Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 61 (20.3.1919)
- Date
- 1919-03-20
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 61 Wien, Donnerstag des Geldes bloß irr dein intervalutarischen Kurs, nicht . aber auch in den Warenpreisen ihren Allsdruck findet. Wenn man für eilte gewisse Ware im Inland 100 Kronen und im Ausland 100' Mark'bekommt, so lohnt Ausfuhr bei ck einem Kurs voll 100 Kronen gleich lüstlckststark nicht; sinkt, der. Preis, der. Krone, auf den 5lurs 130-Kronen gleich 100 Mari und steigt dementsprechend -der Warenpreis auf 120 Kronen, verlohnt sich die Ausfuhr g l e i ch f all s n icht; denlr man bekommt für die Ware ini Äuslanb 100 Mark lind im Inland 120 Kronen. Die Mark, ist jetzt wohl n,n 20^Kroncn mehr wert wie früher, dafür bekommt'man aber auch im Inland 20 Kronen mehr. Sie 'verlohnt sich nur daun, wenn, der intervalutarische Kurs ' auf. das. Verhältnis 120 Kronen gleich 100 Mark sinkt, während der Warenpreis im Inland, unverändert 100 Kronen bleibt; denn dann bekommt man für dieselbe Ware im Inland .100 Kronen und im Ausland 100 Mark und, da 100 Mark gleich sind 120'Kronen, somit-im Ausland um 20 Kronen mehr., , >" - ■_ ■ •_ , - •; Dr. Arnorln hat mit. Worten' nicht gespart, und doch vermißt - man in seinen- Ausführungen das Wichtigste: die Bedingung, unter welcher seine Theorie richtig sein kann. An der Stelle aber, wo er klär, .spricht, läßt er deutlich erkennen, dass er in einem Irrtum befangen ist. .Er sagt: „Sie (die Ausfuhrbegünstigung) wird dadurch bewirkt, daß man, wenn man ins Ausland verkauft, einen höheren Erlös eLzielt, als womit man ursprünglich, beim Beginn der Produktion, da das Geld noch nicht so entwertet war, gerechnet hatte." 'Warum soll aber der Produzent, -weil er'jetzt einen ^höheren Erlös erzielen kann, als - womit er bei Beginn der Produktion gerechnet Hat, exportieren? Warum nicht im Inland verkaufen? Die Bedingung, welche die Ausfuhr begünstigt, muß man sich also erst dazu denken; diese ist, daß man den höheren Erlös nur im, Ausland,, nicht aber, ästch.fm JnlaNd'erzielen könne.. ' ' .' ,, Hat aber Dr. Amonn an diese Vebingung gedacht? Hat ex fic: nur beshglv verschwiegen, weil sie selbstverständlich ist? Nein. Gäbe er' zu, daß dies bas entscheidende Moment .ist«, ^dje-Diskrepanz zwischen der Bewegung der Geld» , und d^r ' Warenpreise im Inland, die die- Ausfuhr bedingt, so mühte er auch zugeben, daß cs nicht daraus ankonM, öb der Produzent bei Beginn der Produktion Mit einem niedrigeren Erlös gerechnet hat oder nicht, da et in jedem Fall seine Produkte .dortverkaufen wird,'" wo er besser heraus» kommt. Man sieht ganz deutlich, -daß Dr/ Aiuoirn Konjunkturgewinn und Exportgetvinn wirr, durch den Kopf gehen, während jeder Geschäftsmann, der keine 'Theorien kennt, diese beiden Gewinnursachen auseinanderhalten wird. Ist der Preis einer Ware zur Zeit ihres. Absatzes höher als zur ZLit ihrör Produktion, so ist' dies K o njun kturg ew inn. Ist der'Preis im Ausland besser als im Inland,' so ist dies EL p o r t g e w i n n, der mit . dem -.KöHunkturgewüm in gär. ' keiMm'Jttsanrineuhattg steht. -' .;*>^SjW&eti'<töu: uns mit» dem „mit Theorien operierenden Praktiker" zu. Ec will den Verstand der Wiener Gewerbe- 'treibenden auf das Niveau seiner Bauern bringen, .damit er ihnen klar machen könrie, daß es , für sie besser sei, für die Mark mehr als weniger zu ,zahlen., Ich will, hos-feU, daß die Wiener Gewerbetreibendett bei ihrem Verstände bleiben und sich diese Weisheit nicht klar machen lassen werben. Er behauptet, 1892 sei eilt Gleiches geschehen, wir sdien damals' unter den Durchschnittswert des Guldens. herabgegangen. Der Vergleich hinkt., Wir sind damals zur Gold» Währung übergegaugeit uub haben 33,875 Gramm Gold 900, feilt, in Münzen geprägt, ,„100, Kronen" genannt, während in Deutschland 89,825 „Gramm Gold ÖÖÖ fei«,.. ^in Münzen geprägt,. „100 Mark" benannt waren. 39,825 ^33,67.5----117,5 :100, deshalb konnte man keine andere Relation festsej-eu als 100 Mark ---117,5 Kronen. 1892 sind wie also voneinem Wertverhältnis zwischen Gülden und Mark, das, obscholl durch den normalen Warenaustauschverkehr gebildet, eiiv wildes, schwankendes und un- , begründetes spar, zu einem f c st^ b e gründete n, absolut r i ch t i g e n Wertverhältnis.zwischen Kronen und Mark übergdgangen. ' WaS man jetzt tun will,, ist gerade das Umgekehrte; man will von einer richtigen Relation zu einer willkürlichen, gänzlich unbegründeten übergehen. Kann Steinwenbrr. das Verhältnis 2:3 begründen, so soll er den Grund angeben.. Das Verständnis seiner Bauern ist kein Argument. Weiß er aber nicht,-wie es, angcpackt werden soll, sv will ich es ihm sagen. Zunächst ist die Frage :,\i beantworten, ob die Absicht besteht, die Mark- Und Krönen-Noten mit Gold zu bezahlen. Nach der,bekannten Politik der Währungsverbesserer scheint diese Absicht zu bestehen; dann ist aber die Relation 2 : 3 eine reine Beraubung desd'eutschösterreichisrhen Volkes. Besteht diese Absicht nichts dann niuß"zperst die Frage beantwortet werden, womit dPtn diese,Noten bezahlt werden sollen. Weiß man: feilte klare Antwort zu geben, so halte man. die Hände fern von einer Sache, die man. nicht versteht. Die NoLerrabsterrrpelung ünd die Neutralen. Bor turzenw haben, die. hiesigen.Vertreter der neutralen Staaten ihre Stellungnahme zur Rötenabstempclimfl in den Nationalstaaten beratend Sie fordern.nunmehr, da'! die un itmtralen Ausland zirkulierenden ungestempelten Raren der friiheren, Monarchie durch die m den SukzeislonSstaaten erfolgte AhstlpüvMng vichl a» Wert cmbü'ien öihlcty Jeder d e r neuen Staaten müsse sür einen aliquoten Teil, der noch fcstzuseyen fein wird, Hanen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, so werde die FaedenSkonse-enz darüber zu entscheiden häbcu. Wälircnd die deutschösterreichtiche Regienmg ihre Bereüwtlltgkett zur Übernahme emer ent prech enden Quote crllärt hat, verlautet, daß d.e andercn. Natconalstaaleu aut btc Antrag n der neu ralen Berireler keine bindenden Ewiderungeu f Im In, ereile »hrrr StaakSängehärigen Hab'« d.e neutralen Vcrccerer auch Einspruch gegen die dentichästerreichischen Spcrrversügungen iiber Depots und Einlagen erhoben. Wiener MvrgeuMiMLI 20. März 1919 Seite 7 Zur Anmeldung von Guthaben mb Depots. Der Verband österreichischer Banken und Bankiers versendet folgende Mitteilunä: Die Banken werden ihren- Kontoinhabern die erforderlichen Daten-für die im Sinne derBollzugsanweisung des Stacilsauttes der Finanzen - votn 12. d. M. zu erstattende Anmeldung von Guthaben - und - Depots z u k o m nr e n . l als en, ,sobald die aiigcknndigte,' aber gegenwärtig noch nicht verlnutbarlc Kundmachung - des Siaatsamtes 'betreffend die Forn» der AmneldUng erschienen sein wird.- Mit Rücksicht msi die gegenwärtige Arbeitsüberbürdung der-Bankett besteht mcht die Möglichkeit/ vor-Herausgabe dieser- Best immmgen einzelnen Kontoinhabern schon jetzt Konto- und Depotaufstellüngey zu geben. Das Publikum wird daher ersucht, btc Turchführungsvorstlmsten und die ihm seitens der Batiken zukommenden Informationen abzuwarten. . . Schleichhandel in üngestempslten Kronennöten. . Axlram, 19. März. (Tel.-der „Wr. Morgenztg.^) „Pnmorske Rovine" bringt Nachr'cht.nr über - den in F uine betriebenen Schleichhandel, bet dem btc n m ' 20 Prozen t i m W e r t e g e st i e g e n-c u - u ti-g e st e ur p e l t'e n Kronennoten eine große Rolle spielen. SsZialifierung der Eifenwnrenfabriken G raZ-O>d s.ndütg. Budapest, 19. März. Wie der „Pcstcr Aohd" aus Oldenburg erfährt, haben die hiesigen Vertrauensmännerder E'.senwarensabrlken Graz-Oedenburg beschlossen, vb.k beiden Fabriksnnlagen z n s o z i a l t fic r e it. Der Sekretär der fövdbcmo* statisch en Partei Knapp - stellte den Antrag-, inan »olle vorerst die Grazer Leitung der beiden - Fabriken verständigen, daß. falls binnen 24 Ctnndcn nicht die geforderte-Lolmerhöhurig bewilligt tvürde, die Acbetterschast und die Angestellten d e Westersübrung der Fabriken in die Harrde nehmen, beziehungsweise beide Fabriken soziallsieren würden. Die Vertrauensmmmer vertraten aber den Standpunkt, daß bic Fabriksleitung feit dem 13. Februar genügend Zeit .gehabt habe, den Wünschen der Arbcuerichast nach Lohnerhöhung zu entsprechen, daß, es datier ganz überflüssig sei, nochweitere Bechandlungen zn pstegen. Es wilrde iodann der Be'chluß ausgesprochen,, die Lcitlliig beider Eiicnivareilfäbriken Graz-Oedeiiburg m die Haude eines z e h n g l i e d r i g e n Di r e kt.o. r r ii m s. Mit dem bisherigen Oberbuchhalter Friedrich Plagge an der Spitzst zu legru. ’ ,. ÄZe AebernahmsKurse in Tschechien. Hr«g» l8 . MärzsTschccho-slowakisches Preßbni-ean.) Das Fmlwzm tt'st:riiMl-hät für den Fall, daß es von dc-ln Anbote fremder Papiergelder, das ihm dw-ch Vermittlung der Bankbchö'rde- - .dks. Fmänzm-nisterilsnis (F-stale. .der....-OestevrrtchrschttligärischenBank.undse tensdcrischecho-slowastschen Mvtsenzentrale, geinacht wird, Gebrauch micheN sollte, folgende Nebemahulskurie festgesetztSerbische Dinars — 200 Krouen, Mark —157 Kronen, rnutänische Ws 150 K'-ömN (OkkupaiiottsgeldW werden Nicht artgenonmstnf, bulgarische Levas -- 100 Kronen, schweizerische Franken — 320 5krvnen, 'itabeun'che Lire (Okknvätions-.iind Seriktrgelder werden nicht angenommen) —240' K önen, englische Pstiud Sterling — 270 K onen, franzämche Franks 280 Kronen, Dollar — 15 Kronen, norwegische Kronen —. 4M Kroneti, dänische Kronen — 4.00 K. onm, schwedische Kronen — 440 Kronen und holländische Gulden —- 640 Kronen. BesitzergreifuttF der ftMtlicherr Berg- und tzMenwerlre von SHemmtz durch die Tschscho- -' -- ---- - ^-dlokAKKen.- -'-r- ------ - - r- Die-..Tägl-chen Moncanberichte" melden: Die Okkupationderstaarlichrri R?omanwerke des Schemmtze- Distrikts, durch die -Tschechen et-folgte an» 8. und 9. Jänner. Am 8. Jänner berief der frühere gesellschastliche Bergdircktvr m Lupänlj. jetzt Obe^-- , regrerNngSbcrgkommissär der tschccho-sloivakischen Regierung. B. - Krchsko m Schemultz. den d>nual'gcnL^tcr chcr staatl-chen Bergdirektlou, Oberbergrat W. K a ch e l m a n n, telephoirisch zu sich, der sowohl se n persönl'ches Erscheinen als auch die Ueberläffimg titlet zur Bersüg mg' gestellten Wägens verweigerte. Hieraus erschien der genäuurc Oberregierungskomm ffär am folgenden Tage m Begleitung des RegiermigsbergkomMissars. det tschechdilowakischen Regierung für dm Schemliitztr Montänbezirk, A. 9e.l)o.czkp.- früherer staatlicher rObcrbergmgenicm-, tu dm Amtölokal'.tä en der Schemnitzer BeiMrsttion ünd teilte dem BeanitMkörper mit, daß sämtliche ftänU'.che Berg- und Hnttenwi'rksbctrtebe nunmehr Eigentumdes tschecho-slowakischm Staates bilom. daß er ' jeden Verkehr mit dm Vorgesetzten ungarischen Behörden verbiete, forderte sämtstche Beamte und Angestellie zur wetteren gewitsenhasten E süllung ihrer Pflichten am und belasse dieselben vorlänffg m ihren SMmgeis. Dte ver'ämmelrm BeänttM verwelgerten atlsnabmAos dm geforderten Treueid, protestierten en-'rgi'ch g'-gen. die Bcntznahme durch dte T-ck-echen, erklärten, nur -der Gewatt nachzugebeu und Unterzeichneten einzeln, - zum Zeichen der Keuntn snobme. das über den IlebergadS.itt verfaßte Protokoll. Au denselben Tage begab sich Lehoczky..nach Hodr>tsch, -Hodrusbanya', wo die Bmtz''rg.reisung der dortigen staatl-chen Betriebe unter denslbni Formalitäten vor sich g ng. Krisko stellte seine bald .ge Rückkehr rtiicb Schemnn; tu Aussicht ünd erklärre, daß er daim auch über die zickünftig-'n Direk-'v-m des Bergbaues entscheiden werde. Bon - P.-ogra)nm küttd-gte er mm die Eii'ckassnng eines gt oßm I > der Beamten an,- bezichungSweue deren Allöinng durch Tschechen und die beträchtliche Herabsetzung der in n.mester Zeit sestgesevim döhue bei A'.beiter. Den letz um atn'l'chen Nachrichten zutolqe langte er am-2b/Jänner abermals in Scheirinitz an bchnfs Austtabine der De-ackverhandlungen und Vollzuges der Verordnungen der Prager' tschecho-slowaktschm Regierung. Drr A rsweis der RelchshanÄ. Berlin. (R e t ch S b a n k a n S m e» S ' vom 7: März .19 l9.) . - (In Tausenden von Nkark.V Diese Woche Letzte Woche ^-77^,,,, A-kti va:. Metallb estand Stand Stand ^wermz an knrötäh-gem deutschen Gelde.au Gold in Barren oder ansläNdischm Münzen. daS Kilogramm fein . i' zu 2784 Mä'-k berechnet. 2.205,297 ' "1260.494 darunter Gold. 2.212.324 2.245,715 RercbS- und DärlehenSkasse»scheme. 6.018,523 5.93^,3'4 andere Banknoten .. 4,250 4,119 Wechsel, Scheck und diskontierte Cchatzan- . , wklslmgen .26.515,297 27.849,116 Lombard-Fordermtgen .' 11.645 9.629 E''ekte» . ...... 141,926 141,348 sonstige Aktiva...... 2.223,555 2.373.558 Passiva:. Grundkapital-. 180.000 180.000 Reiervtsouds .^. . . 94,828 . 94.82.8 No-mumlmi .", 24.217.989 24,102.823 sonstige ägl cb fällige - -" ' Verb.ndl 4ic nm . 10.889,434 11.830.686, sonstige Pailiva .... 1,758,242 1.863,321 4- 1,197 1,391 86.169 181 4- +• 833,819 2.016 583 149,998 unverändert unucväubci- + 145,166 ~ 981,202 — 110,079 Börse für landwirtschaftliche Produtte. Wien, 19. März. (Orig.-BetichtO Tie durchwegs fester» Auslandsb.'richte bleiben ans die Geichästsentwicklung auf dem hiesigen Platze obne E nfluß, da der permanente Offertenmang6 cine^Umiatztätigkelt nicht ermöglicht. Die Tendenz behielt natur» genläsi ihr festes Gepräge, die Umsätze, die vereinzelt in Spenerübcrr, ' Zuckerrübenschnttlen und anderen Ersatzstoffen stattsanden, vollzogen sich zu h v ch st e u P reif e n. Bemerkt sei, daß Geininesainen derzeit bei uns bill-ger crhäl lich sind als mHolland oder Dmtschlarid. Im Falle baldiger Wiederkehr tuvgllcher Besörderuttgsverhälkniffe könnte sich ein lohucuder Export nach diesen Ländern entwickeln und könulcn auch Kompensationen crCauüt werden. - Amerk^anische Waremrotierungett. New-Dork, 15. März. B a u m w 0 l l e Rew-Bork' lyko ^. 28.60 w New-Orleans.27.50 * New-Bork per März. 26.25 „ - New-Aork per April . . . ..25.50 Petroleum: i Raffinade (in cases) New-Uork .• 20.25 , „ Standard Wh.te New-Vort.17.24 „ m Philadelphia .. . 17.25 Petroleum Cred. Balancl at Oil City ...... 4.— Rew-Uork, Mehl -Akarke' Svr. Clears) . . . . 9.- brs 9 „ Wetze n. Lsinrerrvetzen '... . .231% „ ■ „ Sommerweizen . . . . - . . . .237'/, „ Mais. Western loko . . . ..170 — w Z u ck e r. Granulated . . .. . 7.50 ' - Centrifugal . .'... . . 7.28 „ KaNee,' lokö '. ... . . . . . . . . . . 16.25 * Getreide fr. N. jsdn. per Bush. (60 lbs.) nom. „ S ch m a l z, West. Steam . .'.'.'. 27.60 „ B it u in »volle Zufuhren in den Hasen . . > 10.000 Wiener Börse. Die gestrige Boise eröffnete in ziemlich fceuudlicherHaltung. Namentlich waren Alpine M 0 n t a u a k t i e n Gegenstand 1 regerer Nackffrage im Hinblick auf die in Anssicht genommene Kapitalsvermehrung -und die Echöhnng der Ecsemichtpreise. Alsbald trat eine allgemeine Abschwächnng em, die mit der herrschenden Unklarheit der wittschaftl'.chen' und politischen Lage in Zusammenhang gebracht wurde. Auch lag von den auswärtigen Platzen keme Anregung vor. so daß auf sämtlichen Gebieten spekulative Abgaben zur Aüssührung, gelangten, . welche einen c nt p f t it b 11 cf» c u Knrsdruck zur Folge hatten. Die K ü l i s s e n w e r t e, welche mit Befferungen mnetzten, verließeit den Akarkl mit fast durchwegs niedrigeren Kursen. Im S ch ranken war ebenfalls Angebot vorhanden, welches eine rücklänffge Tendenz hervorrief. Auf dem A n l a g e m a r k t e waren Matrente und Oesterreichifche Kronenrente höher und gefragt. Im Nachstehenden eine Aste der wichtigsten Schlu'ßnoticrmlgen: IndustricsUnternclMungen. Allgemeine Baugefellschast 466.— (-r 4.—), Wiener Banges. -408.-7-(4- 8,—), Wienerberger Ziegel SSO.— (—19.—), Hesinger—(— —.—)/ Sarajewo Akt.- Bcaueret — — (-.—), Aussig Chcm. 1275.— (— 2— ), Brosche Zvmtns 988.— (4-^8.'—), Ka«bomndum 850.— /— -7-.—), Holzhandelsgesellichaft 770.— (—' 20.—-y A. E. G. Union Elektr. 776.— (— —Siemens Schnckert 477.50 ^--.50), Alpme 844.— (-Austria Email 990.— (— 25.—), Berg u. Hütten 1776.— (-i- 13.-). Poldchütte 1050.— (— 16.—), Prager Ecken 2520.— (— 30.—), RtMainurany 905.— (— 24.50), Skodawerke 758.— (—11.—), Waffenfabrik —(-.—), Salgo Tarjaner —1— —Trifailer Kohlen 728.— (—19.—), Una. Allstem. Kohlen —(— —Urikany — LVettbölnn. —.—), Brunner Maschinen — (— —Heidt —(~—.—), Lokomottv Sitzl 630.— (— Simmermger 525.— - (— 24.76), Elbemühl 540.— (— LcykaNl 622.- (>i- 7.-), Karpathen 2199.— (— 36.—), Galizia 1500.— (— 50;—), Feckabriken —(-.—), Schoeller Zucker 1980.— (— 23.-), Böhm. Zucker — Oz'stcrr. Eisenbahnverkehr 607.— (ck-2.—), Türk. -Tabakregie 1180.— i—10.—), Türkeulose 430.75 (4- 4.75), Krupp Ä.-G. 586.— (—.—), Ruston 548.— (— 7.—), Fiatwerke 905.--- (— 43.—). Veitscher Magnesit 2300.— (— 100.—) Transport-Unternehmungen. Adria 1985.— (4- 25.—), Auffig-Teplitzer — -.—), Bnschtiehrader Ut. A. — .— {--Bufchtikhrader Ut. B. —(-.—), Orientbahnen 1750.— t— 51.—), Donau-Dampf. 1995.— (— 56.—),. Ferdinands-Nocdbahn 5400.— (-,—), Istoyd 3030.— (ck- 80.—), Navigaztone 4750.— (— 50.—), Staatsetsenbahn 992.— (— 17.50), Lombarden 164.50 (— 5.25). 37«. Südbahn- Prior. 359.— 1— 3.—), Staatsbahn Genußsch. 500.50 (— 16.—). Slcntcn. Matrente 87.65, (ck—.45), Febmarrente Ä3.— (-Oesterr. Kronenrente 87.50 (ck- —.25), Oesterr. Goldrente —(— —), Ungar. Goldrente (— — Ungar. Kronenrente —. (-— Dnnken. Anglo 429.50 (-.50), Bankverein 464.50 (— — .50), Bodcnkredtt 1206.— (— 4.—), Kredit-Anstalt 645.— (— 10.—), Ungar. K edit 862.— (— 28.—), Depositen 560.— (+ 5.—), ifiiitbevbanf 454.— (— 4.—), Unionbank.. 5.78*— (ck- 4.—),.Verkehröbauk 360.— (— 2.—), Zivnostenska' 581.- (- 9.-). Budapester Börse. Budapest» 19. März. Angesichts der Besserung der. Valuta und günstiger Berichte vorn Wiener Markt war die heutige , Börse vorwiegend fest gestimmt, wenn sich auch die geschäftliche ■ Beteiligung m ziemlich engen Grenzen hielt. Bei Begttin des Verkehrs witrden Ungarische Kred r-Aktren mit 886, Oesterreichffche' Kredtt-Aktten nur 652, Hol;bank-Altien nm790, Rtma-Aklien mit 928, Straßenbahn-Attien mit 505, Staa^bahn-Aktten Mit 1039 und Uonlbatdcn mit 183 gehandelt. Später hatten jedoch Realis itioncn w.cder eine Abschwächnng der Kurse zur Folge. Auf dem twkalmarkke -waren ^besonders Schiffahrtwerte gut aehalten. von denen Adrig Akiien 45, Aclantica-Aktien 20 und Lcvantc-Aktieu.. 60 Kronen gewannen. Auf dem Anlagemarkte war der Verkehr, bei ment unveränderten Km sen gcrmg. Die ungarische Kronen- ' reute wurde zu 90.25 bis 90.75 gehandelt. ■ j '"■ ■■■ . V Berliner Börse. Berlin, 19. März. Die Tendenz der Börse, war anfangs vorw egend schwacher. Im weiteren Verlauf setzte ffch aber eine . frenndluherr Sttunmmg durch, woraus besonders 'die Anteile der ,n den ivestlichen Gebieten liegenden Eisen- und Kohlen-Inditstrieff lmicrnkhnumgen ^Nutzen zogen, so namentlich Lothrmger Hütte--, ' Rombacher Hütte- und Gel'enk rchener'Akiien.Von Schiffahrtwerten, : bic ihre anfänglichenKu>.svccluste wiederausglc>chcn kounlen,erzteltett . Hamburger Pastisahrt-, Hansa- und NorddeutscheLlopd-Aktien darüber hinaus noch bemerkenswerte Besserungen. Elektrownie wurdeic' gleichialls höher bcviljlr. Dagegen lagen Rilstung-'-urrle r.sdit -em* heulich. Nhemische Metallakiten stellceri sich wesemlich iuedriger.