Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 71 (30.3.1919)
- Date
- 1919-03-30
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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MWWM Men^TöMG^ <f fl ft nt ^Wiener Möegettzertrmg i > s ■ ~i , ,. i i i i u.Aait..l^.;.T.,.-lr?.lr. '30. Mch!z 1919 r ff ß fi baß es u«S speziell durch rege Mitarbeit unserer Frauen möglich sein wird, unsere Interessen vvn wahrhaften Puden vertreten zu sehen. Dr. Schalit betont, baß es nicht die Llbgeord- Poeten sind, welche die Verantwortung tragen, sondern einzig und allein die Wähler, welche durch ihre Stimmenabgabe zeigen, von wem sie vertreten tmbett wollen. Bisher haben wir Juden immer Unterschlupf bei anderen Organisationen gesucht, Schutz Lei Menschen, die anderer Gesinnung waren als wir, ja, die uns sogar feindlich gegenüberstanden. Statt die Politik der anderen zu betreiben, sollen sich die Juden zusammenschließen und vor allem ihre eigenen Interessen vertreten. Die Frauen, die sich von der alten Tradition Losgelöst haben, sie haben einfach ihren Sorgenkreis, den der Frau und Mutter, zu erweitern; mit ihren Kräften müssen wir bei den Gemeinderatswahlen rechnen, damit, unsere Sache gelingen kann. Frau Erna Patak führte die Worte H'erzlS am der sagte: ,^vie jüdische Frau bedeutet dem Volke nichts und könnte ihm viellicht alles bedeuten; und dieses Wörtchen „vielleicht" läßt uns darüber Nachdenken ,was wir bisher hätten tun sollen. Die christlichsozialen, die sozialdemokratischen, die dentschnational gesinnten Frauen, sie alle haben sich zusammengeschlossen, und gearbeitet. Was müssen dis. jüdischen Frauen tun? Vor alleni jüdisch werden. Sie wissen vom Judentum nicht mehr, als man ihnen in der Religionsstnnde lehrte. Die Kinder wissen nichts von der jüdischen Geschichte, nichts von unseren Helden, des Altertums. Die jüdische Frau-war Führerin, Werberin, Mitarbeiterin bei allen sozialen Bewegungen, nur für ihr Volk hat sie nichts geleistet. Wir Frauen,-die wir politisch reif geworden sind, müssen wissen, daß es ein jüdisches Elend gibt, dem ab geholfen werden muß. Und das ^ann nur dann geschehen, wenn wir durch unsere Stimmenabgabe bei den Gemeinderatswahlen zeigen, daß wir von einem Mann vertreten sein wollen, der jüdisch denkt, fühlt und handelt. Frau Patak schließt die Versammlung mit der Aufforderung, dem „Zionistischen Frauenverband" beizutreten, um allen Frauen Gelegenheit zu geben, an der großen Aufgabe der Wiederaufrichtung des jüdischen Volkes mitzuarbeiten. Frauen als Beisitzer beim Mieteinigung Der^ Allgemeine Münchener Mietvcrein, dem das Vorschlagsrecht für eine Anzahl von Beisitzern zurjr- M)ctetnignugsanlt zusteht, hat kürzlich zwei Frauen vor-! geschlagen. Der Magistrat München' lehnte die Zu-: lassung der Frauen als Beisitzer ab, weit aus § '4! der Mieterschutzverordnüng vom 2U. Juli 1917 dies Zulassung von weiblichen Beisitzern nicht abgeleitet wer-' den --konnte. Der Mieterverriu erhob nun im Einver-: stcmdnis mit den beiden vorgeschlagcuen Frauen gegen! die Ablehnung Beschwerden mit der Begründung, das;: der Wortlaut der Mieterschutzverordnung Frauen vom' Beisitzeramt nicht auss'chlietzt, daß die 'Bollzugsbekanntmachung des bayrischen Ministeriums über die Besetzung der Beisitzerstellen' überhaupt nichts enthalte und daß. jedenfalls .nunmehr angesichts des Aufrufes des Rates der Bolksbeaustragten vom 12. November 1918, wonach bei allen Wahlen zu ösfe.ntlichen>Körper-. schäften Männer und Frauen gleichberechtigt sind, die Ausschließung der Frauen vom Beisitzeramt nicht mehr zu rechtfertigen wäre. Die Entscheidung dieser grundsätzlichen Frage steht.noch. aus.. . K&ttjrrzgrg? x, misaiEitGALSSx; u. ’X'&ggrlida mit Ah»' nähme von Montag und Dienstag Julies |jjf«j|hne g^onf Wiener Bilderbogen. „Der Minister“ von RODA RODA. 2) Beginn 7 Uhr. Ende 10 Uhr. 12. Kunst- und Gemälde-Salon E. WENDLINGER Tägliche Besichtigung. I., Führichgasse 10. 398 WSen« Montag, 31, Mära *919, halb G Uhr abends Lese-u. Redehalle jüdischer Hochschüler iit Wien Montag den 7. April 1919. 6 Uhr abends, findet im großen Saale des Ingenieuru. Architekten-Vereines- 1.. Eschenbachgaffc 9 eine Vorlesung Z. F. Finkelstein (Ans eigenen Schriften) statt. Mitwirkende : Dr. B:!tor E. PordeS (einleitender Vortrag), Oben-egiisenr Egon Brecher (Vorlesung ans den deutschen Schriften), J.Mestel (Vorlesung aus Leu jiddischen Schriften) Karlen sind «rhälINch in der Buchhandlung tirrmstraße 89, Duchyandlung Schönfeld, L, und an der Kassa dl. Löwtt, I.. Rot««» NntversUö.krstraße » 400 » > ft .. * ' 26. Anerkannt bester, schneMer «. viutgstee Anerkannt bester, schneNIter «. biutgster Unterricht in RandcUficbmi* $teu»» geapdle nnb Marchinretzrtidea. Prospekte grai». ooo WIRKWAREN. ALBERT MATZNER, Wien, I.,KohlmessergaseeS . im „Bayrischen Hör, II., ööere HugaMnuie 39. ■■■<-»■ Mitwirtcend i 5GNIA STEIN, Operttslngerin (Hebr. »jiddische Gesinge); MATA BLANK, Koloratursängerin (HebräischerQesiiurProf. JACQUES van LIER. I. HofopemHStist: J. BRASLAWSjKI, Kapellmeister. ICarten von 2 bis 12 Kronen sind zu haben: Buchhandlung LSwft,!., Rotcntiirmstrasse; Vereinssekretariat, II., Olockengasse 30/12. THEATER- KINOWOCHE lllustr. Zeitschrift für Theater u. Musik, Varlitö, Kabarett o- Kitt« Interessante Beiträge, Manuskripte, Notenbeilagen u. Bilder m ln ollen Siichhamtlangen und Trafiken MM Rsdsktion und Administration: Wlon, k., Nfbelungenoasss Kr. I Streng ^*3 Resftru?t?n! mul Selcliwarennleäerlage WSENEA Wien, 1L Ob. Donaustrasse 91 Telephon 49175 neben dem Düuiabad. Bestrenommierte Küche. 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DER VOR8TARO Zur Bewerbung sind Gesnchsbtigen «m rerwcijden, welche in der Einreichstelle QL, Zizknsgass» 88) unentgeltlich su haben sind. Dies« Formulaco enüiRiten auch nlhern rar di« Ebschrelter wichUga Bestimmungen. 411! Aft »»»»«»»»» Mi*i>nnamic««nigntiu<tiMun«n nHnmHimnnmim; l Abrabam M. und Paslme Elias’scbe Stipendien für Türklseb - Israelitische UniTersitätsbüm j 5: Aatahl der Ptttie: 1. Zum fBnfttn Male ausgeschrieben; (i9il—19W) S6 PlStze k K 280.—;• «j (Abraham M. Ellas), 8. Zum ersten Malo ausgeschrieben (töi 7) 10 Plätze hK 860.— -VS] (Abraham M. Elina), 8 Plätze h K S50.— (Pauliue Elias). . g| Bewerbangiberaohtlgt sind: Brave,unbemittelte türkisch-israelitische IIto der medisinisohen, 5! juristischen oder philoEcpbischca Fakultät au der Wiener üuivarpittt. ^Sj. ■'fs[ >» ’Ü SetnebebsllBom: Geburtsschein, Stsdiensougniee«, AmutsueuguHi. Letzter Tag der Qareiohimgtfrlatz St. Mal 1210 8 Elnrefctotelle: IL, Zirkurgsss» 28 (Ksuziei de: Tdrkiscbeo IeraelHen-Cemeiade Sephxrdlm Wie«. Wien, am 1. April Hu. DER VültSTälD d«r Törklsebes Israelften-Oenelitds Sepkardl« In Wie« Zu» Bewerbung rind GeeHehsbftgen zu verwenden, welche ln der Elnretehstelle (il., Ztrkusgaeee 82) unentgeltlich xu haben sind. Die Gesuchsbftgea enthalten auch nähere tibr dt« Einsebieitcr wichtig» Bestimmungen. *10 AE W CARL 8. TREBITSCH Zontralbupea«: Wien, VI., Marinlrilferstmee 76 h»t wieder lieferbar Desmfizierendes Bodenöl CHT1GE VERTRETER OMMEN mmm TischabfäücJiscWiäiiic laufend sdz« geben. 408 nordisebeOanaeUdmiiscDan m. d. 0. w;eN,XXl..^»gfsnerplatr 14. Dr. GEORG HALPERN .gibt zugleich im Namen der anderen Hinterbliebenen bekannt, dass sein Vater Josef A. Halpern am 27. 6. M. sanft verschieden ist. Die Bestattung findet am Dienstag, den 1. April d. J.f halb 12 Uhr Tormittags auf dem Zentralfriedhof, I. Tor, statt. Bs wird gebeten von Beileidsbesuchen abztischen. ri« 798^ C35C 882864 5413