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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-25 · Heft 38 (25.2.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 38 (25.2.1919)
Date
1919-02-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. SS SBten, Dienstag Sport. Lekchtalhletlscht LikrderwettkSwpfe, kr Mandknavte». In Kopenhagen kam vor kurzem ein Likirderwettkampf zwischen Schweden, Norwegen und Dänemark zur Austragung. Die Schweden siegten mit 30 Punkten vor den Norwegern, die L3 und den Danen, di« 22 Punkte erzielte». Die Äistungen waren hervorragende^ Nachstehend die Konkurrenzen: 100 Meter-Laufen 10,8 Sekunden, Hochsprung 1,86 Meter, Weitsprung 7,24 Meter, Stabhochsprung 3,75 Meter, Kugelstoßen 24,83 Meter (beidarmig), 1600 Meter-Laufen 4 Minuten, 12,1 Sekunden, Diskuswerfen 80,72 Meter (beidhändig). 110 Meter-tzürdenkaufen 16 Sekunden, 800 Meter- Laufen 1 Minute 52,3 Sekunden, Dreisprung 14,15 Meter, Gperwerfen (beidhändig) 97,36 Meter, 6000 Meter-L«usen 16 Minuten» 17 Sekunden, 400 Meter-Laufen 60 Sekunden. Hakoah. Heute findet um 3 Uhr nachmittags auf unserem Sportplatz ein Training der' ersten und zweiten Mannschaft statt. Sportklub Hokioah. (Sektion fite Touristik nutz Wintersport.! Tourenprogamm: März und April:. Pageswanderunge« tm Mienerwald einichlreßlicb Eiserner Tor. Mar: Hohe Wand, Unstrberg tMirafälle), Kieneck. Jmn: . Hochrck, Reisalpe, Stuhleck. Juni: Kampalpe (DrahtkogelV Rcw, Hohe Beitsch. Juli: Schneealpe, Schneeberg, Großer Wechsel. August: Hoch^ schwab, Oetscher. September: Rax, Wechselgebiet. Oktober: Herbstwanderungen im Wrenerwald. November: Rax. 6. bis 13. Dezember: Stiknrs (Lilienfelder Methode, mit einem Stock) i» Mürzzuschlag. 24. Dezember bi- 3. Jänner 1830: Skiwanderungen im Jogelland. Führung: Sektionsleiter Jngenreur Ackermann. Aenderungen oder Verschiebungen werde« stetam schwarzen Brett der Hakoah im Kkublokcck (Cafs Industriellen, jl„ Konkordiaplatz 4) jeden Samstag verlautdart.! vudapester Fnßüalk. In Budapest -ab »8 am Sonntag peim Meisterschaftsspiel M. T. K. gegen. Törekves große Skandalszenen, weil der entscheidend« Treffer nach der Meinung de- Publikums aueiner Abseitsstellung entsprungen war. Erst nach einer 20 Minuten langen Unterbrechung konnte daS Spiel zu Ende geführt werden. Der M. T. K. trug mit 3:1 (Halbzeit 1 : 1) einen knappen Sieg davon. Die übrigen Spiel« brachten folgende Ergebnisse: F. T. C.- U. T. E. 0 :0; 33. F. L.-B. A. K. 3 :0 (1 :0); B. T. <*. Etsenarbeiter 1 :0 (0 :0); KiSpeLli-M. A. B. 4:1 (1; 1); L. T. C.-3. Bezirk 1:1 (1:1). Die Wiener Rina.kämpfe wurden Samstag zu Ende geführt. Beim Entscheidungskampf traten der Mährer Mrna und der Ungar Czaja an. Nach eine« interessanten Kampf, der li-/, Stunden dauerte, blieb Mrn« Sieger. Bühne und Kunst. Deutsches Volkstheater. <»D a S K v n i g r e i ch" von Karl Bchönherrch Wer dieses Volksmärchen in der Buchausgabe vom Mahre 1917 (neue Ausgabe) gelesen hat und dann die Aufführung im Volkstheater sah, hat seine blaueu Wunder erlebt. Diese Umarbeitung war aber sehr gründlich und von der ursprünglichen Dichtung ist nicht viel übrig geblieben. Der Fürst eines Ländchens — wir halten unS jetzt an die Buchausgabe — ist dem Teujelsvolk ins Garn geraten. Dieses Teuselsgesindel (Großmutter, Schwarzer und seine Tochter, das verführende Weibsbild) sind Schönherrsche Leuteln aus dem Tiroler Hochland und bei aller Bosheit sehr annehmbar. Der Fürst hat mit der Teufelin die Nacht durchgezecht, bommt mit ihr vors Schloß, tanzt, in Lust entbrannt, während der Schwarze geigt, um das girrende Frauenzimmer, das ihn noch heute zur Hölle schaffen muß. Er sieht seine still duldende Frau, die aus der Frühmette kommt, und wird einen Augenblick wankend und ruft seinen Leibarzt, der ihm freimütig eröffnet: »Missen Sie, mei' lieber Fürst, was ihnen fehlt! Deutsch g'sagt: A Lumperl sein Sie word'n. DöS ist Ihr ganze Krankheit. Sie kämmen ja bald nimmer au- 'm Kater außer." Dann geht das tolle Treiben wieder los, schon zucken die Flammen auf und die Höllenfahrt steht bevor, als ein kindlich süßes Geigenklingen anhebt. Der Fürst erwacht, der DeufelSspuk verliert seine Macht über ihn, er sendet seine Leute aus, den erlösenden Eei-er zu suchen. Einer steht dabei, der eben verprügelt wurde und wie ein Hund bellen mußte: der Schreiber Rauschenplat. Der zittert, daß sie den Geiger finden könnten, denn das ist fein Junge. Im zweiten Akt sehe» wir Rauschenplat mit Frau und Kindern in seiner armseligen Kellerstube. Die ist das Königreich. Bub und Mädel, zwei prachtvolle Kinderfiguren, spielen mit ihm Blindekuh, die Frau deckt den Tisch, sie feiern BaterS Geburtstag, und der Knabe macht Tafelmusik. Aber der Geigenklang wird im Schloß gehört und der Fürst, mächtig angezogen, kommt selbst in die Kellerwohnung, erquickt sich an dem Kinderpaar. Der schwarze Geiger und die TeufelStänzerin find auch da, aber ihre Künste versagen bei diesen frohen Kindern. Sie ziehen ab, die Teuselin läßt ihre Tanzschuhe zurück, dem Fürst wird „in dieser Armutei des Lebens goldene Einfalt klar" und während ihn Rauschenplat und seine Frau hinausbegleiten, entdecken die Kinder die Pantöffelchen, Heidt, das Mädl legt sie an und fährt mit Friedl, dem Buben, Zur Hölle. Dort gehtsehr bunt zu. Die lieblichen Qualen, welch edie TeufelSgroßmutter ihren Klienten antut. find gruselig-heiter dargestellt. Der schwarze Geiger stöhnt just beim Kettenschmieden, als die Kinder ankommen. Diese „sechsmal gehimmelten Engelsköpf" machen de« Bösewicht windelweich, er erzählt ihnen im Märchenton seine Geschichte und beginnt bei ihrem Kindermitleid zu schluchzen. Ein« Träne entfällt ihm. daS Höllentor springt auf, Sonnenlicht strömt ein und während die Teufelsgroßmutter brüllt: „Jetzt hab'n zwo« Fratz'n den Teufel g'holt". kehren Friedl und Heidl mit dem erlösten Schwarzen nach'Hause zurück. Fürst und Fürstin kömjmtn in ^roher Bereinigung u«b .te* ueuen tzotz. Wiener Morgenzektnns geiger ab. Der frisch gewaschene und rasierte Exteufel kriegt auch eine Anstellung bei Hof. •— Also die alte Fabel vom Reichtum brr Armen, vom Elend der Großen und vom erlösenden- Gottesgnadentum der Kinderseele. Aber nicht allzu ernst genommen und -durch den Humor urwüchsiger Gestalten erträglich gemacht. Doch diese Bühnenbearbeitung! Aus dem Tiroler Kernburschen von einem schwarzen Teufel ist ein hohläugiger,- mystischer Dämon geworden, scheinbar absichtlich für Herrn Onno zugeschnitten, der erschreckend ernst stöhnte und tremolierte und den Kindern in der Höllenszene eine dunkle Geschichte deklamierte, von der sie gewiß Nichts verstanden haben. Die Teufelstänzerin, (Fräulein Waldow) muß sich in, einer großartigen Aufmachung geben, der gelungene Leibarzt ist ganz gestrichen. Geblieben ist das prachtvolle Kinderpaar (von Hetrtt Dietz und Fräulein Keller herzerfrischend^ gespielt) und der Rauschenplat, .den, Herr Götz wirklich meisterlich darstellte. Der-letzte Akt ist völlig umgekrempelt. Die Fürstin nimmt mit stummer Gebärde ihre Krone vom Haupt und setzt sie der Frau des Rauschenplat auf (man weiß doch schon,, daß diese Armeleutstube ein Königreich ist!) zieht mit ihrem Gatten von dannen, di« Familie setzt sich mit dem erlösten Teufel hochbeglückt zur Morgensüppe und während der Bub nochmals die reine Himmelsarte geigt, fällt langsam der Vorhang. Was neu hinzukam, ist eine charakteristische Ouvertüre für jeden Akt bei verdunkeltem Saale. Die übrigen Mitwirkenden, insbesondere die Damen Pohl, Janover und Denera und Herr Aslan waren vortrefflich und die Inszenierung ist überaus stimmungsvoll. Der Beifall war sehr groß. Schönherr wurde von der Jugend bejubelt. Nach der Aufführung dieses gewiß nicht vollwertigen Schönherr-StückeS muß man den vorhergegangenem Theatertratsch doch anders beurteilen, als es in der Oeffentlichkeit geschah. Daß man „Das Königreich" aus „reaktionären Motiven" vom Burgtheater absetzte, erscheint nicht glaubwürdig. Denn die Moral dieser Geschichte von der reichen Armut, welche die bedauernswerten, verführten, schlecht beratenen Fürsten erlöst, war den Herrschenden dieser Welt immer sehr sympathisch und ist alles eher, denn rebellisch. Otto Abeles. Bortragsnrattnee. Richard G pecht versuchte Sonntag vormittags in der Hofoper eme Vorkritik über die bevorstehende Prenuere von PfitznerS „Palestrina* zu geben. Er sprach mit liebevoller Einfühlung von der Persönlichkeit des Kornpomsten ' und seinem bisher nur von einer Minderheit voll gewürdigten Schaffen. Dann unterzog er die Dichtung einer längeren Betrachtung, nur das Musikalische am Schluffe nur flüchtig zu berühren. Gerade darauf wrrd aber künftig das Haupt' gewicht gelegt werden müssen,?.wrnn das Publikum m semm Erwartungen nicht getäuscht werde» soll. ' M. Die Zukunft Palästinas. I» einer sehr interessante» Schuft behandelt Dr. M e h e m e d E m i » E f e n d i in einem «Mahnruf an die zionistischen Juden und an die ganze Kulturwelt" die Zukunst Palästinas. (K 2.20.) Dieser Mahnruf wird bei allen Zionisten Hemsen Widerspruch Hervorrufen. — Im zionistischen Sinn bespricht Dr. A l f r e d N v ss i g in ferner Broschüre .Zur Lösung des Palästinaproblems" (K 1.65) die Zukunft Palästinas. — Wichtiges Palästmamattrial enthält die ausgezeichnete, von Davis Trietsch herausargebene Zeitschrift .Volk und Land", deren ü.Hefl soeben eingrttoffen ist. In diesem Heft schreibt Pros. Marburg über du wirtschaftliche Entwicklung Palästinas. (Preis einzeln K 1.32, vierteljährlich K 13.20.) Zu beziehen durch die Buchhandlung R. Löwit, Wien, I,, Rotuiturmstrape 22, _ Der Volkswirt. Die Notenabftempeluns. Voeaebeite« unserer Banken «ud Sparkasse«. Der Aufruf der Postsparkasse, Banken «nd Sparkasse», alle irgendwie entbehrlichen Borräte an Barmitteln bei einer Zentralstelle zu deponieren oder einzulegen, noch ehe die Abstempelung (1. März) beginnt, ries bei den Banken «nd Sparkassen großen Parteienandrana hervor. Bei der Ersten öfterer chifchenSparkajse allein legten nickt weniger als 8000 Parteien bereits in den ersten Kassastunden e t w a dreiMillionen Kronen ein. Die Direktion hat sich dadurch veranlaßt gesehen, den H ö ch st» betrag »ener Einlagen von S000 auf 2000 K herabzvfetzen. Die diesen Bettag überschreitende» Noten werde« «nr zur Abstempelung entgegengenommen. Auch bei den Nrigen Sparkassen und bei der Postsparkasse herrschte ein außergewöhnlicher Verkehr. Die Z w e i° und E i n» Kronennote» werden allerWahrscheinlichkeitnach nicht zur Abstempelung kommen. Amerikas pessimistische Beurteilung der enropkischeu WirtschastsverhLlturffe. 9te«MtÖ*vfc> 38. Februar. Die amerikanischen industriellen Leiter, die gegenwärtig die volkswirtschaftlichen Verhältnisse Europas studieren, sehen Anlaß zu einer pessimistischen Beurteilung derselben, wofern der Friede nicht ehestens geschloffen wird und normale Handelsverhältnifse eintreten. Sie finden, daß die Welt augenblicklich in hervorragender Werse zu diesem Endzweck organisiert wäre, wofern der Weitererzeugung von Kriegsmaterial im gegenwärtigen Ausmaße Einhalt getan würde. ES herrsche jedoch keine entsprecheudeOräan i s a t i» n zur Wiederaufnahme normaler Betätigung. Das Ergebnis sei überall eine vollstiindigeStagnatiov und g ährende Unruhe. Note An-arn» cm die Entente «egen der Banknotenabstempelung. Vutzapest, Sv. Februar. Wie »Pesti Hirlap" erfährt, beschloß die Regierung in Angelegenheit der Banknvtenabstempclung eine Note an die Ententestaaten zu richten, worin erklärst wird, daß Ungarn nur infolge einer Zwangslage sich zu diesem Schritt entschlossen habe, nachdem Jugoslawien und Tschechien schon vorher die Danknotenabstrmpeluna angeordnet haben. In der Note wird ferner betont, daß Ungarn die Z a h l n n a s v e r p f l i ch t n n g für.dm a u f U n g a r n entfallenden Teil ber auslandrschen Schuld der alt^u M o na.r chie auch jernerhm unbedingt an- 25. Fevrum 1619 Seüe 7 ■ ■ ... -- - „j erkenne. Schließlich wird die Aufrnerssamkeit der Entenft auf die im Ausland mchtabgestempelten Banknoten gelenkt und um mtsprechende Maßnahmen gebeten. Jugoslawien liefert Frankreich Holz und vero weigert die Annahme von Kronen. Agram» 22. Februar. Frankreich hat dem südslawisch« Staat eine Liefennig von 10.000 WaggonSHol, ttufee* am und znrBezahlungKronen angeboten. Der awische Staat hat dre Bezahlung ut Kronen -urückgowiesenund eme solche in Franks verlangt. Vorläufiger Schutz für Erfindungen in dev Tschecho-Slowäkei. Drag, 24. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenztg.*) ,Rarodni Lckty berichtet: „Da es vorläufig nicht möglich ist, eine durchgreifende Reform des Rechtsschutzesdes gesamten geweblichen Eigentums (Erfindungen, Marken, Muster, Maßnahmen gegen den unlauteren Wettbewerb) durchznführen, sich jedoch die Notwendigkeit ergibt, sofort einPatentamt zuerrichten, überreichte der Handelsmmister Dr. StranSkd der Nationalversammlung einen Regierungsentwurs betteffend vorläufige Bestimmungen zum Schutze der Erfindungen. Rach diesem Entwurf wird für daS gesamte Gebiet deS tschecho-slowaksschen Staates ein Patentamt und e« Patentgerichtshof mit dem Sitze in P r a g errichtet. Gleichzeitig werden in entsprechender Form die Bestimmungen deS Gesetzes vom 11. Jänner aus dem Jahre 1897, Nr. 30 N.-G.-Bl., avgeändert. Es handelt sich, abgesehen Von einigen formalen Aendemngen, hauptsächlich um Vereinfachung des Verfahrms in den Anmrldeabteilungen und um Uebergangsbestimmnngeu für die Slowakei. Der Schutz von Industrie, Handel und Gewerbe in der Tschecho-SlowaKei. Prag, 84. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenztg.^ Das tschecho-flowakische Handelsministerium hat einen Erlaß heraus» gegeben, welcher die Grenzen der ZulWakeit zur Begrün-! opna ausländischer U n t e r n e h m u n g e« festlrgt. Dm gewerblichen Armtern wurde aufaelraam, die Untersuchungen in dieser Richtung strengstms burchzufüyren. Der Zweck dieser Maßnahmen ist, die heimischen tschechische» Industrie-, Handels-und Gewerbe-Unternehmungen vor der Konkurrenz ausländischer Unternehmungen, welche die glänzendm Ausfichtm und die zu erwartmde Prosperität in Tscheche anlocken, zu schützen. Die GeistychKeit Amtz Naschin helfen! Olmütz, 24. Februar. C£tL der ,„Wr. Morgenztg.*) ^Naschinec^ meldet aus Prag: Finanzminister Dr. Ras ch i» kündigst im Finanzausschuß an, er werde in seinem morgigen Exposs über die valutarischen Maßnahmen der Regierung den .G e i st l i ch e n die Pfücht auferlegen, von der Kanzelherab die Bevölkerung aufzufordern, getreulich und wahrheitsgemäß die Vermögen zur geplanten Besteuerung anzumelden.' Die Bestellung einer Wirtschaftskommission durch sie Friedenskonferenz. Paris» 28. Februar. (Tel. der „2Br. Morgenztg/) Die Delegierten der Großmächte untersuchten am Freitag die Gesamtheit der w i r t s ch a f t l i ck e n Probleme. Die ganze Handelspolitik zwischen den Alliierten und den n e utralen Staaten wurde besprochen. Der „Petit Parisien" meldet, daß infolge' dieses Meinungsaustausches zwischen dm Deleglerten die Bestellung e r n e r Wirtschaftskommission beschlossen wurde, deren Aufgabe sich in den folgendm Punkten zusammmfassen läßt: 1. Prüfung der Grundsätze der Gleichhert der Handelsbedingungen unter allm Völkern als einer der 14 Punkte die Präsident Wilson aufstellte. 2. Dre Prüfung der Z o l l b e st im m u n g e n der auf die S ch i f f a h r 1 bezughabenden Fragen sowie der Frage, wie unlautererHandelswettbewerb verhmdert werden kann. „ 3. Die Prüfung der verwmeltm und wichtigen Frage» der Urkunden und Verträge, die vor dem Krieg« abgeschlosim wurdm. Die Kommission hätte gleichzeitig not-' wendige Maßnahmm für die Ausnützung von E r fi n d u u-» gen vorzuschlagrn. ~ 4. Die Prüfung solcher wirtschaftlicher Abkomme», die einen internationalen Charakter tragen, die entweder weiterbestrhen sollen oder widerrufen werden müssen. Trotz der Anzahl und verwickelten Natur der verschiedenen Probleme erhofft man bald befridiegendeGrgednisse von der Wirtschaftskommission. Finanzierung des tschechischen Znckerexports. Prag» 24. Februar. (Tel. der «Wr. Morgenztg/) Ar hiesigen Interessentenkreisen verlautet, daß Holland die Finanzierung deS böhmischen Zuckerexports, wernrhmen werde. Der Finanzminister Raschm sei wegen der tschechischen Wähnmg in Unterhandlungen mrt der Saager Regierung getteten. Die holländischen Finanzmänner werden dadmch in G eg ens atz zu dem am erikanis ch-kubanische« Zuckerkonsortium geraten, das während des Krieges begründet wurde. Die englische» Arbeiter lehnen die Gewinnbeteiligung ab. Haag, 24. Februar. (Tel. der »Wr. Morgenztg.^ Nach« Meldungen aus L o n d o n lehnt ein großer Teck der britische», Aibeiterschaft die unmittelbare Teilhaberschaft an den Großbetrieben ab. obzwar die Sozialisierung von vielen Seiten gefordert wurde. Die Arbeiter fürchten,. daß im Falle sinkender- Preise der Erzeugnisse auch ihre Löhne fallenmüßten. WaS die T r a d e U n i o n S (Gewerk-, schäften) betrifft, sind sie von Mißttaum gegm die etwaige Vergesellschaftung oer Aetnebe erfüllt. Ne»gründu»se« in Tschechien. Mehrere tschechisch« Prager Großhändler begründen die tschecho-slowatische' Ein fuhr-Handelsgesell sch aftm.b.H. inPraa,. die sich mit der Einfuhr von Kolonialwaren und' Lebensmitteln aller Art und mit deren Handel befaßen wird. Das Stammkapital beträgt eine halbe Million Krone».; — In Pilsen wurde eine Gesellschaft m. b. H. für den; Teerhandel begründet. — Die Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen der Firma Jul. Caro v» Prag-Bub na. wurde in eine G. m. b. H. abgeändert. Von den Getreidemärkten. Die Auslandsmeldungen begegnen derzeit nur geringer Beachtung. Vermehrtes Jnlereffe erregte bei unS die Notengrenzsperrr, da hierdurch mechanisch eme Warengrenzsverre stattftndet. Unter diesen Umständen waren in den letzten Tagen k e i n e W a r e n z u z ü g e zu verreichnm, und daS Geschäft an den heimischen Märkten ist der Stagnation nabe. Eme Klärung der' valutarischen Verhältnisse zwischen den Staaten der ehmmügen Monarchre würde wieder normale Bezüge ermöglichen. Die hieb befindlichen Waren« mengen reiche» knapp für dwVersorgung weniger

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