Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 27 (1908)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1908)
- Date
- 1908-04-01
- Page
- Seite 83 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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altes Ehrenmitglied seit fünfzehn Jahren, sondern auch als Vertreter zweier großer Verbände mir vom hohem Präsidium die Ehre des Kommandos eines urkräftigen Salamanders auf das Wohl des A. I. G. V. erbitten, für den ich die anwesenden Mitglieder der Ges. z. Ford. d. Wissensch. d. Judentums und des Deutsch-Jsr. Gemeindebundessich zu erheben bitte. Darauf beglückwünschte Herr Dr. Gustav Karpeles den A. I. G. V. im Namen des Vorstandes des Vereins für jüdische Geschichte und Literatur, indem er persönlich für die Ernennung zum Ehrenmitglied dankte. Sicherlich habe der A. I. G. B. durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft seine Tätigkeit als Vorsitzender des Verbandes anerkennen wollen. Trotzdem sich die Vereine für jüdische Geschichte und Literatur, die seit 15 Jahren so zahlreich entstanden sind, dadurch vom A. I. G. V. unterscheiden, daß sie die Wissenschaft des Judentums mit einem ganz bestimmten Zwecke verbreiten, sei das Endziel doch dasselbe. Dem weiteren Blühen, Wachsen und Gedeihen des Akad. Vereins für jüdische Geschichte und Literatur galten seine Wünsche. Dann hielt der zweite Chargierte desA I. G. V. Herr stud. med. Chraptewski folgende Ansprache: Liebe alte Herren! Im Namen des aktiven Vereins sage ich Euch allen meinen herzlichsten Dank, die ihr hierher geeilt seid, den Ehrentag des A. I. G. V. mit uns zu feiern. Besonderer Dank gebührt den Auswärtigen unter Euch, von denen es manchem recht schwer geworden sein mag, sich für mehrere Tage aus dem Berufsleben herauszureißen und hierher nach Berlin zu kommen. Daß Ihr, liebe A. H. A. H., aber diese Opfer freudig und willig auf Euch genommen habt, ist uns ein neuer Beweis dafür, daß Eure Anhänglichkeit am Verein immer wach ist und daß Ihr stets bereit seid, dem Wohle des Vereins Eure Kräfte zu weihen. Und nur eine Korporation, deren A. H. A. H. in einem solchen Verhältnis zu ihr stehen, hat Aussicht auf eine, gedeihliche Entwickelung. Mögen die Aktiven auch noch so eifrig und willig sein, wo das Interesse der A. H. A. H. fehlt, .da ist der Korporation das Rückgrat genommen, die Stütze entzogen, deren sie in Zeiten der Not — und solche kommen einmal für jede studentische Korporation — dringend bedarf. Und da können wir mit Stolz sagen, daß Ihr, l. A. H. A. H., in solchen schweren Zeiten, die ja auch dem A. I. G. B. nicht erspart geblieben sind, stets auf dem Posten gewesen und einmütig in die Bresche gesprungen seid, um den Verein wieder hochzubringen und hochzuhalten. Und wenn sich ein einzelner A. H. ein ganz besonderes Verdienst um den Verein erworben hat, so ist es unser l. A. H. Zahnarzt Lipschitz, der vor nunmehr 17 Jahren den A. H.-Berband gegründet und dadurch dem Verein einen Dienst geleistet hat, wie er gar nicht hoch genug angeschlagen werden kann. Denn wie viel auch einzelne A. H. A. H., beseelt von hingebungsvollem Eifer, für den Verein tun können, unendlich mehr kann doch ein nach außen hin geschlossen auftretender, nach bestimmten Zielen arbeitender Verband leisten. In den 17 Jahren seines Bestehens,