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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-09-01 · Heft 9 (1.9.1906) · p. Seite 214

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 9 (1.9.1906)
Date
1906-09-01
Page
Seite 214 (sequence 24)
Language
German
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214 territorial - Oriiauifatioii «Iw) durchaus sympathisch gegenüberstehe. — Während der 3omiiierfciioit lvnrden au den englischen Universitäten für das gebildete Publikum Vorlesungen über allgemeine, - außerhalb des Rahmens der Universitäts-Studien liegende rhemala gehalten. Der Borst, and des „Verbandes. der englisch jüdischen Literattur- Bereine" hat sich nunmehr an die Behörde der Universität Canrbridge mit dem Ersuchen gaioandt, unter diese Vorlesnnge Diesem Ersuchen ist mit größte und seit Anfang August haben von einer zahlreichen, zumeist Bortrag hatte „Moses Mendel l aiid) solche von speziell jüdischem Interesse anfznnehmen. e Zuvorkommenheit willfahrt worden; die Universitäts- Behörde selbst hat schon für diesen Sommer die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, bereits drei derartige Vorlesungen stattgefunden, welche nichtjüdischen Zuhörerschaft besucht waren. Ter erste stöhn, sein Leben und Wirken" znnl Gegenstände; der er der 'Inden-Emanzipation in Frankreich"; in dem Satamon I. Solomon unter Vorführung von zahlte Kunst im Judentum", deren Wesen und Leistungen Tempel zu'Jerusalem, an dem Lnias-Tempel in Egypten,;clecjtcit. Wasser-Leitung?e. x. illustrierte. Es darf die iese Vorlesungen in immer weiteren Kreisen nicht nur richtige Kenntnisse verbreiten, sondern auch warutes Interesse für Inden und Judentum rvecken und so über ihre nmmttelbare Bestimmung hinaus Segenswirkungen zeitigen In London starb am 20. August Rev. Simon Singer, Rabbiner der frei- ^ynagoge, geb. 1^4.^. Von ihm sind viele Predigten und lenen, ferner: Dalmndische Fragmente aus der Bodleiana und Gebetbuch. In London halten sich zurzeit vier Ver inschaft der Samaritaner ans, von der noch ungefähr zweidie ihren Glauben als die einzig wahre jüdische Religion die nach London gekommen sind, erinnern in ihrer äußeren zweite gehandelte „Die Geschichte dritten sprach der gefeierte Ma reichen Bildern, Skizzen:c. übe er an dem ersten und zweiten an der von König Ehiskija auc Hoffnung gehegt werden, das; l werden. sinnigen Zh'en West End An'iiäne religiösen Inhalts e.schi ein iu's Englische übertragenes treter der alten Religionsgemei hundert Anhänger existieren und b e;ei el) neu Die vier Priester, Erscheinung und Haltung wie in ihren Namen an die Patriarchen des Alten Testaments: ne heißen Isaak Ben Amram. ha-Cohen Ha-Levi, Safik Ben Jakob Ha-Cohen Ha-Levi, Nage Ben Khader ha-Cohen Ha-Levi und Silabi Ben Jakob Salabi. Die vier Männer sind außergewöhnlich hoch gewachsene, hagere Gestalten und in ihrem Benehmen schweigsam esterliche Gewänder gekleidet itnb führen Bücher und \it sich. Darunter eine Rolle, die seit ungezählten Jahrnnd Ivürdig. Sie sind in pr Schriften von großem Werte n Hunderten in ihrer Synagoge benutzt wird, uralte Gebetbücher und eine vergilbte Zeittafel, in der von ihren verstorbenen Hohepriestern berichtet wird. Die Samaritaner sind nach England gekommen, nm für ihren von den Türken-verfolgten und mit Abgaben überbürdeten Stamm Unterstützung und Hilfe zu finden. Die Samaritaner sprechen nur arabisch und'eine alte Form des Hebräischen; sie glauben nur an die fünf Bücher Mose und betrachten die anderen Juden als Schismatiker. — Der Hilfsverein der deutschen Juden erhält von einer vertrauenswürdigen Persönlichkeit in angesehener Stellung in Warschau den

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