Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 21 (8.2.1919)
- Date
- 1919-02-08
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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Wt. 21 Men, Mamrtag Hetzte SMWeWerr. Deutschösterreich in Weimar. Weimar. 7. -ficbtinai. '(Meldung 'der Tiletzräphkü-KomdagNie.) Der drulschvsterrelchische Vertreter Profi Dr. Har t- ML N » wird nicht mehr, als Gesandter emes auswärtigen Staates in der Liste geführt. ..E§ ist. bezeichnend, daß er aus der Rewe der Gesandten' gestrichen, winde. .Er wird.schon als Vertreter eirtes E'.nzclstaateS angesehen Md nimmt. nnt. beüqtender AtiMneün den Berhandlimgai. der.Emzelstaaten.teil..... Aus der tschecho-slowakischen Republik. " Prgg» 7. Februar. Das „Prager Tagblatt" meldet: ,Die sSttuerbemessungsbehörden haben dm Austrüg erhalten, bn Krirgsankeihen in dm Bilanzen der KaufleMe 'mit dem vollen seinerknügen Emlaufspreis emzusetzen und die in den Pilanzm ein- «esetzten niedrigeren Werte der Knegsabltihen nicht passirren m lassm. - . Tschechische Nationalversammlung. Prag, 7. Febmar. In der heutigen Sitzung der National-- Versammlung wurde der. Rcgierungscntwnrf betreffend die W r i t e.r-. t US za hlung d e r U n t e r st ü tz u n g e n für bi t Arbeitslosen vorgclegt. Das - neue Gesetz soll bis zum 15. März in Wirksamkeit bleiben. Dre Vorlage enthält gegenüber hrn bisherigen Bestimmungen einige einschneidende Wanderungen. §s soll für die Sonntage von nuw an steine. Unterstützung mehr zewährt werden. Der geiamte Unterstützungsbeitrag für d:e ganze Familie (also einschließlich der Beiträge für die einzelnen kaMtlienmitglieder) jedes Arbeitslosen darf 10 K pro TE n i ch t - üverfte i g e n. Die wichtigste Bestimmung dieses Gesetzes ist im enthalten, welcher besagt: Alle Staatsbürger sinh , verpflichtet, nach ihrM Kgrperkräften und geistige« Fähigkeiten zil arbeiten, entweder als selbständige Unternehmet vder als Angestellte. Jeder Arbeitslose 'ist' verpflichtet,,die ihm von der^ösfmtlichen Becwal'.ung angebolene Beschäftignng anzunehmen, ßnsoesondere b:i dm Notstandsarbeitcn. Bet der.Verhandlung v.escs Gesetzmtwu?cöstellten sichwie das „Prager Tagblat? »neidet, die Sozialdemokraten auf den Standpunkt, daß. jeder verpflichtet werden müsse, die chm angebotrne Arbeit 'anzunehmen und jauch a'uszufuhren; erforderlichenfalls solle er durch Zwangsmaßnahmen dazu verhalten werden können.' Sollten jedoch diese ^Zwangsmaßnahmen nur gegen eine bestimmte Klasse ausgeübt werden, so'würde dies zn einer gefährlichen Unzufriedenheit iführeN. Deshalb wird beantragt, daß diese Zwangsmaßnahmen jgegen jeden einzelnen und gegen alle Schichten der Bevölkerung ohne Unterschied getroffen werden, und zwar auch gegen sylche Personen, die wohl keine Unierftützung beziehen, dagegen ohne «ine Arbeit .zu verrichten von Rentenbezügen und . sonstigen Kapitalsemkünften lebem j / Errichtung einer politischen tschechischen Hochschule. Prug, 7. Februar. Dem „Narod" zufolge soll hier demnächst .eine tschechische politische-Hochschule^ errichtet werden, die Ms sechs Abteilungen bestehen durfte. Eine von ihnen werde als DWmatenschwe, eine .andere alß Jönrnälistenichnle fungieren. Die Agrarier wie bei uns. Pr»g, 7. Februar. (Meldung' der Telegraphen-Kompagnie.) Nach, emeM Berichte der „Pravo Lidu" betreibt die tschechische Agrarpartei in der Gegend" von Plsck eine fieberhafte Agitation mit dem Boden des Großgrundbesitzes., Jedem, der sich bei dir Partei anmeldet, werden Grundstücke in jedem Ausmaße versprochen. In der Gemeinde find Plakate, die.zur Anmeldung aus Krenzt - nnd mit dem Namen des künftigen. Eigentümers bezeichnet. Die Kriegsanleihe jn Prag. 7. Februar. (Tefi derMr. Morgenztg.") Die Prager SWwrMcsiungskoMmlsfioll bat den Auftrag erhalten, bei Besteuerung -dev Käusleute die Kriegsanleihe-mit vollem Ankaufspreise anznfetzen, und die in deu Fatiertmgen angrsetztm niedrigen Werte nicht passieren zu lasten. Jnsolge.dieser Maßnahmen herrscht lirt den. .Besitzern von KrienSaMheff große Aufregung. Mari erblickt dal.-ln einerseits die Anerkennttng der Kriegsanleihe durch den tschecho-slowakischen Staat, ciiidererMs nimrnt man. an, .daß damit hauptsächlich die deutschem und jüdischen Kauflrute betroffen werden, die sich besonders in KkiegSanstihe engagiert haben. - Die Friedenskonferenz. Wilsons Abreise. ... Fcamär. Meldung bet Ttlegraphen-Konipügnie.' Mafivent M'lfou wird nicht früher als am 15. Und Nicht später mls am 17. Februar von Paris abreifem j - Der Völkerbund. . Paris, 6. Februar. (Meldung der Telegraps)en-5kou',pagnrr? Der Völketbundkongreß hat heute beschlossen/-dH das O r g a r d e S B u n d e s^ aus dem permanenten Rate bestehen soll, de, M.elftem vorn Völkerbünde noch zu bestimmenden Orte residieret wE In diesen Rat sollen die Mächte entweder einen-besonderer KtzWusstzr als Vertreter entsenden, .oder einen'Diplomaten, de, vüt ihrer Vertretung beim Völkerbund betraut ist, gleichzeitig mi der Vertreümg bei der permanenten Kommission betrauen. Die Konferenzen auf deri Prinzeninsel«. u:-v P^is, 6. Februar. (Meldung der Telegraphen-Kompagnie. ^offiziell .bekanntgegeben worden .ist, daß die B ö l jO.e P1 k,e.,n die Einladung .zuv'^ Wnferenz auf de» P.v in z e n» n i e l n angenommen haben,'ist Rußland wieder di Hauptfrage des Tages geworden. offiziellen Kreisen erwarte Mn den Text der Antwortwegen der an dir Ankahm «v ft1'. ^i0cS . gelnüpften Bedingungen mit Spannung ,DaS Jnterefte konzentriert sich auf die Frage, wie di Haltung der Bolschewiken zur Forderung der Alliierten sein werde -daß wahrend der Konffrcuz alle Feindseligkeiten in Rußland auf chmey Müssen. In gewissen Kreisew neigt man zu der Ausfassung kMwum die Boffchewiken auf ernor allgemeinen Konferenz er scheinen, fte sich schwerlich^werden weigern können, die Frfisetzuw W daumiden RegienrnaSsonn in Rußland der konstituierendes iWammlrmg zmüberlassen. Das würden dieAlliierten vor aller .«Mngem Sollte Lenin fich weigern, dann würde er in ein iHtokMschere Lage kommen, als der frühere Zar. i*. . i ----- •e-: Kein Mangel an Salnarsan» . '' 7. Februar.. Meldung der Telegrasihen-Kom Gegenüber Blättermeldungett, dre , infolge der Besetzun dv« H o ch st dnrch die Franzosen von einer angebliche Salvarsann o t m Deutschland sprachen, erfährt di Abendzeitung^., chaß in Deutschland nvi «enttgrnd Sülvarsan vorhandeir ift/ '-Jm Übrigen ist die Her vGMig 'von Salnarsan nicht' aneirren beftimmteir Drt gc Wiener MorgenzeWrnU »Win»»««'! s»,»»«»>, > '• ' ' llilM I-~T—mr Der VolKstvM Unsere finanzielle Ankunft. Kein Kredit oh»»e Garantien. New-Vork. 6. Februar (vis Budapest). (Kabeltelegramm der „Wr. Morgenztg/) In diesigen Finanzkreisen ist man der Ansicht, daft eine Möglichkeit, die 1 e u t sch ö st e r re ich ische Valuta zü sanieren, darin zu finden rvärs, wenn aus Oesterreich erstklassige amerikanische und neutrale Wertpapiere als Grundlage eines Kredits nach Amerika gesendet werden. Da jedoch der Besitzstand Deutschösttrreichs an derartigen Werten sehr gering und zum Dell auch nicht zu erreichen sei, weil er sich im feindlichen Auslande befindet, entfiele diese Möglichkeit. Es bliebe zur Erlangung . eines amerikanischen Kredits, nichts weiter übrig, als daft Deutschösterreich seine Wasserkraft, Wälder, Bergwerke, Eisenbahnen usw., die Staatsbesitz wären, an Amerika v e r p f ä n d e. Die New- Parker Finanzleute würden unter keiner Bedingung ohne reale Basis irgendeinen Kredit gewähren. Frankswährung und Goldzahlnng für Zölle im tschechö-flowakischen Staate. Zn der Nationalversammlung zu Prag bracht-: die Regierung einen Ge-etzentwurf ein, der. sich mit dem Zollgebiete befaßt und die Einführung der Frankswährung bei. Bezahlung VvnZöllen für die Ware nein f uhr festsetzt. K 1 dieses Entwurfes lautet: Das Gebiet der tschechisch-slowakischen Republik wird gebildet:aüsBöhmen, Mähren, dem Troppauer und dem Tesche» er Gebiet Schlesiens in den bisherigen L an de sg re uzen. Dann aus den. Gebieten der politischen und Katastralgemeinde Unter-Themen a u und Nendorf in Nieberösterreich und aus besetzten Gebieten d^r Slowakei. Für dieses Zollgebiet wird das ausschließliche Recht des tschechischen -Staates, Zollabgaben einzuheben und die eingeführten, ausgeführten und burchgesührten Waren dem Zollverfahren zu unterwerfen/festgesetzt. / - § 2. Der FiUanMinisterwird ermächtigt,, im Einvernehmen mit dem Handelsministeo und dem Ackerbauminister fürbestimmke^Walengatl'.Üngen bei der Einfuhr aus dem^ Zollauslöich in dep tschechoslowakischen Staat die Verpflichtung der. Zahlung ches Einfuhrzolles, dev Zollzuschläge und der Wagegelder durch G o l d^' oder' D a p i e r g e l d - üt der Frau t'swähtung zu bestimmen. Für die Zahlungen in dieser Währung ist der Preis von ein t r-Kro ne gleichgesetzt ei nem: F ra n k s. . ■» .; . § 3. Der Finanzminister wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Handelsminister und dem Ackerbauminister zeitweise und nach Bedarf den Zoll für die Einfuhr bestimmter WarengattUligen, die für den tschecho-slowakischen Staat unbedingt notwendig find, he r a b zu fetzen oder überhaupt a u f zuhob e n. " § 4. Dieses Gesetz tritt fünf Tage , nach seiner Verlautbarung in Kraft. . - Selbstverständlich wirb die Lösung der Gebiet §- .frage von der Friedenskonferenz abhängen, aber vorläufig gilt die von Prag getroffene Einteilung. Von nachhaltiger Bedeutung ist der-.Z 2 der Verordnung. Darnach ist der Finanzinintster ermächtigt, für bestimmte Warengattungen bei per Einfuhr.'aus dem Zollausland die Zahlung der Zölle in G o l d oder' Papiergeld der Frankswährung börzuschreiben. Welche Warengattungen dies sein holten, wird nicht gesagt. Es ist anzimehmen, daß es si^h nür »m Luxus- - artikel handelt, Mnn ein Staat wird sich nicht selbst boykottieren,, und so bestimmt § 8, baß die Steuer h e r a b z u s e tz e n vder überhaupt a u.f z uh e b e n ist. sobald es sich um dis Einfuhr von Waren handelt, die für den tschecho-slowakischen Staat unbedingt notwendig sind. Für die Zahlungen ist der Preis einer Krone gleichgesetzt einem Franks. Ungefähr dasselbe Wertverhältnis ist kürzlich bei der Zahlüng von Zöllen für Deutschösterreich eingeführt worden. In , Deutschösterreich sowie in Ungarnist füi die' Zahlurigvon Zöllen, in Banknoten ein 2 öopro^entiges Aufgeld vorgeschrieben worden. W?nn nun die Zahlung nicht in Gold, sondern in Kronenuyten erfolgt, wie das die Regel ist, sind für eine Krone Gold drei Krönen Papier zu zahlen. Der tschechische Fipanzminister verfügt, daß eine Krone Gold einem Franks gleichgestellt wird. Der Frank würde also etwa drei Kronen Papier gleichkonstrren, was ungefähr dem jetzigen Stande unserer Währung auf den neutralen Plätzen, entspricht. In Zukunft dürfen dernnach Kronennoten für. Zollzah-! lungen im tschecho-slowakischen Staat micht mehr! verwendet tverden, sondern die Zölle 'müssen in Franks geleistet iverdcn. ES bleihi^K'zÜwftrten, vb der Wunsch der Tschechen, Gold ins Land zu locken, sich erfüllen wird, denn btc Goldbeschaffung tvird den Kaufleuten große Schwierigkeiten Veretten, eihenso wie die. Beschaffung der FrantÄ.. für die chohs pur der S chl e i ch h a n d e l herangezogcn werden kann. Wahrscheinlich faßt man schon jetzt in niaßgebenden Kreisen den Üebergang zur Frau ksWährung ins Auge, und dieses Gesetz mag der erste.,Schritt dazu sein. — Auch bei der Waren aus fuhr wipd im. tschechoslowakischen Staat die Bezahlung ,.der FMura in Franks verlangt, um. auf diese Ärise. etnen'Bo r r a t von Franks int Lands zu fEMeM DEMdiese'' Vorschriften -wird sich die Nachfrage nach Htanks.^ ganz be- >.deutend fbeigern,, was nsieder dM,Wr^'.O:r-,'.Kr.o.mn.-- 8.''Februar . . Noten zum weiteren- Sinken bringen wird. Dadurchworden nicht nur unsere Interessen, sondern, auch die der tschecho-slowakischen Bevölkerung geschädigt wep-, . den, die sowieso die entiverteten Kronen aus alle moK liche Art und Weise loszuwerden trachtet. - Enquete des Wirtschaftsverbandes der Bekleidungsgewerbe und deren Industrien. . Der Wirächastsvei'band der Belleidungsgewtrbe ,untz derrü Industrien in' Wien hat in einer Eingabe dnn Staccksamie für Gewerbe, Industrie und Handel' folgende Bescblitffe der Vyllverstiinnrlmig de8 Verbandes zur Keniitnis gebracht1, Die Lignü - dierung der Webwarenzentrale und der Land.eiv o l t § 6 e £ I e r d. u n a s stelle hat von einer Fachkommisfio» nnker Mitwirkrmg von Vertrauensmännern arrs dem Stande von Gewerbe, Industrie und Handel sofort v e r f-st g t zvwerden. 2. Sämtliche Bestände an Webware», welche. M:- noch . nt zentraler Bewirtschaftung befinden,: iklilfive der Lagerbrständr der Landes-Volksbelleidungsstellen, sind von, obenerwähnter-Fach - Kommission zu überprüfen und nach Entscheidung dieser Fpch- - kommisfion ein erheblicher Teil der Warenbestände hem freie« f/%' Verkehr endlich zirzuterleu. Zur Erörterung dieser Forderungen, welche sertens der Wirtschaftsverbandes nnt der Arbeitslosigkeit in den inr . Verbände Wvertretenen Betrieben begründet wird, bat der Wirtsckastsyerband H, die- Einberufung, einer Enquete angeregt. Diese findet Mo ntag den 10. Fe b nu t ntn 10 Uhr vormittags nu Budgetsaale des Abgeordnetenhauses statt. Den Vorsitz wird der Staatssekretär für Handel,- Dr. Urb a n, führen. , ' Prager Börse. Prag, 7.. Februar. (Tel. der ^Wr. Morgenztg.") Die Prager Börse wurde heute in lebhafter Stimmung eröffnet. Zuyt Schluß stauten einzelne Werte ab. Bankaktien waren nach wie vor begehrt, Jndustrieaktien wurden angeboten. Der Anlagemarkr verkehrte i» fester Stimmung. Die Tschechen sperren die KronengNthade«. - Prag» 7. Febmar. (Tel. der „Wr. Morgeuztg.^ Um da- Emstromen von Noten in das tschecho-slowakische Gebiet zu verhindern, wird durch eine M r n i st e r r a l v. e r o r d n n n g vom heut gen Tage verfügt, daß die Uebertraguilg vyn Kronen-- gurhaben. aus dem Aiislande verboten ist. Alle Privatgeldlorderungen, so heißt es in der Verordnung, auch dieMigen,welchr aus hem - Verkauf - von Wertpapieren außerhalb dev tschecho-- slowakischen Republik entstanden sind, dürfen so lange nicht in das tschecho-slowakische Staatsgebiet übecfilhri. werden, als dw Forderung in Kronen zahlbar ist. Die Verordnung tritt sofort in'Kraft. , Ein Kredit für die Entente. Buenos Aires, 6. Februar. (Havas-Meldungi^ Del Minister des Auswärtigen Unterzeichnete einen Vertrag, wodurch- England, Frankreich und Italien ein Kredit von 2M Million^,' Piaster in Gold zum Ankauf von Getreide eröffnet wird. Ausfuhrbewilligung Amerikas nach den i neutralen Staaten« Washington» 6. Februar. Das Kciegshandelsamt gibt bewnm, daß. eine g e st e i fl e r 11 A u s s u h r w i ch ti g e r Artikel nach Norwegen, Schweden, Dänemark und Holland gestattet wird. Gegen die Wiederausfuhr dieserArtikel von dort r»ach f e r n d l r ch e n L ä n d c r n werden g.r ö ß t «Sich e r h eiten verlangt. Zum AeichsbankauSVeis. Vertt«, 6. Februar. Im Zusammenhang mit de« Anforderungen deS Monatsschlusses ist die gesamte Aapitalsqntagk der dmtschen Reichsbank in der letztm Jännerwoche vöu 36.734'L auf 37.S55'7, das heißt.M- W'6 Millionen Mark,.a tß-i «MR., Ein Teil des Gegenwertes dieser Kceditentnahmen Kieb der Bank in, der Zunahme der fremden Gelder erhalten, die sich um 2W'S aus 13.522'7 Millionen Mark erhöhte«. Die, tatsächlicheneue Inanspruchnahme der Bank stellte sich somit aus 331'3 gegenüber 272'4 Millionen Mark in der letzten Jänner? woche' des Jahres 1918. Die Entwicklung des Bedarfes -ou Zahlungsmitteln gestaltete sich in der Denchtswoche wiedenmr verhältnismäßig günstig. Der Neubedars an Banmo'jm npd Darlehenskaffenscheinen war diesmal nur um eine Kleiuigk r i t, nämlich , um 6'3 Millionen Mark, höher als-vor einem' Jahre. An Banknoten wurden in der vierten Jänitertpoche 254'i aegen 220'1 Millionen Dkark in der letzten Jännerwoche des^ Vorjahres neu verausgabt, so daß sich der gesamte Noteti^.. umlauf am 31. Jänner auf -23.647'6 Millionen Mark erhöht«. Daneben mußten von der Reichsbank an DattehenskaMfchnnm wahrend der Berichtswoche 1,62’3 gegen 19v'4 MilliMn. Mark in ' der entsprechenden Woche des Vorjahres Verfüguilg gestellt werden, so daß sich die Gesäinffmüme der im freien Verkehre befiirdlichen Darlehenskaffenscheme - «>u 31. v. M. ans 10.170'8 Millroneri Mark belief. Der G o'k d- Vorrat zeigt eine weitere Ä b n a h m e nm 1°7 ans 2253-7 Millionen Mark. Der gesainte Darlehrnsbrstand bei deri. Darlehenskassen erfuhr durch Neuausleihungen eine Z n nah.m e . um 238'3 auf 16.158'tz Millionen Mark. Giv Scheckamt i« tschecho-slomakische« Staat. Der Finanzausschuß der Nationalversammlung g e n e h rn \ g t e . den Gesetzentwurf betreffend die Errichtung , eines^ S.-ch « ck? a m t t s. Für die Verzinffmg der Einlagen im Scheckgeschäsc wurden als höchster Satz 2'/., Prozent festgesetzt. Rückgang de» ungarische» Getreideanbaues. Wie . verlautet, wird sich die mit Getreide bebaute Fläche in Ungarn gegen das-Borjahr um 40 P r o z e n t v e r r i n g e r », Ueberall ■ fehlte es an Saatgut und man rechnet damit, wenigstens eine Million Meterzentner,Saatgut ans Amerika oder anderen Staaten i m p o r t i e r e n z»t Niüffeu. Do» den Geteeidemaekte». Vrig.-Ber.) Die MarMge m Deutschland ist durch die Bahnzrrstände soivic durch die AbschmWng - wichtiger Znschnßgebiete recht n »befriedige n d. Dir Freigabe des Handels in S a a t.k a r t o f f e l n b'efindel sich moch m Stadium der B e r b a »« d l u n g e n, in den KrerM des Handels und der Genoffenschaften glaubt man - au eme günstige Erledigung rmd att eine. BesiÜtigiMflsmoalichkeit mit 15. Februar d. I. Die kommende Friedkiiswrr!- schaft »virst bereits ihre Schatten voraus. Da ein Abbau der Preise unzweifelhaft zu erwarten ist» betätigt sich die Spekulation an den T e r m i n d ö r s e ü Amerikas »k» Baiffe. einer-, Hits, we,l sie hierdurch die Lösung, ihrer «ngebenren^Knegtz-, engagrments anstrebt, andererseits, weil sie in dieser Richtung B e r die rl st wittert. Das Ersrenliche an dieser Tatsache in jedenfalls der Umstand, daß eine B e r w o h l f e i l n u g d e r Preise stattfindel. ivodnrch.der Konsmn in die Lage kommen könnte, seinen Bedarf zu erträglichen P r «,»'(.*«jjm decken. Die heimische Marktlage bietet zu Erörtenmtzen wenig Anlaß, in Erwarttmg des morgigen. Hauptmarktes herrschte henft G e s ch L f t s st i l l st a n d. Rohstoffexpoet «m» Grotzdritamrle». Uns' dmi Htt ag wird unS gedrahtet: Im Arsitragr der britischen M»- memng teilte B a l f o u v der HandelÄmmner m LivelPöoi mir.' daß.'dir Freigabe des R o b-sr? ^' exo? v•< i- ÖO. April erfolgen wird.