst baZ ung wir ern. um» Ser* igeZ serr md« lg«, ten, UNS ung luSam, die pisrrii, geu Jensrrl- Ung wir Jen, rnte klich der lche ren. und die das die stelle» ider ^ie pelt nett ■$$' 9t*. 7S 'Wien, Sonntag Miener Morgenzeitung 6. April 1819 Sette V^l einem Jahreseinkommen Vs» 10.000 Kronen und wird einem Einkommen von über 5 Millionen 160.000 Kronen fragen. Es bleibe dahingestellt, ob man dem Main«: mit fest» für heutige Begriffe recht bescheidenen Einkomme» von M.oOV Kronen angesichts der mit jedem Tage verteuerten "^ensfLhrmrg noch weitere Lasten aufbürden kann. Auch sind selbstredend davon überzeugt, daß die Höherittelten auch zu dieser Abgabe entsprechend herangezogen den müssen. Dennoch berührt e§ geradezu märchenhaft, jjtn, tute der 'Staatssekretär Dr. Schumpeter in derNationalanrmlung erklärt hat, ein sehr reicher Mann für den Laib ot 750 Kronen wird zahlen müssen! PDobei zu berück- Ligen ist, daß uns die Entente die Rechnung über, die be- " ^stehende Kriegsentschädigung noch nicht Präsentiert. hat.) x viele Schlüsse lassen sich aus diesem originellen Brotpreis Hen. Und wäre pie "Sache nicht traurige Wahrheit, sie rde fast unc eilt schlechter Witz berühren« , §. B. Der Bolschewismus. g Wien, 6. Aprih .. Bolschewismus ist für viele eine Glaubenslehre, . Mr „viele der Gegenstand panischen Schreckens, ist so recht als „Sozialismus aus Haß" 'zu begreifen. Serstehen wir feie Lehre Dostojewskis - als die reinste Form hjxw russischen^ Alliebe, so ist der Bolschewismus als Miale Lehre die Reaktion hierauf: die reinste Form W Hasses. Gerade in diesem Blatt muß über die Möglichkeit, den Sozialismus auf bolschewistische Weise ,H verwirklichen, eingehend gesprochen werden. Denn Mr zu weit, und insbesondere in Ententekreisen, ist -'lH Ansicht verbreitet, daß jüdisches Jntslligenzpvol«- ftqviat und Bolschewismus identisch ist. ES ist deshalb Mt, wenn an dieser Stelle ausdrücklich konstatiert wird, - Idi-ß wir den Sozialismus nur auf internatioaijatcz Basis für Verwirklichbar halten und deshalb den Völkerbund als den ersten großen Schritt zum ,Sozialismus begrüßen. . -s Der Grund für diese Ansicht ist sehr einfach: Tatsache, baß W unsere Volkswirtschaft nur im Zusammenhang mit allen anderen aufrechterhalten f. Hirnen — heute mehr denn je -— bas heißt, daß wir, .lvienn wir diesen Zusammenhang nicht aufrechtrrhalten khnnen, zu viel primitiveren Wirtschaftsformen zurück- .HHverr «küßten als feie, in denen wir heute leben, ■ großen Teil^ auswandern' müßten, wenn nicht im wahrsten Sinne des Wortes verhungern würden. Daß . ,Wftr Zusammenhang mit der Weltwirtschaft durch den ' HplschewiZmus unterbrochen wird, geht schon aus der iLMSL Tatsache hervordaß unsere Valuta infolge her Ereignisse in Ungarn weiter eine kolossale Verfchlöchts- /.pßng erfahre uhat, derart, daß nicht einmal die Anf-- Mbung der Blockade allein zu einer wesentlichen Ent- Mamcung unserer wirtschaftlichen Situation wird führen Knnen. .o Doch auch abgesehen von dem momentanen tristen Dustand unserer Wirtschaft erscheint selbst in normalen .Zeiten die Einführung der kommunistischen Produktion Kn einem einzelnen Lande undurchführbar. Denn das Bucharinsche Programm, die Produktion mit Hilfe einer /statistischen Grundlage zu leiten, also nicht für den /freien Markt zu produzieren wie in der kapitalistischen Wirtschaft, in der jede Produktion zugleich eine Spekulation ist,' ist eben ans nationaler Basis, im Nahmen ea n e r einzelnen Volkswirtschaft, unmöglich. Unmöglich und einem kindischen Spiele gleich wäre , es» Absatzmöglichkeiten auf, dein freien, unermeßlichen „ Weltmärkte anders als auf Grund privatindividualisti- .'A,er Unternehmertätigkeit einschätzen zu wollen. Ein .Hrartiger Versuch müßte mit einem Mißlingen des MoLnUionsproZesses endigenzu 5em ja nicht das Woße Erzeugen irgendeiner Ware gehört, sondern bas .Erzeugen benötigter Ware und ihr Absatz, wobei He Preislage und die Gestehungskosten die Hauptrolle ' ‘ spielen. Einem derartigen Mißlingen eines Produktions- Hrozesfts folgt in der individualistischen Wirtschaft der -/Konkurs des Einzelunternehmers, im schlimmsten -Falle Wns wirtschaftliche Krise in einem bestimmten Prol -feuktionszweige, - aus dem dann Arbeiter und Unter-- hrehmer in andere Zweige der Volkswirtschaf^abströMen. T" der kommunisttscheN Wirtschaft müßte aber ein solches . Miß sin. gen zu einer allgemeinen Katastrophe führen.!/. Ebenso müßte aber der Versuch, etwa Rohstoffe E^auf kollektivistischer Bafis, das heißt, unter Ausschaltung der individualistischen Uuternehmertättgkeit, auf detr Weltmarkt einzukaufen, mit Naturnotwendigkeit dazu führen, daß die Gestehungskosten der nationalen Produktion verteuert würden. Denn während der efnzrlne Unternehmer, wenn er zu teuer eingekaitft ■ ljat, Liesen Fehler aus seiner eigeneü Tasche zahlen Duß, zahlt fn einem derartigen Falle bei der kommunistischen Produktion mittelbar die Allgemeinheit die Differenz durch Verteuerung des Produktes; ' Mit anderen Worten: während in der individualistischen Volkswirtschaft das Produkt den Weltinarkt immer nur ' .plus Zoll und Fracht kosten kann, ist dies im Falle der ' staatlichen Wirtschaft nur dann möglich, wenn zum billigsten Preise eingekauft wurde. Die enormen Schwan- Dngen aller Rohstoffpreise, wie Kupfer, Zucker, Qel, V Getreide, lassen aber diesen letzteren Fall, daß nämlich gerade zum billigsten Kreise eingekauft wird, wohl UM Zufall, das Gegenteil als die Regel erscheinen. Die Köpfe des Bolschewismus scheinen dies alles -selbst auch zu wissen, denn nirgends haben sie auch .pur den Versuch gemacht, die»Produktion sozialistisch zu leiten, das heißt, die Produktion vom freien Markt sM abhängig zu machen. Wollten sie dies, so müßte r ihn erster Regierungsakt die Organisierung eines stattstischen Apparates sein, wie ihn Bncharin schildert, sowie die. Zesammenfassnng der EinzeluuternLhmruig.'n jeder Branche zu einer höheren Ordnung. Statt dessen lassen sie den Unternehmer an seiner Stelle, ja zwingen ihn unter Androhung der Todesstrafe zu bleiben, machen ihn aber gleichzeittg wehr- und hilflos, indem sie einerseits die Betriebe den Betriebsräten überantworten, andererseits die Unternehmerorganifationen auflöstn, die Unternehnrer also auch polittsch einflußlos machen. Die völlige Vernichtung der russischen Industrie durch diese Maßnahmen ist eine oft geschilderte Tatsache. Der Bolschewismus hat noch nirgends eine sozialistische Produktion verwirMcht und führt >zu keiner, höheren Wirtschaftsform. Was bezweckt der Boksch'ewisnmS' also durch sein Vorgehen? Nnr dies eine eingestandene' Ziel: Die Revoluttonierung der Welt. Bis dieses politische Ziel erreicht ist — täuschen wir uns nicht! — sind' wir alle verhungert. Wie aus. der bisherigen ArgUiNentütton hervorgeht, ist der Bolschewismus, die Diktatur des Proletariats, kein Weg zur Verwirklichung des Sozialismus. Er ist, wie ja die ungarischen Bolschewiken in den letzten Tagen wiederholt festgestellt haben, auch kein Weg zu dem, wäß so furchtbar dringend nottut — zu der Besserung der Lage des Proletariats. Er. wäre es auch nicht, wenn nicht nur die Unternehnrer lauter Engel wären, sondern auch die Arbeiter.' Denn wie die vielen Fälle völlig aufrichtiger Beteiligung der Arbeiter am Unternehmergewinne beweisen, zum Beispiel im Musterbetriebe der bekannten Seifenfabrik Sunlight in England, bedeutet hie Aufteilung des Unternehmergewinnes auf die Arbeiter?m Rahmen der Lrpitalistischen Wirtschaft, deren Anarchie Marx so großartig geschildert hat, bestenfalls eine zehnprozentige Lohnerhöhung, etwas, was die Arbeiter anderer Betriebe auch in anderer Weise durchzusetzen pflegen. Aus der Mrrnis der kapitalistischen Produktion führt, ivenn man einmal ihren Wesensksrn und größten Vor- und Nachteil zugleich, die freie Konkurrenz, erkannt hat, nur.ein Weg: Sozialismus als Organisatton der Weltprvduktton derart, daß. der Unternehmer und das Privatkapital überflüssig wird, die zu produzierenden Warenquantitäten, ihre Verteilung usw. von einer Stelle aus bestimmt lverden. Eine solche Organisatton, die mit großer Machtvollkommenheit versehen sein müßte, könnte tatsächlich bewirken, daß dsr Unternehmer überflüssig und das Produkt außerordentlich vermehrt würde, derart, daß die Lebenshaltung der breiten Volksmassen tvesentlich gehoben werden, kannte. Sie läßt sich nicht von heute auf Morgan schaffen und nur über den Weg des Völkerbundes Wilsons. Der letzte Bericht über die beabsichttgte, internattonale Organisation der manuellen Arbeit im Rahmen des Völkerbundes deutet an, daß die Staatsmänner ^und insbesondere die Sozialisten der Weststaaten diesen 3Veg beschreiten »vollen. Trotz fees mangelnden Berantwortungsgefühls unserer Staatsniänner ist zu hoffen, daß wenigstens unser gesunder Menschenverstand die Katastrophe des Bolschewismus vpn uns abwenden wirb. Pflicht der Entente aber ist es, diesem gesunden Instinkt durch Daten zu Hilfe zu kommen. Eine Wiederauftichttmg unseres Wirtschaftslebens ist nur mit Hilfe der Entente möglich/ nur sie und ihre Fachleute können unsere Währung tvieder neu aufbauen, nur sie kann uns mit allem, was wir so dringend brauchen, versehen, nur sie kanu uns wieder Arbeit und Ruhe verschaffen. Die Wiederanstrahme des Handels mit ' Italien. Berlin» 5. April. Das -Berlin« Tageblatt^ meldet aus Lugano: In den italienischen HandelSkamnkern wird die sofortige Aufnahme des Handelsverkehres zwischenFtalien nnd den MitteU in ächte tt immer dringender «wogen. Die Mailänder H a n d e l s k a m m e r ist im diesem Sinne bei der italienischen Regiemng vorstellig geworden und hat'außerdem den Antrag gestellt, sie Konfiskation des Vermögens der Angehongen des feindlichen Auslandes in Italien rückgängig zu machen. Die Beförverungseinschränkungea für Getreide in Änerina aufgehoben. New-Bork. 4. April. Die Eisenbahnvmvültuna hat die BefördenmgSbachränkmM für alle Getreidearten aufgehsben. Im Anschlüsse hieran haben alle Hauptmärkte mnh die Ausstellung von Erlaubnisscheinen eingestellt. Gewinne und Preise im eugttschen Kohlenhandel. In d« ersten Sitzung der Kohkenkonmnssion am 4. März rvurden folgende Ziffern von Seitm deS Kohlenkontrolldeparte-- ments vorgelegt: «18~~ 1915 1914 1915 1917 ISIS dur ch s chuittkrch (bis Sept.) Fördmma in Mil- 266 lionen Tonnen . 970 Preis der Tome ab Grube in Syillmg mid Pence . . .8/9 Gewinn in Millionen Pfund Sterling ..... .18 G»wnm pro Tonne in Shilling und Pence ..... l/ü 385 248V, 218 s/liv« 19/5 V, 16/8V* 24-/10 Unternehmer die durchschnittlichen Gewinne aus der VoMcgZzeit gewährleistet, während höhere Gewinne derart anfgeteiltH, werden, daß 80 Prozent dem Staate zukommen, 15 Prozent der- Koutrolie . und 5 Prozent den Unternehmern. Tantiemen stnd nicht eingerechnet; sie betrugen in diesen Jahren ungefähr sechs . Millionen Pfund Sterling. ES tvnrde weiters betont, daß der Preiserhöhung, die im Jänner 1918 mit *fs bverJEmmt zur Minderung der Verluste der schwächeres^ Gruben, bewüllgt wurden, keine Erhebungen der Gewinne vorcuWngen; die Erhöhung kostet, dem Berbrancher 25 Millionen Pfund Sterling, von denen 10 an das Schatzamt, 10 an die mirwerergiebism Gruben mrd 5 die Unternehmer gelangten. Die Erhöhung würde nicht notwendig gewesen sein» wenn alle Unternehmungen deS LMdes gemeinfmn, bewirtschaftet worden wärm, da die ertragreichem Gnkben.ihre Gewinnt bis auf das D r e i^eä n h a l b f a ch e der Dorknegs» - zeit steigern komttm. ' " ■■■. D?e ausländischen Devisenkurse. Zur „Eruptionder Wechselkurse schreibt die Londoner; , »Financial Times-, sie hänge mit dem f r a »z ö s t sch e it Dev isenkurs fall zusammen; am vernünftlgstrn wäre die Beseitigung all« künstlichen Maßnahmen zur Stützung, des New-Norker Kurses, des für Eirgland wichtigstm, denn em niedrigerer Kurs beschränke die Einfuhr und stergere dre Ausfuhr, was die jetzige Lage erfordere, und die Union dürste m ihrem ergmen JnteressEchritte zum Anfh alten deS KursfalleS tun, falls er weiter ginge. Eine hohe französtsche Bankrate dürste kem Gold dorthin Dringen, und wenn der amerikanische Kurs semrn natmlichen Stand wieder einnehme, worauf manche Anzeichen deuten, werde sich die Regierung entscheiden »Me«, wie wett sie dre Wrederaufnahme des frnm London« G o l d m a r k t e S gestatte. Leid« verlor die alte Waffe einer mäßig hohen Bankrate, die nicht nrrr Goldexporte verhindette, sondern auch Gold hereurbrachte, ihre frühere Wirksamkeit. _ Einer der bedeutendsten enMchen Bankiers erklärte dre Lage als sehr ernst» da FrcmLeich und England durch Anfhoren des Exports Schuldner Amerikas wurden, doch konnte England durch Verkauf und Verpfändung amerikcmM^ Werte den Wechselkurs Hallen. Frcmkrerch erhittt von England mrd Amerika große Kredile, doch können diese jetzt mcht vergrößert , werden. ' _ Die „Times" mcmt, dir ganze Bürde der EnteMestnanzen wnrde bisher von England getragen, daS nicht nur borgte, sondern auch zur Stützmg des Gebäudes Dollar-Effekten, wovon es vor dem Kriege den größten Besitzhatte, v«kansts. Französtsche «nd belgische Banke«. Aus Zürich aritfe intS gemeldet: Die B a n q u e National deCröd i t, P a r r s, schrenet zur Kavttalserhöhung um 50 auf 200 Millionen zum Kurse 600 (Ronnnale 500). . Die Lage der belgr'fchenBanken rst den . französischen Blättern zufolge eine günstige, speziell die Banane'' d'Anvers ist?eiuc3t»eöß verschlechtert trotz der »deMlchnr^ Räubereien" und obwohl sie zu der von Deutschland anfettegtett 480-Millionen-Kontribnlion 83 beitrug. Der Bericht pro, 1918; zeigt 5*82 Millionen Franks Rer»gewinn: ' der Dividendenvorschlag beträgt 15 Prozent. Ihre Entwicklung srr typisch für die belgischen Banken. Das belgische Budget vro 1919 schließt mtt über 600 Millionen Defizit. Das Budget erfordert nach den Erklärungen des MnanMÜnster- 10 Milliarden Einnahmen, wob« man einen Teil bei der Entente zn finde» hofft. Bo« den italienische« Banke«. Zürich, 5. April. (Tel. der ^Wr. Morgenztg") In der' letzten Zeit erhöhten zwei italienische Banke» chr Kapital um 50': Millionen Lire, nmimehr erhöht auch B an ca Itali an a bi Sconro, die in enger Verbindung mit BarclaYS- B a n k fieht7 um 35 am S15 Mil l,,i o nen ihr Kapital. — Sie hat-eine Filiale in F i u m e «öffnet. Der Bencht d« Banca Commercial e Jtalran a kündigt F i l i a l e r r i ch t« n g e n m T r i e st, T r i e n t, Riva, Bozen. Fiume und G o r z an und gwt dir Bedingungen der KavitalstthöhMgea von 208 auf 260 Mp?, lionen Lire bekannt: Emisstonsknrs 780 (Nommale 500) zum Bezugskurs 4:1. ': Anmeldung der veutschösterreichischen Vermögens^ iutereffen in ««gar». Zufolge der aus Jnteressenteukreisen dringend geäußerten Wünsche nimmt die Schntzstelle für österreichisch^ Vermögen im dluslande auch Anmeldimgm der B e r m ö g e it 2rechte und A u s p r!i ch e d e u t s ch ö st e r r e i ch i s ch e t Staatsangehöriger auf ungarrschein Gebiete entgegen. Die Schutzstelle wird mit allen geeignetest- Mitteln bestrebt sein, dre Geltendmachung, insbesondere die niöglichstL Sicherstellung der Ansprüche durchzusetzen. Die Anmeldungen sind in möglichst übersichtlicher Form zu erstatte». Es empstrhlt sich daher, eine. Trennung nach der Art der Rechte, also zum Beispiel kaufmännische Fordenmgest Warenlager, Depots, Bankgukhaben, Beteiligungm an Unternehmungen, Aktien, Obligationen, Immobiliarbesitz usw. Gleichzeitig Mit der Anmeldung ist eine Anmeldegebühr von 21/., pro Mille, mindestens 5 K, als vorläufiger, Kostenbeitraa zu entrichten; ist besondnen Fällen bleibt die Höhe dett Anmeldegebühr der Vereinbarung aiberlassen. Die Anmeldungen. können entweder rmmittrlbar bei d« Schutzstelle. I., Stuben- - ring 8, oder in: Wege der zuständigen Handels-, und werbekammer oder des Haudelsmuseums ^:ingereicht iverdpn. Die Äkion - erfolgt leiuvernehmlrch mit dem Kreditoeeuvercin von 1870, besten Mitglied« ihre kaufmännischen Außenstände^ bei diesm unmittelbar anmrldm wollen. " Schütz gegen Doppelbesteuerung. Hierüber mchert Wdie Wochenschuft des Niederösterreichischen Gewerbevereines wie; folgt: Die BermögenSbeziehungen zwischen den derzeitigen ' Nationalstaaten der früheren osterreichiich-ungarischen Monarchie/ sind vielfachso innige, daß die- Gefahr von Dop p c lbesteuernnyen erwächst. Solche rm allgemeinen und Im besondere« zn verhüten durch B«hin»dlungm mit den maßgebenden Faktoren, durch Herstellung von Bnbindtmg mit korrespondierenden - Mionen in den übrigen Nationalstaaten mid auch mit dein Dentschm Reiche, sowie dem frühmn Auslande, hat sich eine m de» letzten Tagen einsetzende ^Aktion zur Vermeidung von Doppelbesteperungen" zum Ziele gesetzt. Dies« Aktion wird bereitsseitens der intereffierten Bank-, Industrie» und Gewerbckreiie/ sowie der Landwirtschaft besonder« Interesse entgegeugebrachti' An d« Svitze der Aktion steht Dr. AngUst Freiherr v. Engel, Finanzminister'i. D. Zuschriften sind an geschöf^üi'ihrcude Mitglled deS Aktionskomitees, Rechtsanwalt Dr. Emil Kollck, Men, ll., Wipplmgerstraße 22, zu richten. - « 157. 217, 27/7. . 1-/1V» 1/8 2/37- 3/67, ä . Don den ungefähr 3800 Kohlnch«awrrken deS Bnemigtm KömgreicheS im Besitze^vo« 1442 Gefeulchaftm od« Personen wurden nur größere Minen von 1018 Üntemehmern in die Rechnung einbezögen. Die NegierunKkontrvlle begann ist SndwaleS am i. Dyernbrr 1916, andertvärtS am 1. Aprü 1917. Nach dcnr Kchlenkantrollübereinkommeu vom 28. Jul: 1917 erhalten dir „ e D tv e t wurde der Rechnungsabschluß für das abgelaufene. Geschästsiahr genehnugt und dn Antrag des VerwaltungSrnteSi auf- Verteilung emrr Dividende von L 70.— pro Aktie angt-'.i nvmmem und der geregelt. Verkehr mir Spiritus und P r c ß h \ x.! / A

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