Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 55 (14.3.1919)
- Date
- 1919-03-14
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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9tr. öö LUrett» Vreuag Wiener Marge,^eitnng -14. März'1V19 Seite 7 3. die Geldeinlagen gegen Einlagebücher, Kontobücher. Einlagescheittc und dergleichen niit Ausnahme der Gutscheine über zur Abstempelung eingelieferte Banknoten; 4. der Inhalt von Schrankfächern, die sich im Jnlande befinden; 5. der Besch an inländischen und ausländischen Gold- und Silber münzen, Bank- und StaaLSnoten, sowie an Notgeld, Gutscheinen Über zur Abstempelung eingelieserte Banknoten; 6. der int Jnlande befindliche, seit 1. Jänner 1914 entgeltlich erworbene 'Luxusbesitz; 7. dM.. im Anslande befindlnche Vertzmög-en, ferner Wechsel, Schecks und Anweisungen auf das Ausland. Die unter Punkt 1 bis 3 und 5 bis 7 bezeichneten Gegenstände sind von den im Kundmachungswege zu bestimmenden Dag an bis 30. April 1919, die unter Punkt 4 bezeichneten Gegenstichde in der Zeit vom 14. März 1919 bis 30. April 1919 anzumeldsn. Maßgebend ist bei den unter Punkt 1 angeführten Gegenständen her Beschstand am 31. März 1919 ober der Tag h^r früheren Anmeldung, bei den unter Punkt 2 bis 7 angeführten der Tag der Kundmachung dieser Vollzugsanweisung. Die näheren Bestimmungen über die Anmeldung, über die Kontrolle dieser Anmeldungen und über die Kontrollbezeichnung der Wertpapiere werden durch Vollzugsanweisung des Staatsanrtes der Finanzen getroffen werden. Alle im Inland befindlichen Schrankfachanlagen (Safes), die zur Vermietung, behufs Hinterlegung von Wertgegenständen bestimmt sind, sind vom Vermieter oder dessen Vertreter innerhalb 48 Stunden vom Tage der Kundmachung dieser Vollzugsanweisung an bei der Steuerbehörde erster Instanz, in deren Sprengel die Anlage liegt, in Wien beim Sa fe sperramt der Steueradministration für den 1. Bezirk, und in Orten, wo eine besondere Ueberw a ch u n g s ko m m i s s i o n bestellt wird, bei dieser 'an zu melden. Der Anmeldungspflicht unterliegen auch jene Anlagen, bei denen die Vermietung die .9-ebenleiftung eines sonstigen Mw wer träges bildet, -ferner die tatsächlich nickt Vermietern und die teiliveise vom Vermieter selbst benützten Anlagen. Der Vermietung steht die anderweitige Ueberlassung zur Benützung an' andere.gleich. . v;?.Mm TaAder Kundmachung dieser Bollzugsanweisung an sind' sämtliche Schrankfachanlagen für dih Einlage und die Behebung gesperrt. Sie dürfen ohne Bewilligung der zuständigen Stelle nicht geöffnet werden. Die einzelnen Schrankfächer werden an dem dem Ättmeldenden bestimmten Termin unter steuerbehördlicherAufsicht und Zu'iehung des Mieters, der sich Mit der Legitimationskarte, dem Schrankfachschlüssel, durch'Kenntnis des Schlüsselwortes. Abgabe der Un'erfchrift und durch die Beibringung der bestätigten Anmeldung zu legitimieren und seine Identität durch ein Per so u ald o kunten t nachzuiveisen hat. sowie des Vermieters ober seines Vertreters, eventuell auch von Sachverständigen geöffnet. Unterbleibt die Anmeldung, so kann nach, Ablauf von sechs Wochen 'vom Tage der Kundmachung dieser Vollzugsanweisung, stets aber nach Ablauf der M'etdauer die zwangsweise Oeffnung des Schrankfaches verfügt werden. Nach Vornahme der Inventur 'ist das einzelne Schrankfach frcigegeben; die Freigabe der ganzen Schrankfachanlage wird von der Ueberwachungsstelle besonders ausgesprochen und dem Eigentümer bekanntgegeben. Depots Und Kautionen, 'die aus Wertpapieren (Aktien, Kuxe. Pfandbriefe. Schuldverschreibungen jeder Art, Jnierimsfcheine, Kassenscheine, Lose, Versicherungspolizzen mit Ausnahme der Schadens-und Unfallversicherungspölizzen, nach dem 31. Mai 1919 ■ fällige Coupons usw.) bestehen und sich bei einer öfseutlichen" Kasse, bei der inländischen Nied erlas s u n g eines inländischen oder eines ausländischem Kreditinstituts oder bei ckner Person befinden, die gewerbsmäßig Bankierges'chäfte betreibt (Bankier, Geldwechsler, BörsenioMttlissionsgeschäft), sind vom 31.H.M. an für die Einlage, vorn Tage der Kundmachung dieser Dollzngsanweisung an'für die Behebung von Wertpapieren bis zur nachgewissenen Anmeldung gesperrt. Die angeführten Guthaben und Einlagen sind bis zur nachgewiesenen Anmeldung zur Hälfte gesperrt. Bis zu einem Betrage von 1VV0 Kronen sind Einlagen von der Sperre befreit. . Wertpapiere, die nach der Kundmachung dieser BüllzugSanweisung aus dem Ausland ins Inland gebracht werden, find von demjenigen, in dessen De- \ sitz oder Verwahrung sie gelangen, anzumelden und sodann 'einer Kvntrollbezeichnuag zuzuführen. Erst nach nachgewiesener Anmeldung dürfen solche Papiere vom , Empfänger, und zwar nur in die Verwährung einer iMiibischen Niederlassung eims inländischen Kreditinstituts übertragen, erst nach Kontrollbezeichnung anderweitig wirklich übertragen werden. % Sämtliche zur Zeit der Kundmachung dieser Boll-- zugsanweisnng noch laufenden und die nach der Kundmachung beginnenden Fristen zur Verzugszinsen freien Einzahlung von Staatsabgaben werben biZ 15. April verlängert. Der StaatSsekr« tär für Finanzen wird cr mächt i g t, eine Am u c ft i c in 3 t c u e z f a. ch e n zu erlassen. Der Wochenausweis der O 'fterreichifch-rmgarischen Bank. Stand am 23. Februar ISIS. Aktiva: Mttallschahr K 888,6*7.686.41 -f' 440,070.250.— 4. 2.80^^?0.820.Qti — 9.284,008.300.— -{- Goldmünze» b<*t ftronrnto^* tun*. dann Wölb m 0anr«n,. >'« auSISn"tjchrn II. Handels, wünzrn da» Kilo frtn zu K 8878 «ftfcfiuft . . . .'S6S,0S3.46Ss.4S Soldwrchsei an? »»swSrti-i«. PlShe und anusndische Noten . . . . ..19,800.341 .$• Stlberlurant» und »«tlmünzen 58,827.885.07 ttassenlchetne der Kriea?dor!el,rn fnffrrt . . . 3?fo«ti«rie Deckjel, Wairant». und Effekten . Darlehen hegen Handvfand . ,,. Sckulb der k. t. vsterretchischen EtaälSberwattuxg.. . . ... . ... . DarledenMukd der k. k. Gtaattverwaltmig auf Grund, besonderer B"rein>'arunaen. .. . . 22.034,000.000.— Darlk' «»»schuld der k. »rg Siaat-verw'aliung aus Grund besonderer Bereinbarungm.'. . 10.874,000.000. *- Effekt n . . ■.. . . .. 6’ ,833.156.31 onvotbekardarleben . •.. . 276,037.802 46 — Kaffensckeiwordrruna an die t!. Staätrver. ... 4.513,648.872.-- Kassen«»'« nforderung an die f. ung. Staat!» Verwaltung.„ . . , 2.600,453.128.— — Andere Atttva.. 918,843' 865.61 — 68.737,796 030 48 Beründerungen seit b’A Stande dom 15.- Februar 1010. K 60*.600.08 1,787.600. - 1,841.541.52 39,400.800.— CO,000.000,— 4- 296,000.000. - 4* > 1,872.4 9.17 .639.058.02 28,707.768.- 16,430.282.— 46,600.386.56 Pas s i v a. Aktienfapiiak ... . . . ato.ooo.ooo,—.. Reserveiondr ............... 4?.ooopon.—, . ..... vanknotenumlauf . . •.87.710.194.121 - -f 144,310.007.— Giroautbaben und sonstige sofort fällige ver» \ bindlickkeiten .... 7.07*. H31.066.67 + 169,598 008.44 Pfandbriefe im Umlaufe. . ... . 269,439.200 —. . . ...... Kaffenickeinumlauf. . . ........ . 7.144.102.000.— — 45,138.000.— Sonstige Passiva . .1.288,489.551.81 — 16,192.013.20 63.737,706.039.48 Dankzinsfutz seit 12. April islö: ' Für ESkont von Wnlffeln, Warrants, Effekte» und' für Darleben'aüs die öfferr. und Ungar. KriegSanleiben-. . . ......... 5 Prozent „ Darlehen auf SiaatSrcnten, ParitalHbpot"ekaranweisungen» österreichische Ctaairsinatzscheine und amort. Staat schasianweikungen, ungarische Staa-Skassens ticine und Trcsolscheine sowie Pfandbriefe der Oestcrreichisch-ungarischen Bank ...... . 5'f- „ u Darlehen auf ander« Wertpapiere.G , Steuerfreie Banknoteureserve: . « 1.933,521 000.-- (4- K I40,500j000.—). . Zur Errichtung des Postscheckamtes in Prag. Prag, 13. März. (Tel. ’ der „Wr. Mörgenztsstztz Der Nationalversammlung wurde der Bericht des Post- und Finanzausschusses über den Regierungsentwurf Ult die Errichtung des Postscheckamtes vorgelegt. Der Bericht begründet ausführlich die Notwendigkeit der Errichtung des Schcckamres. Unter anderem wird anaesiihlt, daß die Einlagen für die WrenerPostfparkasse bedeutend gesunken sind, daU'rr die A n s z a h l u n g e n bedeutend g e st i e g e nr nachdem die tschechischen Inhaber' der Rechnungen ihre -Kouli samt Zinsen kündigen. Die Wiener Postsparkasse erteilt auf gekündigte Betrage bloß Zahlungsanweisungen; welche die tschechischen Postämter auszahlen müssen und die Postve walrung des tschechoslowakischen Staates müsse daher denötige Geld beistellen. Da die Forderungen der tfchechtschen Konti-Inhader bei der Wtener Postsparkasse mindestens zwei Milliarden betragen, würde die tschecho-t'lowakische Postverwaltung ein großer Gläubiger der Wiener Postsparkasse werden, welch letztere thr Vermögen m Kriegsanleihe angelegt habe. Daher erscheine die baldige Errichtung eines Scheckamtes dringend notwendig. Außerdem verweist der Bericht auf dm großen Nutzen, welcher aus einer solchen JnstimtioO dem Staate zussteßen würde, denn der Nutzm der Wimer Postsparkasse bat für das Jahr 1914 28'/, Millionen Kronen betragen. Die tschecko slowakische Staatsverwallung hat auch deshalb sofort nach dem Umsturz eine eigene Postsparkasse ernchtet, welche ihre Tätigkeit am 20. Noveniber 1918 ausnahin und deten Gesamtumsatz bis zum 10. Jänner!'203 Milliarden Kronm beträgt, hiervon Einlagen 860 Millionen, Auszahlung n 340 Millionen. Die tschechische Anstalt werde sich von der Wiener dadurch nntel scheiden daß der Sparverkehr entfällt, welcher den tschechischen Sparkassen Überlassen werde. Die Anstalt wird demokratisch geführt werdm Md wird daher einen Ausschuß von 16 Vertretern aus dm Kreism der Fachlmte und Interessenten sämtlicher beteiligten Gruppen haben, welche der Postm'Nlster im Einvernehmen mit dem Finanz-, Handels- und Ackerbauminister auf sechs Jahre ernennen wird. Der Post- und Finanzausschuß legt der Nationalversammlung einen Antrag über die Driichsührung einiger kleiner Abänderungen vor. Der Finanzausschuß genehmigte hierzuden Antrag des Dr. 2aäek. in welchem die Regierung aufgefordert wird, bei den Postscheckämtern auch eine Svorabte'lmg zu hegründm. um nach Errichtung des Postscheck-mlleS auch die Möglichkeit von Zahlungen dem Postscheckamt ohne vorgedmckte Erlagscheine bei sämtlichen Postämtern zu gewähren. Das Ergebnis der Abstempelung in Tschechien. Prag, 13. März. (Tel. der „Wr. Morgmztg.") „Benkov" meldet: Die AbstempetMg der Banknoten ist durchgeiührt. In einzelnen Gemeinden Deutschböhmens wurden Protesiversammlungm gegen die BanNtolenabstempelung abgehaltm, aber nach dm Bersammlunam gtngm viele Trilnchnier direkt aus das Amt und haben die Banknoten obstemprln lassen. Die Oessmtllchkrit wird etne große Ueberraschung eileben. Es hat sich nämlich bei der Abstempelung herausgestellt, daß in dem tschecho-slotvaktschm Staate nicht einmal soviel Dan knoten der Oesterreichisch-mlgarischm Bank vorhanden^ sind, als man annahm. Eine tschecho-slowakische Bank in Preßburg. Pretzburg, 13. Marz. (Tel. der >Wr. Morgenztg.") Die MährifcheAgrar- und Jndnstrichank bat hier eme Filiale errichtet. Der Direktor der F.liale ist Fr. Bog t. Die Filiale hat ihre Tätigkeit im Hotel „Savoy" aufgmommm. Die Ansfuhr von AetzKatt, Pottasche und Wasserglas ans der Tfchrcho-SlowaKei verboten. Prag, 13. März. (Tschecho-slowakifcheS Preßburcau.) Die tschecko-slowakische Ans- und E'nsuhrkomm'ssion teilt mit, daß tcut Mitteilung des Amtes für Fette und Milch die AnS'uyr von - e tz t a l i. P o t t a s ch e »nd Wasser a l a s nicht weiter gestattet werden könne, da der Borrat^ au diesen Alkalien sehr gering sei und unter staatlicher Sperre Me. Der Schiffsverkehr ans der Dönau. Budapest. 13. März. Der Negieiurtgskommlsjär für Schissahrtwesm Genrralrat Zrikowiv äußerte sich m der Frage des SchissSverkehrs auf der Donau folgendermaßen: Die Situation war wegen der maßlojm Forderungen, dec tschecho-slowakiichen Regierung bereits sehr^zugespitzk. Diese Regierung hatb unter Bernjung auf Adnnxal T r o w b r i d g e erne Ultimatumartige Aufforderung an die Direktion der ungarischm Flußmit Sttschiffahrtgesellschaft sowie an die Donan-Damysschtssahrt' aeiellschast gerichtet und gefordert, diese unternchnlUi'.ger sollten ihren Schiffsvark ihr überlassen, widrigenfalls c> von den Tichecho-Slowakm einfach . requiriert . würde Der Zweck war klar. Die Tschechen wolltm dm Dananverkehr Ar sich sichern. Die beiden Schiffahrümternehmnnge« kammdieser Aufforderung umso weniger nach, als eine vor mehrercv Wochen vom Handelsmimster erlassene Verordnung der ungarischen Negierung das volle VerfügungSrccht sichert. Trotz de» mgespitzten Lage gingen die Verhandlungen werter, Admira- Trowbndge nahm unsere Argumentationen zuverkommmd entgegen Md bekundete unseren Wünschen gegenüber große Bereitwilligkeit. Heute steht die Sache so. daß nicht nur kein« Enteignung und Monopolisierung bei Donau von Seite der Tschechen erfolgen ivird sondern es ist auch begründete Hoffnung vorhanden, daß der ungarische Verkehr auch jenseits der jugoslawtsehev und, der 1schecho-slowakischen Drmark ationtl in i e vollständig sretgegebm wird. Die Vorbedingungen, üi> welche die völlige WiederhersttÜMg des Verkehres geknüpft sind wird die ungarische Negierung zu erfüllen in der Lage sein, wv> durch alle Schwierigkeiten behoben werden dürften. Ich kann l-<- hauvten, was jetzt geschehen ist, ist ein msschiedmer Schritt nach vorwärts zur Wiederaufnahme d e S i l, t e tnationalen Verkehres. Günstiger Mineralölabschlutz zwischen Angarn «nd der Ukraine. „ Budapest, 13. März. lTrl. der „Wr. Morgmztg.") T,t Verhandlungen wegen Licfenlng von Mineralöl, die durch dm ukrainischen Abaeordnetcn W y t e k geführt wmden, habrr zu dem Ergebnis geführt, daß für drei Monate Lteserungsmengev abgeschlossen wurden. Die Preise sind'a u ß e r o r d e n 11 x cti g ü n ft i g, für R o h ö l werden 60 K c o n e n genannt. Internationale Pelzwarenmeffe in Lnzern. Bern, 13. März. (Tel. der „Wr. Diorgeriztg.") Aich Luzern wird gemeldet: Für die zwischen dem 20. und27.März stattsindcnde Intemationale Pelzwarenmeffe wird lebhaftes Jntercsit bekundet. Anmeldungen sind aus Deulschösterreich, Deutschland. Ungarn, Tschechien, England, Frankreich, Italien, Dänemark Holland. Schweden, Norwegen, Rumänien und Polen emge troffen. Aus Leipzig allein meldeten sich 60 Firmem Die Verwendung von Giftgasen in der Land-.- Wirtschaft. Washington, 13. Mär^ Dem Landwirischastsminifter der Vereinigten Staaten ist eine MeldMg der einschlägigen interalliierten Fachkommission in Frankreich zugekommen, wonach dm Landwirten durch die Verwendung von G i f t g ü f c ir, die während des Krieges sehr vervollkommnet worden sind, große Vorteile erwachseu werden, weil dadurch.die de» Landwirtschaft schädltchen Jnsektm vertilgt werdm können. Don den Getreidemärkten. Die Betätigung der Spekulation an den Terminmärkten der Union erstreckt sich weiter auf die späteren Lteferungstermine, deren Preislage mttcr fortgesetzten Memungskäufen eine weitere Steigerung erfuhr. Durch den garantierten Weizen preis in Amerika Md die von der Regierung in England gewährleistete dauernde ErhohMg der Lohnlohne droht eine wirtschaftliche Katastrophe, da infolge der rlesigni Brrmehrmifl des Anbaues, unziversekhaft eine wesentliche Berwohlfeckung der Getreideprecke eintreim muß» wodurch die Laudwirtschcht, durch dte gesteigerten Unkosten, sich als verlustbringend erioeisen würde. Es wird wohl eines g-ewaltigen Zuschusses der Regierung bedürfen, um halbwegs erträgliche Be^ hämtisse zu schaffen und keine Mißstimmung im Lande zu erzmgea. Von den übrigen Auslandplätzen liegen nur vereinzelte Mcldungni vor^ in, Berlin sind die Verhälttnffe gleich wie bei Ms unlei d l i ch. Dre Versorgung des Konsums gestaltet sich immer schwieriger. Das einzig günstige Moment ist der Wittenuigsverlaus, der «ne Besserung der ErnährMg fiir die Ziikunfl nt Aussicht stellt. Wiener Börse. Ungünstigen Einfluß auf die Tendenz der gestrige^ Börse übtm die von der Regierung verfügten Sveermaßn ahmen' welche vielfach besprochen wurden. Die Tatsache, daß die Sases bei den Banken und Firmen behördlich gesperrt wurden, daß einzelrte Bankm und Firmen Aufträge ftir die Börse nicht a>rsgenommm haben und die Frage einer zeitlichen Schließüitg der Börse, welche jedoch seitens der Börsekammer jetzt abgelchui wurde, führten vielfach zu größeren Abgabeu. Im Verlaufe des Verkehres fanden mehrfach Käufe in Orient- und Tabak-Aktim statt, welche in BerbindMg mit Deckungskäuftn zu einer Erholung führten, doch gestaltete sich der Schluß ausgesprochen schwach. Die Kulisse »werte ermäßigten sich von 8 i.— hls K 13.—, im S ch r a n k e n büßten Boden K 25.—, Navigäziorie K 50.— ein. Bon dm I n d u' ft r i ewerten warm Aussig chemische K 49.—, Prager Elsen K 35.--, Waffenfabrik-Atttm K 20.—, Wrstböhmische Kohlen K 50.—und Fezfabriken K 36.— billiger erhältlich. Eine Ausnahmsstesinng nahmen Lloyd-Aktien ein, die um K 70.— avancierten und die Aktien der Kärpathm Petroleum, welche ein wenig des letztgemeldeten Verlustes hereiubrachten. 'Rente n wurden neuerdings billiger abgegeben. Wir verweisen auf nnchstchende Schlußkurse: Induftrie-Nnternehmungsn. Allgem. Baugesell. . . Liesinger Brauerei . . Saraiewo Äkt.-Brauer. Aussig Cbem. .... Karborundiim .... Holzhandel A.-G. . . Ä. E. G. Union Clettr. SiemenS-Schuckert. . Alpine. Austria ....... Berg-HttttM .... Poldihütte...... Prager Eisen .... Rimamurauy .... Skoda. Waffmsabrik... . . . Dalgo Tarjaner . . . Transport-UntervehmUngen. Adria ....... 1970.— Navigazione. t . . , Bmchttchr. fit. B.. . , 895.— Staatseisenbahn . . . Orlmtbahnm . . . . 1820.— Lombarden . . , . . Don'an-Dampf. . . 2030.— 3°/« Südbahn Prior. . Lloyd ....... 2890.— Staatsbahn Genußsch. 470.- Trisailer . .. . . 724.— 612.— Veitscher Magnesit . . 2450.- 924.— Ung. Allg. Kohlen . ■. 2090.- 1295.- Uritauy...... . 860.- 852.— Westböhur. . ... . 1140.- 761.— Heidt. . , . . . 496.-. 778.- Simmeringer . - . 543.- 471.95 Leykam ...... . 628.— 868.— Karpathm , . . . . 9170.- 1017.— Gaktzta. . . . * . 1500.—. 1760.- Fezfabrik. . 1002.- 1086.— Stlweller Zucker . . - 1895,— 2650.- Oesterr. Effmb.-Verkchv 619.— 947.50 Türk. Tabakregie. . . 1213.— 762.— Türkenlose. . . . . . 445.— 1040.— Krupp ...... .v '590,25 981.— 4150.7^ 1 Ul V..—;■ 357.50 303^— 500.-