Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 56 (15.3.1919)
- Date
- 1919-03-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 56 Wien. Samstag Wiener Morgenzettung 15. März 1919 Sette 7 baß der zukünftige für Drohobycz zuständige Staat zu denselben Mitteln greifen müßte, alsder frühere österreichische Staat. .Dies führt aber sicherlich zu einer überaus ungünstigen Situation für die private galizische PeLroleumindustrie, von der es ohnedies außerordentlich zweifelhaft ist, wie sie angesichts der ve änderten Verhältni se und in Konkur.enz mit andr en Produktionsländern wird leben können. Die von der österreichischen Regierung in früherer Zeit, insbesondere aber während des Krieges aus dieser Zeit erzielten Millionengewinne bei bevorzugter Rohölbelieferung zu niedrigen Preisen werden wohl auf Sie Entschließungen der Finanzpolitik des neuen Staatswesens den entsprechenden Eindruck nicht verfehlen. Möglicherweise wird auch die während des Sieges von der Heeresverwaltung genräß dem Kriegsleistungsgesetze in Anspruch genommene Raffinerie Limano rua gewissen Verstaatlichungstendenzen ansgesetzt sein, umsomehr, als es fraglich ist, ob die französischen Besitzer unter den vollständig geänderten politischen und Produktionsverhältnissen Interesse an dem Weiterbetriebe dieser technisch ausgezeichnet ausgestalteten Fabrik haben werden. Die private und die staatliche Jndustriepvlitik werden sich demnach voraussichtlich auch in der polnischen, bezw. ukrainischen Verwaltungsära in einmn erheblichen Gegensätze befinden, dessenUeberbrückung beeiden gegenwärtigen Strön'Ungen zur Vergesellschaftung der Betriebe besondere Schwierigkeiten verursachen dürste. Auch die Frage der Bruttoprozente bei der Produktion wird über kurz oder lang angeschnitten werden müssen, wobei die Tendenz bestehen dürfte, den effektiven bäuerlichen Grundbesitzen: nach Möglich fett Schonung ihrer Interessen angedeihen zu lassen; hierbei werden die in zweite und dritte Hand durch Verkauf und Spekulation gelangten Bruttoanteile kaum auf eine besondere günstige Behandlung rechnen können. Die Frage des Absatzes der Mineralölprvdukte wird im wesentlichen von der Entwicklung des Weltmarktes, von dem zur Verfügung stehenden Tankraum und den Frachtraten abhängen. vielfach auch von der Preispolitik. (Viel hängt auch von der Entwicklung der Bestrebungen zux Erzeugung von Oelcn aus Kohle ab. Ein Teil der österreichischen Petroleumgesellschasten haL bcvrits aus diesem Gebiete weitausgreisende Pläne, deren Verwirklichung jedoch von der weiteren politischen Entwicklung abhängig sein dürste. Vorbereitungen zur Vermögensabgabe. Dr. Steinwender äußerte sich den Pressevertretern gegenüber ausführlich über die Vollzugsanweisung, welche die Vorbereitung für die Vermögensabgabe bedeutet. Wahrscheinlich wird die Aufnahme des in Banknoten bestehenden Vermögens ein zweites Mal nötig sein; die jetzige, die nicht erfolgreich ausfallen dürfte, hätte als Grundlage für einen Vermögenskataster dienen sollen. Der Referent für die Vermögensabgabe, Oberfinanzrat ' Dr. Grünwald, erklärte, daß , der Zweck der Verordnung die Anlage eines Katasters versch:edener Arten des mobilen Vermögens sei. Es ist ein objektives Verfahren gewählt worden, bei dem nicht berücksichtigt wird, ob die Vermögensbestandteile Personen gehören, welche die Vermögensabgabe zu leisten haben oder nicht. Die Verordnung bezieht sich auf Wertpapiere, Bareinlagen, Kontokorrentguthaben und Guthaben auf Girokonti wie auch auf den Inhalt der Schrankfächer (Safes). Was den Besitz von Gold- und Silbermünzen, Bank- und Staatsnoten, Gutscheine über abzustempolnde Banknoten, seit dem 1. Jänner 1914 gekaufte Luxusartikel und Vermögeit im Ausland, endlich Wechsel, Schecks und Anweisungen aus das Ausland betrifft, so ist eine Fa ss^o n der physischen Eigentümer im Jnlande vorgesehen. Die Bestimmungen der Vvllzugsanweisung hierüber sollen noch ergänzt werden. Die Wertpapierdepots sind nur für Entnahmen gesperrt, dagegen können neue Einlagen entgegen genommen werden. Letztere sind wegen der geplanten Lontrollbezeichnung der Effekten ratsam. Die Kontrollbezeichnung soll der Anmeldung folgen. Sehr wichtig ist die Hinausschiebung der Frist für Steuerzahlungen bis zum 15. April. Die Amnestie wegen Sieuerverheimlichungen soll in weitgehendem Maße geplant sein. In der Bollzugsanweisung werden besonders die Lu xus v e i\nt ögen hervorgehoben; die Kriegsgewinne such bekanntlich zum großen- Teil in Luxusgegenständen angelegt, die nunmehr besteuert werden sollen. Die Banken und übrigen Geldinstitute haben bereits damit begonnen, die bei ihnen gemieteten Safes zu notieren und tverden dem Staatsamt für Finanzen die Mmen und Adressen der Mieter bekanntgeben. Die bei den Banken in Safes deponierten Werte sollen um die Hälfte höher als por dem Kriege sein. 'Besonders Juwelen, in denen wahrend des Krieges sehr hohe Beträge investiert wurden, sind bei den Geldinstituten in großen Mengen hinterlegt worden. Das französische Budget. Paris» 13. März. In der Kammer führte Finanzminister K l o tz in Erwiderung mehrerer Interpellationen über die finanzielle Lage Frankreichs au$, daß bie für die nächste Budaetverwde auf 18 M r l l \ a r b c lt geschätzte Ausgaben,ztffer den Tätlichen entspreche. Du Ausgaben während des Kruges haben 171 Milliarde n betragen, wovon 118 Milliarden für Krieg und Marine cnllgewcndet wurden. Bevor man an die französischen Steuerträger denkt, müssen bic. Deutschen bezahlen. Es darf nichts , von . uns , getan werden, bevor dte Grundlagen ausgerichtet sind, auf denen Deutschlands Schuld geregelt werden wird. Das wird in kurzer Frist der Fall sem. Alle Alliierten sind. bezüglich. der Wledergutmachung der Kriegsschäden einer Meinung. . Der Femd wird die Provinzen, die, er verwüstet hat, wlsderherstellen inüsscn, aber noch bevor er diese gewaltige Aufgabe erfüllt hat, wirder-einen bedeutenden Barsch u v zu leisten haben. Falls es eines längeren Zeiträumes bedarf, wird die Zahlung der Entschädigung mrt allen Gar a nt i e n umgeben werden müsseir. Frankreich ist etn, gewaltiger Gläubiger Deutschlands. Je nach dem .wir eine größere oder geringere Genugiunng erhalten, je nach der Zahl der Milliarden werden wrr unser Budget Umstellen. j Der Munster versicherte, daß er sich bemühen werdender Forderung Frankreichs an den Feind den Charakter einer privilegierten Fordernng zu wahren, und wiederholte, daß die Negierung es gblehue. zu einer Neubelastung der fran'ösischen Steuerträger Zuflucht m' n hmeu, bevor die deutsche Entschädigung festgesetzt sei. Das wäre icm Fehler, für de'' die Regierung nicht die Verantwortung übernehmen würde. Da, die sozialistischen Abgcoidneren nnausgeseyt durch Zwischenrufe protestier-eu, erklärte der Minister: Ich habe das Gefühl, daß, wenn ich 20 Milliarden fahren ließe, dies zun: Schaden meiner Mitbürger geschehen würde. Das werde ich nicht tun. Mit diesen Worten verließ der Minister die Rednertribüne. Nach einer großen Debatte über verschiedene eingebrachte Tagesordnungen nahm btc- Kammer mit allen gegen 132 S t i m m e n die von der Regierung gcnchmigte emsache Lagesordnnng an. Zur Vermögensabgabe in der T/checho- Elowalrai. . Bekanntlich sollen in der Tschecho-Slowaler auch die unbeweglichen Güter besteuert werden, so daß auch die Eigentümer der verschiedenen Fabriken eine Vermögensabgabe werden leisten müsset!. Wie wir von informierter Seite hören, wird die tschechische Fmanzregierung von den Fabrikanten verlangen, den Wert ihrer Objekte selbst anzugeben. Es ist naheliegend, daß die Eigentümer den Wert möglichst Niedrig attgeben werden. Der Staat wird sich jedoch Vorbehalten, die betreffenden Fabriken dann von den Eigentümern zu den a n g e s e tz t e n Betraget! käuflich zu erwerben und in eigene Regie zu übernehm-m. Auf diese Weise konnte der Staat zu außerordentlich niedrigen Preisen rn den Besitz tvertvottec Jndnstrieanlagen gelangen. Arrsfuhr, Einfuhr und Durchfuhr von Postpaketen irr Tschechien. Prag» 14. März. (Tel. der ..Wr. Morgenztz.*) Zur Ausfuhr und Emsuhr von Postpaketen int tschechoslowakischen Staate ist die B.willigung der tschcchonlowakllchcn Ausfuhrmid Einsubrkoinmission nt Prag oder ihren Exposituren erforderlich. Eure Ausnahme hiervon bildet die Ausfuhr von Wertpapieren und?> u ck e r, über welche das Fruanzmm'sterium entscheidet. Die AnZiuhr und Entfuhr von Büchern, ungebunden und broschiert (gebunden nur dann, wenn sie keinen wertvollen Einband besitzen'!, Ze tungm, veriodischen Zeitschriften, Revuen und Musikallen tft frei. Die Em'uift von H e t e m das Gebiet des tschecho-sloniakischen SMales erfordert vorläufig kerne Bewilligung, Die Durchfuhr von Postpaketeir alle' Art ist gänzlich frei. Eue Ausnahme hiervon bilden bloß Sendungen des Staatsmonopols, Munition, Waffen und mttitärische Allsrüstungsg''genstäiide. Die Bewillrgirng mr Ausfuhr. Einfuhr und Durchfuhr von Monovolgegenständen bleibt dem Finanzministerium Vorbehalten. Es wird den Absende'i, emvsoblen, die Transvortbewilliglmaen vor Adfmdnng den Paketen beinrlegen und dies auf dein Paket und der Bcgleikadrcffe zu verzeichnen. Eine neue ExportgeseKschaftin Pretzburg. Pretzburg» 14. März. (Tel. der ..Wr. Morgen,zrg.") Hier wird eine neue Expor t-- und I m p o r t g e s e lisch a f t unter der Firma „Ai i n e r » a" errichtet. Ern Zentraloerbaird der ArbeiLergewerkschäften in Drohobyez. Stanislan, 14. März. (Funkspr. deS Ukr. Pressedienstes? Die „Republica" meldet: In Drohohycz wurde ein Zentralverband der Arbeitergewetkichasten gegründet, der auch Konsum- und Produktionsgenossenschaften errichten soll. Die Anleihe auf Gold und fremde Valuten in Tschechien. Aus Prag wird uns gemeldet: Zn der Kundmachimg des tschecho-slowakischcn Finanzministeriums betreffs des Staatsdarlehens in Gold. Silber und fremden B a l u t e n ist nachzutraa-n, daß dieses Darlehen vier Jahre hindurch vom Einleger unkündbar ist. Nach dieser Frist kann der Enleger sechsmonatlich künd-getr, worauf der Staat das Darlehen plus 3% Prozent Zinsen in Mark oder derselben Valuta« in der das Darlehen erlegt wurde, zurückzahlen wird. Weitere Grhök"»ng der oderschlestschen Kohlenpreise. Wie wir aus B e r l i n erfahren, wi-d die Otiertthlensche Kohlenkonvention eine wertere Erhöhung der Kohlenpreise von 10 btS 12 Mark Vorschlägen. Die Beschränkungen der Eisenbewirtschaftung ausgehoben. Die bisher geltenden Vorschriften über dte Ellenbewirtschastung (Bestimmungen über die Eilenkommission rmd den Verkehr in Ellenmalenalien) sind nunmehr durch eine VollzugSanweisung allsgchoben toovi \ Im freien Verkehr zwischen Erzeugern und Verbrauchern bestehen für den inneren Verkehr DeutschösterreichS keine Beichränkimgen mehr; doch bleiben die Beschränkungen und Bewilligungen in der Ern-, Aus- und Durchfuhr unverändert aufrecht. Von den Getreidemarkten. Das günstige Ergebnis der E-nähmnaskonferenzen mit den Vertretern der Entente nahm vollends daö Jntereffe der Borsebesucher «n Anspruch,' zumal die Ernährung, allerdings nur tm Ausmaß der bisherigen Quoten, bis zur heurigen Ernte gesichert ist. Ente direkte Teilnahme des Handels kann wohl jetzt Nicht stattfinden. Sollte jedoch dre Entente die Genehm gang zum Bezüge argentinischen Getreides erteilen, wird fick wohl ein Modus finden, um den legitimen Handel rn irgendeiner Form Hera n- Anziehen. Gewarnt sei. schon heute vor der Gründung einer neuen Zentrale, da der Notstand der Bevölkerung nur in der Zentralenwirtschaft seine Ursache hat. DaS Geschäft auf dem hiesigen Platze steht infolge des Mangels an Zuzügen ans unseren benachbarten Zu'chußgebieten sttu. Der Wittcrungsverlauf wird trotz der Temperaturabnahme als günstig bezeichnet, da der Wachstumprozesr eine Berlangsamruig erfährt. Aus der nordamerikanlschen Union liegen ruhige Berichte vor. Prompte Ware wertet hoch un Preise, spätere Zicferungstermme sind etwas billiger. _ Wiener Börse. Die Sperrmaßnahmen deS Staatsamtes für Finanzen riefen technifcheSchw>erigkeiten bet der Durchführung des EssektcnverkrhreS hervor; ebenso übte die Unklarheit der Modalitäten, unter denen der Kaffetag vor sich gehen soll, ungünstigen Emflnß auf die Tendenz der gestrigen Börse, so daß rm AnfangSstadiUm eine intensive Geschäfts u n l u ft Platz gegriffen hat. Dte Umsätze bewegten sich in den allerengsten. Grenzen, da nur ganz vereinzelte Kaufaufträge zur Ausführmtg gelangten. Fest lagen lediglich dte Aktien der Z t y ü oft enskaBank a, welche eme Steigerung von & 18.— aufzuweilen hatten; ferner zeigten Lombarden Widerstandskraft. Orientbahn-Akkien unterlagen . mehrfachen Schwankungen.. Iw werteren Verlaufe zeigte die Spekulation Nervositätes fanden vielfach Glattftellungeu statt, da der Kaffetag am 21. d. M. und der nächste erst am 21. Avril stattfittdet. Per Schluß erfolgte in ausgesprochen schwacher Haltung. Iw einzeluen Schrankenwertev canden keine Notierimgen statt, da eine zu große Spannung zwischen Geld und Ware vorhanden war. Renten wurden ebenfalls nicht notiert. Im übrigen ' verweisen ww auf nachstehende SÄlußnotternngen:. Industrie-Unternehmungen. Allgem. Baugesellschaft 460.-— (— 10.—), Wienerberger Ziegel 875.--, Liesinäer 595.— (— 17.—), Sarajewo Akt.-Brauere: 372:— (— 52.- Aussig Ch em. 1210.— (—85.—), Hol -.Handelsgesellschaft 725;— l — 36.—), A. E. G. Union Elektr. 768.— 0— 5.—), Siemens Sckuckert 450.— (— 21.25), Alpine 835.— (— 33.-), Austria Email 890.— (— 37.—), Berg L Hünen 1750.^-' (—10.-^), Poldihüite 1035:— (— 51.—), Prager Ellen' 2580.—' ' 70.—), R»manturanti 952.— (si- 4.50), Skodatverke 740.— (— 22.—), Wafsenfabrif 1001.— (— 39.—), Salgo Tmjaner 955.— (— 26.—), Trifailer Kohlen 690.— (— 34.—)', Westböbm. 1105.— (— 35.—), Brunner Mafchmen 918.—, Simmermtz 518.— 25.—), Lcpkam 590.— (— 33.—), Galizia 1430.— (— 70.—), Schoellet Zucker 1350.— (— 45.—;, Türk. Ta!mkregie 1190.— (— 23.-), Türkenlose 440.- (- 5.~), Krupp A.-G. 573.- (- 17.25), Fuütwcrke 848.—. Transport-Anternehmnngen. Billchtlehrader tit. B. 870.— (— 25.—), Oriembahiren 1700.— (— 120.—), Donau- Dampf. 1030.^- (- 100-), Aopd 2820.— (- 70.-), Staatsellenbahn 981.— (— 30.—),' Lombarden 156.50 (— 1.—), 3% Südbahn Prior. 356.— (— 9.—), Staatsbahn Gennßsch. 495.- (- 5.-). Banden. Anglo 428.— (— 6.50), Bankverein 459.50 (- 2.60), Bodenkrcdtt 1165.- (- 45.-),' Kredit-Anstalt 641.- l- 11.-), Ungar. Kredit 861.-(— 53.—), Devositen 560.- .—), Länderbnnk 454.— (— 8.—), Uil!onbank566.— (—17.—), Verkrhrsbauk 365.— (— 3.—), Zivnostenska 582.- (4- 18.—). Budapester Börse. Budapest, 14. Mürz. (Ungar. Tel.-Korr.-Bur.) Die bevorstehende drettägige Unterbrechung des Verkehres veranlaßte die Konrennlne an der heutigen Börse zu heftigeren Vorstößen,^und da auch unter dem Eindruck der Vermögenssperre m DetM'chosterreich stärkere Real sanoneu stattfanden, machte sich bald nacy Eröffnung bet weitgehender Zurückhaltung eine allgemein staue Stimmung geltend, die bis tum Schluß anhielt. In der Kultffe velaren Bankwerce zumeist bis 15 Kronen. Kommerzialbank - Aktien gaben stärker nach und schloffen zu 4250.—. Fernes büßten Salgo-Aktien L 20.—, Rtma-Aktten 30.— ern. Straßenbahn-Aktien sielen bis 490. Auf dem Lokalmarkte waren auf allen Gcbieien zumeist Rückgänge bis zu st 20.— zu verzeichnen. Vaierländische Sparkasse-Aktien gaben um K 50.—, Schiffahrtwerte um kl 30.— bis K 50.— nach. Sehr stau sprachen' sich auch Mühlenwerte aus. Von Ziegelwerlen waren nur Steinb"ttch- und Drasche-Aktren, von Jndustriewerten Temesvarer B.er-Akilen preishaltend. Die Ungarische Kronenrente schloß zu L 90.50. Morgen bleibt die Börse wegen des Nationalfeiertages geschloffen. Budapest» 14. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Schlußkurse.. Ung. Kredit 906.—. Oesterr. Kredit 651.—, Agrarbank '653:—, Holzbank 809.—, Vaterl. Bank 456.—, Hermes 348.—. Hypothekenbank 477.—, Kommerzbank 4250.—, Eskomptebank 588.—, Ung. Handelsges. 685.—, Merkur 280.—, Ung. Allg. Sparkaffe 660.-—,, Vaterl. Sparkasse 185.50, Konkordra-Dampfmühlen 570;—, Ober-, ung. Berg u. Hütten 1345.—, Salgo 980.—, Gran-Szaszvarcr, 828.-, Urikany 870.—. Dräsche 1078.-. Magnesit 500.—> Rimamnrany 925.—, Ganz-Danubrus 2800.—, Schlick 374.—., Ung Waffcnsabrik 540.—, Liptak 151.—, Adria 1925.- Ailanttca 1415.—, Levante 1150.—, Staatsbahn 1035.—, Lombarden 150.—, Ung. Ellelibahnverk. 430.—, Damca 1090.—, Klotstde 500»—,. Rasicer Taniim 2750.—, Slow. Holz 845.—. Berliner Hörse. Berlin, 14. März. (Korr.-Bur.) Bei fester Gruudstsinmung nahm dw Börse im allgemeinen emen Men Verlauf. Zn leb- , haftercn Umsätzen kant es nur auf einzelnen Gebieten. .Hervorzuheben sind Montan- und Schiffahrtwerte, von denen erstere Besserungen bts zu 3 Prozent, letztere unter Führung von Hama- und Hambmg-Südamerlka-Aknen solche bis' zu 5 Prozent M verzeichnen hatten. Ausländische Akllenwerte wurden bis zu 3 Prozent gesteigert. Berliner Straßenbabn-Aktlen zogen bis 130 an. Fest unter Führung von Densich-Guntea-Aktien lagen auch Kolomalwerte. Heimische Kriegsanleihe konnte sich bet 83.50 behauvten«. während alte heimische Anleihen lebhaft befesttgt warm. Oesterreichliche und ungarische Rentm bröckelten bet stillem Geschäft ab. Pfundanlerhen waren nur wenig verändert. Die nur zu Einheltskursen gehandelten Jndustriewerte blieben behauptet. Der Geld"- markt war leicht. Tägliches Geld bedang 4 Prozent und darunter. Berlin, 14. März. (Schlußkurse.) Schautungbahn 130.— Große Berliner Straßenbahn 130.—, Lombarden 19.87, Prtnz Heinrich-Bahn 192.—, Orientbahn 207.—, Hansa 198.50, Nordd. Lloyd 91.50, Bereinigte Elbeschiffahrt 92.50, Berliner Handelsgesellschaft 156.87, Kommerz- und Diskontbank 120.50, Darmstädter Bank 119.50, Deusiche Bank 220.—, Dlskonto-Kommanvit 173.50, Dresdner Bank 146.75, Nattonalbank für Deutschland 103.50, Relchsbank 128.50, Allgemeine. Elektrizitäts-Gesellschast 164.50. Bismarckhntte 186.—. Bochmner Gußstahl 185.—. Gebrüder Böhler 185.—, Daimler 225.50, - Deutsch-Luxemburger 120.25, Deutsch-Uebersee 160L0, Deutsche Erdöl-Gesellschaft 253.—. Gasglühlicht 327.50, Waffen tmd Mmtision 189.75, Donnersmarckhi'ttle 216.75, Dynanut Möbel 199.12, Gelsenktechener 164.—, Harpener 161.—. Hdsch Elsenwerk 222.—, Hohenlohe 108.—, Laura-Hütte 155.25, Lothrivger Hütte 139.75, Manuesmannröhren 175.50, Orenstein KoPVÄ^M.-—, Phönix 183.87,. Rheimsche Mtallmaren 194.—, Rheinische Stahlwerke 140.12, Rombacher Hütte 151.75, Schlickert - 122.7o, „- Siemens & Halske 147.—, Tabak 369.—.? New-Borker Börse. New-Pork, 12. Piärz. (Kabeltelegranim.) Unter dein) Einstuffe anregender Berichte auä den Haupthandelsbezchken.und ( günstiger Saatensiandsnachrichten exvsfttete die Börse uts fester Stimmung. Vorübergehend drückten später Gewinnrealistermtgeu. doch blieb die Grundstimmung b»s zunt Schluß fest. Das Geschäft war nneder sehr lebhaft. Astienumsatz 1,240.000 Stück. -' Geld auf 24 Smnden Durchschmttsrate 4"/i°/o, Wechsel auf) London iCabte Transfers) 4.76'45, Wechsel auf London 60 Tage Sicht) 4.73'—, Wechsel auf Paris (Sicht) 5.4SVi, Silber Bull on (01',,, Atchison Topeka & Santa Fs cotttnu 93.—, Baltimore 6 Ohm 49'/», Jllinno s Central 99.—, Louismlle K ' Rashville 115»/,, Umon Pacific comm. 130'/«. Canadian Pacificv comm. 163.—, American Smrltmg siicf. 70.—, Anaconda Coppcr; iRmiNg 62.—, United States Steel Corv. connn- 96"/«. Bethlcheju - Steel 66^/1 ex Div., Intern. Maruie-Mercantile pref. 107'/«.