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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-11-01 · Heft 11-12 (November 1905) · p. Seite 288

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 11-12 (November 1905)
Date
1905-11-01
Page
Seite 288 (sequence 50)
Language
German
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288 schaftlichen Resu täte, die er Folge hatte, rasch offenkundig geworden. Die österreichische Regierung tut wohlweislich ihr Bestes, um den Antisemitismus im Zaume zu hasten, dem sich auch -der Kaiser stärk widersetzt, da er denselben ganz richtig für unsittlich und gefährlich, hält. „Ich werde in meinem Staate keine Judenhetzen dulden," sagte er zum Rabbiner von Prag nach den antisemitischen Exzessen in Böhmen und Mähren, nach der bekannten Affaire von Polna. — Die Bibliothek des sel. Oberrabbiners Dr. Kayserling hat Herr Julius Rosenwald in C h i c a g o auf Veranlassung des Rektors Dr. Köhler für das Hebiew Union College in Cincinnati gekauft. — Die Taufe der galizisch jüdische x Dienstmagd mit den zwei jüdischen Vornamen, die in der jüngsten Taufliste in Wsen verzeichnet war, "verweist uns auf eines der traurigsten Kapitel Die Taufe dieser, armen, von allen ihren Konnationalen nagd lastet auf dem Gewissen der jüdischen Gesellschaft. unserer 'sozialen Zustände, verlassenen jüdischen Dienst „Maria" heißer Herrschaften" n das Studium 11 sind nicht laute auch Märtyrer vorher schon in der Umgebung Auf Grund der dieser Gebäude gegen die Mktstskirche hin. angrenzenden Härrser wird Gesinnunge unter ihnen, der Enquete der Altneusyyi um auf dem Grundstück eine sein, das dortselbst errichtet Wer hat sich ihrer angenommen, als sie aus ihrer galizischen Kleinstadt in dieses Meer von Gleichmut, Egoismus, nationaler Gleichgültigkeit geschwemm't wurde? In einem jüdischen Hause fand sie keine Arbeit, weil man da gegen jüdische Dienstmädchen voreingenommen ist. Und welche arische Hausfrau wird eine Chane Gitl als Stubenmädchen anstellen? Was blieb ihr o nderes übrig, als sich zu taufen, um — bei Juden Stellung zu finden? Ihr Arbeitsbuch wird sie als „Katholikin" präsentieren, sie wird nunmehr eine tüchtige Arbeiterin ist, wird sie sich auch um „jüdische cht ^u sorgest haben. Unseren „jüdischen Herrschaften" empfehlen wir nserer Tauslisten. Sie bilden ein Stück Geschichte der Gegenwart. Es lumpen, die da an den Pranger gestellt werden, es sind - In der technischen Kommission des Stadtrates und der Sachverständigen wurde die Frage der Regulierung agoge in Prag und des alten jüdischen Rathauses beraten. Ergebnisse stieser Beratungen wurde „beschlossen, daß in der Umgebung das bisherige Niveau beibehalten werden soll mit einer gelinden Böschung Für eine entsprechende Restaurierung der Fassaden per gesorgt werden. — Die israelitische Kultusgemeinde in Innsbruck stat in der Astdreas Hofer-Straße für 110000 Kronen ein Haus gekauft, Synagoge zu erbauen. Es wird dies das erste Gotteshaus wird. — Am 8. Dezember starb in Paris der Groß- Rabbiner von Frankreich Herr Zadoc Kahn.. Inhalt: Die Wiehes den betroiff. Versammlung r Judenjchas des Verbandes deutscher Juden. — Protesteersarnmlung der gegen die Judenmassakres in Rußland — Die hauptsächlichbei Letzten Judennpssakres vom 30. Oktober bis zum 5. November 1905 in Rußland ' enen Orte, t— Das nationale Judentum. — Die Herodierzeit im Spiegel moderner Dramen.! — Sei stark und fest. — Ein interessantes Prachtwerk. — te und Mitteilungen. — Monalsschau. Refera Verantwortlicher Redakteur und Herausgeber Dr. Adolf B r ü l l; Druck von H. v. Brönner's Druckerei lF. W. Breidensteiusämtlich in Frankfurt am Mhin

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