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Wiener Morgenzeitung · 1919-01-29 · Heft 11 (29.1.1919) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 11 (29.1.1919)
Date
1919-01-29
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite i> .... L6ieil, liiattiuoü) \ J±(* a. J. Dr. LeopsLÄ Kshn gLstorberr. Seftem send u:tter großer Betsiligung das Leichenbegängnis des am 26. d: M. verstorbenen lancKhngen!Vizepräsidenten der Wiener israelitischen Kultusgenneinde/Dr. Leopold Kohn, statt. Oberkantor Don Fuchs brachte die Trauergesänge zum Vortrag, woraus -die Beisetzung in deiw vonder Kultusgememde ge- ^widmeten E h r e n g r a b e erfolgte. - Infolge der anhaltenden Schneefälle und des Arbeitermangels hat sich die Produktion im Kohlenbergbau Zillingsdorf, der Kohlenlieferantin für die städtischen Betriebe, auf die man jetzt am sichersten rechnen konnte, verringert. Nach Mitteilungen, die uns gestern zukamen und die in der nächsten Stadtratssitzung Zur Sprache gelangen werden, gesellt ssich zu dieser Misere jetzt aucn noch der Ausfall der Kohlenlieferungen aus den gal irischen Kohlenbergwerken. /Die verschiedenen Erleichterungen betreffs Beleuchtung, Verkehr, Haustorsperre und Theater, die in der gleichen Sitzung beraten werden sollen,/ dürsten auch von dem Stand unserer Kohlenbelieferung abhangen» und Fjälls, bis 1. Februar eine Verschlechterung -derKohlen- . Versorgung emtreten sollte, kommen diese Erleichterungen nicht weiter in Betracht. Was die Neue Freie Presse vsrschwrrgt. Die Neue Freie Presse bringt im gestrigen Abendblatt die Nachricht, das; der Troppauer Gemeinderat aufgelöst und ein Prager Statchaltereirat mit der Führung der Geschäfte betraut wurde, dem ein-Veirat' beigegeden ist, der aus vierzehn Deutschen mch vierzehn Tschechen besteht. Diese Nachricht ist gefälscht. Wie wir unseren Lesern bereits mitgeteilt haben, sind in diesen Beirat Zwei N ationaljuden als Vertreter der jüdischen Na Lion ausgenommen worden, und zwar die Herren Kultusgemeindepräsident Dr. S o n n e nschein und Advokat Dr. Leschner, der Führerder Troppauer Zionisten. Weh? als 130.066 A^beiLslsss in Wien. , Seit vorgestern nachmittags schnei/ e§ mit kurzen Unterbrechungen fort. Der Schnee bleibt aus der Straße /liegen und es bilden sich schon jetzt auf den Straßen Pfützen, die die Fahrbahn für Fuhrwerk unpassierbar wachen. Auch der Gehsteig ist durch kleine Pfützen für die. Fußgänger ungangbar. Die Straßenreinigungs?' fuhrwerke arbeiten gemächlich, und wenn sie mit der seinen Hälfte der Straße fertig sind, ist die andere schon 'wieder verschneit. Einer unserer Mitarbeiter hatte eine ■bit Reinigung der Stabt Wien betreffende Unterredung .'mit den kompetenten Faktoren in der Stadtverwaltung, die ebenso luic die Heiler der ArLeiLsvermiLtlungs-- 'amler der Stadt Wien alle dieselbe Klage erhoben. Im Hauptsächlichen hieß es: Der gute Wille allein, der in den staatlichen und 'städtischen Aemtern ebenso wie in den großen privaten Betrieben vorherrscht, kann uns nicht über die Kalamität, die jetzt trotz gegenteiliger Behauptungen aus dem -LirLeitsmarcte herrscht, hinweghelfen. Auch die hohen Geldversprcchungen und die großangelegte Werbetätigkeit, die von den Arbeiter suchenden Betrieben nntrr dyn Arbeitslosen entfaltet wird, haben nicht die erhoffte Wirkung gehabt. Die Arbeitslos-enzahl übersteigt nach den letzten amtlichen Schätzungen schon die Ziffer 150.000. Nach der Meinung der Behörden werden die Arbeitslosen vielfach durch die staatliche Untersti'chung von der Arbeitssuche abgehalten. So lauge der Staat »liegt einwandfrei sestsiellen kann, wer arbeitsscheu Md ' wer nur durch die Umstände arbeitslos ist, insolange wird diese Kalamität weilerbestehen. In den betreffenden Staatsämtern' äußert man unverhohlen, daß der Staat,dieser Situation »nachtlos '^geuüberstehe. Wenn man einer „Demonprantcngruppe" einige Zugeständnisse macht, so kann man gewiß Min, daß am .nächsten Tage andere „Denwnstrantens'prnprrn" erscheinen werden, um ihre Wünsche dem Staatssekretär oder seinem Vertreter.in sehr energischem Tone nnt^nteilen. Fachleute des Aroeitsmarktes, Leiter großer privater Betriebe, die durch den Friedensschluß nicht lahmgelegt wurden, erzählen, daß man schon seit Wochen in 'manchen Zweigen angestrengt und ohne Erfolg nach Arbeitern sucht. Der Kohlentagbau in rZillingsdorf, eine auch nach den heutigen Verhältnissen! gutbezahlte Arbeitsstätte, konnte trotz großer Propaganda und wirklich gnler Ernährungsverhältnisfe, kaum die Hälfte deS nötigen. ArbeiterbonLingentS ansbringen. Der Staat muß Einrichiungeu raschest treffen, um den Unterschied zwischen, schuldlos Arbeitslosen und denen, die aus Arbeitsscheu dem Staate zur Last fallen, feststellen zu können, und dann entsprechende Maß- '-rahmen zu treffen. Die Schrrhnst. Wir ürachtcu unlängst dieAussühruttgcn eines Lcderfachnumnes 'Äcr die Ursachen der Schulmot, der d'.ese in dem Umstand zu je/olicken glaubt, daß seitens der Lcderverarbciter sowohl die Produktion eingeschränkt als auch mit den: Rohmaterial ein yfsensichtücher Schleichhandel getrieben wird.; Nunmehr erhalten wir von einem bekannten Schuhfabrikanten eine Zuschrift, welche die Ursachen der Schuhnot von einem anderen Gesichtspunkt aus beleuchtet. Der Emsender schreibt: „Die herrschende Schuhnot. allerdings nur in guten, strapazjähigen, ohne Ersatzmaterialcen hergestellten Schuhwerks (denn an;<tu£! Ersatzmaterialien herrgestellten Schuhen herrscht ein ganz gewaluger U e!> e c: l n ß in jfhftr beliebigen Ausführung und Preislage) ist auf folgende Umstande zurückzuführen: Die «nge- Harte Situation bezüglich der Lederzentrale m:d die Beherrschung -derselben durch dir Lederindustrie hat ganz einfach hm g t* setzwidrigcn Z u st and gezeitigt, daß die Lederproduzenten fast ausnahmslos seit Kriegsende k e i n e L e d e r a n - m e l d u n g v o r g e u o m m cit habe u, mu die von ihnen seit N'onateu beanspruchte' ganz enorme Preiserhöhung durckznsetzen. Da die Aushebung der,„H n lz a g" und der „L e d e r b e s ch a f f u n g" bereits beschlossen wurde und eine „D o u t s ch v sr e r r e i ch : s ch e L e d e r st e l l e" als Ueber- . gangsstadium gcfchasien ist, unterliegt eS keinen: Zweifels das nunnrehr als erst: Tat dieser neuen,F:rn:a eine Preiserhöhuug geschaffen wird. Dies würde demnach nichteinen Abbau, sondern ein weiteres Hiuaufschraubcn der Schuhpreise zur Folge haben. Der Behauptung, daß die Schnhvrodnzenten ihnen -uzewiesenes Leder im Kettenhandel weüerverkaufen, anstatt zu. verarbeiten, muß entschieden e n t g_r g e n g e t r e t e n werden. nachdem, der höchste NntzeffrÄ in der Fabrikation durch die höchste Ausnützung der Produktion zu erzielen ist. Die Negiesätze sind derart normiert, daß bei unrationeller Ausnützung der Betriebe, resvektive zu geringer FabrikativnSmoglichkeit die Gewinne auf «n-Minimum herabsinken, dagegen bei Voll- und Höchstleistungen ein derartiger Gewinn zu erzielen wäre, den kein Kettenhandel hervorbrmgen kann. Schon d:rfe Argumentation allein genügt, um die' Strchhaltigkeit anderer Bchauptrmgen hinfällig zu machen." * Vor trog O-ereabbinev Dr. EhaZes. Donnerstag den 30. d. M., halb 7 Uhr abends, sindet der 7. von der Lefennd 'Redehalle jüdischer Hochschüler veranstaltete Vortrag des Herrn Oberrabüiners Dr. ChajeS statt. Thema:. „O l i »er Cro n: well und die I n d e n." Ort: Festsaal des Nicderösterreichischcn Gewerbeveremes. I., Eschenbachgasie 111 Karten im BrreinSlokal, JX., Tnrkenstraße 9, täglich von 3 bis' 8 Uhr nachmittags und bei Lewit, I., Notcnb'.nnftraße 22. AnLerrichtskm.'se für Angestellte. Anfang Februar erösfuec .der Jüdische Handlungsgehilfenv ü r ö a n d ünterrichtskurfe in Buchhaltung, Tschechisch (für Anfänger und Vorgeschrittene) sowie in Jvzialwissenschasten und jüdischer Geschichte. Arnneldungen von Teilnehmer:: werden-in der Bcrbandskanzkei, II., Obere Donaustcaße 65, an Wochentagen von 6 ais 7 Uhr abends oder Sonntag von 10 bis 12 l!hr vow mittags entgegen genommen. Herr Samuel Gls^fteiw , Fr§. Dlga Teich n empfehlen sich als Verlobte. SKole. ' Wien, im Jänner 1919. Wien. GrünLrrug emer „TerrLschysterreichischerr - LebsasmitLelLinftrhrfteKe." Vom S t a a 15 a ::: t e für Volks ernäbrnng wird micgeteist: Die österreichische Zentraleinkaufsgesrllschaft, welche bisher den Import von Lebensmitteln besorgt hat, ist mit 1. Jänner 1919 in Liquidation getreten. Vor der Entscheidung der Frage, ob an Stelle der „Oezcg" eine zentrale Organisation zur Vermittlung und Abwicklung der LebenSmittelbezüge aus dem Auslande zu schaffen sei, wurde nn Staatsamt für Volksernäbrrmg eine Enquete mit den Vertretern der deurschösterceichischen Volkswirtschaft, des Handels und der Verbraucherorganisationen, ferner von. Vertretern der Länder und der Stadt W:en abgchalteu, die sich dafür aussprach, daß für die Zeit des U e bergan g e s eine z e n i.r a l c. Stelle geschafft n w e r d e, welche unter Heranziehung des fachlichen Handels und seiner Organisation sow:e der Verbrauchcrkreise die Bernnttlung und Abwicklung der Lebensmittelimporte zu ilbertcagen sei. - Von diesen Gesichtspunkten ausgehend ist das Staatsamt für Bc-lksernährnng au die Errichtung' der euts ch vst err,eich'is ch e n'L e b : n. smittele in f u.h r st e l l e" geschritten, deren Wirkungskreis m-t einer in: StaatSgefetzblatte erschienenen Voslzttasabweisnng ürndgemacht wird. Ausgabe der dentschösterreichisihen Levensmirteleinsuhritell-; ist die Vermittlung und.Abwicklung der Einfuhr von Lebensnr;iteln aus dem Acrsland sowie die Durchfühnmg aller mit der Erfüllung dieser Aufgaben verbundenen Geschäfte, f o w e i t diese nicht fachlichen Organisationen ü b e r t r a g e n* w e'r d r n. In diesen Organisationen selbst haben neben dem Handel m:d der Kaufmannschaft die Konsununten selbst ihre Vertretung. Der Wirkungskreis der Kriegsgetrrldeanftalt wird hinsichtlich der von dieser bewirtschafteten Artikel' nicht berühr t. Die bisher zu Gunsten der österreichischen Zent'caleittkanfsgesellschaft ausgesprochene Aumelde-, Anzeige- und Änbotpflicht rücksichtlich der aus. dem Armand eingesührten Artist! sindet . von nun an gegenüber der Urnen bcutfrfjdsterreichischen Lebensmitteleinsuhrstelle Anwendung. Eine besondere Aufgabe,- welche aleichzeitig für die Schafsung der Stelle maßgebend war/ ist die D n r 6) f ü h r u n g von K o m p e n s a t i o n sg e s cki ä f t e n m i t _ den: -A u s l' a n di Beim Abschluß und bei der Durchführung dieser. Koinvensationsgeschäste bat die LebenSuätteleiusnhcstrlle einvemehmlnh mit dem „d euts chv st e r r e i ch i s ch e n W a r e n v e r k e h r s b u r e a u" vorzngehcn. In ,den Vorstand wurden berufen: Bernhard Freiherr von, Eh'r en fels, Matthias E l d e rf ck, Franz H'o ß, Georg K h « n e r, Ludwcg L a.m p e l, Fritz L e mb e r g e r, Johann P a p st, Hermann R e i i, Georg Ster w, Dr. Bikior Wutt e, Jofef Z e h e t b a » e r. .. - Der Marlttberrcht. Das trostlose Bild mtf den Wiener Märkieu. blieb auch gestern :nwcräl:dert. In der Groß Markthalle wurden geringe Mengen Rindfleisch für den auch in der Borwoche unbefriedigten Bedarf ausgebotem Außerdem gelangten S ch a f f l e i f ch und W ü r st e zur Abgabe. S ch ell f i s ch e zu X 6.50 bis 7.50 pro Kilogranim wurden rasch cwgesetzt. Die „Nordsee" brachte geräucherte Schellfische zum Verkaufe, die trotz des Preises von K 15.— pro Kilogramm viel Anklany fanden. Am Nasch nr a r k t und in der Vikmalienhalle gab es ebenso wie am Markt in R u d o l f 2 h e: m außer Riibensorten garnichts. Eirw Abvrechsluug brachte die Abgabe von .Fleischkonserven (englische LiebeSaabenaknon), die an Mindestbennttelte auf Einkaufschem abgegeben wurden. Die Brotqrrote der nächsten Woche. Infolge der Unklarheit über das Einlangen der Getreidezüge ans der Schweiz und ans.Oberitalien nnrd die Entscheidung über das Ausmaß der Drotqnotr der nächsten Woche erst am Freitag getroffen werden. Dir Lebensmittelausfuhr aus Oberösterreich. Mit Rücksicht auf die in Oberösterreich angeordnete strenge Durchsuchung der Al^reisenden cn:f mitgesührte Lebensmittel teilt die d o r t i g e L a n b e s r e g i e r u n g folgendes mit : Zur anstandslosen Mitnahme'bescheidener Lebenömittclmengen, von denen anzunehmen ist, daß sie für den privaten Gebrauch und n. i ch t f ü r denSchleich h a ndel bestimmt sind, folgen die volituchen Behörden de- Ausreiseortes m kurzem Wege /Erlaubnisscheine aus. Zur Ausfuhr größerer Mengen bedarf eS einer Ausfuhrbewilligung, die nur aus schristvcheS An- , suchen erteilt werden kann. * v . ■« '- ' « » Älus den KouZsrtsn. Der edel geschtvungane Bogen Schubsrtschen Ms« lobienbauas ist so recht die schöne. Form, der sich Franz Steiners biegsames und wohlb'eherrschtes Organ lebendig anzuschmiegen - weiß, „Was dem Schöpfer des Liedes als selLstverstänbliche 'Forderung vvrschwebt und so selten Erfüllung findet^ die völlige Kongruenz (der musikalischen mit dar gesungenen Phrase, hier wird es in Vollkommenheit erreicht. (Man versteht, tveShalb Richard. Strauß, der im Gegensatz zu manchem Vertreter der Moderne noch immer die Natürlich fließende Kantilene als Grunbelement des Liedes betrachtet, diesen Sänger zu seinem Lieblingsinterpreteu wählte.) Schuberts schwermütiger „Wegweiser" und das die Naturanschauung jener Zeit in. Musik unmittelbar auflösende „Im Grünen" erstanden als Paradigmata des^ Konzertgesanges. Im wohlbedacht, an den Schluß gestellten Goethe-Lüwesch'en ,/Hochzeitslied" vereinigten sich Dichtung, Meisterschaft der Vertonung, Höchsts Kunst des VorirageL und Kongenialität der Begleitung, die in den. femregiftrierenden H'ünhsn Paul Breisachs log, zu einem der Etinuernng verbleibenden Gesamtkunfttverk. - . Zu ungewohnter Nachmittagsstunde' hörte man von. unserer noch lange nicht nach Gebühr geschätzten Helene La.mp.t-Eibcn schütz eine konzertmäßige Darlegung- ' des Chopinschen . Elltdenwerkes. Vor solche Aufgabe. . gestellt, würde mancher Pianist von Weltruf verzagen.. Die selbstsichere Technik fter. Konzertgeberin überwand die getürmter: Schwierigkeiten und., löste sie in. ein - Fe;:crwerk von palenden Terzenketten,. ^sprühendem Passagen, rollenden...Oktavengängen und glitzernden Staeeatis auf, düs die Hörer zu stürmischem Beifalk/ hiuriß. Es war eine "Genreinde und sollst:- die Allgemeinheit sein. Wie seltsam, daß man diese Künstlerin nicht im ahrnenKK Reines Orchesterkonzerts hören kann, wohin ihre starke Persönlichkeit, ihre musikalische Energie und Gestaltungskraft unleugbar drängt! Muff.der tveiü--» . liche 'Künstler., wirklich' auch die Anmut bk- Tänzerin besitzen, um zur Geltung zu kommen? Will man wieder, wie zu.anderen Gelegenheiten, warten, bis die Begabung, von einer' fremd-en Metropole msrechte "Licht erhoben, auf kurzen Gastspielen unsere nachträgliche Anerkennung erwirbt? Eine nahe Zukunft' pird' darüber Aufschluß geben Müssen. - Dr. Konrad > Aus desr Theatern. Im B n r a t h e a t e r gelangt heute. den 29. d. M. „Phädra", Trauerspiel, in si'ms Akten von Racine,, üb ersetzt von. Schiller, neu ehrsiubiert und in Szene gesetzt, zur AufsühnMg Die Besetzung der Rollen ist folgende:. Thesrus—Marc: Phädra-* Bkeibtrcn; Hwpolyt—Gerasch; Ariciä-^-Wohlgemuth; Theramew-M Devrient: Oenone—Haeberle: .-Jsmene—Mayen; Panope— Kallinm Anfang '/<6 uhr. (Die . letzte Ausführung des Stücke« fand am 16. April 1891 statt. . Im D e utt s'ch em B o l k s-tl-h r a fe e r gelangt DömrerStag, dn: - 80. hi M, Bernard Shaws Komödre „Kapitän DraM' boüuds Bekehrung" mr Erstaufführung und Freitag den 31. d. M. zur Wicderhölnng. Andiesem ' Tage wird in den K.ck m m e rf p i el en ^das- GeMMartsdrama. „Der Sturz des Apostels Scharre indische GeschsystLüchee sind, in großer Anzahl in der Bttchhandurngi llu .L ö w.itt.' Wien, I. Rotenturm- -straße 22,' vorrätig :'. I: v k o r. Ein Buch deS Gedenkens au gefallene Arbeiter und Wächter, im Lande Israel. Mit emo» Geleitwort von Martin Buber. Äeb.k 14.30. -- S. I. Agnon. ..Und das Krümmel wird gerade." Erzählung. Ged. n 9.90., * M e n bete M o ch e r 'S f o r i M. „Fischte der Ämmme. Ein Roman. Deutsch von A. Eftasberg. Brosch, ll 8L0, gib. X/11.-7-. — G r a e tz. Volkstümliche Geschichte der Indens 3 Bde. Geb. kl 40. (Nur noch wenige Exemplare vorhanden.) -- Martin B'U b'e r.' Die jüdische Bewegung. Brysch. K 8.80, grb. K 14.30» — Morris N o f e ri f c t b: Lieder des Ghetto. Illustriert von Lilien. Prachtbd. — B. v. M ü n ch b a n s e n. Juda. Jllustnert : von Lilien. Elegant geb. K 17.69. — I. L. Perez. Cyassidyche Geschichte::. Deutsch von A. EliaSberg. Gut geb. Li 15.—. Deuftuü-diakeiten. des G l st ck e l v o n Hameln. Aus dem Iirdischdeuvcben übersetzt und mit Erläuterungen.'versehe:: von Dr. -Ä. Frilchenfeld. Schön geb. K 19.80. •«- Stefan Zwe: g. Jeremias. Eine dramatische Dichtung iu neun Bildern. Broich, K 8.80, o/o. K lf..40. __: Scftreifcmiisthinen und Rtpanturtn > aller Systeme, Zubehör aller Art, preiswert bei Ferdinand Gchrey, Wien,V!., Dreihufe:sengasie 1. Telephon 2726. Eine Stunde im Bezirksgericht. ■ Nicht etwa in den Monsterprozessen mit ihre/, eleganten Zuschauern, ihren Plaidohers, ihren vielfältige.: Schachzttgen, ihrer parfünüerten Spannung und der hvchgetürmten Sensation spiegelt sich das Bild de? Daseins — viellnehr ist dies der Fall bei den alltäg.> licken Verhandlungen über kleine Dinge,^ über namen« lose Menschen und farblose Existenzen,, deren Lust unij Wehe keine Welte im Meer des Alltags schlägt, deren! Kamps und Untergang kein Lied verkündet. Ein paar Stunden irr den Raumen eines Wiener Bezirksgerichtes verbracht, vermögen eine deutlichere Vorstellungvon den Charakteren, Trieben und Illusionen.unserer Mit. menschen zu geben, als Jahre äußerlicher Beobachtung. Was sindet sich da nicht alles zusammen an Entgleistenq Notgewürgten, an - tierischer Verkommenheit, dumpfer Borniertheit, an Schwächen und Eitelkeiten. Und daSf wird uns klar gemacht, gleichsam seziert vor uns auL^ gebreitet — ein tausendmetriger Film, der mit. farbigen, düsteren, traurigen und erheiternden Szenen vor unseres Augen abrollt. Da ist das junge Mädchen^ daK in die»

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