Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- Heft 12 (30.1.1919)
- Date
- 1919-01-30
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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"Nr. 12. Wien, Dürmerslag Wiener MorgenzeiLnng Der^ BÄlkSWirt. Die SchuldsK -p» JL 16 * **> u>$& Ä -Die .i$ta' SLKrrtsm'rLvf^ir Fi«n«zeri 'etege»'' ssetzts. KommisftLlr zr;r VorbMiLMg der ftnarr-' grellen FrredGKS^LgeLegSKhelten.hat, wie mit*!Geteilt wird, den Bericht über die Verbindlich- ■ >lreiten der beiden ,0t avstesi O e fterreich 'nntf A it g av n ^ertrZgeftsN. Die Gesnmtvsr- -bindLichkeitsn der beiden Staaten bis 31. Oktober 1918\ (das ist;' der van den neuen iNationaLstaaten vorlänfig angenommene Termin der Anflösrmg der Monarchie) belaufen Ich für O e ft e r r eich auf 84-097 Milli- '.o nen nnÄ für An ga r n ans 42.891 Mil li- .open. Hiervon entfallen ans d!e Kriegsschulden Oesterreichs 67.953 Millionen, auf -diejenige» Ungarns.83.991 MiMorre«,. jNene Verfügungen bezüglich Luxus- und -;</. '^.Textilwaren,- Y . Mien, 29. Jänner. Das S taats amt für .Kr i e g su n d U e?6.e.r'g an'g s w.i r L.sch.a'f i cerlautbart eine Vollzugsanweisung, welche sich auf die Verarbeitung' von Waren msoferire bezieht, als gewisse Luxuswaren nur ' mit ' ausdrücklicher Genehmigung des, Staatsamtes für'Kriegs- und Uebergangswivtschaft erzeugt werden dürfen und es wurden weiters Bestimmungen getroffen,' daß sämtliche Textilwaren, bevor sie in den freien Handel gelangen, der - Kompetenzstelle für Volksbekleidung. in Wien angeböten-.werden . müssen und erst in i den Vermehr - bracht werden dürfen, w'enn das Angebot -von diöser .Stelle binnen 14 Tagen nicht zurückgewiesen wird. ■ Emission neuer Schatzaurveisungeu. Vinnen kurzem dürste ' die Durchführung der ''bereits besprochenen Kred'i top eration des >.Staatsamtes der Finanzen erfolgen. Von den zwei Milliarden Kreditennachtigüng^ die die deutschösterreichische Nationalversammlung dem Staatssekretär 'erteilt hat. ist über, ungefähr 1400 Millionen noch nicht verfügt worden. Die Absicht scheintzu bestehen, für 500 M i l l i n n cn k u r 3 f t i ft i ge Scha tzan wer s ungen zu einem niedrigen Zinsfuß zu Mittierib. Weitere Emissionen dürsten folgen. ArbeitszWKug-iu Deutschland^? ' Verlin, 29.' Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Don -denmäßgebenden^SMen'''mkd^W)'/'SMffuttg" eines Gesetzes, das den ArbeitsLwang durch- .führen soll, ernftIi ch erro0gem * / Wie erinnerlich, wurde vor kirrzern gemeldet, daß . 'das .Reichsamt für die wirtschaftliche Demobilmachung eine. wichtige Äenderung der.,/ Verordnung. über die G'r wer.bsl 0 f e n ff u r ff 0 r g e. herausbrachte. Ihr Zweck ist»' d.em deutschen Wirtschaftsleben die unbedingt erforderlichen Arbeitskräfte znzusiihren und gewiss ermaßen' einen Zw ang auf die Arbeitslosen, öle. Arheit^ erhalten können und ihre Annahme verweigern) auszuüben. Die Erwerbslosen sollen nur für die Dauer, vokvier Wo ch en Unterstützung erhaltew'challs sie nicht Nachweisen Können, daß sie sich vergeblich ' um Arbeit bemühten. Besonders der .! K 0 h l e n b e t chb a u hat unter der Ardritsvorhanden. Dnttschland selbst Hut g'r 0 sie n B c d a r f, arrsrerhent lassen sich auch Heu!? nach e r h c b l i di e M tnßt n nach den neutralen Lände r n ■ überführen. . DaS schlimmste an der ganzen Lage heute ist, daß die A r b e i t e r, welche noch tätig sind, in den Leistungen immermehr znrttckgehrn. Durch 'die Einführung der Achlstundrnschicht, die fortwährenden Lohnerhöhungen und das starke Zurückgchen der Leistungen d,r Arbeiter werden Selbstkosten erzeug!) welche für das ganze Wirtschaftsleben den N «i n b e d e u t e n. Jeder übersieht, daß dieser Instand nickt' lange andauern kann und in 'der Befürchtung der baldigen Katastrophe, beschränkt er seine Bestellungen auf das Notwendigste. ' Infolgedessen geben dre Industrien Aufträge für Erneuerung der Betriebsanlagen, die für Hunderte Millionen bereit lagen, nicht heraus, und es tritt der unangenehme Zustand ein, daß die Industrie sich selbst an der Versorgung derselben mit Aufträgen nicht beteiligt und als weitere Folge, daß die .Maschinenfabriken und Konstruktionswerkstätten Not leiden ruid 'nicht wissen, wie sie die Arbeiter beschäftigen sollen. Wie man in GnglünÄ während des 5?risges lebte. Der Daily Telegraph veröffentlicht eine Liste der prozentuellen Steigerungen der Lebensmittelpreise in England während des Krieges. Obzwar es sich durchschnittlich um.Steigerungen von 106, beziehungsweise 130 Prozent handelt, sind diese, verglichen mit den unsrigen, ganz unverhältnismäßig niedrig. Nur Eier, Zucker und Gefrierfleisch weisen eine wesentliche Preiserhöhung auf, letzteres wohl nur infolge der Verteuerung durch die höheren Schiffsfrachten, die eine Folge des Tonnagemangels und der durch die U-Boote heroorgerufeney Unsicherheit wären. ProzenMelle Steigerung bis 1. Jänner 1918 bis 1.Jänner 1919 Rindfleisch (britisch) ... . . . 81 Prozent 192 Prozent „ (U Qualität) . . . .101 „ 126 ’M V (Gefrierfleisch). . . . 137 „ 296 . „ Hammelfleisch (britisch) .... . - 77 „ 102 w-; > (l Qualität) . . 92 „. 196 „ - (Gefrierfleisch) . .162 „ ,; 217 , „ Speck'. ... . 189 „ 141 „ . Nsche. 196 „ 166 Weizenmehl....... . . 52 52 Brot »»,.,.»«»»», 54 ,, 53 / 0 Tee ............ .*98- M ' 73 „ Zucker. .189 241, w Milch ............ 99 „ 154 Butter (frisch). ..103 „ 107 n (gesalzen) •«...*» 105 „ Ho n Käse . ..91 „ 130 „ Margarine^. ,. . . . ... . . 66 w 69 „ Ewr (frisch). ........ .242 * ' 347 „ Kartoffel, »»...«.» . » ST „ o7 v Durchschnitt der obigen . . . . 156 „ 130 „ GsvlMtts englische Einfuhrverbote und SchntzzZKe. ,Bevn, 28^ Jänner. Aus-London wird gemeldet,: Das dem englischen Ministerium füc dm'W i e d e r a n f b a u des W i r t s ch a f t s l e b e n s augeglicderte Konntee für M as ch i n e n i n d ü st r i e pervssenchcht V o r s ch l ä g e für den. Schutz -der im Kriege neu, eutstandeNen Industriezweige. Die,^ Vorschläge umfassen g ä n z l i ch e E rn such r v e r b o t e, S ch u tz- >z v Xl e, S t a a r S's u-b s r d i en und die A ü f h e b u n g d e r'K r-irg s/tz e w i n n-st e u e r. Sie sind zum großen Teil ein Dürsburg/ worin es heißt, die immer' bedrohlicher .wachsende Arbeitslosigkeit habe ihren Grund nicht im Mangel an Arbeitsgelegenheit, sondern hauptsächlich imni d n g e luden Arbeitswillen. T.otz eifrigster Tätigkeit der Unternchnrer und Werbebureaus könnten die allein im Kohlenbergbau und Hüttenwesen erforderlichen 200.000" bis "240.000 Mann nicht aufgetrieben werden, In dem Gutachten heißt es Zweiter:. . Wir leben also jetzt in einem Za'i'Mldo, wo auf der eium Seite 200.000 Leute fehlen und aus der anderen .Seite in den Großstädten Arbeitslosigkeit vorhanden ist. Wenn den Zechen und der Sä'wer'ndnstrie die fehlenden Arbeiter zugesührt werden^ konnte die Kohlenförderung erheblich gesteigert und die Produktton der Eiftywerke, .welche znrzett kaum mehr als 30 bis 4 0-P r o z e n t der LeistnnaSfähigkeit beträgt, erhöht werden. Halb- und Fertigfabrikate, welche alsdann mehr zur Walzung kdmnien» würden befenckteud ans die weiterverarbeltende Jndllstrie rinwn'ken und auch dieser die Möglichkeit^ geben, mehr Arbeiter einzustellen. Absatz für diese vergrößerte Erzeugung ist zurzeit m für die «i Q^genzelf^iig. Verlanget sie üv allen Gast- und Gaf^h&usem,, q n d; . v e l dck i.r l f ch7s'r M a g n e r ö s... durch fünf Jahre nur gegen besondere Lizenz gestattet und' dre,' Einfuhr von wo immer mit S ch utz zoll belegt sein. Für G l a s l a m v e n, für e l e k t r r s ch e s Bog e n l i ch't,- die früher ausschließlich aus Oesterreich und Deutschland kamen, wird S ch u tz verlangt, ebenso für S ch a l t a p p a r a t e für elckirische Hochsvannung, die'frliher meistens von Deutschland und Amerika geliefert wurde». Die ^Einfuhr Wissenschaft H ch e r A p p a rate soll durch zehn Jahre nur .gegen besondere Lizenz gestattet sein. Ge g e n D e.u t sch Ion du u d d i-e Sch w e i z in erster Linie, in zweiter Linie gegen Oesterreich, Frankreich und Amerika richten sich Vorschläge bezüglich S t i ck m ä s ch i-n e n und übevhaupt Maschinen für W i r k wäreSpitzen, Handschuhe nsw. Verlangt wird ein gänzliches Einfuhrverbot,, soweit die Maschinen genügeud im Inland erzcugd werden können, auf f ü n f I a h r e; weiters für die anderen Maschinen stcu.. .... .... ..... .—.., .. sorderungen der Weber, von Bändern, Schnüren und' anderen schmalen Bandwaren sollten auch im Interesse der Maschinen- 'nduftrie bewilligt werden. Für' A n t o'm o b i! ewird Schutzzoll für drei Jahre verlangt. , v Deutsche Dank. Gwinner deMsionieet, . , 29., Jänner. Der Direktor der Deutschen Bank, v, G w i n n e r,' scheidet mit. dem 31. März l. I. aus der Direktion der Deutschen Bank aus. Seine Zuwahl tii den Anssichtsrat des JnstiüttZ ist beabsichtigt. Börse für lemdwirtschastliche Produkte? Wien» 29. Jänner. (Orig.-Ber.) Die dringende Nachfrage, die seit Wochen den Markt beherrscht, trat auch an der heutigell Mitttvochbörse kräftig hervor. Für sedeS, insbesondere als V i e h f u t t e t geeignete Produkt machte sich ft ä r k st e. r Begehr geltend, doch konnte dieser, angesichts des empsindlichen Warenmangels nur züm kleinsten Teil gedeckt werden. Freundliche Kanfstimmung machte sich auch für S Ü m e r e i e, n gellend, die zu hohen Preise», allerdings in geringfügigen Mcngerr, Ausnahme fanden. Eine ümsrage bei Provinzbesucke'rn eryab, datz der Fclderstand zufolge der dichten, weitreichenden Schueefälle eine einhellig g ü n'st i g e Beurteilung findet. Die Möglichkeit bei den Getreidezuzü^en, deren wir zu unserer Der- ' sorgung bedürfen, Beschäftigung und Verdienst sindm zu können, beschäftigt alle Gemüter. Seitens des Handels. wie auch zum größten Teil seitens der landwirtschaftlichen Vertreter wird immer wieder die Notwendigkeit der Hera nziehnngdes legitimenHandelS hervyrgehobni. Das Fazit all dieser Bestrebungen ist, trotz aller'ungünstigen Erfahrungen, die man mit diesen Jnstittittonen während der Knegszeit gemacht hat, die Gründung, einer u.e u e u Zentrale, welche Io lange bestehen soll, bis die Zeitverhältnisse die Betätigung des freien Handels gestatten. Kohlen und Petrslerrm für die Ukraine. Kiew.28.Jänner.(Ukrainische-Preßbureau.) Wie No b itnytscha Gazeta berichtet, hat dasKrewerHandelsministerium in Dmtschland eine Million Pud Steinkohlen gekauft und verhandelt gegenwärtig über die vertragsmäßige Lieferung von drei 30. Jänner 1919 Seite 7 --:----—— -\ Millionen Pnd Kohlen monatlich.. Aus dem ostgalizischen Pe^ troleurngebiet wird über PodwolocziSka täglich ein Zug Petrolemq für die Versorgung der Ukraine bezogen. Auch der Bezug voq Petroleum, aus Baku über daS Schwarze Vkeec ist in volle« . Gange. Auf Grund des zwischen der Ukraine und der Don-Kepnblii erneuerten Berlrages verpflichtet sich diese, im Austausch^geM' Lebensmittel Kohlen aus den zrir Don-Republik gehörigen Teile« dr^ Donetz-Beckens zu liefern. .» BerfchlechterNng der ValMerrpreise. Nach einer.ungefähr zwei Wochen andauernden Stabilität der Krottennotierungen im Ausland ist es zu einem neuerliche» Sinkendes Kurses f ü r Ä r o n e n gekommen. In B e r'l i n hatte der KronenkurZ mit der Nottz von 5^8.20 brS vor wenigen Tagen fernen tiefsten Stand erreicht. Nunmehr ist eine w e i t e r e V e r b i l lj i g n n g aus 52.20 eingetreten, so daß wir uns dem Verhältnis 1:2 in der Relation zwischen Krone und Mark bedenllich nähern. Dabei ist hervorznheben, da« die Markvaluta in den neutralen Staaten keineswegs gestreyen, sondern sich dort auch weiter verbilligt hat. Bei uns jedoch verteuerte sie sich auf 191.25. WaZ die S ch w e i r e rj Valuta betrifft, so ist,sie auf 328.50 gestiegen; in Zürich notier^ die Krone 30.60, vor einigeit Tagen, war der Kurs sogar mrter 30 gesunken. Ebenso haben sich die "Devisen Amsterdam (auf 652.—), Bukarest (auf 183.—-), Stockholm (ans 461.75) und, Christiania (auf 440.75)- erhöht. Die Gründe für diese neuerliche Verschlechterung sind die Anfrechicrhaltrmg der Blockade, die Unmöglichkeit des Expörts, der Notenumlaus von 35V« MilliardnV die Emission neuer? Papiergeldes und die gänzliche Zerrüttung unserer rnneren Verhältnisse.. Auch die riesige Paprergeldzrrkulation , in Deutschland trägt mit Schuld. Die weitere Entwertung unserer!, Valuta wird sich in der nächsten Zeit auch anläßlich der Entente«. Lcbensmittclimporte empfindlich fühlbar machen. Die Kronerrrroten m den serbischen GeAeLe«., . Budapest, 29, Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenztg/H- WiÄ ich erfahre, stellte der Neusatzer Finanzkommissär den Antrag, dies Abstempelung, der 200-, 25- und.der neuen 20-Kronennötrn m den s e r b i scheu Gell i e t e n zu erlauben. 'Angarrr führt Holz nach BShwev aus.' , Budapest» 29. Jänner. (Tel. der „Wr. Morgenztg.") Die Bereinigung der gb e r u n g a r i s chen Holzprodu z ent t v steht in Unterhandlungen mit der t s ch e ch o - s l o w a k i scheu R «- g i e r u n g, wtt 'EingriffeinHre-Betriebe hintanzuhalten. Dar geschlagene Holz soll nach Böhmen exportiert werden. \ -; .V.eravßerrttrg des Erzberges.^ Gväz»' .29. Jänner» (Tel. der ,,Wr, Morgenztg.^ Die Landesversammlung hat in ihrer gestrlgen Sryung beschloffen, daß das . Kronen-Hideikommißgut. .Eis en rrz-R-a dmer mr»Staatswege so rasch ww ,möglich zu veräußern sei, und. zwar . zugunsten des Landes Steiermark für den Betrag von 2,886.886 Kronen. .Diese Entschädigung soll,, eventuell in österreichische Kriegsanleihe beglichen werden. Die deutsche Siuksmmeufteuer. Berlin»,29. Jänner. Wie die Blatter aus W e i m a'r melden, hat dort gestem.emr Konferenz der Fiuanzminister sämtlicher deutscher Staaten begonnen, die sich mit der E in? o'm m en ste u er beschäftigt. Wie die Weimarer Landeszeitung erfährt, wird ein süddeutscher und wahrscheinlich auch em sächsischer 'Antrag ringebracht werden, die Einkommensteuer den einzelnen Staaten zu. ■ überlassen. Dafür solle die. Vermögenssteuer, dem Reiche über-' lassen, werden. , ' ' ■. *. ' ” '; Das neue Handels ach lesmmen zwischen Amerttro und der Schweiz. Aus B e r n wrrd - gemeldet:- -Das-, neue amerikanffch-schweizerische Handelsabkommen '.ist nach einer Mitteilung der sckweizerffchen Gesandtschaft in Waihingtorl' zum Abschluß gelängt. Gemäß den Bestimmungen des Abkommens wird Arnerrka 'fürdieMenode vom 1. Jänner bis .30. Schtember : 1919-' für, 360.000 Tonnen * B t-01 ß «11 ci d e,:.^ 112.000 Tonnen H ä ff e r, 137.000 Tonnen M a i s, 96.000'- . Tonnen Z u che r und 8000 Tonnen S p e s ff eff e t t e AnssirhrbcwilligunM erteilen. Zur Sicherstellung' der Zufuhren wird der Schweiz einMortatstonnaaekontingent von 70.000 Tonneugarantiert. Sobald es die Verhaltniffe gestatten, sollen sowohl die Warenals auch die Schisssraumtontingente erhöhtwerden. Die Schweiz verpflichtet sich, die Ausftchr von 5000 Stück Z u ch t v i e h zu gestatten und auch -für andere Waren Ausfuhr-- bewilligungen zu-erteilen, soweit der Eigenbedarf es zulaffrn wird.' Wiederaufnahme unserer überseeischen Handelsverbindungen. Durch den Verband österreichischer Exporteure wird eine Amon ««geleitet, welche die Einzichung von Ebknndi- . gungen über Pendenzen an übers e e i s ch e n P! ä tz e.n - und die baldige W i e d e r a n k n,ü p f ü n g der -um t e rbrock e.n en überseeischen Handelsbeziehungen zmn Ziele, hat. Die Astion ist nicht ans die Mitglieder des Ber- , bandes beschränkt. Die Jntere'ffenten werden «ffncht, ihren Anschluß ' unter Angabe der für sie m Betracht kommenden überseeischen Plätze dem Sekretariat des Verbandes, Wien, VI., Mariahrlscckraßc 89 möglichst bald bekanntMgcben. .. Verbot der Rubelzirkutatro« in BZuemark. Ans K o p e n h a g e n-wird uns gemeldet: Die dänische Regierung' hat eine Gesetzrsvorlage eingebracht, welche die Einfuhr und Atlsfuhr der r u s s i s ch e n R u ö e l n o t e n verbietet. Aüch oer Verkehr in vorrevolutionären Noten wird untersagt. Das Verbot wird durch die häufige Zirkulation von - Falsifikaten begründet. .Auch die Unsicherheit des Lüertes ist «ne ver ursachen', endlich die Tatsache^ daß die exportierten Rubel daztl verwendet werden sollen, um int Ausland Unruhen zu , stiften. Die Angst vor dein Bolschewismus .ist allgemein. -r Stüdr , in Schwede n existiert bereits ein ähnliches Verbot und wie in unserem gestrigen Blatte gemeldet wurde, hat die französische: Regienmg die Einfuhr von Rubelnoten ebenfalls untersagt. Wirtschaftliches aus Amerika. Vevrr, 28. Jänner. Der amenkmnsche Pressedienst meldeans Washington: Das Kriegshandelsnmt teilt mit, daß infolge des milden . Winters in den Bereinigten Staatm die sofortige Beffchisiung nach e u r o p ä i s.ck e n neutral t » Ländern von 2 0 0.0 0 0 To nnen O e l k u ck e u n n b , Oelkuchenm e h l z-uF n t t e r z w e ck c n m ö glich ist.- Aus N e w - N o r k wird gemeldet, daß achtzehn Fabristmten. und Händler, welche die L e d e r- und S ch u y i n d u st r i e' vertreten,sich letzt«:Samstag nach E u r o p a e i n s ch i f ft cii; ‘ um eine industrielle Ueberstcht üsirr das L e d c r p r o, b l -e w \ zu gewinnen. InsolvenZen «uv Konkurse. , Der Kreditorrnverein von 1870 teilt mit: Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eirigeleiter bei: Adolf. G o l d s ch m i d t,ehemaliger Manufaktirrwareuhändlcr. Wien,!.!-' Marc Aurelstraße 3: Adolf , K o z i e l, Hercenmodegeschäst,' Teschm, Tiefe Gaffe; Ferenz Gal, Kaufmann, Großwardein tz Methodej S i d l i k, Kaufmann, Bvstritz a. H.; W o l l ak &. Tars a, Kanfleute, Budapest, V., Älkamany ntca 19.' — Deck - Konkurs wurde verhängt über: 3)ianrice N a v i l l e . Cie^, mechanische Werkstätte, Genfs, Rue de Carougr 48; ' Lociii'6 immodttttzre 1.L Kee. p llt Lociannex. Außerdem melbtt der Verband der Glänbiger-Schutzvereme OesterKwhS K s «« >