Mannheim
Compact Memory

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1905-11-01 · Heft 11-12 (November 1905) · p. Seite 274

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
25 (1905)
Issue
Heft 11-12 (November 1905)
Date
1905-11-01
Page
Seite 274 (sequence 36)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2969669-2970014-2970026--7802-2978495
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

..Chasak weemoz1 in diesem Augenblicke, die Bande des Blutes, Und so flehe ich gebung unserer teueren und laß an unserer ga^ liegt in den erhabenen „Der. Herr segne sei Euch gnädig, der immerdar". Amen. — 274 — „Sei stark und fest!", so ruft Schemini Azeres »Ns allen zu i dem wir gedenken der Lieben und Teueren, die mit uns durch durch das Band der Liebe und Treue verbunden waren.! zu dir, o Allvater: Verleihe uns allen Kraft, in Ruhe und Er- Toten zu gedenken, bewahre uns vor harten Schicksalsschläg^n zen Gemeinde in Erfüllung gehen den Segen, der ausgesprochen Worten unserer Thora: und behüte Euch, der Herr lasse sein Antlitz Euch leuchten und Herr wende sein Antlitz Euch zu und gewähre Euch Frieden £inj intereflantcg Eracbtwerb. Bon ^Zrofesior Dr. Adolf Bi ach/Rabbiner in Brüx. Philosophen, ist so groß, und zu studieren. Wird Lessing bemerkt iünmal: „das Leben allein bildet einen vollkommenen Menschen nicht, das Lesen der besten Schriftsteller muß dazu kommen". Die Wahrheit dieses wird wohl niemand bestreiten allein die Zahl der berühmten Dichter, Denker und daß ein Menschenleben nicht ausreicht, all ihre Werke zu lesen man daher auch irgend einen oder mehrere Lieblingsphilosophen gründlich studieren, so chird man, um die Ansichten so zahlreicher bedeutender Männer kennen zu lernen, zu Anthologien greifen müssen. Freilich wird man seine eigene Überzeugung immer mstreden lassen müssen und sich nicht durch ein geistreiches Wort oder einen glänzenden bisher zu Gesichte kame^ unbeachtet gelaffen; es Gedanken blenden lassen dürfen. Die Anthologien, die mir it, haben die Geistesarbeit des Judentums fast gänzlich muß daher mit Freuden begrüßt werden, daß der Professor der Musikgeschichte H. Ritter in seinem interessanten Prachtwerke „Das goldene Buch der Lebensweisheit" ') sich von dieser Einseitigkeit losgesagt hat. H. Ritter ist fre von jeder konfessionellen Engherzigkeit, er verdammt die Intoleranz und den Rafferchaß. „Seines religiösen II. Band Seite 314 — musikalischen Glaubens, darüber. Bedenkt daß Mark. l) Berlagshandlung Ist auch in monat Bekenntnisses oder seines Glaubens" — so bemerkt H. Ritter „braucht sich ein Mensch ebensowenig zu schämen wie seines denn auch in dieser Sphäre des Gefühlsausdruckes gibt es manigfache Glaubensbekeirntnisse. Darum lasset jedem seinen Glauben und streitet nicht ihr dadurch zerstörend auf das seelische Leben eines Menschen Max 6 Schmitz, Leipzig-Reudnitz, Preis zweier Prachtbände 24 ichen Teilzahlungen ä 2 Mark zu haben. i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.