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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-09 · Heft 50 (9.3.1919) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 50 (9.3.1919)
Date
1919-03-09
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Wien- Sonntag Masse tigüterverkehr ausgestaltet und dadurch die -M<W iWl'ilictdicc Jnduftrimnternehmungen ermöglicht werden. Ebenso dringend nonvcndig sei die Schaffung eirrrs Großschiffmhrv.veaes auf der Dona u, der Ausbau der Wasserstraße Rhem-Ma''n'-Donan. schon deshalb, damit deutsche Kohle in großen Stengen nach Innerösterreich gelangen könne. Ungünstiger liegen die Voraussetzung« des Verkehres vom Norden nach dem Süden. Auch für Wien von Wichtigkeit sei der Vau der bereits proiekticrten Strecke Hartberg—Gleisdorf, da hierdurch die oststetrsschen und westungarischen Gebiete für die e r s o r g n n g Wiens besser hcrangezogen werden könnten. Die T'checho«Slowaken vlanen Preßbnrg an Stelle Wiens :,um nord-:üdlichen Umschlags- und Hafenplatz mlszugestalten. Der „Korridor zur Adria" .enthalte aber ein Gebiet, von dessen Bewohnern kaum der sechste re.eil aus Slawen, undzwar verschiedener Stämme bestehe. Die Tschechen würden ein solches (Gebiet daher schwer dauernd behaupten können. ( Sie begnügen udi in der lechen Zeit nnt der International: s: er n n g einer Bahn Preßburg—Jugoslawien, also einer „Korridorbahn". Den gleichen Nutzen"' könnte ihnen aber auch ein; internationalisierte Südbahn gewähren, r.ttb aufm ohne sedes Zeitversänum'.s und ohne jede Geldan'w-ndnna. aber auch ohne politische Schwierigkeiten^ da an der D üdbalni. die dmch jene Korridorbahn schwer geschädigt ■ uüivbc, ni:( nan'chsischeS Kapital beteiligt ist. Auch für die Süd- 'tawen würde die Lahmlegung der in ihrem Gebiete befindlichen Teile der Siidbabn schädlich sein, uru so mehr, als die Südbahn s'ir 'iie auch als Anschluß nach Olten u:,d Westen von großer Vedeuruun 'ist. Demschösterreich würde bei der Jnternattonali- 'iernng der Südbahn ine Interesse der Stadt Wien ein großes Opler an staatlich« Hoheitsrechten bringen. Der Vortragende ala'abe aber, daß i'.ian nicht Tarisstreitigkeiten und Berkehrskämpfe, 'ordern v e r r e h r s r r i c dl i ch e B e z i e h u n ge n vorbereiten lotte. Deutsch osterrcich müßte für seine Zugeständnisse cm« er'.esprecherrden S ch u tz vor tariflichen Benachteiligungen' erhalten. Die V ölen scheinen die Jnternational-siermrg der Linie Warschau—Wien zn verlangen, also eine i n t ern ationali- 'Serie Ül o r d b a h n neben der mternationalistcrten Südbahn und der internationalen Donau. Der Mittelpunkt dieses großen Bc.-k'lirsnetzes würde Wien bleiben, das die Vorzüge 'einer natiirlrhen Vage bewahren und im sich Interesse aller beleil'gten ständer voU entfalten könnte. Nur bei blühendem Verkehr würde es auch erneu mächtig« Handel und eine ausgiebige Produkt-on bo.Tü. olme die eine Zweiuulstoncnstadt auf die Dauer rn.cht bn'cebcn könnte. Neue tschecho-slowakische Gründungen. Prag. *. März. (Tel. der „Wr. Morgcnztg.") Die ..Narr-dni Visty" erfährt, daß unter Teilnahme der Prager .'d v edirba n k von den Firmen Karl Schuft e r, Indust^icüer und Besitzer von Hopfengärten, in Bojtovi c, T r. V r?. a l Hovftngroßhändler tu Prag und S a a mie,H o v ' e n gesell j ch a f t gegründet wird. Die Gesellschaft wird den laameu „L oheinrahop t“ in P r a g, T s oh echo-slowakische H o v f e n g e s e 1 l s ch a f t nn b. H. tiibrcn. Der Zweck derselben ist, den Erp o rt des H o v s; n o in die nn-.- befreundet e n Lander durch- ,:nsühren. _ Ferner wird gemeldet: Unter Teilnahme der Krediten st a l t in K ö nrgg r L tz und von, Egon Zeiiter, lstros.'ansnianir^ in Prag, B. I. Jelinek, Grundbesitzer in Voerub bei Sternberg, P. Münz, Bubene, K. Kracmer, Mätttr in Hostivar, und Kaunre, FabrikSdtrektor in Teplitz, wird nne G-.'-eU'chast nn b. H. unter der Firma Prager G l a s- W.b u f c n G c nt. b. >H. in Prag zur Eczeltgung von -vastlglas. weißen Flaschen, Lpezialglas und farbigen Flaschen nnt einem Stammkapital von tt 960.000 gegründet. Auszahlung der Kriegsliefernngen in der tschecho-flowakrschen Rspublik. Prag, Marz. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") lieber Anregung detz Handelsministeriums sollen die Kriegsltcferungen, welche das gewesene österreichische Aerar schuld"!, ansbezahll werden. Ta der GewerbcauTchuß der Nationalversammlung datn:t einverstanden ist, wird der bezügliche Antrag der Plenarversammlung am N. d. M. vorgelegt werden. Zur Deckung der Schuld 'Tndir Kriegsliescrungen wird ein Bstrag * von i V? M 111 i. :• rdenKr. onenb rnötigt. Der Antrag brtri''.- nur sschecho-slowakische Laserungen. Die Registriernitg der Geldeinlagen in Tschechien. Prag, Dcärz. «Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die Rewerung erklärt in der Verordnung über die Registrierung von l'öcldetnlagen unb Anteilen an Unternehmungen am Grund des Ermächtigungsgesetzes vom 25. Febrmr: Sämtliche Geldeinlagen, EmlagebückiA, Kassenscheine, laufende Rechmmgen, zimensrete Deponren, Girokonti und ähnliches bei Geld- und anderen In- "Muten und Bankhäusern, ferner Müplieds- und Unternehmungt- 'in:-e?l'' bet Gefell:chaften, Gcnossenscha'len, Vereinen, Beremmungen n.nd ähnliche sind :n der Zeit vom 10. Februar bis 10. Juni d. I., wwe:t dicicloen laut Artikel 2 mcht von der Reglstrierung befreit und. von den Inhabern tu einem separaten Verzeichnis zur Regiftrierung att-innelden. Betrett sind die Einlagen des Staates^ der Staatsbeamten und Staaisimternthmunpen. Die Ber'zelchnisse und bei dem R'glstrleru'.igsaiiit in dessen Bezirk der Einreicher wohnt, 'N übergeben. Personen, welch erhren ordentlich enWohnlitz in dein Gebiet der Tschecho-Slowakei n i ch t haben, nberreichen das Verzeichnis beim Reglstriecungsamte, in dessen Bezirk ne sich anfhal en. Die Verzeichnisse sind gratis zu erhalten bei den. Gcm-e-i'.deämtern, respektive Acagistraten, außerdem in Prag, Brünn und Trvppau beim Wirtschastsamt (m der Finanzlandesdwelnr.n". Gleichzeitig nnt dem Verzeichnis sind vorzulegen die Einlagcbüchcr oder Ernlagescheme. Die Kassenscheine nüissen be- Voben werdeil mtd außerdem sind vorzulegen sämtliche übrigen (vrldeinlagcii, außer den Einlagen aus Büchel oder Scheine oder Kaücnanwcisnngen für latürnde Rechnung, unverzinsbare Dev outen, Girokonti und ähnliche, ferner Genossenschaftsanteile, Att-en. Vereins-'Vereinigungen und ähnliche Anteile und schließlich Aiiteile d:r Kommanditgefellschaflm m. b. H. Die Verhandlungen der tschecho-slowakischen Negierung mit der Donau-Dampfschiffahrtgesellschast. Di; vor einigen Tagen mitgetcilten Verhandlungen der tscheck;e -ilowat-schen Negierung mit der Donau-Dampsschiffahrt-> g-'iellsch-lst sind nunmehr zum Abschluß gelangt. Der Adniinistrationsrat der Donau-Damplschiffahrtgefellschaft hat den aetrosfniku Vereinbarungen zugestimmt. chchch den: Inhalt, btcjcr Bcreinbanmgm überläßt die Donau-D'nips'chistahrtgcscllschast bis zum Friedensschluss dem 'ach^cho.-slowakische,, Staat die Benützung einer Anzahl von '.''stmomneaccii rmd Schleppern gegen eine ziffernmäßig festgesetzte E'istichä.'.wnng. Bei den Verhatidlnngen nnt der tschecho-slowakst".' Reg eünig. welche durch den Präsidenten der Donau- D?.iinä!chksi'.:hrta>'ftllschaft Dr. Ritter v. Schonka geführt nTnrdcn. E. war Jas Bestreben der Gesellichaft dahin gerichtet, dir deutschöstercerchlschcn Schiffahrtmteressen zu wahren, und, ivie versich'st wird, soll dicS auch in weitgehendem Maße ae'.:?ngen sei«. Die Douau-Tanipjschlsiahrtüesellichcift wird Lvisuer Morgenzettuug?g-.rz .—.—I—.. 9. März 1919 n- >-««»».-.. —.... r9tr. 501 auch währmd der Uebergangszeit in der Lage sein, ihren Gesellschaftsbetrieb aus der gauzeir Donau unverändert weiterzuführen.- dtach Friedensschluß wird die tschecho-slowakische Regierung neue Vereinbarungen mit der Gesellschaft treffen müssen, da die Wahrmzg des iillernatronaken Charakters der-Donan im Friedensvertrage keinem Zweifel unterliegen kann. Erst daun wird es sich entscheiden, ob der tschecho-slowakische Staat eine eigene Schisffahrtgesellschast bilden oder, was rncht mtsgeschlossen ist. einen engeren Anschlltß an die DonainDampffchiffahrtgesellschaft suchen wird. . Die Dringlichkeit^ mü der die tschecho-slowakische Regierung die Angelegenheit behandelt, und ihr'Bestreben, auf gütlichem Wege zu einer Vereinbarung mit der Donau-Damvfschiffahrtgesellschast zu gelangen, finden offenbar darin ihre Begründung, daß der tschecho-slowakische Staat behufs Berbesseruiig seiner Valuta fehlt Opfer scheuen will, um den Export verschiedener Artikel — zunächst dürsten Zucker, Ersenwaren, Porzellan, Mineralwaffer und späterhin Kohle in Betracht kommen — nach den Balkanländern zu fördern. Die Zrrckererzeugung in Ungarn verstaatlicht. Budapest, 8. Marz. Das Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung, wonach die Zuckerproduktion von 1919 und 193 0 in staatliche Verwaltung übernommen wird. Zn diesem Behufe wird ein Zuckeranrt errichtet. Im laufenden Jahre dürfen Zuckerrüben n ur zu Zuckerfabrikationszwecken produziert iverden. Sie werden in ihrer Gänze vom Staate erfaß».' Die Abschließung, der auf die Zuckerproduktion bezüglichen Verträge obliegt bis am weiteres den Zuckerfabriken, denen die auslaufenden Kosten voin Staate vergütet werden. Neben"denl Zuckeramt wird auch erne LaudcSZRÜbenvroduktions-Kommission errichtet. In ihren -Wirkungskreis fällt die Feststellung von Richtpreisen für Zucker. Diese Kommission,bat auch dem. Fmanzmulifter Vorschläge zu machen, welche Qantitäten Zucker zur S p i r i t u § b r e tt n e r e t verwendet werden dürfen. Das Zuckeramt stellt fest, in ivelchen Quantitäten und Qualitäteil die Fabriken Zucker aus detr Produktionsrüben berzustelleti haben. Der in der Prodnklwnskampagne 1919/20tzfavrizierte Zucker bildet Eigentum des Staate S. Dasselbe gilt yon dm N c b e u p r o d n k t.e n. lieber die in den Zuckerfabriken befindlichen und in dem refttichen Teil der Produt'üouskampagne 1918/19 noch'hcrzilsttHmden Zuckermrngm verfügt eb enfalls das Znckeramt. In Fragen der Versorgung der unmittelbaren Verbraucher hat das Zuckrramt mit dnn Ländesernährnngsamt in Verbindung zu treten. Die Ern- und Ausfuhr von Zucker darf ausschließlich n u r i m W ege des ZuckeramteS erfolgetr. Banknotenrirkulationen, Gold und Silber der wichtigsten Lriegfn renden und neutralen Staaten in 1818. Der Federal R e f e r v e, B o a r d der Bereinigten Staaten veröffentlicht eine sehr interessante Tabelle der Batiknotenzirkulation, Bankeinlagen, des Goldes und Silbers der wichtigsten kriegführenden und neutralen Staaten (in 1000 Dollars): ' ' ' i. B a n k n o t e it u m l a u f der Kriegführenden vor Kriegsbeginn am 1. Sept. 1918 Frankreich.. . 1,289.655 3*755.018 Enaland. . 114.566 o89.06ü Japan.. . 212.243 395.877 Italien .. . 324.824 1,534.297 Rußland.. » . . . 841.174 — Amerika.. . — 3,502*486 Oe?erreich-Ungarn ..... . 432.341 — Demschland. 3,417.402 der Neutralen £ Dänemark. . 39.525 105.95S Holland. . . . .■ i . . . . 124.796 , 387.412 Norwegen...... ... . . 32.359 102.829 Spanien » . .. . 370.372 580:454 Schweden. . 54.367 172.537 Schweiz. . . . ...... . 51,708 147.236 11. Bänkeneinlü ge w: Frankreich......... . 256.716 612.058 England . .. . 326.699 818.002 Japan . . 61.367 454.679 Italien .. . 37.403 305.473 Rußland . 592.522 — Amerika' . 1,680.802 Oesterreich-Ungarn. . 59.419 Deutschland. . 299.515 2,171.418 der Neutralen Dänemark.. . 5.4SG 2.759 Holland ........ . 1.904 24.172 Norwegen. ..■ . . 3.359 20.712 Spanien ...... .1. . . 96.104 224.659 Schweden ... . .. . . . . 18.440 20.984 Schwerz.. . - 9.777 27.613 III, Metallvorrate Frankreich.. . 919.968 718.218 Englatid. . 185.567 341.872 Japan *?.. . . . 112.298 329.051 vKu'^lnnb. . 232.965 172.726 . 863.371 — Amerika.. . — 3,087.685 Oesterreich-Ungarn. . 311.963 —' Demschland. der Neutralen . 363.670 600.151 Dänemark. ... . . . 24.410 61.113 Holland .. . 68.477 290.121 Norwegen........ 14.405 . 32.849 Spanien . ... . . 245.747 648.705 Schweb«., . . . 26.154 70.924 Schweiz. . 38.409 84.458 Die ungünstige Lage der englischen Baum Wollindustrie. Hierüber schreibt die „Frankfurter Zeitung": „Man hätte glauben sollen, daß das Ende des Krieges der englischen Industrie >n jeder Hinsicht glänzende Zeiten bringen würde. Das scheint nach den Klagen, bte aus England kommen, eitistweilen nicht der Fall zu sein. Die Hauptgründe liegen wohl in den auß ero r d e n t l i ch e r n st e n Unruhen am dem Arbeitsmartte, bann aber auch m der 'Angst vor einer weiteren Ermäßigung der Presse. Jeder Käufer ist zurllckhaltmd, da er m t einem Rückgang der aufgeblasenen Preise rechnet. Alle diese Umstände lassen neuerdings darüber Nasschläge laut werden, daß die Negierung Rückversicherungen fürPreisr ü ck g ä n g e a u f n i m m t. Ganz besonders laute Klagen kommen auS der Daumwollindustrle von L a n c a s h i r e. Dort sind die beiden größten englischen Webwarenrentren von Durnlry und Blackburn völlig gelähmt aus M angetan Auftrag e n. Zwei Drittel der Webstühle stehen still. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist nach einer kürzlich verössentlichten Statistik im Durchschnitt um rund 5 P r o z e n l n i e d r i g e r als vor einem Jahre. Seit Abschluß der Statistik sollen dre Brrhälluisse sich noch wesentlich verschlechtert haben. Einstweilen sorgt die Regierung für die unbeschäftigten Arbeiter, aber diese Unterstützungen sind rmr für eine beschränkte Zeit vorgesehm. Zu allem Ueberfluß komnien ständig mehr Arbeiter aus der Front zurück. Aus dem Auslände kauft neuerdings China etwas nrehr, dagegen fehlt I n d i e n, der frühere Hauptkänser, nach wie vor."! Handelsbeziehungen zwischen Ungarn «nv Italierr. Budapest, 8. März. (Tel. der „SBv. Morgenztg.^) Wie der ,.Bilag" berichtet, haben sich die Italiener durch die Fiumaner an die hiesige Regierung mit dem Ersuchen gewendet, daß ttt Budapest eine Wirtschaftskorn Mission dauernd, amtiert, welche den Handel Zwischen Ungam und Jtalim zu vermitteln hätte. Der Plan fand im Handelsministerium günstige»- Ausnahme. Deutsche NeichsbanL Berlin, 8. März. (Korr.-Bur.) Der Ausweis der Deutsche» Reichsbank, über die letzte Febmarwoche läßt im Zusammenhänge.' mit dem Monatsschluß eine starke Anspannung erkennen. Dugesamte Kapitalsanlage .stieg angesichts des gewaltigen Kredit«,/ bedarfes deS Reiches um 2.429 auf 27.500 Millionen Markt Anderseits batten auch die fremden Gelder eine beträchtliche Zn« nähme, nämlich um 1.936'8 Millionen Mark zu verzeichnen. Dainst stellte sich die tassächliche neue Inanspruchnahme der Dank, das heißt die Zunahme auf dm Anlagekontm abzüglich der Ver-. mehrung der fremden Gelder, auf 492*3 gegen 270 4 Millionen Mark in der entsprechendm Woche des Vorjahres. Aüch der Bedarf au Zahlungsmitteln war diesmal' wieder' recht stark. An Banknoten mürben in der Berichtswoche 355*7 gegm 183*4 Million« Mark vor einem Jahre nm verausgaht, während an Darlehenskassmscheine» gleichzeitig 197*2 gegen 186*3 Million« Mark in der vierte» ' Februarwoche des Vorjahres durch die Reichsbank neu in dm Verkehr geleitet werden mußt«. Diese Zunahme erklärt sich teils aus dem Ultimobedarf, teils aus der fottgesetzt« Einziehnng des von /Komnmnen usw. ausgegebmen Notgeldes. Am 28. Februar bettüg der gesamte Notenumlauf der Reichsbank 24.103*8 gegen' 23.747*8 Million« Mark m der Vorwoche, die Summe der iw Verkehre befindlichen Darlehenskassenscheine einschließlich der Be-» stände der Privatnotenbank« an diesen Zahlungsmitteln 10.555*5 gegen 10.358*3 Million« Mark in der Vorwoche. Der Goldvorrät ermäßigte sich um 1*7 auf 2.245*7 Million« Mark. Der Darlehmsbesiand bei dm Darlehenskass« stteg in der Berichtswoche durch neue Ausleihung« um 343*5 auf 16.599*7 Million« Mark. ‘ . .!,. Treuhand » OrpatthliB bringt Ordnung in alle Betriebe!^ Vorschläge erstattet die littersiationaleTreuhaniiüesellssliaft m.b. H | W!8B,l,Sc\ottenring 21. Telephon 2009, 16158, 16216. gj Broschüren über TREUHAND-EUCHHAITUN3 gegen K5.—Nachteö nähme. Prospekte frei. 292 Die Rückzahlung der Mark in Elsatz-Lothringe» erfolgt mit Franks 1.25, wofür die französische Kammer ein« Kredit von 21/* Milliarden bewilligte. Der französische Finanzunterstaatssekretär erklärte die gleichzeitige Balonsiernng der korrespondlerendm Aktiv« der Banken für nötig, um ihn« dir Auszahlungen zu ennöglrchen Zur Aufrichtung der italienischen Finanzen meldet die. ^Times" erfolgreiche Verhandlungen in London; die italimische Regierung sei k n a p p im G e l d e und schulde große Summ« an F a b r i k a n 1 e n, die vor Bezahlung ihr Friedmsgeichäft Nicht e i n r i ch t e n und Ro hmaterial nicht besich« können. Die amerikanischen Bankendepots. Wie uns aus dem H a a g gemeldet wird, betmg« die amerikanisch en B a-n k e n d e v o t s, Ende Juni bei den Nationalbanken 40*02, bei den Staatsbank« 18*56 Milliarden Dollar. Verwertung von Patenten im Ausland. Besitze« von österreichischen Patern« auf M a s ch i n e n und A ppa r a-t e bietet sich durch Erteilung von Lizenzen an ausländische M a s ch i n*e n s ck b r i k e n die Möglichkeit, diese Patente trotz des Stillstandes unserer Jndustne zu v e r w c r t e n . unb. dadmch frühere Exp ortver bin düngen sortzusrtzen. Nghere Auskünfte können im Bureau des Niederösterreichisch« Gewerbevereines eingeholt werden. Von den Getreidemärkten. Die Preise an Amerikas Börsen Hab« sicb stabilisiert. Aus Gnmd des ermäßigten Preisniveaus fand« vielfach Konsumkäuse statt. Höhere Preise könnt« lndesien nicht wahrgenommen werden., Der internationale Gerreidehandel wird sich in der kvinmmden Friedensveriode in ganz ander« Richtlinien bewegen müssen. Ganz uligeioohnt mutet eine aus der Schweiz vorliegende Meldung an, daß Serbien dort Baeskaweiz« und andere Brotfrüchte gegen Frankenzahlung und andere Kompensationen anbietet. Die Ware . würde, auf der' Route Laibach—Buchs zur Verladung gebracht i werden. Ob die Meldung der Wirklichkeit entspricht, entzieht sich vorerst unserer Beurteilung, jedmsatts ift' sie als Illustration für die künftige Entwicklungsmoglichkeu' de3 Getreldeverkehres interessant. Auf dem Wiener Platze war in der Berichtsrpoche eb«so auf dem heutigen Hauptmarke keine Aenheruna der Situation zu verzeichn«. Der Grund liegt in de« vkiMg« -Mangel an neuen Zuzügen und der dadmch bedingten Warenknappheit. Gleichwie tm Detailhandel muß der Konsum derzeit auch im Börsenverkehr mit kleinsten M«gen vorlieb, nehmen und bewilligt gerne Mehrpreise, um nur seinen Tagesbedarf decken zu können. Die mäßige Temperaturabnahme, die in dm letzten Tagen zu verzeichn« war. hat die Entwicklung der jungen Pflanz« wohl kaum ungünstig beeinflußt, jedock) eine hoffentlich nur kurze Unterbrechung der Feldarbeiten verursacht. Wiener Börse. .'G.oi'ere private Käufe im Verein mit der besser« Auf-: fassung der Lage Berlins infolge Beendigung des Generalstreiks: gab« der Börse zum Wochenschluß Veranlassung zu einer' * kräftigenAufwärtsbewegung, welche namentlich in dm türkischen Papieren, (Tabak -- Akt!« -ft ff 14.-^-, Orientbahnen -ft K 61.—) ititb in S k o d a- Aktien, welche K 20.— avancierten, stärker, zum Ansdruck kam. Auch im Schranken war das Geschäft recht lebhast-'- Prager Eis e.n halten eine Steigerung von K 100.— aufzuweisen; ferner waren die Atti« der B e i t s ch e r M a guesit bis t< 2595.— (um K 205.— höher) gefragt und begehrt. Einige S ch i f f a h r t w e r t e standen ebenfalls in Nachfrage und wurden höher bezahlt. . 91 c u t c u konnten sich von ihrem gestrigen Tiefstände erholen bis auf Ungarisch

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