Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 11-12 (1.11.1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 284 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Teil: Jesu Leid. Am 1 einem kleinen geladenen Anschaulichkeit hervor t»er Bühne sich wirksam Leben berühmter Männer. Pas hübsch ausgestattete, widmete Merkchen, stellt zeigen, daß nichts Menschl< Lieblings der Grazien sche sodaß bei dem Leser der versöhnenden Schlußworte 284 — hier ganz besonders auf das Titelblatt des elften Bandes hingewiesen, ein Bild Baruch Spinozas nach einem wemg kfamttat Gemälde im Besitze des Herrn Juda Sulzberger. Reel am jun. Leipzig ist erschienen N. 4792—4794 „Jesus". Eine dramatische Dschtung in vier Teilen von Karl Weiser. Erster Teil: Herodes der Große. Zwt iter Teil: Der Täufer. Dritter Teil: Der Heiland. Vierter Oktober 1905 las der Dichter sein Lebenswerk in Weimar Kreise vor. Schon der gewaltige Stoff, der bei Anlehnung an die Evangelien dichterisch behandelt wird, ist geeignet, da er die wichtigste Partie der Geistesgeschichte der Menschheit behandelt, hinreißend auf den Leser und Hörer zu wirken. Die welterschütb rnde 'Zeit aus der jüdischen Geschichte tritt voll Leben und Wir Hweiflen nicht, daß das Werk des Dichters auch auf erweisen wird. — Siegbert Salter. Anekdoten aus dem Bd. i: Heinrich Heine. (M. 1.20, eleg. Leinenband M. 2.—). Gustav Karpeles, dem verdienstvollen Heineforscher geeinen^ Versuch dar, die bisher auf dem denkbar niedrigsten Niveau sich bewegende Arekdoten-Literatur auf eine höhere Stufe zu heben. Die von blendendem Geist, übermü igem! Humor und beißender Satire sprühenden Episoden aus hem Leben Heines sind hi:r wie die blitzenden Glieder einer Perlenschnur zu einer Art anekdotischer Biographie aneinandergereiht und wohl geeignet, uns auch den Menschen Denn nichts ist geeigneter, große Männer unserem Herzen zu nähern, als diese kleinen Geschichten, die wir Anekdoten nennen. Sie zeigen uns den Helden im Kreise seiner Freunds zeigen uns seine kleinen und großen Schwächen, ches ^hm fremd ist. Manche boshafte Unart des ungezogenen! nt uüs in der hier gebotenen Darstellung in milderem Lichte, Wupsch Erfüllung finden dürfte, den der Verfasser in die ausklingen läßt: „So mögen auch jene dem toten Dichter: perzeihen, die glauben, ihr: zürnen zu müssen. Mögen sie sich erfreuen an dem Golde seiner Poesie und defli bli zenden Edelgestein seines Humors, sorglos und ohne Nebengedanken,' wie sie sich erfreuen pn einem funkelnden Geschmeide aus leuchtendem Metall Und sprühenden Diamantm, obgleich jenem ursprünglich glanzlose Erze beigemischt waren und diese manchmas aus aufgeschwemmtem Erdreich gewonnen wurden." Inhalt: Bibelkritik im Gottfried Seume. — Born H Verein.— Sturm und Stillt Religionsunterricht. —r Einiges über den Chassidismus. — Johann ilssver^in der deutschen Juden. — Ein neuer Palästina-Colonisations-. — Monatsschau. — Referate und Mitteilungen. Verantwortlich Druck von H. L. Brönner's Redpkteur und Herausgeber vr. Adols Brüll; Drucketei (F. W. Breidenstein), sämtlich in Frankfurt am Main.