Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 58 (17.3.1919)
- Date
- 1919-03-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Darnach , soll Deutschland, Wald die Schiffe.Hereih sind, in See zu gehen, und Hie- Bezahlung^ geregelt ish Hie ersten Lebensmittel in hier,Löhe, von 27 Q.O 0 0; T-. o n it e n sofort geliefert echÜNn,.-. Es Hat weiters^ das. Recht, monatlich bis. WO.OtzO T y. n n e n UalMNgsMittel zu kaufen, amd Mür'.in feindlichen und rreutralen Ländern. Dabei ivird Hie ,Einsicht- - von.', F.HH e n . aus europäischen MwässerNi undvon.G.e rpsti He nicht in Anrechnung Mracht. -Die EinschränKstttgen' des Fischfänge^ in der Mtsee werden aufgehoben. Die assoziierten Regierungen legen Wert daraus, ' die Lebensmittelemsuhren möglichst durch Ausfuhren" zu finanzieren. G o l d. uch d aus l ä n d i f ch e Wer t p a p i e r e sollen' daher, einstweilen nur mr Betrage von 200 Millionen Dollars verwertet.werden.- Ferner wurde verlangt, N&.'. die. Einfrchren niemänd: zukomm en dürfen, dtzcjd ur ch e i g e n,cD'^v-f chu l d e u arbeitsly S ist, Die deutsche Regierüyg hat sich bereit erklärt,, eür . Depot vyn 11 ÄUlliouen Pfund Sterling tit Mo l d in Brüssel zu hntterlegen, damit die^Keveus-- Mtellieferung sofort beginnen könne. Der wesentliche Mterschied, dieser/VereinbMngen gegenüber den i bis- Wgen Verhandlungen' liegt' dgrm, daß DeuLschland jkeme Lieferung'garantiert wird, sondern die Erlaubnis eHHtz ^'HcheysuMelausi seiydlichen^ oder/neutralen Mr. von 'RshsMen uird ÜWüstnellen ' Kzeügüissew Die Friedenskonferenz. Kaiser Wilhelms Schicksal. — Barfrtede nach vor Oster«. - Die ZerteMmg Bulgariens. — AmerikanischL Beschweeden gege« die französische Zensur. Völkerbundes kommen soll, der ohneR L ck s i ch t Ludeudsrff verteidigt -sich... ^West^ldLMng^'Wglen^dLe-- Reichsleitung' ,r ^.Berlin,'-16. MG» -Di> Megraphenunion ^.verßWrulcht einenBriefwech^hzwischen Ludendorsf- und H'chei d'em unn. Unter -'.Hinsv'eis. auf die Aeußevüng . Hcheidemlmn?, Lirdendoris' seihchi -Hrrsardeur, führt'letzterer seinem Schreiben.-Ms)--der--Aare Sinn seiner Worte Ar der gStveseü, -er wMi.Wchh.chr-HasärdsPreler'Am-'«nd Ms -aufchre Karte seMuHtbistet den MinisterpMdMten sMe.Aeußerüngeu, über', p -bcii einer der nächsten . Gcjch-nheiten 'richtigzuWeu, -MÄ. e.rsucht, .ihm Ges.MenHeit zu Hedew"h'ei. einem StaatSge- Hcht'shof- .'füv ■ f-e'J| - 25^,0Hen■; und -Handtln ' *.MhtjsLerprLfident-tMKei de m ann antwortete, dH' es'M für -ihn erübffge,^ .auf.- die Angelegenheit/Zu°> tückzu'komm'en. Ein 'sndgWgeS -Bildüber die Haltung ..Lüdendorsfs. in'der WaffenstiUtandsfrage werde sich'aus den' Dokumenten ergeben/ melchedie Reichsregiernng! in Kiirze veröffentlichen werde.' )Der, Wunsch Ludeudorffs, , ^or einen. S'taatsgenchtshof zu treten, -könne rrft -yrMt ' ,pchd.e«x wenn,'-die. enVKVge 'Betfässung und di'r.KtäatS- KHchtshof'beschttsien.'Westx).; : . Än seinem' ÄntwortschreiLen vom lÄ. März eAärt- -.LÜH.eNdorff, daß 'r\m;■ diese' Antwort,nscht. . g e n ü ge. Zusamwenfassend erklärt er zum'Schluß seines Schreibens, die AnfoMrustg' des Waffenstillstandes sei . schwer gewesen, nochr-. ) schwerer, seine. lsnterzeichnung. ZwischenAnforderung und Ilnterzeichnung liegt") da§ s Schwerste, .nämlich die Äätsache^ .daß die RelchsDtstNg . dE vorgeschlagenen urch Uder letzten Rede des'-Histzen- Max von Bähnr am 75.'.' sOktöb« >' betretenen - lastenhabe und den Weg öer'Kapitulati0n, des - Bianker0tts rr«d - deZ Friedens um jeben Ar eistrotz feiner (LudendorW Einsprache gegangen sei.; Mit dieser Klarstellung, schließt' Ludendorff, .ist' die Ungelegenheit für «ich erledigt.. Ein vollständiges Bild uirines Hqndelns werden imeme KriegSerinneMflgen gehen. Mf"die' Richtigstellung Eurer ExMenz Aeußerungen ^ge ich.keinen Wert mehr. Ich Hatte erwarten dürfen, daß Hier nicht der Parteiführer .Scheidemann, sondern Her Präsident ' des deutschen ' ReichSministeriumS ey^dern würde, s In dieser Erwartung sehe ich mich enttäuscht. $ ti v c r E xz e.l U n z ent sse l l en d e.usiH ir?i- Die gestern eingelaufenen Meldungen über die Arbeiten der Friedenskonferenz berichLeui zum soundsoviMnmale, daß ..der Prälimmarfriede. noch vor Osterir 'abgeschlossen iverden stöll. Häs^würde die rasche und restlose Eiurgung der Friedenskonferenz über alle strittigen Fragen, besondersaber über die. Rhein-- , repubÜk und den .Anschluß Deutschöstecreichs. an Deutschland voraussetzen. Doch kann man mit. gutem Grund daran zwch'elu, daß diese iSAeltpunkte, > zu denen sich noch der italisursch-südjlawische Gege.nsatz und. die Orientfrageä gesellen, so rasch' einoemehmlich geschlichtet werden können. Schon berichtet der amtliche- Draht aus "Laibach voit einer neuen, tiefgehenden Erregung in Jugoslawien wegen der - angeblichen Gntscheidung der Friedenskonferenz, die Görz, Trieft und Istrien den Jtalienenr zufprechen, 'Fiume-dagegen als Freihäfen 'internationalisieren und Gunter den Schutz des Völkerbundes stellen will, - Auch das' Schicksal des Ex-Kaifersi- Wilhelm bereitet der Friedenskonfererrz SchWierigkeitenDie Kommission . zur Feststellung der. SchMftage soll die- Absicht' haben, ein Oberstes Kriegsgericht des 'Völkerbundes zu errichten, das über den Kaiser mnd, alle anderen)noch zu findenden Schzüdigeüiohne Ansehung des Ranges ein Urteil fällen soll. Doch zeigen sich Gegenströmungen^ die auf die schwierige Lösung der Auslieferungsfrage Hinweisen. Vieles wird.'zur' Auf-- helümg dieser ganzen noch dunkelrr Älngelegenheit der Streit zwischen. Ludeudorff und Scheidemann beitragen,'die einander mit Enthüllungen drohen. h ^-sM-ah-x- Me?Wsroilung-all- -diestr fchvn lange MEMMWk8NMWKQj Ot-HMG Mtdauch mock Her köntpIrZrtzrdnv hiuMtrich der FöMermrg d^eS.KMensl dienen kann, darf 'Miidfüglich/b-eMeifelch. ' Was den Arkschluß' DeutschyWrchW. an- Deutschland .betrifft,-so mehren sich, die MrzÄHeu dafür, daßs na Sti Frankreich es i i c 1 e n d e „v 0 r l a ü f i tz e > A n t w o. r ich alH-illoyal b)ez)eiHnen. mttß Oppösition entgegen und es 'scheuch' stls-ob dessen vierzehn-Punkte' immer' weiter -.in) den 'Hintergrmw.rücken, sich' mit England Äem' sranzösischetv Standpunkt abkomodieren wird. ,' 'Inder eFrage/des. nahen Orients' soll. ein Kompromiß / zwWen Frankreich und England angebahnt werden,/das'Frankreich die Herrschaft über Syrien, England 'dagegen .als Mandatar des Bölkerbmrdes - das ^Protektorat über Palästina und- .Mesopotamien zusprichk x' Während .in- Paris dör-Frieden beraten wird, meldet der deutsche Heeresbericht - einen Sieg über die Bolschewiken., im Räume nördlich'äi’ Kownv) die Bolschewiken dagegen große. Siege über die Ukrainer . . . . ' - . Paris. 16. März. (Havas.) Der Ausschuß.der Konferenz hielt am Smnstag-- uachinittags nur eine ganz kurze Sitzung ab. Wilson nahm daran nicht teil. Er .verblieb in seinem Hotel und setzte die eingehende Prüfung des in seiner Abwesenheit verfaßten Berichtes über die endgültigen militärischenBestimmungen des Waffenstillstandes mit Deutschland fort. Aus Rück-- sicht.für den Präsidenten Wilson setzte das Komiteedie Beratungen über diese Angelegenheit bis zum Montag ans. . - z : f Der Rat der Zehn nahm einen Vorschlag WUsons .an, der die Delegierten der Alliierten in Warschau ermächtigt, nach Gutdünken ihre Untersnchnng jenseits der Weichsel gegen die Ost'grenze von Polen festzusetzen. ' Der Zehnerausschuß bezeichnete die kleinen Mächte, die eingeladen werden sollen, Vertreter in die Kommission für ■ das Lustschiffahrtwesen zu entsenden. Paris, 16. März) (Tel.-Komp.) In diplomatischen Kreisen gibt man der Vermutung Ausdruck, daß der gewesene Kaiser Wilhelm vor ein vom Völkerbund zu errichtendes- Oberstes K r i e g.s.g e r i ch t gestellt werden wird. Ueher die Entscheidung der Kommission zur Feststellung - der KriegsverantwöMchkeit wird zwar strenges Stillschweigen beobachtet, soviel ist aber bekannt, daß es zm Errichümg eines Obersten Gerichtshofes des a u f Ran g und Stellung sein Urteil sprechen : wird. ' - . Von hervorragender diplomatischer Seite wirdi dem Vertreter der Telegraphen-Kompaguie erklär^ , daß eine Anzahl von Ausschußmitgliedern diese Absichtz i ein Oberstes Gericht des Völkerbundes zur'Aburteilung eiuzusetzen, nicht teilt. Es ergeben sich auch S ch w i e r i g« keiten in der Auslieserungsfrage. Es wird erklärt, daß die Frage der Feststellung der Kriegsverantwortlrchkeit noch einmal vor die K 0 l f e r e n z gebracht werden wird. Paris, 16. März. (Tel.-Komp.) Anfangs AprN werden die Ar b e i t e n der Friede ns Kor^ f'e r e n z abgeschlossen sein. Hierauf tritt eine ein^! wöchige Pause ein, nach deren Ablauf die beitt*' sch en. Delegierten eingeladen werden, d äs ,Krie'densdokument in Empfang zu-nehmM' Vor Ostern wird jedenfalls der Vorfriede unter-, en sem. Paris, 16. März. (Tel.-Komp.) In ferbischeni herrscht, starke Enttäuschung, weil die Mom* inission zur Festsetzung der Grenzen sich geben die Ei> füllung aller serbischen Forderungen bezüglich'. beL E i nv e r l e i b u n.g b u lg a r isch en GebieteÄ .- ausgesprochen hat.. Dies bestätigt auch her ^TeMps"^ : V e yiz e l 0 s hingegen soll es gelungen sein,-den -. \:$M tch isch e n W ü n s ch n zu eurem HeMrey MMWW Tverhelsen,speziell . irr der t n_; -v ■ - Palris, 16. März. (Tel.-Komp.) In der geftrigm Sitzung der Konferenz wurde die von Foch, Haigi. unK anderen Militärs ausgearbeitete ' D e n k s ch i t f l ü b e r die Abr ü st u n g D e u t f ch l a n b s fcc« handelt, die eine der Grundlagen des Präliminar^ friedens mit Deutschland sein wird. . - Washington, 16. März. (Tel.-Komp.) Das ' amerikanische Staatsdepartement veröffentlicht ems Mitteilung, in der betont wird, daß - Amerika über hie - nach Frankreich gehenden Nachrichten Lei n e r«, lei Zensur ausübt, ebensowenig über die a«§ Paris nach Amerika über den Verlauf der Konferenz, gesendeten Berichte. Die Erklärung des Staats« departements besagt, daß Amerika an einer solchew Zensur weder beteiligt sei, noch eine solche beabsichtigt werde, erwähnt aber nicht, ob eine solche Zensur nicht durch die französische Regiemng ausgeübt wird. Die Gegner -des Völkerbundes in Amerika führen eine heftige Beschwerde gegen die in. Frankreich ausgeübte Zensur bezüglich der Stellung zirm Völkerbunde. Man verlangt, daß das franzöp« fche Publikum über die amerikanische Oppösuiw 'gegen den Völkerbund Klarheit erhalte. Deutschland beruft sich auf WUsons Punkte. Berlin^ 17. März. Die deutsche Liga für den Völkerbund hielt gestern nachmittags im Herrenhause eine Überaus zahlreich besuchte Versammlung ab. Staatssekretär Erzberger betonte als erster Redner, daß die gegenwärtigen Pariser Plane nicht dem wahren Völkerbünde entspreche«, der sich die Welt erobern soll. Das deutsche Volk hat in Wilson grenzenloses Vertrauen gefetzt. Der. Völkerbundeutwurf der Entente entspreche in keiner Meise de» 14 Punkten Wilsons. Die Vedingungeu für die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund find eine Schmach. Erzberger besprach dann. kritisch die einzelnen Forderungen der Entente, nannte die Absichten Polens auf Danzig ein Verbrechen, die nuerhörten Schädenerfatzanfordernnge» nnbegriindet und. fuhr dann fottr ^Weder die Vertreter des deutfchen Volkes in der Nationalverf am m l u n& H