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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-22 · Heft 35 (22.2.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 35 (22.2.1919)
Date
1919-02-22
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Rr. 36 Men, Samstag Herr Kubla war ein glaubwürdig schöner Hausfreund, Fräulein Hussa eine anmutig singende Dienerin Der gute Hirte des Herrn Pacher hat die für seine Rolle passende, wohlklingende Weichheit des Oratoriengesanges. Herr Beer war etwas hölzern für die vertrackte Charakteristik des Wunderdoktors, Fräulein Kreutzer als büßende Sünderin wirkte biwmäßig, wie jene Kunstschätze, deren Fehlen man später nicht bemerkt. Das jüdische Volk war in kleineren Rollen würdig vertreten. Aus dem starken Beifall, den die Novität fand, war zu hören, daß der um Effekte nicht verlegenen Schöpfung Ewers-d'Alberts auch in Wien die schon an vielen Bühnen erprobte Zugkraft nicht versagt bleiben wird. Erotik, mit dem Putz deS Legendarischen verbrämt, hat hier noch immer seinen ßutauf aefunten. Dr. Konrab Maril. Wiener Morgenzettung 22. Februar 1919 Aus den Theatern. Der iungt Münchener Dichter Otto Z a r e ck ist für seM Drama „Kaiser Karl der Fünfte" mtt dem Ehrenprer^ der Gesellschaft -Das junge Deutschland" ausgezeichnet worden- Das Stück wurde von Reinhardt m Ausführung am Deutschen Theater angenonlmen. — Im Garrick-Theatrern London fand dieser Tage die Uraufführung einer Komödie, AhePurse-St rings" von Bernhard Park h, statt. Eine junge Frau, welcher \ht Mann zu wenig Wirtschaftsgeld üusseyt, hist sich dadurch, daß sie in den Geschäften das Gewünschte stiehlt. den Kaufmann jedoch nicht schädigt, da sie sich immer wieder Geld ausleiht, das sie annonym dem Bestohlenen sendet. Der Mann entdeckt es und es entwickeln sich lustige Verwirrungen biS zu einer überraschenden Lösung, de: der noch die Frau dem Mann ihre Schuld vergibt. Die Komödie fand außerordentlichen Beifall. Frei licht-Aufführungen in Wien. Dt: dre' o f z ellen B ret i ungen alter tm Bühnenbetrteb Stehenden, der Oesterreichische Bühnenverein, der Musikerverband und die Vereinigung der technischen Arbeiter, haben der; Beschluß gefaßt, zugunsten der sehr bedürftigen Wohlfahrtlnistil iürer Institutionen eine Reihe bedeutsamer künstlerischer V^rünsialtungen tnS Werk zu setzen, an deren Durchführung tUr. wclsntlichen künstlerischen Faktoren Wiens beteiligt sein werden. MlS erste Unternehmung werden auf Vorschlag eines Mit^lrrdeS des Theaterrates drei große Freilicht-Vorstellungen d". Wl. n stattfinden, bei denen künstlerisch und architektonisch xsizvo l.' Partien des Wiener Stadtbildes zum Schauplatz der Handliutg gewählt werden. £'>’ besteht das Procjkt, in einem Wiener Prtvatpark tzsn .Sr nmernachtstraum" in einer Muster- und Meisterbefetzung zu spielen und den dritten Akt der „Meistersinger" unter Heranziehung aller bedeutenden Musikerverbände und der her . tragendsten Solisten auf dem alten Untversitätsplatz in Szr - gehen zu lassen, wobei die Innungen durch den Schwi! d ^en der Bäckerftraße aufziehen und daS Publikum Her Ft?: ■ rplätze (für die Tribünengäste gut diese Forderung Nichts drr Kostüm der Zeit anlegen soll, um dem Ganzen de». rtchU:ien Rahmen zu geben. ' ' Schließlich t't Noch eine Aufführung von „Don Gio» öWinff auf der Belvederterrasse geplant. Jedenfalls dürfen diese B - instaltungen, die im Frühjahr und Sommer dieses Aahres sl tsinden werden, zu den interessantesten künstlerischen und . schädlichen Ereignissen der letzten Jahre gezählt werde »ombdlmhauö findet Donnerstag die Uraufführung ms Lendenschmuck", ein Fastnachtsspiel in fünf von Alfred Grünewald, um 1/36 Uhr abends statt, erkauf dafür beginnt am Montag den 84. d. M. Auszü. Per »,••• $t t it n; eb. K 1 e Buch L K ibclc Mvchev Sfeeint» Roman „Fischkeder v i e", deutsch von Eliasberg (drosch. K 8.80, 1 —führt zum ersten Male auch den „Seide" der Weralnr den deutschen Lesern vor. Zu beziehen durch Handlung N. Löwit, Wien, l„ Ronnturmstraße 22. Sport. Hakoah. H'u^e findet um 7 Uhr akeubs im Industriellen- Eafg, 1. Bezirk, Concordiaplatz, eine Vollversammlung sämtlicher Sektionen statt. Um 6 Uhr Sitzung des Fyßballausichusses, in welcher die Mannschaftsaufstellungen erfolgen. Morgen spielen wir mit der ersten und zweiten Mannschaft auf dem Dombacher Sportplatz gegen den Wiener Sportklub. Beginn Vi2 und 3 Uhr. Der Sportplatz ist mit der Linie 43 der Straßenbahn (Hernalser Hauptstraße bis zur Rötzergasse) zu erreichen. I. Dp.-Kl. Kadima. Heute, 7 Uhr abend-, Spieler- Versammlung tm Eafs City, 1. Bezirk, Werdertorgasse 3, bei welcher sämtlich^ Mitglieder zu erscheinen haben. Die Turnvereine hoffen, bereits im nächsten Monat den Turnbetrieb in vollem Umfang aufnehmen zu können» was im Interesse der körperlichen Betätigung der Jugend sehr zu begrüßen wäre. Dle Hockrysektion der Hakoah nimmt Sonntag vormittags um 1/210 Uhr das Training auf. Sämtliche Hockeyspieler haben sich rechtzeitig aus dem Hakoahplatz einzustnden. Eine« jung jüdischen Abend veranstaltet der Sportklub hakoah" am 28. April tm Großen KonzerthauSsaal. Ringkampskonkurrenz. Die Ringkämpfe, die jetzt in Favoriten stattfinden, unterscheiden sich durch nichts von den sattsam bekannten Vorführungen, bei welchen daS Publikum vor dem Kriege im Zirkus Busch oder Schumann genarrt wurde. Auch diesmal gibt es einen Ausländer, der herausfordert (ein Tscheche), einen „wilden" Mann (ein Ungar) und den Liebling deS Publikums (ein Wiener). Der Ausgang der Kämpfe ist vorausbestimmt, die Entscheidungskämpfc werden ln mehreren Fortsetzungen serviert, so daß den Gimpeln, die auf den Leim gehen, einige Kronen mehr abgeknöpft werden können. Obwohl den meisten Besucher», all daS bekannt ist, drängen sie sich doch in Massen zu den Kämpfen, während sich die Veranstalter ins Fäustchen lachen. DiSkusstonSabend im Leichtathletikverband. Ueber die Aufgaben des HandicaperS sprach Donnerstag Dr. Fürth, her Präsident deS LeichtathlctikverbandeS. Seine gut vorbereiteten Ausführungen hätten ein größeres Auditorium verdient. Die nächste« olympischen Spiele finden bereits im Jahre .1920, und zwar in Brüssel, statt. ' Dir Konstituierung de» Ausschusses der neugegründeten Wintersport- und T.ur stcksektwn findet Sonniaz den 23. d.M^ um 7 Uhr abends tm Jndustriellen-Cafü statt. Im Eupspiel gegen den Wiener Sportklub dürste die! erste Mannschaft in folgender Aufstellung antreten: Holpern, Scheuer, LewituS, Hecht, Kolisch 1, Jahn L, Horwitz, Kolisch 2, j Schänjeld, Trümmer, Katz. Der Volkswirt. Die Zwangsanleihe anlählich der Notenabsternpelung. Prag, 21. Februar. (Tel. der „Wr. Morgmztg.") In einem Aufsatz der „Narodni Listy" wird die Zurückbehaltung vonöOProzentderBanknoten durch den tschechischen Staat in Aussicht gestellt. Diese Ankündigung ist deshalb von Bedeutung, weil daS Blatt dem Fmanzministerrum nahesteht. In dem Artikel heißt eS unter anderem: Gleichzeittg mit der Abstempelung der Banknotm soll auch eine zweite bedeutende Operation voraenommen werden. Die Maßnahme, 50 Prozent der Banknoten übergangSwerse zurltchudehalten, soll dazu beitragen» einen Teil der überschüssigen Noten aus dem Verkehr zu ziehen. Auf diese Weise würde durch eine einfache Operation die schwerste Krankheit unseres Wirtschaftslebens beseitigt werden. Diese Maßnahme hat dm Zweck, den Banknotenumlaus dm Bedürfnissen der wirtschastlichen Entwicklung deS Handels anzupass e n. Wir lechen heute an rmer Ueverschwemmung von Banknotm, die automattsch nicht aus dem Verkehr zu ziehen sind. Dem Uedel wird durch die Zurückbehaltung von 50 Prozent Banknotm wenigstens teilweise adgeholfe«. Die Zwischenstaatliche Regelung der Sozialversicherung. Der Staatssekretär für soziale Fürsorge hat in dm letztm Tagen einen vom 6. d. datierten El laß an die S 0 z i a l v e rsicherungSinstitute, beziehungsweise deren Verbände geruhtet, in welchem es heißt: Mit dem Gesetze vom 25. Jänner 1919 wurde der StaatSrat ermächtigt, zur Durchführung von Vereinbarungen mit den auf dem Gebiete des vormaligen Oesterreich mtstcmdmen Staaten einzelne Bestimmungen der Gesetze über die Sozialversicherung zum Schuye der Interessen deS Versicherten und der VersicherungSträger durch BollzugSanweisuna zu ergänzen und insbesondere anzuordnen, daß bei der Anwendung einschlägiger Bestimmungen auSländischeSGebtetdemJnlandundinländischeS Gebiet dem Ausland gleichzuhalten ist. — das Bedürfnis nach Abschluß solcher Vereinbarungen ist gleich dringend für den deutschöstecreichischen Staat wie für die ander» auf dem Gebiete des vormaligen Oesterreich neu mtstandenm Nationalstaatm, insbesondere für unsere unmittelbaren Nachbarn, dre tschecho-slowakische Republik und dm serbisch-slowenisehenStaat, um die Kontinuität der Versicherung in allen Zweigen der Sozialversicherung (Kranken-, Unfall- und P e n s i 0 n S Versicherung) in jenen Fallen aufrecht zu erhaltm, in denen infolge der Teilung des ehemals einheitlichen Staatsgebietes der Versicherte und der BersicherunaSrräger nunmehr in verschiedenen Staaten sich befind», die sich als AuSl a n d gegenüberstchm. Als Inhalt dieser ^Vereinbarungen käme« etwa folgende Bestimmungen m Betracht: Die vertragschließenden Staaten verpstichren sich bei Durchführung der Sozialversicherung folgende Grundsätze zu beachtm: 1. Im Verhältnisse zwischen dm BersichemngSträgern einerseits und den Versicherten oder ihren Dienstgrbem andererseits sowie zwischen den Versicherungstragern untereinander wird das Staatsgebiet des anderen VertragSte>les dem Inhalte gleichyrhalr». 3. Bei Streitfällen zwischen BersicherungsttägerN einerseits und _ -rts: —Ä-.t.. <■ * ■ * Versicherungsträgers bestimmt. 3. Bei Streitfällen zwischen Versicherungsträgecn untereinander, die vmchicdenen Staatsgebieten angehören, wrrd die örtliche Zuständigkeit zu einer Entscheidung unter Anwendung des PuntteS 1 durch den Sitz des Geklagten bestiinmt. 4. Die nach obigen Reg-ln geiällren Entscheidungen sind von den zuständigen Genchlm, Behörden und Aemrem des anderen Vertragsteilez» vollziehm. 5. Die vorstehende Bereinbamng bat rückwirkende Kraft für die Zeit seit Gründung der selbständigen Staaten au? dem Gebiete deS vormaligen Oesterreich. Sie bleibt solange in Kraft» als sie nicht von einem Bertragsteile g ekündigt wird. Die Kiindigimg wird mit Ende des nächst« beginnenden KalenbervierteliahreS wirksam. 6. StreilsLlle, die in Widerspruch mit dev vorstehenden materiell-rechtlichen oderVerfahren- Vorschriften m der Zeit entschieden wmdm» auf welche diese Verein darung zurückwirft, sind Über Verlangen einer beteiligten Panei, die innerhalb sechs Monaten nach Veckambarung dieser Vereineinbanmg, bei der nunmehr zuständigen Stelle eingebracht wu^de, unter Augerkrafrsetzung der ersten Entscheidung neuerlich m Verhandlung zu ziehen. Schlechte Ernteausfichten tn Europa. __ Italien. Frankreich und England wird vielfach berichtet, daß dre EmteanSsichten infolge des ungünstigen Wetters sehr schlecht sind. Auch m Rumänien soll die Getreideernte nur knapp für die Bevölkenmg reichen, während u wenig M a i S und H e u für daS Vieh da sein soll. Itc Nachrichten kommen auch aus I n d i e n, wo wegen g Nur Amerika und Argentinien haben äußerst günstigeErnten in Weizen und MaiS. Die Aktien dev Oesterreichische« Lloyd. Die von der Unionbank bezüglich des Verkaufes eines Posteiis Llohdafttrn an italienische Interessenten geführten Verhandlungen haben zum Abschlüsse eines PrällminarttvereinkommenS geführt, wonach ein von der B a n c a C 0 m m e r c i a l e Jtaliana inMailand geleitetes Syndikat dir Stücke gegen Zahlung des Kaufprelses in italienischen Lire zu übernehmen hat. Von maßgebender Stelle wurde der deutschösterreichischen Staatsverwaltung die ErNAnmg gegeben, daß nach Friedensschluß die Flotte deSLi 0 yd inloyalerund entgegenkomm endetWeise dm Inter essendes heimischen Handels dienstbar gemacht werden wird. Die Wiener Filialen der böhmischen Banken. Wie „Warrms Wochenschrift* berichtet, werdm die WienerFilialrn der böhmischen Banken vorläufig nicht aufgelöst, im Gegenteil will die Zivnostenska Banka in einigen WienerBorortenneueZwergstellenerrichten. In Börsenkreisen heißt rS. daß die genannte Bank eine Filiale in R a ch 0 d planm soll. Dke Austeilung der Türkei. Die Besitzer tückischer Werte sind in Sorge, da ja die Türkei aus Europa vollkommen verschwinden und der a s i a t i s ch e Teil von Franzosen, Engländern und Italienern aufgetellt werden dürfte. Es ist fraglich, ob allzu große Nervosität berechtigt ist» da ja die Türkei stets mit fremde ntj i t o I Searbestet hat. DieTürkenffi« f Nj fesBrr j lose dürften sich auch später in ihrem Werte gleicht bleiben. Die Türkische Tabakregie-! g e s e l l s ch a f t soll mit ftanzöstschem Kapitak gedeckt werden. Die seit mehreren Jahren fälligm Dioidendeneoupons werden jedoch kaum eingelöst werden, da an diesen Erträgnissen in erster Linie deutsche und österreichische Aktionäre beteÜigt sind. Die O r i e n t b a h n e n haben von dem ottomani^ schen Staat ungefähr 46 Millionen zu bekommen^ haben aber als Pfand den G t u n b - u n b Bode« des Bahnkörpers, der ja dem Staate gehört. Ausländische Baukeugrüuduuge«. . Berlin, 21. Februar. (Tel. der »Wr. Morgenztg.*) Die I t a l i e n i s ch - f r a n z ö s i s ch e D a n k Südamerika erhöht ihr Kapital von 85 au Millionen Franks. Die großen Londoner Bankkonzern« beschlossen Filralerrichtunge» in Amsterda« mtd Rotterdam. . > Die Bank of Liverpool fusioniert sich mit^ Marti n'S Bank; National Provinciat andUnion Bank of England mit der Brate ford District Bank. DieBanca Commereiale Jtaliana errichtet eine französische Tochterbank gleichm Namms mit 10 Million»- Franks Kapital, Sitz in P a r i s, Filiale in M a r s e i l l e. i Eine Technikerbank wurde mit 3 Million» Kronen Kapital in Kopenhagen errichtet. i Fn Konstantinopel wird eine Hochschule sürBankwesen gegründet. SocickteGsnSrale! Md Banque Ottomane errichten je eine syrische B a »k mit 5, beziehungsweise 10 Millionen Franks Kapital. Zur Notenabstempelung in Pole«. Krakau, 21. Februar. (Tel. der ,Wr. Morgenztg.*) De« Bernehmm nach beabsichtigt die polnische Liquidierungskommisfiou einm Erlaß wegen Registrierung der im Lande befindlich» österreichischen Kriegsanleihen. Eine tschecho-slowakische Klassenlotterie. Prag» 21. Febmar. (Tel. der ^Wr. Moramztg.*) Die Regierung plant die Schaffung einer etgenm Klaffcnlotterie, der« Wirffamkeit sofort nach Beendigung des Spieles der 11. östevreichischm Klaffenlotterie beginnen soll. Elnfnhr von Rohstoffen füt den tschechoslowakischen Staat. Lee eine tptag, 21. Febmar. (Tel. der ,Wr. Morgmztg.^ andtlsmmister Dr. S t r a n s k y beantwortete kürzlich _ nfrage, daß das Handelsministerium den gesamten Bedarf vonj R 0 h st 0 f f e n für den tschechischen Staat nach genau»! Schätzungen und Untersuchungen in einzelnen Industriezweigen zusammeugestellt und der Rfttte Jänner m Prag weilenden interalliierten Kommission für die Ernfuhr von Lebensmitteln und Rohstoffen vorgelegt hat. Ferner wurden sämcbche Wünsche an den Ministerprändent» Dr. Kramarsch nach Paris weitergeleitet, damit er in dieser Sache' auf der FriedrnSkonserenz unterhandle. Für die rascheste Einfuhr der benötigten Rohstoffe, hauvtfächlrch Baumwolle» wurde; durch die Berinittlung des Ministeriums des Aeußern die Frei-; gäbe des Elbrweges verlangt. Diese Frage», welche mitj dem Schiffsraum und dem AuSlandskredit eng verknüpft sind, wurden redoch ungeachtet der größten Bemühungen des Handelsminrstermms in Paris uoch nicht erledigt. Attsschkerbursg von Bauten und diversen Arbeite« bei de« tschecho-slowakische« Staatsbahnen. Präs» 81. Februar. (Tel. der „Wr. Morgmztg.^ Dir! Dircktron der tschechoslowakischen StaatSbahnen in Prag schreibt die Ausführung diverser Baut» aus, danmter eine Reche zwei-, stockger Häuser als Arbeiterkolonie in Lan«,< Unterbau für das zweite Eisenbahngel e i s e zwischen W 0 t t i tz - S t a d r und B e n e s ch a u», Bauten und Lreserungen zur Vergrößerung der Stativ« Tabor m‘ ..—ns.r.«t.ACMA.r.;(A Pilsen nach tschecho-llowakisa,... .. w . w v .. v « ... __ austamch des Stranover Viadukts aus der Strecke Prag—Turna«; vergeben. Detaillierte Ausschreibungen werde» noch i» de« Inserat» der Tagesbläller erscheinen. Ei« Mailänder Syndikat übernimmt die Lloydaktien. Die von der U n i 0 n b a n k bezüglich des Verkaufes eines Postens von Lloydaktien an italienische Juteceffente« geführten Verhandlungen Hab» zum Abschluß eines Präliminar»^ abkommens gefiihtt, wonach ein Syndikat der Banka (wfttinm'Mue; Jtalrana in M allanddie Aftim gegen Zahlung des Kaufte Preises m italienische» Lire zu übernehmen hat. Bon maßgebender^ >veite wurde der d»tsch8fterreichischen StaatSremrrung die Vvkämng abgegeben, daß nach Friedensschluß die Flotte deS Aoyd in loyaler und entgegenkommender Weise den Interessen d«S heimischen Handels dienstbar gemacht werden würde. Dorläufig Keine Vergesellschaft««- der tschechischen Kohlengruben. Prag, 21. Febnmr. (Tel. der ^Wr. Morgenzta.^) AS bisheriges Resultat der Verhandlungen der SozialmemugS-- kourmisiion über die Kohlengruben wird verlautbart, daß. die Kommission von einer Verstaatlichung absah. Die noch nicht ge-, förderte Kohle jedoch soll vom Staate beansprucht werden. Wiener Börse. Aus der gestrigen Börse ist endlich der unvermeidliche Rückschlag eingetteten. Ausschlaggebend waren hierfür die Forderungen Italiens nach Aus-; lieserung des Fahroetriebsmaterials, die andauemde' Unsicherheit in der Währungsftage, besonders aber die Vorfälle in Budapest und die Ermordung Kurt Eisners. Türkische Werte waren stark angeboren und es kam zu bedeutenden Kursstürzen. Tabakaktien verloren K 114 und notierten zuletzt 1115. Orientbahnen begannen mit K 30 niedäger, bützten weitere K 90 ein und schlossen mit K 1340. Auch Türkenlose sanken aus K 418. Die einheimischen Spekulationsp apiere waren bedeutend' niedriger gehalten. Staatsbahn verloren K 40, Skoda K 30, Alpine K 42 und Südbahnprioritäten K 20. Von den führenden Bankaktie«! verloren Anglobank k( 13.50, Oesterr. Kredit K 8fyi Ung. Kredit K 27. Auch die Schrankenpapier besonders Petroleum- und Schiffahrtpapiere zeigt«/

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