Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 32 (19.2.1919)
- Date
- 1919-02-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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■V -< -^WWU^iiinni ii r*z. ■ , •**. taßs'-SWi r 'l v..r ■ V ■.: Maas Nr. 32 Men. Mittwoch Wiener Morgenzeitung 19. Februar 1919 Seite 7 ——————■■■■,. .— ■ ■ » . - - - ' --- ■ jfi ■■nhil->Tt-‘r! * ——— --— - j SRürf’aTiliinjicn ihre Kreditoren, insbesondere soweit diese Mittel entweder für den Lebensunterhalt oder für die Fortführung von Handel, Gewerbe und Bodenbebauung benötigten. Inzwischen zog die Bank ihre Reserven aus dem Auslande heran. Um dem Bedürfnis. an Zirkulationsmitteln entgegenzukommen, setzte sie schon in den allerersten Augusttagen ihre sogenannten registrierten Schecks in Umlauf, die dann während de? ersten Kriegsjahres eine so bedeutende Rol'e im jüdischen Wirtschaftsleben Palästinas gespieltha^en. Sie erlaubte nämlich ihren Kunden, die bei ihr Guthaben unterhielten oder denen sie Kredite einzuräumen bereit war, Schecks an ihre eigene Order auf sie zu ziehen, die dann von den Äusstel'ern in blanko giriert .wurden. Die Schecks waren in vorgedruckten Formularen auf Beträge von 5, 10, 20 und 100 Franks ausgestellt und wurden von der Bank, zum Beweise, daß der Aussteller berechtigt sei, zu ziehen, „registriert" (das Akzeptieren eines Schees ist nach türkischem Gesetze unmöglich). - In dieser Weise zirkulierten die Schecks beim jüdischen und nich"üdi,chen Publikum, und mit ihrer Hilfe wurde das Wirtschaftsleben aufrechterhalten. Beim Ausbruch des türkischen Krieges (28. Oktober 1914) lag sogar bei der Bank ein Vorschlag vor, die gange Jaffaer Orangenernte/ die einen Geldumsatz von zehn Millionen Franks mit sich bringt, mit Hilfe ihrer Schecks zu finanzieren. Im ganzen hat die Bank für etwa 750.000 Franks Schecks ausgegeben. Noch während des Krieges aber hat sie über 90 Prozent von'dieser Zirkulation wieder zurückgezogen. i Während der ersten Kriegsmonate stand die A. P. C. mehr als je zuvor im Zentrumdes jüdischen Wirtschaftslebens. Sie stellte sich vom ersten Tage an auf den Standpunkt der Solidarität mit dem bestehenden' Kolonisationsu?ekk.' Aus ihrer Kenntgis der Lage schöpfte.dje Leitung hi? Üeberzeugung, die jetzt endlich allgemein zu werden anfängt, daß trotz vieler Schäden die großen jüdischen Kolonien i n n e rtich gesund sind und noch eine breite Kredit-!basis bieten, so dqst. auch^ rein wirtschaftlich gesprochen. die Bank vollkommen berechtigt und moralisch verpflichtet war, den Kolonisten weit ec unter die Arme zu greisen. -Dies geschah denn auch überall, wo es nötig war, und zwar während der ersten Kriegsmonale, als die Bank noch frei arbeitete, wie auch später, als sie in ihrer Eigenschaft als englische und' zionistische Bank von den Behörden drangsaliert wurde. Gleich bei Kriegsausbruch waren die Weinbaukolonien in der größten Verlegenheit, weil ihnen die Barmittel fehlten, um die arabischen Hilfsarbeiter, die bei der Weinernte mitgeholfen hatten, zu bezahlen. Arbeiterunruhen wurden befürchtet. Die Bank sah die Gefahr und ordnete die Sache. Auch später galt es in Hunderten von Einzelsällen, besondere Vorschüsse zu gewährenjahrein, jahraus die immer schwieriger werdende Lebensmittelversorgung der Kolonien sowie die organisierten Stadtgemeinden Jaffas und Haifazu finanzieren, Vorschüsse zu gewähren für die leider Pvecklose Heuschreckenbekämpfung, dann die amerikanische Vrangenanleihe von 1915 durchzuführen, den Lokalkomitees des amerikanischen Fonds über die monatelangen Perioden, während welcher die Sendungen au? Amerika ausblieben, hinwegzuhelfen usw. Die verwandten Administrationen wie I. C. A. und Alliance, deren Gelder ausblieben, lebten von den Vorschüssen der Bank. Während der letzten Zeit, in der die Hilfstätigkeit des amerikanischen Fonds unter der Verwaltung des Herrn Hoofien stand, also bevor die Zionistische Kommission sie übernahm, wurde das ganze Hilfswerk fast nur von der Bank finanziert, die sich mit Vorschüssen von Zehntausenden Pfunden engagierte. Dasselbe tat sie während des vergangenen Jahres im Norden für das Jaffaer EvakuationSkomitee. Hunderte von Anstalten schlugen sich nur mit Hilfe der Vorschüsse der Bank durch. So bemühte sich die A. P. C. überall das. zu sein, was von ihr erwartet wurde: das finanzielle Rückgrat des jüdischen jSiedlungswerkes in Palästina. ES wurde ihr hies nicht leicht gemacht, denn gerade wegen dieser Rolle, die von der türkischen Regierung und insbesondere Djemal Pascha ganz richtig erkannt wurde, versuchte man sie zu treffen. Gleich in den allerersten Tagen des türkischen Krieges (3. bis 4. November 1914) wurden sämtliche Filialen der Bank (mit Ausnahme von Beirut, wo die Schließung erst später erfolgte) geschlossen. Zwar wurden sie an mehreren Stellen bald wieder eröffnet, aber am 1b. Jänner 1915 erschien ein Dekret Djemal Paschas, das wohl für alle Zeiten als Unikum in der Finanzgeschichte dastehen wird, wonach die A. P. C., eine Bank mit einem Bestände von etwa 30 Millionen Franks an Aktiva und Passiva, im Laufe von acht Tagen liquidiert werden müßte! Die Durchführung des Dekrets scheiterte selbstverständlich an seiner eigenen Lächerlichkeit, und es folgte nun eine jahrelang währende Periode schwierigster Arbeit unter Schikanen und fortwährenden Drohungen; längere Zeit hindurch , wurde unter der Maske einer sogenannten freiwilligen Liquidation gearbeitet, wodurch erreicht wurde, daß nach Eroberung des Landes die 81. P. C. ungebrochen bastand, allen ihren Verpflichtungen im Rahmen der Gesetze nachgekommen und weiter nachzukommen imstande war und auf eine unschätzbare Arbeit im Dienste des Siedlungswerkes zurückblicken konnte. Während des vergangenen Jahres 1918 hat.die Bank im Norden ihre Kriegstätigkett im obigen Sinne fortgesetzt^ im Süden, hat [t& sich schon der Konsolidierung der Lage widmen können und hat "durch weitere, sehr bedeutende Vorschüsse den Kolonisten JudäaS in die neue Zeit hinübergeholfen. Von den beiden leitenden Direktoren war einer, Herr L e v 0 n t i n, beim Aushruch des türkischen Krieges außer Landes und. war gezwungen, dort bis zur englischen Besetzung zu verbleiben. Der Beiruter Direktor Herr Lipansky, einer unserer ältesten und bewährtesten Zionisten starb im Winter 1915, ter Jerusalemer Direktor Dr. L e v y wurde im Herbst 1916 des Landes verwiesen und nach Konstantinopel verbannt, der Tiberiador Direktor Herr Bentowim wurde bei den Unruhen im Herbst 1917 verhaftet und nach Anatolien verbannt; Herr Grasowsky, einer der ältesten Direktoren, wur'e bei der Evakuierung Jerusalems Ende 1917 nach Damaskus verschleppt, war dann aber durch eine glückliche Fügung in der Lage, einen führenden Anteil an der Leitung der Geschäfte im Norden zu nehmen. Mehrere andere Beamte wurden verbannt oder starben. Das Schicksal einiger von ihnen ist bis jetzt unbekannt. Die A. P. C. bereitet sich jetzt auf die neue Tätigkeit vor, die ihr bevorsteht. Sie tritt in de neue Periode moralisch und materiell gestärkt ein. Es sind ihr bereits bedeutende neue Mittel zugeflossen und sie ist imstande, aus ihren eigenen alten Reserven sämtliche Kriegsverluste abzuschreiben. D!e Absperrung-matznahmen gegen die Tschecho-Slowakei. Die uns aufgezwungenen Absperrungsmaßnahmen gegen die Tschecho-Slowakei haben nunmehr in vollem Umfang eingesetzt. Es handelt sich dabei um Erschwerungen, welche die ärgsten Bestimmungen während des Krieges im Verkehr mit dem Ausland in den Schatten stellen. Wenn diese Unbequemlichkeiten von längerer Dauer sein sollten, so würden sie unerträgliche Zustände Hervorrufen. Die Ansicht wird geändert, daß in zwei, längstens drei Wochen die Notenabstempelung sowohl bei uns wie auch in Tschechien durchgeführt sein wird, was abzuwarten bleibt. Der gegenseitige Boykott äußert sich im postalischen Verkehr darin, daß aus Deutschösterreich nach Böhmen und der Slowakei per Po ss an Weisung höchstens 100 Kronen gesandt werden können, und umgekehrt bei uns höchstens 100 Kronen auf eine Prager Sendung per Postanweisung zur Auszahlung gelangen. ImUeberw eisun g s 0 erke h r der Postsparkasse sind 500 Kronen das Maximum, welcher Betrag bekanntlich durch das Steuerfluchtgesetz normiert wurde. Was die P a k e t s e n d u n g e n betrifft, so werden sie einer genauen Durchsuchung nach Banknoten und Coupons unterzogen. In Prag ist eine Verordnung herausgekommen, die es den Postämtern der tschechoslowakischen Republik untersagt, eingeschriebene oder Eilbriefe zur Beförderung anzunehmen; gewöhnliche Briefe müssen offen aufgegeben werden. Durch die Sperrmaßnahmen ist auch der Verkehr zwischen der Wiener und der Prager Börse ausgeschaltet. Die ungewöhnlich großen Käufe von Wertpapieren für Prager Rechnung haben zu der überaus ungesunden Hausse der letzten Wochen auf der Wiener Börse geführt. Durch die neue Verordnung sind die Käufe jetzt verboten. Auch der Ankauf von Effekten für Budapester Rechnung ist untersagt und dadurch der sehr lebhafte Verkehr lahmgelegt. An der Wiener und Prager Börse ist es zu ganz verschiedenen Kursbildungen der gleichen Papiere gekommen. Einige böhmische Bankaktien wurden in Wien höher bewertet als in Prag. Dagegen standen österreichische Renten hier niedriger als in der tschechischen Hauptstadt. Ebenso werden im neutralen Ausland die Devise Wien und die Devise Prag, also die Krone getrennt notiert, die tschechische Krone höher als die deutschösterreichische, was neuerlich recht ungesunde Verhältniffe schaffen und das Chaos nur vergrößern wird. Die Tschechen werden sich die größte Mühe geben, den Kronenkurs Wien gu drücken. In Bankkreisen ist man sich über die Bestimmungen, die als unvollständig angesehen werden, nicht ganz im Klaren. So zum Beispiel ist nicht gesagt, was mit aus der Tschecho-Slowakei hier einlangenden Geldbriesen, die seitens der Post nicht zurückgesandt würden, zu geschehen hat. Es bliebe nichts anderes Übrig, als sie vorläufig jür den Absender ins Depot zu nehmen unter gleichzeitiger Verständigung des Fmanzstaatsamtes. Ferner ist nichts darüber bestimmt, wie Effekten mit Coupons und Coupons selbst, die hier eintreffen, zu behandeln sind, denn verboten ist ja nur die Ausfuhr. »Ar Est" veröffentlicht folgenden Plan betreffend die Abstempelung der Banknoten nach einem Berichte feines Prager Korrespondenten: 1. JedeS Bankkonto wird einer plötzlichen Sperre unterzogen. 2. Safedeposits in den Banken dürfen uMrr schwerer Strafandrohung nickt angerührt werden. 8. Die bisher vorübergehend anerkannten Grenzen des Staates werden hermetisch abgesperrt. 4. In den Gemeinden und kleinen Städten werden Kommissionen, die mit den Ortsverhälmisftn vertraut sind, die Bevölkerung aufsordern, daß sie es als nationale Pflicht halten, ein aufrichtiges Vernlögensbekcnntnis abzulegcn. 5. Tw Regierung wird eine Sprozrntige Vermögenssteuer und nach Inkrafttreten der Frist zum Vermögensbekenntnis eine weitere 20biS 83'/, prozrntige progressive Vermögensabgabe ausschreiben. 6. Alles ist sorgfältig vorbereitet, so daß die Arbeiten in einigen Tagen fertig sein werden. Seit Wochen werden alle ins Ausland gehenden Briefe und Telegramme und alle. interurbanen Telephongespräche überwacht. Das Moment der Ueberraschung ift beruft», eine große Äiolle zu spielen. Die englischen Finanzen. In der Generalversammlung der London Joint City and Midland Bank beziffert Präsident Edward Holden die englischen Vorschüsse an die Verbündeten und die Kolonien bis Mitte Oktober 1918 auf 1'68 Milliarden Pfund Sterling, wovon Rußland 057, Frankreich 0'43, Italien 035 erhielten. Die englische Nätionalschuld Ende 1918 bezifferte er mit 74 Mil liar d en gegen 065 im August 1914, die englische Nettoschuld nach Abrechnung der Vorschüsse an die Dominions mit 6 42 Milliarden Pfund. Er besprach sodann die deutsche Kriegssinanzierung und bezifferte die Schulden des Reiches zur gleichen Zeit mit 8'3 Milliarden, verwies auf die Finanzhilfe Amerikas, dessen Verschuldung auf 2'6 Milliarden Pfund gegen 0*2, vor Kriegseintritt stieg, und erklärte die Nachahmung des amerikanischenBundesbankensystems für wünschenswert, nämlich die Notenausgabe gegen Handelswechsel und nicht gegen Regierungrsicherheiten. Markkredit für Deutschösterreich. Die Verhandlungen zwischen den Vertretene unserer Regierung und dem deutschen Kohlenkommissär in Berlin haben zu günstigen Vereinbarungen über die Kohlenlieferungen Deutschlands an Deutschösterreich geführt. Bei einer täglichen Ausbeute von 3000 Waggons im oberschlesischen Gebiet sollen pro Tag ungefähr 300 Waggons nach Deutschösterreich gehen. In erster Linie werden die Zuschübe unseren Eisenbahnen zugute kommen. Auch die Frage der Bezahlung dieser Lieferung kam zur Sprache. Wegen des für uns außerordentlich ungünstigen Kurses wäre der Begleich in deutschem Gelde ausgeschlossen. Daher soll Deutschösterreich ein Markkredit eröffnet werden, der mit 400 Millionen beziffert wird. Die Rechnungsabschlüsse der Berliner Banke«. Während für die Verlautbarung der Bilanzergebnisse der Wiener Banken noch kein Zeitpünkt festgesetzt ist, wird, wie uns aus Berlin berichtet wird, die Berliner Handelsgesellschaft ihren Rechnungsabschluß bereits Ende dieses Monats publizieren. Man erwartet eine Dividende von 8 Prozent, wie sie im Vorjahre ausgeschüttet wurde. Was die übrigen Berliner Banken betrifft, so dürfte der Abschluß des Friedens abzuwarten sein, da noch nicht feststeht, welche Werte die Banken durch Gebietsabtretungen verlieren werden. Man nimmt an, daß ihre Dividenden bedeutend geringer als die vorjährigen sein werden. Neuerlicher Rückgang unserer Valuta in der Schweiz. Der Kurs der Devise W i e n in Z ü r i ch ist neuerlich um einen ganzen Franken gefallen, und zwar auf 24 75. Auch die Devise Berlin war um einen ganzen Franken niedriger gehalten und notierte 53. Eine internationale Kontrolle der Oesterreichisch-ungarischen Bank? Budapest, 18. Februar. (Tel. der, „Wiener Morgenztg.") Wie „Az Ujsag* meldet, wird in hiesigen Finanzkreisen erklärt, die Oesterreichischungarische Bank solle unter internationale Kontrolle gestellt werden; dadurch wäre die ungestörte Liquidation der Bank gesichert. Der Grund der Kontrolle sei auch die Notensteinpelung. Me e» bei der Notenadftempelnns zngeht. DaS „Prager Tageblatt" berichtet: „Südflawien hat den Reigen begonnen. Bei uns also wird von 10 Kronen aufwärts gestempelt. Die erste Folge ist — ein Run auf Ein- und Zweikronennoten. Man kauft bie sinnlosesten Kleinigkeiten, nur um 10 Kronen wechseln zu können. Die vielgelästerten, bewitzelten kleinen Note», wie sind sie nun beliebt. Denn fünf Zweikronennoten werde» 10 Kronen sein. Eine Zehnkronennote wdock nur 9 (von der üOprozentiaen Anleihe ganz zu schweigen). Auch der Geschäftsverkehr hebt sich wieder: man kauft, kauft, lauft! Ersteht gute Dinge für schlechtes Geld, zahlt alte, gute Schulden mit schlechte», alten Scheinen. Die tschechische Aktion gegen den dentschen Handel. Die folgenden Ausführungen der »Narodni Lisch" illustrieren die Angst der Tschechen vor dem deutschen Handel und die geplante» Gegenmaßnahmen: „Durch die Bildung unseres selbständige» Staates wird selbstverständlich die wirtschaftliche Bedeutung unserer Städte, in erster Linie die Bedeutung der Hauptstadt der Republik, wachsen, wobei natürlich die Prioritätsstell ung der deutschen Städte, und zwar in erster Linie Wiens, geschwächt wird. Aus dieser bestimmten Voraussetzung heraus trachtet das deutsche Kapital schon jetzt seinen Einfluß in den kaufmännischen und Industriezentren unserer Republik zur Geltung za bringen, um sich für die Zukunft s i ch e r z u ft e l l e a. ES lst zur Genüge bekannt und erwiesen, daß das deutsche Großkapital und deutsche Firmen zu diesem Zweck in tschechischen Städten Häuser kaufen, sich durch Ueberzahlung hauptsächlich in Prag und den Vorstädten Geschäftslokale sicher», in der Voraussetzung, im aeeigneten Zeitpunkt ihr Kapital zum Schaden des hiesige» Handels und der Industrie arbeiten zu lasten. Um diese Erwerbung von Objekten und Lokalitäten zu verschleiern, werden Personen tschechischer Nationalität oder Personen mit tschechische» Namen in den Vordergrund gestellt, die als Mäntelchen für das deutsche Unternehmen dienen sollen. Da jedoch diese Aktion des deutschen Kapitals die Interesten des tschechischen UnternehmertmnS in Handel und Industrie bedroht, ersuchte die Handelsseklion der tschechischen staatsrechtlichen Demokratie den VerwaltungSrat der Sailptstadl Prag, die tschechischen Räte der Vorstädte und dm erband der tschechischen Städte durch ihren mächtigen Emfluß darauf zu wirken, daß unsere Städte dieser wichtigen Frage die entsprechende Aufmerksamkeit schenken und eine e i n h e i t l i ch e A k t i 0 n in dieser Richtung entwickeln und das Eindringen des deutschen Kapitals in unsere Städte zu verhindern. °luf Anregung der Mitglieder der tschechischen staats- J