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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-03 · Heft 75 (3.4.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 75 (3.4.1919)
Date
1919-04-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Uf irtv n 91t: 75 /■ Wieti, Donnerstag £f,- G m jjftnqnvLle), HlMenHrg? WkqlW-ttüneraüsch'er Säuerling) oder Rvhitsch-Sauerbrunn (gläubersalzreichö Muelkyr. 'f :■ I So k 6vit it t e d i h s,eh eil! B a r .a it nb lick sich M G tlu a t (o e in er ve rdtenten kAneAk Innungund zu einem Aufschwurrg der lei w D /* d a rui eder liegend e n F n r o r t e i m kd^eutsch ö^fter,r,eichischeu Gebiete Beitragen, MäL guch non^MMziellen Startdfi unkte ' zu begrüßen Lwäre<' Mr M! yti!. diesen' Heilstätten wegen : des dort «Hoch Mangelnden^Komförts, den der Zustrom der Gäste Mlö schaffen iviAi, nicht zufrieden gibt, der wähle sein Meisczsel in die/^Biet)4i€bettctt Bckmitcn Badeorte des MrndetzeeiW.' /‘S/ Ich,. glaube aber, daß die Ts^echö-'Sloivaken viel zu güte Recheltmeister -sind, ^alD>daß^ ihnen'' einfiele, ö§ sich, rn^' deil>. Hatienten Äich'' t^eüisch'österreich und imnit.äicch mit den durch unser Gebiet reisenden Gästen xiß. dM' Balkan zu verscherzen, - " ' '' ( Fast .tnöchte man e,s. um des Aufschwunges der " ^hentschöstxwrerchWen Kurorte willen wünschen. »er Eiirörrcher BreUwieser gestorben. Der gefährliche Einbrecher -Johann- B r e i t w i e s e t, Ifvcv, wie berichtet, bei seiner vorgestrigen Verhaftung in Dt.?lndrä--Wördern auf . seiner Flucht durch einen Schuß ftn bie Lunge verletzt würde, ist noch in der: Nacht Um' Jichüisitenspital des Landesgerichtes an den Folgen des kLnngenschufses gsstorv en. m > .. - :: ■’ o :■ , r .... ••■■■;.' .Kreirwieftlf istf zur' Strecke gebracht. ... Eine Anzahl bis kan dieZähnL/bewaffneter Häscher und ein Polizeihund haben pit überlistet.. Die Sötge" um das tägliche' Brot, derdermösfeNtz und derbevorstehende Umsturz, ' Friedenskonferenz» und Wilsons Ultimatum: Alles wird füreinen Augenblick i überder Sensation dieser Menschenjagd - auf den Einbrecherl lonig . , vergessen. /.Die. Zeiten/ ändern sich, aber. nicht die ^Menschen an ihnen und die Romantik' dieses kühnen „Expröpri'ätors""ünd - abenteuerlichen' Ausbrechers ist' für die ^Bürger der Republik nicht minder spanuend -und unterhaltsam i geblieben, als sie es für die Untertanen der Monarchie war.!Die Tagesjiresse kommt den' Bedürfnisse der breiten Oeffent-!Mkeft'durch ciügehenbe'Breitwiessr-Blögrcchhien und minutiöse Ochilberimgen der Tätigkeit des Polizeihundes entgegen, ja lein gestriges'Wiener Abendblatt widmete dem „Bourgeois von St. Andrä" ,gar Zeinen Leitartikel, und spricht sich ernsthaft!gegen denBreittviesexschen. Kampf/ gegen das ftemde Eigen-; tum aus.! ,; ■. •" Ern Gradmesser: So lange die Gesellschaft das Berbreche'rkum aus sich gebärt, so lange Mäuschen mit lefzenden Hunden gejagt werden müssen,'-und wären es selbst un- -vchchesserlichs '. Einbrecher, so . lange das verehrliche Publikum gierig stach derartigen blutigen Kinoeffekten verlangt — in- ' solange" ist trotz aller geänderter Aeüßerlichkeitm alles beim i Asien' gcMiehen. f - \ . Wiederaufnahme des freie« Handels der Entente mit ÄeNtschÄsterreich. -Dse hiesige amerikan i.s ch.e Mission hat auf sitzrund ei^irer Mitteilung der amerikanischen. FriedenskymMsWu - in -Daris. - dgs StaatsMt., des Dußern. he- Uächr.ickMit, .daß..gestern eine VerlauLharung^ der. asso^ ziiertsn Regierungen erfolgen sollte, die die Wiederaufimhure des' f r e i e n Han d e l.s mit Deutschösterreich. vdrftsht: GiuL..interalliierte Handels Kommission soll in Wien ihren Sitz nehmen. Von der freien Einfuhr sollen it-uo-Benige» Waren, vornehmlich militärischen Charak-- terK',/'!ausgeschlossen bleiben. . Die. Wiederausfuhr nach Ländern, mit denen Handelsbeziehungen noch nicht erlauWi werd'M-- svre Ungarn, dem bolschewistisch n Rußlaich^-und) Deutschland, soll von ^. .Genehmigung der .Fntoralsiierten-Kvmmission abhängen. dieser^, -Frage., hat auch , der englische Oberst C u n t u ft f) a m dem Staatssekretär: des Aeußern im Anfttage sckner Regierung hntte folgende Mit-- ieiüzngi gemacht: 1. Vom 2., April 1919 an wird die freie Einfuhr aller Waren, nach Deutschösterreich mit AnZnalimc einer > beschränkten Anzahl von militärischen Ärtiteü: -zugelassetl - werden. 2. Die Wiederausfuhr , aus Deutschösterreich nach Deutschland, dem bolschewikischen Rußland , und Ungarn ist verboten. Ausnahmen von Äewr - Einschränkungen können nur . von einer, besondeMU .iniernWerLen - Ävmmission gewahrt werden, die zudiesem Zwecke in Wien zusamm-entreten wird. 3. Diese Kmstmission wird angewiesen sein,. an - den in Betracht. summenden Punkten an der deutschen und an der rmga-- ,sische.n .Grenze, «ine Uebertpachung. zur Verhinderung Beit.^-Wiederausfuhr einznrichten,. dies im Zusammenwirken mit den deutschösterreichischen Zollbehörden, an-Mrdevc soll diese Kommission alle ihr notwendig erscheiuendeic Schritte einleiten, um die..Herstellung von Kr'iog./urat?rial in den deutschösterrrnchischen Fabriken hintanznhalten. '. >. .. &it Forderungen der Staatsangestelltenvereine. - ..Erstecn sprach eine Abordnung der stättdigen Vertretung bei: deutschsiisterreichischen StaatsangestelltLnorganisationey unter Führung de? Prof. Wplkan und des Oberlandesgerichts- .räLes Dr. Lutz beim Staatskanzler Dr. Renner vor, um chm die Forderungen der Staatsangestellten aller Kategorien tznd Dienstztueige zu übertnitteln. Die Erschienenen verwiesen qnf.den vollständigen materieller: und moralischen Zu sammenbrnch der Staatsb« biensteten, auf die dürch die jüngsten Ereignisse aufs Höchste gestiegene Erreg u ng und den dadurch bedingten Ernst der Lage. "- -/Die Mordnung verlmrgte die sofortige Zuwendung d e rj.elben Begünstigungen, wiesiedenEiseubahn- und Postbed.iensteten bewilligt wurden, und die ungesäumte Durchführung der entsprechenden Maßnahmen, unbeschadet der bisheriger! Teuerungszulagen und Aushilfen. Ferner verwiesen fie darauf, daß den Staatsangestellten außerhalb der Zentralstellen trotz aller bisherigen Versprechungen jVedarfSgegenstkinde aus den D e rn o b i'l 1 s i e r n n g s g ü t e r n Nicht zugcwiesen rvurderr, rmd baten um Berücksichtigung ihrer Wünsche. Schließlich - stellten - sie - daö Ersuchen. . auf?Wf»S Mlener Mgrgenzeitu-rrtz, Staatsangcstelltenbeirates, der aus den. Der-, traueirLmäunor!: der Orgämsationen zu'bilden wäre, vorläufige Zuziehung der ständigen Vertretung bei der Vorbereitung aller die Angelegeicheit der Swatsimgestellten betreffendcü Maßnahmen und Einleitung sofortiger Verhandlungen -Mit' den Organisationen behufs desinitiver Regelung der B.esoldungsperhältnissc. '. ' - / / „, .' Staatssekretär -Dr. Renner anerkannte die Berechtigung der vorgebrächten Forderungen, berspräch die Erledigung derselben, soweit noch staatssittattzielle'Erwügüu'gen in Betracht kommen, inr nächsten Kabinettsrat und stellte die Erfüllung, der übrigen Wunsche in nahe Aussicht. Hierbei betonte er, daß schon Weistmgen ergangen seien, m allen Ressorts die Behandlung allgemeiner Personal- und Djenstangelegen-- heiten im Einvernehmen mit den Organisatiorten der.Staats-" angestellten vorzuneymen. / - . /' "/ ::/ Hierauf begab sich die Abordnung zmü "Staatssekretär. für Fiilanzen Prof. Schumpeter dem sie.gleichfalls die Forderungen der Staatsangestellten zur KchintisiS brachte.. WerbefteNrrr für SöldirLr 'irr Wien- In der gestrigen Vollversammlung der Soldatenräte der Wiener Volkswehr, bei der-verschiedene.Maßnahmen innerhalb der^ Volkswehr zur Sprache kamen, machte Soldatenrat K a l i s ch die Mitteilung, ' daß in Wien drei Werbestellen bestehen,-wo Leute zum Kampfe gegen die Ungarn, beziehungsweise Russen angeworben werden. Im Zitahof wirbt die ukrainische Gesandtschaft für De'l'i ns kh, in der Triesterstraße wird für Serbien und in der Stiftskaferne für Polen angeworben. — Es ist ganz unglaublich, daß die Regierung derartige Menschenfallen duldet. Wie mancher Arbeitslose mag da in einem verzweifelten Moment dem Werbesergeant'en Gehör schenken und diesen übereilten Entschluß im Guerillakriege expansionswahnsinniger Natiönalstaatengenerale mit dem Tode bezahlen. Diese Angelegenheit erfordert eine strenge Untersuchung und die sofortige Beseitigung nachkriegerischer Wucherungen. Für Polen, Serbien und die Ukraine mögen, wenn sie Lust dazu haben,ihreLandesbewohner kämpfen, daß aber eine deutschösterreichische Regierung den Seelen fang hungernder Arbeiter und deklassierter Mittelständler duldet, ist himmelschreiend. _ Wiener Konzipieirlentag. Die nächste Tagung sämllrcher Wiener Rechtsanwalts" anwartcr und Rechtspraktikanten findet Sonntag d en 6. April. ValO Uhr vormittags, im Hörsaale des anatomischen Instituts, IX., Währingerstraße, statt. In derselben wird die Diskussion über dre Notstandsakrion und die Zwangsorgamsatron z» Ende geführt werden. * Jüdische Gagisten ukrainis cher Staatsbürgers ch aft wollen sich am 4. d. M. um 2 Uhr nachmittags in den Lokalitäten der Jüdischen Soldateniürsorge, VI., Manahilfersträße 47, 4. Stiege emsinden, wo sie bezüglich ihrer Militärabfertigunge» Auskunf! erhaltm" werden. * Der StratzenbahUfrühtarif. Zur Vernteidung von Mißverständnissen wird bekanntgegeben, daß von heute an mit Rücksicht auf den normalen Frühverkehr die Gültigkeit d e s F r üh t a r i fs wieder um V-8 Uhr e r l r s ch t. « Die Sammlungen für Das SULerne Kreuz. Auf die kürzlich in unserem Blatte erschienene Notiz über Unzukömmlichkeiten bei den Sammlungen für daS Silbenie Kreuz wurde uns von der Leitung des Silbernen Kreuzes mitgeterlt, daß diese Aktion , mit Erlaß des Staatsamtes für soziale Fürsorge vom 24. Jänner bewilligt wurde und unter der Kontrolle des genannten Staatsamtes steht. Die zur Sammlrmg herangezoaenrn Personen müssen einen Revers nnterschrttben, worin ihre Vollmacht genau umschrieben wird. — Nach den von uns weiter eingezogenen Erhebungen sind allerdings in einzelnen Fällen Mißverständnisse vorgekommen, welche auf eine Ueberschrettung dieser Vollmacht seitens einzelner Sammler hindeuten. Unsere Absicht war nur, die Leitung des Silbernen Kreuzes im Interesse der Sache hierauf aufmerksam zu machen. ' * Das «e tc Jerusalem. Die »Times" bringt einen ausführlichen Bericht über die großartigen Pläne und Vorarbeite n, die rmter der Leitung der britischen Regiemn'g ausgesührt werden zum Zweck der Verschönemng und Erneuerung Jerusalems. Prinzipiell hat man sich bis jetzt ans folgende Hauptpunkte geeinigt: Die alte Stadt bleibt inner- HM ihrer mrtttlalterlrcherr Mauern eitlem gewaltigen Geschichtsmuseum gleich, unangetastet, weiter bestehen. Per Schutz aller Heiligtümer und archäologisch wichtigen Punkte wird der Regierung anvertraut und sehr streng durchgeführt werden. Außerhalb des Mauerringes entsteht eine völligneue, nachmoder u ft eneuropärschen und amerikanischen Plänen zu erbauende Stadt, mit breiten S t r a ß e «, T.r o t 1 o i r s, Wasserleitung, Kanalisation, Beleuchtung usw. Für die neue Stadtanlage ist ein S y st e m v o n Parkg ärten vorgesehen. Sämtliche im Ältertunr oder Mittelalter in Jerusalem vorhanden gewesenen Industrien, Handwerke, Basare tmd Verkaufshällen sollen unter, modernen Gesichtspmiktm wieder eingeführt werden. Der eifrigste Schutz wird de« verschiedenen heiligen Statten, namentlich' dem Haram el Scherif und seinen Nebenmoschenr, zugesagt. Eine Gruppe bester englischer, arnerikanischer und französischer Archäologen ist am Werke, um auch fiir die bald wieder aufzmrehmruden Ansgrnbnngm alle nötigen Borbereittmgen zn tresfm. Jüdische Wühler und WühleviruLen! Reklamiert Euer Wahlrecht! Alle Juden und Jüdinnen, welche die deutschösterreichische Staatsbürgerschaft erlangt haben und ihr Wahlrecht zur Nationalversammlung noch nicht ausüben konnten, können jetzt das Wahlrecht für den Landtag und für den Gemeinderat reklamiereir. Das Bureau bestndet sich im H. Bezirk, Zirkusgasse 33. Die Wählleitung. Vereinsnachrichten. Z io n istifch e Orts gruppe.Innere Stadt' Montag den 31. Marz fand im Jlldustriellen-Cafs die fort* stituiecende Versammlung der Zionisüschm Bezirkssemon Innere Stadt statt. Dr. Jakob Ehrlich referierte in eingehender Weise über die Ziele und Zwecke der Sektion. In den Ausschuß .äsident Dr. Bruno P o l l a k, I. Vlze^ 3. April 1919 L-eite'Zs^ --- £ä- und/Schekelkommisiär) Salo Goldberg; 1. Sekretär Fräulern Gnsiel,' II. Sekretär Franz 'Mahner;/- als Beisitzer:, Dr. Jakob EWch, Dr. Karl Pollak, Mols Bojko- 'und'/Isidor Blaß. — A t.ti d^e m i scher B e r e i n „I ix j>-i f/ct) e K u l t u r^. Der, akademische Verein „.Jüdische .Kpltnr.".'- - gibthrermitz^ bckamtt.' daß der jüdische akademische K'ulturvörband „Jabne", zu 'welchem der akademische Verein '..Jiidische Kültur"- Mld der/'siidische akademische KMurvereiu „Jabne" gehört haben, sich^als'solcher aufgelöst hat., und daß der akademische Verein „Jüdische .Kultur" seine- Tätigkeit- 'wiebisher unter eigenem Ncsincn/fortsetzen wird. Gleichzeitig wird-bekanntgegeben, daß im Ver'einSlökat/1., Börseplatz 7, folgende Kurse abgehalien werden» an\ welcheir " auch Gäste gegen vorherige Anmeldung teilnehme« können:,1. Kurs der hebräischen Sprache snr Anfänger und Vorgeschrittene, 2. Kurs der jüdischen Geschichte, jeden Mittwoch, 6 Uhr abends, 3. Kurs der. jüdischen Literatur. Ein Seminar für. jüdische Kunst ist geplant. Auskünfte und Anmeldungen im.Vereinslokäl si'eden Mittwoch und Sanistag von 5 bis 8 Uhr. — Der. Verein „Tagcsheimstätten für Kriegcrwaisen und Kinder" im Wien, Rennweg 6, will für e r h o l it u q § b‘ e b ü r f-t t g e, K i n der im Alter von 8 bis 15 Jahren (Ossizierswaisen und Offiziers-, Beamten- oder Lchrerkindcr) Plätze in seinen Erholungs- ' Heimen über die Sommermonate schaffen. Anspruchsberechtigte mögen schriftlich beim Verein die erholungsbedürftigen Kinder anmelden. Vorträge und Versammlungen.? Lese- und Redehalle jüdischer H 'o ch- - s ch ü l e r i n Wien, IX.. Ti'nkenstraße 9. Als Abschluß des' Kurses über die Geographie Palästinas wtrd am Montag, den 7. Avril, 6 Uhr abends, im Saale des G>Werbevereines,! I., Eschenbachgasfe 11, Herr Dr. Professor Brawer aus Jerusalem eine für die Allgemeinheit zugängliche Lichtbilder- Vorführung halten. Karten von '3 Kronen bis 1 Krone bei R. Löwtt, I., Rotenturmstraße 22, und in der Geschäftsstelle des Nationalfonds, H., Schmelzgasse 7. — Derein„Zion",' W i en. Samstag den 5. April, um 4 Uhr nachmittags, wird.. Herr Dr. N. M. G e l b e r im Bereinslokale über' das Thema:' „Aus dem inneren Leben der polnischen Inden im IS. Jahr- Hundert" vortragen. __ Letzte 010^^1«!« Amerika will einen raschen Friede«. / , Berlin» 2. April. Das „8 Uhr-Abendblatt" meldet auS. Bassel: Die „Baller Nachrichten" berichten aus New-Nork.: Die amerikanische Presse unterstreicht die Tatsache, daß die Nach-- richten aus B u d a p e st über den B o l s ch e w i stn «-$ die Haltung Wilsons sehr gestärkt haben. Die öffentliche Meinung. ist sehr erregt über die Gefahren, die eine Verzögern na des F r r e d e n s s ch l u s s es mit sich bringen würde, und wird eine weitere Verschleppung keineswegs dulden. D-.e Unruhen in Aegypten. . Berlin, 2. April. Der „Abend" meldet aus Basel : Nach einem Berichte der „Times" aus Kairo dauern die Unruh en in Oberägypten an. In verschiedenen Orten sind aus öffentlichen Gebäuden türkische Fahnen gehißt worden. Die Beduinen greifen auch die englischen Truppen am Ein äuÄ Lüxo r kommender Elsenbahnzug wurd eirberfallen, wobei.sieben englische Oisizrere g e 1 ö t e t wurden. In Medine el Fapun haben die Beduinen die Besatzung angegriffen, wurdm jedoch unter Zurücklaffung von 400 Toten abgeschlagen. .- / •'/ Die tschechische innere Anleihe. tschechischen Kapitalismus. „Pravo Lidu eckt- , wortet heute, indem es sagt: Die tschecho-slowakische Republik ' hat die erste Anleihe ausgeschrieben. Wie verfuhr man dabei?, Wem wurde sie vergeben? Wie viel Lenten ist es gelungen,^ sie zn subskribieren? Unter der Hand wurde sie verkauft! Freilsch um „einigermaßen" höhere Preise. In ganz Böhmen wird dieNächricht verbreitet, daß die ö st e r r e i eh i s ch e K r i e g s a n l 11'$ t nicht honoriert werden wird. Alle kleinen Leute verkaufen sie' des-i halb um jeden Preis Md unsere Banken kaufen sie zu 50, 62/" höchstens 60 auf Md lombardieren sie m Wien mit 75. Wer hat! das arrangiert, zumal da einige Tage später der Vierverband er-^ Härte, daßdie ö st e r r e i ch i s ch -- n n g a r i s ch e Kriegs-; anleihe honoriert werden müsse. Davon! werden wir noch anderswo ein Wörtchen reden! DaSiftckeiw Kapitalismus? Die Suspendierung der Coupons in Ungarn. ' Budapest» 2. April. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) ,Eine Ver-! ordnungdeZ Volkskommissariats für Finanzen' bestimmt, daß die A n w e i s u u g d e r fälligen Co üponsi s ä m tlieher inländischenWertpa Pier e^änfi-. gchü'ben wird. _ . . Die Ernährung. Die neue Brotstener. - T Der Hanptausschuß der Nationalversammlung hat sich/MtLm mit der Fragender Brot- und M e h l p r e i se- .und der: Deckung chrer Kosten beschäftigt. Es ist in Erwägung gezogen,! die Mehl- und B r o t p r e i s r z « erhöh e n. undi. eine Gesetzesvorlage einznbringen, wonach-die M e h r kosten-, dütch eine b e s o n o e r e B r o t a n s l a g e gedeckt werdeni soften. Bride Maßregeln werden aber erst in Vollzug gescht: werden, wenn es ans Grund erhöhter Mehlzuschübe der Entente' gelingen sollte, die Mehlquote in der Art zu'erhöhen, daß dm heute mit. einem Viertelkllogramtu Pro Woche zur Ausgabe ge-j langende Berschletßmehlquote ans ein halbes Kilogramm, hinauf-i gesetzt werden könnte. , i ' Die Vorschläge hinsichtlich der Erhöhung , der Brot-, und^ Mehlpreise und der Brotauflage lauten: Das im Verschleiße aus-, gegebene B a ck m e h l soll auf X 4.— pro Kilogramm, das! B r o t m e h l von . X 1.— auf K 1.60 erhöht werden, so daß der heutige normale Brotlaib, der sich anf/X 1.56, stellt, imgefähr X 2.— kosten würde. 1 In der Vorlage über die B ro tau.fla ge sind nur! einzelne, nicht sehr wesentliche Aendernn.gem angenommen worden, die sich auf die Veranlagung hinsichtlich deri Landwirte beziehen und ferner einzelne Erleichterungen der nnterew Stufen der Konsmnenten betreffen. Sonst ist die -Vorlage, dia seinerzeit der Staatsrat angenommen hat, unverändert' geblieben.1 Mit der Frage einer Erhöhung der Mchlquote hangt .znmi Teile auch die R e i s e d e r ö st e r r r e r ch i s ch e n D e'l e-l gierten nach Triest zusammen. Sie führen Berhand-j Inngm, um eine SteigerMg der bisherigen Lebensmittetzüschüb« der Entente M erreichen, der gewiß klar gemacht werden wird, fca« davon die Anfrechteryaltung der Ruhe un« sozialen Ordnung in Deutschösterreich abhänzzt. Es handelt sich hauptsächlich darum, daß die Entente einerseits dre Kon? tingente, die sie an G e t r e i d e. an F e t t tmd F l e 1 s ch mtf

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