Mannheim
Compact Memory

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-03-01 · Heft 3 (1.3.1908) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 3 (1.3.1908)
Date
1908-03-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2969669-2970027-2970030--8220-2978930
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Dr. Adolf Mrüll 's Populär-wisfeufchaftlichr Monatsblätter zur Weleyrung über das Judentum für Gebildete aller Konfessionen. lSrgrrn für freiünnigc Srürebungen im Vemeindrlrben. ,1)11 beziehen durch die Erpeditiou: Uutertindau -^4 und durch alle poftausralren des In- und Auslandes zum preise-non Alk. o.— pro Jahrgang. 2<S. |nl)liVllliV Frankfurt a. M., den! Mar; 1908 Ilnniuirr2. -:---—-—---—— ^Kittrilungen aus dem freisinnigen Verein sür jüdisches Gemeindeleben in LranKkurt s. tk. Am 15). Februar hielt Herr Dr. Fahnda, Dozent an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin einen iehr lehrreichen auf eigener wissenschaftlicher Forschung rnhendep Vortrag über: „Die semitischen Völker und das jüdische Volk" aus dem -wir hier ein ausführliches Referat folgen lassen. 4hu' einige charakteristische Züge aus der Entwicklungsgeschichte der semitischen Völker auf religiösem und politischen! Gebiete wollte der gelehrte Redner vorführen, die einen Begriff geben können von dem Geist und von der Begabung der semitischen Völker, ivelche lvohl nach außen hin eine geschlossene Einheit zu bilden scheinen aber in Wirklichkeit in vielen Beziehungen, da es sich um eine Gruppe von Völkern handelt, grundverschieden von eiimnder sind. Die Semiten haben in ihrem geistigen und politischen Leben nicht solche Wandlungen durchgemacht wie die Indogermanen, deren Eharakter sich im Laufe der Zeiten wesent lich veränderte, sie sind ans der einen Seite außerordentlich assimilationssähig und machen sich bald mit der Sprache und mit der Kultur der sie umgebenden Völker ver traut, während sie auf der anderen Seite ungemein konservativ in der Bewahrung ihrer Eigenart sich erweisen. So ist beispielsweise die Kultur der Araber in Spanien bis zuletzt arabisch geblieben, obwohl sie mit einem ganz verschiedenen Vottsstamm in j

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.