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Wiener Morgenzeitung · 1919-03-05 · Heft 46 (5.3.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 46 (5.3.1919)
Date
1919-03-05
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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"Akk. M Wlen,/MMW.och Blutiger Verlauf des Demonstrationsstreiks in DeuLschböhmen. Prag, 4. März. (Tel. her,,Mr. Morgenztg.") Der Demonstrntionsstr^ik in Deutschböhmen ist an verschiedenen Orten blutig verlaufen. In Mies wurtzen 1 sinei Personen.g etöLet, in Aussig drei Personen schw>er verletzt. In Reichenberg hat das tschechische Militär in die Mengegefeuert und mehrere Demonstranten verwundet. In TepLi tz ist die Demonstration ruhig verlaufen. Der Generalstreik in Deutschböhmen. .. Tetschex», 4. März. (Tel.-Komp.) Infolge des P r o t e sttt,reiks sin^ sämtliche Ges chÜfte geschlossen, die Arbeit in allen Betrieben ruht völlig. Es herrscht jedoch überall R n h e. Anch in S a a 5 und- Gabi onz ist der heutige Tag ruhig verlaufen. Ueborvll -war die Arbeit eingestellt worden, allerorts, kam cs zu P r o t e st v e r s a m m l un g e n gegen die Jnckas.ion der T s ch e'ch 0 - S l 0m ä k e n und zu Demo n st r a t i 0 neu s n r d a s S e l b st b e st i m m u n g s r e ch t. Muna verhaftet und wieder freigelafsen. Prag/ 4. März. (Tcl.-Komp.) "'Heute vormittags wurde der tschechische Kommunist M u n a von Soldaten auf offener Straße erkannt, angeh altm und zur Polizei gebracht. Da jedoch kein Haftbefehl -gegen ihn vorlag, nlttßte Muna wieder f r c iju lassen werden. Die Ermordung des Emirs von Afghanistan. London» 4. März. (Funkspruch des Tel.-Korr.-Bur.) Der Staatssekretär für Indien gibt bekannt, daß die letzten Nachrichten aus K a b n l noch nichts G e n aues über die U inst ä n d e u n d M 0 t i v e, welche zur E r m 0 r d n n g d e s E'm i r s v 0 n A f h a n i st a n führtest, enthalten. Das Leichenbcgängilis faüd in J e l l a l-a b'a d statt. Der Bruder des -verstorbenen Emirs, S a r dar N a s r u l l a K h a n, wurde in Iellalabad z u m E M i r p r 0 k l a m i e r t. Der „Temps" für ein starkes Polen. Haag» 4. März. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Mit^em Wechs e l i nd c r P c r s 0 ndesEhes r e d a k.t e u r s beim „Temps" erfolgt gleichzeitig eine bemerkenswerte A en d erlu n g der politischen Haltung des Blattes. Der neue Leiter führt aus, von der angeblich unmittelbar drohenden Gefahrausgehend, daß sich bic; deutschen Spartakisten mit den russischen Bolschewiken vereinigen, daß ein mächtiger Pufferstaat z w i s chen De nt s ch l a n d n n d R u ß l a n d eine um b edingte Notwendigkeit' sei. Am wichtigsten erscheine die Ausgestaltung des polnischen 'R e i ch e das ston Deutschland und Rußland bedroht, seine Aufgabe, beide in Schach - zu halten^ nur erfüllen töstne, wenn seine Grenzen nach Ost-,und West möglichst weit hinausgeschoben würden. Die . Friedenskonferenz müsse sestsxtzen, daß jede Ucberschrcrtuug dieser Grenzen für den Völkerbund Gelegenheit zum Einschreiten biete.. Die „Times" fordert weiters die Schaffung eines rh einisch-w estf älischen Staates. . Bühne und Kunst.; /■. - - . Konzerte. / . Das große Bach-Konzert'im großem Könzerthaiissaal sindek Do st n erst a g 'den 6. d. M., abends 6 Uhr, statt, Mitwükende: Hans Duhan, Arnold Rosö, Professors Franz'Schmidt (Cembalo). Nlerander Wunderer (Oboe) und ein Kammerorchestcv. Dirigent Karl Prohaska. Programm: 1. Suite 0-6 ür; 2. Kantate: „Ich will den Krenzstab gerne tragen"; 3. Violinkonzert -t. Kantate mit obligater Oboe : „Ich habe genug." Karten bei der KonzerthaiisgescUsehaft und bei Heller. ' Ans den Theaterm "■ In der N e neu Wien e r Buh n e gebt Ijcutc dest o. d. M. die -Uraufführung des Eiüüktcrzhklus „Alte Freunde" von Viktor F l e i s ch e r mit den Damen Förster, Viera, Zampach und den Herren Heudrichs, Jwald, Jensen, Lessen, Mcndez, Miksch, Schreiber, Schrecker und Ueberckcker in Szene. Spielleitimg: Engen Jcusen. - - Im B u stg t h e a t e r wird Donnerstag Thaddäus R i t l n e r s Draina „Unterwegs," zmn erstenmal aufgesührt. Dw. 'wicherhost verschobene Premiere ist jetzt dürch eine Neu- Iiesetzung (Frau Rett"y übernahm die Rolle des Frl. Mäher) möglich gemacht worden. ' Billige jüdische Bücher für Vereins- und Volksbibliv- - tbektn, zu beziehen diu eh R. Löwits. Buchhandlung, - Wien, Rptenturntstraße 22. (Zweite Liste.) Mn s e r c.. F rieden sf ui g e (Jüdische Krlegshefte, 1), — .44. — Nachmn Go ldin a n n : Von der iveltkutturelleu Bcdentung und Aufgabe des Judentums, l! — Dr. E. S r m 0 u s 0 n : Das jüdischpolnische Problem, 1.32. -- Davis T r i e t s ch: Inden und Deutsche. Eine Sprach- und Interessengemeinschaft, K 154. — IV W a s i l euu s k i: Die Judensrnge m Kongreßvolest,, ihre S chwierigkeiten und ihre Lösung, K -».72. — Dr. E. Z i v ier: Rassen- und Ostjudenfrage, 1^ 2.20.— Kleine) ü d i s ch e B lb l i 0 t h e k: Ghcttogeschichtcn von B. Auerbach, M. Kisch und-: I. Löwcustein. 8 verschiedene Bändchen, L 2.70. — K. E. F r a u z 0 s:. Geschichten aus Halbasien. Illustriert,, K 3.30. — D i e G es ch i ch t e v 0 n d e r K ö n r g i n Esth er. Fürbig 'llttstriert, K 1,10. •— Alfred H a a s: Die „Polnischen." Ein Ftstgblatt aus' ernster Zeit, st ^—.80. — Lichtstrahlen aus dem st'almud (Recl-suis Universalbibliothch st 1,10. Sport. . - Vre -veranstaltet am 16. März ein Straßenlanfen „ Sn er dlirch Döbling". Das Laufen hat Start und .Ziel ans dem Sportplatz ..Hohe Warte." und führt über eine etwa-10 Kilometer lauge Strecke, deren wichtigste- Punkte -nachfolgend angeführt sind: S-pociplab Hohe Warle, cküuhgasse, Founanekgasse, Diönhsinsgasse, -p.udrasspstraße, Iglasegasse, Grinzinger Allee, KobeNzlgasse,-Kobcnzl, -Klrpsentoaldli W'ldgrubenweg,- Kahlenbergerstraße,- Armbrüstcn- >.'assc, Hohe Warte. Eine Runde. Einr italienische Militärmannschaft spieltt vor l.üseru 'in Triest gegen die dortige Spovt-Umon unv büeb mit 1:0 siegreich. . .... In Berlin fand atu Sonntag ein, großes leichtathletisches Halleusportsest stall, das mlgende Ergebnisse zeitigte: Lausen über 50 ÄLerer: Rbaa (ll'3 Sekunden) 1. Stabhochspringenr Lehninger W'l!) Meter) 1. StafetteUlauf zehnmal 50 Meter: Berliner Si'vitklnb (l:5'6) 1.-Haupilaufen Her 1000 Meter: Fritz st'^',st'.l-i.rre„bnvg) (2:4-1*8) 1. Stafettenlauf. über 20 Runden: B'-ckiner Sporttlub (6:18*."») 1. , Die leichtathletischen MeistcrschasLrN finden henep i!'.a 28. und 2l>. J>U>! satt!. Wiener MorgenzeitmAf Der Volkswirt. Zur VermögensaSgabe. Der Gesetzentwurf über die Vermögensabgabe, den Dr. Stemmender schon öfters angekündigt hat, ist, von Einzelheiten. abgesehen, fertiggestellt. Die Vermögensabgabe soll erst von Vermögen im Mindestbetrag von 30.000 Kronen erfolgen. Die Abgabe soll gestaffelt sein, das heißt, sie steigt prozentuell mit der Höhe'des Vermögens. Sie dürste bei 30.000 Kronen mit 5 Prozent beginnen und bei den großen ZZermögen bis 30 Prozent gehen. Die Abgabe soll nach dem g e rn i s ch f e n System erfolgen, das einen Ausgleich zwischen Objekt- und Subjektsteudy,bildet: durch ditz Objektsteuer würden nur die Unternehmer selbst und nicht -die Aktionäre, durch die Subjektsteuer nur die Aktionäre/gesondert von den Unternehmenbesteuert werden. Was die B ank en betrifft, so sollen sie zu einer Auskunftserteilung über die Höhe der Guthaben ihrer.Kunden von Seiten der Steuerbehörden n r ch t verhalten werden können. Die Ausländer können dem Entwurf zufolge nicht zur Vermögensabgabe herangezogen werden, wobei unter dem Begriff „Ausländer", auch die.Untertanen der neuen Nationalstaaten fallen. Alle, f a l s ch e n Steuerfatierungen der letzten Jahre sollen a m n e st i e r t . werden. Betreffs der Notenabstempelung wird neuerdings erklärt, daß k ein c rIci Zwangsanleihe durch Zurückhaltung eines Teiles der Noten und auch keine W e r t v e"'rm i n d e r u n g geplant sei, es handle sich lediglich um einen Austausch ungestempelter gegen gestempelte Noten. Im Staatsamt für Finanzen drängt man darauf, die Gesetzesvorlage sobald wie möglich zu erledigen. Dr. Steinwender soll so lang im Llmte bleiben, bis das Gesetz von der Konstituante erledigt ist. Ob das Gesetz in dieser Fassung zur Annahme gelangt, bleibt abzuwarten. Es scheint uns in vielen Punkten sehr geeignet, die Fl nch tSv.0 r d er- Vermögensabgabe zir begünstigen, besonders darin, daß die Banken über die Glüh oben ihrer Kunden den Steuerbehörden keine Auskunft schuldig sein sollen. Ferner scheint uns die Höchstgrenze von 30^Prozent bei den großen Vermögen zu n i e d r i g bemessen. Dagegen könnte erst bei höheren Vermögen als 30.000 Kronen mit der Abgabe begonnen werden. Wie weit die Eigentümer von Gold, Schmuck und sonstigen Wertgegenständen, die sich. leicht verheimlichen lassen, herangezogen werden sollen, bleibt in Dunkel gehüllt. Hier dürfte der Steuerflucht Tür .ustd Mr geöffnet sein: da die Banken nicht iauskunftspflichtig icher die Depots ihrer Klienten fein sollen/ wird sich - der Inhalt der Safes nicht feststellen lassen. Auch über die Art der Erfassung der i m m 0 -b i len Wer t e, die. freilich überans - verwickelt: .ist, - schweigt sich der Entwurf gründlich aus.' Düs . geplante Gesetz macht nicht nur dm Eindrucks 'des' Schlendrians, sondern auch den der A e n-g-st l i ch k e i tv 0 r d e r E r'f assung der ho h em V er möge n. Den Eigentümern der großen Werte, soll um keinen Preis wehegetan werden, dagegen soll wie bisher die Masse der kleinen Leute herhalten. Die Krone ist derart devalviert, daß heute ein Vermögen von zum Beispiel 30.000 Kronen kaum. noch. ein Fünftel dieses Betrages in Friedenszeiten bedeutet; aber es bedeutet noch weit weniger als ein Fünftel,- wenn 'wir die wahnsinnigen Preissteigerungen berücksich'ügen. Daher ist zu hoffen, daß die Konstituantefür. eine .gerechtere Belastung und eine vernünftigere Verteilung der Lasten Sorge tragen wird. /? Requirierung der in Deutschöfterreich vorhandenen neutralen Wertpapiere. Bereits vor mehreren Tagen wurde in Deutschland erklärt, daß bic von der Entente gelieferten Lebensmittel durch die sich' in deutschem Besitze befindlirlim itcut r all e n Wert papi er e zu bezahlen sind und daß . der Staat sie reguiriercn werde. Auch bei «ns wird der Staat die a,u s l 8 n d r s ch e n Wertpapi e r e z u d e m g l c eh e n Z w e ck e r e q n i r i c r e n. In Parispwnrde der dcutschösterreichischcnOinanzkommission gesagt, daß die Entente keine Lebensmittelsenhungen gegen Bezahumg in Krondn vornehmen könne. Eine beträchtliche Menge ausländischer Wertpapiere, die Deutschösterreich gehören, sind nn Augenblick bei reichsdeutschcn Banken deponiert; es sind Unterhandlungen zwischen unserer und der deutschen Negierung über deren Auslieferung eingelettet worden. Die Verordnung über die Requirierung dürfce in den nächsten Tagen heranskommcn. Die Abstempelung der Wertpapiere. In Verbindung mit der Vermögensabgabe werden anch Vorbereitungen zur A b st e m p e l u n-g all er in D e u t schüft e r r e i ch v 0 r h a n d e n e n W c r t p a p i e r e getroffen. Sie soll die Kontrolle der bei der Vernlögensabgäbe von den Parteien namhaft gemachten Ziffern Erleichtern und bezweckt auch die g e n n u e F e st st e l l u n g u n s e r e s E f f e k 1 e n b c s i tz e s. Die Papiere werden innerhalb cmer gewissen Frist zur Stemvelung vorgclegt werden niüssen, nach deren Ablauf.nichtgestcmvclte Papiere nicht mehr umsatzsähig sein werden. Sowohl diese wie auch die-Stempelnug der Banknotendürste erst Ende März erledigt sein, was eine s ch w e r e Schädigungunseres Verkehrs» besonders Mit Tschechien, bedeutet, wo daS ganze Versahen innerhalb dieser Woche zur'Durchführung gelangen soll. Nicht mtr unsere unerläßlich notwendigen K 0 h l e n z u f u h r e n, sondern auch die L e b e n s in i t t e l t r ccn Sp 0 r t e werden dadurch lahmgelegt. Die Uriterbinduug jeglichen Verkehres für'die Dauer eines ganzen MonatS treibt uns mit Naturnotwendigkeit der baldigen Katastrovhe entgegen. Die Frage drängt sich ans: Ist es denn tatsächlich nötig, eine derart lange Zeit auf die Stempelung zu verwenden, während die Tschechen m einer Woche damit fertig werden? UeberdieS entsteht die. Gefahr, daß wahrend dieser Wochen aus den Nachbarstaaten große Mengen ungestempelter?cotcn^zu uns hcreinströiilcic und wisercii Pasm'rvorrat bedeutend vergrößern werden« - - ■ 5. März 1919 Sette 7 Die Misere der Notenabstempelüng. Die Notenabsteinvelililg. verursacht in der Wiener Bevölkerung die größten Unanriehmlichkeiten. Es mangelt vollends an Klenigeld,' besonders an Ein- Mid Zweikroiiennoten. Diese werden ganz einfach gehamstert oder zu^Schleichhandelszwecken aus dem Verkehr gezogen. Das führt naturgemäß zu einer Lahmleanng des Emkanses der wichtigsten Lebens- und Bedarfsartikel. Wir haben es so weit gebracht, daß die Kellner in den Kaffeehäuscril, niil den Gästen die Zehnkronen- und höheren Noten wechseln'zU föimcn, „Schleichhändlern" in Em- und-Zweikronennoten ein' „Agio" von vier Hellern pro Krone zahlen, welches Agio, dann selbstredend - die Gäste den Kellnern zu vergüten bübüi.' ' ' ' ■ ’ Die Noteiiabstempclung selbst.scheint sehr langsam oönsiatten zil gehen. Die' Oestee^ichisch-ungarische Brink soll zwar bereits über eine Milliarde' abgestciiivelter Noten verfügen, doch sind die Noten noch Nicht'in den Verkehr gebracht. Wie wir hören, stcht eine Knirdtuach'nNg 'bevor, wonach der Abstcmvelungstermm für . die Zeit vorn 10. bis- 24. März festgesetzt ist. Die Kimdmachung wich auch'di'e Modalitäten des Umtausches'enthalten. Gibt es denn keine'Behörde, die diesem Treiben Einhalt gebietet? Die Motenabstempelung in Angarn. - '-Budapest, 4. Marz. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Regieriingskommissär Katona äußerte sich gegenüber einem Mitarbeiter des „Pesti Hirlap" .über, die A.bstempetung der Banknoten folgendermaßen. Die ungarische. Staatsdruckerci wird Ende der Woche mit der A b st c m p e l'n n g d e r auf de m Ge b i c t c Unga r n s vorhandenen^ B a n k n 0 t e n - - b eg i n n e n. Die Arbeit wird drei W 0 ch e n in/ Anspruch iiehmen. Jil Budapest werden die Banken bereits in den 'ersten Tagen abgestempelte Banknoten in den Verkehr bringen.' Das Land wird in 50 Bezirke eingekeilt, in denen die Filialen der Ocsttzrreichisch-ungärischen Bank die Noten sammeln und nach Budapest schicken werden. Die Staatsdruckerei wird ' täglich 4. Mcllwnen Stück! Banknoten-, abstencheln. Man rechnet damit, daß - 109 M i l l l i 0 n e n S t ü ck z u r A b st e m p e l n ir-g g -el a n g e n. In der Mitte der Banknote wird schräg mit roten Buchstaben das Mort- „Mägyarorszag" stehen. Ein- Md Zwei-- Kronennoten werden nicht abgestempelt werden. Die ungarische Reßierung wird keinerlei Z w a n g s a n l e i h e "anflegen. Es ist auch noch nicht sicher, ob eine cinprozmtige Ahsttinpelungsgebühr cingehoben wird. 1 1 IndnstrreLe Nengründungen in Tschechien. ■ Prag, 4. Acärz. (Tel. der ..Wr. Akorgeuztg.") Der „V 0 I) c ni i d" - AI tienbank wurde die Bewilligung zür Errichtniig einer Aktiengesellschaft nnter der Firma Erste t s ch e ch 0 - s l 0 w a k i s ch e Fabrik zur. .Erzeugung von Stahlfedern mit L)cm Sitze in P.r.a g erteilt. Das Kapital beträgt 2 Millionen Kronen. — . Die T s ch e ch i.ft ch e E r z - B e r g b a u g e s e'l-l s -ch a f t m. b. H. hielt ihre Gencralversaiumlung ab, wobei sie'beauftragt wurde, -eine Aktiengesellschaft zur.Gcwmmmg nnd?MeiWtting von E.r z e n mit einem Kapital von IV2 Mrllioiien KrotteN zu errichten. . .. ' ck Warenverkehr Zwischen Ungarn unh der Schweiz. Budapest, 4. Riärz. Wie der „Pester Llohd" vcrnüniut, wird an -kompetenter Stelle die Frage erwogen, zur Förderung des W a r c n v e r k e h r s m i t d e r S ch w e i z unter dem Miiien „Wilhelm Tell-Züge" einen direkten Warenverkehr zwischen Ungarn und. der Schweiz einzurichten. - 80 Prozent Kriegsgewinnsteuer in Angarn. Budapest, 4. März. (Tel der „Wr..'Morgeuztg.") -?Das heutige Amtsblatt veröffentlicht nnter Zahl XX-l'V ein Gesetz, wonach die Kriegs g e win n e, d i e 10 0,0 0 0 K r 0. n e n iib e r st erg e n, mit 80 P r 0 zent besteuert werden. Bon KricgsgcwiUnen, die 10.000 Kronen erreichen, müssen 20 Prozent, bis 20.090 Krönen 30 Prozent und für jede weiteren 20.000 Kronen je'10 Prozent abgegeben werden. Die Zahlung -kann in 4 Ratcir erfolgen, doch nruß'die erste Rate binnen 30 Tagen bezahlt werden. . Internationale Finanzen. In den „Hamburger Nachrichten" erklärt Minenbesitzer Sauer, m den ersten drei bis fünf Jahren könne Deutschland überhaupt keine größeren Summen zahlen, dann, aber eher g e m ä s; i g t e F.o r d e r u n g e n ganz erfüllen. Die 1319 er Besteuerung werde sich nur auf den absoluten Reichsbedarf .be-. schränken,, wie E i u k 0 m m e n- und Krieg 's st eu e r n>, eventuell eine V c r m ö g c n s z u w a ch s st e u e r. Nach. BMnntwerden der Ententeforderungxn würde mit A m e r t k a wkgeii Aner großen, auf Staatseigen tu m, eventuellB a h ne nbastirten l a n g f r i st i g e u A n l e i h e verhandelt, ein Teil M Entschädigung durch Z w a n g s a n l e r h e an Stelle der.-vorge-- schlagenen K a p i t'a l s r 0 n f r s'k a t i o n. aufgebracht, eme weitere Summe durckr Ucbergabe niedrigverzinslicher, etwa dreiprozentiger 1 n n e r h ei t b 50 I a h r e n rückzahlbarer Sch a tzs ch e i n e getilgt werden. ' . . . Hierzu schreibt die „T i m e s", daß, sobald die MiNunal-- fordcrnngen der Entente bekannt sein werden, Dcutschla'lrd B 0 rs ch l ä' g e, diese Zahlung durch die inte r u a t i 0-. n a l e F i n a n z d u r ch z u f ü h r e n, veröffentlichen solle. Eine ungarisch-holländische Handelskammers - Budapest, 4. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) ,,I'n ' einest Fachkonferenz nn Handelsininisterium wurde der Plan einer Festi- . gung der w i r t s ch a 1 l i ch e n Bezieh n n g e n; z w t \ ch e n U n g a r n a n d Holland besprochen. . In . einer geeigneten holländischen Stadt soll eine ungarisch-holländische, in Ungarn aber eine holländisch-ungarische Handelskammer, errichtet werden. Auch die Errichtung einer schweizerisch-ungarischen..' Handelskammer wurde in Erwägung gezogen. Die Krise in der englischen Industrie. Amsterdam» 4. 9Närz. Der Sekretär des Verbandes' der-, englischen Effenbahner Thomas erklärte gestern in einer' Rede,'.; es Wäre zwecklos, den E r n st d er Lagern der In-- d n st r i c in Abrede zu stellen oder zu verkleinern. In' den) nächsten bvet Wochen werde sich eUtschciden, ob das Land, nachdenr ' es aus dcnr Weltkrieg erfolgreich chervorgegangen sei, eiuen Mrdu-' TtvtcUf'n Zwist vernieiden könne, dessen Folgen fast ebenso gefährlich .' sein könnten, wie es eine Niederlage durch Deutschland gewesen^ wäre. - Bon den Getreidemärlrten. So wenig sich diö gc- -. schäftliche Betätigung auf den: hiesigen Platze besser gestaltet hat/i weil es an Offerten vollkouuncn fehlt, ebenso hat sich dm Kvn-- sumversorgung aus den gleichen Gründen nicht günstiger Malten-' können. In Ermangelung einer Geschästsmöglichkeit unterhalten - sich Besucher über politische Ereignisse, ebenso wre der a-ünstrtz e^ W i t t e r u n g s p e r l a u f in den heimischen Erzeugnngs- ' gebieten' von Provinzbemchern hervorgehoben wird. Du Preise an Amerikas Börsen sind fortgesetzt größeren, Schwa n k n n g e n unterworfen. Die Wetterberichte aus den für die Versorgung der Union wichtigsten nordwestlichen,Er-' zcngungsgebieten lauten n i ch 1 mehr so g ü n st i q ime titden letzten Tagen und gaben Anlaß zu einer A u f w ä r t s b e w c^

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