Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 26 (1906)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1906)
- Date
- 1906-02-01
- Page
- Seite 47 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Heferate und Mitteilungen. „Zur Jahreswende." Festpredigten, gehalten am Roschhaschono Und Jom Kippur 5666 von Dp. Max Beermann, Rabbiner der Kreis-Synagogen-Gerpeinde zu Insterburg. Berlin C. 1906. Verlag v. I. Kaufmann, Frankfurt a. M. Br. 1 Mk. Der Herausgeber Dieser Reden, schon frühe - vorteilhaft bekannt durch Veröffentlichung von Festpredigten,! bietet uns in vorliegend e Schrift acht Vorträge für aen Tischrimonat, die sowohl nach Form als auch nach Inhalt mit zu den besten Erzeugnissen der jüngsten homiletischen Literatur zu zählen sind urd die nicht nur von Fachgenoffen, sondern auch von Laien alss anregende Lektüre begriffst zu werden verdienen. Sehr! wohltuend wirkt seine persönli!che Anschauung über die Parteien, die in demselben zum Ausdruck kommt, nach welcher! wir nicht im Kampfe de- Meinungen zum Parteifanati^mus herabsinken sollen, und s^in Wunsch, daß es uns n cht an Männern fehlen möge, deren Parole ist: zu vereinen ynd nicht abzusondern. — „Der Kalender der Juden". Vollständige Anleitung zu seiner Berechnung für alle Z üten. >Broschiert Mk. 2.50, efecj. geb. Mk. 3 —. Verlag der Hofbuchhandlung Friedrich Gutsch, Karlsruhe.) Der Verfasser, Professor Adolf Kistner, gibt damit allen denen, die sich mit dem jüdischen Kalender und seiner Umrechnung huf den allgemein bürgerlichen zu beschäftigen haben, ein wesentliches, sehr brauchbares Hilfsmittel an die Hand. Es ist erstmals der wohlgelungene Versuch gemacht wordest, das ganze, mathematisch und astronomisch hoch interessante jüdische Kalenderwerk! streng systematisch, aber doch leicht verständlich darzul^gen. Zahlreiche gut ausgewäHlte Beispiele sowie 2 Figuren und 33 Tabellen erleichtern die Lektüre in jeder Hinsicht! außerordentlich. Das V erkchen wird Rabbinern und Lehrern, die zu rituellen Zwejcken Umrechnungen vornehmen müssen oder zu klarer Anschauung über den Festkalender gelangen wollen, treffliche Dienste leisten, auch eignet es sich gut für jüdische Schulen und iSeminarien, wo es im Unterricht oder zu Geschenkzwecken benutzt werden kann. Auch Mathematikern, Astronomen, Historikern u. s. w. kann dhs Büchlein warm empfohlen Warden. — „Koheleth oder Weltschmerz in der Bibel." Ein Lieblingsbuch Friedrich des Großen, verdeutscht UN) erklärt von Paul Haupjt, Professor der Semitischen sprachen und Direktor de? orientalischen Seminars in Baltimore, früher Professor der Assyrologie an der Universität Göttingen. — Preis D»k. 1.20. — Das elegant ausgestattete Heft gibt eine dem Versmaß der hebräischen Urschrift nachgebildete rhythmische Übersetzung des unter dem Namen „Prediger Salomo" bekannten biblischen Buches. Das eigenartige Werk des „genialen Koheleth", wie Schopenhauer ihn nennt, hat von jeher das Interesse Vieler gefesselt. Es war das Lieblingstmch Friedrich des Großen, der es als einen „Fürstenspiegcl" bezeichnete. Heinrich Heine nannte es seiner pessimistischen! Weltanschaung wegen „das Hohelied der Skepsis". Prof. Haupt bietet es hier in seiner vermutlich ältesten Gestalt. Alle späteren, größtenteils aus dogmatischen i