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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1908-01-01 · Heft 1 (1.1.1908) · p. Seite 21

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
27 (1908)
Issue
Heft 1 (1.1.1908)
Date
1908-01-01
Page
Seite 21 (sequence 23)
Language
German
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- - 21 will, wobei er mit Entschiedenheit betont, daß er in der lebendigen Betätigung der Lehre Jesu und dem Festhalten an ihm das Fundament jeder zukünftigen Ausprägung der Religion sieht. - Die Berliner Medizinische (Gesellschaft hat den Geheimen Medi zinalrat Herrn Professor Dr. Paul Ehrlich, den berühmten Leiter des Instituts für I experimentelle Pathologie/in Frankfurt a. M.. zu ihrem Ehrenmitglied gelvählt. In Berlin hat sich ein Komitee gebildet, welches dem Philosophen Moses Mendels sohn in der Reichehauptstadt ein Denkmal errichten will. An der Spitze dieses Komitees stehen die Herren Professor Libermann, James Simon und Moritz Mannheimer. Vom Gemeindevorstand ist zu diesem Zwecke ein Platz im Borhofe der jüdischen Knabenschule i zur Verfügung gestellt worden. — In Karlsruhe ist der Grobherzogliche badische Baurat Ludwig Leon, einer der wenigen Smziere. jüdischer Konfession, welche der bayrischen Armee angehören, gestorben. *Jn seiner Eigenschaft als Bauleamter leistete; er hervorragende Dienste. Seine Spezialität war der Bau von Synagogen. Die nach seinen Plänen geballten Synagogen in Straßbrng, Kaiserslautern. Baden-Baden. Pforzheim, Luxemburg, St. Johann und Rostock, ferner viele andere Bauten, darunter das prächtige Ministerialgebäude in Straßburg, bilden unvergängliche Denkmäler der schöpferischen Künstlernatur des Vereinigten. In mehr als zwanzigjähriger Thätigkert als Professor der Karlsruher Baugewerksschule hat er ein segensreiches Wirken entfaltet. Außerdem war er im Ministerium des Innern tätig. — Aus Anlaß des Ablebens des vor kurzem verstorbenen Herrn Anton L. A. Hahn in Frankfurt a. M. gelangte« an die Allgestellten der Deutschen Effekten uiib Wechsel bank, an Wohlthätigkeitsanstalten und Ar»ne. sowie zu gemeinnützigen Zwecken rund 200 OUO zur Verteilung, wobei der Frankfurter Armeuverein mit mxi Mark, die ZtiftUW der j L. A Hahuscheu Familie mit 25 OG) Mark, die Israelitische Waisenanstalt, der; Israelitische Almosenkasten und die Stiftung für gebrechliche oder verlvahrloste bedürftige israelische Kinder mit je 15 OtlOMark bedacht worden sind. - Fn Ber lill starb der Maler , Rathaniel Sichel. Mit ihm schwindet eine Persönlichkeit, die in der Berliner Gesell! schaft lange Zeit eine Rotte gespielt hat. sozusagen ..in Mode" gewesen war. Halb Berlin W. ließ sich von dem Maler des „Mädchens ans der Fremde" porträtieren, und sogar Mar Liebermann „saß" seinem Antipoden. Rathaniel Sichet ist viel an gefeindet worden. Dennoch haben seine idealisierten orientalischen Mädchen und Frauen! in Berlin und Paris, wo er längere Zeit gelebt hat, viel Anklang gefunden. Oft sind j auch sehr hohe Preise für Sichel-Originale gezahlt worden. In den letzten Jahren freilich hatte das Interesse, das einst die farbenbunten glatten Frauenbilder Sichels * erweckten, stark abgenommen. Rathaniel Sichel hat ein Alter von 63 Jahren erreicht. V Er war ein geborener Mainzer. Sichel hatte bei Julius Schräder an der Berliner ' Akademie studiert und 1864 einen Preis aus der Michael-Beer-Stiftung erhalten. Rach längerem Aufenthalt in Rom und Paris, wo er zahlreiche Anhättger fand, hat j er sich erst in den neunziger Jahren in Berlin angesiedelt. Er war Inhaber der . i . i ■

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