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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-10-01 · Heft 10 (1.10.1906) · page 3

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 10 (1.10.1906)
Date
1906-10-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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pr Kop^lai Alona zur Weteh für Adotf Mülls -wissensthastlithe tsblä^ter ag über das Judentum 'bete aller Konfessionen. Organ des Men dels sohn-Vereins in Frankfurt a. M. Zu beziehen durch alle L zum üchhar preise dlungen und postanftalten des In- und Auslandes! von Mk. 6.— pro Jahrgang. 26. Jahrgang. Fra «kfnrt a. M., den 1. Oktober 1906 Dummer 10. aud üb -- t G. Aontdiore j er Liberales Judentum. j Unter dem Titel „Liberales Judentum" ist jüngst eine deutsche Übersetzung eines englischen Werkes des gelehrten bekannten freisinnigen Theologen Claude G. Montefiore in London von Oscar Plaut (Leipzig bei C. E. M. Pfeffer) erschienen, die es wohl verdient weiteren Kreisen hekann^ zu werden, zumal in demselben Anschauungen und Gedanken zum Ausdruck kochmen, die Vielen aus der Seele gesprochen, .geeignet sind, als das Credo des modernen Judentums betrachtet zu werden. Montefiore gehört zu der kleinen Schaar jüdischer Ge^tehrtefi, die mit Liebe und Begeisterung ihren Studien hingegeben sind und die den Hut hayen, das was sie gefunden auch freimütig auszusprechen. Wir wollen nun an der Hand dieser äußerst interessanten Schrift, in welcher in neun Kapiteln ein reicher Zeitgemäßer Stoff besprochen wird, zumeist mit den eigenen Worten des Verfassers Einiges hervorheben, um dadurch zum weiteren Nachdenken anzuregen. Das erste Kapitel trägt die Überschrift: Der Jude und das Judentum. In demselben spricht sich Montefiore selbst über die Aufgabe feines Buches aus, eine bestimmte Richtung des jüdischen Glaubens, die den liberalen Grundsätzen huldigende Reform zu beleuchten, und durch einige individuelle Gedanken zu ihrer Entwicklung und Förderung beitragen zu helfen, wobei es ihm ferne liegt, da er das rein Persönliche seiner Ausführungen betont im Namen des liberalen Judentums oder gar!des Judentums überhaupt zu reden. Im Verkaufe dieses Kapitels kommt M. auch auf die in unseren

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