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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-25 · Heft 66 (25.3.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 66 (25.3.1919)
Date
1919-03-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 66 Wien. Dienstag --——-- crftvccJeu. Äre Anmeldung. hat bis 30. Älpril 1919 zu-exfolgen. , , s V § 2. SPerre vön, Zäß(u.ngsm;LLeln in offenen De p o ts. Inländisches - und .ausländisches Bargeld, dann i«r Aus lande zahlbare Wechsel, Schecks unh Anweisungen, diebei, einer der im' Z I. Absatz" 1, genannten .Stellen, offen hinterfegt, sind, sind bis zur Hälfte gesperrt; bezüglich.ausländischen, Bargeldespnd .der anderen ausländischen' Zahlungsmittel Istvon der Depotstö.lte bei jeder' Abhebungdie Anzeige-an die Devisenzentrale unter, Angabe sdes s DesiotskaüdLDvom 13. März 1919 zn erstatten.s s . s s s . .. s. s Z 3. Erweiterung -d<r > Anmelduit0Ö- ' h.flicht bezttglich ausländischer Zählungsmittel Und Ausdehnnng anf ungemünztes Ed elm e t al l. In Abänderung der Bestimmung des § 3, Absatz 2, der ersten Vollzugsanweisung wird die AnmeldungsPflicht fü.r ausländisches Bargeld, dann für Wechsel, Schecks und.Anweisungen, die auf das Ausland lauten. auch auf Handelsgesellschaften, Kolnmanditgesellschaften, Aktiengesellschaften und andere juristische Personen erstreckt und gilt für diese und für physische Personen auch bezüglich der im Auslande befindlichen Wechsel, Schecks und Anweisungen auf das Ausland. Physische und juristische Personen haben auch den im In- und Ausland befindlichen Besitz an ungemünztem Edelmetall anzumelden. § 4. Guthaben aus Scheckkonten bei der Postsparkasse. Die Postsparkasse kann die Guthaben aus Scheckkonten über die im Z 13, Absatz 3, der e-sten Bollzngsanweisung vorgesehene Ve.chränkung hinaus freigeben, doch ist sie in einem solchen Falle verpflichtet, sich vom Berechtigten die Anmeldung bei der nach dessen Wohnsitz (Sitz) zuständigen Steuerbehörde erster Instanz Nachweisen zw lassen oder dieser , selbst den Stand des Guthabens mit 13. Mk7 * 1919 anzuzeigen. ... . § 5, Sicherstellung. Die Steuerbehörde ist Hifügtz litennlfid) in einem Schrankfachs oder in einem geschlossenen Depot Dermögenschaften vorsinden, rücksichtlich . deren nach dem Ermessen der Steuerbehörde hie Gefahr, bestünde, daß durch Verschleppung dieser Gegenstände eine künftige Vermögensabgabe uneinbringlich werden könnte, die vorläufige Sicherstellung des halben We r de s dieser Gegenstände vor Freigabe dßs Schrankfaches, oder des geschlossenen Depots zu verfugen. Finden^ sich ln einem Schrankfachs inländische Gold-- und Silbermünzen, ausländisches Bargeld, Wechsel, Schecks und Anweisungen auf das Ausland, so hat die.Steuerbehörde hiervon die Devisenzentrale in AenniniS zu setzen. _-_ Bergbau mb SozialisierrmZ. In Fortsetzung der von Hofr.Prof. Dr. Schwiedlcrnd eingeleiteten Diskussion tce: das Problem der Sozialisierung sprach Staatsbahnrat Ing. A. H. G v l d r e i ch itür Oesterreichischen Ingenieur-/ üyd-. Architektenverein über das Thema „Bergbau und Sozialisierung". Der Vortragende erörterte einleitend die Entwicklungsgeschichte der privatmonopolistischen Konzentration in der Montanindustrie und kam auf die Bestrebungen ausführlich zu sprechen,- welche eine erhöhte Betüligurig des Staates als Unternehmer bezwecken und einen wohltätigen Einfluß auf die Produktion und Preisbildung bewirken sollten. Der Staat als Unternehmerhat jedoch die an-seine industrielle Tätigkeit gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Die teure und turrcntable.Betriebsührung des Staates mußte im Wettbewerb mit der Pridätindustrie unterliezen. Der Staat wurde Mitglied des Syndikats in Deutschland und hatte schließlich selbst ein tvesentliches Interesse an hohen Kohlenpreisen, . um seine kostspielige Betriebstätigkeit rveuigstens ^ilweise resgütet zu sehen. So kam es, daß die anfänglichen Bestrebungen, den gesamten deutschen Kohlenbergbau zu verstaatlichen, erst vor wenigen Tagen in der deutschen Sozialisierung?!ommission e ne einmütige' Ablehnung erfahren hat. Ter Vortragende erörterte unter Himveis auf die einzelnen Sozialisirrüngspvo gram nie die enormen Schwierig leiten, welche der geplanten Neuordnung unserer Volkswirtschaft entgegettstehen. Ing. Goldreich verglich die Sozialisierungs- Probleme des deutschen Re'.ches mit jenen Deulschösterreichs. Während in Deutschland die Verstaatlichung ter Industrie als äußerst nachteilig für die Volkswirtschaft erkannt und bezeichnet wirb, will man in Deutschösterrtzich daran gehen, jene Wirtschastsbewiebe der privaten Initiative zu entreißen, welch«! geeignet erscheinen, vom Staate den. Ländern oder den Gemeinden in eigene Verwaltung übernommen zu werden. Die Verstaatlichung der Industrie, führte der Vortragende an, bedeutet wohl eine Art von Sozialisierung; diese Methode der Sozialisierung ist jedoch unrentabel, sie bedeutet eine Vureaukratisierrmg und eine „Veramtung" der Volkswirtschaft. Ing. Goldreich erörterte schließlich die Notwendigkeit einer Sozialisierung des K ö h l e n h a n d e l S, der auf eine gemeinwirtschaftliche Grundlage zu stellen wäre. Genreinwirtschaft bedeutet jedoch keineswegs Staatslvirtschast, Gemeinwirtschaft ist Selbstverivaltung im Interesse der Gesamtheit. Deutschösterveich ist ein Kohleueiufuhrstaat, es kann die Kohlenversorgung seiner Volkswirtschaft in Hinkunft nicht'mehr dem Gutdünken der privaten Initiative allein überladen; es muß aber auch alles vermieden werben, daß eine bureaukratische Zentralwirtschaft die KohlettverleilUng in Dentschösterreich bewirke. Bon einer ten Gesanrtinteressen cn sprechenden und von der privaten Initiative un er staatlicher Kontrolle besorgten Kohlenverteilung hänge bas Gedeihen des W.irtschastslelens Deutschösterveichs ab. Wiener Morgen^eiErrttq 25. mm 1919 Seite 7 Die Bilanz der Prager Eisenindustrie- ^eseyschaft,. ' „;;; . . In der gestrigen Ve' walnmaSratsilruu« der Prager Eisen- ''ndMrieoesell'rhast ist die Bilanz mr.das erste, Semester19 sestgestellt worden. Iniolae .der tmgi'mst»gcu Veehältmffe dürste der Reingewinn dbs ersten-Vterteljabres durch das -weite Vierteljahr ä a» s gezehrt - werden. - Sebald daran tragen -die ra'ck und lmmühalüam steiamden' Produk^onskosten, .die.wachsenden Preiie des Materials sowie. die. Ausgaben. iüv. Löbne. Dir dagegen -seitens der Geftllschast eufolr»n-h Preiserhöhungen bringen die Aufgaben' nicht' herein. ' Ailch' di« durch, die Arbeücrbkw"grmgenhervnrgmüene NnstchMett wirkt am das Geschäft sehr pachteilig.'Dte'B'länt zdigt 'gtgrniiber 1»er oleichrn Zeit des Vorlahres einen Ausfall' boü ^ullgrsähr 6 Milliarden ^Kronen. . ' Der Besttz an A l p i n 'e n M ü n t'a n - Aktien soll' gd-. gestoben werden. ' ' Der Vermalümgsrat beschloß, den Sitz der- Oesestschäit nach P r a g zu verlegen. Export aus T^chpMeu iu das Heblet des gerveseuen Sesterreich-Aügaru. Pnas, 24. März. cTel. der »Wr. Morgenztg?^ Auk Gnmd der Ermöch ii-ung macht die tschecho-skowaküche Ein- und Aussuhrkommission nt Prag ausme'-V-am, daß die Bewist'grmg zur Ausüthr von Waren in daa Gebiet des gewesenen Oester^eichlingarn, welche vor dem 11. März erteilt wurde,-falls der Kaufvertrag ans Kronen lautet - und falls die Waren nülst bis znnr 83. März dem Transport übergeben wnrdt'u. > der . tschechoslowakischen Devüenzentrale in Prag m't dem Hmwels vorzulegcn ist. daß die Bezahlung, respekave Verrechnung in t s ch e ch yslowakischer Währung erfolgen wird. Diese Verstimmq bezieht sich n r ch t aus Exvortbewistianngen, bei welchen der Kanwertrag aus Franks lateinischer Union oder auf Mark lautet. Eine rserre PapiergarrrspiMterei. Prao» 24. März. Tel. der „Wr. Morgmztg."'! Die Firma K o r n d ö r f e r in A s cb hat die ehemalige Pavicrfabnk in S ch r ö b e r s d o r f bei Bergreichmstem angekanst und dort eine g r o ß e P a v i e r g a r n s v i n n e r e i eingcnchtch in welcher dei-malen Zwirn erzeugt wird. Dre Schweikündigt die tzandeLSVertväge. Beim, 23. Mäi-z. Die Schweiz hat die Handelsverträge mit D e utschlaud, Serbien und dein ehemaligen 0 t ft rt v e t rfi * 11 tt a tt r u grkiindigt. < Der „Berner Bund' teilt hierzu mit.: Was.Ocsterreich-Ungarn betristt, so konnte angeüklps der borthen Verhäkw'sie keine andere Lö'ung als die einer Kündigung in Betracht kommen, doch wird der beftehende Vertrag rn Wien trotz der Anslv'tmg der Monarchie noch als in Kraft befindlich betrachtet, weil die aemeinschastliche Zollgrenze b's am weiteres noch forü'estebt, und cs werden die Zölle wie bisher nach Maßgabe der Verträge eingehoben werden. für die Teilnahme der T-chrck»en rrnd Iugoflawen an der Staatsschuld. Bern, 24.März. IiN ..Corrieredesto Sera" vratestiert ftnzmtti >m Interesse der erlösten österre-chischen Italiener, ihrer Handelsgcsestfchasten und Woblsahrteinrichttmaen gegen die Wki-geriing der Tschechen nndIiigoslaweu, ihren gebi'h'-enden Teil der Staatsschuld zu übernehmen. Lntzatt! sagt: D-'utschosterreich allein kann daß Gewcht der gemeinsamen Schulden n i ch t t r a g e n. Seine Finanzlage ist sehr ernst Die österreichisch^ Itaftmer besitzen Vorknegs- und Kriegsanleihen Oesterreichs. Sie müssen geschützt werden. Iml-en muß seine Astirerten austordern, die gemeinsamen Schulden der gewesenen Monarchie unter die mnenlstandcnen Te'lstaaten ausriiteilen. Diese Teilstaalen sollten sich fragen, was mckir in ihrem In-eresse liegt: zum Zahlen g e z w u n g e n zu werden und die K'.editwü'diakeit zu verlieren oder freiwillig m zahlen und ihrm zukiinstigen Zahlungsverfprechen Wert zu veckeihen. ,P e troleumak t i ett uttt K 110.— imb Galizia verloren K 65.—. Obgleich gegcu Schluß eine Erholung Platz griff, war eut schwacher Gnmdton des Marktes nicht zn verkennen, N -c u i c n t waren .ebenfalls billiger erhältlich. Im übrigen verwecken. wir aus.uachWcnde Schlußnotierungen: Z«dustere-Anterrrehmu«ZsK., Wiener Baugesellschast 390.^ (4- 1.—Unwnbau S4k>.-^- (-.11.--), Wienerberger Ziegel 866.— f“- >686.—,Sarajewo Akt.- Brauerei 845.-^>k^ —^—),. Änszig Chem. 1180.—. (— 45.—), - BroscheSvrntuS 960.— $faxb o-natbunt 816.— (- ' Holchandelsgcsellschaft -706.— 20.—),. A. E. G. Union ©lehr*’ t&.p>.— (•— - Siemens Schuckert .451.— (— 9.—), Alpine 79?.— ir 17«—), Austria Email 955.— (— 15.—), Berg it.Hütten, 1692,— (— 20.—)>,>Poldihültt 1012.— (— 8.—), - Präger Eilen 2450.--<— 50.—), Rmtamurann 811.— (—47.—), Skodawerke 720.— (—10,—. Waßegfabrik, 985.— (— 25.—), Salgo Tarjatwr 845.— (— . Trtsailer Kohlen — Ana. Aligem. Kohle« 1750.— (— 70.—), llnkanp 750.— (— 40.—), Westböhm. —i— <--'\ Brünner Maschinen — (— —Heidt tßö.—(— 7.—-), FokoMotrv Sigl —.— (- Simmeringer 602.— (— '21.—.), Elbeniühl 500.— (— — ftehkam 680.—. <—11.—), Karpathen 1955.— (— 110.—), Galizia 1355.— (— 65.—), Fezsgbrrkeü —(-.—)»Schoeüer Zucker 1210.— (— 86.—), Bohm. Zucker —(- Oesterr. Eisenbahnverkehr 570— l— —.—), Türk. Tabakregle 1125.50 (- 32.50), Türkeulose 417.50 (— 12.50), Krrtpp A.-G. 569.50 l- 5.—). Ritston 532.- {+ 2.—), Fiatwerke 865.— (— 40.—). Veitscher Magnesit —.— (-.-—) . Tvansvovt-rrnternehmirngen. Adna 1845.— (— 25.—), Aussig-Tevlitzer —.— '-Bulchtichrader lit. h. —.— (— —.—), Bnschttehrader lit. B. —.— (-), Orientbahnen 1712.— (— 8.—), Donau-Damvs. 1868.— (+ 13.—), Ferdmands-Nordbahn —(-.—), Äoyd 3020.— (— 40.—), Navrgazione 5250.— (— 225.—), Staatselsenbahn 916.50 36.50), Lombarden 154.75 (— 5—.), 3°/o Südbahn- Prior. 353.— (— 6.75i. Staatsbahn Genußsch. 467.— (— 18.-). Rente«. Mairente 85.50, (— 1.50), Febmarrrnte 85.75 (—> —.50), Oesterr. Kronenrente 85.50 (— 1.50), Oesterr. Goldrente 122.50 (-.—), Ungar. Goldrente —.— (-.—)» Ungar. Kronenrente —.—, (-.—). Bnirhen. Anglo 4l0.— (— 7.—), Bankverein 450.— {— 5.—), Bodenkredit 1159.— (— 33.—). Kredit-Anstalt 618.— (— 8.—), Ungar. Kredit 736.— (— 46.—), DevosUen 536.— (— 19.—), ftänderbank 429.— (— 20.—), Umonbank 546.— (— 14.—), Berkehrsbank 345.— (— 7.—), Zivnostenska 546.50 (- 21.—). Die Brrdapester BSrse bis auf weiteres geschlossen. Budapest, 24. März. (Nng. Tel.-Korr.-Bur.) Die Bors»' bleibt bisaufweiteres geschlossen. Berliner Börse. Berlin, 24. März. Die Meldungen über die verworrenen Verhältnisse in Ungarn und die entmutigenden Nachrichten über die FrledenSauSsichten haben die Börse gründlich vechumnt Und bei hochgradiger Zmütklialtung fanden heule Umsätze in ver Hauptsache nur in Schiffahrt-, einigen Montan- und eimgen mternationnleri Aktiemverten statt. HierlM gaben entere bis zu 2%, Montanwerle bis zu 4°/0, Orlentbanrr-Aktlrn nm 8°/0, Türkische Tabak-Aktien ttm 10% und Lombarden um 1% mr Kurie nach. Ungarische Renten waren schwer verkäuslich und stellten sich bei meist nom ncllen Kursen um 3 bis 8% niedriger als am Samstag. Oesterreichlsche Renten verloren 3 bis 4%. Alte heimische Anleihen blieben zumeist unverändert. Kriegsanftlhe notierte anfangs 83%, später 83%. Der Geldmarkt blieb leicht. Tägliches Geld 4%. Ausweis der Bank non Frankreich. Paris. Bankauswets vom 20. März. Mete Woche Stand Franks Differenz Neue Wiener Sparkasse. Die Neue Wiener Svarkaste ül eriiebi'tfe am 23. b. M. aus ihren bisherigen, im Anstaltsgebände der Oesterreich'schen Boden- Krkditanstaft. 1.. Teinfaltstraüe 6, bcsindlichm Dm-eaus in die im ftuban znm Bankaebäiide gelegenen neuen Lokalitäten (Eingang Lvwelstraße 20, schräg hinter dem Burgtheater). Die Kostkenfövderung im Vstvan-Kaenriner Revier. Aus Mährisch-Ost^au wird berichtet: Die Kohlenförderung im Ostran-Karwiner R'vier hat im Monat Februar mit 5,699.300 Meterzentner Fördenmgsleistimg trotz aller Versuche zir ihrer Hebung nicht nur nicht zugenotnmen, sondern ist um 45.000 Meterzentner noch ein wenig zurückaegangen, was einer Fördenmasleisttmg von ,80 Prozent gegenüber den fttzleu drei FriedenSjahren mi> monatlich durch»chnittüch 7.5N0.000 Meterzentner und einer lolchea von 65 Prozent im stärksten Kricgsjahre 1916 mit dmch'chniitlch monatlich 9,0' \Qm) Meterrentner entsvricht. Dieie Mlnderiördemng bei einem normalen Belegschgstsftande ist atck die zahlreichen sporadischen Arbeitseinstellnnaen und den Wa-' anmangel «n ückzusübren. Dagegen stieg di« Koksproduk'ion nn Monat F-bmar M't 1,924.900 Meterzentner gegenüber dem Monat Jänner mit l,800.ooo Meterzentner nm 15 Prozent. D-e Drckettserzeugung wurde bisher noch n'cht w'eder ausgenommca. Von den Getreidemärkrte«. Der Wettersturz in Deutschland erweckt Besorgniffe wegen der Felder. Die Versorgung des Konftims in Berlin bleibt weiter schwierig, insbesondere für die Tierhalter, da Posener Zuziige infolge Abbntches der politischen Verhandlungen mit den Polen svärlicher Heranrollen. Die Anbauartikel bleiben wie bisher knapp; st'rr einige greifbare Partien Rotklee wu'-den außerordentlich hohe Preistorderungen gestellt. In Amerika scheinen sich zwei Svekulationsgmvpen gebildet zu haben, die e»ne betätigt stch h la Hausse in den nahen Terminen, die andere b la Baiffe m fticscrungsware. Der Terrninmarkt steht sougesetzt nifter d^m Drucke dieser Transaktionen, der Verkehr ist rrreanlär und P'ersvanaltvnen bis zu 10 Cent bedeuten mckitg Seltenes. Im Interrffe einer nyrni'len Entwicklung des Verkehrs im internationalen Handel sind diese Vorgänge sehr zu bcbattc'*n, da h erdnrch d e notwendige VerwMil'nlnng der Ware hmt rng-s'al'en w rd. Ans d"m hiesigen Platze herrschte die hier an Montagen übliche Geschästsstille. _ Wiener DSrse. Die ztrm Schluffe der Vorwoche in Gellimg gewesene flaue Haltung, hervorgerusen dn-ch die Ereignlffe m Ilngarn, übertntg sich m verschärftem Maße aus dte gestrige Börse. Obgleich das Angebot Nicht drängend wrr. gaben dte Kurse der Kuliffewerte wesentlich nach: stärker m M leidrnschaft gezogen wurden d e Papiere ungarischer Proventcnz; dabet vollzogen stch die llm'äve bet vorherrschender G schäsrsst'lle. Im Sckrranken erlitten dte Werkt ebmfalls stärftv Einbußen. Einzelne Schiffahrtaktien, Petrolmmwe-te und Montanpapiere wurden zu wesentlich billigeren P'äsen abgegeben. Navigazione fielen um 225.—, Karpathenotolb in Lkaff« ... . . z 5'1.707.000 «old im Ausland . ... 1.9 8 S08 000 «JarDorrai in Silber. ’* 107.000 Muibaben beim awerlianischen Staaiiscbatz ... 18 i,200.000 Guthaben im Ausland . . . . ..... 7’7,7iR.r>oo vom Moroto« mm uicht betroffene Wechsel . . . l.o^,401.ov0 „estuadele Mechiei ... s-,'4.'.ooo Borlchüffe ans Wertvaviere.. t S1. 0S.000 Bort^üffe an den Staat .8 . , 0 000.000 Vorschub an V rüündrte. ........... o.->7r> " O.000 NotenMulaticu.. ........ TS.? " 28' .000 Trctorautkxrben. 110.01J.000 Privatguthaben. S.7(3B,S66.000 + 9/'a.O0O unotn’i n^*rt — 1 2.000 «nveräiiüert + 4, t iS.000 - 14. ’ 6.000 + + 7 11:0.000 17,570.000 150.100.0 0 VO'.fOO 8 Srs.000 S.fS.000 61,737.000 Theater für heute. Anianq - 1 Burgtheater.Flachsmann als Erzieher. %5 Die Schmetterlmgsschlachi. l/,g vperntheater ..... Götterdämmernng. %2 Bolksoper.Die schöne Galache. >/«6 Die toten Augen. >/,S Deutsche» BolkstheaLer Professor Bernhards. '/,6 Das Königreich. 2 Kammerspiele ..... Mandragola. y,6 Fräulern Josette — meine Fra«. 2 Theater i. d. Issesftadt Tnlby. %6 Der letzte Junggeselle. h,2 Reue Wiener Bühne . . Der Feldherrnhügel. 5 Der Feldherrnkügel. %8 Volksbühne.Ein toller Einsall. %6 In geheimer Misston. 2 Wiener Komödienhans Dre Landstreicher. */46 Enwau. ‘/j3 Earl-Theater.. Ein Walzertraum. 6 Johann Nestroy. 2 Theater a. d, Wien . . Die schöne Helena. %6 Wo die Lerche fingt. 2 Raimund-Theater . . . Der stdele Bauer. %6 Das alle Lied. 2 Wiener Bürgertheater. Die Glocken von Conteville. %6 Der ftdele Geiger, v 3 Zohann Dtrautz-Theatev Die C'ardasfürstin. 6 Eine Ballnacht. 2 Wiener Stadttheatev. Der Zi^eunerbaron. 5 Sybiü */„3 Lustspiel-Theater . . . Der 'elige Baromn. Der selige Daldmn. >/,4 Intime» Theater .... Die Dame unter der Decke rc. >/,6 Die Dame unter der Decke re. 5ebt«idm»;cbin«n tma Reparaturen aller Systeme, Zubehör aller Art. preiswert bei Ferdinand SMrev. Wie«. VI., Dreihufeisengaste 1. 29 Telephon 2729. WIRKWAREN Wilhelm Lunzer, I, Franz Josefs-Kai Nr. 41. G1

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