Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 10 (1.10.1906)
- Date
- 1906-10-01
- Page
- Seite 238 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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ein große öffentliche Veranstaltung, der außer den Juden eine große Anzahl angesehener Nichtjuden, darunter 6 S^nato^en, 4 Reichstagsmitglieder, Vertreter des Magistrats, sowie der Festungskomand.ant t eiwohnten. Auch der Generatgouverneur von Finland, itte sich durch seinen Adjutanten vertreten lassen. Nach einem vom Chor der Petersburger Synagoge vorgetragenen Gesang hielt Professor Klein-Stockholm eine Festpredic^t in schwedischer Sprache, worauf die Feier mit einem der Thorarollen würdigen Abschluß fand. An dem zahlreiche Christen. — Ans Rumänien, dem Lande der Rundgang unter Vorantragung Rundgang beteiligten sich auch Finsternis, dringt ein Lichtstrahl zu uns. Die Königin Elisabeth von Rumänien bekannt unter dem Schriftstellerin mien Carmen Sylva veröffentlicht in der R. F. Presse vom 23. September einen Aufsatz „Die Blindenstadt" in der sie von einer neuen Erfindung auf dem Gebiete d?s Buchdruckes durch Blinde und von der Gründung einer Stadt „Vatis, Wminosa" berichtet, in welcher sich für die Blinden eine neue Welt des Lichtes eröffnet. Aus diesem Aufsätze verdient besonders die Stelle hervorgehoben zu werden: Wir haben bereits alle Konfessionen und schon verschiedene Nationalitäten vereint. Das wird alles in Frieden leben und durch die Geistlichen aller Kirchen die Rabbiner miteingerechnet, da wir schon mehrere Israeliten haben, wird den religiösen Bedürfnissen der Blinden Rechnung getragen. Und so hoffen wir Frieden und Freude zu haben, in unserem leuchtenden Heim! Möchte doch das Land Rumänien auch für die Sehenden diese Königliche Gesinnungen beherzigen und ins Leben einführen. Der „El Sigto Futuro" erzählt, daß die Prinzessin von Battenberg, Königin von Spanien unter ihren Vorfahren Juden zählt. „Im Jahre 1776 befand sich die Landgräfin Karoline von Hessen am Hofe der Kaiserin Katharina H.-. es sollte damals unter ihren Töchtern eine. Brautschau für d m Zarewitsch stattfinden. Im Gefolge der Landgräfin befand sich auch eine Elsüsserir, die familiär mit dem Namen Kettel bezeichnet wurde und von der sonst kein Name ln-kamV ist. Diest heiratete einen Offizier namens Hauke, den Sohn eines deutschen Juden. Dieser Hauke war in den Dienst Katharinas getreten, um in Wolhynien den Posten eines Wojwoden zu erhallen und trat zum Lutheranismus über. Eine Enkelin Haukes und Kettels, Julie Therese, heiratete morganatisch den Prinzen Alexander von Hessen, und erhielten den Namen Prinzen und starb die bekannte und hochgeachtete hie dieser morganatischen Ehe entsprossenen Kinder Prinzessinen von Battenberg." — In New - Port! Aerztin Mrs. Mary Putmann-Jacoby, Gattin des berühmten Kinderarztes Dr. Abraham Jacoby. Als Tochter des Journalisten George P. -Putmann. 1843 in London geboren, kam sie, fünf Jahre alt, mit ihren Eltern nach New-Aork. Schon in jungen Fahren zeigte sich ihre Liebe für die Wissenschaft. Sie promovierte an der' Eeole de Medi nne als die erste Frau, die zu diesem Institut zugelassen wurde.. Zurückgekehrt nach New-Pork, trat sie in das Lehrkollegium der New- Porker Academie of Medieine Tie Heimgegangene war die Verfasserin mehrerer medizinischer Werke und eifrige Verfechterin des Frauenstimmrechts. — Jüngst starb