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Wiener Morgenzeitung · 1919-02-02 · Heft 15 (2.2.1919) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 15 (2.2.1919)
Date
1919-02-02
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr, 15 Wien, Sonntag Wiener MorgenzeitttnA Wort« zur Weltgerichtsschauerlichkeit des .letzten Satzes. Feierliche Fanfaren des Trostes und der Erfüllung eröffnen den lichten Ausblick, mit dem das zur höchsten Kläckgivirkmig-.'- gesteigerte- Werk , in' musikalischer- und WWophischvk Abrstn'dung seinen Ausgang. findet. '•I '' Die Aüsführendsu 'an der wie immer mit. Emp- Hinglichkeit' und ' innerer Bewegung aufgenonimenen Schöpfung.Wählers.ließen sich willig von Walters freudiger Hingabe zur Anspannung ihrer Lestech Kräfte Verleiten. DEr -Wiener Konzertverein und die junge Hraharienv^remigung waren daS.-. klingende Material, aus-dem..sich Kid Shmphonie aufbaute, sübetglästzt hon den' Makellosen Grimmen Hermine Kn tst.e l s. .und Gex-- triide. Foerstelö, die .mich diesmal die vertrauten DoIs-fangen.. Dank und Begeisterungzeigten, wie sehr Unsere' 'Zeit der lÄnregungPu - und Erfülbmgsn bedarf, ^ie-'durch--MsÄufsühruttgen,sölchLr Werke"vom.Könzertsäal ihren ^AuSgatzg Nehmen. .".-Hr. Konrad M a ri l.. v' ' Annie Rosnr -gibt-ihren Rezitationsabend am Diesisläg den i. -Februar, pünktlich 6 Uhr-abends, -imkleinen MusiksteremSstinle. Das -Programm bringt unter, anderem die freie Rej^tattöttdes 23. Gesanges der Ilias lowie'das Hohelied Salomos üM8en 21-i PWn Davids.' - - - : L x"Schone Zirdifche GeschenWircher find in großer An-' zahl in'der'Buchhandlung'AL ö w i'.t, Wien/ I. Rotenturm- Matzd'Mvorrätig : I r. s k o r., .Win Buch. des. Gedenkens an aefallche'' Arbeiterl und Wächter im Lande Jftacl. .Mü' einem Grleitttiört von' Martin Buber. Geb. K 1,4.30. — S. I. Agnon. Ärwchdäs 'Kmrnnls wird gerade." MMlMg. Geb. 'K 9.90. —„ MM de l'e - Moch e r'S's o t i m? „Fischke der Kmmme>" Einlltoman. Deutsch von A..Eliasberg. Brosch. L-8.80. geb. » 11,.—7...--G r pr tz.-. Volkstümliche Geschichte'der Juden. 3Bde. Geb.'-L"40.' (Nür noch wenige Exemplare vorhanden.) — Martin B n b'e r: Die jüdische Bewegung. Brosch. L 8:80, geb. K l&äO. Morris N'ö s'e n f e l d. Lieber des Ghetto. - Illustriert -von Menr- Prachtbld..^ -B.,v, Münch haus en. Juda. Illustriert von Lilren. Elegänr geb. K 17.60. — I. Ll P e r'e z. Chassidische Geschichten.' Deutsch voll Ai Eliqsbeüg. Gut geb. K I5i—. -r- DrnkMrdigkeite'n des G l ü ck el-v'v N Hä m e l n. Aus dem Jüdischdeutfchrn - übersetzt-- und mit' Erläuterungen versehen von Dr. A. Frilchenfeld. Schön geb. >5. 19.30. — Stefan Z w e i g. Jeremias. Eine dramatische-Dichtung in neun Bildern. Brosch. L 9.80, ged. k 15.40. ' ' >' MöHenMÄ überworgen sind sämtlicheTheaSer .- T. v . ■■ ,;v; geschloffen. ■ ' Sport-- uftd öeselligkeitsverein „KADIMAH“. Einladung: am der Sonntag den 2, Februar 1919, um 3 Uhr nachm,, in den Reichshallen, I. Dorotheergasse Nr. 6—8, ätattfindenden 'r PKLTlTIfiRElWRfiDEMIE Viitw-irkende: Josma Lettm und Dr. RalpKBenatzky, Luise ■fhlrsch. Grete Dierkes, Vally Fleischmann. Gisela W^r- Bezirk, Max Willens, Willi Skolnik Josef Fleischmann, Armin Berg, Siegfried Adler. bi 20 Prozent dps P.emcrträgmiases flieasen den Pogromop'fem zu. Nachrichten. - Dis dentschösterreichifche Frage. Nach Mitteilungen, die in den hiesigen diplomatischen Kreisen über den Verlauf der Beratungen der Friedenskonferenz in dieser Woche eingelausen sind, hat man sich in Paris fast im jedem Tag mit der Frage derzukünfttgen Gestaltung der deutschen Gebiete Oesterreichs befaßt. Der Anschluß Deutschösterreichs an' Deutschland stand im Vordergrund der Beratungen und es war insbesondere Frankr e,ich, das geradezu fanatisch gegen den An s chlnß Stellung nahm. Die französischen Diplomaten betonen, daß es durchaus nicht die Versprechungen LndieTschechenseien, die ihr Verhalten bestimmen, sondern vielmehr die Rücksicht auf- Frankreich selbst das ' dmch den Z usammenschluß Deutschlands und Deutschösterreichs in der Fukünst strategisch -durch einen großen deutschen mitteleuropäischen Block bedroht sei. Demgegenüber zeigenMe - E n g l a n d e r ein ausgesprochenes D e si'u-t e^-e f f e m e n t an der ganzen Frage, während die amerikanische Großindustrie sich nur für Wien ittteröWert -und die zuküirstigen Handelsbeziehungen ZU'dieser'MM sichern will. Diese' Kreise arbeiten daraushilp Daß - die. Entscheidung über das Schicksal DeutschösterreichZ in der allerkürzesten Feit, jedenfalls aber u n m 111 e l b a.r n ach d e w W a h l e n in die deutfchösterreichische Konstituante,gefällt werden muß. , Die Tschechen haben durchaus nicht die gute Position^ wie man das sonst anüimmt.- Die Friedenskonferenz ist durch eine amerikanische Studienkymmission, die in den letzten'Tagen Deutschböhmen UNd bas Südetenland bereiste, im Besitz eines genauen Materials' über die Siedlungsverhältnisse in diesen Gebieten'gelangt, und.es ist nicht so ausgemacht, daß die Entente - das französische Versprechen an die Tschechen voll und ganz einlösen wird. Vollkomnnn elitschredrn ist -die Frage Preßburgs, das dem tschecho° slowakischen Staate einverleibt werden wird. Das nordostmährische Kohlenbecken wünschen die Engländer m t s chech-i s ch e m B e s i tz. wie sie-denn überhaupt g-e g e n -d te P o l e it' eingcnoinm'en sind, an deren staatenblldrnde Kraft sie nicht glauben. Alle Argumente bezüglich strategischer Sicherungen spielen aber keine Rolle, weil die Friedenskonferenz sich darauf geeinigt hat, in. der Zukunft bei der Bildung neuer Staaten militärisch-polittsche Gesichtspunkte überhaupt nicht mehr anzuerkennen. Oje Kriegserklämms der Mrraine au Rußland. , Wie uns die u k r a i n i-s ch-e -G e s.a n d ts ch a f t; m Wien mitteilt, beruht die,-Nachricht von der Krt'egs er kl.ärun.g d er Uck r aine an Großrützlnnd und Polen ,auf Wahres it. - ' " Unruhen in Glasgow. Berlin, 1. Februar. Der Lokalanzeiger meldet aus Rotterdam: Wie aus London gemeldet wird, fanden gestern in Glasgow a.u f r ü h r e r i s ch e S t r a ß e n k u n d g e b u n g e n statt, wobei viele Personen verwundet und verhaftet wurden. Glasgow, 31. Jänner. fReuter-Meldung.) Die Polizei machte gestern abends noch mehrere Borstöße mit Knüppeln, um die vor dem Rathaus ängesammelte Menge zu zerstreuen. Es wurde mit Steinen geworfen und die Fenster der Häuser in den Hauptsttaßen wurden zertrümmert. Später trat eine Besserung - der Lage ein. ' . Die Vereinigung der Maschinisten des Londoner Distrikts hat in einer gestern abends abgchaltenen Versammlung beschlossen, die Arbeit am 6. Februar niederzulegen und nicht wieder auszunehmen, bevor die 40stündige Arbeitswoche bewilligt ist.. Die Banke« i« Konstantinopel von England übernommen. Konstantinopel, 31. Jänner. (Reuter-Meldung.) Die Engländer haben die gesamten Banken feindlicher Zugehörigkeit bis zum Friedensschluss, übernommen» Es wird erwartet, daß die Franzosen und Italiener aufgesordert werden, an der Kontrolle teilzunehmen. Die Truppen in der asiatischen Türkei. Paris, 31. Jänner. (Meldung der Telegraphen- Kompagnie.) Buün teilt im Mattn E, daß der interalliierte Kriegsrat die Zahl der Tßlppen. festgesetzt habe, die in der a s i a t i s ch e n T ü r k e i verbleiben sollen. Oesterreichisch-ungarische Bank. Wien, 1. Februar. In der morgigerr Genecalverfannnlung der O e st e r r e i ch i s ch * u n g a r i s ch e n. Bank werden, wie verl-autet, die Neuwahlen im Generalrate vorgenommen, und zwar gelangen drei' deutschösterreichische und vier ungarische Mandate zur Besetzung. Zur Neuwahl sollen vorgeschla^en werden: Von Deutschösterreichern Nationalrat Kruft, für die Industriellen Dr. Richard Faber und Eduard v. Med i n g e r. Von den Ungarn sind unter anderem in Aussicht genommen: Generaldirektor Veit der Staatseisenbahngesellschaft in Budapest und Höfrat E l i s ch e r. Die Neuwahlen werfen die Frage auf, wie nach dem Wortlaute der Statuten die Bestätigung vorzunehmen sei. Die Bestätigung war früher dem Monarchen Vorbehalten. Voraussichtlich wird dieses VorbehaltüngsrechL in der Weise ausgeübt werden, daß eine Verbindung mit den in Betracht kommenden Nationalstaaten gesucht werden wird. , Völlige AustoUung der Türkei. Rotterdam» 1. Februar. Die Times meldet, daß die engliscke RegierurrZ einer A-tfnrhrke der Tür k er in den Völkerbund nicht zustimmen wird, sondern an der Absicht, die Türkei völlig aufzuteilen, fefthLLt. Zum Fall Sviha. Prag, 1. Februar. (Telegramm der. „Wiener MorgenzeiLung".) Das Abendblatt der Heste Slovo -schreibt unter anderem: Dr. Sviha hatte Beziehungen zum Thronfolger Franz Ferdinand. Der Thronfolger hatte' starke Antipathien gegen die Magyaren, Alldeutschen und Juden. Er suchte eine Annäherung zur nationalsozialen Partei. Als Dr. Sviha zum Thronjvlger in Beziehungen trat, wurde gefordert, die Rolle der Tschechen in der inneren Politikschriftlich, zu fixieren. Als die Arbeit fertig war, übergab sie Doktor Sviha dem Thronfolgers Die Arbeit war sehr umfangreich und dürfte sich in der Hinterlassenschaft des Thronfolgers finden. Diese Arbeit wurde Dr. Sviha zum Verhängnis. Als er sie Überreichte/ wurde er zum Prager Polizeipräsidenien vorgeladen, der ihm einen geschlossenen Brief überreichte. Als er' den Umschlag öffnete, fand er 10.000 Kronen vor. Dr. Sviha beging den Fehler, das Geld zu nehmen. Die Beziehungen Svihas zum Thronfolger hörten etwa zwei Jahre vor dem Kriege vollständig auf. Dr. Sviha stand weder im Dienste der Polizei, noch sim Dienste, der Negierung. Er arbeitete nur an der Föderalisierung Oesterreichs. Sein Verschulden trägt also nur politischen Charakter. Für die Politik ist er tot. Aber im bürgerlichen Leben liegt keine Ursache vor, ihn als einen Verbrecher zu verfolgen. Schwedische und dänische Truppen im Baitilmm. Berlin, 1. Februar. (Meldung der Tel'graphen- Kompagnie.) Wie der LoLalanzerger hört, ist in Libnn die Landung einer grösseren schwedisch-dänischen Truppenmacht erfolgt, die bereit ist, gemeinsam mit deutschen Freiwilligen-Regimentern den Vormarsch gegen die in Baltikum stehenden Bolschewiken anf- Zanehmen.^ Sport. Die EishoLey-MeifterschaftHspLele. Hm:e Uunmt die Meisterschaft, die mn letzten Soimtag so vmvecsprechend begonnen hat, mit zwei Spielen-ihren Fortaang. Um halb 2 Uhr nachm.ttag? fpirU der Wrene r E i s- [ a u f v,e r e t,n_auf fc-inom eroen-m Platz gegen die B i'e n n a. Die ^Megferurünrischast tn den DöbünZeru einen harten 2. Kbmar 1919 ' . v .....- ,v_-.......... ....■ Gegner.finden, an dessen Sieg ,ovar nicht %it glanbm ist, de/ aber - nicht unterschäm werden darf. Schndsr'iÄLev Weinbech. . j Das zMte 'Spiel'— Co-t rage EM. gegen Lehre« s p ij r t. v e r e i n i g u n g — sinder schon um hol!» -8--M früh aus dem Platz des Wiener ErslanftiermrsIM Man darf hiej.. mir einem. Sieg der C'öLtage-TrnLr '-rechnen. Echiedörichter Kary^". EisÄunsL!crrrs>Der-anstkltrrng «ruf dem D-oietplaK ErrgelMKn«. Heute wird.-.-re heurige Krmftlauffmson mit eiM L>eranstärtunm aus dem Svortpiatz Eugelmann (XVr.,'Mrg^' straße) 'offiziell begonnen. Tcotzderrr allc Gcnanrrtru noch wenr; tz>e!egenheir -mn Training hatten, ist doch -mit gm em Sport $ rechnen. 'Die Pflichtübungen' beginnen - um ö Uhr früh, Kiw . mu halb'2 Uhr nachmittags. '. SchnitzLliÄgh in HütteLdsrst Henre tommt h't Huurfi' darf itm 10 Uhr vormittags eine vom W. A. F. veranstaltet! Schnitzeljagd zur Austragung. Mit Nücksicht aus dir bohr Schnees., läge wird es den „Hunden" schwer sein, drn„Nichiea"M folgen^ - insbesondere auch deshalb, weil' die von den „Füchsen" ansg^- strenten Papierschnitzel raum zu sehen sein werden. ' |^; , Cefter Wiener: Jüdischer TrEttveneirr nMaLlrübi"^, (iX., Liechtensteütstraße- 20.) Wochenprogramm vorn 2^ Inl 8. Februar: S o n n t a g, vormittags 10: Zoglingstnrüeri! Voll—12: Herrenturnen, nachmittags ^3—4 : Damenturnen' 6: Gesellige Znsammmkunst: Dienstag abends %7: Heirw abend; Mittwoch abends ‘/a? : Besuch deL. Vortrages Obe?: rabbiner Dr, Chajes „Jüdische Er.ziehnngsprobleme"; Don n e.rH :'t ä g. abends : Hrvräischkurs; F r e i t a g abends 7 : Hemiabrnd;. S a m S t a g abends : Voxtmnersctzrmg, 7: HebrU ischkurs. , , . Der VolksWirL. : . Wöchenscha«.- . •/".a Während der abgslaufLnen Woche ist- .L»LL ' Weejf' unf<;ver Kwne bet tß. ch 11 i ch weiter ge funke rr. tvaöj. ' mden.-Kursnotiztz^'-. .Deutschlands rnch der -neutralen Sioatch:' zum Ausdruck kam. Es dürste nicht -lang« dauern, und'die Krone wird nur mehr ein.BisrteD ihres Wertes haben, den sie vor Kriegsausbruch besaßl Die dringende Frage des Augenblicks und der Zükrmst ist nun:, wie schafft man in bitz1'en:..-b'-L's-«i!cllaten Verhältnissen Abhilfe? Denn.die aw, dauernde Entwertung unserer Valuta bedeutet erm> stetige Verteuerung der Lebensführung und muß, wen» ihr nicht bald energisch gesteuert werden kann, uni vermeidlich zürn S t a a t s b a n ke r co t t führen. Vor' allem muß unsere Finanzwirtschaft, soweit die Noten»' Zirkulation in Frage kommt, von'Grund aus' saniert werden. Für die 35,5 Milliarden, die sich seit 1. Jänner d. I. im Umlauf befinden — und totrj wissen im Augenblick nicht, um wieviel sie inzwischen gewachsen sind — ist eine ausgiebige Deck u-n g’ erforderlich. Das Unglück .unserer Wirtschastsverhält^ nisse ist zum größten Teil auf diese unselige Papier Zirkulation zurückzuführen, die unseren §krehit ich Ausland gänzlich ruiniert, unsere Währung HM: wertet hat. Freilich, wir stehen vor unsäglrckM Schwierigkeiten. Man hofft, daß durch die Aü^ Hebung der B l o ck a d e, die ja früher oder 'später et-' folgen muß, unsere Grenzen wieder^für den Export geöffnet werden. Durch den Export müßte sich ünsero Valuta wieder bessern. Aber die Frage ist: werde^ wir überhaupt e x p o r t i e r e n k ö n n e n? Wird unser Jnlandbebarf nach dem Darben von 4Vs Krirgsjahren nicht so übertvältigend groß sein, daß wir nur für. den eigenen Verbrauch produzieren können? Und inte werden wir angesichts der enorm gewachsenen Gestehungskosten ,angesichts der AbsPerrungsmaßnähmLn ■ der EntentestaaLen, besonders Englands, auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig auftreten können?; Aber noch eines tut not, ehe an eine 'auch .rrür halbwegs geregelte Wiederaufnahme geordneter Wirt» schaftsverhältnisse zu denken ist: die Regulierungs der Valuta in den Nationalstaaten. Unsere Nachbarn haben bis jetzt nur-herumexperimentiert imfrj damit wenig Glück gehabt. Die Abstempelung der! Kwnermoten in I u g o s la Wien und die Schaffung! der Relation 100:40 hat dort keine Besserung^ wyhk aber Wirrnis, Enttäuschung und einen Sturz der Wertd'' hervorgerufen. In der Tschecho - Slowakei ist durch di« Ungewißheit der, Währungssituation, durch! die Ungewißheit des Schicksals der Kriegsanleihen, geradezu Panikstimmung entstanden; Angstkäufe haben stattgesunden, mvi um die entwerteten Kronennoien um jeden Prieis los zu sch lagen. Was die Währungsverhältnizfe Polens anlangt, so liegen sie noch gänzlich im Dunkeln und nur eines steht fest: daß Polen auch darin ein Kompromiß mit uns und Deutschland verivirst, von den westlichen Nachbarn fort-, und der Entente zustrebt. Aber alle diese neuen!.' Staatengebilde werden sich dazu bequemen müssen,, diese! Lebensfragen auf sriedlich-schiedlichem Wege mit unsf in Ordnung zu bringen, wollen sie sich nicht mutwillig ins eigene Fleisch schneiden. Die wichtigsten- Fragen betreffen: 1. die Teilung der Staatsschulden, 2. die Regelung der Kriegsanleihen und 3 die Re g u l ie r u n g d e r V a tu ta Dü Sta ats-, schulden werden, trotz aller gegenteiligen Bestrebungen,! entsprechend der Größe und Zahlkrast des Landes! aliquot auszuteilen sein. Hierbei will man sich auf', ähnliche Beispiele in der Wirtschaftsgeschichte und bei. Friedensschlüssen der Vergangenheit stützen — gleichartige - gibt es nicht. Die K r i e g s a n l e i h e n der früheren Monarchie sind infolge einer Reihe tschechischer' Verbote auch in den.' uruen Staat vrg entwertet worden, f Diese Verbote und der Schleichhandel mit ihnen Wenes glücklich zn.»oege gebracht, daßman sie auch >Ht- Tfchechien um 50 Prozent an den Mann zu bringen bemüht ist. Bei uns ist nunruehv ihr Wert mit worden. Dir tärste osterrrichischr'.

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