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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-13 · Heft 54 (13.3.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 54 (13.3.1919)
Date
1919-03-13
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Donnerstag Wiener Morgenzeitung 13. Wärz 1919 Nr. 54 Die Fleischversorgung Wiens. Ueber den derzeitigen Stand der Fleisch Versorgung Wiens machte Vizebürgemeister Hoß folgende Mitteilungen, indem er darauf hinwies, daß die A nlieferung vonFlcisch eine dauernd schlechte sei. Er betonte, daß tue E i n f ü h r u n g derfleiichlosen Wochen für die nächste Zeit eine ständigeErnricht ii n er werden müsse, wenn sich nicht raschestens eine bedeutende Besiening in der Aufbringung von Rindern Md Fleuch cinstellcn sollte. Das Gemeinderatspräsidium und die nädrnchen Aemter bemühen sich ununterbrochen, bei den staatlichen Behörden eine bessere Belieferung Wiens mit Rindern und Fleisch zu erwirken und es muß zugegeben werden, daß auch die maßgebenden staatlichen Faktoren alles daxansetzen, die Fleischversorgung günstiger zu gestalten, was jedoch durch Schwierigkeiten aller Art bisher immöalich war. Für die Dauer der stcrschlosen Wochen sollen die Spitäler lmd Krankenanstalten aus den geringen, der Gemeinde Wien zur VeriügMg stehenden ttündslelscknnengen . mit einem Fünftel (zur Suvvcnbere,ttmg Md für die dringendsten Fälle) versorgt werden. Der Rest soll in gesalzenem Schinken und Schasflcisch ergänzt werden. Verteilung von Schweizer Liebesgaben. Für die minder deZ IV. Bezirkes werden Montag den 17. und Fce'tag den 21. Ji. M. zwischen 8 und 5 Uhr nachmittags im Gemeinderaus, Schäfergasse 3. vom Frauenarbeitskomitee die Schweizer :>:ebesgaben verteilt. B e z u g s b er e ch t i g t find aMchließlich minder von zwei bis sechs Jahren, die nicht in Anstalten untergebracht sind und deren Eltern zn den Mindestaemittelten gehören. Borzumcu'en sind der grüne, blaue oder gelbe Eüikanffchein für Mrndestbemittclte, die blaue Milchkarte für - .stInder von zwei bis sechs Jahren. Abgabe von Kondensmilch. In der Zeit vom Iß. bis?9. d. M. wird LN Kinder vom vollendeten ersten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre Schweizer Kondensvollmrlch in Dosen abgegeben werden. Die Abgabe beginnt am )7. d. M. m allen Milchabgabestellen, in denen die genannten Michtmilchkartendesitzer rayoniert sind. Jedes Kind vom voll--. endeten ersten bis zum vollendeten zweiten Lebensjahre hat An« >vruÄ aus je süns, die übrigen auf je zwei Dosen. Der Preis stir eme Dose beträgt X 5.90. Die Inhaber Und Leitet sämtlicher Abgabestellen sind verpflichtet, bei jeder Abgabe von Kondensmilch eine der Zahl der verkauften Dosen entsprechende Anzahl )er Tagesabschmtte der 109., beziehungsweise 110. Woche — besinnend mit dem Montagsabschnitte der 109. Woche — von der Milchkarte abzutrennen. Diese Kondensmilch bildet einen Ersatz : ü r r i s ch m l l ch Md ist daher emDoppelbez u g.?on Kondtlis- und Frischmilch unzulässig. Die vorhandene Frischmilch bleibt den Kindern bis zmn vollendeten ersten Lebensahre und den Kranken Vorbehalten. Amtliche Uebernahmsstelle für Vieh und Fleisch in Wien-St. Marx. Vom deutschösterreichlschen Staatsamt ür Bolksernähnmg wird mitgeteilt: Im Rahmen der vor einiger stell errichteten Deutschösterreichlschen Lebensmitteleinfuhrstelle ourde die amtliche Uebernahmsftelle für Vieh und Fleisch in Wirn-St. Marx mit der Durchführung des Verkehres mit Bich, Fleuch» Fleifchwaren und Schwemefettwaren betraut. Durch das icute verlambarte Statut wird der WirkMgskreis der amklichrn. stebernahmsftelle. der bisher auf Großhornvieh, Kälber und Schlachwierde beschränkt war, mit gewisien Einschränkungen auf ^-.iderL Gattungen von Vieh, sowie auf Fleisch, Fleifchwaren und Schweinesctiwaren ausgedehnt. Insbesondere hat die amtliche llebernahmsstelle die Einfuhr aller dieser Artikel zu verwittern, die gesamte zur Einfuhr gelangende Ware zu übernehmen iurd als Verteilungsstelle für das für den Wiener Marktrayon bestimmte Dieb und Fleisch sowie Schweinefett zu fungieren. Bei hrcü Geschäften, hat sich die amtliche Uebernahmsftelle der be- .iisenen Handels- und Gewerbetreibenden und Fachorganisationen ui bedienen. Die amtliche Uebernahmsftelle untersteht der Lerdmg •:ncß TcrwaltiMgZausschusses, dem Vertreter der Erzeuger, der beteiligten Gewerbekreise Md der Verbraucher angehören. Außerdem sind im Lerwalmngsausschuß die beteiligten Staatsamter, sie Landesregierungen Md die Gemeinde Wim vertreten. Mazzöthversorgung ISIS. Ueber viele Anfragen ttnrb uns seitens des Kultusvorstandes mitgeteilt, daß bezüglich der Erlangung deS zur Erzeugung von Mazzoth erforderlichen MehleS schon seit längerer Zeit die intensivsten Verhandlungen mit )em Auslande gepflogen werden, die aber bisher zu k e t n c m oesinitiven Resultat geführt habm. Sobald die Bc'chagung des Mehles Md dessen rechtzeitige Ankunft in Wien gesichert sein werden, werden unverzüglich die entsprechenden Maßnahmen behufs Anmeldung zum Bezüge von Mazzoth getroffen. Mitteilungen der „Rohö". Donnerstag: Zentralmagazin (VHI. Bezirk, Piaristengasse 92c. 19): Frische Germ. Dörrgemüse, Zwiebel, Knoblauch, Paprira, Tollelteseife aus Marken, Salz und Paradeiser in Essig von 9 bis 12 Uhr. —!. Bezirk: Toiletteseifc und diverse Kleinigkeiten von 9 bis 12 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. — II. und III. Bezirk: Toiletteselfe, Paprika, Dörrgemüse, Zwiebel Md Knoblauch von 9 bis 12 Uhr. — IV. Bezirk: (nur für die. Mitglieder des V. Bezirkes die Nummern 1701 bis 2200): Lequar und frische Germ von 9 bis 12 Uhr. — IX. Bezirk: (nur für die Mitglieder des IX. Bezirkes): Dörrgemüse, Toiletteseife auf Marken, Giebel, .Knoblauch und Salz von 9 bis 12 Uhr. — X. Bezirk: Waschpulver, Paprika, Sardellm und Toileltefeue von 9bis 12 Uhr.— XII. Bezirk: Zwiebel, Toiletteseife, Salz, Sardellm und Paprika von 9 bis 12 Uhr. — X1H. Bezirk: Toiletteseife, Paprika, Dörrgemüse Md Zwiebel von. 9 bis 12 Uhr. — XVII. Bezirk: Paprika, Dörrgemüse, Toiletteseise rmd Zwiebel von 9 bis 12 Uhr. — XVIII. und XIX. Bezirk: Geschloffen. — XXk. Bezirk: Toilettecne, Dörrgemüse und Salz von 2 bis 4- Uhr. Bühne und Kunst. Orchesterkonzerte. 'Philharmonisches Konzert. — Mahler: Fünfte Symphonie. — Berlioz: Totenmesse.) Mozart, Beethoven und Brahms waren die Festgaben, mit denen die Philharmoniker ihre, getreuen Monnenten zum Abschluß der diesjährigen Konzsrte beschenkten. Die E-Moll-Fuge Mozarts mit dem einleitenden Adagio, gab die weihevolle Stimmung an. Vom Chor der Streicher wurde ihre ernste Architektur sicherer gestützt, als dies ein Rolistenquartett vermocht hätte. Die Individualität der Stimmen ging, wie es sich bei diesem unvergleichlichen Streicherkörper .dmken läßt, dennoch so nicht verloren. Beethovens Erstck* erlebte man wie in träumerischem Fluge, alle Erdenschwere vergessend. Erwacht, fand man deS Denkens kein Ende. Die E-Moll-Symphonie von BrahmS hat längst baS üble Horoskop Lügen gestraft, das ihr die siebenmal Welsen bei der Geburt stellen wollten. Die titanische Größe deS Schlußsatzes allein ist hinreißend in ihrer Wirkung. Selten gibt es einen Satz, der in so engen formalen Grenzen, so gewaltigen, aller Form spottenden Inhalt vermitteln könnte. Die Grund- ’ ummim $ dieses. Abschlusses, könnte seinerzeit in Bruckner und Mahler eine allseits begehrte FortsetzMg finden. Mahlers „Fünfte" hat die Größe der Konzeption, uin für sich allein ein Konzertprogramm zu füllen. Wenn sie auch nicht wie die „Zweite" Solisten und Chöre zum Aufschwung des Schlusses bemüht, so weiß sie doch als absolute Musik genug an Inhalt auszuschöpfen und um vieles mehr noch anzuregen. Der Veteranenmarsch des alten Oesterreich, mit dem sie einsetzt, wirkt heute als elegisches Symbol. Fast könnte inan tm zweiten Satz den Aufruhr stürmen hören, der sich nach diesem fragwürdigen Leichenbegängnis erhoben hat. Adagietto und Scherzo scheinen nicht weniger aus lauer, österreichischer Stimmung ihre träumerische Ruhe und graziöse Tanzfreubigkeit zu holen. Das von befreiendem Humor dnrchtabte Finale findet erst wieder den Anschluß an die Polyphonie der Welt. Das Werk wurde von Bruno Walter mit dem nach Kräften folgenden Tonkünstlerorchester in gewphpLsi .impulsiver Art zu starker Wirkung gebracht. Seche nnvebftrgte Autorität in Dingen Mahlers kann heute wohl nicht mehr-bestritten werden. Prof., Franz - chreker, versammelte diesmal seinen . tapferen „Philharmonischen Chor" nicht zu Pionierarbeit im musikalischen Neuland, sondern zu einer ivürdcvollen Totenfeier. Berlioz „Requiem" entstand 51t Ehren der Unter General DaMremont gefallenen Krieger (1837). Sein Inhalt lockte zur Wiederbelebung im Weltkrieg und diesem erfolgreichen Versuch lieft Schreker jetzt die Wiederholung folgen. Eine glänzende Chorleistung ließ fast die Sensationen des Riesenorchesters' vergessen, wie fcflc atembeklemmenden Fanfarenstöße deS „Tuba mirara“, die Gewalt der verstärkten Pauken oder die auf Blech gegründeten Bässe beö „Hosanna in excelsls“. Professor Schreker ließ alle Elemente durch das französische Welttheatcr rasen und sie dann wieder durch Melodie besänftigen. Chor und Orchester wären ihm treue Gehilfen für die tvohlabgerundete, erfolgreiche Aufführung. ' Dr. K. M. Ein nachgelassenes Drama Eisners. Kurt ElSner hat eine unausgeführte dramatische Dichtung hmterlaffen, betitelt „Die Götlerprüfung". Eine weltgeschichtliche Poffe in fünf Asien und emer Zw schenpamomune. Die Titelseite des Manuskripts trägt zwer Vermerke, dre eine eindringliche Sprache reden: ^Begonnen: Frühjahr 1898 im Strafgefängnis am Plötzensee bet Berl n. Vollendet: Febmar/März 1918 im Untersuchungsgefängnis am Neudeck zu München." Als Ort der Handlung, so teilt die Michchener Preffe mit, ist eine Insel im Welimeer angegeben; als Zeit: Immer. Dem originellen, etwa 30 Erscheinungen umsaffenden Personenverzeichnis entnehmen wrr dre folgenden Figrrren: Prinz Agab, später König Agab 0. 'der Nullte, König von Farun. Der Hrrnmeister, sein Erzieher, später Kanzler. Dann sind noch vorgesehen der GeichlechiSmeisier, der Wachtmeister, der Wachtmeister, der Schlachtmeister, der Jagdmeistec und der Trachtnmster. Der Stirnwolkenscheucher ist ein Page, die Tochter des obersten Weisen heißt Warana. ihr Geliebter Guldar. Drei Bylksbändiger und die Mumie des Krieges bpchließen den Reigen. Das Ganze stellt sich, bei absoluter Verachtung des Theatralisch-Wirksamen, als das Dokument eines Idealisten dar, der auch in dieser Dichtung zu den Wenigen redet.. Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r gelangt heute -den -18, d. M. Henrik JbsenS Schauspiel „Die Stützen der Gesellschaft" zpr- Aufführung. Es .wirren mit die Herren Baumgartner, DevrieNt, Frank, Gimnig, Heller, Höbling, Muratori, Rub, Siebert, Strebmger und Wiesner, dre Damen Bleibtreu, Burg, Haeberle, Kutschers, Kosck, Menbrrg. (Frau Runnnel), Littitz (Frau .Holt), Mayer und Sudler (Fräulein Rummel). Diese Vorstellung beginnt um halb b Uhr. Im O p e r n.t h.e a t e r kommt heute den 18. d. M. „Salome" mit den . Damen Gutherl.. Weidt, Kittel,. Szterenyi, Herm Fritz Feinhals vom Nationaltheater in München als Gast sowie den Herren Lener, Mqikl, Gallos, Rtttmann, Breuer, Striks, Mad'it. Zec, Arnold. Stehmann, Betettö, Markhoff zur Aufführung. Anfang halb 6 Uhr. / . Im Jose f.st ä d t e r - T h e a t e r wird heute der Schwank „Der letzte Junggeselle" von Alexander Engel und Julius. Horst zunl ersten Male gegeben. Die Hauptrollen werden dargestellt von Poldi Müller, G. Marietta Weber und den Herren Strobl und Nerz, Dieser Premierenabend findet um '/,6 Uhr abends statt. . : Im Burgtheater wurde die für die nächste Zeit in AuSsimr genommene Au'iührung von Georg Kaisers „Sorina" verschoben. Hierfür konmit als nächste Neuheit Beer Hofmanns „Jakobs Traum". ___- Dortraysabend Elisa Ratau* Mit DichtMgm des Ostens, die .sie in apgrftn Kostümen und mit vornehmer Empfindung vorzutrageii weiß, hat Fräulein Eliiä Kar a u sich glücklich eilitzeführt. Leider fielen die szenischen Hintergründe nach den Eiltwünen ihres Gatte einer Tournee durch das revolutionäre Deutschland zum Opfer. Diesmal war es daS Gebiet der persischen, indischen und chinesischen Literatur, das die Vortragende uns vernnttelte. Wir glauben, daß auch die Bibel und der reiche jüdische Sagenkreis ihrer Eigenart ein ergiebiges Feld der Betätigung bieten könnte. M. Die Weltbühne» der Schaubühne XV. Jahr, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirtschaft, herausgcgebcn von Siegfried Jacobsohn, enthält in der Nummer 11: Die Kehrseite,, von Ludwig Junsch; Kurt Eisner, von Hans Natonek; Eiserne Stirnen, von Georg Metzler; Nach und vor der Revolution, von Olfp Das alte und das neue System, von Johannes Frschart; Schuldfrage und Friedensnuterhändler, von Richard Grelling; Malers Alarmrufe, von Willi Wolfradt; Alte und neue Märchen, Jüd, akad. Verbindung »Jordania« in Wien ßude: IX., Müllnerg. 6. Couleurcafö: »Industrie«, IX., Porzellan?. 39. PURIMFEIER Samstag den 15. März 1919 Im Pestsaale des Niederösterr.Qe werbe verein es. I., Eschenbachgasse Nr. 11. Festrede: Dr. Marek Seherlag; MHwirkende: Erika von Wagner, Margit Schulart, Albm v. Rittereheim, Max Mosthai. Beginn S Uhr nachmittag». , Restliche Karten in der Buchhandlung Löwil u. bei den Coulcunnitgüedern. Das Relnertr&gnls fällt einem- Palästinastiprndium zu. . 332 von S. I.; Antigone, von Alfred Polgar; Gwiimer, von Alfonil Goldschnndt; Ludendorffs Heimkehr, von Hans Styx. Die Jüdischen Handbücher, diese so rasch beliebt gewordene Sammlung des Verlages R. Löwit. wurde wieder durch einen sehr interessanten Band vermehrt. Als Nr. 3—5 erscheinl das fest langem vergriffene Werk von M 0 s e s Heß „Romuni I e r u s a l e m". Die letzte Nationalitätenfrage. In einer sehr bemerkeusmertm Einleitung spricht Hugo Bergmann über die Bedeutung von Heß' „Nom und Jerusalem" für die jüngste zionistische Generation.^ — Das Werk wird zum Preise von X 6.— ab Mitte März bei allen Buchhandlungen oder direkt bei N. Löwit, Wien, I., Nolcntnruistraße 22, zu haben sein. Sport. Fm Flugzeug zum Futzballmatch. Wie das „Sp. a. M.' meldet, hat sich die französische Fußvallmannschaft zum Länderwetlkampf gegen Belgien im Flugzeug von Paris nach Brüssel begeben. Der Flutz fand auf einem neuen viermotorigen Votsin-Aeroplan statt. Vier kleinere Apparate begleiteten den Riesenflieger und beförderten noch eine Anzahl von Offizieren, Sportlenten und Berichterstattern an den Schauplatz des Wettspieles. Diskusfionsabeud im Leichtathletikverband. Heute abends findet präzise '/,6 Uhr in den Räumen des Fußballverbandes der fünfte DlÄusnonsabend des Leichtathletikverbandes statt. Es spricht Ingenieur Ed. Schönecker über daS Thema „Sportplatzanlagen". Schönecker hat m den letzten Wochen sämtliche Wiener Sportplätze besucht und wird für sie Verbessernngsvorfchläge machen. Sportausrüstungsgegenstande aus dev Sachdckmo» bilisierung. Dem Zentralverbande für gemeinsame Sportintereffen wurden aus. der Sachdemobilisiemng zmn Sportgrbrauche geeignete Leibcheu, Stutzen nsw. überlassen. Muster können ab Freitag m der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags im Sekretariat des Fußballverbandes, I.,Annatzaffe 7. besichtigt werden. Kaufberechtigt sind alle Sportvereine, dre bem Zentralverband angehören. Hakoah. Heute ap 3 Uhr Training der ersten und zweitm Mannschaft aus unsernn Sportplatz. * Sp. u. G.-V. „Kadima". Heute. 6 Uhr abends, Sitzung des Hauptausschnffes. Samstag, 6 Uhr abends, Plenarversammlung, wozu dir Mitglieder auf diesem Wege emgeladen werden. Sonntag Wettspiele der ersten und Reservemannschaft. Züd. S. V. Hechaver. Heute, 6 Uhr abends. Mitgliederversammlung; Kavitanwahl und Mannschaftsaufstellung fürdas sonntägige Spiel gegen Amateure. 1. Jungmannschaft, das um halb 9 Uhr vormittags in Ober-St. Veit stattfindet. Der Volkswirt. Die Lage der österreichischen und ungarischen MineraLölindustrie nach dem Kriege. Bon Ingenieur Robert Schwarz. Die durch die politischen Umwälzungeir hervor gerufene Lage der österreichischen Mineralölindnstrie ist gegenwärtig noch vollständig uugeklärt, weil einerseits die Frage der.Nationalzugehörigkeit der wichtigsten Rohö gebiete von B 0 r y s l a w - T u st a n o w i c e unenLsthiedeu ist, andeverseits aber-auch bereits.scharfe Eingriffe, betreffend LLe.Hngehörigkoil der-verschiLdenLÜ- Raffinerien erfolgt sind. Mit dem Standorte in Deutsch Ö sterreich' selbst kornmen von. bedeutenderen Raffinerien nur zwei in Frage, nämlich die Aktiengesellschaft der Wien-. Floridsdorfer Minerälölfabrik in Floridsdorf, welche mit dem Konzern Hartenstein-Csonka und der Depositenbank in Verbindung steht. Die Verarbeitungökapazität dieser Raffinerie kann. mit 30.000 bis 40.000 Tonnen jährlich angenommen werden, wobei aber die Angaben über die. Kapazitäten der verschiedenen Raffinerien verschiedeit charakterisiert werden/ je nachdem, welche Rohöle verarbeitet werden, und in welcher Weise die Verarbeitung.erfolgt. Hierzu ist zu bemerken, .daß die Verarbeitimgskapazität der Raffineriegesellschaften stets mit dem Schleier eines gewissen Geheimnisses umgeben wird, was ja begreiflich ist, weil die Beteiligung an den Kartellverarbeitungen, Materialzuweisungen und dergleichen vielfach mit der Kapazität im Zusammenhang gebracht wurde. Die Verarbeitungsmöglichkeit ist auch vielfach abhängig von denr inomenianen Ban- und Vetriebszustande der Fabriken, welcher im Kriege unter der Unmöglichkeit der Nachschaffung von Material teilweise gelitten hat. Auch die in manchen Raffinerien während der feindlichen Besetzung vorgenommenen Zerstörungen, andererseits aber auch die Erweiterungsbauten müssen hierbei Berücksichtigung finden, ebenso der Umstand, das; nur wenige Fabriken vollständig mit Paraffinfabriken und Schmierölanlagen ausgebaut sind. Als zweitgrößere Raffinerie mit dein Standorte inDeutschösterreich kommt nur noch die Raffinerie in Drösing der „Schodnica" A. G. für Petroleumindustrie mit einer Kapazität von 20.000 bis 25.000 Tonnen in Betracht, welche bekanntlich zu in Konzern der Angloüank gehört. Zwei inittlere^ Benzinfabriken, und zwar die Benzinfabrik Gustav König & Co. in Kagran, welche bem Konzern der Gnlizischen Karpathen-Petroleunt^ gesellschäft (Unionbank) nahesteht sowie die Benzinfabrik in Rannersdorf der Aktiengesellschrst für Mineralölindnstrie vorm. David Fanto & Co. (Konzern Bodenkreditanstalt) haben für die Verarbeitung von Rohöl geringere Bedeutung. , Eine kleinere Anlage, welche vorläufig hauptsächlich als Depotstation eingerichtet ist, bilden die am Praterspitz in Wien gelegenen. Mineralöllager der ,>A u st r i a" .: P e t r 0 l tunt indnstr i.e -A.. G. (D e u t s ch e E r d ö l- A. G.). Die zum. Teil an der Donau gelegenen Fabriken Hit Deutschösterreich werden vielleicht in späterer Zeit rumänischeZ-Rohöl bcvavbciteit

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