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Wiener Morgenzeitung · 1919-01-19 · Heft 1 (19.1.1919) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
1 (1919)
Issue
Heft 1 (19.1.1919)
Date
1919-01-19
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr? Wien, Sonntag " Bei den Neuwahlen wurden fast durchwegs einstimmig folgende Herren in die Klubleitung entsendet: Präsident: Dr. Fritz Löhner; Stellvertreter: Ing. Oskar Kramer und Obering. Fedor Ackermann; Schriftführer: Artur Ko lisch; Kassier: iJacques Lampel; Beisitzer: Arttw Baar und!Oskar Burjan. Nach mehr als fünfstündiger Dauer schloß der Vorsitzende die Generalversammlung, die einen äußerst würdigen Verlauf genommen hatte. GerichtssM. Milderung eines BLnturLeUs. Ei« im Mai vorig« Jahres vom Schwurgericht untrrdem Vorsitz des OberlandeZgerichtsrateS Brettenhofer gefälltes Urteil, welches wegen des drakonisch« Strafausmaßes in der Oesfentlichkeit viel kritisiert worden war, hat mnnnehr durch eine« Spruch des Obersten Gerichtshofes teilweise eim Korrektur er- ' fahren. Zwei galizische Flüchtlinge, der 18jährige Juda Spitzund der 27j8nrigeJoses Helfer waren wegen betrügerischer Herauslockung eines.Betrages von 2400 K.angmagt. Sie wurden von den Geschwornen des Betruges fiir schuldig besimde», worauf der Gerichtshof den Juda Spitz zu fünf Jahren rmd de« Josef Hllfer zu sieben Jahren schweren Kerkers verurteilte. Helfer rief nach der Urteilsverkündung dem Vorsitzenden Zu: ' „Das ist ein Büüurtnl.Jch nchme es aber an." Der Vater drS minderjährigen Inda Spitz brachte durch sein« Verteidiger , Dr. Ernst Schubert die Nichügkeitsbeschwerde und gleichzeitig auch die Berufung gegen daS Strafausmaß ein. Währeno; btc Nichtigkeitsbeschwerde im Dezernber vorigen Jahres i« öffentlicher Sitznng vom Kaffationshof ÄS unbegründet ver° >warfen wurde, erhielt heute Dr. Schubert den Bescheid, daß der Kaffationshof in nichtöffentlicher Sitzung unter dem Vorsitz des Senatövräsidenten Dr. Schörahuber der gegen das! Strafausmaß erhobenenen Berufung stattgegcken rmd die Mer ' Juda Spitz in erster Instanz verhängte Strafe von fünf Jahren schweren Kerkers auf achtzehn Monate schweren Kerkers berÄ'gesetzt habe. Bühne und Kunst. Peter Altenberg. Hetzte begehen ferne Freunde die Totenfeier, und auch an dieser Stelle sei dieses einzigartig« Lyrikers! gedacht. Die wahre Kunst ruht kn der besonderen : Menschennatur und kann an jedem Stoff geübt .werden. PeterAltenberg übte fie mcht an Dramen, Romanen oder Effays, fondem an würzigen, j köstlichen, oft ergreifendem ja - das darf man;sagen — mitunter erlösende« Gesprächen und! Betrachtungen. Daß er schrullenhaft war rmd sehr ^auffallend? Auch Gustav Mahler mußte man belächeln, I wenn er am Ring über sich selbst stolperte oder mit j ingrimmiger Gebärde das Publikum der Oper zm Ruhe! befahl. Und er ist doch nach seinem Tode riesenhaft i gewachsen. Auch Menberg wird noch viel, viel größer >, werden (wenn man auch den Enthusiasten emstlich sböse sein muß, die ihn mit Beethoven vergleichen). ,Wäre er der Kauseur und parfümierte Troubadour; und dekadmte Nachtkäffeebummler, als den ihn mancher l Unverständige bezeichnet — wahrlich man hätte seine -Kunst in den verfloffenm furchtbar« Jahr« nicht! genießen können. Und doch hat er sich gerade während 'des Krieges alle Herzen geworben, die entsetzt von jder Blutschande —> bei dm harmlosen und weis« 'Künstlern Erquickung suchten. Menberg gehört zu .'diesen Unbestechlichen, sich selbst . Treuen, Naiven -und Weisen. Von ihm gilt das Wort Schillers: ^Was kein Verstand der Verständigen sieht, das findet litt Einfalt ein kindlich Gemüt." Er war jüdischen Mutes. Warum sollen wir es nicht sagen, daß in der iStadt, da die Literaturbörsm von Juden wimmeln iund über Nacht aus einem „Fliederbusch" ein „Fink" .wird, gerade die Besten, Feinsten und Echtesten »unseres Stammes sind! Der gewalttge Gustav Mahler, der untadelige, hochstehende Artur Schnitzler,;der aste FeuilletonspalLen meidende Richard Beek iHoffmann, der vornehme, von KonjMkttlren unbe- :rührte Jakob Wassermann, der verehrungswürdige Greis 'Josef Poppelinkeus und Peter Merwerg, der reine 'Tor. O. A. . In meuMiaM Pcker MteMch. Die Totenfeier für -Keter Attenberg findet h en t e um 11 Uhr vormittags lim kleinen Musikvereinssaal statt. Zehn Bläser des Operntheaters, werden die Gedenkfeier mit einem Choral -emleiten. Egon Frieden wird di« Gedächtnisrede tsprechen, Gertrud« Barriso n, Alice Lach, Maria Mayer, Karl Etlinger, Karl Forest, Egon Friede ll lesen aus Büchern Peter Altenbergs.. , Konzert Bronislaw Hnbermamr. In die «Vorhalle seines Konzerts, das nach so vielen Beihiiiderungen durch Grippe, Kohlennot und häuslichen jüwist endlich stattfinden konnte, stellte Hubermann Beethovens 1)-Dur-Konzert. Dies zu zelebrieren ist ^me Seele vonnöten, die ihren Ernst und ihre 'Heiterkeit nicht aus dieser Welt gewinnt. Diesmal. führten bie Tonfluten noch erdenhaftes Geschiebe imb schienen nicht aus dem Jdealreich Weechovenscher Klassizität zu entspringen. Näher der Vollendung spielte Hubermann Schumanns schwierige Kachnnphantasie und das farbendurchglühte H-moll- Konzert Smnt-Saöns. Hier erklangen die reichen Register seiner Tongebung, barritonale Wehmut, lsrauenhafte Süße, sein sllbernes Martellato, sein prgelremes Flageolett, von einem sieghaften Temperar/rent feurig bewegt, und brachten dem Liebling aus dem Osten reiche Beifallsehren. Mar. . , Jakob Maffermnn» liest heute rm 5 M m «fl«eit Drchtungm...... ...;-n- .......7 'Wiener MSMrtzettmrg 19. Jänner 1919 *..n. Sr,- Belkes RudoLf Gchildkraut als „König Lear". Rudolf Schild kraut wird am 20. Februar im Raimund-Theater in einer Sondervorstellung einmalig den König Lear, eine'seiner bedeutendsten Noll«, spielen. Im Iosefstädter Theater wird für den 22. d. M. eine Strindberg-Gedenkfeier vorbereitet. An diesem Tage wäre der Dichter 70 Jahre alt geworden. Zur Aufführung gelangen daS Drama „Gläubiger" rmd das Lickjpiel „Mit dem Fener spielen". Donnerstag den 23. d. M. wird Schnitzlers „Professor Bernhardt" wiederholt. Im Deutsche« Bolkstheater gelaM Mittwoch den 22. d. M. z»r Fei« des 70. Geburtstages August Strindbergs dessen Drama „Rausch" zur Aufführung. In de« Kammerspielen wird Mittwoch WedekindS iungS Erwachen", Bonnerstag FuldaS „Der LebenSgüter" gespielt. Ekngesendet. Gpeier & Go«, Spezialhaus für VerviekfättigungSapparate, Wim, XV Jdaaaffc 7, Fernruf 82901. Zubehöre erlesener Lpmütätm für Dervielfälttger und Schreibmaschinen aller Systeme. ' Med. Dr. Arnold Gratzer» vom Felde zutückgckchrt, «Liniert U., Taborstraße 44, i. Stock, Tür 19. Trlchho» 45612. Rene Bücher arm dem Verlag R. Löwit. Seme Tätigkeit im neuen Jahr hat der eifrige Verlag R. L ö w i t mit einer Reihe sehr bemerkenswerter rmd gut ausgestattetec Bücher eröffnet. Zum sehr aktuellen Polästinaproblem äußert sich Doktor Alfred Nossig in einer „ZurLösung des PalästinavrvblemS. Vorschläge für dre Friedenskonferenz und dm Bollervimd" betitelten Broschüre (K.1.65). Bon dem jüdischm Bauernlcken im «mm Palästina gibt ein interessantes Buch von S. Cemach Kunde: Jüdische Bauem (brosch. K. 6.60, grb. K. 8.80). Auch die ost- Mischm Erzähler, für die der Verlag R. Lowtt stets mit besondrer Liebe eingetrrtM ist, sind durch ein nerres Buch vertreten, dm durch Alexander EliaSbera übertragenen Roman Mendelcs „Fischke^ der Krumme (brosch, K.?.?0, geb. K. 11.—-). Nathan Birnbaums begeisternde Kmuvffchrist .Gottes Voll" ist in neuer Auflage (3. Md 4. T >? rrschMM (K. 2.64). Der Volkswirt. Wochenschau. s< j.i SSO» 3S+ WfIUIkIv« r Me abgrlaufene Woche stayd auch wlrtschaflW km M'chen der Ungewißheit. DaS völlige Dunkel, in das der WuSgang der FriedeuSverhaudlünge« gehüllt ist, die iunerpolitischen Schwankungen vor de« Wahlen, daS unerträgliche Verhältnis zu den «euentstandene« Nachbarstaaten rmd endlich die Zerrüttung unseres WirtschaftS- und WährungSwrsenK. Lätzen mit schwerer Mvcht auf der Bevölbrruug. Diese Ungewißheit^ verbunden mit den vielen «enrn,. Handel und Wandel hemmenden GesetzeSvorsthrifte», ist die Ursache, weshalb' so reichliche Kapitalien flüssig sind. Unter den obwaltenden Verhältnisse« wagt man'es nicht, Gelber in neuen, unsicheren Unternehmungen zu investieren. Seit Jahresbeginn ist der Markt mit Geld überschwemmt lvie selten vorher. Während, noch vor einigen Wochen die Leute ihre Einlagen aus den Banke» panikartig zurückzogen, verfügen diese Institute nunmehr wieder über gewaltige Summen brachliegender Mittel. Die Folge diese- UeberflusseS! ist die Ermäßigung des Zinsfußes der Banken für Einlagen im Kontokorreuk und für neue Ein Lage büch er auf 2*/» Prozent. Der Zinsfuß für bestehende Einlagebücher ist von 3*/« auf 3 Prozent herabgesetzt worden, Die Banken gehe« von der Ansicht aus, einen höheren Satz nur für Guthaben bewilligen zu können, die länger« Zeit gesperrt sind, die ihnen also längere Zeft zur Verfügung stehen. Eine weitere Folge ist die Ermäßigung des Zinsfußes der Sparkassen, die auf Einlagebücher bisher 3s/4Prozent vergüteten. Sie konnten di« den Banken gegenüber entstandene Spannung von beziehungsweise Prozent auf bk Dauer nicht behaupten. Ihr Zinsfuß wird ebenfalls um }k Prozent daA ist auf 3^ Prozent herabgesetzt. s * i Naturgemäß drängen ßfe reichlich vorhandenen Mittel auf Verwertung. Da die Anlage in Jndustrieunternehmen, wie bereithervorgehoben, wenig verlockend scheint, werden andauernd Wertpapiere lebhaft begehrt, besonders österreichische Reute«. Einige von ihnen haben im Lause der Woche Zkmssteigerungrn erzielt, was aber nicht zu unrichtigen Schlüsse« rmd optimistischen Betrachtungen verleiten darf, denn in berarttge« Anlagen kann man nnr eine weitere indirekte Flucht vor der entwerteteu Dank- «ote erblicken, keineswegs jedoch eine Festigung ober gar Gesundung unserer Finanzwirtschaft. ‘ Gefördert wird diese Flucht durch bie Vebauerllchen Maßnahme« der jugoslawische» Regierung. Während der Okkupation Serbiens hat die österreichischungarische Heeresverwaltung, der auf volkswirtschaftlichem Gebiet keine gerade überwältigende Erfahrung nachzurühmen ist, den Wert beS Dinars auf die Hälfte reduziert, das heißt zwei Dinare einer Krone gleich, gestellt. Nu» wird der Spieß umgekehrt, ja die Sache noch verschlimmert. Zufolge der Maßnahme vom 16. d. hat der Finanzminister in Laibach den Kurs der Krone mit 250 K. gleich 100 Dinare festgesetzt. Ein Dinar ist im Mgenblick für 8.20 bis 2.30 K. zu habe«, so daß durch diese „Regelung" eine neue große Wirrnis in unsere bedrängten Wäyrungsverhältnisse hineingebracht wird. Auch bedeutet sie eine dauernde Entwertung der Krone. Der Belgrader Finanzminister. chieder hat verfügt, daß sämtliche österreichisch-üngar> scheu Notsn bieinschließlich 8. Februar ab gestempelt sein müssen. Während nun «merseitdehauptst wird, würben M dgd.urM «ur Fleisch schneiden, lönnen wir andererseits der AussW-l. rung dieser Neuverordnung nur mit peinliche» Er-i Wartungen entgegensehen. Die Krone wird anS de»i^ südslawischen Ländern zu uns flüchten, unseren oh»-< dieö so übersättigten Markt weiter überfluten, die schkM vorhandene riesige Nachfrage nach den verschiedenste». Gütern noch vergrößern und auf solche Art und Weifte sich sewst weiter entwerten. Bon dem erhofft^ Abbau wird keine Rede sein.? Was die Börse betrifft, so erwartet die Spek«-. tetiott im Zusammenhang damit eine besonders reg« Nachfrage nach Aktien, was bereits zu einer tcbw haften Hausse geführt hat, die jedoch i» de» letzttmi Tagen etwas ab geflaut ist. Die Oesterveichisch-ungä-. rische Bank wird sich in ihrer Dienstagsitzung mW diesem valutarischen Problem befassen. Ihre Leiter erklären, baß eine derart einseitige Lösung von sefte« der jugoslawischen Regierung mit de» verbrieftem! Rechten der Bank nicht in Einklang zu bringe» Möglicherweise wird «S zu einer PvotestkundgebnnA; kommen. Von mancher Seite wird auch ein EmgriW der Entente erhofft, vor allem deshalb, weil die mm8& Nische Heeresverwaltung 100 Lei jetzt mit L00 & fotvczlet hat. Da die Lei den Dinare» gkeichwerttG sei« hollen, so würde durch die WährnngSverhältnisM 11-2 und 1: 2i/i in die rumänische und serbische Finanz Wirtschaft nur Verwirrung hineingetrage» werde». .! Daß derartige Ereignisse im neutrale» Ausla«d feh^ ungünstig auf die Entwicklung unserer Kurs« .wirken, versteht sich eigentlich von selbst. Sv ist neuerlicher Rückgang bet: Devise Wie» erßotzü« Auch dir M a r kbevise hat wieder ein«» scharstu Rückgang erfahre«, der wohl mit der «ngellärte» Lagjv Deutschlands zusammenhängt. Mtbestimmend wirkt bW Härle der' neuen Waffenstillstandsbedingunge« vv» feilen der Entente und die bereits erwähnte Ungewißheit über' den AuSgang der IriedenSkonstvenz, to«M es leider stets klarer wirb, daß eS sich im Grund» genommen um einen diktier te« Friede« Handel» wird. Diese Momente'haben in den letzte« Tage« auch die Wiener Börse.zu. größerer Reserve veranlaßt Die Gesundung unserer entwertete« Valuta dürfte weA längere Zeit in Ansprrrch nehmen, als vo» manche^ übertriebenen Optimisten erwartet wird. Diestm Problem können wir mcht genug Aufmerksamkeit zollen^ da unser ganzes Wirtschaftsleben und sei» Wedetz-. ojttfbau damit aufs engste verknüpft erscheint. ‘ * { Mit der allgemeinen Unsicherheit der BerhaDWe^ verbunden ist. auch die Frage der weiteren Lombav, bieerung der Kriegsanleihe«. Die hiesige» Banken durften in nächster Zeit dem Generalsekretär? der OesterveichischUmgarischen Bank eine« Vorschlags machen, demzufolge von den in ihren Portsfeuilletz vorhandenen Kriegsanleihe«, die für ihre Kunden belehnt iourden, nur ein Teil durch die Notenbank weiterst lombardieert werden soll. De« übrige» größere« Teil sollen die Banken behalten. In der Tscheche Slowakei wurde bekanntlich die Lombardierung der Kriegsanleihen durch die Oesterreichisch-ungarische DanL verboten. Auch dazu wird die Bank Stellung »hm« müssen. Was den Schleich Handel in Zkr^gsankeihe«! anlangt, der ihre Kurse empfindlich drückt, werdet voraussichtlich in der nächsten Sitzung der Börfekammev' Vorschläge zur Behebung dieses Uebels gemacht werden^ Dem Publikum wäre jedenfalls eine vorerst abwartenAtz Haltung den Ereignissen gegenüber und eine größer Reserve in der übermäßige« Abstoßung von ««leihen zu empfehlen.! : ' Während einerseits offiziell immerz« Von fcfeft* fäi planten „Abbau der Preise" die Rede ist, kann «um andererseits in der bevorstehenden Erhöhung des StoJ* gelbes bei Zollzahlungen nur eine» Widerspruch zu diesen Versicherungen erblicke» fahrungsgemäß werden alle neuen Lasten auf de« Dev^ brancher übergewälzt. DaS wird auch anläßlich M Erhöhrmg deS Agios für Zollzahlungen in Dankmtm der Fall fein und unseren Import nicht gewde fördern^ DaS Aufgeeld sott von 150 auf 200 Prozent erhöW werden. Nach den Zollvorschriften sind Zölle auf eiW geführte Waren in Gold münzen zu entrichte». Jnfolf^ der Gvldeinziehungen und beS GvldrnangelS erwies, ft dies während deS Krieges als unmöglich. Am toatf ganMwen September kam eine Verordnung he d« bestimmte, daß die Zölle statt in Gold in San' mit einem Aufschlag von 160 Prozent (!) entrich werden könnten. Das bedeutete, daß für X K, 2.50 K. Papier zu zählen waren. Nach der^ bevvv^ stehenden Neuverorbnung wird 1 K. Gold mit 3 bezahlt werden müssen. Es handelt sich dabei ttn£ eine versteckte Erhöh»«g der Zölle, dem» währeM man vor Kriegsausbruch für 1, Ä. Gold «ngefähv 1.20 K. Papier bezahlte, werden wir jetzt eine» zwe^ ei«halb mal so hohen Zoll für eingekührte WavMj entrichten 'müssen. Angesichts der bringende» Wendigkeit des RvhstoffimporteS bedeutet daS ei«s. weefentliche Mehrbelastung des konsumierende» Publß« knmS. Wenn diese Maßnahme zur Ausführung wird sie sehr gemischte Gefühle auSlösen. OrM Zuletzt sei noch die sehr wichtig^ Neuregelung 8ÜL Ko m Pensa tionsverkeh res kurz besprochen. folge des Zerfalles der Monarchie sind die einzelnem^ Staaten gezwungen, ihren Bedarf an den wichtigste» Waren im Kompensationswage, das heißt durch gegen» stittgen Austausch -u decken. Di» ÄsrhandümgE', darüber sollten von einer Negierung zur anderen, rls»

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