Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1919-03-13 · Heft 54 (13.3.1919) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 54 (13.3.1919)
Date
1919-03-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2979077-2979131--00466-2985761
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 54; Wien. Donnerstag . Wiener Morgenzeitung 13. März 1919 Schk 7 können, falls die Rohölzufuhren aus Galizien nicht durchführbar sein würden. Es ist nämlich wahrscheinlich', daß aus Polen) beZiehuNgsiveise' Galizien'vorderhand nur Mineralölprodukte zjir Ausfuhr zugelassen werden dürften, wenn die Produktion nicht erhebliche Steigerungen aufweist, denn^die in Galizien selbst gelegenen Raffinerien sind bH weitern in der Lage, die . gesamte derzeitige galizische. Erhölproduktion aufzuarbeiten. Es sind dies.die Mineralölfabrik in D r o h o b h c z, Heren Kapazität etwa 150.000 Tonnen beträgt, und wenrr nran einen Teil des Rohöls nur auf Heizöl verarbeitet^ sogar. 3O0.VOO Tonnen Rohöl jährlich verarbeiten könnte,, demnach fast die halbe Jahresproduktion von Boryslaw-Tustanowice. Die Galizische Karpathen-Petroleum- M. G. besitzt in Galizien die großen ausgebauten Raffi- .neriyn Von Klinik-Mary ampol mit einer Kapazität von 50.000 bis 80.000 Tonnen. Die Galizische ' Naphtha-U. G. „Gälicia" hat in Drohobycz selbst eine größere Raffinerie mit einer Kapazität von 80.000 bis 100.000 Tonnen. Die „Austria"-Petroleum-Jnduftrie A. G. (Konzern Deutsche Prhöl-A.G.) verfügt über die Raffinerien von Droh o b y cz, Trzedinia und Peezenizyn mit einer Kapazität von zusammen etwa 160.000 bis 170.000 Tonnen. In Westgalizien sind ferner noch die großen Raffinerien.der Petroleum Licht- und Kraft - gefeilschaftG'. m. b. H. in Limanowa mit r.iri'a 80.000 bis 100.000 Tonnen Kapazität und die fliassinerie der Firma. Gartenberg Sc Schreier r.rir eüva 80,000 Tonnen Kapazität vorhanden, ferner die Raffinerien Mineralölwerke Jedlicze mit 24.000 dis 30.000 Tonnen, die Petröleumraffinerie Valerian StawiarsIi Sc Co. in Krosno mit3Ü.000 bis 40.000 Tonnen und die Petröleumraffinerie des Grafen Ad am!vz y n ski in Li b ns za mit 15.000 bis 20.000 Tonnen Zkapazitäk, ferner die Raffinerie in Ustrzyki dolne der IIktiengesellschaft für;■ Mineralölinhu.strH vorm.DaPid FantoLCo. mit 20.000 Tonnen Lerarbeitungskapazität. Zu den •; . ‘ , Polnischen Raffinerien werden Wohl jetzt auch noch die Raffinerien in Dzieditz der Vaeuum Oil Com- •, " P a u lj A. G. mit einer Kapazität von 70.000 bis 80.000 Tonnen und der „Schodnica" A. G. für . .. Pc tro leumindustrie in gleicher Kapizität von - 70.000 bis 80.000 Tonnen gerechnet werden müssen. Die Raffinerie, in Oderberg mit 60.000 bis - - '70.000 Tonnen Kapazität, welche der ^aisincrie A. G. in Budapest „Photogen" gehört, . ist in ihrer Nationalzugehörigkeit noch nicht genau bestimmbar, kommt aber entweder für den tschechischen oder den polnischen Besitzstand in Mage. Unter den mittleren Raffinerien Galiziens ist noch die Raffinerie in Stryj der Firma M. H. Reich zu nennen, ferner find aber noch 60 kleinere Raffinerien in-. Galizien, vorhanden, .welche zwar größtenteils gegenwärtig nicht in Betrieb find, die aber doch im gewissen Sinne alle Betriebskonzessionen besitzen und deren Vorhandensein bei den verschiedenen Kartellver- , Handlungen stets eine große Rolle gespielt hat, indem für die Rohölzuweisiuigen, beziehungsweise vielmehr für das Nichtarbeiten dieser Raffinerien entsprechende Ablösungssummen bezahlt werden mußten. So bestehen im Bezirke Kolo m <e a allein lieben derartige mittlere und ganz kleine Raffinerien, in Gorliee drei, im Gebiete von Boryslaiv-Drohobycz 26 größtenteils ganz kleine Raffinerien^, deren Betriebe schon vor dem Kriege vielfach stillgelegt waren. Bei der eventuellen Aufteilung des Interessengebietes zwischen den Polen v und Ukrainern dürfen aber wohl auch manche dieser Raffinerien zu nestem Leben erwachen. In der Bukowina befinden sich ebenfalls sieben , ,, Meine Fabriken, deren Leistungsfähigkeit aber sehr unbedeutend ist. Gerade die gewisse Mhängigkeit der ,, « . auf ruthenischem und polnischem Gebiete liegenden Erd- . ' Ölvorkommen und ^Raffinerien voneinander wird sicher- . lich in naher Zukunft einen Ausgleich der politischen "" Gegensätze für wünschenswert erscheinen lassen, insbesondere, da die parafsinhältigen Rohöle von Boryslaio-Tustanowice unbedingt zur Alimentierung der aus rein polnischem Gebiete liegenden Raffinerien notwendig - sind, wobei zu berücksichtigen ist, daß während des Krieges die Paraffin- und Kerzenfabriken der Raffinerien wesentlich ausgestaltet wurden und diese einen Teil des wertvollsten Fabriksinventars bilden. Ans tschecho-slowakischem Gebiete befindet sich zunächst die bisher bedeutendste Fabrik der ehe- ,, maligen Monarchie, die Raffinerie Pardubitz der 'Aktiengesellschaft für Mineralölindustrie vorm. David Fanto & ($o., deren Leistungsfähigkeit mit 150.000 dis'200.Y00 Tonnen allein in der Lage wäre, etwa ein Viertel her gesamten Produktion von Boryslaw- Tustanojpi.ce zu verarbeiten. Zwei weitere größere Fabriken, nämlich die Kraluper Mineralölraffinerie Leherer Sc Comp, in Kralup mit30.000 Tonnen Kapazität, sowie die Böhmische Petroleumraffinerie A. G. in Kolin mit 20.000 bis. 25.000 Tonnen Kapazität liegen im Hände Böhmen •, selbst, während jetzt noch die Raffinerien in Mährisch- S ch ö n b e r g der „A u st r i 5" Petroleumindustrie A. G. mit zirka 25.000 Tonnen, ferner die Oderfurter Mineralölwerke G. m. b. H. in Mährisch- Ost rau mit einer Kapazität von 40.000 bis 50.000 Tonnen, und wenn die tschechischen Aspirationen auf Prchburg Erfolg haben, auch die Apollo-Petrole u mr a s f i ue r i e in P r e ß b u r g mit einer .Kapazität von zirka^O.000 Tonnen (Konzern Galizische Karpathen-Petroleum-A. G.) dem tschechischen Besitzstand zufalleu.. Möglicherweise werben auch einige kleinere oberungarische Fabriken für den Ls6).'cho°-slowakischen Staat in Frage kommen. (Schluß folgt.) Legitimreimirgszwang bei der Behebung von Geldeinlagen und Depots. Die „Wiener Zeitung" verlautbart eine sofort in Kraft tretende Vollzngsanweisung des Staatsamtes der Finanzen, wo- - durch der Lcgitimierungszwang bei der Behebung von Geldeinlagen und Wertpa vier d e p o t s verfügt wird. Diese Maßnahme geht der Bermögenskons k r i P t i o n und. der darnach folgenden Vermögensabgabe voraus. Die Vollzügsanweisung lautet: Wer un Inland em Verwahnmgs- oder Verwalttmgsdepot, das Wertpapiere enthält, brr einer öffentlichen Kaste, bei einer dbederlaikung eines inländischen oder ausländischen Kreditinstituts oder bei Personen unterhält,' die gewerbsmäßig Bankgeschäfte betreiben (Bankiers, Geldwechsler, Börsekommissionsgeschäfte usw.l, kann üb'er das Depot bis auf weiteres nur nach Beibringung einer Legitimativn verfügen. Der Verwahrer darf eine Verfügung über die Depots nur dann zulassen, wönN diese Lcgilimation beigcbracht winde. Zur Legitimiernng ist der Hinterleger oder besten gesetzlicher Vertreter verpflichtet. Von mehreren Besitzern emes gemeinsamen Depots ist jeder znr Legitimierung verpflichtet, doch gilt, die Verpflichtung als erfüllt, wenn auch nur eine ordnungs-, mäßige Legitimierung erfolgt ist. Wer im Inland eine v e r z r n s l i ch e oder ü n v e rzinsliche Geldeinlage bei mm inländischen Verpflichteten deiner Niederlassung eines inländischen oder-ausländischen Kreditinstituts, eurer.Person, d>.e gcioerbsmäßig Bankgeschäfte betreibt' ulm.) gegen E i n l a g e d n ch, K o n t o b ü ch, G u t.s Ä e i n über zur Abstempelung eingelieserte Banknoten -oder in anderer Form — jedoch mit Ausschluß der Saldi aus Kontokorrenten und Girokonten — besitzt, kann über diese Einlage bis auf'weiteres' nur nach Beibringung einer Legitimation verfügen.. Der Verpflichtete darf Verfügungen nur bamt zulassen, wenn die'e Legitimation beigebracht wurde. Ueber je K 500.— jeder Einlage kann auf einmal oderin Teilbeträgen ohne Beibringung einerLegitim a t' o n verfügt werden.. Die Legitimierungist ordnungsmäßig erfolgt, wenn der Lcgitimierungspflichtige s eA n e P e r s ö n l i ch e I d e n t i t ä t und s e i n e W o h n u n g (seinen Sitz) durch am'l'che Ausweispap'rre u. berat, unter B ei b r i n g u n g o e s M e l d ezettels nachgewiesen Hai. Der zur Forderimg der Legitimierung Verpflichtete bat dre Aiigaben an der Hand der,vorgelegten Dokumente zu Prüstn und auf entsprechend ausgefertigteri Blanketten sowie in den Geschäftsbüchern. üo.rjiui e r k e n. Die änsgesiillten Blankette sind ziir weiteren behördlichen Verfügung anfzubewahren. Uebertretungen dieser Vollzttgsanwersung sowie deren Umgebungen werden, insoweit nicht iläch anderen Vorschriften eine streiigere Bestrafung eintritt, von den völitrschen Behörden mit Geld bis zu bi 20.000 ober’ mit Arrest bis zu.'sechs Monaten bestraft. Die tschecho-slowalnsche Nstenbank. Aus Prag wird telegraphiert: Die Negierung ver" öffcntlicht eine Verordnung, durch die die Stellung der tschccho" slowakischen Republik zur Oesterreichisch-nnaarlschen Bank wie folgt geregelt wird : In Ausführung und in Konsequenz des Gesetzes vom 25. Februar 1919 betreffend die Ätolenabstempelung uiid die Verrnögenskonskrrption überninimt das F t n a n z- Ministerium dre v e r z i n s l i ch e Staatsschuld, die aus der Einzlehnng wo« Banknoten entstanden ist, ferner die von der Bank "-geführten Girokonti und die von deren Hailptanstalten und Filialen im Gebiet des tschecho slowakischen Staates ausgegebenen Kassenscheine in Verwaltung. Zu diesem Behufe übernimmt der Finanzminister die G ebände und die E r n r i ch t u n g e n der Hauvtanstalten und Filralen der Bank im Gebiete der tschrcho-slowakischen Republik. Den Beamten und Angestellten wird es zur Pflicht gemacht, für diese Verwaltung im Sinne der Verordnung tätig zu sein. Die gleiche Pflicht wird ienen Instituten anserlegt, die die Agenden der Bank besorgen. Die Regelung der privatrrchtlichen Seite dcS Verhältnisses, das hieraus zwischen dem Staate unb der Bank entsteht, ist der Vereinbarung zwischen dem Finanzministerium -und der Bank Vorbehalten. Das Flnanzinlnistkrittut wird bis ziw weiteren gesetzlichen Regelung die staatlichen Funktionen der Z e 1 t e l b a n k besorgen. Der Finanznllllister errichtet ein B a n k a m t des Fiuanziministeriums in besten Leitnng sich einerseits der Bankansschuß beim Finanzministerium, besten Vorsitzender der Minister oder sein^Stellvertreter und andererseits eine fachliche Geschäftsleitung ist, Ilch teilen wird. Dem Bankansschuß werden a ch t vom Minister aus Beamtenkreisen ernannte Mitglieder angehören. In die Wirksamkeit des Bankamtes wird die geschäftliche Leitung der Staatsschuld fallen und es wird auch die tschecho-slowakische Devisenzentrale untergeordnet sein. Anerkennung der Heereslieferungsverträge durch eine internationalisierte Vergleichskommisston. Wie wir von insorim -ter Seite erfahren, besteht bei den Nationalstaaten nunmehr tatsächlich die Absicht, die Forderungen ihrer In d n st r ien zu befriedigen; es soll jetzt mit aller Beschleuiilgung gearbeitet werden, so daß die gaiizen Forderungen binnen einigen Monaten bezahlt sein werden. Es ist gelungen, die bereits bestehende Vergleichskonimission für. laufende Heereslieferungsvenräge zu i n t e r n a t i o n a l i s i e r e n, das heißt es werden die Vertreter der Nationalstaaten in diese Kommission emtreten, so daß deren Feststellungen bezüglich der Forderungen nicht mehr von den anderen Staaten angefochlen werden können. Der Vergleichskommission ist ferner eine erweiterte Machtbefugnis znerkannt worden, indem sie in Hinklmst nicht nur eine beratende Aufgabe, sondern bezüglich der nicht liquiden Forderungen endgültig zu entscheiden haben wird. Was die ligniden Forderungen anlangt, so hat die Vergleichskoinmission natürlich keme Jngerenz, da dieselben bereits anerkannt sind. 2v Millionen Dollar für die Tschechen. Zürich» 12. März. (Tel. der „Wr. Morgclizta?') Den Tschechen ist von Amerika eine Anleihe pon 20 Millionen Dollar bewilligt worden. Die Anmeldung von Valuten und Wertpapieren in der Tschecho-Slowakei. Prag, 12. März. (Tschecho-slowakisches Preßburcau.) Laut Verordnung vom 0. Marz 1919 ist jeder Eigentümer von fremden Valuten und Wettpavieren verpflichtet, sie der Devisenzentrale zu dem Kurse zum Kaufe anzubieten, den diese Zentrale bestimmt. Erbringt der Elgentümer den Beweis. daß er du Valuten im ^Linne des Gesetzes vom 35. Februar 3919, Nr. 88 des Gesetz- und VrrordnuugShlattes, dem Staate geliehen hat, dann ist er von diesem Anvot b efreit. Dazu ist zu bemerken, daß Valuten und Wtt'tpapiere, dre auf Franks, Livre Sterling, Dollar, Lire, holländische Gulden, Dinars, rumänische md bulgarische Levas, nordische Kromt und v Mark lauten, an geboten werdeii , müsten. Sower es sich. um , Wertpapiere handelt, wird daran H innert, daß auch solche Papiere angeboten werdo müsten. die in der Fremde angelegt sind. Lose nimmt , die Devisen zentrale nickt, an und Wertpapiere, die sowohl auf Kronm wi auf. fremde Währung lauten, nur dann, wenn sie .in der Fremd leicht verkäuflich' sind. Unter Valuten sind fremde. Wertpapitt gemeint. Goldmünzen sind der Devisenzentrale nicht anzubietttl Dieser Verordnung zufolge muß jeder, der Forderungen im Aus lande hat, diese der Devisenzentrale anmelden. Da es sich hier ur eine valutarische Aktion und nicht um eine Konskription von Fon derungen handelt, sind Kronenforderungen von de Anmeldepflicht ausgenommen. Franksforderung« * Wien hingegen müssen angemeldet werden. Elektrifizierung der ungarischen Eisenbahnen Budapest» 12. März. (Tel. der „Wr. Morgautg.^ Bon den von Budapest ausgehenden Elsenbahnlinien sollv 160p Kilometer elektrifiziert werden, worüber im Handelsmim 'terium em Plan ausgearbeitet wurde. Diese Arbeiten hängen mit dem Ausbau der Wasterstraßen zusammen. Verbot des Rubels als Zahlungsmittel i» Deutschland. Berlin, 12. März. (Tel.-Komp.) Das Reichsschatzamt hü der Nattonalversammlung ein Notgesetz vorgelegt, das der russischen Rubel m Deutschland als Zahlungsmittel und den Handel mit Rubel noten verbietet Durch diese Maßnahmen soll der bvlschewikischrn BewegMt Einhalt geboten werden. Verbot der Einfuhr fremder Banknoten nack Pole». Warschau, 12. März. (Polnische Telegraphenagentur^ In der gestrigen Sitzung des Landtages wurde rin Geset betreffend das zeitweiligeBerbot der Einfuhr v oii iremd en Banknoten (Kronen. Mark und Ruber nach Polen angenommen.' Ferner gelangte die Gesetzesvorlage betrestend die obligm torische Arbeiterversicherung znr Annahme. Wie die Schweiz die finanzielle ZnkrwftUngarn« beurteilt. Aus Zürich meldet die Telegraphenkompagnie: Di« Auffassung der neutralen Bankkreise über die finanzielle Zukun? des ungarischen Staates ist seit kurzem merklich optimistisch ei geworden. Wie der leitende Direktor der Schweizer Kreditaustav Kurz dem Vertreter der Telegraphenkompagnie gegenüber klärte, ergeben sich für Ungarn die Möglichkeiten einer Wieder herstellu)ig seiner Wähnmg durch seinen Export. Holzausfuhr aus Deutschösterreich. Die folgend' Mitteilung wird verlantbart: Aus Grund eines mit den Landes» regierungen sämtlicher Alpenländer getroffenen Einvernehmens sinl die Ansuchen um Ausfuhrbewilligungen für ,Holz und Sägewaren ivclche mr Verkehr nach allen nichldeutschösterreichischen Landein erforderlich sind, bei den in den Landeshauptstädten bestehendes Filialen des Deutschösterreichisch:n Warenverkehrsbureaus eiuzw bringen. Die Ansuchen sind für jede einzelne Sendung getrenw zu halten und sind hierbei die amtlich aufgelegten Formulare z»' benützen. Die Warenverkehrsbureau-Filialen werden die Ansucher' mit ihrem Anträge — bei Bestehen einer Holzlandesstelle eventuell im Einvernehmen mit dieser — an die zur endgültigen Erledigung solcher Ansuchen befugte Zentralstelle für Ein-, Aus? und Durchfllhrbewllllguugen werterleiten. Falls im einzelnen Falle die Ausfuhr von Holz zu Kvmpensationszwecken herangezogen werde» soll, werden die bezüglichen Verhandlungen durch das Deutsch« österreichische Warenverkehrsbureau in Wien geführt wertzttv Soweit nicht wegen KompensationZverhändlungen unverureihlichc Verzögerungen entstehen, wird für eine möglichst umgchende Er« ledigung der einlausenden Ansuchen Sorge getragen werden. Wiener Börse. Die Ueberwertungen, welche m der lchten Zeit stärker hervorgetreten sind, führten an der gestrigen Börse zü einer wesentlichen A b s ch w ä ch u n g des Knrsmveaus. Ungünstigen Einfluß ans die Tendenz des Marktes übten Warnungen vor Uebertreibnngcu, die bevorstchende Vermögensabgabe in Dentschösterreich, ferner die politischen Maßnahmen in Tschechien, sowie auch die Vorgänge in Deutschland. Es fanden auf sämtlichen Gebieten Entlastungsverkäufe statt. Die Kurse der Kn l i s s e w e r t e fielen um K 2.— bis kl43.— Auch im Schranken waren empfindliche Rückgänge zu verzeichnen. Auf dem T r a n s p o r tm a r kt e büßten Dampfschiff K 75.4-, Lloyd K 80,— und Navigazione K 95.— ein. Von den I n d u st r i e w e r t e u verloren Berg- und Hüttenwerke K 75.—, die Aktien der Poldihütte kl 50.—, Prager Eisen K 55.— und Waffen K 45—. Stärker in Mitleidenschaft gezogen waren auch P e t r o l e ttin werte: Karpathen sanken um 145.—, Galizia um K 100.—. Die Aktien der Orientbahnen setzten mit L 1690— ein, fielen auf K 1645.— und notierten am Ende K 1685.—. An der Nachbörse stiegen sie spmnghast um U 110.— b:S 1795.—, da gerüchtweise verlautete, daß die im Besitze der Bankengruppe befindlichen Orientbahnaktien verkauft seien. Von den Orientbahnaktien ausgehend, machte sich eine leichte Besserung auf den übrigen Gebieten geltend« Renten waren gut behauptet, Kriegsanleihen fester. Ink übrigen verweisen wir auf die nachstehenden Schlußkurse: Industrie-Unternehmungen. Allgem. Baugesell. . . 482.— Urikany. 860.— Sarajewo Att.-Braner. 939.— Westböhm..1190.— Aussig Chem. .... 1344.— Lokomonv Sigl . . 679.— Brosche. . 1010.— Snmnennger .... 559.— Holzhandel A.-G. . . 775.— Elbemühl. 574.— A. E. G. llmon Elektr. 785.— Leykam. 689.V Alpme ...... 874.— Karpachm ..... 2155.— Anstria.. 1020.— Galizm,.* 1500.— Berg'H litten .... 1775.— Fezfabrik ...... 1038.*- Poldihütte.1100.— Böhm. Zucker .... 1360 — Prager Eisen .... 2685.— Oesterr. Eisenb.-Verkehr 620.— L toda.. . 775.— - Türk. Tabakregre. . . 1215.— Wanensabrik. . . . .1060.— Tiirkenlose ..... .449,— Salgo Tarjaner . . . 992.— Krupp ....... 597.— Toifailer ...... 720.— Transport-Unterrrehmungen. Adria. 1985.— Lloyd ....... 2820.- Brlschtiel>r. Itt. A,. . . 2325.— Navigazione.4200.— Orientbahnen .... 1685.— Staatseisenbahn . . . 1014.— Donau-Dampf. . . 2030.— 3°/0 Südbahn Prior. . 863.50 Ferdinands Nordbahn 5430.— Lombarden.154.— Renten. Mairente. 87.25 Oesterr. Kronenrente . 87.25 Fcbrmrrente. 87.85 Ungar. Goldrente. » . 89.—

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.