Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 52 (11.3.1919)
- Date
- 1919-03-11
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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--- — Wirirer Morge«z«rtu»g II. März 1919 Rr. 52 Die Ernährrmgslage Deutschlands. Vor der Katastrophe. -- Keine Düngemittel. Mei«E, 10. März. (Korr.°Bur.) Abgeordneter D'r. Pe te r fe n (Demokrat) führt in Begründung seiner Interpellation betreffend die Ernährung u. a. aus: Die Regierung müßte mit absoluter Wahrheit dem deutschen Volke sagen, wie die Lage ist. Die Interpellation wurde auch eingebracht, nur. an das Gewissen der Welt zü appellieren. Wenn wir nicht die Lebensmittel bekommen, die tvir haben müssen, dann wird dies nicht nur zu einer deutschen, sondern auch zu einer europäischen Katastrophe führen. Zur Begründung der Interpellation der Deutschnationalen und der 'Deutschen Volkspartei über die Abstellung des Notstandes für die Landwirtschaft erklärt Abg. Dr. Semmler (Deutsche Volksparter): Wir stehen vorei ne r K a t a st r o p h e, wenn in bezug auf die Produktion; künstlicher Düngemittel und die Beschaffung -der nötigen Arbeitskräfte für die Landwirtschaft nicht Abhilfe geschaffen wird. Das Hairs beschließt, die beiden Interpellationen unter einem zu besprechen. In BeantUwrtung der Interpellation führt Reichsernährungsminister Schmidt aus: Die Frage der Interpellanten, ob unsere Ernährung bis zum nächsten Wirtschaftsjahr ausreicht, muß ich verneinen. Was soll nun geschehen? Um den. Fehlbetrag zu decken, müßten die Rationen noch weiter herabgesetzt werden und das ist nicht möglich. (Wseitige Zustimmung.) Es bliebe also nur 'übrig, den Fehlbetrag durch Einfuhr vom Ausland zu decken. Die Hoffnung, daß der ritterliche Gegner sofort nach Inkrafttreten des Waffenstillstandes das Kampfmittel der Blockade aufheben würde, ist trügerisch gewesen. Alles spricht dafür, daß der Wirtschafts kamPf auch nach Friedensschluß mit aller Schärfe fortgesetzt werden soll. So darf Norwegen seinen heurigen Fischreichtum nicht nach Deutschland ausführen;' auch Ungarn darf nicht mehr nachDeütschland ausführen. Der Minister verweist auf die letzten Berhand^ lungen. mit der Entente in Spa a und erklärt, so schwer es ihm auch geworden sei, habe er sich doch' dem Standpunkte der deutschen Vertreter in Spaa angeschlvssen. Trotz alledem, fährt der ' Minister fort, stände es nicht so schlimm mit unserer Ernährung,' wenn uns nicht durch sinnlose Streiks und- Po litt sch e U n ru hen die . Einfuhrmöglichkeit aus " dem neutralen und sogar aus dem feindlichen Auslande unterbunden worden wäre. Wir hätten unserem Volke Lebensmittel in nicht geringem Umfangs einführen können, wenn wir die nötigen Kompensationen1 hätten bieten können, Und Mir Kohle, Kali und Eisen. Das Ausland willnicht unser - entwertetes Geld, es - will unsere Erzeugnisse. Jeder Streik der städtff- ' schen Arbeiter ist jetzt ein Verbrechen an der Nation, aber kein geringeres Verbrechen ist es, wenn den Land- - wirten geraten wird: Ihr könnt auch streiken. Dau sind die Spartakisten im Bunde mit den Landwirten mtb sie sind verantwortlich für das, was daraus entsteht. In der Frage der Düngemittel sind unsere Hoffnungen - auf eine ausreichende Erzeugung durch den 14tägigen Streik in der Sticksdoffinduftrie v e.r -; nich Let. . . Unterstgatssekretär Braun gibt sodann einen eingehenden -Bericht - über die Ernährungsverhändlung^n iw Spirä und erklärt: Wir haben den Abbruch nurals eine Maßnahme der gegnerischen Vertreter aufgefaßt, sich bei ihren Negierungen neue Instruktionen - zu holen. Unsere Lage ist ernst, aber, nicht hoffnungslos. Nene Verhandlungen werden kommen, und aus die. Dauer wird sich die^Welt der Verpflichtung, die sie. Deutschland gegenüber hat, nicht entziehen können. / Seite 4' Wien, Dienstag Telegramme. Die amerikanischen Lebensmittellieferungen. i New-Dork, 10. März. (Funkspr. des Korr.-Bm.) Die 'Regierung der Vereinigten Staaten beschäftigt sich eifrig mit der -Sicherstellung der Verpflegung der mit der Entente verbündeten Staaten Mitteleuropas. Zu Beginn des Monats Februar kam der amerikanische Dampfer „Western Plains" nnt 7000 Tonnen amerikanischen Mehls tn Rumänien au. Ungefähr zur gleichen Zeit stellten die amerikanischen Behörden 5000 Tonnen Mehl den Tschecho-Slowaken zur Verfügung, die in Triest angekounnen waren und mittels eines tschechischen Zuges nach Prag gebracht wurden. Die Amerikaner boten den Tschechen gleichzeitig auch 5000 Tonnen Schweinefleisch imd weitere 10.000 Tonnen Mehl an lind verständigten sie dahin, daß ergänzende Zufuhren ihnen zur Verfügung stünden und nach Maßgabe der sich bietenden Verschifftmgsnröglichkciten geliefert werden würden. Lnzzattr für die solidarische Haftung der österreichischen Nationalstaaten. : Zürich» 10. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") An einem Artikel im,,Corriere d e l l a Sera" bespricht Luigi L u z z a t r t die enorme Schwierigkeit, die sich aus der, Notwendigkeit ergibt, daß Oesterreich-Ungarn, das sich in mehrere. Staaten aufgelöst habe, seinen enormen Stand an Papiergeld reguliere. Wenn schon die Frage der von Deutschland zu fordernden Kriegsentschädigung der Pariser, Konferenz viel Kopfzerbrechen bereite, so seien die Schwierigkeiten in betreff Oesterreichsno ch viel größer. Die neuen Staaten Oesterreichs erklären, daß sie die Schulden der alten Monarchie nicht anerkennen. Jeder vom ihnen wolle sein Kontigent an Papiergeld abstempeln, aber der Stempel füge nichts zu den Metallreserven hinzu, die nicht vorhanden seien. Und es erhebe sich die Frage, wer die Entschädigung an Italien bezahlen werde. Wollte man wie Gentlemens Vorgehen, so müßten die Völker Oesterreich-Ungarns alles bezahlen, was sie Italien -genommen.hätten, dann würde Italien seuic Verpflichtungen für die Territorien anerkennen, die es annektiere und andererseits würden sich die Staaten der alten Monarchie zur solidarische n Haftung . für die Kriegsschulden bereit erklären. Zum Schlüsse hofft Luzzatti. daß es gelingen werde, ans giitlichem Wege zu einer Einigung zu gelängen. Kömmunistenkongvetz irr Moskau. , Moskau, 10. März. (Funkspr. des Ukr. Pressedienstes.). Freitag fand die Eröffnung derJnternationale statt. Die kommunistische Partei wird vertreten durch Lenin, Trvtzki, Sinowjew, Stalim, Bncharin, Tschitscherin, Obelenski und Worowskr. Kiem, 10. März. (Funkspr. des Ukr. Preffediensies.) Der jüdische kommunistische Arbeiterbund erklärt in einem nach Moskau gerichteten Telegramm, daß er an dem dritten internationalen Kommurliftcnkongreß.teilnehmeu werde. Die antibolfchewikischen Regierungen in Rußland. ' Genf, 9. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") „L'Homme Lrbre veröffentlicht eine Zusammenstellung der in Rußland bestehenden antibolschewikischen Regierungen. Darnach bestehen folgende Teilrecheinmgen: In O m s k Mitcr Admiral K o lisch a k; in I e k a t e r i n o d a r unter General D e n iki n wir S a s s a n o w als Außenminister; in A r changelsk Tschaikowskv; ferner auf dem Gebiete des ehemaligen Großrußland: Estland unter Paets, Litauen unter S l a j e w i t s ch, Lettland unter M i l c rotoit sch, 11 f r c t n c, G e o r g i e n, I o rdanie n,, D a j e st a n, T a t a r e i, A z c r b e i d s ch a n und Armenien.. Angriff amerikanischer Soldaten auf eine Londoner Polizeistation. .. L.ondyu, 10. März. Die britische Polizei vorhastete amerikarusche Matrosen wegen öffentlichen Spieles. Daraufhin griffen amerikanische Soldaten die Polizeistation von Bowstreet dreimal an, um sich den E i n t r i t t z u erzwingen. Sie wurden jedoch von Polizisten, die mit Knüppeln vorgiugen, zurückgewresen. Unter den Verletzten besinden sich zwei amerikanische Militärschutz- leiste, die irrtümlicherweise niedergeschlagen wurden, als sie ihre tstevolver zogen, mn die Ordnung wiederherzustellen. Die amerikanischen Behörden habeu eine Untersuchungstommission eingesetzt^ Cotin und Billam. 1 - Genf, 9. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Wie aus Paris bestätigt wird, wird der Attentäter E o t i n am 14. März' vor dem dritten Kriegsgericht erscheinen. Bor demselben- Gericht beginnt am;27. d. M. der Prozeß H u m b e r t. Der Prozeß gegen B i l! a i u, den Mörder Jaurös, beginnt am 31. d. M. vor dem Schwurgericht in Paris. Die Lage in der Slowakei. Prehburg, 10. März. (Tschecho-slowak. Preßbnreau.) Heute iaird unter dem Vorsitz des Ministers Srobar eine Konferenz de" slowakischm Abgeordneten imd Ge'pane statt, in der Ministe- -L>r. Srobar Bericht über die politische Lage in der Slowakei, und zwar sowohl irr den slowakischen als auch in den nichtslowakischeu Gegenden erstattete und die leitenden Prinzipien des weireren Vorgehens dartegte. Die Zionistenkonsererrz in London. Kopenhagen, 10. Marz. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Zionsttrsche Burcan meldet: In der Vormittagsitzmig der Zionistenkonsereuz vom Freitag referierte Dr. W i l i auS k i über ^den Plan der KolonffatronHalästtnas. Au sein Referat schloß sich die Diskussion. Am Nachmittag brachte Herr Fi sch er namens der politischen Kommission einige Aurendeuieuts zu den Vorschlägen Wilkanskis ein, zu denen Tr. Weiznrantt ebenfalls Stellung nahni. Zur Konferenz ist Herr U s s i s ch k i u in London e'.ngetroffeu. Em jüdischer Vertreter im Senioreulronverrt des polnischen Reichstages. Krakau, 9. März. (Tel. dir „Wr. Morgenztg.") Laut Warschauer jüdischen Zeitungen soll der polnischen Ncichstagömarschall T r o m p c z h n s k i erklärt Haber:, daß ts ihm vielleicht gelingen wird, im Ausnahniswcg die Znlasiuug «vcs Vcrür.cleis der jüdischen Abgeordneten zuni Seniorenkonveut des steeichtztages zuerwirken, sjwecks Designierung dieses Vertreters dielt der.jüdische Abgeorduetenverband eine Sitzung ab, wo beschlossen wurde. P r i l u c f i in den Konv-'ut und Dr. Thon als Stellvertrestr nominieren. Ein Kommunistischer Putsch in Aerudors. Berndorf» in. März. (Ti. de.- ..Wr. Moranr-.-g.'L Kommunisten h?Kn in den K'- nv: s.-'-m We-i::; c^n.u. P u t s ch v e r ' /. -.h n-n-.-n. Paderewskis Brrhandlnngen wegen Lemberg. London, 10. März. Das Rmtersche Bureau erfährt aus Posen: Paderewski kam heute nachmittags in Posen au, um mit der mterallrierten Konmussion und den! Nationalrat von Posen b e z ü g l r'ch Lembergs zn verhandeln,^ dessen Einnahme durch die Ukrainer drohe. Die einzige Möglichkeit, die Stadt zu retten, bestehe in der Entsendung von Truppen aus Posen und. von der deutschen Front. Diese Maßnahme sei aber schwierig, da die Deutschen täglich ihre Angriffe fortsetzen. Gegen die Pogrome in der Ukraine. Stanislau, 10. März. (Funkspruch des Ukrainischen Preffebicnstes.) „Robotnitscha Gazetta" meldet: Das Zentralkomitee der lckraimschen soziMtzschen Arbeiter protestiert im Namen der Partei gegen die in der Ukraine gegen die' jüdische Bevölkerung in der letzten Zell, vorgekommenen Pogrom es Das Zentralkomitee der ukrainischen sozialistischen Arbeiterpartei fordert alle Parteimitglieder auf, bej der B e r f o l g u n g der Sch u l d r ge» nüttätig und behilflich zu sein. Die Parter sterurteilt jeden Pogrom; denn derselbe schadet nur der Revolution und verhindert die Verennguttg aller Proletarier. ~ W Die SLrden müssen Südungarn räume«. Budapest, 10. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Der Streit in Südungarn gegen die Besetzung durch die ' Serben dauert am Der französische Verbmdungsofsizier in T em esst a r hat an den in Konstantrnopel wellenden Oberkommandanten der östlichen Ententetruppcu, Generäl F r,a u ch etz die dlnsrage gerichtet, ob die Serben das südungarische Gebiet mit Recht besetzt hlllieu. Franchet antwortete, daß die S e r b e n d a s R e ch t h i e r z u n i e m a l S b e s e s s e n und daß sie das besetzte Gebiet z u räumen habeu. Sieg der streikenden Kellner in Budapest. Budapest, 10. März. (Ung. Tel.-Korr.-Dur.) ^Die Kaffee- Hausbesitzer haben nach langen Verharidlungen sämtliche Forderungen der streikenden Kellner, deren hauptsächlichste eine Lohnerhöhung, Beteiligung an den Bruttoeinnahmen, Einführung des Reviersystems und Abschaffung der Trinkgelder sind, a n g e n o mm em. Die Kaffeehäuser werden voranssichtlich Mittwoch früh wieder erössuec werden. Fortgesetzte Straßenkämpfe in Berlin. Bergung von Toten und Verwundeten. Berlin, 10. März. Die vergangene Nacht ist verhältnismäßig ruhig verlaufen. Heute vormittags gab es an verschiedenen Punkteir der Stadt, dort, wo die Regierungstruppen die Enttvafftlungsattion fortsetzen, die gewöhnlichen Straßenkämpfe. Ein trostloses Bild bieten die Teile der Stadt, in denen die Kämpfe am meisten getobt haben. Die Ver'ivüftniigen, die hier angerichtet wurdeir, sind getvaltig. Furchtbar sind die Wirkungen der Geschütze und der Mienenbeschießuug an zahlreich.sti Häusern. In der Blumen- und der Palissadenstraße sind m e hr e r e H ä u s e r gänzlich e i n g e st ü r z i. Dort sind die Negierungstruppen, unierstützt vom Roten Kreuz, mit den Bcrglmgsarbeiteu beschäftigt. Aus den Trümmern werden. immer noch V e r w u u d e i e u n d Tote geborgen. Keine Wiederaufnahme des Straßenbahn- Verkehres. . Berti», 10.Illuil". Liste die Dn-ettion bcr G-ostBecsiuer Sii-.lßenbuhn irutteilt, ist;.u eine Wiederaufuatnue Hv Wai-Ws vorläiisig u ich! t?.n d e n! e n, da die , Argestelllen aus i»:'.rr'r"chbm-e-r Fiu'dri'r-.r'.ar-.l, wie vorh.'->-'a-' Eniffiiucua dtin-cianv Bcl u. : ..-a der £ cecüiaee und i.'l-.-ii; v.:: . : - ' •; Entwaffnung der AivUbevölkeruug. Peelin» 10. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Heute . fand nne' allgemeine Waffenabnahme bei der Zlvllbevölternng . statt, die ohne ZwischenMe verlief. . Verhandlungen in Leipzig. Leipzig» 10. Marz. (Korr?-Bur.) Im Laufe des heutigen Tages finden Betriebsversammlungen stach in denen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer miteinander verhandeln, ob die Ülrbcit - morgen wieder anfgenommen werden soll. Der Sonntag ist ruhig verlaufen. __ Die Kultuswahlen in Graz. Biee Aiouisten gewählt ... Graz» 10. März. (Tel. btr „Wr. Morgenztg.") Bei dee.:.n. Sonntag stattgefundenen Kultuswahl, die sehr lebhaft verlief, ' wurden 20 Konservative und 4 Zionisten gewählt. Killttlspräfident Äendi ist wiedergewhält worden. Abgegchen wurden 397 Stimmen. Gewählt wurden hie . Mitgilieder der konservativen Richtung mit 195 bis 275 Stimmen« .. Die Zionisten erhielten 200 bis 217 Stimmen. Nur dank dem'; reaktionären, verklausulierten. Wahlrecht entfielen auf.-die Zionisten vier Mandate, trotz der großen Stimmenanzahl von 200 bis 217 Stimmen. __ Znlmtd. Die Wahlordnung der Gemeirrde Wien. W i e v, 11. März 1919. ' st" Iil der MttwochsitzÜng der provisorischen Laudesvcr^"- sammlung Niederösterreichs wird.wie schon genreldet, über die Wahlordnung der Gemeinde Wien, wie sie vom Wiener GemcmderaL Verabschiedet worden ist, beraten - - s und Beschluß gefaßt werden. 'Die BorauLsetzuugen für T das a k t i v e und p a-s s i-v e' W a h l r e ch t in die Wieirer - - Gemeindevertretung sind identisch mit den Voraussetzungen für hie Wahlberechtigung in die Naü onalversa in n^ luug, die Wahlberechtigung ist demnach an keine 'S c ßhastigkeiL gebnnöen. Auch die Heimatsberechti« gurrg in einer Gemeinde Deutschösterreichs ist nicht not- - wendig,- ' W a h lbere ch i i g tist jeder deutsch!)sie,,reichische 'Staatsbürgerohne Nnterschied des Geschlechtes, der vor dem 1. Jänner 1919 das 20. Lebensjahr überschritten hat, im Gememdegebiet von^W i.-u <un Tag der Wahlverlautbarnng und.' ani Wahltag seinen ordentlichen Wohnsitz hat und bis dahin vom Wahlrecht nicht ausgeschlossen ist. Unter den gleichen Voraussttzimgcn sind unter der Bedingung der Gegenseitigkeit auch die in Wien wohnhaften' deutscheir R e i ch s a n g e h ö r igen wahlberechtigt. Vom Wahlrecht apsgeschlv ssen sind: Franeiispersonen, die ivegen gewerbSmüßigcr Unzucht von - der Sicherheitsbehörde bestraft worden sind, ferner Fraueus- - * Personen, die unter sittenpolizeilicher lleberwachnng stehen. ' 9? e u ist der Ausschließungsgrund wegen A b st r a s u n g - - wegen P,r e.i streib er ei u h d Keil ruh and e l. Die Wahl wird bezirksweise vorgenommen. Die- Koppelung von WahMsten ist verboten. Die Mand a ts.d aue r der neugewfthlten Gcmcmderöte beträgt/f ü n f.,. . Jahre.- Ter.Gemcttlderat der Stadt Wien ersuchte die L.indes» verscuamlung. iu einer E n t s ch t i c fj u i: c[ dahin zn wirten, . < daß dir Wahlen in die Lmidesversanuninng . am glci ch e. » 1 o i] c luif die für den 0> c m e i u d e r a t und in die V e -, i x £'... v r v i v e: u n g e u OLU-ornoi’.iiiU',! lurrbrn. Für