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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-07 · Heft 48 (7.3.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 48 (7.3.1919)
Date
1919-03-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wiener Morgenzeitung 7. März L919 W.ÄH Nr. 4S Wien, Freitag l- -.— ...— Sport. r Meisterschaftsspiele des Sonntags. Folgende Spiele finden kommenden Sonntag statt: Rapid—F. A. C„ W. A. C.— Simmering, Rudolfshügel—W. A. F., ' Sportllüb—Amateure, Hertha—Wacker, Breuna—Rüßdorf. Adurira—Rot Stern, Slovan —Sturm, Donaustadt-—Ober-St. Veit. > Twaroch (Rapid) hat sich entschlossen, in Troppau eine Stellung anzutreten. Er dürfte dort dem Deutschen Sportverein Lertreten. StudnicKa leidet an einer Knöchelverletzrmg und wird daher an den nächsten Spielen seines Vereines noch nicht teilnehmen. . . Beitritt von Mittelschülern zu Sportvereinen. Das Staatsamt für Volksgesundheit ist an das Staatsamt für Unterricht mit dem Ersuchen herangetreten, den Mittelschülern der: Bestritt zu Sportvereinen zu gestatten. Es ist alle Aussicht vorhanden. daß das Ansuchen günstig erledigt wird. Sportverkehr mit den Neutralen. Die schwedischen Sportleute haben eine Einladung an die deutschen Sportler zur Entsendung von Mannschaftm nach Schweden übermittelt. In der Aufforderung wurde betorrt, daß englische Fußballspieler und Leichtathleten sich nach Schweden bereits eingeladen haben, den stammverwandten deutschen Sportleuten, aber der Vorzug gegeben würde. Die von privater Seite aufgenömmenen Verhandlungen nehmen einen günstigen Verlauf. Vielleicht .soll schon zu Ostern eine deutsche Fußballmannschaft in Malmö und Göteborg spielen, kurze Zeit dararrf eine zweite deutsche Mannschaft in Stockholm. Anschließend sollen eine oder zwei Hockehmannschaften und auch einige der besten Leichtathleten entsandt werden. Praktische Regelvorführungen werderr am Sonntag auf allm Sportplätzen Wiens vorgenommen werden. . Der Volkswirt. Pie Erzbergbaue -er allen Monarchie. Ein Fachmann schreibt uns: Das jähe und unvermittelte Kriegsende hat auch der regen Arbeit ein Ende bereitet, die das vpm ehemaligen Kriegsministerinm eingesetzte Wissenschaftliche Komitee für Kriegswirtschaft zur Erforschung der wirtschaftlichen Verhältnisse der ehemaligen Monarchie und der besonderen Rückwirkungen des. Krieges auf die ökonomische Lage dieser Gebiete geleistet hat, Eine der so spärlichen günstigen Wirkungen des Krieges war es ja, daß es der Kriegs- Verwaltung dank ihrer unbeschränkten Verfügungsgewalt" über Personen unb Geldmittel ermöglicht wurde, Arbeiten ausführen zu lassen, deren Förderung sonst sicherlich unterblieben wäre. Besonders im alten Oesterreich, , wo für wissenschaftliche Zwecke sschwer auch nur. die geringste staatliche Unterstützung zu zu erlangen war, ist dadurch viel Gutes gestiftet worden. ' Speziell das Wissenschaftliche Komitee für Kriegswirtschaft ist . das eine Reihe hervorragender Theoretiker und Praktiker des. Wirtschaftslebens berufen wurde, hat sehr viel wertvolles Material gesammelt, das in hohem Maße zur Beleuchtung der wirtschaftlichen Lage der neuen National» st y a^t e u beitragen könnte. Die Ergebnisse dieser Forschungen sollten, soweit ihstM. tzllgemeine^s. Interesse zukommt, der ^efsentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der' Zusammenbruch der Wehrmacht hat natürlich allen diesen Plänen ein Ende bereitet. Um so mehr muß es begrüßt werden, daß wenigstens ein Teil dieses so wichtigen Materiales dadurch vor dem Vergessenwerde.: gerettet werden konnte, daß ungeachtet der großen Schwierigkeiten einzelne der fertiggestellten Untersuchungen nunnrehr zur Veröffentlichung gelangt sind. Vor allem sind es die wirtschaftsge ographischen Forschungen, die auf diese Weise der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden, was schon ans dem Grunde' Anerkennung verdient, als bekanntlich gerade die wrrtschaftsgeogra-- phjsche Durchforschung der Gebiete des ehemaligen Oesterreich- Ungarn bisher noch zientlich im Argen lag. Als erste dieser „Kriegswirtschaftlichen Schriften" ist eine Arbeit des Wiener Universitätsdozenten Dr. H.Tertsch üher die Erzbergbaus Oesterreich-11u garns *) erschienen, die es unternimmt, einen möglichst genauen Ueberblick über die Erzaufbxingung der österreichischen und ungarischen Länder zu bieten. AuS den umfassenden Zusammenstellungen über die letzten Friebensjahre ist die Fundierung nuferer Metallwirtschaft und die damit festgelegte Tendenz im Bergbaue deutlich erkennbar. Mehrfach eingestreute Bemerkungen werfen interessante Streiflichter auf die kriegswirtschaftlich notwendig gewordenen Maßnahmen und gestatten so, wenn auch in dieser Schrift bas Kriegszahlenmaterial noch nicht zur Publikation gelangt, gleichwohl, stch über die während des Krieges erfolgten Aenberungen im Bergbau ein ausreichendes Bild zu machen. Interessant sind des Verfassers Ausführungen über den Metallkonsum der ehemaligen Monarchie und die Art seiner Eindeckung im engsten Zusammenhang mit der einheimischen Erzpryduktio«. D«w Verfasser versucht eine Klassifizierung der Derb rauch s me Lalle nach der Höhe der durch die einheimisch« Erzliefexung möglichen Deckung, der benötigten Konsulnnumgen. Während nach diesen Zusammenstellungen die einstige ‘ Monarchie hinsichtlich des Eisens ziemlich uuqh*l)än gig war. ja in Äntimyst, Quecksilher und besonders im R adinm bedeictend« Exporthöhen auftmeS, Ware:: alle anderen technisch wertvollen Metalle durchaus auf Z u s u h re n ans dein freien Welthandel angewiesen, also absolut Pom Ausland abhängig. Es gewährt ein eigentümliches Interesse, die Versuche und Möglichkeiten zu erkennen, die eiste solche absolute Abhängigkeit mildern sollten. Die erwähnte Studie gibt gerade hierin bemerkenswerte Fingerzeige. So sei ans die Ausgestaltung der G old Wirt schüft, des A x s e n- und A l n in i n i n m b a \\ es und auf ähnlich« > . *) Dozent Dr. Tertsch: „Die Erzbergbaus Oester- . reich-Ungarns", mit zahlreichen Tabellen und einer Uebersichtskarte. Verlag für Fachntcratnr G. m. b. H., Wien, l. Seite? Probleme hingewiesen. Interessant war auch die Aufbringung jener Metalle, die in der Stahl v«redlungste chni? eine Rolle spielen. Daß auch das Studium der räumlichen Verteilung der H o f f n u n g s z o n e n der einstigen Monarchie wertvolle Anhaltspunkte für die verflossene wie auch für die künftige M e t a l l v e r so r g u n g aus dem Erzbergbau gewährten, ist leicht zu verstehen. £ Jedenfalls steht fest, daß Oesterreich-Ungarn zu jenen Staaten gehört hat, die im wesentlichen ihren Metallbedarf durch I mportz»decken gewöhn t .waren. Im allgemeinen liegen für die Metallversorgung folgende Möglichkeiten vor: I. Versorgung ans Erzen: a) einheimische Produktion» d) im Erzeinfuhrwege. II. Versorgung aus Fertigmetalle» : a) in Form einheimischer Fertigmetalle; b) im Metallemfuhrwege,' sei als Rohmetalle oder in Form von Metallwaren. . Eine Erzeinfuhr wird im allgemeinen tunlichst zu vermeiden sein, da die' Frachtkosten i:m Verhältnis zum Werte der Erze meist viel zn hoch , kommen. Da die Monarchie tatsächlich als ein erzarmes Land bezeichnet werden mußte, hatte natürlich die Rohmetall- oder Metallmareneinfuhr für unsere Metallwirtschaft die allergrößte Bedeutung. Der Gesa m t m e t a l l k o n s um der Monarchie stellte sich in den Jahren 1910 bis 1913 im Durchschnitt m i t Eisen auf 24,731.370 Meterzenter im Werte IwK 339,083.445, ohne Eisen auf 1,186.226 Meterzentner im Werte von K 144,686.916. Hinsichtlich des Verhältnisses von Eigenproduktion und Verbrauchs menge sind folgende Mittelzahlen von Jntereffe: Friedens- Verbrauchs- Eigen- Einfuhrmittel / menge1 Produktion ■ Überschuß „me!« mit Menge 24,734.370 q 29,053.891 q . 1/>80,413 q- 6*S7o Eisen! Wert 339,083.445 K 234,669.877 K. 104,339.568 K -80*8% ohne Menge 1,186.226 q - 451.844 q. - 724.314 q 61'9°/<, Elsen/Wert 144,686.916 K 50.038.460 K. 94,646.456 K 65.5% (lq — Kl-29.~r) Rechnet man den perzentuetten Einfuhrüberschuß. der Metalle außer Eisen ans die Gesamtverbrauchsmenge um, so ergibt sich, daß die Metalle mit 3 Prozent am 'Gesamt- Einfuhrüberschuß beteiligt waren und hierfür nichts weniger als 27,8 Prozent des Gesamtwertes anzusetzen sind. Mit diesen Zahlen ist eigentlich der Stand der Metall- Wirtschaft unmittelbar vor Kriegsausbruch ausreichend gekennzeichnet. Mahl scheint zunächst in der Quantität der verbrauchten Metalle der Einfuhrüberschuß sich in bescheidenen Grenzen zu bewegen, die Wirtschaft der Monarchie somit ungewöhnlich günstig zu sein, doch lehrt sofort die unter Ausschluß des Eisens wiedergegebene Aufstellung, daß gerade in den Qualitätsmetallen die Einfuhr nahezu zweiDrittel des gesamten Bedarfes dieser Metalle ausmacht, was um so einschneidender ist, als gerade diese Metalle durch ihren hohen Wert unsere Abhängigkeit vom Ausland noch bedeutend erhöhen. Tatsächlich waren wir mit 30 Prozent des Gesamtwertes an dem Auslandsmarkt angewiesen, und von diesen sind nahezu 28 Prozent ausschließlich der Einfuhr der Qualitätsmetalle zuzuschreiben. Bon den rund 100 Millionen Kronen, die alljährlich für die Metalleinfuhr an das Ausland zu bezahlen waren, sind zirka 90 Millionen auf Konto der Qualitätsmetalle zu setzen. Um so wichtiger sind alle Bestrebungen, stch hinsichtlich der Metallversorgung unabhängig vom Ausland zu machen. Werden auch die Staaten des ehemaligen Oesterreich-Ungarn wegen ihrer Erzarmut dieses Ziel nicht völlig erreichen können, so muß doch alles versucht werden, demselben möglichst na hezukommen. Drei Wege bieten sich hierzu dar: die tunlichste Ausgestaltung und Forcierung der Bergbau«, die umfängliche Heranziehimg von Altmetall und schließlich die ausgiebige Verwendung von Ersatzmetallen, beziehungsweise Ersatzstoffen anderer Art als Metallen. Daß diesen Bestrebungen in der kommenden Zeit der rationellsten Wirtschaftsgebarung und der größtmöglichen Sparsamkeit erhöhte Bedeutung zukommen wird, versteht sich von selbst. Außer der Arbeit über die Erzbergbaue ist auch für die nächste Zeit das Erscheinen einer Arbeit von Ing. Robert Schwarz „lieber die Mineralölindustrie in der Kriegswirtschaft" *) in Vorbereitung, welche die Standorte der Erbölproduktton sowie der Erdölverarbeitung in einer Uebersichtskarte zur Darstellung bringt und außerdem reichhaltiges statistisches Material über die Produktion sämtlicher gnlizischer Er dölgruhen veröffentlichen wirb. Weiter sind zwei Karten der ElektrizttätS- und Gaswerke Oesterreich-Ungarns in Vorbereitung.**) Die Dechtsverrvahrung der Oestsrreichifchungarrscheu Dank gegen die tschechische Notenavstempelung. Wiedie„UngarischePost"erfährt, wurde in der gestern vormittags stattgefundenen Sitzung dcs Generasrat,eZ der Oeft erreich i s ch r u n g a r i s ch e n Bank der Text jener Rechtst Verwahrung sestgestellt, die die Leiumg der Bank her tschechischen Regierung in her Sache der Notena b st e m p e l« n ß, überreichen lassen wird. Die Note wird das Bedauern der Bank über den Schritt der tschechischen Regierung ausdrücken, den bic Leitung der Bank als Bruch mit dem Notcntnstitut bezeichnet. Fast 38 Milliarden Papiergeld. Wie aus hem Ausweis der Oesterreich,sch-uygarjschen Bank für die dritte Februarwoche hervorgeht, hat sich der Banknütennmlauf um 18 4 3 M i l li o ne n K r o n e n erhöht, so daß er nunmehr 6?'7 Milliarden beträgt. *) Ingenieur Robert Schwarze »Die Mirmalölmdustrie Oesterreich-Ungarns in der Kriegswirtschaft" nur einer Gesamtstaiistik aller Erdölgruben, graplnschen Darstellungen sowie einer Uebersichtskarte. Verlag für Fachliteratur G. m. b. H., Wien, l. Dr. Viktor Stöger: „Karte der Elektrizitäts- und Gaswerke Oesterreich-Ungarns". „Karte der elektrischen Eigen-- anlagen". Verlag für Fachliteratur G. m. b. H., Wien, I. Ferner ist die Darlehmsschuld der ungarischen Regierung um 296 Millionen gewachsen, wovon ein bedeutender Teil am Girokonto kreditiert wurde. Was die Giroguthaben und die sonstigen sofort fälligen Verbindlichkeiten betrifft so haben sie wahrend der vorigen Wochen um 162'6 Millionen zngenommen. Hervorzuheben ist die Vermehrung des Metallschatzes um 0‘8 Millionen. Die Neueinre'chungvy wurden von der Bank mit 39*4 Millionen lombardiert. \ Entfernung der Fremden aus de« südslawischen Industrie-Unternehmungen. Agram, 6. März. (Tel. der „Wr. Mvrgenztg.") Das Handelsministerium bereitet einen Erlaß vor, laut welchem die H a n d e l s d ü ch e r in der serbischen, slow nt is che n und kroatischen Sprache in sämtlichen Handelsu n dJ n d u st r i e-- U n t e r n e h m ungen geführt werden müffen. Die Arbeitnehmer müffrn Staatsangehörige des Königreiches S. H. S. sein. Die Uebertretungen werden durch E n 1 z i e h u n g der Konzession b e st r a f t. Zulassung von Geldanweisungen aus Amerika in die Tschecho-Slowakei. Prag, 6. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") DaS amerikanische Jnformationsburcau meldet aus N e w - D o r k: Die Feder alReserveBank kündigt die Errichtung eines ausländischen Amtes durch einen Erlaß an, laut welchem im Sinne der Durchführungsverordnung vom 24. Jänner 1919 bestimmten Firmen erlaubt ist, Gelder aus A m t x t i a nachBöhmen u n d Mähren, ferner nach Fi n nl a n d an Personen, welche nicht Fe'mde der Vereinigten Staaten und der Alliierten sind, zu überweisen. Der Kohlenabsatz in der Tschecho-Slowakei im Jänner ISIS. Im Jänner betrug der B a h n v e r s a n d m beit einzelnen Revieren (in Waggons): JSnner gegen 1918 1919 1918 Tevlitz-Brüx-Kornotau Aiissig-Teplitzer E. B. Staatsbahn ^. . . . Bttschtiehrader E. B. Summe. Falkenau-Elbogen Staatsbahn. ... . Bttschtiehrader E. B.. . . . . Siunme. Nordwestböhm. Brannkohlemevier Pilsen .......... Buschtichrad-Kladuo .... Rossitz .......... Ostraü. Dombrau-Karwin. 30.011 24.260 — 5.731 31.436 30.830 — 606 277 490 4- 213 61.724 55.600 — 6.124 500 263 — 237 14.121 13.390 — 731 14.621 13.653 — 96* 76.345 69.253 — 7.092 4.154; 4.163 _U <) 7.083 5.018 — 2.065 1.791 1.264 — 527 37.400 25.071 —12.329 11.802 8.158 — 3.644 Oesterreichifch-rmgarische Bank. Der deutschösterreichische Staalsrat hat nach gepstogenenr Einvernehmen mit den die oberste Regierungsgewalt in den beteiligten, auf dem Boden Oesterrei^is entstandenen Nationalstaaten ausübenden Faktoren und im Einvernehmen mit dem Präsidenten der ungarischen Volksrepublik den V i z e g o u v e r n e u r der Oefterreichrsch-unganschen Bank Geheimen Rat Dr. Ignaz Freiberrn G r uv e r v.M e n n i n g e r zumG o uv erneur der Oesterreiehisch-ungarischen Ban? und nach gepflogenem Einvernehmen mit den die oberste Regierungsgewalt in den beteiligten, auf dem Boden Oesterreichs eutstandenett Nationalstaaten ausübenden Faktoren den Finanzminister a. D. Geheimen Rat Dr. Ferdinand Freiherr p. W t m m e r zum B i z eg o u v e r u e u r der Oesterreichisch-imgarischen Bank ans die statutenmäßige Zeitdauer ernannt. Bon den Getreidemärkten. Angesichts der Abnahme der „sichtbaren Bestände" in M a i s und Hafer haben die Preise an den Terminmärkten der Union eine weitere Steigerung erfahren, die sich zufolge der ungünstigen Wettermeldungen in den späteren Lieferungsterminen stärker akzentuierte. Die mitteleuropäischen Wetterberichte lauten etwas günstiger, der Witterungscharakter ist wärmer geworden und ermöglicht die teilweise Äusitahme der Frühjahrsfeldb e st e l l u n g. Die Zufuhren an Drotaetreide in Deutschland, haben sich nicht verriimert und ermöglichen vprläufig die Berteilung der normierten Kopsquote. Das Geschäft auf hem Berliner: Platz bleibt gering, da dre Beförderungsverhältiüsse infolge der' Unruhen und des Wagen- und Maschinenmangels wegen viel zu wünschen übrig laffen. Int heimischen Verkehr tst keine Aendermrg! zu verzeichnen, da neue Zuzüöe fehlen. Eine Besserung könnte erst' nach Äufhthung der strengen Grenzsperre in der zweiten Monats- Hälfte zii gewärtigen sein._ Wiener Börse. Trotz der Berliner Straßenkämpfe und des fast lahnigelegten telephonischen Verkehres - infolge der Abspernmgsmaßnahmen bekundete die gestrige Börse eine durchwegs feste Haltung, ohne daß eine günstige Anregung Vorgelegen wäre. Das Geschäft war ziemlich lebhaft und sämtliche Kulissenes selten erzielten Avancen, die sich bis K 25.— fietlcfcu.i Größere Umsätze fanden wieder in S ü d b a h n - A k t i e n statt; ferner gestaltete sich der Verkehr in Skoda-Aktien lebhafter,wie auch m1$tt Aktien der Zivnostenska Banka, welchen eine Steigermlg von K 57.50 aufzuweisen hatten. Bon den Schrankenwerten erfuhren auf dem T r a n s p v r tmarkte wieder Aohb-Mien und Navigazione Steigerungen, ferner erhöhten sich Waffensabriks-Aktim Md die Aktien der Beilscher Magnesit um je K 66.^-. Steigerungen hatten ferner, Prager Eisen-Aktien, Polhihtttte und Aitssig Chemische auszuweisen.' R e n t e n wurden billiger abgegeben. Im Uebrigen ver- ' weisen wir ans die nachstehenden wichtigsten Schlnßknrse: .Transport-Unternehmungen. Adria ..... . '. 1990.— Lloyd ..2950,^] Anstro-Amerikana . . 1833.— Navigazione. 4365.—! Buschttehr. lit. 6.. - * 865.— Staatseisenbahn . . . 1031.— Orientbahnen .... 1430.^— Südbahn ...... 169.— Donau-Dampf. . . 1900.— Staatsvahn Germßsch. 536.— Ferdinands Nordbahn 5570.-*- Renten. Mairente . . . . . . 88.25 Oesterr. Goldrente . . 135.— Februarrente . . ♦ * . 88.50 Ungar. Kroncnrenle . 88.75 Oesterr. Kronenrente . 88.25 Ungar. Goldreyte Banken. . 163.25' Ängkobank .... . 440.50 Depositen.. . 56 l Bankverein . - . . » 465.— Länderbank .... . 456.— Bodenkredtt .... . 1210.— Umonbank . . . . . 567.— Kredit-Anstalt . . . « 667.7.1 Verkehrsbank . . . ZivnostenSka . . . . 365 — Ungar. Kredit . . . . 934.50 . 625.—

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