Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 11-12 (1.11.1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 283 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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l— 283 eine Übersetzung .des^'„ Leben Moses ins Hebräische versucht hat, was kulturgeschichtlich interessant ist; der Aufsatz Immanuel Löws „Über Pflanzen in der Bibel, bei Philo, Josephus, im neuen Testament, im Talmud und Midrasch", welcher für die Geschichte der Naturkunde wertvolles Materias enthält und die Abhandlung von David Philipson „Über die Geschichte der; Reform int Judentum", in welcher auch auf die Declaration der Reformfreunde in Frankfurt a. M. aus dem Jahre 1843 hingewiesen wurde. Daß bei einem^so großen Werke auch viel; Unrichtigkeiten mit unterlaufen, ist selbstverständlich und wäre bei einem Nachtragsban )e, der demselben wohl folgen wird, den. Geburts¬ und Todestagen der behandelten Persönlichkeiten größere Sorgfalt zuzuwenden. So fehlt beispielsweise bei Benjamin Samuel Philipps der Geburtstag, der 4. Januar (1811), bei Dr. Pinhas aus Cassel ebenfalls der Geburtstag, der 11. August (1788). Bei Dr. Moritz Rahmer, einem der ersten aus dem jüdisch-theologischen Seminar in Breslau als Rabbiner entlassenen Gelehrten die Geschichte dieser Anstalt 1838 Encyclopaedie als Geburtstag den , wird als Geburtsjahr 1837 angegeben, während verzeichnet. Bei Jsaac Samuel R^gio gibt die Io. August (1784), Kayserling (Gedenkblätter hervorragender jüdischer Persönlichkeiten des Jahrhunderts)' den 19. August, und „Hebrew Union College Annual" den 5. Au Rabbiner Carl Rehfuß fehlt der Mathematikers Benedict Zuckermanr Branns in der Geschichte der jüdisch Auch fällt das Fehlen einzelner T wähnung des verstorbenen Dr. Sch in Nachod, der durch seine Scholien über den „Bann" bekannt gewort zust an. Bei dem 1842 in Heidelberg verstorbenen Todestag, der 18. Februar; der Geburtstag des . der 9. Oktober 1818, stimmt nicht mit der Angabe heologischen Seminars in Breslau (18. Oktober 1818). iographieen auf und. haben wir besonders die Erwabacher, Rabbiner in Odessa, eines Kulturträgers auf einsamer Höhe, vermißt, und den des verstorbenen Rabbiners Dr. Jonas Wiesner zum Babylonischen Talmud und durch seine Studien en ist. Auch hätte Salomon Trier, gestorben als Rabbiner in Frankfurt a. M. am 5. November 1846, dem der Kampf gegen die Reformfreunde daselbst zugefallen, ebenso ^ut Platz finden müssen, wie Salomon Meyer Trier. Eine besondere Behandlung erfährt Rödelheim, als eine alte jüdische Gemeinde, die durch die hebräischen Drucke, die!von dort ausgingen und durch den Gelehrten Wolf Heidenheim weithin bekannt geworden ist. Bon Frankfurter Persönlichkeiten werden die Mitglieder des Rothschildschen Hauses biographisch behandelt, die der alten Familie Schiff, der die Talmudisten „Mahäram", ein englischer Großrabbiner (Tebete Schiff) und der weitbekannte amerikanische Finanzmann und Philanthrop Jacob Schiff entstammen, sowie die aus Bayersdorf stammende Familie Seligmann, die im Jahre 1837 nach Amerika auszuwandern begann. Auch sind noch hervorzuheben die Biographieen von Michael Sachs, Gabriel Riesser, Jacques Rosenhain und Gotthold Salomon, die zu Frankfurt a. M. viele gesellschaftliche und geistige Beziehungen hatten. Bei letzterem wäre hervorzuheben gewesen, daß von ihm 1845 „Stimmen aus dem Osten" erschienen sind. Bon den herrlichen Illustrationen des Werkes, die sich aus 2000 belaufen, sei' c-