Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 25 (1905)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1905)
- Date
- 1905-11-01
- Page
- Seite 272 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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I, 272 — darum kann es sein Ha^pr erheben.- Ter über diesen Satz zum Volke sprach, war auch ein Johannes, auch ein Vorläufer^ der aber noch keine dichterische Verherrlichung gefunden har. JohannesSohn Sakkais. Ter Bach am Wege, aus dem Israel nerven Mur und, neues Leben gewinnt, ist die Tora, so deutete er den Ausspruch. Die Äeschichre gab ihm Recht. Roms Fäuste haben den jüdischen Staat zertrümmert, Royrs Feuerschlünde haben best Tempel in Schutt und Asche gelegt. Israels Geistesleben aber blieb unangetastet, ^as Heiligtum der Lehre blieb unversehrt. In den finsteren Zeiten des Hasses und her Verfolgung war das Studium des Gotteswortes Israels Heilquell und Inugbronstett. Möge auch das Israel der Gegenwart wieder lernen, diese Wasser ewigen Lebens zu schätzen, sich selbst zur Ehp', seinen Feinden zur Wehr. Sei Harb und feit. Predigt, gehalten am Schemiüi Azeres 1905 im Tempel zu Brüx Bon Professor^ Dr. -Idols Biach, Rabbiner und Prediger in Brüx.; Gewidmet Frau Babette Löbl in Brüx, der schwer geprüften Mutter des in Frankfurt a. Äk. vebunglüäien Künstlers Hugo Löbl aus Brüx.); M. A.! Vorüber gezogen find an uns in rascher Aufeinanderfolge die naurcüm. die erhabenen, erhebenden unh ehrfurchtgebietenden Tage ransel, ba8eüenoIi und jom hackippurim, die unser Gewissen mächstg aufgerüttelt, vorüber gezogen ist an uns das Laubhüttehfest, das durch die Svmvole 8uckaK und Imlad, Festhütte und Feststrauß zu uns gesprochen, und nun, da pur am Schlüsse der Feste stehen, ruft Schemini Azeres zuw Abschiede uns zu das ^Vort, das Gott einst an Josua gerichtet, „chasak weemoz „Sei stark und fest". Dieser Ausspruch soll nach klingen in unserem Herzen, darum lasiet uns ein wenig erjvägen dies wichtige Wort in dieser Festcsstunde. Der Herr verleihe uns hierzu feinest Segen. i I. l M. A.! Nicht erst die moderne Zeit hat geprägt den Gedanken, das Leben ^st ein Kampf ums Dasein; bereits vor Jahrtausenden rief Hiob aus: .Kalo zowo leenoasjh ale oiez“, „fürwahr, ein Kriegsdienst, ein stetes Ringen und Kämpfen ist des Menschen Leben auf Erden". Welchen Beruf wir auch immer gewählt haben/ ob Kaufman;t, Handwerker, Gelehrter, Rechtswissenschaft oder Heilkunde unser Beruf, überall bedarf es der Anspannung aller Kräfte, wenn wir das Leben uns erobern, wenn wir wqs