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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1906-04-01 · Heft 4-5 (1.4.1906) · p. Seite 91

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
26 (1906)
Issue
Heft 4-5 (1.4.1906)
Date
1906-04-01
Page
Seite 91 (sequence 21)
Language
German
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91 Jonathan: Vergiß nicht, wie der Vater ihn gekränkt, er versprochen nicht zum Weibe, Merab, Unsre ieger Goliaths'? Und gab sie w:m? Dem Adriel! reich dazu — ein Sohn auch unsres Stamms — dem Löwen. Daß er nun kalt war, Michal, gegen darf dich's wundern. Nur eijren einzigen giftigen Und gut ist's, daß Ja schmählich ihm sein Königswort gebrochen! Hatt' ältere Schwester, feierlich Dem Z Ein wackter Mann, gewiß! Und Doch David ähnlich, wie die Maus dich, Dich zu verachten schien, nich Pfeil umschließt Der Edlen Köcher'— und dies ist der Stolz! er doch zuweilen trifft! Michal: Mich traf er nur zu gut — Wie die Verachtung Die heiße Leidenschaft, statt sie zu kühlen, Nur hei; und heißer machte, schürend sie zu wilder Glut, zu dunkler Raserei! Hättest. du ges ^rochen, Bruder, nicht das Wort, Das in mir löste jenen dumpfen Druck — War' ich dem Wahnsinn sicher heimgefallen. Jonathan: So große Leidenschaft hätt' nimmer ich Dem kleinen Schwesterchen wohl zugetraut. nur, Michal: Ja, ja, ich weiß, du und der Vater! Und war so ist's. Ihr habt mich stets Als Kind behandelt das kleini, junge Mädchen. Ja, Männer |ett> doch große Kinder nup könnt wot)l Schafe züchten, Ziegen, friß! Uüd laß uns sonst in Ruh! Tier ich nur, Und nicht ein Weib w starbst bui mir, Eh' ich dies volle mir suchend Im Mutterauge, ach, Nacht beleuchtet! ich hundert Jahre alt, für euch Bin ich doch stets lächle nur! War nicht die Kliig're ich? Ihr In allem, was des Weibes Leben gilt. Ihr Büffel — Ta heißt es: „Auf die Weide geh'und So habt ihr mich Erzogen, als sei ein fühllos ^it Lieb und Sehnsucht! — O, Mütter, Mutter, warum Herz bewußtseinsvoll An deines legen konnte,. Trost der einz'gen Sonne, Die unsren Pfad auch in der Jonathan: Du tust uns klag' an, den rauhen Krieg, Der draußen liegt im Kriegeslager stef- Kann nicht daheim auch nach dem Eisenkleide, Daß noch vor andren Menschenherz, Und daß es andren es oft beklagt, Daß uns der Kri Denken, Handeln, Fühlen, Daß, ich gut es machen, was versäumt, er gebrochen hat sein Königswort, So wirst du Davids Weib. Bist Michal: Ob ich zufrieden die Königin Aus Mittagsland, vost unrecht, Bater und mir selbst. Die wilde Zeit Kopf und Herz uns stets in Anspruch nahm. Wer Verzweifelt kämpfend geäen tück'schen Feind, Rechten seh'n, — Und leicht vergißt der Mann im als vor Feindes Pfeilen Zu chützen sei ein fühlend noch als nur dem Feind Entc egenbebt. Ich Hab' 'g so ganz gefangen nahm, Ins fesselnd all' das ach, für dich garnichts mehr übrig blieb. Doch roill Sogleich geh' ich zum Vater. Zeig' ich den Weg ihm auch, hu zufrieden? bin? Wenn dies gelingt, So der das Lied uns meldet. Stachelnd ihn, Daß es gut zu machen. bin ich glücklich, wie

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