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Wiener Morgenzeitung · 1919-04-01 · Heft 73 (1.4.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 73 (1.4.1919)
Date
1919-04-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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1 ' S u, rd SBien, Dieuslag Deuz haben wirb, einen Ausgleich zwischen betten Kursen^ also eine Verschlechterung des Kurses brr neuen Krone, herbeizuführen. Dies ließe sich nur durch fortgesetzt äußerst scharfe Kon troll maß regeln rin bezug auf das Gin- und Ausströmen von Banknoten! verhindern, diese werden aber mit denr allmählich wieder 'ai'.slebendeu internationalen Verkehr von Tag zu Dag ^schwieriger und undurchführbarer. Außerdem ist zu erwägLil, daß durch das Nebeneinander der cheideu Währungen mit verschiedenen Kursen der Valuta spekulativ n ein weites Betätigungsfett geöffnet wird, was der Stabilität der jungen Wahrung ' gewiß nicht förderlich sein wird. Es wäre somit notwendig, die alte Kronenwäh- >ruitg ganz außer Kraft zu setzen und als fremde Währung zu erklären. Die Ausnahmsbesttmmungen für iZahlrmgen des Asrars und für Zahlungen an die 'Bank sind in ihren Gründen nicht so zwingend, daß sie gegenüber den prinzipiellen Nachteilen einer Durchbrechung unserer neuen Währungsforderung aufrechterhalten werben können. Die alten Krvnennotrn sind;(Mb des attcn Oesterreich, also eines anderen Staates, dessen Zahlungen an deutschösterreichische Gläubiger Loch nur auf Grund von Vereinbarungen des Aerars mit dem deutschösterreichischen Staat«, eventuell mit den änderen Nationalstaaten, erfolgen, so daß diesen internen Vereinbarungen die Bereitstellung der erforderlichen Zahlungsmittel überlassen werden kann. Die Regelung der Verhältnisse der Oesterreichisch-ungarischen Bank würde es von diesem Gesichtspunkt aus dann allerdings erforderlich machen, daß sofort an die Errichtung einer Deutschösterreichischen Notenbank geschritten und die Oesterreichifch-ungarische Bank damit ausschließlich auf ihre Liquidierungsfnuktion beschränkt wird. Dagegen ist selbstverständlich, daß auf die Rechte der Zollausländer in bezug auf -Zahlungen oder Empfänge in alter Währung alle Rücksicht genommen wird. Im ganzen bleibt uns also nichts übrig, als die Rafchinschen Maßregeln durchzuführen, die die vollständige Außerkraftsetzung der alten Währung und die Vorbereitungen für die Errichtung einer Nationalbank vorsehen. Wenn auch dieser Radikalismus zu bedauern ist, weil er unter vollster Mißachtung aller bestehenden Rechte eine einverständliche Liquidierung der schwebenden Fragen beinahe unmöglich gemacht hat. und wenn auch der deutschösterreichischen Regierung darin beizupflichten ist, daß sie uns aus Notwendigkeit der Verteidigung und nur innerhalb ihrer Grenzen handeln will, so zeigt sich doch, daß eine wirksame Abroehr nur darin liegt, daß die ergriffenen Maßregeln an Schärfe nicht zurückstehen. Nur durch die sofortige völlige Außerkraftsetzung der alten Noten würde die Liquidierung der Oefterreichisch-ungarischen Bank und des ungestempelten (vor allem im Ausland befindlichen) Banknotenumlaufes in so eindringlicher Weise zu einer Angelegenheit des alten Staates gekennzeichnet werden, daß mehr als bisher für di« Nationalstaaten die Notwendigkeit gegeben sein wird, zu einer vertraglichen Vereinbarung zu gelangen. _____ Dr. K. F. Der Sch«tz der deutschösterreichischen Interesse« in Ungar«. „ (Beratung der Wiener Handelskammer.) Samstag fand in der Wiener Handels- und Gewürbekammer unter dem Vorsitz« des Kammer Mitgliedes Cmanuel Weissenstein eine Besprechung über die Rückwirkung des neuen Umsturzes in Ungarn auf die dsutschösterreichische Volkswirtschaft statt, zu welcher Vertreter aller Zweige der Produktion sowie des Waren- und Geldverkehres erschienen waren. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden und deS Kainmerfekretärs Dr. Pi stör stellten die Interessenten die Lage in den einzelnen Geschäftszweigen dar. Einzelne Industrielle, welche in Ungarn Produktionsstätten besitzen, konnten bisher überhaupt keine Nachricht über das Schicksal ihrer Unternehmungen bekommen. Andere Kaufleute berichteten, baß die Betriebe sozialisiert wurden, ohne daß man die Weiterentwicklung voraussehen könne. Besonders beunruhigend sei die Geldsperre bei den Banken, die es einerseits dem Schuldner unmöglich mache, seine Waren zu bezahlen, andererseits die deutschösterreichischen Firmen daran verhindere, über ihre Konti bei den Banken zu verfügen. Durch die schon unter der Negierung deS Grafen Karolyi im Zusammenhang« mit der Abstempelung der Banknoten getroffenen Vorkehrungen haben die deutschösterreichischen Firmen in Ungarn relativ große Beträge bei den Banken liegen, zumal auch die für Nachnahmesendungen eingezogenen Beträge in Ungarn deponiert wurden. Falls cS weiterhin unmöglich bleiben sollte, Gelber aus Ungarn abzuberufen, müßte naturgemäß auch der Waren ström nach Ungarn zum Versiegen kommen. Es wurde allgemein die Forderung erhoben, daß, da Ungarn nunmehr ei» selbständiger Staat sei, die deutschösterreichischen Firmenangehörigen Warenvorräte, ihre Forderungen und Guthaben und nicht zuletzt ihr Jmmobilienbesitz nach dem für Ausländer geltenden Völkrvechte behandelt und besonders geschützt werden. Im Zusammenhänge damit gab der Sekretärstellvertreter' der Kammer» Dr. P e r e l s, rechtliche Aufschlüsse, wobei er insbesondere auf eine analog« Bestimmung iw Vertrage von Brest-LitowSk verwies. Bon einer Seite wurde auch darauf hingewiesen, daß die Unsicherheit der Verhältnisse in Ungarn bei der Fatierung zur Vermögensabgabe zum Ausdrucke kommen müsse und Wiener ÄLürgcuzeitrmg ,1. Slpril 1919 ’ ■t i i €>eue 7 besondere Vorkehrungen notwendig machen werde. Einzeln« Firmen teilten auch mit, daß rückkehrende Geschäftsreisende an den ungarischen Einbruchstationen von relativ jungen Amtspersonen der Räterepublik äußerst brüsk behandelt und ihnen die Musterkoffer widerrechtlich abgenommöri worden feien. In dieser Angelegenheit hat die Kammer bereits beim hiesigen wirtschaftlichen Vvlksbeaustragten der Räterepublik. Ingenieur Fenyö, Vorstellungen erhoben, der Abhilfe versprach. Der Vorsitzende versicherte, daß die Kammer die vorgebrachten Anregungen und Wünsche eingehend studieren und sodann die geeigneten Schritte untrrnehmen werde, um die Rechte der deutschösterreichischen Kaufmannschaft in Ungarn Nach Tunlichkeit zu schützen. ■?: ,!, Dr. Steinwender über unsere Finanzen. Bei der gestern von der Niederösterrtichischett Handelsrmd Gewerbekammer veranstalteten Versammlung führte der frühere Staatssekretär für Fmauzm Dr. Stein wender folgendes ans: Wir können bei der Besprechung der Staatsfinanzen keine definitive «Ziffern angebrn, da eine Aufteilung auf die einzelnen Nationalstaaten noch nicht durchgeführt ist; meine Ziffern sind also nur beiläufige, wobei zu berücksichtigen ist, daß es sich hierbei um ein Deutschösterreich einschließlich »der Sudetenländer handelt, während von den Ziffern des engeren Deutschösterreich ein Drittel abzurechnen ist. Die Staatsschulden des alten Oesterreich vor dem Kriege betragen nach dem Ausweis per 27. März 70*473 Milliarden, von welchen 95 Milliarden auf die bVzprozenttge Kriegsanleihe, 80 Milliarden aus die Schuld an die Oesterreichisch-ungarifche Bank, 1858 Millionen auf das Oesterreichische Handelskonsottlmn für die nicht zustandegekommene 0. Kriegsanleihe und 3065 Millionen für Auslandsschulden (diese ans der Grundlage von 1 Mark --- K 1*75 gerechnet) entfallen. Dir zu zahlenden Zinsen (inklusive Amortisationen) erfordern eine jährliche Summe von 1072*8 Mittloneu. Das Budget für daS erste Halbjahr 1919 weist ein Defizit von 1250 Millionen auf; es ist zu bedenken, daß sich diese Ziffer im zweiten Semester dnrch neue Zinsen, Unterstützungen und die Bewilligungen der letztm Tage imt ein Bedeutendes erhöht; ferner durch den Import von Getreide. Man kann mit einem Defizit von 600 Millionen rechnen. Als Deckung haben wir 570 Millionen aus der Anleihe, hierzu kommt der Ertrag der Brot- und Mehlverteuerung, welche man Mammen, mit einer Milliarde veranschlagen kann. Das Jahrcsdesizit für Deutschosterreich dürste zwei Milliarden betragen, die arrszubringeu wäre«. Dr. Stemmender schlag,t die Ausgabe vonkurzfristigenSchatzscheinen der niedriger Verzinsung vor; auch wird von verschiedenen Seiten eine Prämienanleihe empfohlen. Aus Monopolen ist für Demfchösterrcich nichts zu holen, die einzige Möglichkeit einer Einnahme liegt im Ausbau der Gebühren, die sehr viel abwerfen könnten und in der B e r m ö g e n a b g a b e, in der auch Dr. Steinwcnder die einzige Möglichkeit erblickt, um Ordnung in unsere Staatsfinanzen zu bringen; doch dürfte diese nur zur Tilgung der Staatsschulden verwendet werden. Es dürften jedoch dadurch Industrie und Handel nicht lahmgelegt werden/ da sonst unsere wirtschaftliche Position vollständig untergraben würde. Größte Sparsamkeit in» Staatshaushalt täte not. Wir müsien nngegen jede KriegZeulschädigung verwahren. Den AuSsührnngen Dr. StemwenderS schloß sich eine lebhafte Debatte an. Amerika gewährt Frankreich nnd Griechenland neue Kredite. . % London, 30. März. Amerika hat Frankreich einen n e u e n K r e d i t von 100 Millionen mrd G riech enl«n d einen solche» vou 3,858,000 Dollar gewährt. Damit sind die Gesamtanleihe« der . Alliierte» auf 9,036,260.000 Dollar gestiegen. Goldausfuhroerbot der britischen Regierung^ London, 30. März. Die britische Regierung bat ein a l l g e m e i u e S A n s t u h r v e r b o t für G o l d, Gold m ü n z e n und M ü u z m a t e r s a l erlassen, dagegen die Einfuhr von Münzmaterial freigegeben. Verbaten ist ferner die Einfuhr von R u b e l s ch e i n e n, ausgenommen die von der provisorischen Regierung in Archangelsk > auSgegebenen. Die nene amerikanische Siegesanleihe. Washington» 81. März. (Funkspr. de? Tel.-Korr.-Bur.) Der Sekretär des amerikanischen Schatzamtes, G l a ß, teilt mit/ ' daß die Bedftrgungen für die neueSiegesanteihe die liberalsten seien, die je zuvor von einer Regierung angeboren worden waren. Bei der Zeichnung würde ein K r e d i t b i s zusechSMonaten eingeräumt werden. Zu Propagandazwecken würden fünf erbeutete deutsche Unterseeboote herangezogen werden. Gemeinschaftliche Anleihe Amerikas und Japans an China. London, 30. März. Amerika und Japan geben g e m e i n s ch a f t l i ch eine neue chinesische An-, leihe aus. Ein Brermstoff-Wirtschaftsamt in Bayern.;A- Die bayrische Regierung plant die Schafftmg eines Brenn-' sioff-Wittschastsamtes, das eine Regelung der Kohlenwirtschaft vom Standpmikt des H a u s b r a n d e s, der industriellen Dampfkefselfeueruug und der t e chuo logischen Sonder feuerungen regeln soll. Bayern ist ein Kohlen einfnhrstaat rmd will zur Herabsetzung seines Kohlenverbrauches der rationellen Kohlenwirtschaft ein besonderes Augenmerk zuwenden. Mit Vermeidung? -jedes bureaukratischen Apparates wäre die Errichtung einer solchen! WirtschaftSftelle für D e n t f ch 3 sie r r e i ch viel wichtiger als für Bayern, daß in den großen reichsdeutschen Kohlengebietcn bedeutende Kohlenreserven für seine Energiewirtschaft zur Verfügung hat. Es ist zu hoffen, daß die deutschösterreichische'Re- ' gierung der gemeinwirtschaftlichen Regelung der K r a s t w i r t s ch a f t baldigst ihre Aufmerksamkeitwidmen wird. Geplante Steigerung der deutschen Gifenpreise.' Die deutschen Eisenverbände planen eine gewaltige. Steigerung der Eisenpreise, für welche die ab 1. April eintretende! ErhöhlMg der Kohleupreise ausschlaggebend ist. Der! deutsche Stahlwerksverband hat eine Verteuerung seiner Produlle' nm Mlgefähr Mk. 100.— pro Tonne vorgeschlagen. Im! > August 1914 stellten sich die Preise pro Tonne wie folgt:! S t a b e i s e n Mk. 93.50. Träger Mk. 110.—, F e i nb leche Mk. 120.- mtb Walzdraht Mk. 117.50. Im Februar 1919 waren die Preise bereits folgendermaßen ange-' wachsen: Stab eisen Mk. 495.—, Träger Mk. 420.—, Feinbleche Mk. 485.— und Walzdraht Mk. 350. Dnrch, die geplante, Steigerung sollen mm die vorangeführtm Preise noch um- Mk. IM.— proTonne erhöht werden. Bestandaufnahme der fremden Valuten in Tschechien. Prag, 81. März. (Tel. der „ffir. Morgenztg.*) Zur Festftellung.der Bestände an fremden Valuten im tschechi- Keir Staate werden seitens des Finanzministeriums strenge Maßnahmen getroffen. Ueberall werden Nachforschungen gehalten und Vorgefundene Aufzeichmmge» beschlagnahmt. Die damit betrauten Beamten werden beeidigt. Tschechisches Syndikat für tzopfenausfnhr. Prag» 30. März. DaS Handelsministerium hat mit Erlaß vom 10. d. M. rin Syndikat für Hopfenausfuhr errichtet, das die Hopfenausfuhr so regeln soll, daß die Jntereffenten fremder Länder, sowrtt es sich um Handelsbeziehungen handelt, zusrirdengestellt werden. DaS Präsidium deS Syndikats macht alle Interessenten daraus auffnerksam, daß es gewillt ist, jedwedeJnformatio n, die in seme Kompetenz fallen sollte, zü erteile». Alle Reklamationen und eventltellen Beschwerden bezüglich der Q u a l i t 8 t deS ausgeführten Hopfens sowie der Gpedttion der Sendungen mögen mit Angaben näherer Daten, dem Namen der exportierenden Firma, der ßtnninrer und Signatur der Sendung usw. au daS Präsidium des Syndikates für Hopfenausfuhr, Prag, I., Zeltnergasse Nr. 81, gerichtet werden. Die dreiprozentigen Südbahn - Prioritäten. Verschiebung der Einlösung des April-Coupons. Dem BerwaltungSrat der Südbahn ist unmittelbar vor seiner Beschlußfassung über die Einlösung des Aprck-CouponS der drerprozrntigen Obligationen, Serie X, ein Schreiben bcS Office National inParisan dessen Vertreter in der Schweiz zugekommen, aus dem zum erstenmal zur Kenntnis der SÜdbahnverwalnmg gelangt ist, daß das Offfce National, das die weitaus bedeutendste Gruppe der Südbahnobligationäre vertritt, dagegen Protest erhebt, daß im Krieg und sogar während des WaffenstlllstandeS die Südbahncorrpons nur zugunsten von neutralen und den den Zentralmächten angehörenden Besitzern von Südbahnobligationen e i n g e l ö st werden. Angesichts dieser Stellungnahme des Ofsice hat eS im Hinblick auf du schwierige sinanzzieue Lage der Gesellschaft der BerwaltungSrat für notwendig erachtet, feine Beschlußfassung über die Einlösung des April- C o u p o n S zu verschieben und sofort auf telegraphischem Wege mit dem Ofsice National zwecks Klkinmg der dnrch diesen Protest aufgeworfenen Frage drrnglichst in Fühlung z» treten. Die Amerikaner besitzen die Hälfte der Gesamt-! tonnage der Welt. AuS New-Vork wird telegraphiert: Falls j der vom Schiffahttprästdmten ausgearbeitete Plan durch geführt! würde, würde die amerikanische Handelsflotte über einen Schiffs--^ raum von 16,730.700 Tonnen verfügen. Diese Ziffer stellt die Hälfte der Gesamttonnage der Welthandelsflottedar. Gin neuer Rekord des amerikanischen Außenhandels. Aus New-Ao rk wird telegraphiert: Der Gesamt-, wert des amerikanischen Ausfuhrhandels für daS mit 30. Juni endigende Jahr wird auf 6.500,000.000 Dollar geschätzt., Diese Ziffer bedeutet einen neuen Rekord für die Vereinigten! Staaten. An dieser Summe ist Europa mit 2.717,795.082 Dollar,, Nordamerika mit 383,038.063 Dollar, Südamerika mit- 358,840.805 Dollar nnd Afrika mit 522,218,043 Dollar beteiligt. Im Jahre 1917 wurden Waren im Wette von 6.290,048.000 Dollar expottiert und im Jahre 1918 erreichte der Atlsfuhrhandel! nahezu 6.500,0M.0Y0 Dollar. ,•! Bon den Getreidemärkten. Die Weltmarkttendenz ist! matter yeworden. Einerseits drücken die riesigen Bestände^ andererserts lauten auch die Berichte für die kommende Ei^ntei günstig, so daß die seitens der Regierungen Amerika garantierten! Mindestpreise nur rmter ungeheurm Opfern werden bezahlt! werden können. Auch der freie Handel wirdisich erst der Materie bemächtigen, bis der Preis der landwittschaftlichen Bodenerzeugnisse mehr dem mnerm Wert der Ware entspricht. An den deutschen Markten herrscht wohl bessere Betätigmia als bei uns,; allein das Geschäft ist auch dott keineswegs von Belang, da die' Beschaffenheit der angelangteu Warenmengen derartig minder ist, daß diese nur noch als Düngemittel Verwendung finden können. In Deutschland ist das Weiter etwas besser geworden, in den heimischen Produktionsgebieten werden ernste Besorgnisse wegen des Wiedereintrittes des winterlichen Wetters laut. Konkrete Klagen über die Saaten lregen glücklicherweise bisher nicht vor. Berliner Börse. Berlin» 31. März. An der heutigen Börse hrwfchte wieder j lebhaftes Geschäft in Kolonialwettm und in den Aktien ausländischer Unternehmungen bei zum Tell namhaften ' Kurs-: steigenmgen. Kanada-Aktien und russische Bankwettv wurden bevorzugt. Sonst wurden nur noch Schrffahttwette bei mäßig! schwankenden Kursen lebhafter umgesetzt. Berg- und Hüttenwerte vcrkehtten still rmd neigten eher zur Schwäche: nur die Aktien von Nnternehmungm nnl emem Besitztum im besetzten Gel'iekerscüüttert geben wir hiermit bekannt, dass unsere unvergessliche Gattin, bezw. Mutter im 54» Lebensjahre, nach kurzem Leiden, am 3o. März 19x9 dahingeschieden ist. Die Beerdigung findet am Dienstag den 1. April 1919, 11 Uhr vormittags, auf dem Zentralfriedhof (israel. Abteilung, III. Tor, neuer Friedhof) statt. 1073 Schuiim Blttmeasteta als Gatte. Elo» Klara, JTuda Wattenberg »r» Kinder. i

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